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mneryarck MiM Zett btt meisten Lämm-sr erzeugt und auch großzieht. Das kann aber nur erreicht werden, wenn auf Frühreife und Frucht­barkeit hingearbeitet worden ist Mit 15 bis 16 Monaten fällt hier das erste Lamm. Der Zuchtbetrieb ist somit gegen früher, wo die Schafe mit 21/3 Jahren lammten, um ein ganzes Jahr vorgerückt. Und da weiterhin bei dieser Rasse viel Zwillinge fallen, rechnet man auf 100 Mutterfchafe 140 bis 145 Stimmer, zu­weilen sogar noch mehr. Dazu kommen, daß man heute die Mutterschase innerhalb zweier Jahre dreimal lammen läßt. Auch die Säuge- zett ist auf drei Monate gekürzt, tasolgedessm sind auch die früher so gefürchteten Euterent- Jünbungen seltener geworden. Sind dann weiterhin die Lämmer in kurzer Zeit auf ein Gewicht von 40 bis 45 kg herangewachsen, dann bilden sie eine gesuchte und auch hochbezahlte Schlachtware. Natürlich ist gutes, ausreichendes Futter immer die Grundlage solcher Schafzucht. Daneben kommen Kartoffeln, Rüben, Getreide, Lupinen als billiges Schaffutter in Betracht. Dazu kommt noch das besonders in der Schaf­haltung beliebte Grünfuttergemenge von Bohnen, Erbsen, Hafer auf schwerem Boden und Lupinen, Peluschken und Sommerroggen auf leichtem Boden, das man teils reif werden läßt, teils schon vorher zu Heu macht. Bei unsicherem Heuwetter sind dabei die Kleereuter unent- bèhriich. W.

Ziegendünger. Einen ausgezeichneten Dünger erhält man von den Ziegen. Er ist äußerst stickstoffhaltig und wirkt schnell. Zur Verwen- dung eignet er sich in der Hauptsache für schwere und lehmhaltige Böden. Sein Gehalt

Dünaewerten übertrifft den Kuhmist um Sechsfache, den Pferde- und Schafmist um das Doppelte, den Schweinemist mindestens

an das

um das Dreifache. 3m Jahr werden von einer Ziege durchschnittlich zwölf Zentner Dünger produziert..

Hinkend« Hühner sind immer sorgfältig zu untersuchen und entsprechend zu behanoein. Die Ursache kann ja in vielen Fällen eine gering­fügige sein, es kann aber auch das Hinken auf Lebertuberkulose beruhen. In diesem Falle ist an eine Heilung nicht zu denken. Die Tiere müssen entfernt werden. A ganzen Best muß, abzuschassen. Erst nach Desinfektion sind dann w

im besten ist es, den stand, sofern er als verseucht gelten "-^ch einer sorgfältigen wieder Tiere an-

zuschaffen. Das Hinken kann aber auch andere Ursachen haben, z. B. kann es sich um Gicht und Rheumatismus handeln. 3m allgemeinen dürfte es sich aber kaum lohnen, solche Tiere zu behandeln, das empfiehlt sich nur bei wert­vollen Zuchttieren. (Sinreiben der Beine mit Rheumasan, Ställe mit Torf streuen und warm halten.) Kl.

Ratteuvcrtilgung. Nach einer sorgfältigen Berechnung kostet das Erhaltungsfutter für eine ausgewachsene Ratte etwas über einen Pfennig den Tag. Das macht schon für ein Grundstück mit einem Rattenbestand von nur zehn Tieren rund 45 RM. im Jahre aus. Wieviele Gehöfte beherbergen aber erheblich mehr von diesen schädlichen Nagern. Ganz abgesehen von dem Fraßschaden müssen auch diejenigen Verluste berücksichtigt werden, die durch Verunreinigung und Unbrauchbarmachung von Lebens- oder Futtermitteln entstehen. Ferner sind die gesundheitlichen Schäden in- solge der durch die Ratten herbeigeführten Uebertragung ansteckender Krankheiten, wie Typhus, Weilsche Krankheit, Cholera usw., zu beachten. Der Bekämpfungsmittel gegen Ratten gibt es viele. Zeliopaste, dann die verschiedenen Bakterienpräparate. Ueber alle diese und deren Bezugsquellen gibt am besten die zuständige Landwirtschaftskammer Auskunft, in deren La­boratorien auch sehr wirksame Rattenvertil- gungsmittel hergestellt und zu mäßigen Preisen abgegeben werden. Bei einigen Bekämpfungs­matznahmen hat man beobachtet, daß nach dem Ausilegen der Köder anfcheinend mehr Ratten umheÄanfen als vordem. Es hängt das damit zusammen, daß die Tiere nach Aufnahme des Giftes Atemnot bekommen, demzufolge ihre Baue verlassen und das Freie aufsuchen, wo sie dann verenden. W.

Neues aus §eld und Garten, Treibhaus und Llumenzimmer.

Um das Verhallen der Kartoffeln aus Schorf- festigkeit zu prüfen, sind auf einem stark schors. verseuchten Felde umfangreiche Versuche mit ver- schiedenen Sorten gemacht worden. Dabei wurde folgendes Ergebnis erzielt. Die Sorten Jubel, Kuckuck, Hindenburg, Böhms Erfolg zeigten den geringsten Schorfbefall, andere Sorten waren mehr oder weniger stark vom Schors befallen. Wenn auch solch ein Versuch nur eines einzelnen Jahres kein abschließendes Urteil zuläßt,-- so zeigte er doch immerhin einige Übereinstimmung mit älteren Versuchen, die zu gleichem Zweck angestellt worden waren. Ew.

Wie verhindere ich das Ueberfliegen des Gartenzaunes seitens der Hühner? «Ritt Ab­bildung.) Hierzu wird meistens empfohlen, den

lartensaun mit Vorrichtung, eie das Ueber- fliegen verhindert.

Hühnern die überall erhältlichen Geflügelklammem einzufetzen, die sie daran hindern, die Flügel zu spreizen und zu fliegen. Jetzt zur Winterzeit, wo jeder an die Ausbesserung seines GartenzauneS geht, ist eS eine Kleinigkeit, den Gartenzaun mit einem verzinkten Drahtgeflecht von etwa 15 bis 100 mm weiten Maschen zu versehen, wodurch das Ueberfliegen der Hühner verhindert wird. AuS der nachstehenden Abbildung . geht deutlich her­

vor, tote da? Aufsehen dieser MaschendrahteS zu geschehen hat. Die Höhe der Einfriedigung hat sich nach der Flugfähigkett der vorhandenen Hühnerrasten zu richten. Während für die schweren Raffen eine Höhe von 1,5 m genügt, reichen für Landhühner und andere leichte Rassen 3 m kaum aus. Die Einfriedigung für solche Raffe muß da­her noch mit einem nach innen vorspringenden, schräg nach oben gerichteten Drahtnetz versehen sein. Auch kann man den ganzen Auslauf der Länge nach mit weitmaschigem Drahtgeflecht überspannen. Damit die jungen Kücken nicht durch die Maschen schlüpfen, wird daS Drahtgeflecht 25 bis 30 cm hoch vom Boden durch Bretter­verschlag ersetzt. Das Drahtgeflecht wird an vier­kantigen, 5 bis 16 cm starken Pfosten befestigt, welche 1,5 m voneinander entfernt sind und 0,5 m im Boden stehen. Zu diesen Pfählen eignet sich Akazienholz ganz besonders. Die Pfosten find vor ihrer Verwendung mit Karbolineum gu tränten. Wenn recht billiges Holz zur Verfügung steht, kann man auch die ganz« Einfriedigung von jungen Fichtenstangen machen. ist

Neues aus Haus, Nüche und Keller.

Kürbis-Marmelade. Der Kürbis wird mit wenig Wasser weichgekocht und durchgeschlagen. Auf 500 g Mus nimmt man 250 g Zucker, zwei Gramm Zitronensäure (kristallisierte), zwei Löffel Rum, nach Belieben etwas Ingwer und Zitronenschale und kocht sie dicklich ein. Der Rum ist erst zuzufügen, wenn die Masse vom Feuer genommen wurde. E. 6.

Kalbfleisch mit TomafenbreL Etwa 1000 g Kalbsbrust zerhackt man zwischen den Knochen und Knorpeln, so daß man schöne Stücke erhält, die man salzt und pfeffert. 125 g Butter oder Pflanzenfett läßt man heiß werden und dämpft darin eine große, in feine Scheiben geschnittene Zwiebel und einige {feingeschnittene Schalotten. Dann gibt man die feingewiegte Schale einer Zitrone, einige Eßlöffel saure Sahne und fünf Eßlöffel Tomatenbrei dazu, rührt alles gut, fügt zuletzt das Fleisch bei und dämpft es etwa 25 Minuten. Dann gießt man ein Achtelliter Fleischbrühe oder Fleischextraktbrühe dazu, deckt den Topf fest zu und läßt das Fleisch weich­dämpfen. Die Tunke wird mit etwas in Weiß­wein verrührtem Mehl sämig gemacht. A. in L.

Hammelfleisch-Ragout. Dazu werden die geringeren Teile des Hammels verwendet, wie Hals, Bauch, Rippen. Man befreit das Fleisch von Haut und Knochen und zerschneidet es in 2 cm große viereckige Stücke. In wenig Wasser mit Salz, einer Zwiebel, zwei Lorbeerblättern. Pfefferkörnern, Nelken, Gewürz, sowie einem Kräuterbündelchen kocht man die Fleischstücke weich und nimmt sie aus der Brühe. Diese wird entfettet, durchgegossen und mit einer braunen Mehlschwitze sämig gekocht. Das Fleisch wird in die Tunke gelegt und mit etlichen entkernten Zitronenscheiben, einge­machten Perlzwiebelchen, fein geschnittenen Salz- oder Essiggurken und einigen Löffeln Estragon-Essig gut durchgedünstet. Man richtet das Ragout mit recht schaumigem Kartoffel­brei an. Frau A. in L.

el.

Punschbowl«. Am besten bereitet man sie im Wafferbade. Man tut 375 g Zucker in das zur Bowie VbstMMe MM M SbeWpMr mit einem Liter Aufguß vom Tee. Ist der Zucker geschmolzen, gibt man eine Flasche Rheinwein, den Saft von zwei Zitronen und eine halbe Flasche guten Rum dazu. Nun deckt man das Gefäß zu und läßt den Inhalt siedend heiß werden. Bor dem Servieren zündet man den Punsch mit einem Fidibus an und füllt nach dem Erlöschen der Flamme die Bowle in die Gläser. E. S.

Bienenzucht.

Imkerarbeiten im Monat Dezember.

3n diesem Monat hast du, .lieber Imker­freund, an den Bienen wenig zu tun. Besuche sie öfter, halte die Fluglöcher frei, besonders bei Schneetreiben, und sorge für Ruhe.

Laß dir vom Weihnachtsmann gute Bienen- bücher bescheren, z. B.Den praktischen Bienenmeister" von Hermann Melzer, Ber- lag 3. Neumann, Neudamm, Preis nur 1 RM, oder aus demselben Verlag: Friedrich Krause. Neue Aussichten in der Bienenzucht". Lies in diesen Büchern, schließe dich dem nächsten Imkerverein an und besuche regelmäßig die Sitzungen. Für das Fest versorge Freunde, Nachbaren und Verwandte mit deutschem- guten Honig. Selbstgebackene Honigkuchen aus eigenem Honig munden doch anders als die beste gekaufte Ware. Schm.

Neue Bucher.

Iagdabreitzkalender 1931. Herausgaben von de:Deutschen Jäger-Zeitung". Verlag 3. Neumann, Neudamm. Preis 3 RM.

Der neue Iagdabreißkalender ist, in Text und Bild noch reicher ausgestattet wie seine Vorgänger, wieder erschienen und will seinen Weg bis in das entlegenste Forst- und Jagd- haus antreten. Ein gutes Wort wollen wir ihm mit auf den Weg geben, wenn er dessen auch nicht bedarf, denn auch die neue Ausgabe steht an Bilderschmuck auf der künstlerischen Höhe orgänger und bringt an jagdlicher

an Bilderschmuck auf

der vielen Borgänger ----- . .

Belehrung manches Neue. Mögen sich 8« oen zahlreichen alten Käufern auch diejungeii Jäger gesellen: allen aber soll er ein Wegweiser und ständiger Begleiter durch ein weidmannssrohes Jagd- und Lebensjahr sein. Schwabe.

Stage und Antwort.

Ein Ratgeber für jedermann.

6e»ittgnttgeu für die Beantwortung von ««frage«: Der größte Teil der Fragen muß schriftlich beantwortet werden, da ein Abdruck aller Antworten räumlich unmSglich ist. Derhaw muß jede Anfrage die genaue Adr-sie der Frage steiler« enthalten. Anonyme Frage« werde« grundsätzlich nicht Beantwortet. Außerdem ist jeder Frage ein Ausweis, daß RraaefteUer Bezieher unsere» Blattes ist, sowie als Portoersas der Betrag von 50 Rpf. beizufügen. Für jede weitere Frag« sind gleichfalls je 50 Rpf. mitzusendeu. Anfragen, denen weniger Porto beigefügt wurde, werden zurückgeiegt und er« beantwortet, wenn der aolle Portoersatz ^stât w-^-« rit. 8m Brieflaste» werden nur rein landwirtschaitliche Fragen behandelt: in Rechtsfrage» oder in Angelegenheiten, die NG nicht dem Rahmen uujÈttl Blatte« anpaffen, kann Auskunft nicht erteilt werden. Li, Schrijtleit»«»-

Frage Nr. 1. Eine Kuh schnauft stark durch die Nase. Zeitweise zeigt sie sich auf*

gebläfft unb leckt gerne an allen möglichen Gegenständen. Was ist hiergegen zu tun? A. H.

Antwort: Unter dem von Ihnen ange­gebenen Schnaufen dürfen wir wohl Kurz­atmigkeit verstehen. Diese kann entweder da­durch hervorgerufen werden, daß infolge irgend­einer Anschwellung oder Wucherung die Nasen­gänge verengt sind. Eine Behandlung ist in diesem Falle nur unter Hinzuziehung eines Tierarztes möglich. Die Kurzatmigkeit kann aber auch durch die Aufblähung heroorgerufen fein, da die hierdurch abnormal vergrößerten Magenabteilungen einen Druck auf bas Herr und die Lunge ausüben. Sodann können ab und zu gelind abführende Mittel, wie Glauber­salz oder Karlsbader Salz, verabreicht werden. Das Belecken aller möglichen Gegenstände ist ein Beweis von Mangel an Mineralstoffen im Futter. Vr. Bn.

Frage Nr. 2. Zwei Zuchtsauen haben zum zweiten Male geferkelt. Beim ersten Wurf war alles gesund. Beim zweiten Wurf zeigte eine Sau drei Tage vor dem Ferkeln große Unruhe und hatte anscheinend Schmerzen. Das Ferkeln ging gut vor sich, die Ferkel konnten sich aber nur drei Stunden bewegen, dann bekamen sie einen Anfall und waren wie gelähmt. Bei der zweiten Sau waren die Ferkel gleich nach der Geburt ge­lähmt. Trotzdem haben sie, wenn man sie ans Ge­säuge legte, gern Nahrung zu sich genommen. Die Fütterung besteht aus Weizengrieß und Kar­toffeln. Die Sauen sehen gesund und wohlgenährt aus. Ich habe die Sauen nach siebenwöchentlicher Trächttgkeit gegen Rotlauf schutzimpsen lassen. Liegt hierin wohl die Ursache für die Ferkel- erkrankung begründet? Kann man die Sauen nochmals zur Zucht benutzen? W. Sch. in G.

Antwort: Die bei Ihren Ferkeln beob­achtete Krankheit kann auf die Schutzimpfung gegen Rottauf nicht zurückgeführt werden, da diese Impfung erwiesenermaßen unschädlich ist. Wir möchten in Syrern Falle annehmen, daß Fehler in der Fütterung und Haltung vorliegen. Die Fütterung Ihrer Sauen, bestehend aus Weizen­grieß und Kartoffeln, ist zu arm an Eiweiß und Mineralstoffen. Aus diesem Grunde konnten sich die Ferkel im Mutterleibe nur sehr schwächlich aus­bilden. Wir empfehlen Ihnen zunächst, für tragende Sauen eine kräftigere Fütterung ein- zuführen, und zwar durch Zusatz von etwas Hülsenstuchtschrot und auch kleine Gaben von Fischmehl und Ölkuchen zum Futter. Auch ge­ringe Gaben von Futterkalk sind zu verabreichen. Ferner haben Sie unter allen Umständen darauf Bedacht zu nehmen, daß tragenöe Muttersauen sehr viel freie Bewegung haben müssen. Die Tiere sind am Vormittag und Nachmittag mindestens je dreiviertel Stunde ins Freie zu lassen. Liegt bei Ihnen ein Laufhof nicht vor, so müssen Sie un­bedingt einen einrichten, wenn Sie mit Erfolg Schweinezucht betreiben wollen. Falls Sie die angegebenen Voraussetzungen erfüllen, liegen gegen die weitere Zuchtbenutzung der Sauen keinerlei Bedenken vor. Dr. Bn.

Frage Nr. 3. Meine Hündin leidet schon seit längerer Zeit an heftigem Ohrenjucken. Was

ist dagegen zu machen?

W. R. in N.

Antwort: Reinigen Sie den Gehörgang mit Kamillentee-Abkochung, die Sie vor der An­wendung erst durchseihen und lauwarm werden soffen müssen. Durch Schiefhatten des Kopfes können Sie die Flüssigkeit, nachdem Sie den Ohr­gang zwei Minuten lang durchgeknetet haben, wieder ablaufen lassen. Sollte her Juckreiz dann noch nicht aushören, träufeln Sie ein paar Tropfen Kynositin in das Ohr. Bet.

Frage Nr. 4. Ich habe gehört, daß man durch eine rationelle Fütterungsweise ein be­deutend schnelleres Abwachsen der Karpfen erzielen kann. Ich denke hierbei z. B. an di« Luprnen-FLtterung. Staatliche Versuchsstationen sollen hierüber fortlaufende praktische Versuche durchführen und die Ergebnisse in der Fach­presse veröffentlichen. Geben Sie mir bitte an, welche Zeitung für mich als kleinen Teichwirt in Frage kommt und wiè diese Fütterun'gs- versuche durchgeführt werden? L. S. in R.

Antwort: Die Bayerische teichwirtschaft-

liche Versuchsstation Wielenbach stellt Jahr für

Jahr Fütterungsversuche 1

Schleien sowie Beobacht»: zuwachs ti

an Karpfen und

______ Beobachtungen über den Stück- zuwachs tn Bersuchsteichen an, die fortlaufend in derFischerei-Zeitung", der einzigen Wochen­schrift für die gesamte deutsche Teichwirtschaft und Binnenfischerei, dem amtlichen Organ des Vereins Deutscher Teichwirte und des Deutschen Fischerei-Vereins (Verlag 3. Neumann, Neu­damm, Bez. Ffo., Abonnementspreis monat­lich 1,50 RM) zum Abdruck kommen. Sie können diese Wochenschrift bei Ihrem zu­ständigen Postamt bestellen. Sind Sie Leser derFischerei-Zeitung", so steht Ihnen auch das Recht der kostenlosen Fragebeantwortung in sämt­lichen teichwirtschaftlichen Fragen, gegen Ein- sendung von 50 Rpf. Portoanteil in Briefmarken, §, was für Sie als Teichwirt von besonderem erteil sein dürfte. Wir können Ihnen den Bezug des guten Fachblattes nur empfehlen. A.

Frage Nr. S. An meinem Hause liegt ein Stück Sandboden, welchen ich gerne ver­bessern möchte. Dazu steht mir Lehm zur Per­fügung, der von einer alten Lehmscheune stammt. Ist dieser Lehm geeignet, den Boden zu ver- es friid) gegrabener Lehm sichtige, Bohnen, Salat und H. S. in E.

bessern oder muf sein? Ich beabs ,

Erdbeeren darauf zu pflanzen.

Antwort: Der Bauschutt von alten Lehmbauten war von jeher ein geschätztes Ver. besserungsmittel für leichte Bodenarten. Bohnen, Salat, Erdbeeren dürften gut gedeihen. Meist ist auch etwas Kalk im Bauschutt. Man ver­meide dann ein Pflanzen von Frühkartoffeln, da sie in der Regel schorfig werden. Das Ma­

terial ist durch ein Sieb zu schlagen, damit es sich gleichmäßig ausstreuen läßt. Der Farben­unterschied zwischen altem und frisch gegrabenem Lehm beruht auf Umsetzungen der im Lehm vor. handenen Eisenverbindungen durch die Einwir­kung der Lust. Frisch gegrabener Lehm, be­sonders wenn er aus tieferen Bodenschichten stammt, sollte ersahrungsgemäß wenigstens einen Winter gut durchfrieren. In ihm können Eisenverbindungen Vorkommen, welche auf die Pflanzen giftig wirken. Durch längeres Liegen an der Luft und Durchfrieren wird folcher Lehm entgiftet. Die anfänglich dunklere, mehr

ihm können ikbe auf die

-kaugelbe Farbe wird heller und geht ins gelblich rötliche über. Das gilt als Anzeichen der erwünschten Gesundung. Dr. E.

Auf meinem 32 Morgen n Acker pflanze ich ab-

Frage Nr. 6. Auf meinem 32 Morgen großen, etwas sandigen Acker pflanze ich ab­wechselnd Kartoffeln und Gemüse schon viele Jahre hindurch. In den letzten drei bis vier Jahren hat sich das Unkraut eingewuchert, siche beiliegende Pflänzchen als Muster, bei uns Heffen- kraut^und das andere Flechtengras genannt. Hessenkraut habe ich durch Jäten bekämpft, aber immer erscheint es in Maßen wieder, das Flechtengras aber ist nicht durch Jäten auszurotten; denn wenn es klein ist, kann man es nicht fasten

as

und wenn es größer wird, läßt es den Samen fallen und kommt dann in Unmenge wieder. Zur Bekämpfung dieses ganz miserablen Unkrautes hatte ich die Hälfte des Ackers im April dieses Jahres mit Lupinen bestellt. Aber dieses Gras kam auch trotz der Lupinen, und als ich die Lupinen an­fangs August zur Zeit der Blüte unterpflügen ließ, war das Gras so groß wie die Lupinen. Sofort nach dem Pflügen säte ich Inkarnatklee darauf; der Klee ging sehr gleichmäßig und schön auf, aber jetzt nach fünf Wochen kommt das Flechten­gras und auch das Hesfènkraut und überwuchert den Klee. Was muß ich tun, um meinen Acker von diesem äußerst unliebsamen Unkraut zu befreien? 3. K in G.

Antwort: Die beiden eingeschickten Un­kräuter gehören zweifellos zu den hartnäckigsten, die wir besitzen. Das Heffenkraut ist sonst unter dem NamenFranzosenkraut" bekannt und ge­fürchtet. Das Flechtengras wird auchHunds­zahn" genannt. Es gehört, wie die wilde Hirse, zu den späten Gräsern, die meist im August an­fangen stärker hervorzutreten. Außer Hacken und Jäten sind bis heute leider keine anderen Be- kämpfungsmaßnahmen bekanntgeworden. Die Samen des Franzosenkrautes werden überdies stets erneut von weiterher durch den Wind zu­getragen, und die des Hundszahnes können längere Zeit im Boden ruhen, um dann plötzlich aus­zukeimen und emporzuwachsen. Dr. E.

Frage Nr. 7. Meine Kirschendaume haben seit einigen Jahren die Monilia- Krankheit. Spritzen mit Karbolineum und Aus­lichten hat die Krankheit nicht zu beseitigen ver­mocht. In diesem Jahre sehe ich an den Früchten, daß einige Aepfel- und Birnbäume ebenfalls an Monilia erkrankt sind. Ich muß daher meine Absicht, Obstbäume aus meinem Pachtgarten in einem neu von mir aufgekauften Gelände anzupflanzen, aufgeben, um nicht diese Krankheit ebenfalls nach meinem neuen Garten zu übertragen. Ich m ödste nun wissen, ob diese Gefahr der Uebertragung auch besteht, wenn ich Himbeer-, Etachelbe'er- und Johannisbeer­sträucher aus meinem alten Garten, in dem die Monilia herrscht, mitnehme in den neuen Garten. Ist die Gefahr ganz ausgeschlossen bei Rosen und Ziersträuchern und Stauden? Ist die Mitnahme von Dung und Kompost ge­fährlich? L. T. in S.

Antwort: Der Moniliapttz wird meist durch Wind und Insekten verbreitet. Wir, würden Ihnen aber trotzdem raten, die Ober­teile der genannten Beerensträucher und Stauden nach dem Rückschnitt vor dem Trans-

Äbschüttelung der Erde in diese Flüssigkeit zu tauchen. Von der Mitnahme der Komposterde z I und des Düngers würden wir Ihnen abraten. J Wollen Sie jedoch die immerhin wertvoll« * Komposterde mitnehmen, so ist 1 ebm Erde mit 500 g trockenem Uspulun sehr gleichmäßig zu durchmischen. So behandelt, können Sie Pflanzen und Erde, ohne eine Ansteckung zu be­fürchten, nach dem neu anzulegenden Garten bringen. Siedelt sich der Monist apilz später trotzdem ein, so ist dieser durch Wind, Infekte» oder mittels der Schere übertragen. Rz.

Frage Nr. 8. Die Blätter des Pfeifen­strauches meiner Gartenlaube wurden im vorigen Jahr schon Mitte August rostbraun- und dieses Jahr tritt Fieser Uebelstand noch viel mehr auf. Ich fuge ein solches Blatt zur Ansicht bei. Was kann man gegen diese DIattkrankheit anwenden, damit sie sich nächstes Jahr nicht wieder zeiP? Falls der Pfeifen- strauch beseitigt und eine andere Bepsst .ng nötig fein sollte, was können Sie in. als Ersatz empfehlen? R. H. in S.

Antwort: Aw dem «mgesandten Blatt war eine parasitäre Erkrankung nicht fest­zustellen. Die Ursache der Krankheit liegt wahrscheinlich tm Boden. Wir würden Ihnen empfehlen, eine andere Bepflanzung vorzu­nehmen. Sehr geeignet und stark wachsend sind folgende Schlingpflanzen: der wilde Wein (Ampalopsis quinquefolia), der wohlriechend« Wein (Vitis oderatissima), die Waldrebe (Cle­matis vitalba oder Clematis paniculata) und der schlingende Knöterich (Polygonum Aubertii). Vor der Pflanzung ist der Boden 50 bis 60 cm tief umzu arbeiten, wobei etwas S?aW und Komposterde einzubringen ist. J^.

Frage Nr. 9. Vor zwei Jahren habe ich Fußboden legen lassen. Die Bretter hatte ich schon fünf Jahre auf dem Boden liegen, aber nicht die Balken. Nun bohren sich plötzlich Käfer durch, große und kleine, un­gefähr zehn sind schon herausgekommen, und verursachen jedesmal scharfe, runde Löchev. Was mag dies für ein Käfer fein? Ist der­selbe unschädlich, wenn er sich durchgebohrt yat, oder kann er noch mehr Schaden an­richten? Wie kann man ihn vernichten? Einige Käfer folgen zur Untersuchung anbei. H. W. in V.

Antwort: Die eingesandten Tiere sind keine Käser, sondern Wespen, und zwar handelt es sich um die große Fichtenholzwespe (Sirex gigas). Die zur Dielung verwendeten Balken sind wahrscheinlich auf dem Holzlager vpn der Wespe, deren Larven sich vorzugsweise i» Fichten- und Tannenholz entwickeln, mit Eiern belegt worden. Von Juli bis Sep­tember bohren sich die fertig entwickelten Wespen ins Freie. Nach erfolgter Begattung legt das Weibchen mit Hilfe feines sieget* bohrers feine Eier wieder in Stämme, Balken usw. Es bleibt Ihnen deshalb nichts übrig, als jeden Tag die neu schlüpfenden Wespen, die sehr leicht im Zimmer zu fangen sind, aup zusuchen und zu töten, damtt eine Eiablage in Dielen und deraleichen vermieden wird. Dr. S. .