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KanaueMzeiger

EHMSeneral ÄAzeiger fühM^V^mum Stadt und Land

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grscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Monat Mit-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trâgerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 15, SamStag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Äreite 8 R«psg., im ReNameteil von 68 mm Sreite 25 R-Pfg. x Offert engebühr 50 R-Pfg.

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Vanau Stadt und Land

ErMungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. z Sei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Äezieher keinen Anspruch auf Liefemug oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplatzvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. >Geschäftsstelle: Hammerstr.S / Fernspr. 3956,3957,3958

1931

Bedeutsame Ueujahestundgebungen

pvogvammaMche Äleutzevungen vov dem divlomatische« -Koeps. - Kindenbuvg evklâvtr wie

müsse« uns empoebeben zu semeinsamev peaktischev Älebett.

ä^ ^«wa Empfang des diplomatischen

Nach einer Meldung einer Zeitungskorrespon­denz bringt das österreichische Landesgesetzblatt die amtliche Mitteilung, daß die Vorführung des Films: Im W est e n n i cht s Neues für ganz Oberöst erreich verboten worden ist.

Um Mitternacht wurde folgender Bericht über den Gesundheitszustand des Marschall Joffre ausgegeben: Der Kranke hat das Be­wußtsein nicht wie dererlangt. Er ruht ohne zu leiden. Seit gestern ist keine Aenderung *>6» seinem Befinden eingetrten.

* Der PariserJntransigeant" tischt seinen Lesern das Märchen asti. b^ft ^ »it t f fHww* sich mutier erhole und daher jedes PRevisionsgesuch abzulehnen sei.

Da der Londoner Dreimächtepakt nunm die Ratifikation Irlands- vollständig geworden ist richtet Präsident Hoover einen Nsujahrsgruß an die Welt, in dem er das Inkrafttreten der Lon­doner Pakte verkündet und seiner Freude über die­sen großen Schritt vormärls Ausdruck gibt, den . wir er hoffe, weitere zur WLkMü &&L LMe- dens halb folgen werden.

In Baltimore steht das Gebäude des Vsr, lagshauses derBaltimore Post" in Flammen. Eine Person kam in den Flammen um, fünf Per­sonen werden noch vermißt. Man befürchtet, daß sie ebenfalls in den Flammen den Tod gefunden haben.

Die Turkestan fibirische Eisen- bahn hat am 1. Januar 1931, ein Jahr vor Ab­lauf der festgesetzten Frist, ihren Betrieb e r - öffnet'.

News Chronicle" verzeichnet das in Kanada umlaufende .Gerücht, daß Baldwin der Poften des Generalgouver n eurs von Kanada als Nachfolger Lord Willingdcms, der als Vizekönig nach Indien geht, angeboten werden soll.

Nach einer amtlichen Mitteilung ist es gestern zwischen amerikanischen Marine- soldaten und Banditen im Berglande Nicaraguas zu einem heftigen Feuer­gefecht gekommen, in dessen Verlauf acht Marine­foldaten getötet und zwei schwer verwundet wurden.

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Berlin, 1. Jan. Anläßlich des Neujahrstages fanden bei Reichspräsident v. Hindenburg heute die üblichen Empfänge statt. U "

Wache mit Musik vom Brandenburger Tor korn-

Dsv SteichspvMdent

Um 10.45 Uhr zog die

mend über die Linden und die Wilhelmstraße zum Haus des Reichspräsidenten, an dessen Portal der Reichspräsident die Meldung entgegennahm. Um 12 Uhr wurde das Diplomatische Korps erwartet. Die Chefs der beim Reich beglaubigten fremden diplomatischen Vertretungen, denen eine im Ehren­hof des Reichspräsidentenhauses aufgestellte Ab­teilung Reichswehr bei ihrem Eintreffen militärische

EhMbezeugungen erwies, versammelten sich in dtzmMaßen 'ScM oes^ Reichspräsidentenhauses. Der apostolische Nuntius Msgr. Orseniqo brachte als Doyen des Diplomatischen Korps besinn Glück­

In einer Vorstadt von Chikago wurde ein Automobil, in welchem zwei Familien von einem Ausflug zurückkehrten, an einer Bahnkreuzung von einem Eisenbahnzug überrannt. Von den Insassen wurden neun auf der Stelle getötet. Nur ein drei Monate altes Kind kam mit dem Leben davon. Es ist das einzige überlebende Mitglied der beiden Familien.

Bei einem Stolleneinsturz in einer Mine bei Johannesburg wurden fünf Eingeborenege- tötet unb elf verletzt. Man fürchtet jedoch, daß sieben weitere Eingeborene, die von den Steinmassen verschüttet wurden, ebenfalls tot sind.

NuvtinK «S«

Die Morgenröte dieses neuen Jal nicht ohne Trübung. Der Horizont des interna­tionalen Lebens bleibt noch immer düster. Millio­nen von kräftigen und arbeitswilligen Arinen sind gezwungen, untätig und unfruchtbar zu bleiben, und die Not breitet überall ihren Stauers dreier aus Es ist das eine höchst schmerzliche Seite in dem großen Le'ldenszug der Nachkriegszeit.

Es hat in der Tat fast überall, nicht an hoch­herzigen Versuchen gefehlt, dieser gewaltigen Welt­krise abzuhelfen, und wir beobachten mit großer Genugtuung den Ernst der Gesinnung und die Großherzigkeit der Anstrengungen, mit dinen Deutschland, uyi Eure Excellenz geschart, sich in diesen schweren Augenblicken bemüht,' d i e wirt­schaftliche Krisis, die das Land bedrängt, zu überwinden. -Aber die Erfahrung er­bringt immer erneut den Beweis, daß, welches auch immer die Bemühungen der einzelnen Länder fein mögen, ohne die volle und aufrichtige Eintracht der Nationen es nicht mög­lich ist, eine wirkliche wirtschaftliche Wiedergesundung der Völker herbei­zu f ü h r e n.

Hoffen wir, daß auch diese wirtschaftliche Not ein Antrieb webde zu neuen ernstgemeinten Versuchen, um diese innigere Vereinigung der Gei­ster und Herzen, diese gegenseitige herzliche Ver­ständigung unter den Nationen zu erreichen, die allein feste Gewähr bietet für eine gesicherte Frei­heit und Ruhe in allen Ländern und einen tat­sächlichen und dauernden Frieden unter de n Völkern.

erklärte in seiner Erwiderung:

Sie haben auf die schwere wirtschaft- liche Krise hingewiesen, unter der heute fast die ganze Welt leidet. In lies empfundenen Wor­ten haben Sie vor allem der Arbeitslosigkeit ge- dacht, die beste Kräfte fast aller Staaten zu unge- molller Unfruchtbarkeit verurteilt und bittere Not für Millionen unserer Mitmenschen im Gefolge hat. Mit besonderer Wucht treffen die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise das deutsche Volk. Wie Sie, Herr Nuntius, hervorhoben, hat Deutsch­land seine äußerste Krast eingesetzt, um die Grund­lagen seiner Existenz zu sichern. Aber unsere Hoff­nung ruf eine dauernd wirksame Besserung der Lage ist aurn vor Umstände:', abhängig, über Sie .r nicht allein Herr find. Mit steigender vannung erwartet do« deutsche Volk, k nf e«-eaff^

k 1»....,.-loben Iatzre ut» ^rHam genug erweist, hr

Teilstrclk im Rubvbevgban

(Letzte Meldung)

Essen, 2. Ian. Bei einer ganzen Anzahl von Zechen im Ruhrgbiel kam es heute früh unter dem Druck Arbeitsloser, die die Zechentüren besetzt hatten, zu wilden Streiks. Während auf einzelnen Zechen nur ein Teil der Belegschaft nicht eingefaßten ist, ruht auf anderen Zechen die Arbeit vollständig. So­weit sich bis jetzt seststellen läßt, waren von diesem Streik etwa 20 Zechen des Ruhrgebietes betroffen.

Sicherheit bedroht, fühlen. Auch hier wird es Auf­gabe der Reichsregierung sein, die ich gerade in mei­ner Eigenschaft als Reichswehrminister zu unterstrei­chen die Pflicht habe, mit allem Nachdruck dafür ein­zutreten, daß der Grundsatz gleicher Sicherheit für alle Völker, ohne den eine wahre Befriedung unmöglich ist, sich durchsetzt.

Jnnerpoliüfch wurden die Arbeiten der Reichs- regierung, die in den Notverordnungen des Sommers ihren vorläufigen Abschluß fanden, durch

ler»- Nach den Wahlen, deren Ausgang für alle

bar den auf bem deutschen Volke Menden Uchen und seelischen Druck zeigte, sind sie

^»j^ hie w^m^a UHU ^U^U ^UU dClylC, (IUI

mienmm^^ mit erneuter Kraft in Angriff genommen und

allenthalben das polilischc wirt:cha tiichc und so- [ehten Monat des vergangenen Jahres einen ;mlp Schicksal der Volker bedrohen, kann nicht von i

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letzten Monat des vergangenen Jahres einen kräf tigen Schritt weitergeführt worden. Dabei lag natur

den einzelenen Ländern kann nicht in Vereinzelung | ^Ms ^

vollzogen werden. 5 u fn ^m e na rb e 11 al er, | Wirtschaftskrise getroffenen Maßnahmen, wobei es Zusammenfassung aller positiven Kräfte zur Ueocr- darum bandeln mußte, ihre Auswirkungen auf Windung der Krise, zur Beseitigung ser Hindernisse für den Fortschritt der Menschheit ist die große

Friedensaufgabe, an der Deutschland milzuwirken entschlossen ist

Schon diese Ansprachen lassen erkennen, daß die diesmaligen traditionellen Neujahrs-Kundgebungen im Reichspräfidentenhaus noch mehr als in irgmb einem früheren Jahre über den Rahmen des Aus­tausches von Höflichkeiten hinausgingen. Beider- Ansprachen gemeinsam war der Leitgedanke, daß es ohne ein größeres Maß von interna­tionaler Zusammenarbeit nicht möglich sein wird, die wirtschaftliche Gesundung der Welt hevbeizuführen, und daß diese Zusammenarbeit allein die feste Gewähr für die innere Ruhe und den äußeren Frieden unter den Völkern bietet. Der Reichspräsident hat den Vertretern des Auslandes von neuem die Versicherung gegeben, daß Deutsch­land entschlossen ist, an dieser großen Friedens- aufgab.e mitzuwirken ; er hat aber auch mit allem Nachdruck betont, daß das deutsche Volk, das von der-Weltkrise besonders schwer getroffen wird, mit steigender Spannung die Betätigung internationa­ler Zusammenarbeit auch von den anderen Völkern erwartet. Es muß daher das große Ziel des neuen Jahres fein, allgemein den Weg zu einer besseren Zusammenarbeit zu bahnen.

sich darum handeln mußte, ihre Auswirkungen auf die Landwirtschaft abzuschwächen und die Umstellung der anderen Berufskreise auf die verän­derten Wirtschaftsverhältnisse zu fördern. Die Reichs-

regierung muhte auf einen

Ausgleich der Spannungen innerhalb des Wirt­schaftslebens

hinarbeiten. Mit besonderem Dank wird es das deutsche Volk anerkennen, daß Sie, hochverehrter Herr Reichspräsident, im vollen Bewußtsein Ihrer hohen Verantwortung sich entschlossen haben, die Not­verordnungen zu erlassen.

Wir hoffen, daß die Auswirkungen dieser Maß­nahmen dazu beitragen werden, nicht nur das Staats­gefüge zu festigen, sondern auch der privaten Wirt­schaft, die unter den Auswirkungen der Weltkrise be­sonders schwer leidet, neuen Auftrieb zu geben.

Der Generalsekretär des Völkerbundes Sir Eric

Drummond und der bekannte Zeitungsverleger Auguston Edwards " " Buenos Aires nach CH

am Donnerstag von . abgereist. Vertreter der argentinischen Regierung und des Diplomatischen Korps wohnten ihrer Abreise bei.

Der nordafrikanische Teil der ge­planten Luftfahrtstrecke Kairo Kapstadt wird für den Verkehr am 5. März eröffnet. An diesem Tage wird das erste Flug­zeug von Kairo nach Mwanza in Tanganjika, dein früheren Deutsch-Oftafxika, fliegen. . Diese Strecke beträgt 4275 Kilometer und wird in vier Tagen beflogen. Der Dienst wird wöchentlich in jeder Richtung ausgeführt. Der Flug von London nach Mwanza verlangt, neun Tage. Auf ber afri­kanischen Strecke wird nachts nicht geflogen. Flug­gäste werden zunächst nicht weiter als bis nach Karthum im Sudan mitgenommen, Postsachen und Pakete werden dagegen auf der ganzen Strecke be­fördert. Der Dienst wird durch Flugboote ausge­führt, die den Nil und die afrikanischen Seen ent­lang fliegen. Im Mai oder Juni hofft man, den vollen Dienst über die Gesamtstrecke Kairo-Kapstadt aufnehmen zu können.

P Mhere, siehe tm oolltischen Teil.' " 1

Movie der Mahnung an das deutsche VolS Empfang der Stekchsvesievung

Um 12.30 Uhr fand der Empfang der Reichs­regierung ebenfalls im Großen Saal des Reichspräsi­dentenhauses statt. In Vertretung des beurlaubten Reichskanzlers begrüßte namens der erschienenen Reichsminister und Staatssekretäre dès Reiches

Vv. ft- c. Ordner

den Herrn Reichspräsidenten mit folgender An-

spräche:

Das vergangenen Jahre brachte uns die schicksals­schwere Beendigung der Haager Verhandlungen mit den Abmachungen über den Neuen, Plan. Wir mußten uns txotz schwerer Bedenken zur Annahme dieser Regelung entschließen, weil sie eine erhebliche Herabsetzung unserer Zahlung mit sich brachte, weil sie die ausländischen Kontrollen über Deutschland be- '' '), weil sie zur Befreiung des führte. Seither hat sich jedoch in der gesamten Weltwirtschaftslatze eine tief gehende Wandlung vollzogen, daß die Reichsregierung vor die ernste Frage gestellt ist, ob das deutsche Volk die in dem Neuen Plan vorgesehenen Lasten zu tragen-vermag. Die Reichs-

festigte, und enbü Rheinlands!

regierung ist sich ihrer Pflicht bewußt, dafür zu sor­gen, daß die sittlichen und sozialen Lebensgrundlagen des deutschen Volkes nicht erschüttert werden.

Ueber die Gegenwart hinaus wird der 1. Juli des Jahres in dauernder Erinnerung blei-

jenen

von ^rndendnrs

erwiderte darauf: Wenn wir nach alter Sitte heute beim Jahreswechsel in Rückblick und Ausschau Rechenschaft ablegen über unser Tun und Wollen, so müssen wir feststellen, daß Not und Sorgen in seltenem Maße das vergangene Jahr erfüllt haben und auch den Aus- bl ick in die deutsche Zukunft trüb verhängen. Von den Wünschen, mit denen wir hier vor einem Jahr diesen Tag begrüßt haben, hat sich nur der eine erfüllt, dem besetzten Gebiet ist die lang er­sehnte Freiheit von fremder Besatzung wieder­gegeben worden. Wir begrüßen die Räu­mung der Lande a m R h e i n als einen Fort­schritt aus dem Wege zum wahren Frieden und hoffen, daß bald auch dem S a a r g e b i e t der von der gesamten Bevölkerung dort sehnlichst her­beigewünschte Tag der Wiedervereinigung mit bent Vaterlande beschièden sei. Wir gedenken heute in besonderer Herzlichkeit der treuen Saar­deutschen, die sich trotz staatlicher Trennung mit uns immer eins fühlen und ungebrochenen Mutes auf den Tag der Rückkehr ins Vaterhaus

ben. Wenn auch das urdeutsche Saargcbiet noch immer auf den Tag der Rückkehr zum Deutschen Reich mit Ungeduld harren muß, so ist auch hier der Abzug- der internationalen Bahnschutztruppen ein Schritt vorwärts auf dem Wege zu seiner endgülti­gen Heimkehr ins Reich. Die berechtigten Klagen und Beschwerden der deutschen Minder­heiten haben in unserer Öffentlichkeit einen star­ken Widerhall gefunden. Die Reichsregierung teilt und würdigt diese Empfindungen und wird

in der Sorge, für das deutsche Volkstum jenseits unserer Grenzen eine ihrer wichtigsten Aufgaben sehen.

Schwer empfindet es das deutsche Volk, daß der Grundsatz der Gleichberechtigung, auf die unser Volk einen selbstverständlichen Anspruch hat, noch nicht ge­währleistet ist. Noch immer ist die feierlich übernom­mene Verpflichtung auf Abrüstung durch die anderen Mächte nicht in die Wirklichkeit umgesetzt, und noch immer muß -sich Deutschland in seiner

warten.

Mit voller Zustimmung entnehme ich aus Ihren Worten, daß die Reichsregierung sich der ernsten Lage bewußt ist, wie sie sich infolge der tiefgreifen­den Aenderung der wirtschaftlichen Verhältnisse feit dèr Zeit entwickelt hat, als wir uns aus den von Ihnen hervorgehobenen Gründen zur Annahme des Neuen Planes entschlossen haben. Auch ich halte es für die vornehmste Aufgabe der Reichs- regierung, sich mit ganzer'Kraft dafür einzusetzen, daß die sittlichen und sozialen Lebensgrundlage des deutschen Volkes nicht erschüttert werden. St Ihnen bin ich fèrner der Ansicht, daß

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die Durchführung der allgemeinen Abrüstung nicht nur ein Gebot internationaler Gerechtig­keit Deutschland gegenüber, sondern auch das

Die heutige Kummes umfavt 12 Sette«