Einzelbild herunterladen
 

Seite 0

Montag den 12. Januar 1931

Nr. 0

Lossow

täglich frisch gebrannter

Kassee

Pfund 2.— 2.40 2.60 3,-

gillimiMIIIIIIIIIIIIM

^»»ia.lJ irren zuverlässig und formschön

Alleinverkauf Gebrüder Rabe Erstk'assige Réparatuiwerkstätte

Tanzsaa?

staubfrei und erzeugt vorzügl ehe ulätte.

Schwarzss ild $ Weil

SteinheimerstraBe 11 Tel. 40i9

Nähmaschinen

Anker

Pfaff

Wolter

Salzsti aße 38

Steinheimerstr. 14 neben der Leihbank

oooooo -aacooccoöoocccoooaoooa TAPETEN

Fabrikniederlage £

Ruth & Hach

Hanau am Main

dort die Waffe auf sich gerichtet und die dritte Kugel sich in die rechte Schläfe gejagt hatte. Er wurde in das Vincenz-Krankenhaus gebracht, wo er an den Folgen seiner Verletzung starb. Sein Opfer Josef Fischer gab kein Lebenszeichen mehr von sich und der Arzt stellte den sofort eingetrete- nen Tod fest Josef F,scher war an der Liebes­affäre unbeteiligt und die erste Annahme, daß Walter Hannappel in ihm einen Nebenbuhler be­seitigt und aus Eifersucht gehandelt habe, bestätigt sich nicht. Durch seine Tat ist einer Mutter von neun Kindern der älteste Sohn geraubt worden, her zugleich mit seiner Arbeitslosenunterstützung zum Un.erhalt der Familie beitrug.

Die Kasseler Waffendiebstähle — Kein Maschinen­gewehr abhanden gekommen

— Kastel, 10. Jan. Die Stadtverordnetenfrak­tion der NSDAP. Hat an den Stadtverordneten­vorsteher eine Anfrage zur Behandlung in, der nächsten Stadtverordnetenversammlung gerichtet, in der cs u a. heißt: „Vor kurzem wurde die Kasseler Oeffentlichkeit durch die Mitteilung beunruhigt, daß bei der Schutzpolizei Waffendiebstähle vorgekom­men seien Es geht nunmehr das Gerücht durch die Stadt, daß u. a. auch ein Maschinengewehr ab­handen gekommen sei, und daß dieses Maschinenge­wehr seinerzeit von dem Oberleutnant der Schutz­polizei, Hoffmann, entliehen und bei Reichsbanner­übungen auf der Dönche verwendet worden sei. Es geht weiter das Gerücht, daß das Maschinen­gewehr seit jener Zeit abhanden gekommen sei. Die Oeffentlichkeit ist außerordentlich befremdet darüber, daß diesem Gerücht gegenüber noch nicht offiziell Stellung genommen wurde. Wir beantragen des­halb, die Stadtverordnetenversammlung wolle be­schließen: Der Magistrat wird ersuchtt, angesichts der Erregung der Bevölkerung über das Abhanden­kommen von Waffen der Schutzpolizei den Herrn ' Polizeipräsidenten sowie dessen vorgesetzte Be­hörde um eine Klarstellung der angedeuteten Vor­fälle in aller Oeffentlichkeit zu bitten, insbesondere um Miteilung darüber, ob es richtig ist, daß Herr Oberleutnant Hoffmann das Maschinengewehr ent- liehen hat, und daß das. Maschinengewehr bei Uebungen des Reichsbanners benutzt wurde, ob es ferner richtig ist, daß das Maschinengewehr sich augenblicklich nicht mehr in den Händen der Polizei befindet, und ob die Polizei Anhaltspunkte dafür hat, daß das Maschinengewehr sich in Händen von Reichsbannerleuten befindet." — Wie uns das Polizeipräsidium auf Anfrage mittelst. entbehrt das erwähnte Gerücht jeder Grundlage. Der in der An­frage der Nationalsozialisten genannte Offizier hat weher ein Maschinengewehr entliehen, noch zum Unterricht beim Reichsbanner verwendet. Es fehlt üb'crhaup, kein Maschinengewehr.

Das „Westdeutsche Exporthaus" geschlossen — Die beiden Inhaber verhaftet

— Dillenburg, 11. Jan. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Limburg wurde das „West­deutsche Erporthaus" in Eisemroth, die bekannte Preisrätselfirma, geschlossen und die beiden Inhaber Gräb und Dehnick aus dem Bott heraus verhaftet und nach Limburg in das Untersuchungsgefängnis

Buntes Allerlei

Lutancham-uS Grab - dem vubMum zugSngKch

Nach einer Bekanntmachung von Howard Carter wird das Grab Tutanchamons vom 15. Januar ab dem Publikum zugänglich fern. Es ist jetzt vollständig ausgeräumt und gesäubert wor­den: es enthält nur noch einen Sarkophag mit einem Glasdeckel, hinter dem der äußere goldene Sarg sichtbar ist, unter dem die einbalsamierte Leiche des Königs liegt. Die übrigen goldenen Mumiensärge der Totenkammer sind nach dem Museum in Kairo überführt worden. Die Ent­fernung dieser Gegenstände hat Carter gestattet, zum Abschluß seiner Arbeiten die Wände der Grabkammer noch geheimen Verstecken abzusuchen, in denen nach der Tradition die rituellen Gegen­stände verborgen wurden, die bestimmt waren, die Feinde des Verstorbenen zu verscheuchen. Carter fand dabei unter anderem einen Zauberstab, eine menschliche Figur aus Holz, das Emblem des Osiris und die Figur eines hundeähnlichen Anubis. Auf einem Lehmziegel, auf dem Beschwörungs­formeln gesprochen wurden, war ein Erdwall auf­gehäuft, der augenscheinlich dazu dienen sollte, die Grabkammer vor Treibsand zu schützen, die Diebe aufzuhalten, die Rache der Feinde des Toten zu be­schwören und den Verstorbenen gegen Angriffe zu sichern.

Achtung! aWmesl MSB MeNar

Ibn Saud, König des Heschas und von Nedschd, hat soeben die englische Marconigesellschaft mit der Einrichtung von fünfzehn drahtlosen Stationen beauftragt, die Arabien aus seiner Isolierung freien sollen. Außer diesen fünfzehn drahtlosen Monate

beauftragt, die Arabien freien sollen. Außer diesen fünfzehn

be-

Stationen, die im Laufe der nächsten acht eingerichtet werden sollen, werden vier weitere Mârconiapparate auf Lastautos montiert. Sie sollen als transportable Stationen dienen und den König in die Lage versetzen, während seiner häu­figen Reisen durch die Wüste mit seinen beiden Hauptstädten Mekka und Riad in ständiger Ver­bindung zu bleiben. Mekka selbst wird einen Sen-

eingeliefert. Es ist jedoch damit zu rechnen, daß sie anfang der kommenden Woche wieder auf freien Fuß gesetzt werden, falls sie sich verpflichten, alle auf Grund des Preisrätselunternehmens eingehen­den Anweisungen an die Staatsanwaltschaft -abzu- liefern. Wie verlautet, sollen die Mahnahmen ge­gen die Firma auf Mranlassung des Auswärtigen Amts erfolgt sein, da zahlreiche Beschwerden aus den benachbarten europäischen Ländern eingelaufen sind, auf die die Inhaber bekanntlich ebenfalls ihre geschäftliche Tätigkeit erstreckten.

Der Raubüberfall in Wawhof-Llgershausen

— Äetzlar, 10. Jan. Bekanntlich wurde vor einiger Zeit auf der Chaussee nach Holzhausen in der Nähe von Waldhof-Elgershausen auf den Briefträger Weber von der Postagentur Katzenfurt ein verwegener Raubüberfall ausgeführt und dabei )er bedauernswerte Beamte von einem Wege­lagerer vom Motorrad heruntergeschossen. Die bei­den Täter Lückhoff und Erna konnten noch am gleichen Tage gefaßt und dem Gericht überliefert werden. In der Voruntersuchung beschuldigten sich die beiden Räuber gegenseitig der Tat. In den letzten Tagen hat nun Grna gestanden, daß er den verhänisovllen Schuß abgegeben habe. Beide gestanden weiter, daß sie dem Weber schon mehrere Tage aufgelauert hätten, um ihn zu berauben, bis es ihnen schließlich gelungen sei, die Tat an der Stelle bei Waldhof-Elgershausen auszuführen. Als Grund der Tat geben sie die herrschende Pot an. Dem schwerverletzten Weber geht es jetzt besser. Die Kugel, die vor der Wirbelsäule sitzt, konnte bis jetzt noch nicht entfernt werden Erst wenn Weber wieder zu Kräften gekommen ist. wird die schwie­rige Operation vorgenommen werden. Die beiden Verbrecher werden, wenn die Voruntersuchung be­endet ist nach Limburg überführt werden, um dort vor dem Schwurgericht abgeurteilt zu werden.

Ein alter kurhessischer Offizier gestorben

— Marburg, 11. Jan. Im hohen Alter von 85 Jahren starb gestern nach längerem Leiden der Generalleutnant a. D. Ludwig v. Kaltenborn- Stadjau. eine alter Offizier aus der kurhessischen Zeit. Der Verblichene, 1846 geboren, trat am 11. Juni 1865 in das kurfürstlich hessische Bundes­kontigent ein, in dem er dann am 4. Oktober 1865 Offizier wurde. Nach Teilnahme an dem Feldzug 1866 auf kurhessischer Seite trat er ins preußische Heer über und wurde in das kurhessische Infanterie- Regiment 81 in Mainz, später Frankfurt a. M., versetzt. 1889 wrde er zum Kommandeur der Kriegsschule in Kassel ernannt. Im Jahre 1899 wurde der Generalmajor und Kommandeur der 72. Infanterie-Brigade in Allenstein, ein Jahr später Senatsvorsitzender beim Reichsmilitärgericht, bis er am 18. Juni 1903 als Generalleutnant in den Ruhestand trat. Einer der letzten Offiziere aus kurhessischer Zeit Ist mit ihm zur großen Armee ab­berufen worden.

Aus dem Zuge gestürzt

— Aldshausen, 11. Jan. Freitag abend stürzte die 18jährige Erna Heiland aus Stockhausen aus ungeklärte Weise aus einem Personenzug. Das Mädchen schlug so hart mit dem Schädel auf die Erde, daß es besinnungslos liegen blieb. Es hat erhebliche Verletzungen am Kopf davongetragen und wurde nach seinem Heimatort bfördert. Le­bensgefahr besteht nicht.

Kommuistenvcrhastungen in Vensheim

— Densheim a. d V., 10. Jan. Die Untersuchung der Zusammenstöße auf dem Schönenberger Sport­platz, wo es am vorigen Sonntag zu einer schweren Schlägerei zwischen Nationalsozialisten und Kom­munisten kam, hat zur Verhaftung von ach, Ange­hörigen der Bensheimer Ortsgruppe der KPD. ge- führt. Unter den Verhafteten befinden sich der Orts, gruppenführer Hammel untr Zöller. Letzterer wurde

der, sowie Telephon und Telegraph innerhalb der heiligen Stätten erhallen. Da es Personen, die sich nicht zum Islam bekennen, streng verboten ist, die heilige Stadt zu betreten, hat die Ausführung die­ses Auftrages nicht geringe Schwierigkeiten verur­sacht. Diese wurden schließlich dadurch behoben, daß die Marconigesellschast aufgefordert wurde, einen mohamedanischen Ingenieur , mit der Ein­richtung der Sende- und Er Mekka zu betrauen. Die gleiche

in der rund 400 Meilen von Mekka entfernten

in

ion soll auch

Hauptstadt des Nedschd, Riad, errichtet werden. Auch Telephon und Telegraph werden ins Reich der Wahabiten einziehen, so daß Ibn Saud in der Lage sein wird, aus einer Privatleitung von einem Palast zum anderen zu sprechen. Der König hat vier seiner Untertanen nach England entsandt, die in der Marconischule zu Chelmsford für ihren künf­tigen Dienst ausgebildet werden sollen.

Buffalo Bills «»«vuoeeut M «estovSe»

Vor einiger Zeit verstarb in Chikago „Deadwood Dick", der sich anno dazumal vor dem Kriegs eines ähnlichen Rufes und Ruhmes wie Buffalo Bill, der Held des Wilden Westens, er­freute. Auch Deadwood Dick wurde von seinem Ma­nager zum berühmten Präriejäger und Indianer- töter gestempelt, und die farbenprächtige Schilde­rung feiner Heldentaten war in den Vereinigten Staaten in Millionen Exemplaren verbreitet. Richard Clark, so hieß er mit dem bürgerlichen Namen, war englischer Abstammung, kam schon in frühester Jugend nach Amerika, und schlug die Militärlaufbahn ein; auch er wurde, g'eich Buffalo Bill, d. h. dem Obersten W. E. Cody, Aufklärungs­offizier und kämpfte in der Tat tapfer gegen die Rothäute Natürlich hatten die Beschreibungen sei­ner Heltentaten weit mehr mit der Phantasie als mit der Wirklichkeit zu tun; immerhin konnte er sich neben Buffalo Bill als „gleichgeordneter Nationalheld" behaupten. In dm letzten Jahren ließ aber das Geschäft stark nach: heute will die amerikanische Jugend nur noch von Autobandüen und Ozeanfliegern leien unb nicht mehr von Jndi- anertötern. die überall sehr schlecht im Kurse stehen.

erst dieser Tage von bem Bezirksschöffengericht Darmstadt wegen Beteiligung an den Ausschrei­tungen vor dem Bensheimer Rathaus zu vier Mo­naten Gefängnis verurteilt. Das neue Verfahren lautet auf Landfriedensbruch.

Zusammenstoß zwischen Motorrad und Lastauto

— Homberg (Oberhessen), 11. Jan. Gestern nachmittag stieß auf der Hauptdurchgangsstraße ein Motorradfahrer mit einem Lastauto aus Gießen zusammen. Er wurde von dem schweren Lastkraftwagen eine Strecke mitgeschleist und trug eine Gehirnerschütterung,..... einen davon. Er wurde im hoffnungslosen Zustande in die Chirurgische Klinik in Gießen übergeführt.

Der Weinheimer Pierstreik

— Weinheim a. d. 3., 11 Jan. Der Gastwirte­verein von Weinheim und Umgebung hat beschlos­sen, mit aller Entschiedenheit den Bierstreik weiter durchzuführen. Es wurde Einigkeit darüber erzielt, beim Landeskommissär wegen Aufhebung der Bier- steueroerordnung vorstellig zu werden.

Messerstecherei in einer Pflegeanstalt.

— Pingen, 11. Jan. Bei einem Streit in der Provinzialpslegeanstalt Heidesheim wurde der 82 Jahre alte Georg Kellermann aus Bingen von dem 80 Jahre alten Pflegling Martin Eberhardt aus Groß-Winternheim durch einen Stich in die Brust so schwer verletzt, daß er im Binger Heilig-Geist- Hospital gestorben ist. Der Täter, der in Notwehr gehandelt haben will, wurde verhaftet.

Der Dammrutsch bei Kleinwinlernheim

— Klein-Winkernheim, 11. Jan. Die abge­rutschten Erdmassen haben sich nochmals etwa zwei Meter verschoben. Bei dem beschädigten Damm­teil handelt es sich lediglich um jenen Teil, der vor zwei Jahren bei der Erweiterung d"s Güterbahn­hofs neu aufoelchüttet wurde. Der Hauvtdamm ist also nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die Wieder- Herstellungsarbeiten schreiten rasch vorwärts. Im ganzen müssen etwa 150 bis 200 Kubikmeter Erd­reich transportiert werden. Eine direkte Gefahr für den Verkehr besteht nicht, doch müssen die Züge die schadhafte Stelle im 20 Kilometer-Tempo passieren.

Ein ungetreuer Deigeordneter

— Gau-Odernheim, 10. Jan. Die Geschäfte der hiesigen Bürgermeisterei werden zurzeit von dem Beigeordneten Peter Herd verwaltet, da der kürzlich gewählte nationalsozialistische Bürger­meister bisher noch nicht bestätigt worden ist. Für die Tätigkeit des Beigeordneten interessierte sich jetzt unerwartet die Mainzer Staatsanwaltschaft auf Grund von Anzeigen, daß in der Gemeinde­kasse mehrere zehntausend Mark fehlten. Daraufhin ist der Beigeordnete mit unbekanntem Ziel flüch. tig gegangen. — Wie weiter mitgeteilt wird, hat sich her beschuldigte Beigeordnete, um einer Ver­haftung im Ort zu entgehen, freiwillig der Staats­anwaltschaft in Mainz gestellt. Der vorführende Richter erließ Haftbefehl wegen Verdachts der Unterschlagung in Tateinheit mit Urkunden­fälschung. Die Höhe der fehlenden Gelder steht noch nicht fest, jedoch verlautet, daß sie 10 000 RM nicht überschreitet. Der Beigeordnete ist dem Land­gerichtsgefängnis in Mainz zugeführt worden.

=

Die Tasuns dev Denttoen eviitatMMtittS«ém«

Unter Beteiligung von über 80 Studenten von 22 Hoch chulen und 24 Professoren von 14 Hoch­schulen fand vom 3.-6 Januar in Marburg die zweite Tagung der Deutschen Studentenschaft statt, in deren Rahmen eine eingehende Aussprache über

die Grundlagen einer Neugestaltung der deutschen Hochschulen das Hauptthema war. Als erster Red. ner sprach Prof. S t ä h l i n - Münster über „H o ch, schule und akademische Berufe". Er führte u. a. aus, daß das Studium keine richtige Vorbereitung für den Beruf zu bieten scheine. Die Frage, ob die Universitäten die geforderte Ausbil. dung vermitteln, sei trotz Ueberfüllung abzulehnen. Eine beträchtliche Rolle spiele hierbei, daß die Stu­denten nicht das richtige Maß von Vorbildung HU, ten. Im allgemeinen verzichte man letzt auf geistige Schulung, man strebe mit Hilfe fester Studienplaue risikolos dem Examen zu. Entscheidend für da, Versagen der Universität als Stätte Wissenschaft, licher Ausbildung sei letzhin die Entartung des Be­griffes von Erkenntnis und Wahrheit, der unserer wissenschaftlichen Arbeit zugrunde liege Man müsse zu einer Eignungsprüfung an der Schwelle de, Berufs kommen, um zu verhindern, daß erst das Examen darüber entscheide, ob das Studium über­haupt einen Sinn gehabt habe — Im zweiten Vor­trag behandelte Stadtschulat Hartnacke - Dresden das Thema „Masse und A u s l'e s e". Auch aus der Hochschule gäbe es Naturgrenzen geistiger Bil­dung. Die jetzt nachrückenden starken Geburten, gänge stellten viel mehr Menschen zu gehobenen Berufen, als darin verwendbar seien. Die Ursache hiervon liege in der falschen Behauptung, daß iin Volke eine große Menge ungehobener Begabungen stecke und daß man das Durchschnittsniveau des Volkes heben wolle. Diese Auffassung sei jedoch falsch, da man durch den Unterricht Unbegabte nicht begabt, Dumme nicht gescheit machen könne. Zur Lösung dieses Problems fei vor allem eine schärfen Auslese beim Uebergang von der Volksschule in dir Höhere Schule und auch eine Reform der Reift. Prüfung, die größere Strenge und Einheitlichkeit der Maßstäbe schafft, nötig. — An dritter Stelle sprach Herr Dr. Laeuen über „Hochschule und Staat". Die innere Verbundenheit, die zwischen Hochschule und Staat bestanden habe, sei nach dem Kriege mehr und mehr geschwunden. Zur weiteren Verschärfung der Lage trage die all. gemeine Krise der Selbstverwaltung bei. Der Staat sei poplitische Führung und Ordnung des Lebens. Aufgabe der Hochschulen sei es Keimzellen für ein neues staatliches Leben zu werden.

Folgenschwere Gasexplosion

Kopenhagen, 10 Jan. Heute vormittag 10.1$ Uhr flog mit einer starken Detonation ein größerer Gasbehälter eines Rslervegaswerkes auf dem Halmtorv in die Luft. Alle Fenster der umliegen­den Häuser wurden zertrümmert. Der Behälter war beinahe leer. Man nimmt an, daß sich nur so­genanntes Knallgas darin befand. Ein Mann wurde getötet und eine Anzahl von Personen ver­letzt. darunter auch einige, die sich in den umlie­genden Häusern aufhielten. Ein Mann wird noch vermißt. Man n-mmt an, daß seine Leiche auf dem Boden des Behälters liegt, in dem das Wasser acht Meter hoch steht. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht ermittelt.

1. V

8 »

Marin Sochaczewski f

Berlin, 12. Jan. Einer der ältesten Berb».« ; Journalisten, der Seniorchef der B. S.-Korrespoü, vor-

I.

erlegen. Martin Sochaczewski, der im Jahre 185 in Breslau geboren ist. kom 1884 nach Berlin unt gründete 1886 die B. S.-Korrespondenz, die er bis zum heutigen Tag leitete.

eangertstr, S

Café Mindenburg, Lamboystraße

Echtes Schlüter- VoFkorn - Bros

nur bei

Backerei Beilstein

i.

Fel. 4017

3

8

H. Lorsch Wwe

Telephon 2128

Kohlen, Briketts Koks, Holz

3 e

6

Salzstr. 20

®

Drogerie Wilh. Zentner

Pho:o-Abteilung

entwickelt, kopiert, vergrößert

Phoio-Appatate und Zubehör gute Marken, alle Preislagen.

Srhalri“ tittir.DaltiealdilK kocht! wäscht £ spült i Interessenten kostenloses Probewaschen «I äs. Bräutigam Hainer meister Tel. 2950 Kölnischestraße 5

Alleinverkauf für Hanau und Umgebung