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Seile * .

______Montag, den 5. Januar 1931

Nr. z

' * Provlnzial-Verdandsschau der Kanmchenzucht- vcreine des Regierungsbezirks Kassel. Die dies­winterliche Ausstellung des vorgenannten Verbandes findet, zusammen mit der fälligen Jahresversamm­lung des Bundes, sowie der 2ö-Jahrfeier des Ka­ninchenzuchtvereins Hersfeld, in den Tagen vom 10.—11. Januar in Hersfeld statt. An dem sehr reichhaltigen, zur Ausstellung gelangenden Tier­material werden auch die Züchter aus den Kreisen Hanau a. M. und Gelnhausen recht stattlich be­teiligt fein. s.

* Preuß. Klassenlokterie. Nochmals sei darauf hingewiefen, daß heute — Montag — der letzte Erneuerungstag für die 4. Klasse ist

LVettevbevitbi

Durch die Vereinigung mehrerer Teilwirbel des ausgedehnten europäischen Tiefdrucksystems zu einem kräftigen Wirbel, dessen Kern heute morgen bei der Elbemündung lag, verstärkte sich die Südwest- strömung an der Vorderseite des Wirbels. Infolge­dessen erhielt auch unser Bezirk in der Nacht zum Sonntag Zufuhr tropisch-maritimer Luftmassen. Die Temperaturen stiegen sehr rasch und erheblich an, so daß auch in den Gebirgen allgemein Tauwetter eingetreten ist. Von der Rückseite des Wirbels drin­gen jetzt wieder kältere Luftmassen zu uns vor und es wird unter Abkühlung zu Schauertätigkeit kom­men. Bei Aufklären besteht wieder Nachtfrostgefahr. — Vorhersage bis Montag abend: wechselnd be­wölkt, einzelne Niederschlagsschauer, im Gebirge vielfach wieder Schnee, stärkere Abkühlung, westliche Winde. — Witterungsaussichten für Dienstag: Noch unbeständig, doch zeitweise aufheiternd und nur ver­einzelte Niederschläge, Nachfrostgefahr, vorüber­gehend nördliche Winde.

rinnen begrüßte, eröffnete der Gesangverein „Ger­mania" das Programm mit dem Chor „Das ist der Tag des Herrn". Hierauf, marschierten die Kampfmannschaften auf. Gaumännerturnwart Steigler-Großauheim, wies auf den schönen deut­schen Turnspant hin und ermahnte die Wetturner einen ehrlichen Kampf durchzuführen. Es folgte das Barrenturnen bei dem Groß-Steinheim mit 324 Punkten siegte, Hainstadt mit 281 Punkten, Zell­hausen 275 Punkten. Zellhausen zeigte jetzt eine Sonderoorführung im Pferdespringen, welches gro­ßen Beifall fand. Alsdann kam eine von Turnwart Johann Peter vorgeführte Kinderunterhaltung. Es folgte das Pferdturnen bett welchem Groß-Stein­heim mit 293, Hainstadt mit 276 und Zellhausen mit 264 Punkten hervorging. Nach der Pause sang der Gesangverein „Germania" „Die Vesper" von Beethoven, die großen Anklang fand. Alsdann führten die Damen von Groß-Steinheim einige Stabübungen vor. Das nächste waren die Frei­übungen bei denen Hainstadt 56, Zellhausen und Groß-Steinheim 50 Punkte erreichten. Sodann folgte das Reckturnen wobei Groß-Steinhoim 284, Hainstadt 281 und Zellhausen 254 Punkte erhielten. Gaumännerturnwart Steigler nahm die Siegerver­kündung vor. Sieger wurde Groß-Steinheim mit 951 Punkten, 2. Sieger Hainstadt 894 Punkte, 3. Sieger Zellhausen mit 843 Punkten. Der beste Geräteturner des Abends war Robert Höhn, Groß- Steinheini, 2. J. Friedrich, Zellhausen. Auch wurde Georg Dittmaier .Hainstadt, als ältester. Turner geehrt. Der^ Vorsitzende von Groß-Stcinheim dankte allen Turnern.

einem schweren Nervenleiden zu finden gehofft hatte, verstarb in den letzten Tagen der langjährige zweite Lehrer der Gemeinde Meerholz, Lehrer i. R. Georg Koch. Der Verstorbene hatte nahezu 24 hiesigen Orte gewirkt und mußte aus ge« )en Gründen im Frühjahr 1925 bereits

Jahre am

sundheitlichen Gründen im Frühjahr 1925 bereits aus dem Schuldienste ausscheiden.

k Niedergründau, 3. Jan. Hier verstarb am Freitag abend der älteste Einwohner unseres Ortes/ der Landwirt Herr Wilhelm Heßler, im

achtundachtzigsten Lebensjahre. Noch vor kurzm betätigte er sich in seinem landwirtschaftlichen Be­triebs und konnte, körperlich und geistig aus­nahmsweise frisch, seinen 87. Geburtstag feiern.

LaudSrskS Sumo».

u Niederrodenbach, 3. Jan. Brenn holzver, steigerung. Die erste Brennholzversteigeruntz im Gemeindewald findet Montag, den 5. Januar, abends 7% Uhr im Gasthaus zum Schützenhof statt.

Niederrodenbach, 3. Jan. Wie alljährlich, jo hielt auch wieder am 2. Weihnachtsfeiertag die Turngesellschaft in ihrer geräumigen Turnhalle einen Theaterabend ab, ier sich eines guten Be­suches zu erfreuen hatte. Zur Aufführung gelangte das vieraktige Volksstück „3 m schönen Böhmer­wald" von Pannek. Dem Stück war ein voller Erfolg beschieden, zumal die Darsteller ihrer Auf­gabe voll und ganz gewachsen waren. Ein dank­bares Publikum kargte nicht mit dem wohlver­dienten Beifall.

c Marköbel, 3. Jan. Weihnachsfeier. Der Gesangverein „Frohsinn" hatte seine Mitglie­der, Angehörige, Freunde und Gönner am Neu­jahrstag zu einer Weihnachtsfeier eingeladen. Recht zahlreich war man der Einladung gefolgt und war der Saal „Zum weißen Roß" besetzt. Die Feier wurde durch eine Ansprache des Vorsitzenden Hein­rich Stroh 4. eröffnet, welcher der Gesang „Stille Nacht, heilige Nacht" folgte. Im weiteren Verlaufe der Feier fand eine Ehrung der Mitglieder Heinrich Koch, Schreinermeister und Philipp Meerbott, Land- . win, statt, welche in der letzten Woche Silberhoch­zeit feierten. Nach vorausgegangener Ansprache wurden beide Mitglieder durch die Chöre „Abend- glocken klingen" und „Das Herz" sowie Ueber- reichung eines Diploms geehrt. Kinderbescherung durch den Weihnachtsmann und eine Christbaum­oerlosung erfreute die Anwesenden. Am Klavier half Frl. Lattauer die Feier verschönern.

Kreis Büdinse«.

i Allenstadl, 3. Jan. Die hiesige Zweigstelle der Bezirkssparkasse Vilbel hat an ihre angeschlossenen Bezirksgemeinden Altenstadt, Oberau, Rommel­hausen, Höchst a. d. N., Rodenbach und Stamm­heim einen Geldbetrag zur Winerbeihilfe an die Erwerbslosen-Ausgesteuerten und Ortsarmen auf Weihnachten zur Verteilung gelangen lassen. Gleich- falls wird auch in diesem Jahre, wie dies schon früher der Fall war. ein Betrag für die Schulen der Gemeinden für Lehrmittel zur Verteilung kom­men.— Im benachbarten Oberau kam es am Sil­vesterabend zwischen Nationalsozialisten und poli­tisch Andersdenkenden zu einer Schlägerei.

Ä«S Gtek«bsrm und Äm«eS««K

ai Hainstadt, 3. Jan. Geräte - W ettkampf der Turnvereine Turnerschaft Groß-Steinheim, Turngemeinde Zellhausen und Turnverein 1879 Hainstadi. Nachdem der Vorsitzende H. Böhm, die Gäste sowie die auswärtigen Turner und Turne-

Kreis Gelnhausen.

s Gelnhausen 2. Jan. Am 9. Oktober v. I. stieß hier an der Ecke. Poststraße— Neuestraße der Per­sonenkraftwagen eines Frankfurter Filmvertreters, als er von der Post herunterkam und in der Rich­tung Fulda fahren wollte, mit dem NAG-Protos- Personenwageu des. Hanauer Fabrikanten Brüning so hart zusammen, daß dem Frankfurter Wagen die Stoßstange hinweggerissen, und auch der Hanauer Kraftwagen recht erheblich beschädigt wurde. Sofort angestellte Ermitllungen ergaben, daß die Schuld bei dem Frankfurter Fahrer lag, und führten zu einem Strafbefehl in Höhe von 20 RM wegen Außeracht­lassung der erforderlichen Vorschriften., Da der An­geklagte sich im.Rechte glaubte, hatte er Berufung eingelegt, die nunmehr vor dem Strafrichter des Amtsgerichts Gelnhausen verhandelt mürbe. " Es wurde festgestellt, daß der Angeklagte Kaufmann Thiele nicht genügend rechts gefahren war, und der Strafbefehl in der vorgenannten Höhe bestätigt.

s Meerholz, 2. Jan. Der einheimische Gesang­verein „Frohsinn" hat sein diesjähriges, ursprüng­lich für den 4. Januar geplantes Winterkonzert aus gesangstechnischen Gründen auf Sonntag den 1. Februar ds. Js. verlegt; auf der Darbietungsfolge stehen neuzeitliche Meisterwerke der Sangskunst, darunter Tonschöpfungen von Lendvai u. a. — Dem

A«S ftenlfuti a. SIL

Die Hatlersheimer Falschmünzeraffäre

: Vor der Großen Strafkammer wurde am Samstag unter Ausschluß der Oeffentlichkeit gegen die Hattersheimer Falschmünzer, den Maschinen­techniker Adolf Engelhardt, den Schriftschneider Iakob Bender und den Schlosser Karl Bösel ver­handelt. Die Angeklagten sind Anfangs November vom Erweiterten Schöffengericht in Höchst wegen Münzverbrechens zu je 2 Jahren Gefängnis ver- urteilt worden.- Gegen dieses Urteil hatte, da das erkannt Strafmaß zu gering erschien, die Staats­anwaltschaft' Berufung eingelegt. In der Straf­kammerverhandlung wurden insbesondere die per­sönlichen Verhältnisse. der Angeklagten geprüft. Bösel war bis zum Ausbruch des Kriegs in Mos­kau und wurde dann von den Russen nach Sibirien gebracht. 1917 ist er nach Potsdam abgeschoben worden; er war dann von 1924 ab in Höchst tätig und seit 1929 erwerbslos. Engelhardt war bis 1924 bei den Höchster Farbwerken, wurde abgebaut, be­trieb ein Lastwagengeschäft, war dann bei den Adlerwerken und bekam, nachdem er er­werbslos geworden war, vorübergehend Unter­stützung, lebte aber hauptsächlich von Gaben seiner Verwandten. Auch Bender war zu­letzt erwerbslos. Er empfing Krisenunterstützung. Als Vater von drei Kindern ging es ihm nicht zum besten. Bösel und Engelhardt lernten sich 1929 kennen und verfielen, angeregt durch Zeitungsnach­richten über Falschmünzerei, auf den Gedanken, Fünfmarkstücke anzufertigen. Die produzierten Stücke fielen schlecht aus. Es wurde dann Bender mit ins Vertrauen gezogen und auf galvanischem Wege die Herstellung betrieben. Jetzt fehlte den Falsifikaten der gute Klang. Sie bauten dann das Herstellungsverfahren weiter aus und verlegten chre Tätigkeit von Höchst nach Hattersheim. Ende März 1930 begann man mit der Verausgabung der neu hergestellten Fünfmarkstücke, die man in Mainz, Wiesbaden, Darmstadt und Heidelberg anzubringen versuchte. Nach dem Geständnis der Angeklagten sind etwa 1000 Falschstücke verausgabt worden. Ende August wurden Bösel und Engelhardt in Stuttgart verhaftet. Das Höchster Gericht hatte den Angeklagten mildernde Umstände bewilligt, da es sich um bisher unbestrafte, Reue zeigende, durch Arbens- lofigkeit zermürbte Leute handele. In der Straf­kammerverhandlung beantragte der Staatsanwalt je 3^ Ihre Zuchthaus gegen die Beschuldigten. Das Gericht verwarf die. Berufung der Staatsanwaltschaft auf deren Kosten.'Auch die Strafkammer stellte sich M Mi StnnbpÄW o MgeklaDen sich in einer erheblichen Notlage befanden und betonte, daß sie ihrem Charakter nach keine Verbrecher seien. Da man ihnen eine Wiederholung solcher Straf­taten nicht zutraue, habe das Gericht sich auch für die Annahme mildernder Umstände erklärt. Die An­geklagten haben also je zwei Jahre Gefängnis zu verbüßen; die Untersuchungshaft wurde ihnen an­gerechnet.

Das Urteil gegen Pache noch nicht rechtskräftig.

: In dem Kokainprozeß gegen Pache und Ge-

vorgenannten Verein ist nachträglich für seine gläw zende Leistung bei der zweiten Deutschen Sänger ,, ,

woche in Nürnberg im Juli 1929 als Anerkennung, Apotheker Schmidt Berufung eingelegt. Auch die eine Originalradierung der Meistersingerkirche zu Staatsanwaltschaft hat Berufung eingelegt. Das Nürnberg nebst einer ehrenvollen Zuschrift seitens Urteil gegen Pache und Genossen ist somit ent- des Präsidenten des Deutschen Sängerbundes zuge- gegen anderen Meldungen noch nicht rechtskräftig fandt worden. — InGießen, wo er Heilung von geworden.

nossen haben sämtliche Angeklagten bis auf den

GettevattnrrMdivekLor Evttst Voebe

Zu seinem 50. Geburtslage

Von Studienrat Dr. Otto Gottschalk ' Es wird bei vielen Freunden unserer Städtischen Konzerte Beachtung finden, daß Generalmusik­direktor Ernst Boehe, ihr hervorragender Leiter, am 28. Dezember 1930 sein fünfzigstes Lebensjahr vollendet hat. ,

Ernst Boèhe wurde 1880 in München geboren, studierte unter R. Louis, L. Thüille und H. Schwartz Kompositionslehre und Klavier, leite zu­erst seit 1907 die Münchener Volks-Symphonie­konzerte und war von 1913—1920 Opernleiter am Theater in Oldenburg. Er übernahm 1920 die Lei­tung des kurz vocher gegründeten „Symphonie- Orchesters für die Pfalz und hat es seitdem in immer aufsteigender Linie von Sieg zu Sieg ge­führt, nicht nur ein Orchesterleiter, sondern ein Orchestererzieher in des Wortes wahrster Be­deutung.

Ueberblicken wir Boehes Werke, so begegnen uns zuerst als op. 1—5 Liederkreise, in denen er als Tertdichter besonders den Norddeutschen Storm bevorzügie. Als op. 6 folgt dann das großangelegte symphonische Werk „Aus Odysseus Fahrten" (1901 bis 1905). Der erste Teil, „Ausfahrt und Schisf- bruch", erregte auf dem Tonkünftlerfest zu Bafel (1902) das größte Auffehen. Es fielen an diesem ersten Telle und den ihm folgenden drei Teilen: „Die Insel der Kirke", „Die Klage der Nausikaa" und „Odysseus Heimkehr" die Sicherheit und Reife auf, mit der der so ganz junge Musiker alles ge­staltete. Der bekannte Musikschriststeller Hermann Kretzschmar rühmt ihm besonders nach, daß er böi der musikalischen Behandlung des Schistbruches, „bei dem die wilden Naturelemente die Haupt- stimme haben, der Verlockung zum Gewalttätigen widerstanden und sich dezent und innerlich gehalten habe. Das bescheinige ihm eine höhere Bildung und eine angeborene künstlerische Reife."

Das nächste. Werk „Taormina" erfüllte durch­aus die Hoffnungen, die man auf den jungen Mu­siker setzte. Ein wundervolles Landschastsbild aus

Jtallen rollt sich vor uns auf, aber nicht Pro­arammusik als platte Naturmalerei, sondern be- leelte Landschaftsschilderung wird uns geboten. Walther Niemann sagt von diesem Werke, daß es ich nicht, wie etwa das Werk eines Romanen, mit )em bloßen Naturbild begnüge, sondern „einen kleinen musikalischen Kulturgeschichtskursus durch­blicken lasse. Das Mönchsleben, die ritterliche Zeit der Sarazenen und der Normannen auf Sizilien, die Reste des antiken Theaters werden geschildert; Gedanken an den Tod, an das „Gewesen" Det­lev von Siliencrons, sie führten ihm in erster Linie die Feder."

Die beiden nächsten Werke sind die „Tragische Ouvertüre" und der „Symphonische Epilog zu einer Tragödie". In ihnen tritt besonders das prächtige Klangbild seines Orchsters zutage, das mit Strautzscher Herrschaft behandelt ist.

Seit der Veröffentlichung dieses Vor- und Nach­spiels zu einer Tragödie hat Ernst Boehe ge­schwiegen. Er- deutet zweifellos lieber die Werke anderer in seinen Konzerten — und mit welcher Meisterschaft er dies tut, das haben wir mit eige­nen Ohren gehört! Möge er noch recht lange als Sünder und Deuter der Werke unserer großen Meister walten! Möge er uns nach den vielen schönen und genußreichen Abenden noch weiterhin viele gleiche schenken!

Vevlen aus dem hohe« Kovden

Ein Fischerdorado im Murmangebiet

Die Sowjetregierung, auf Erschließung neuer Einnahmequellen bedacht, wendet ihre Aufmerksam­keit neuerdings einem Gewerbe zu das seit Men­schengedenken im hohen Norden Rußlands blüht. In den zahlreichen Flüssen des Murmangebietes gibt es Masten von Muscheln, in denen sich herr­liche Perlen von zartesten Farben finden. Die Per­lenfischerei ist rzon jeher ein Haupterwerb der Ein­wohner dieser unwirtlichen Gegend. Die Perlen­fischer bedienen sich besonderer Flöfle, die in der Mitte eine Oeffnung haben, durch die der auf dem Bauch liegende Perlenfischer ins Master späht. Er trägt dabei eine improvisierte Brille, eine Kon­

Lohnsteuer-Kont lose und gebunden sind rätig bei der

Waisenhaus - Buchdruc

Stinkbomben beim „Flölenkonzert"

: Bei der Vorführung des Films , konzert von Sanssouci" im Ufa-Palast am tag machte sich laut „Stadtblatt der F. Z.' ginn der Borstellung ein unangenehmer im Saal bemerkbar. Anscheinend waren bomben geworfen worden. Eine leere wurde gefunden. Während einiger Zeit mm halb erleuchtetem Hause gespielt. Oeffn« Fenster und Türen und reichliches Verspritz Parfüm ermöglichten es, die Vorstellung setzen, ohne sie unterbrechen zu müssen.

Zoowärter von einer giftigen Puffotter ged

: Im Frankfurter Zoo ereignete sich bäuerlicher Unglücksfall, der aber glücklich M noch glimpfltd) ab gelaufen ist. D er wärter Müller war mit dem Reinigen eint rariums beschäftigt, in dem sich einige jung, Ottern befanden. Die Puffotter, die bis IX lang wird und die Dicke eines Mannesar« reicht, ist eine der giftigsten Schlangen ) Schon die jungen Tiere besitzen Gistzähm sind deshalb nicht ungefährlich. Müller, i Verkehr mit den Giftschlangen vielleicht eilt wissen Leichtsinn an den Tag gelegt hat, von einer Puffotter in den linken Zeigest bissen. Er hatte aber die GeistesgegenM leicht blutende Wunde mit aller Kraft ausW Müller, der sich trotzdem sofort in ärztlich "

Handlung begab, ist tum, vielleicht auch wahrt worden.

Diebesgut

dadurch vor längerem « vor noch SchlimmereD

auf dem Friedhof.

: Bei der Einebnung alter Gräber aÄ • hiesigen Hauptfriedhof würden zwischen .M» : bern vergraben in einem Glasbehälter eine tB Herrenuhr, eine Doublèkette mit Anhänge: B , Brillantring, ein Siegelring, ein IrauriitB . ein Schlüssel zu einer kleinen Kassette gesundB I ist anzunehmen, daß die Gegenstände aus B ' Diebstahl stammen und dort versteckt worbt B Die Gegenstände scheinen schon längere $?■ ' gelegen zu haben, denn der Schlüssel ist scho:'— verrostet.

Am die litauischen Schweine. d.

: Nachdem die Veterinär-Polizei bestimm daß im Frankfurter Schlachtviehhof nur <L wm^^r--?^^ ^^mtiilf) aeicklachtèt dürfen und die Importfirma bekundet Schweine künftig ausnahmslos auf dem Frâ^ Fleischgroßmarkt zum Verkauf zu bringen, if* „Vereinigung Frankfurter Schweinehändl« : Kommissionäre" an die Direktion des Sil l I Hofes folgende Forderungen gestellt: 1. Veck ' 1 Leoend-vèrkaufes der litauischen Schweine «r , deren Tagen als Markttagen und anderen eil gesetzlich geregelten Verkaufsstunden. 2. So: : Aufhebung der Bevorzugung dieser Schum" der Abschlachtung. 3. Verbot des VerkauM litauischen Schweinen in geschlachtetem ZuP !

i anderen als den vorgeschriebenen Markttages : Marktstunden. Die Vereinigung hat außerdem Schreiben an die Reichs- und StaatsregieruW richtet und darin um Beantwortung folW Fragen gebeten: „Ist die Einfuhr von- litaiK - Schweinen vollständig frei? Waren sich die M : digen Stellen nicht bewußt, daß ungehemmiW ! fuhren Preisstürze aller Art zwangsläufig W - führen müßten? Waren sich die zuständiger«" : len nicht bewußt, daß einzig und allein Dorf®! I Besprechungen schwerste Schädigungen aller W essentengruppen des Frankfurter Schweines so

servenbüchse, in die ein Stück Glas eingelassen ist. In der Hand hält der Perlenfischer eine Art Gabel- mit der er ihm wertvoll erscheinende Muscheln herausholt. Enthieüen alle Muscheln Perlen, dann hätte die Perlenfischerei schon unermeßliche Schätze ans Licht gefördert. In Wirklichkeit aber enthält eine Tonne Muscheln durchschnittlich nicht mehr als vierzig Perlenmuscheln. In Amerika wie in an­deren Ländern, wo die Perlenfischerei blüht, wer­den Muscheln mit noch unreifen Perlen nicht weg­geworfen, sondern aufgehoben und beobachtet. Die Leute im Murmangebiet halten sich damit nicht auf. Sie kennen weder Technik, noch Schutzmaßnahmen- sie treiben Raubfang. Sie besitzen nicht einmal die primitivsten Instrumente, mit deren Hilfe die Muscheln untersucht werden. Muscheln mit nicht sofort realisierbarem Inhalt werfen sie einfach weg- Das Gebiet der Perlenfischerei umfaßt nicht weniger als 80 Flüsse. Vor dem Kriege erschienen in dèm Hauptort Murmansk zahlreiche Händler aus allen Teilen der Well, um den bedürfnislosen Fischern zu einem lächerlich geringen Preis ihre Fänge abzukaufen. Auch die Bevölkerung benutzt Perlen als Schmuck. Man sieht bei den Murman­frauen Mützen und Mäntel, die kunstvoll mit klei­nen Perlen geschmückt sind. Zur Zarenzeit be­trug der Wert der Perlenausfuhr aus dem Murmangebiet 400 000 Rubel, wobei der größte Teil der Ausfuhr von der Statistik nicht erfaßt werden konnte. Nach den Angaben der sowjet­russischen Statistik beträgt heute die Ausbeute im Murmangebiet kaum 40 000 Rubel. Die Perlen­fischer verdienen in einer guten Saison bis 2000 Rubel, was für die Verhältnisse im hohen Nor­den einen Riesengewinn bedeutet. Die Sowjet­regierung beschäftigt sich zurzeit mit dem Plan, die Perlenfischerei im hohen Norden des Riesenreiches zu organisieren und auszubauen und die Ausfuhr mit allen Mitteln zu fördern.

o Ltadilhealer. Aus dem Theaterbüro wird uns geschrieben: Als 16. Vorstellung im Dienstag- Abonnement geht morgen Dienstag, abends 8 Uhr, der durchschlagende Lacherfolg „. . . Vater sein dagegen sehr", Lustspiel in 3 Akten von E. E. Car­penter in Szene. — Am Mittwoch, abends 8 Uhr, gelangt als 16. Vorstellung im Mittwoch-Abonne­

ment der große Lustspielerfolg „Das KÄM ein Stück von Liebe und anderen unmoM Dingen in 3 Akten von Bernauer und Ax, reicher, den Verfassern von „Garten Sbee ' „e Aufführung.

Thraker- Spielpiäne.

Stadttheater Hanau. Dienstag, 6. Jan., AW „ . . .Vater sein dagegen sehr"; Mittwoch, 7|nc 20: „Das Konto X"; Freitag, 9. Jan., MM Nacht der Könige"; Samstag, 10. Jan., im „Der Zarewitsch"; Sonntag, 11. Jan., 19.30: -B Konto X". stc

. Hs

Frankfurter Opernhaus. Montag, 5. Jansistc Uhr: „Simone Boccanegra"; Dienstag, 6. M9a „Viktoria und ihr Husar"; Mittwoch, l 3« 19.30:: 3. Opernhaus-Konzert; Donnerstag, 19: „Cavalleria rufticana", hierauf „Der S^St Freitag, 9. Jan., 19.30: „Der Bettelstudem"; ^eii tag, 10. Jan., 19: „Viktoria und ihr Husar"; tag, 11. Jan., 19: „Tannhäuser". bii

Frankfurter Schauspielhaus. Montag, ' w 19.30 Uhr: „Geschichte Gottfriedens vor m. lichingen mit der eisernen Hand"; DiensH ^ Jan., 20: „Grand Hotel"; Mittwoch, 7. S^bo „Der Mann, den sein Gewissen trieb"; Donms 23 8. Jan., 20: „Wie werde ich reich und S^ibe Freitag, 9. Jan., 20: „Viel Lärm um M/s Samstag, 10. Jan., 16: „KAkadu-KakadaVW „Grand Hotel"; Sonntag, 11. Jan., 16: /f' im Wasserglas", 20: „Viel Lärm um nichts', w

Neues Theater Frankfurt. Montag, ?f 20 Uhr: „Das öffentliche Aergernis";

6. Jan., 20: „Ein Held gesucht"; Mittwoch, M 1 15.30: „Tischlein deck dich . . .": 20: „Das q

Uche Aergernis"; Donnerstag, 8. Jan., 20:; m Held gesucht"; Freitag, 9. Jan., 20: „Ein S^r nachtstraum*; Samstag, 10. Jan., 15.30: M lein deck dich . . .*, 20: „Voruntersuchung": M tag, 11. Jan., 11: Tanzspiel Josepha 15.30: „Ejn Sommernachtstraum", 20: öffentliche Aergernis".

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