Einzelbild herunterladen
 

Seite 9

Samstag den 24. Januar 1931

Nr. So

Oberdorfelden zu beobachten, während man sich in Niederdorfelden fast durchweg über die .schlechte Beschaffenheit- des örtlichen Wassers im klaren zu sein schien. Es bleibt zu hoffen. daß die noch fern­stehenden Anlieger über kurz oder lang doch noch den Anschluß an das Gruppenwasserrverk suchen und finden werden.

d Hochstadl, 24. Jan. Filmvortrag. Heute abend findet in der hiesigen Kirche ein Filmvortrag „An den Urwaldströmen Borneos" statt. Es wer­den Bilder aus dem Arbeitsfeld der Baseler Mission gezeigt. Der Film besteht aus fünf Teilen. 1. Unter der malaischen mohammedanischen Bevölkerung der Küste. 2. Bei den Dajak im Inneren Borneos. 3. Reisen im Gebiet der Stromschnellen. 4. Das Hei­dentum. 5. Missionsarbeit. — Hohes Alter. Heute feiert die älteste Einwohnerin unseres Ortes, Frau Margarete Koch, Lutherstraße, ihren 88. Ge­burtstag. Frau Koch erfreut sich noch der besten Gesundheit und verrichtet noch täglich ihre gewohn­ten Arbeiten im Haushalte ihres Sohnes. — G e - m e i n d e v e r t r e t e r s i tz u n g. Bei der in dieser Woche stattgefundenen Sitzung stand nur ein Punkt zur Beratung: Aufhebung des Beschlusses der Ge­meindevertretung vom November vorigen Jahres betreffs Ablehnung der Baugenehmigung an einen Dörnigheimer Einwohner. Nach längerer Debatte wurde der von den Arbeitervertretern eingebrachte Antrag von den Vertretern der Bauern und des Handwerks einschl. der Stimme des Vorsitzenden abgelehnt.

u Riederrodenbach, 22. Jan. Gemeinde- vertretersitzung. Der am 21. d. Mts. tagenden Gemeindevertretung lagen folgende Be­ratungspunkte vor: 1. Antrag eines Einwohners auf Zurückstellung des Verkaufsrechts der Gemeinde auf sein Wohnhaus für eine aufzunehmende Hypo­thek in Höhe von 1500 Mk. 2. Verschiedenes. Än- ichließend geheime Sitzung zwecks Beratung eines Antrages betreffs Abbau in der Gemeindeverwal­tung — Punkt 1 wurde antragsgemäß einstimmig genehmigt. Zu Punkt Verschiedenes wird einem Einwohner auf Antrag die Gemeinde-Grundver- mögenfteuer für das Jahr 1930 erlassen, da er ohne Hauszinssteuerhypothek ein Wohnhaus erbaut hat. Hierauf gibt der Herr Bürgermeister bekannt, daß die Pachtzeit für den Gemeindesteinbruch am 31. 3. 31 abläuft und ersucht die Vertreter, bis zum Verpachtungstermin Vorschläge für die Bedingun­gen zum Pachtvertrag einzubringen. Ferner ersucht ein Vertreter, der Herr Bürgermeister wolle in Sachen der ^frammenfrage beim Herrn Kreisarzt in Hanau Bericht einfordern, welche Bewandtnis die Säuglingserkrankungen hatten, da hierüber ein amtlicher Bericht noch ausstehe. Alsdann wird mit­geteilt» daß die nächste Brennholzversteigerung be­reits am 22. abends stattfindet, und schließlich fragt ein Vertreter an, ob die Gemeindevertretung keinerlei Handhabe besitze, die behördlich vorge­schriebene Meldung der hiesigen Erwerbslosen in Langenselbold auszuheben oder evtl, auf eine wöchentlich einmalige Meldung in der Woche zu beschränken, da der weite Weg besonders für alte, kranke und sieche Personen eine Qual sei. Der Herr Bürgermeister meist in seinen diesbezüglichen Ausführungen darauf hin, daß eine generelle Aenderung der Bestimmungen voy. hier, mus: nicht erfolgen' könne, daß jedoch Personen, welche nach­weislich krank oder"gebrechlich feien, teilweise von dB Meldung befreit werden könnten und auch schon durch ihn Befreiung von der Meldung erlangt hätten. — Hierauf wird zum Punkt Geheime Sitzung von einem Vertreter beantragt, öffentlich zu verhandeln. Dieser Antrag fand mit 7 gegen 5 Stimmen Annahme. Hierzu gibt der Herr Bürger­meister folgende Erklärung: Der Gemeindevorstand hat auf Anregung aus der Gemeindevertretung mit 3 gegen 2 Stimmen beschlossen, den bisherigen Ge­meinderechner abzubauen, da die Gemeindefinanzen eine Verringerung des Personals erfordern und die Ausgaben, zu senken das Gebot der Stunde sei. Der Gemeindeschreiber übernimmt nach einer Frist, welche ihm zur Einarbeitung in die Rechneraeichäste gegeben wird; den Posten und der zweite Schreib- gehilfe bleibt vorläufig zur Unterstützung des Bür­germeisters. Nachdem ein neu einmstellender Lehrling in etwa Jahresfrist als brauchbare Hilfe herangebildet ist.-soll auch der zweite Schreibgehilse versuchen, anderweitig unterzukommen. Mit diesem verringerten Personal hofft der Gemeindevorstand die Verwaltungs- und Rechnergeschäfte bewältigen zu können und der Gemeindekasfe eine fühlbare Erleichterung zu bringen. Diese Entschließung des Vorstandes wird mit 8 gegen 4 Stimmen gut­geheißen.

x Osiheim, 23. Jan. Die hiesige Turngemeinde (D- T.) hielt dieser Tage ihre Jahreshauptversamm­lung ab, in der der Turnleiter einen kurzen Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr und einen Ausblick in die zukünftige Arbeit hielt. Er betonte, daß Turne­rinnen und Turner in der kurzen Zeit des Bestehens der Turngemeinde bereits erfreuliche Zeichen des redlichen Strebens zur Erreichung der hohen Ziele der Turnerei gegeben hätten und bat, mit gleichem Eifer, auch weiter auf dem begonnenen Weg weiter­zuschreiten. Turner W. Kittel wurde wieder als 1. Vorsitzender gewählt, 2. Vorsitzender wurde Turner W. Dahlheimer, 1. Turnwart I. Kittel, 2. Turnwart und Zeugwart Philipp Mehrling: weiter erhielten Funktionen H. Baumann als Schriftführer, W. Altvater als Kassierer und H. Brodt als Beisitzer. Bei geselliger Unterhaltung nahm der Abend einen schönen Verlauf. — Heute abend veranstaltete die Ortsbauernschoft gemeinsam mit dem ländlichen Hausfraüenverein einen Unterhaltunasabend im Saale von G. Altvater, der für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen äußerst wertvoll war. Zu Beginn hielt Herr L. Schmitt, Wachenbuchen, Geschäftsführer der Kreisbauernfchaft, eine Ansprache, in der er wirt-

Oke Schlacht dee Ovettaufeud kn Vevlkn

vor dem Ausbruch der Tumulte:

Der Versammlungsleiter der Kommunisten Akhricht während seiner Rede. Vorn (mit aufgestütztem Kopf) Joseph Göbbels, der Berliner Führer der Nationalsozialisten, kam es zu

In einer Kundgebung der Nationalsozialisten im Berliner Saalbau Friedrichhain ka schweren Schlägereien mit den eingeladenen Kommunisten. Von den 3000 Personen,

......... .................... _____l, die im , Saal anwesend waren, wurden mehr als WO verletzt, davon viele so schwer, daß sie ins Kranken­haus gebracht werden mußten.

Der Schinderhannes von Steiermark

Räuber von Großformat und Liebling der

In diesen Tagen steht vor dem Schöffengericht in Graz der ehemalge Schuhmachergehilfe Franz Finster, der feinen Beruf aufgab, um sich der Ver­brecherkarriere zu widmen. In dieser hat er es auch tatsächlich sehr weit gebracht, denn lange Zeit hindurch machte er die österreichischen Gebirgs­länger unsicher, ohne daß es der Polizei gelang, des Räubers von Großformat habhaft zu werden. Zum Schrecken des Landes verübte Franz Finster Tag für Tag die unglaublichsten Verbrechen. Franz Finster wurde vom Volksmund der Name „Schinderhannes von Steiermark" zugelegt, dem er auch durchaus gerecht wurde.

Mehrere Monate suchten Gendarmerie und

Kriminalpolizei fieberhaft. Schließlich trafen ihn

Polizeibeamte und eröffneten ein Feuergefecht. ME XS&Ä Wfi

verletzte ihn so schwer, daß er ins Gefängniskran­kenhaus geschafft werden mußte. Trotz strenger Bewachung gelang es Franz Finster, nach kurzer Seit- zu entfliehen. Eines Nachts kletterte er trotz feiner lebensgefährlichen Wunde an gedrehten Bett­lacken aus dem Krankenzimmer in die Freiheit. Wieder fahndete die Polizei nach ihm, doch der Räuber blieb verschollen. Erst später wurde be­kannt, daß sich Franz Finster 6 Wochen lang in einem Hühnerstgll aufgehalten hatte, wo man natürlich nicht nach ihm suchte.

Nach Verlauf dieser Zeit glaubte er, nicht mehr verfolgt zu werden. Sein alter Lebensgeist er-

schaftliche und politische Zeitfragen streifte und dabei Alt- und Jungbauern zum gegenseitigen Verstehen und Zusammenarbeiten für die Sache des Land­volkes aufsorderte, damit eine geschloffene Macht hin­ter den Führern stehe, was deren Arbeit erst den Erfolg gebe. Festes Zusammenhalten sei heute drin­gend notwendig. Gleiche ermahnende Worte richtete der Vorsitzende der Jungbauernschaft des Kreises Herr Stein aus Hochstadt an die anwesenden Jung­bauern, diese ermunternd, auch in Ostbeim wieder eine Ortsgruppe erstehen zu lassen, die sich mit den Orten der Umgebung um das grüne Banner scharen und gemeinsam für die Erhaltung des Bauernstandes kämnfen würde Die Ausführungen beider Redner fanden lebhaften Beifall. Im Anschluß wurde ein Film von der D. Landwirtschaftlichen Ausstellung in Köln gezeigt, der dieses größte landwirtschaftliche Unternehmen in allen feinen Pbasen wiedergab und so denen, die nicht an der Ausstellung teilnehmen konnten, ein lebenswahres Bild der Vielseitigkeit der Ausstellung vermittelte. Daß die Zuschauer mit gan­zer Seele dabei waren, bewiesen die Ausdrücke der Bewunderung bei dem Erscheinen der verschiedensten Viehrassen und der Reit- und Fabrübungen. Den Schluß des Abends bildete der Film „Der Kamvf um die Scholle", dessen ländliches Milieu ebenfalls lebhaftem Interesse begegnete. So wurde dieser Abend für alle Erschienenen ein einziger Genuß. Wachenbuchen, 23. Jan. Am Sonntag, 25. Jan., abends 8 Uhr, hält der Kirchenchor unter Leitung feines' Dirigenten Herrn Peter Puth, in der Kirche zu Wachenbuchen sein erstes Konzert ab. Als Solisten find verpflichtet: Frl. Anni Hammer (Sopran), Herr S. Würzburger (Orgel), beide aus Frankfurts. M. Frl. Hammer singt einige Schubert-

Frauen. — Der Schrecken des Landes

wachte wieder; er beging von neuem unzählige Diebstähle. Das Volk merkte sehr bald, daß der „Schinderhannes von Steiermark" seine unheil­volle Tätigkeit wieder ausgenommen hatte. Rätsel­haft blieb den Behörden, wo Franz Finster über­nachtete. Man ermittelte, daß er in seinem Fache ebenso tüchtig war, wie er es verstand, mit Frauen umzugehen,

Er hatte allerorts Freundinnen, die ihren Geliebten abwechselnd in ihrer Wohnung ver-

steckten.

Als Dank er seinen

nächtlichen

ihn gut bewirteten und ihn einen schönen Tag leben ließen.

für die freundliche Aufnahme brachte

Herzensdamen regelmäßig von seinen Einbrüchen etwas mit. Verschiedene

Räuber bei seinen Eltern aüfhielt. Cr" wehrte sich.

als er verhaftet werden sollte, und so entstand abrmals ein Feuergefecht. Finster ergab sich erst dann, als er durch einen Schuß zu einer Flucht unfähig gemacht war.

Der Verbrecher wurde verschiedentlich dem Un­tersuchungsrichter vorgeführt. Doch nie hat er ein Wort gesprochen, er schweigt wie ein Grab. Den erfahrensten Kriminalisten ist es nicht gelungen, auch nur ein Wort aus Franz Finster herrauszü- locken. Man hofft, daß er in der öffentlichen Ge­richtsverhandlung, die etwa 10 Tage in Anspruch nehmen wird, sein Schweigen aufgibt.

lieber, „Halleluja von Jummel u. a.m. Herr Würz­burger wird seine musikalische Fähigkeiten auf der Orgel unter Beweis stellen.

c Marköbel, 24. Jan. Kappenabend. Der hiesige Fußballklub „Germania" veranstaltet mor­gen, Sonntag, ab 6 Uhr in sämtlichen Räumen seines Vereinslokals „Zum goldenen Hirsch (Dietrich) seinen diesjährigen Kappenabend. Die Musik wird von einer Jazzkapelle ausgeführt.

Eichen» 23. Jan. Zu -der gestrigen Notiz über die 60jährige Reichsgründungsfeier des Kriegervereins Eichen ist noch ergänzend mitzuteilen, daß die Ge­sangvereine Concordia (Dirigent Herr Lehrer Bethge) und „Liedertafel" (Dirigent Herr Reichhold) in lobenswerter Weise durch passende Gesangsvor­träge mitgewirkt haben.

Kreis Vüdinae«.

v Düdelsheim, 23. Jan. Auf Veranlassung des hiesigen Pfarrers Müller ist zurzeit ein schriftlicher Aufruf im unserem Dorfe in Umlauf gesetzt worden zwecks Gründung eines Kirchenchores. Mit der Gründung dieses Vereins bestehen dann hier vier Gesangvereine, ein Beweis dafür, wie gefanges- freudig das Düdelsheimer Volk ist; das Deutsche Lied hat hier eine gute Pflegestätte gefunden.

i Hainchen, 23.' Jan. Unter dem Vorsitz des Herrn Valentin Dillemuth hielt der Arbeiter- Gesangverein Freie Sängervereinigung seine Generalversammlung im Vereinslokal béi Jakob Reichert ab. Der Geschäfts- und Kassenbericht zeigt

trotz der wirtschaftlich schlechten Berhältnisse Imme, noch ein befriedigendes Bild. Der Mitglieder^ ist im ab gelaufenen Jahre, trotz einzelner Abgang, erhalten geblieben. Die Beiträge werden m Leistungsmöglichkeit erhoben. Eine ErgänzungswM des Vorstandes war notwendig geworden. J^ wurden als Schriftführer Heinrich Kropp und als Revisoren Fritz Hensel und Wilhelm Reichert ge, wählt. Im Laufe der Verhandlungen hielt bet Vorsitzende eine eindrucksvolle Ansprache, welch, beifällig ausgenommen wurde,

i Hainchen, 23, Jan. @ eme inb erats, sitzung. Die gestern stattgefundene Gemein^ ratssitzung hatte sich mit der Arbestsbeschafs^^. für ausgesteuerte Erwerbslose und Finanziers derselben zu befassen. Nach eingehender Aus. spräche wird beschlossen, daß für die Instar setzung und Unterhaltung der Wege und Strafe Steine gebrochen und geschlagen werden, um Frühjahr die Ausbesserungen der Straßen vorz» nehmen, ebenso sollen die Wasserläufe gereinig werden. Die Finanzierung der vorgesehenen Au beiten kann nach Ansicht des Bürgermeisters nog vorläufig aus den laufenden Etatsmittel bestritten werden. Es sollen vorerst nur solche Leute k schäftigt werden, welche als Ausgesteuerte in Wohlfahrtspflege fallen würden. Bei Punkt gti£ Hofspflege wird festgestellt, daß eine Anzahl Sie, wohner bei Pflege ihrer Grabstätten usw. es „ Ordnungsliebe hat mangeln lassen. Für die ^ kunft soll strenge Ueberwachung der Friedhossch nung stattfinden und Uebertretungen zur Strass zeige gebracht werden. Bei Punkt Verschiede^ macht der Bürgermeister Mitteilung über Sach,, der Wohlfahrtspflege und über Steuererlasse. 6a Antrag, einen Unterstellraum für die Motorspch zu erstellen, wurde abgelehnt, da der seithech Raum seinen Zweck voll und ganz erfülle. $ kalter Jahreszeit soll dagegen die Motorspritze é einem Schulsaal untergestellt werden.

Aus «Stetubeim ««t timsebuus

— Groß-Steinheim, 24. Jan. In einem morg Sonntag, nachmittags 4 Uhr, im Carlsberg fto findenden Vortrag des Herrn Dr. H. Mauda Bad Wörishofen, wird das Thema der vielseitig, Anwendbarkeit der Kneippkur, ihre zuverlässige uii oft gerade überraschende Wirkung in leicht bk stündlicher Weise behandelt. Eintritt frei.

Kreis Geinbauke«.

m Somborn, 23. Jan. Gestern feierten die Es leute Konrad Hofmann unb_ Rosa geb. Gutmai von hier, Altenmittlauer Straße, das Fest d Silberhochzeit.

SS Reuenhaßlau, 24. Jan. Die hiesige Ort gruppe des Kreisbauernvereins veranstaltet morqi im Saale „zum deutschen Hays" einen FW abend. Herr Dr. Stoewe vom Verein der Thor« mehlerzeuger würd einen Film, „Deutschland Vaterland", - vorführen.. . /w.

Aus Kvankfuvt a. Kl

Frankfurt zahlt die höchsten Unterstühungsfäh

: Bekanntlich überschreiten die Frankfurt Richtsätze in der öffentlichen Fürsorge die.der v! gleichbaren deutschen Großstädte erheblich. So i tragen die allgemeinen Richtsätze für Alleinsteheii 60 RM, führ ein kinderloses Ehepaar 80 RM, ein Ehepaar mit einem Kind 100 RM, mit z» Kindern 120 RM, mit drei Kindern 140 RM, ir vier Kindern 160 RM und mit fünf Kindern II RM. Daneben besteht noch eine gehobene Fürsorg deren Sätze um je 20 Mark höher sind, mit Au nähme für Alleinstehende, für die in gehoben Fürsorge der Satz 75 Mark beträgt. Interessant! wie aus einer Mitteilung des Magistrats an b Stadtverordnetenversammlung hervorgeht, daß ei Ehepaar mit fünf Kindern in der gehobenen gü sorge nur mit 5 Mark hinter dem Nettolohn ein ungelernten städtischen Arbeiters über 24 Jahre m der gleichen Kinderzahl zurückbieibt. Angesichts d! ser Tatsache sieht sich der Frankfurter Magistr außerstande, den für die Beschaffung von ®inte brand im Haushaltsplan vorgesehenen Betrag w 500 000 Mark zu überschreiten, wie es bei E füllung einer Reihe von Wünschen der Stabtw ordnetenversammlung hinsichtlich der Brennstoi beihilfe der Fall sein würde. Da die Anzahl b Fürsorgeempfänger durch das Hinzuströmen 6' Wohlfahrtserwerbslosen wesentlich gestiegen konnte die monaliche Brennstoffrate nur auf 3 N festgesetzt werden.

18. Deutsches Bundeskegelfest 1933 tn Franks«

: Im Jahre 1933 wird der Deutsche Keglerbm hier auf dem Festhallengelände sein 18. Deutsch Bundeskegelfest abhalten. Der Mietvertrag m der Messegesellschaft ist bereits im Entwurf ferti; gestellt worden. Jen Hause der Technik sollen et« 60 Kegelbahnen eingerichtet werden. Man e wartet zu dem Bundesfest rund 25 000 Mitglieds aus allen Teilen Deutschlands. Auch eine gro! Anzahl Ausländer, insbesondere Amerikanc Schweden, Finnen, Dänen, Deutsch-Oesterreich und Schweizer werden an dem Fest teilnehmen. D< Magistrat ^er Stadt Frankfurt hat sich bereit e klärt, einen städtischen Zuschuß im Betrage bis ■ 10 000 RM zu gewähren und ersucht die Stadtve ordnetenversammlung diesem Beschluß beizutrete

QUALITÄTS-MÖBEL

kaufen Sie am günstigsten bei der anerkannt I e istun g sfähigen

• Möbelfabrik Schultheiss

Langjährige Garantie-Größtes Entgegenkommen in der Zahlungswelse — Kostenlose Lieferung

Größtes Haus der Branche am Platze Hanau a. ML, Nürnberger Straße 6a