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8. Dezember
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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Äezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplatzvorschrist u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. / Geschäftsstelle: Hammerstr.9 / Fernspr. 3956, 3957,3958
1930
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Wie die „Schlesische Volksztg." meldet, starb heute früh 4 Uhr im 78. Lebensjahr 6er Abg. Geheimrat Dr. Porsch. Der Verstorbene war seit 50 Jahren im parlamentarischen Leben Sund war lange Jahre Führer der preußischen rumsfraktion.
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Nach Schluß der Beweisaufnahme im Jürgens-Prozeß gaben die Sachverständigen ihr Gutachten ab Nach einer kurzen Pause begann der Verteidiger mit dem Plädoyer. Er behauptete, daß alle Anschuldigungen von feiten der Zeugen erfunden seien. Der Staatsanwalt beantragte Freisprechung, aber nicht wegen erwiesener Unschuld, sondern wegen Mangels an Beweisen.
* Am Sonntag abend kam es am Nollendors- sichere Ihnen, daß ich und meine Kollegen im Kabi- den Film „Im Westen nichts Neues".
Oesterreichs Bundeskanzler Dr. Enders hat an den Reichskanzler folgendes Telegramm gerichtet: „Einem Herzenswunsch entsprechend, begrüße ich Sie, Herr Reichskanzler, im Augenblick der Uebernahme der Reichsgeschäfte aufs wärmste und versichere Ihnen, naß ich und meine Kollegen im Kabinett vom ernsten Willen beseelt sind, das brüderliche Verhältnis zwischen den beiden deutschen Schwesterrepubliken weiter zu vertiefen und noch inniger zu gestalten.
Das Oberste Gericht der Sowjetunion hat nach 36ftünbiger Verhandlung die Angeklagten Ramsin, Larischew, Kali nikow, Tfchar- nowski und Fedotow zum Todx durch Erschießen verurteilt. Die übrigen Angeklagten, Stschkin, Sitnin und Kuprijanow, wurden zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig. Die Begründung des Urteils wird später
Louis Barthou hat sich kurz vor Mitternacht ins Elysee begeben, um dem Präsidenten der Republik mitzuteilen, daß er auf: die Ka b ' n etts - iffe. Nach fast Bistum Uäsidenten Doumergue
bilüung verzichten müsse. Nach fast ^stündiger Unterredung mit dem Präsidenten Doumergue ist"Barthou wieder zum Quai d'Orsay zurückgekehi um den dort noch immer versammelten Politikern über seine Besprechung mit dem Präsidenten der Republik zu berichten.
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Wis Havas aus Schanghai berichtet, ist chinssi- schen Meldungen zufolge, die jedoch noch keine Bestätigung gefunden haben, ein zwischen Hankau und' Tschangtscha verkehrender Dampfer am 2. Dezember bei Sinti gesunken. 300 Personen sollen ertrunken sein.
* In Paris wurde ein e h e m a l i g e r I n n e n= minister Georgiens auf offener Straße erschossen. Es soll sich um ein politisches Attentat handeln.
In Rom hat der erste B otschaftsrat üer Botschaft des Rätebundes Selbstmord verübt. Die Beweggründe sind bisher unbekannt. *
Bei den Ausgrabungen in Pompeji ist in einem noch zur Hälfte verschütteten Hause in der Abüon- danzastraße, das anscheinend von einem sehr reichen Patrizier bewohnt war, ein wertvoller Fund von Gefäßen, Schmucksachen und Münzen gemacht worden.
Das berüchtigte Mitglied der Chikagi Welt, Quintat. erschien am Samstc
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weit, Quintat, erschien am Samstag in der Staatsbank, zog einen Revolver und zwang mit vorgehaltener Waffe 25 Personen, Beamte und Kunden, in die Kellerräume hinunterzusteigen. Er raffte sodann 40—50 000 Dollar zusammen und verließ unangefochten das Gebäude der Staatsbank.
Aus Moskau wird gemeldet: Wegen angeblicher Sabotage bei Verteilung von Lebensmitteln wurden auf Grund eines vor kurzem gefällten Urteils der frühere Leiter der Leningrader Cooperative, M a z a n o w, und sein Assistent Kitsch- kin erschossen.
Ruschdi Bej sprach in Sofia dem Vertreter der Agenzia Stefani gegenüber nochmals lobend über seinen Empfang in Rom aus. Die türkische Politik die mit der bulgarischen und der griechischen im engsten Einvernehmen stehe, orientiere sich immer mehr na ch Mos* kau und Rom hin wo Mussolinis große Figur das Leben Europas überrage.
Die Siemens-Bauunion erhielt ölte Bearbeitung des Plans der Errichtung eines großen Wasserstaubeckens für anderthalb Milliarden Liter an dem Flüßchen Istra zur Regelung der Moskauer Leitungswasserversor- F u n g. Cs handelt sich um ein Millionenproiekt, bas 1931 in Angriff genommen wird.
•) Näheres siehe im politischen Teil.
Die Nsiveeoednunsen bleiben in straft
AM LNSAvauensanivSse gegen das âabineâL abselehni
Wie am Samstag abend durch Aushangbekanntgegeben, wurden im Reichstag die Anträge auf Aufhebung der Notverordnung vom 1. Dezember mit 292 gegen 254 Stimmen und die Mißtrauensanträge gegen die Reichsregierung mit 291 gegen 255 Stimmen abgelehnl. Auch der Antrag auf Aufhebung der alten Notverordnung vom Juli wurde mit 307 gegen 235 Stimmen abgelehut. Ein Antrag des Zentrums, den nationalsozialistischen „Verlrauensanlrag" für unzulässig zu erklären, wurde mit 298 gegen 233 Stimmen bei 22 Enthaltungen angenommen.
Nach scharfen parlamentarischen Kämpfen hat am Samstag abend das Kabinett Brüning mit einer Mehrheit von rund 40 Stimmen den Sieg davongetragen. Fast alle Fraktionen und Gruppen haben die ihnen zustehende Redezeit voll ausge- nutzk, so daß erst in der siebenten Abendstunde am Samstag die entscheidende namentliche Abstimmung über die Dezember-Notverordnung vorgenommen werden konnte.
Nach der endgültigen Zählung der Abstimmung im Reichstag über die Anträge auf Aufhebung der Notverordnung vom 1. Dezember 1930 haben 254 Stimmen für die Aufhebung, 292 dagegen gelautet. Die Mehrheit betrug also 38. Für die Aufhebung der Verordnung haben gestimmt die Nationalsozialisten. die Kommunisten, die Deutschnationalen, die Wirkschafkspartei mit Ausnahme des Abg. Siller der gegen die Aufhebung gestimmt i4e Ladnvolkspartei. Gegen die Auf-
(Württemberg), hat, die Deutsch, Hebung der Notverordnung haben gestimmt die Sozialdemokraten, das Zentrum, die Deutsche Volksparlei, der Ehristlich-Soziale Volksdienst und die Konservative Volksparlei. mit Ausnahme des
Pfleger, der für die Aufhebung gestimmt hak, die Deutsche Staatsparkei einschließlich des neu eingc- tretenen Abg. Hillebrand, die Deutsche Bauern-, Partei, die volksnationale Reichsvereinigung und endlich der parteilose Aög. Moenkè.
Für die Regierung gab es noch eine gefährliche Klippe. Wenn auch nach dem Ergebnis der ersten Abstimmung mit einer Ablehnung der Mißtrauensanträge zu rechnen war, so schien es doch sehr zweifelhaft, ob ein Verlrauensanlrag für die Regie- rung angesichts der Gegnerschaft der Sozialdemokratie gegen bestimmte Minister die nötige Mehrheit finden würde. Die Regierungsparteien halten aus diesem Grunde auch keinen Verlrauensanlrag eingebrachk, aber die Nationalsozialisten hatten ein solches Vertrauensvotum beantragt, obwohl sie selbst natürlich nicht die Absicht halten, dafür zu stimmen. Die Geschäfksordnungskommission hatte sich schon mit der Frage beschäftigt, ob solche nicht ernstgemeinten Anträge zulässig seien, sie ist aber noch nicht zu einer endgültigen Entscheidung gekommen. Nun beantragte der dem Zentrum angehörende Vizepräsident Esser einen Beschluß des Hauses darüber, und gegen den lebhaften Widerspruch der Deutsch- nationalen und Nationalsozialisten wurde in namentlicher Abstimmung mit 298 gegen 233 Stimmen bei Stimmenthaltung der Wirlschaftsparlei beschlossen, daß Anträge, für die die Antragsteller selbst nicht stimmen wollen, nicht zur Abstimmung zu bringen sind. Damit war auch diese Klippe um-
Gchachi über die GioBuns des Neuen Wans
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München, 7. Dez. Der Wirkschaftsbeirat der Bayrischen Volksparlei. der in diesen Tagen zehn Jahre besteht, veranstaltete heule hier ein- große öffentliche Kundgebung, der zahlreiche Minister und führende Politiker, die Vertreter des Reichs- Preußens, der hohen Reichsbehörden und auch der süddeutschen und rheinischen Zentrumsorganisalionen sowie der österreichischen Ehristlichsozialen beiwohnten. Aas Hauptredner halte man den Reichsbankpräsidenten a. D. Dr. Schacht gewonnen, der über schwebende wirtschaftliche und finanzielle Fragen sprach.
Er leitete seine Auss wohl nicht in den Verdau
einer dann
Führungen damit ein, daß er ... .... ...)acht kommen werde, sich bei der Bayrischen Volkspartei „anschuitern" zu wollen, wenn er nach langer Pause wieder einmal vor politischen Partei spreche. Dabei machte er ______ der Bayrischen Volkspartei das Kompliment, daß sie, die man so gern als partikularistisch bezeichne, seines Erachtens doch me das Ganze und Große aus den Augen verliere. Späterhin, bei der Besprechung der Kassenlage des Reichs, wies Schacht darauf hin, daß jedes Wort, das er im vorigen Jahr in bezug auf dieses Gebiet gesagt habe, eingetroffen, fei, und endlich nahm er für sich in Anspruch, sozusagen
als Erster die Amerikaner darüber unterrichtet zu haben, daß das deutsche Volk heute rund das
schifft, denn über den verlrauensanlrag der Nationalsozialisten brauchte nunmehr nicht mehr abgeftimmt zu werden. Die Mißtrauensanträge der Wirtschaftspartei, der Deutschnationalen und der Kommunisten wurden in gemeinsamer namentlicher Abstimmung mit 291 gegen 255 Stimmen bei einer Stimmenthaltung des Abgeordneten Dr. Pfleger (Bayerische Volksparlei) abgelehnl. Für die Miß- lrauensanlräge haben gestimmt. die Nationalsozialisten, die Deutschnationalen, die Kommunisten, die Wirtschaftsparkei und die Deutsche Landvolkpartei. Gegen die Mißtrauensanträge die Sozialdemokraten, das Zentrum, die Deutsche Volksparkei, der Christlich-nationale Volksdienst und die konservative Volksparkei (mit Ausnahme des Abg. Teutsch und der Deutsch-Hannoveraner Freiherr von Hammerstein, Meyer-Hannover und Nolte, die für die Miß- trauensankräge gestimmt haben), die Bayerische Volkspartei, die Deutsche Skaalsparlei, die Deutsche Bauernpartei, die Volksnationale Reichsvereinigung und der parteilose Abgeordnete Mönke.
Schließlich wurde noch der kommunistische Antrag auf Aufhebung der Iuli-Nolverordnung mit
nung stimmte auch die Landvolkpartei mit Rücksicht auf die Ofthilfe, die in der Julioerordnung enthalten ist.
Gefehlt haben von den Sozialdemokraten 9 Abgeordnete, von den Nationalsozialisten einer, von den Kommunisten 6, von der Deutschen Solfspartei 2, von der Wirtschaftspakte! 4, von der Deutschen Landvolkpartei 6, von der Bayerischen Volkspartei 2, von allen übrigen Parteien kein
Auf die Aussprache am Samstag noch einzugehen, erübrigt sich, da sie Neues nicht gebracht hat. Die Aussprache zerflatterte noch mehr als an dem vorausgegangenen Tage, wie denn überhaupt von einem einheitlichen Zug diesmal fast nichts zu spüren war. Die Leidenschaften, entzündeten sich noch einmal vorübergehend an der Polenfrage, über die sich der Reichsaußenminister Dr. Curtius am Tage vorher recht kräftig mit den Deutschnati^alen und den Nationalsozialisten auseinandergesetzt hatte. Rechte und Linke gerieten fast ins Handgemenge. Dann flaute das Interesse an der Aussprache wieder ab und wuchs erst wieder" zur Spannung, als die Abstimmungen begannen. Die Abstimmungsergebnisse wurden von der Opposition mit Pfuirufen ausgenommen.
Um 19.45 Uhr vertagt sich das Haus auf Dienstag, 15 Uhr Auf der Tagesordnung steht neben den Abstimmungen das Pensionskürzungsgesetz und kleinere Vorlagen.
Vierfache an öffentlichen Lasten zu tragen habe als selbst in den Jahren höchster wirtschaftlicher Blüte vor dem Krieg. Als er darüber in den Staaten gesprochen habe, habe man ihn fiefragt, warum man das den Amerikanern erst age und es nicht schon vor sieben Jahren getan habe.
den letzten Betz der Haushalt
Sachlich betonte Schacht, wenn in den letzten Beratungen festgelegt worden sei, daß der Haushalt des Reichs in den nächsten drei Jahren nicht erhöht werden solle, so bedeute das vielleicht eine Lebensfristung, aber keine Gewähr für einen Aufstieg. Ein Aufstieg werde nur möglich sein, wenn man den Haushalt entschieden herabsetze.
Auf finanziellem Gebiet sei wohl als Entschei. (Fortsetzung auf Seite 2)
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Der Ausgang der dreitägigen, diesmal so friedlichen „Reichstagsschlacht" hat niemanden überrascht. Man kannte schon seit einigen Tagen die Stellung der Parteien ganz genau und brauchte nur die Zahl der Abgeordneten auf der einen und der anderen Seite zusammenzuzählen, um zu wissen, daß die Regierung ihres Erfolges, sicher fein konnte. Soweit dis Mißtrauensanträge in Betracht kamen, zogen Pessimisten diese Rechnung allerdings in Zweifel, und zwar mit der Begründung, bei dieser mehr persönlichen Angelegenheit sei noch mit Absplitterungen zu rechnen. Aber im Ernste glaubte niemand an einen unglücklichen Ausgang für das Kabinett. Die Streitfrage war nur, ob die Mehrheit für die Aufrechterhaltung der Notverordnung und gegen die Mißtrauensanträge die Ziffer 20 erheblich übersteigen werde. Es mag für diese eine Ueberraschung gewesen sein, daß die Mehrheit über die Ziffer 20 in der Tat nicht unwesentlich hinausging.
Die Abstimmungen haben die Lage, in der sich das Kabinett zurzeit befindet, vollkommen geklärt. Landvolk und Wirtschaftspartei sind endgültig zur Oppositionsseite übergeschwenkt. Denn daß das Landvolk seine Stimme für die Aufrechterhaltung dèr ersten Notverordnung (vom Juli d. JZ^bgab, kann an seiner gegenwärtigen Oppofttion's- stellung nichts ändern. Es sind also zwei Parteien, die man ursprünglich zur Regrerungs- front rechnen konnte, dem Kabinett Brüning verloren gegangen. Die Kluft nach rechts hat sich etwas erweitert, wofür das rem taktische Mitläufertum der Sozialdemokratie LiM ^'Wifr Mier.dies, den gestrigen Abstimmungsvorgängen vollkommen klar, daß die parlamentarische Mehrheit sich nur in dem Bestreben einig ist, die Notverordnungen vor dem Fall und das Kabinett vor dem Sturz, im weiteren Verlauf dann auch den Reichstag vor der Auflösung zu bewahren. Der Streit über die Zulässigkeit des nationalsozialistischen „Vertrauensantrages" war unter diesen Umständen pon wesentlicher praktischer Bedeutung. Nähme die Mehrheit eine positive Vertrauensstellung zu dem Kabinett Brüning ein, so wäre die Streitfrage akademischer Natur gewesen und man hätte es im Reichstag nicht nötig gehabt, sich darüber die Köpfe zu erhitzen. Aber auch die Ablehnung der Miß- trauensanträge ist ein positiver Abschluß. Sie gibt dem Reichskanzler nach der Sicherung der beiden Notverordnungen die Möglichkeit, die Sanierung der Finanzen und der Wirtschaft ernsthaft in Angriff zu nehmen. Mehr war fürs erste nicht zu erreichen.
Wen auch so in wirtschaftlicher Beziehung
zunächst die Möglichkeit einer ruhigen Entwicklung geschaffen worden ist, so sind die politischen Schwierigkeiten des Kabinetts noch keineswegs aus dem Wege geräumt. Der nächste Gefahrenpunkt für das Kabinett besteht in der außenpolitischen Debatte
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binett besteht
über die verschiedenen zu der Abrüstungs- frage und den Vorgängen in Obsrschlesien eingebrachten Anträgen und Entschließungen. In der Samstag-Sitzung des Aeltestenrates ist es nicht gelungen, unter den Parteien eine Einigung darüber herbeizuführen, ob die außenpolitische Debatte in dieser Woche stattfinden oder bis in den Februar nächsten Jahres verschoben werden soll. Von einer Reihe von Parteien ist gegen die von der Regierung gewünschte Verschiebung der außenpolitischen Debatte sehr energisch Widerspruch erhoben worden, da es sich um eine Ausschaltung des Reichstages in außenpolitischer Beziehung handeln würde. Die Entscheidung über den Termin der außenpolitischen Debatte wird daher im Plenum des Reichstages fallen. Voraussichtlich wird morgen darüber abgestimmt werden, ob am Mittwoch die außenpolitischen Anträge auf die Tagesordnung gesetzt werden.
Die Situation ist für die Reichsregierung insofern bei einer außenpolitischen Debatte sehr kritisch, als sicher gegen den Reichsaußen- • minister Dr. Curtius Mißtrauensanträge eingebracht werden. Die Parteien, die am Samstag die Mißtrauensanträge ge-
Die heutige Aummev umfaßt 12 Seite»