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13. Sauna«

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / LezugspreiS: Für den halben Monat RM. t-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 15, HamStag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Srelte 8 R-Pfg-, im Reklameteil von 68 mm Sreite 25 R-Pfg. -- Offertengebühr 50 R-Pfg.

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch aus Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Bezugspreises. / Für Platzvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet., Geschäftsstelle: Hammerstr.s / Fernspr. 3956,3957,3958

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. Wie verlautet, wird im Reichsfinanzministerium in den nächsten Tagen der Nachtragsetat für den Haushalt des Jahres 1930 fertig- gestellt werden, der nach Genehmigung durch das Kabinett den gesetzgebenden Körperschaften vorge- legt wird. *

Das Reichskabinett wird sich heute mit den Vorarbeiten für die Genfer Beratungen be­schäftigen. Morgen nachmittag wird dann die De­legation für den Europaausschuß abreisen.

Am Sonntag, 18. Januar findet im Berliner Dom aus Anlaß des Reichsgründungs­tages ein Gottesdienst statt, zu bem die Mitglieder des Reichstags eingeladen worden sind. Der Geistliche Vizepräsident des Evangelischen Oberkirchenrates, Oberdomprediger D. .Burghart, wird amtieren.

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Die Deutsche Volkspartei Anhalt beschloß auf einem außerordentlichen Landesparteitag, die baldmöglichste Auflösung des anhal- tifchen Landtags durch Volksbegehren und ? Volksentscheid anzustreben. Zur Vorbereitung und Prüfung dieser Frage wurde ein Ausschuß einge­setzt. Ferner verneinte der Landesparteitag die Notwendigkeit des von der Sozialdemokratie verlangten An- fchluffes Anhalts an Preußen und be­zeichnete deren Vorgehen in dieser Frage als eine rein parteipolitische Aktion; eine Aufrollung dieser Angelegenheit sei jetzt abzulehnen.

Die Ortgruppe Weimar des Reichsbanners hatte für gestern abend eine Versammlung in das Stadthaus einberufen. Die thüringische Polizeidirektion verbot jedoch diese Versammlung mit der Begründung, daß bei . auraeit bestehenden politischen Hochspannung mit schweren Ausschreitungen gerechnet werden ; *

Die Petition des Deutschen Volks- b u n d e s, die weiteres Material über die Unter­drückung der deutschen Minderheit in Polnisch-Ober­schlesien enthält, ist beim Generalsekretär des Völker­bundes eingegangen. Es unterliegt der Cntschei- dung. des Generalsekretärs, ob die Petition, wie es der Deutsche Volksbund beantragt, für dringlich er­klärt-und noch auf die Tagesordnung der bevor­stehenden Ratstagung gesetzt wird.

* Po len hat wegen der Oppelner Fliegeraffäre endlich sein Bedauern ausgesprochen.

Gestern ist in Paris wieder einmal die Bot- schafterkonferenz unter dem Vorsitz von Jules Cambon zusammengetreten.Echo de Paris" berichtet über die Sitzung, auf der,Tages­ordnung habe die Liquidierung des inter­alliierten Militärkomitees von Ver­sailles gestanden, das die Aufgabe hatte, der Botschafterkonferenz in allen militärischen Fragen, namentlich hinsichtlich der Durchführung der Ent- waffnungsklausol des Friedensvertrages beizu stehen. DasOeuvre" berichtet auf Antrag des englischen Botschafters in Paris habe die Botschafterkonferenz das Komitee aufge­hoben, es scheint aber, daß die Franzosen einen An­trag zur Annahme gebracht haben, durch den Ge­neral Baratier beauftragt worden ist, die militäri­schen Fragen zu verfolgen, soweit sie sich mit der Durchführung der Abrüstung beziehen.

Kapitän Christiansen vom FlugzeugDo. X" bestätigt die Pressemeldungen, wonach die Maschine am 20. Januar nach den Kanarischen Inseln auf­steigen wird. Von hier aus wird sie zur Ueber- querung des Südatlantischen Ozeans starten.

Aus den Dolomiten werden 27 Grad Kälte gemeldet. Die Etsch führt Eisblöcke mit. Triest leidet unter heftigen Winterstürmen. Auch an der Riviera herrscht bei starkem Wind empfind­liche Kälte.

Die Aussperrung der Weber in Burnley hat gestern begonnen. Geschlossen wur- ien 70 Fabriken mit 20 000 Arbeitern.

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Bei Flugzeugunfällen fanden gestern vier Mitglieder der britischen Luft- str eitkräfte den Tod. In der Nähe von Misson (Grafschaft Nottingham) , stürzte ein Bombenflugzeug in einen Graben, stürzte um und wurde zertrümmert. Die 3 Insassen, 2 Offiziere und 1 Sergeant, konnten nur als Leichen geborgen werden. In der Grafschaft Essex stießen 2 Flug- & zusammen, das eine stürzte in die ~iefe, der se, ein Offizier, war sofort tot. Im ganzen sind im neuen Jahr 7 Mitglieder der britischen Luststreitkräfte tätlich verunglückt.

! e) Näheres stehe im politischen Teil.

Der Ruhrfchiedsipruch verbindlich

Aeine neue Älusftandsbewegung im Ruhrbergbau

Berlin, 12. Jan. In der Lohnstreiligkeil im Ruhrkohlenbergbau hat der Reichs- arbeiksminlster den Schiedsspruch vom 10. Januar im öffentlichen Interesse für verbindlich erklärt.

Die vorhergehenden Rachverhandlungen waren ergebnislos, da beide Parteien an ihrem bekannten Standpunkt festhielten. Mit der Verbindlichkeits­erklärung ist das neue Lohnabkommen bindend ge­worden. Die zum 15. ausgesprochenen Kündigun­gen gellen als zurückgenommen, so daß eine Anker- brechung der Arbeit nicht eintritt.

Der Streikparole der kommunistischen Gewerk­schaftsopposition ist auch am heutigen Rachmittag keine Folge geleistet worden. Zur Millagsschicht sind die Belegschaften im Ruhrbergbau vollzählig eingefahren. Da ausreichender polizeilicher Schuh auf den Schachkanlagen vorhanden war, konnten einzelne Versuche, die Belegschaft von der Arbeit abzuhalten, verhindert werden. 3m Stadtteil Reu­mühl wurden hierbei drei Personen festgenommen. Allgemein wird der versuch, einen neuen Streik anzufa'chen, nunmehr endgültig als gescheitert angesehen.

Ein GchkedsivVnch Her des Reichsbahn

48-Slundenwoche für Werkstätlenarbeiter

Berlin, 12. Jan. In dem schon seil längerer Zeit schwebenden Arbeitszeitkonflikt bei der Reichs­bahn ist von der Schlichterkammer unter Vorsitz fällt worden Er bestimmt auf Grund des neuen Reichsbahngefehes für die in den größeren Güter- böden und Werkstäktenbelrieben beschäftigte Ar­beitergruppe sowie für weitere kleinere Gruppen von Arbeitern (insgesamt etwa 220 000 Mann) grundsätzlich die 48-Skundenwoche anstelle einer Arbeitszeit, die bisher bis zu 56 Stunden ging. In dringenden Fällen kann die Reichsbahnver- waltung eine Mehrarbeitszeit bis zu 130 Stunden im Jahr verlangen, ebenso können die im Sonn­tagsdienst beschäftigten Arbeiter bis zu 56 Stun­den herangezogen werden. Für die andere Gruppe, die im Betriebs- und Verkehrsdienst tätig ist, etwa 180 000 Arbeiter, bleibt die Arbeitszeit wie bisher.

Wie wir erfahren, wird die Deutsche

Ävbettsdienfivfticht zu teuer!

ÄvbeZtsebev und Arbettuehmer lehnen ab

Berlin, 12. Jan. Mit der Rückkehr des Reichskanzlers von seiner Ostreise hat am Montag sofort die politische Tätigkeit in der Wilhelmstratze eingesetzt, und in der Frage der Arbeitsdienstpflicht ist sogar schon eine Entscheidung gefallen, allerdings nach der negativen Seite hin. In einer Sitzung im ReichsarbeitsMinisterium unter dem Vorsitz des Staats­sekretärs Dr. Geib wurde sowohl von den Vertretern der Wirtschaftsverbände der Arbeit­geber. wie der Arbeitnehmer die Einführung einer Arbeilsdienstpflicht abgelehnt. Auch die Einführung eines freiwilligen Arbeitsdienstes, insbesondere für die jugendlichen Arbeits­losen. stieß bei den meisten Teilnehmern der Konferenz auf Bedenken.

Zu Beginn der Besprechung im Reichsarbeits­ministerium wies Staatssekretär Dr. Leib, der die Aussprache leitete, darauf hin, daß nun sich bei dieser Aussprache nur mit der speziellen Frage der Arbö.tsdienstpfticht befassen wolle, nicht aber, wie ein Teil der Presse vermutet hat, auch mit den bekannten Anregungen des Finanzministers Dr. Dietrich über eine produktivere Gestaltung der Arbeitslosenfürsorge. Bei der Behandlung der Frage der Arbeitsdienstpflicht würden stets zwei Gesichtspunkte in den Vordergrund gestellt, der sozialpolitische und der wirtschaftspolitische. Die Frage der Arbeitsdienstpflicht müsse aber auch von der sozialpädagogischen und von der finanzpolitischen Seite gesehen werden.

Ministerialrat Dr. Lehfeld wies darauf hin, daß in der Arbeitslosenversicherung zur Zeit je Kopf und Monat einschließlich der Verwaltungs­kosten rund 80 RM gezahlt würden. Die Ar- beitsdienst Pflicht würde erheblich mehr kosten. Würden in der Arbeitsdienst­pflicht auch nur 50 Pfg. Lohn gezahlt, so stelle sich der Aufwand auf rund 1580 RM jährlich. Werde Tariflohn gezahlt, so ergäbe sich eine weitere Er­höhung um 1350 RM m Jahre. Besonders wich­tig sei'die Frage der M a te rialkost en.

Die Kosten eines Dienstpflichtigen würden sich bei günstigster Berechnung auf kaum weniger als 10 RM je Arbeitstag stellen, also auf 3000 RM im Jahre. Mithin kosteten 100 000 jugendliche Dienstpflichtige mindestens 300 MM. RM im Jahr gegenüber etwa 72 bis 80 Mill.

Reichsbahngesellschaft diesen Schieds­spruch annehmen und vorsorglich die Ver­bindlichkeitserklärung beantragen, um den Eintritt eines tariflosen Zustandes zu vermeiden.

Neben dieser grundsätzlichen Regelung der Ar­beitszeit bei der Reichsbahn läuft schon seit längerer Zeit die Frage der vorübergehenden Ein­führung von Feierschichten. Die gedrückte Wirtschaftslage bringt der Reichsbahn einen außer­ordentlichen Ausfall von Arbeit. Die vorhandene Arbeit muß deshalb gestreckt werden, wenn nicht im großen Umfange Arbeiter entlassen werden sollen. Die Reichsbahn hat daher den Gewerk­schaften die Einführung von Feierschichten in den Ausbesserungswerken und in der Bahnunterhal­tung vorgeschlagen. In jeder Woche soll eine Feierschicht eingelegt werden. Die Gewerkschaften haben demgegenüber gefordert, die Feierschichten auf die Betriebs- und Verkehrsarbeiter auszu­dehnen mit dem Ziele, dadurch jeden Arbeiter der Reichsbahn mit der gleichen Zahl von Feier­schichten zu belasten. Eine solche Regelung ist jedoch der Reichsbahn nicht möglich. Sie kann sol­chen Anregungen für den größten Teil des Be­triebs- und Verkehrsdienstes nicht nachkommen.

In der Frage der Einführung von Feierschich­ten ist die Verwaltung mit ben_ Gewerkschaften nicht zu einer Einigung gelangt. Sie war deshalb

Vorgehen ist die Reichsbahn berechtigt. Im allge­meinen hat es hierbei keine Reibungen gegeben. Nur an einigen Stellen, so z. B. hauptsächlich im sächsischen Bezirk, sind Schwierigkeiten entstanden. Diese Schwierigkeiten sind darauf zurückzufühxen, daß die Arbeiter in einem etwaigen späteren Prozeß Rechtsnachteile befürchten, wenn sie vorbehaltlos die Feierschichten machen. Diese Befürchtung ist grundlos. Es ist zu erwarten, daß nach Aufklärung dieses Punktes überall die Ein­führung der von der Reichsbahn geplanten Feier­schichten sich reibungslos vollziehen wird und da­durch eine Entlassung von Arbeitern vermieden werden kann.

RM Unlerslühungsaufwand. Lin Jahrgang jugendlicher männlicher Dienstpflichtiger, der abzüglich der zu Befreienden etwa 450 000 Dienstpflichtige umfassen würde, würde daher mindestens 1,35 Milliarden RM' kosten.

In einer eingehenden mehrstündigen Aussprache lehnten die Vertreter der Wirt­schaftsverbände der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer die Einführung der Arbeits­dienstpflicht, insbesondere aus wirtschaftlichen und finanziellen Gründen ab. Die Ablehnung erfolgte aber auch aus dem Gruirde, well man sich erfah­rungsgemäß von einer erzwungenen Arbeit keine befriedigenden Ergebnisse versprechen könne. Außerdem bezweifelte man, ob überhaupt genügend Arbeitsgelegentheiten beschafft werden könnten, ganz abgsehen von den schon erwähnten Schwierig­keiten der Kapitalbeschaffung Allgemein wurde gefordert, daß das Material' über die Frage ver-

öfsentlicht werde.

Im Anschluß an die Frage der Arbeitsdienst- pflicht wurde die Frage erörtert, inwieweit die Be­strebungen auf Einführung eines freiwilligen A rb e i ts d i e n st e s, insbesondere für jugend­liche Arbeitslose gefördert werden könnten. Die meisten Vertreter hatten auch gegen triefe- Art des Arbeitsdienstes ähnliche Bedenken wie gegen die Arbeitsdienstpflicht. Die Versammlung gab schließlich dem Wunsche Ausdruck, daß das Reichs­arbeitsministerium auch weiterhin den jugendlichen Arbeitslosen seine besondere Fürsorge angedeihen lasse.

nung eines freiwilligen

Menschen, die »«uv* Vave sind

In Abessinien, in Aethyopien und in manchen Teilen des Sudan wird auch noch heute ein schwunghafter Sklavenhandel be­trieben. Die Kulturmenschheit entrüstet sich von Zeit zu Zeit über diese Zustände, um sie ebenso schnell zu vergessen. Nun führte aber der Völkerbund auf Veranlassung der Ver­einigten Staaten und England in der Neger- Republik Liberia eine Untersuchung durch, die geradezu schauerliche Tatsachen ergab. Es stellte sich nicht mehr und nicht weniger her­aus, als daß in Liberia die Sklaverei sozu­sagen eine staatliche Institution ist, und daß von den 2% Millionen Einwohnern des Lan­des mindestens 150 000 das Sklavenlos er­dulden müssen. Die dreigliedrige Kommission verfaßte einen Bericht von 130 Druckseiten, der jetzt während der Tagung des Völkerbun­des zur Sprache kommen wird. Der Bericht stellt fest, daß, wenn auch nur 250 000 Men­schen offiziell als Sklaven gelten, auch die übrigen, bis auf etwa 10 000 Küstenbewohner, in sklavenähnlichen Verhältnissen leben müssen. Fürchterliche Einzelheiten über die Behand­lung dieser menschlichen Arbeitstiere enthält der Bericht. Die Sklaven können auch freige­kauft werden, und für ihren Freikauf sind ge­setzliche Bestimmungen erlassen worden. So kostet die Freimachung eines männlichen Sklaven 3 Pfund, während die eines weib­lichen schon 6 Pfund beträgt.

Im vorigen Jahr hatte der Völkerbund auch eine ähnliche Sensation. Damals berich­tete Sir F. Lugard, daß es auf dieser Erde 19 politische Gebiete gibt, wo die Sklaverei und

Gsbieten die Sklaverei sogar gesetzlich gestattet ist. Diese Gebiete sind: Abessinien China, Eritrea, der ferne Osten, Hedschas, Kufra, Liberia, Marokko, Süd-Marokko, Rio de Oro, Ost-Sahara und Süd-Tripolis.

Europas und Amerikas Kampf stößt in Afrika und Arabien auf fast unüberwindbare Schwierigkeiten. Die Sklaverei ist in diesen Ländern eine jahrhundertlange Tradition. Verschiedene Forscher machten die Erfahrung, daß viele Eltern ihre Kinder an die Sklaven­händler verkaufen, um ihr Vermögen ver­mehren zu können. Einige abessinische Fami­lien betrachten den Sklavenhandel sozusagen als Familienprivileg.

Die Sklavenhändler sind übrigens äußerst vorsichtige Geschäftsleute. Sie bilden Ge­heimverbände und haben überall ihre Spione untergebracht, um stets über verdächtige Mo­mente auf dem laufenden zu fein, die ihr Ge­schäft gefährden könnten. Die Aufgabe dieser Spione ist es, unter den verschiedenen Einge- borenen-Stämmen Streitigkeiten hervorzu­rufen, damit die bewaffneten Angestellten der Sklavenhändler sich ohne jegliche Bezahlung Sklaven verschaj M sönnen.

Es ist ein schrecklicher Anblick, eine Truppe Sklaven auf dem Marsch zu sehen. Die Aerm- sten sind alle gefesselt, die Aufseher treiben sie mit Peitschenhieben vorwärts. Bricht ein Sklave zusammen, sinkt er ohnmätig zu Bo­den, so werden ihm seine Fesseln abgenom­men, und der Unglückliche wird seinem Los, dem sicheren Tod, überlassen. Die öffentlichen Sklavenmärkte bilden ein tragisches und zu­gleich auch ein farbiges Bild. Die zu ver­auktionierendeWare" Männer, Frauen und Kinder werden an einem Ende des Dorfes, wie das auf den Markt zum Verkauf geführte Vieh abgesondert. In Arabien be­ginnt die Auktion am späten Nachmittag. Die Käufer erscheinen, beten, erbitten den Segen des Himmels. Nach dem Gebet begibt sich die ganze Gesellschaft zu den Hütten der Sklaven. Der Auktionator preist mit lauter Stimme die guten Eigenschaften der ausgestelltenWare". Meldet sich ein ernster Käufer, so muß der auserwählte Sklave oder auch die Sklavin vor dem Reflektanten niederknien, damit dieser die Zähne, die Muskeln und die Schönheit der Ware genau untersuchen kann.

Der Preis der Sklaven ist äußerst verschie­den. Schon für hundert Mark kann man einen nicht besonders kräftigen Mann kaufen. Für ein schönes junges Mädchen werden aber auch

Die heutèae Kummer umfaßt

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