Einzelbild herunterladen
 

KauaueMzeiger

EIVGeueral Äluzrigsr f^^^Wattan Stadt und Land

Erschein» täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / LezugSpreiS: Für den halben Monat RM. 1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitags, Samstag 12 N-Psg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Äreite 8 Ä*pfg., im Neklameteil von 68 mm Äreite 25 N-Psg. , Offertengebühr 50 N-Psg.

Kv. 6

Dounerstas de«

8. Sa«uav

Aanau MadL und Land

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. - Äei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder au» Rückzahlung des Sezugspreises. / Fürplahvorschrist u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. ^Geschäftsstelle: Hammerstr.4 / Fernspr. 3956, 3957,3958

1931

KEI»3wty»${4<**

* Auf seiner Ostreise besuchte der Reichs- kanzler die Städte Lyck, Allenstein und Deutsch- Eylau.

* In Oberschlesien ist ein wilder Streik ausgebrochen, der mehr als die Hälfte der Belegschaften in den Steinkohlengruben umfaßt.

* In Rybnik begann der Prozeß gegen die Golassowitzer Deutschen. Die An­klageschrift hebt tendenziös die staatsfeindliche Ge­sinnung der Angeklagten hervor.

Reichsbankpräsident Dr. Luther hatte auf der Fahrt von Königsberg nach Allenstein einen Auto- m o b i l u n f a l l, der glücklicherweise glimpflich ablief. Der Reichsbankpräsident blieb unverletzt, der Wagen wurde stark beschädigt.

Nach einer Meldung aus Esten hat der Christliche Bergarbeiter-Verband zum kommenden Sonntag eine außerordent­liche Generalversammlung einberufen. In Bergarbeiterkreisen wird darauf hingewiesen, daß diese Versammlung nur bei äußerst wichtigen Anlässen zusammentritt, so daß die Einberufung geeignet sei, den. Ernst der Situation zu zeigen.

e

In dem Lohn st reit der sächischen Metall in du strie sind die Nachverhand­lung en, die im Reichsarbeitsininisterium stattge­funden haben, ergebnis Io s geblieben. Die Entscheidung liegt nunmehr bei dem Reichsarbeits- »ninister.

In der Erdgeschoß-Wohnung eines Neubaues der gestern eine G.asexplyUpn. Während M m der Küche Feuer befand, wurde der Gashahn geöffnet, anscheinend hat sich das Gas am Herdfeuèr entzündet Ein dreiteiliges Fenster wurde auf die Straße geschleudert und eine Wand stürzte ein. Meh­rere Türen zersplitterten. In der Wohnung fand man den SSjährigen Wohnungsinhaber tot auf, ob ein Unfall oder Freitod vorliegt, steht noch nicht fest.

Der österreichische Innenminister hat am Mitt­woch ein Verbot des Remarque-FilmsIm Westen n i ch t s N e u e s" abgelehnt. Die Polizei hat in Wien umfassende Vorkehrungen zur Auf­rechterhaltung der Ruhe und Ordnung getroffen.

Wie Associated Preß aus Hamilton (Bermudas) meldet, ist das amerikanische Frachtflug­zeugT r a d e w i n d", das gestern morgen von Hampton Roads (Virginia) aus seinen Etappenflug nach Europa fortgesetzt hat, auf den Ser» mudasgelandet. ,

Die kubanische Regierung hat eine Verschwö­rung entdeckt, die die Einäscherung der Zuckerrohrplantagen auf ganz Euba vom 15. Januar ab zum Ziele hatte. Sie hat strengste Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.

*

Gestern fanden mehrere Besprechungen zur Bei­legung des Konfliktes im Bergbau von Südwales statt, bei denen Fortschritte erzielt wurden. In einer gemeinsamen Besprechung der Vertreter der Bergwerksbesitzer und Bergarbeiter einigte man sich über die Verhandlungsgrundlagen einer neuen gemeinsamen Konferenz, die am 9. Januar in Cardiff stattfinden soll. Das voraussicht­liche Ergebnis dieser Konferenz wird optimistisch be­urteilt, da beide Parteien aufrichtig von dem Wunsch beseelt sind, zu einer Beilegung des Konfliktes zu gelangen.

Graf Luckner traf gestern in Newvork ein und begab sich sofort an Bord seiner im Hudson ver­ankerten Pacht Mopelia, auf der er bis zu seiner vollständigen Genesung, die noch etwa zwei Wochen in Anspruch nehmen dürfte, verbleiben wird. Er hat die Eisenbahnfahrt gut überstanden, obwohl er, wie setzt bekannt wird, bei seinem Autcmnfall unweit Waukegan 13 Knochenbrüche erlitten hat.

Bei dem Abflug des ilalienischen Flugzeug- geschwaderv von Bolama (Port. Guinea) Zum Transozeanfkua nach Brasilien ereigneten sich Zwei schwere Unfälle, die fünf 217en- schenleben forderten. Nach dem Start der Wa^erflugzeuge mußte ein Flugzeug, nachdem es eine Höhe von 50 Meter erreicht hatte, aufs Meer niedergeben. Der rechte Schwimmer wurde dabei stark beschädigt. Der Mecbaniker, der auf die­sem Schwimmer stand, fand den Tod, die drei übrigen Mitglieder der Besatzung blieben unver­sehrt. Ein zweites Flugzeug mußte nach einem Flug von 10 Minuten mit großer Geschwindigkeit uiederaeben. beim Aufprall des Flugzeuges ins Master oeriel es in Brand. Die beiden Piloten (1 llamlän und 1 Leutnant) ferner der Funker und der Mechaniker kamen dabei ums Leben.

) Näheres stehe im politischen Teil.

Dietrich verteidigt die Lohnbeibilie

«msenmnoevseynns 2TSrWsnn«nz-m-mtevs mit seinen ävitikern

Heilbron«, 7. Jan. Reichsfinanzminisler Dietrich, der gestern in Stuttgart ge­sprochen hat, sprach heule vor einer großen demokratischen Versammlung im Harmoniesaal in Heilbronn. Die Rede des Ministers hatte insofern eine besondere politische Bedeutung, als er sich mit den Einwänden auseinanoersetzle, die seine Vorschläge zur Arbeitslosen­versicherung in einzelnen Blättern des Reiches und des Auslandes gefunden habe«.

Dietrich wandte sich hauptsächlich gegen den Vor­wurf der Subventionspolitik. Darunter verstehe man eine Begünstigung einzelner Unternehmen zu Lasten anderer Unternehmen. Eine solche Politik, die die schlechten Unternehmer» aus Kosten der guten stütze, sei ein Wahnsinn, den man ihm nicht zutrauen dürfe, zumal er seit zehn Jahren in seiner politischen Tätig­keit sich immer gegen ungesunde Subventionspolitrk gewandt habe. Es sei aber eine ganz andere Frage, ob man bei einzelnen lebenswichtigen Berufs­gruppen, wie" er das schon in Stuttgart betont habe, gleichmäßig auf der ganzen Linie ansetze.

Es sei allerdings richtig, daß er sich im weiteren Verlauf seiner Stuttgarter Rede mit den Schwierig­keiten des selbständigen Unternehmens beschäftigt habe, und daß diesem ein besseres Los gebühre. Darin aber habe Dietrich niemals eine Spitze gegen die Leiter der Konzerne oder gegen die Konzerne selbst zum Ausdruck bringen wollen, wie er über­haupt in dieser Sache nicht um Konzerne und Unter­nehmen und nicht um Arbeitgeber und Arbeit- nebmer. sondern gegen die Arbeitslosigkeit kämpfe, â ve^eruze leMWegK, M ftjÄÄÄ Arbeitslosen weniger eine Frage der Produktion als des Absatzes sei. Aus diesem Grunde sei von ihm darauf verwiesen worden, daß die Gestaltung der

Wilde« «Streit in Sb««MI-si-n (Rein SMedssveuG im Stuhvbevsbmt / Mene

Vevmittiuns des Regisvung

Breslau, 7. Jan. Völlig überraschend ist nach dem Zusammenbruch der kommu­nistischen Streikbewegung im Ruhrgebiet im oberschlesischen Steinkohlenrevier heute ein wilder Streik ausgebrochen, der außerordentlich starken Umfang angenommen Hal.

Ueber die Entstehung des Bergarbellerstreiks im oberschlesischen Jndustriebezirk berichtet dieOber­schlesische Tageszeitung" u. a.: 3m Schacht der Hed- wigswunsch-Grube im Borfig-Werk Biskupitz erschie­nen heute früh Kommunisten, erNärten sich als Schachtdelegierte" und stellten an die Betriebslei­tung ein Ultimatum, in dem die siebenstündige Schicht, Lohnverbesferung und Einstellung der ent­lassenen Arbeiter gefordert wurden. Sie verlangten sofortige Antwort, andernfalls der Streik einsehen würde. Da eine Antwort nicht gegeben wurde, fuh­ren von der 1300 Mann starken Untertageschicht nur etwa 360 Mann ein. Die Uebertageschicht erschien vollzählig zur Arbeit. Unter Führung bekannter Kommunisten bewegte sich noch am Vormittag ein großer Demonstrationszug durchs Borsigwerk Bis- kupitz.

Gleiwih, 7. Jan. Ueber den wilden Streik im deulschoberschlesifchen Kohlenbergbaugebiet, lagen um 18 Uhr folgende Ziffern vor: König n Lu.se- Grube Ostfeld 67 Prozent, Königin Lmse Grube Westfeld 31 Prozent, Guido-Grube 20 Prozent, Eastellengo 85 Prozent, Abwehr-Grube 90 Prozent, Concordia-Grube 96 Prozent, Hedwigwunsch-Grube 80 Prozent, Ludwigsglück-Grube 40 Prozent, Och- ringen Bergbau 60 Prozent und Preußengrube 40 Prozent. Auf den übrigen Gruben: Beuthen-Heimh- und Karsten-Ienlrumgrube sowie Gräfin Johanna- schacht und Hohenzollerngrube arbeiten voll. Vie Sireikzisfer hat sich im Laufe des Nachmittags inner­halb weniger Stunden fast verdoppelt. Der Streik ist von der kommunistischen Revolutionären Gewerk- schaftsoppositlon angezeltelt. Die Tarifgewerkschaften lehnen den wilden Streik ab.

Im oberschlesischen Revier sind ebenso wie in Rheinland-Westfalen die Lohntarise von den Arbeit­gebern gekündigt worden, die eine Lohnkürzung von 12 vom Hundert verlangen. Demgegenüber haben die Arbeitnehmer aus Grund der Leistungen einen Lohnzuschlaq von 7 Prozent ,e Mann und Schicht verlangt Die Arbeitgeber wollten daraufhin eine Gesamtkündigung vornehmen, worauf die Schlich- tungsinstanzen eingriffen. Zum Sonderschlichter wurde Professor Brahn bestimmt. In den letzten Wochen wurde mit allseitiger Zustimmung be­schlossen, die Lohnverbandlungen in Oberschlesien bis zur Beendigung des Ruhrkonflikts zu vertagen.

Preise in Zusammenhang gebracht werden müßte mit dem, was er im Auge habe und was ihm als konkreter Plan vorschwebe. Er könne sich freilich heute nicht in der Öffentlichkeit darüber äußern, bevor dieser Plan im Kabinett beraten sei unb in konkreter Form zum Ausdruck gebracht werden könne.

Die Meinung, daß die Regierung die Ruhe ver­liere, namentlich daß der Finanzminister die Ruhe verliere, sei völlig aus der Luft gegriffen und bedürfe überhaupt keiner Widerlegung. Daß schließlich die Finanzwirtschaft durch die Dietrich vorschwebende Regelung der Lohnbeihilfe erschüttert werden könnte, sei eine durch nichts bewiesene Behauptung. Er habe als Finanzminister alle Kraft und alle Energie daran gesetzt, eine Kosolidierung der deutschen Finanzen durchzuführen und habe es bis heute erreicht. Nie­mals würde er daran denken, dieses Werk wieder preiszugeben. Wenn aber Geld für die Arbeitslosen aufgewendet werden müßte, so sei es bester, es würde zu deren Beschäftigung verwendet werden und nicht als unvobutivo» CSabe. So bebaute Hietrxcbs Plan inomums eine Entlastung, nugt aber eine Belastung der Finanzen.

Sm Knbvdevsba« di« Gtbüchümssvevbaudttms««

«ntevbvoKs«

wie bereits im größten Teil unserer gestrigen Ausgabe gemeldet, sind die gestrigen Verhandlun­gen im Ruhrbergbau ergebnislos verlaufen. Ein Schiedsspruch ist nicht zustandegekommeu. Der Schlichter teilte den Parteien mit, daß sie sich zu neuen Verhandlungen für Freitag nachmittag oder Samstag vormittag berelihalten möchten. Die Par­teien waren damit einverstanden.

Bon Gewerkschaftsseite wird hierzu noch berich­tet, daß die Verhandlungen nach halbstündiger Dauer ergebnislos abgebrochen werden mußten, da beide Parteien auf ihrem Standpunkte stehen blie­ben. Die Zechenbesitzer verlangten bekanntlich ur­sprünglich eine Lohnherabsetzung von 12 Prozent und sind im Laufe der vorigen Schlichtungsverhand­lungen auf 8 Prozent zurückgegangen, während die Bergarbeitergewerkschaften nur eine Lohnherab­setzung von 4 Prozent zugestehen zu können er­klären. Im übrigen wird von den Bergarbeiter- gewerkschaften die Bildung einer unparteiischen Schlichterkammer, wie sie im Berliner Metallarbei­terkonflikt geschaffen wurde, einstimmig abgelehnt. Am Samstag nachmittag tritt der Gesamtvorstand des alten Bergarbeiterverbandes zu einer Beratung über die Augenblick-lage im Ruhrbergbau in Bochum zusammen, während eine Revierkonferen zam Sonn­tag vormittag ebenfalls in Bochum die augenblick­liche Situation besprechen und sich über weitere Be­schlüsse schlüssig werden wird.

Wie wir weiter hören, soll in diesen Tagen vom Reichsarbeitsministerium neue Fühlungnahme, zum Teil auch mit Berliner zentralen Stellen des,Berg­baus, erfolgen. In jedem Falle werden die Be­mühungen wegen einer friedlichen Beilegung der Lohnaüseinandersetzungen mit Nachdruck fortgesetzt.

Lim KrrhvseSket noch 2450 GtveWends

Essen, 7. Jan. Nach Mitteilung des Bergbau- vereins waren in der heutigen Mitagsschicht am Aus-

(Fortsetzung aus Seite 2)

Svankvekchs Panama-Skandal

Die Affäre Duftric hat schon genug Staub in Frankreich aufgewirbelt. Die Kammer, das französische Parlament, sah sich genötigt, einen Untersuchungsausschuß einzusetzen, der diesen Bestechungsskandal nach den verschie­densten Richtungen hin prüfen soll. Die Ar­beiten dieses Untersuchungsausschusses haben sich sehr umfangreich gestattet, so daß man schließlich Unterkommissionen einsetzte, trotz­dem ist man noch nicht so weit gekommen, restlos Licht in dieses Dunkel zu bringen. Dec berühmte tote Punkt wurde erreicht. Man stand vor einer Barriere, die offensichtlich von Kreisen aufgerichtet wurde, die kein Interesse daran haben, das gesamte Material dieser parlamentarischen Untersuchung zuzuleiten.

Als der Untersuchungausschuß entsprechende Akten und Konten anforderte, _ sprach der Iustizminister sein Veto. Er erklärte, daß der Untersuchungsrichter das angeforderte Ma­terial nicht entbehren könne. Dieses Manöver hat begreiflicherweise einen Sturm in der ge­samten politischen Oeffentlichkeit ausgelöst, der unter Umständen für das Kabinett Steeg sehr gefährlich werden kann. Das Manöver war ungeschickt, denn der Untersuchungsrichter hatte selbst noch vor einigen Wochen erklärt, daß das Material jederzeit bei ihm verfügbar sei.

Mit dieser Auskunft des Untersuchungs­richters an den Parlamentsausschuß war ganz klar gesagt, daß juristische oder erfahrungs­technische Bedenken gegen einen zeitweiligen ^xu-asport suchungsrichter zum parlamentarischen Unter? suchungsausschuß nicht bestehe. Es mußten und müssen also andere Gründe sein, die den Justizminister zu. seinem bedenklichen Veto ver­anlaßten.

Das Rätsel scheint leicht gelöst, wenn man jetzt aus Pariser Telegrammen erfährt, daß eine Unzahl von führenden Politikern in die­sen Skandal verstrickt und durch ihn kompro­mittiert ist. Auf derschwarzen Liste", die jetzt der Finanzminister hat aufstellen lassen, sollen 4 Namen, zum Teil mit hohem Klang, verzeichnet sein. Darunter, so meldet Paris, auch der bisherige französische Ministerpräsi­dent Tardieu, der ehemalige Landwirtschafts­minister in diesem Kabinett David, der Vor­sitzende der Finanzkommission Malvy und der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses, Marin. Bestätigen sich diese Namen und bleibt an ihnen auch nur einiges von den Vorwürfen haften, dann erlebt Frankreich einen Panama- Skandal, der alle derartigen Affären der letz­ten Jahre in Europa in den Schatten stellt. Besonders interessant ist die Feststellung der Kommission, daß im Jahre 1929 allein 38 An­träge von Parlamentariern beim Finanz­ministerium die Zulassung inländischer und ausländischer Wertvapiere unterstützten. Auch hie- taucht wieder die Zahl von 45 Politikern auf, die sich damit in ihrer Eigenschaft als führende Poltiker für private Banken und Unternehmungen zur Verfügung stellen. Es ist klar, daß bei solchen Vorwürfen und nach dicken Feststellungen nur eine Möglichkeit ist: restlose Zrileitung des gesamten Materials an den Untersuchungsausschuß.

Das mag politische Verwicklungen bringen, deren Folgen heute noch nicht übersehbar sind. Aber es wird immer noch das geringere Uebel sein und bleiben, als wenn durch Verweige­rung des Materials, durch Geheimhatten ge­wisser Akten dunkles Licht auch n^ch auf an­dere fällt, die an diesem Fall nicht beteiligt sind'. Eine Regieruna, die die Herausgabe eines Materials über solche Vorwürfe zu ver­hindern sucht, kann sich geoen den Sturm der Empörung nicht halten. Diese Gefahr, in die der Justizminister das Kabinett Steeg hinein- manövriert hat, scheint man auch erkannt zu haben. Denn es verlautet, daß nunmehr das Justizministerium sich bereit erklärt habe, die Belcklagnahme der Akten freizugeben.

Man muß abwarten, ob diese Einsicht eines schweren Fehlers für die Regierung nicht doch noch besteht. Denn leicht wird der Verdacht nicht zu widerleaen sein, daß unter Umständen die Akten setzt nicht unretouchiert herauskom-

Sie heutisr »ummer umfaSt 12 Getter,