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GeMVal-ÄWKZgsr Ws

grfdjeint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / ÄezugSpreiS: Für den halben Monat RM. 1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer W, Freitag iS, Samstag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Äreite 8 R-Psg., im ReNameteil von 68 mm breite 25 R-Pfg. / Offertengebühr 50 R-Psg.

«e. 223

Montag de«

Panait Stadt und Land

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Lezieher seinen Anspruch aüf Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Äezugspreises. / Fürplatzvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet./Geschäftsstelle: Hammerstr.S / Fernspr. 3956,3957,3958

24. Kovembsv

1936

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* Die gestrigen Wahlen zum polnischen Senat und schlesischen Sejm standen un­ter noch stärkerem Terror als die Wahlen am ver­gangenen Sonntag. Auf Angehörige der deutschen Minderheit wurden regelrechte Jagden veranstaltet. Entsprechend ist auch die Wahl ausgefallen. Die deutsche Wahlliste hat einen Verlust von 8 Man­daten. *

* Aus dem ganzen Lande liegen Meldungen vor von schweren B e s chä d i g u n g e n, die der Sturm und das Hochwasser in der Nacht vom Samstag auf Sonntag angerichtet haben.

Wie wir hören, wird das Reichskabinett heute zu einer Sitzung zusammentreten, in der in erster Linie die Frage der parlamentarischen Verabschiedung des Finanzprogramms besprochen werden wird. Möglicherweise dürfte die Beratung dann aber auch auf die Frage ausgedehnt werden, ob sich im Rahmen der allgemeinen Preissenkungs­aktion auch eine Tarifsenkunader Reichs­bahn ermöglichen lassen könnte. Dem Vernehmen noch soll der preußische Handelsminister Schreiber, der bekanntlich dem Preissenkungsausschuß des Reichskabinetts angehört, an die Reichsbahngesell- schaft ein Schreiben gerichtet haben, das die F der Tarifsenbung zum Gegenstand hat.

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Unter Vorsitz des früheren Reichstagswbgeord- neten Weiß fand gestern in Nürnberg der Lan­desparteitag der Deutschen Demokra­tischen Partei Bayernsstatt. Die stark besuchte Tagung beschloß nach eingehender Aus­sprache mit allen gegen fünf Stimmen den Ueber- tritt der Bayerischen Demokraten zur Staatspartei. Ferner wurde mit 70 gegen zehn Stimmen be­schlossen, den NomenDeutsche Staats- p a r t e i i n Baye r n" ohne jeglichen Zusatz an-

i Am Samtstag begann vor dem Staatsaerichts- 6of für das Deutsche Reich die Verhandlung n,n der Staats kla gesache des Deut­schen Reiches gegen die Länder Ba­den, Bayern, Sachsen und W ü r t e m b e r g wegen Benennung von Mitgliedern zum Verwal­tungsrat der Deutschen Reichsbähngesellschaft. Das Urteil wird voraussichtlich am Dienstag verkündet.

*

Die. 7. Bundestagung des Deutschen Beamtenwirtschaftsbundes hat ein­stimmig beschlossen, zum 1. Vorsitzenden des Bun­des den Reichsminister a. 3. Koch-Weser zu wäh­len. Koch-Weser hat die Wahl angenommen. Die bisherigen gleichberechtigten Vorsitzenden Engel­bart und Roth bleiben als Bundesdirektoren auf ihren Posten.

Trotz der äußerlichen Ruhe in Madrid sind brdi Regimenter, die bisher in Burgos, Segovia und La Granja stationiert waren, nach Madrid gebracht worden. In Barcelona ist die Streik­bewegung weiter abgeflaut. Aus anderen Städten werden jedoch Anzeichen von neuen Streits ge­meldet. Die Gouverneure der Provinzen haben

von neuen Streiks ge-

Neuev potnißcher Wahl-Terror

Dev Ursiesi des VvMdente« Sawndev kvnchtlvs - Mshev sechs Tote

Breslau. 24. Nov. Der zweite Wahlsonnkag in Polnisch-Oberschlesien ist wie vorauszusehen war, noch erheblich stürmischer als der vorhergegangene verlaufen. Wenn auch Nachrichten aus den Landorlen nur spärlich bis nach Kattowitz gelangen, können doch die bis jetzt bekanntgewordenen neuen terroristischen Ueberfälle diese Fest­stellung voll rechtfertigen.

Der Präsident der Gemischten Kommission, Bundesrat Calonder, hat sich am Sams­tag nachmittag unter dem frischen Eindruck feiner persönlichen Untersuchung der Vorgänge in Hohem birken zu dem Wojewoden begeben und ernst­hafte Vorstellungen erhoben. Dr. Grazinsky versicherte ihm, daß die Polizei Instruk­tionen erhalten habe, Haussuchungen bei der deut­schen Minderheit zu verhindern. Die vom Präsi­denten besonders hervorgehobenen Terrorakte der letzten Tage hätten sich keineswegs gegen die deutsche Minderheit, Zandern nur gegen eine be­stimmte politische Parteigruppe gerichtet. Diese politische Partei ist nun aber die deutsche Wahl­gemeinschaft, das heißt die zum Zweck der parla­mentarischen Vertretung geschaffene Organisation

einen außerordentlichen Stimmenverlust zur Folge, da die Zahl der falschen Stimmscheine bedeutend ist.

An Wahlübergriffen find wiederum eine ganze

[t.

und Repräsentantin des übergroßen

der deutschen Minderheit, londer dürfte sich kaum mit

Präsident

Teils Ca-

londer dürfte sich kaum mit e ner solchen, lediglich auf theoretischer Begriffsunterscheidung aufgebau­ten Erklärung begnügen, umso weniger, als die kurz nach seinem Besuch in der Wojewodschaft be­gangenen neuen Demonstrationen und Ueberfälle sie widerlegten.

In Kattowitz veranstalteten die Aufständischen einen Amzug, bei dem unter anderem eine hölzerne Puppe in preußischer Uniform mitgeführt wurde

unter allgemeiner Begeisterung verbrannt. In der Nacht wurden mehrere Uèbcrfälle auf Minderheits­angehörige verübt. Nur einige Fälle seien heraus­gegriffen: In Eintrachtshütte drangen Aufständische in die Wohnung des ehemaligen deutschen Abgeord­neten Schoppa ein und mißhandelten ihn und seine Tochter. In Scharer wurden in zwanzig deutschen Wohnungen sämtliche Fensterscheiben eingeschlagen. In Bismarckhütte hielten die Aufständischen die Nacht über die Straßen unter Feuer. In Tornow wurde der Rest des bereits in der vorigen Woche gesprengten Denknials des oberschlesischen Jndu- strieführers Graf Reden in die Luft gesprengt. In Königshütte wurden die noch vorhandenen deutschen Aufschriften mit Teer verschmiert.

Ms deeriMsrr ÄsviVauens- leute mit ânüvveln beaBbLiist

Anweisung erhalten, mit den strengsten Mitteln gegen die Streikenden vorzugehen.

*

Unter der Bedingung, daß die Mehrheit der Mächte das gleiche tut, geben, wie aus Washington gemeldet wird, die Vereinigten Staaten ihre Zu­stimmung zu der britischen Anregung, daß bei amt­lichen Besuchen aus dem Ausland auf die bisher übliche Niederlegung ein es Kranzes am Grab des unbekannten Sol- baten verzichtet wird.

*

Ueber 100 Millionen Dollars sollen alljährlich von anerkannten Geschäfts­unternehmen an die Unterwelt und andere Erpresser Newyorks gezahlt werden. Diese Feststellung hat der Staatsanwalt Braine auf Grund seiner Untersuchungen des Ver­brechertums in Newyork gemacht Diese Summe soll aber noch nicht die Beträge einschließen, die von privater Seite geleistet werden.

Das Schwurgericht in Straßburg verurteilte den Deutschen Fülle und dessen Geliebte Leonie Scheibl nach zweitägiger Ver­handlung z u m Tode. Die beiden hatten vor einiger Zeit einen Taxameterchauffeur ermordet, um ihn zu berauben. Die Geschworenen unterzeichneten sofort nach der Verkündigung des Todesurteils ein Gnadengesuch, *

Aus Rom wird gemeldet: Der Präsident des Landesverbandes der Hausbesitzer hat dem Kor­porationenminister mitgeteilt, er habe den Haus­besitzern Weisung gegeben, die Mieten für Wohnungen und Geschäftslokale in ganz Italien um 10 Prozent herab- zusetz en. Ferner wird eine Ermäßigung des Brot-, Mehl- und Teigwarenpreises um rund 10 Prozent angekündigt.

) Näberes siehe im politischen Teil.

Kattowitz, 23. Nov. Gegen 23 Uhr liegen noch keine Wahlergebnisse vor, die einen ausreichenden Ueberblick über die Wahlen zum Senat und zum - ' ~" '« Seim gestatten. Aus den vorhandenen , aus Kattowitz und Königshütte ist zu

Ergebnsisen '"aus Kattowitz und Königshütte ist z entnehmen, daß sich die Ver chiedenheit der Wa^

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Die äußerst zahlreichen Verwechslungen haben

Menge fesizusiellen. Zahlreiche deutsche Vertrauens­leute wurden wegen Kleinigkeiten aus den Wahl­lokalen entfernt. In Wilczek drangen heute in den ersten Nachmittagsstunden acht bis zehn uni­formierte Aufständische in sämtliche Wahllokale ein, um die deutschen Vertrauensleute zu entfernen. Wer das Wahllokal nicht freiwillig verlassen wollte, wurde mit Knüppeln und Stöcken bearbeitet. Die Polizisten standen dabei, ohne dagegen einzuschrei­ten. Am Vormittag wurden sämtliche Stimmzettel­verteiler ebenfalls mißhandelt.

Kattowitz, 24. Nov. Infolge der Einschüchterung der Bevölkerung auf dem Lande laufen diesmal die Wahlresultate außerordentlich schleppend ein. Aus den gegen 1.45 Uhr früh vorliegenden Wahlresul­taten ergibt sich, daß die deutschen Stimmen in der Woiwodschaft Schlesien lediglich durch die Anzweif­lung der Wahlberechtigung der polnischen Staats­angehörigkeit bei tausend Angehörigen der deutschen Minderheit und durch Verwechslung der Stimm­zettel bei den Senats- und Sejm-Wahlen an Zahl einaebüßt haben. Es hätte sich sonst nicht eme Be­hauptung der deutschen Stimmen, sondern z. T. ein nicht zu unterschätzendes Anwachsen ergeben. Ein auch nur annähernder "lieb erblick. läß^ sich aus den ! S^e^ Stimmabgabe ist U von interessierter auf­ständischer Seite stark überwacht worden.

Sechs Tose

Kallowitz, 24. Nov. Nach den bisher vor­liegenden Meldungen sind in der Nacht zum Sonn­tag und am Sonntag sechs Tote als Opfer des Wahllerrors zu verzeichnen. Die Streichungen von Minderheitenangehörigen auf den Wahllisten wer­den unter Grundlegung der von der polnischen Presse gemachten Angaben auf mindeestns 15 bis 20 000 geschäht. Daß der Wahlterror sich diesmal noch viel schlimmer ausgewirkt hat als bei den Wahlen am vergangenen Sonntag, erhellt aus dem bedeutsamen Rückgang der Stimmen überhaupt.

Das EvgoSuls des Tevvovs

(Letzte Meldung)

Warschau. 24. Nov. Bei den Wahlen zum schlesischen Sejm erhielten die Regierungsparteien 19 (10 bei der vorigen Wahl) Sorsanln Parke» 19 (16) und deutsche Wahlliste 7 (15) Mandate und die Sozialisten 3 davon 2 Deutsche (5). Die Kom­munisten, die über 2 Sitze verfügten, erhielten kein Mandat. Bei Beurteilung dieses Ergebnisses ist der Terror zu berücksichtigen, der gegen die deut­schen Wähler ausgeübt wurde.

der linke Turm in etwa ein Drittel der Höhe zu­sammen. Beide Türme stürzten in Richtung Süd- west auf die freie Wiese, sodaß wie durch ein Wun­der weder Gebäudeschaden entstand, noch Menschen­leben zu beklagen sind. Die übrige Sendeanlage blieb vollkommen intakt. Es wird bereits daran ge­arbeitet, eine Behelfssendeantenne zu errichten.

Karlsruhe, 23. Nov. In der Nacht zum Sonntag ging über Karlsruhe ein furchtbarer Sturm, der in der vierten Morgenstunde orkanartige Stärke an- nahm. In den Anlagen der Stadt, im Waldpark und im Hardtwald wurden Hunderte von Bäume, zumeist Kiefern, geknickt. Ziegel wurden in der Stadt von den Dächern gerissen; in der Schützen- straße mußte ein Kamin abgetragen werden. Das Rheinbad im Marauer Hafen wurde abgetrieben und liegt jetzt auf der anderen Rheinseite. Der Rheinpegel zeigt heute vormittag bei Maxau einen Stand von 6,70 Meter. Man rechnet mit einem weiteren Steigen. Auch der Fernsprechverkehr wurde durch den Sturm in Mitleidenschaft ge­zogen, da besonders im badischen Oberland und in der benachbarten Pfalz zahlreiche Leitungen unterbrochen sind.

Augsburg, 23. Nov. In der vergangenen Nacht wurden durch einen Orkan, der von einem heftigen Gewitter begleitet war, in allen Teilen der Stadt schwere Schäden angerichtet. Vielfach sind die Giebel der Häuser zerstört, Dächer abgedeckt und Bäume entwurzelt. Besonders grc , Telephonanlagen angerichteten Störungen. Aus dem ganzen Kreise Schwaben laufen Meldungen von verheerenden Schäden ein. Stellenweise sind die Stangenbrüche so zahlreich, daß der Eisenbahn­verkehr gehemmt ist. Soweit bisher bekannt, sind Menschen nicht zu Schaden gekommen.

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Gimm uud KochwMev ©^u üdsv Euvova - Die MÄurheuev AttttAÄvme eZuseMszt

Berlin. 23. Nov. Der Hochwasserstand des Rhein hatte bei Köln um 18 Uhr 7.20 Dieter erreicht, dabei steigt dec Fluh sâdlich^ noch um fünf Zentimeter. Weite Wiesenflachen sind über­schwemmt. Auch aus Bonn und Ko b l e n z kom­men Meldungen, daß infolge des Unwetters zahl­reiche Schäden angerichtet wurden. Die Koblenzer Schiffbrücke hat den Betrieb eingestellt. Die Rhein- Mosel-Front ist weit überschwemmt; die Geschäfte und Häuser werden zum Teil geräumt. Auch bei der Nahe rechnet man für heute mit einem Höchst- wasserstand. Für die Rheinschifsahrt ist mit einer Sperrung des Betriebes für morgen zu rechnen.

In Baden hat das Unwetter ebenfalls riesige Schäden angerichtet. Von überall werden Zug­störungen und Unterbrechungen im Fernsprech-und Telearapheiverkehr gemeldet. In dem Orte Schwa bach, der bis in die späten Nachmittagsstunden ohne Strom war, wurde eine Halle vom «turw i hoch­gehoben und auf die andere Sette gefchleuoert.

J Auch aus Bayern werden Sturm- und Wetterschäden gemeldet. Im Flughafen München- Oberwiesenfeld wurde das Dach der rHughalle^teil­weise abgedeckt. Im Sendlinger Bahnhof stürzte ein Mast der elektrischen Fahrleitung um. In Nurn- berg wurden die Schornsteine von den Zachern ge­worfen. Die Eisenbahnzüge hatten tn dieser. Ge­gend bis 1^ Stunden Verspätungen.

Im Küstengebiet der Nordsee wütet seit heute früh ein schwerer Nordweststurm, der bis­weilen zu Orkanstärke anwächst. .

In der Schweiz legte der Sturm bet Solo­thurn gegen: 1000 Kubikmeter Hochwald nieder. In Basel wurden als seltene Erscheinung Kugelblitze bei einem Gewitter beobachtet. .

Auch die Seine und sämtliche anderen Flusie in Frankreich führen Hochwasser. Der gesamte Schiffsverkehr war während des Unwetters lahm- qelegt. In Rouen sind verschiedene Motorboote ge- unken. Von mehreren Schiffen fehlen Nachrichten, o daß man den Verlust von Menschenleben be- ürchten muß. , , .

Bei Grembergen in Belgien barst ein Deich in einer Breite von 80 Metern, doch hofft man, den Schaden bald wieder zu beseitigen, ^urch die Ueberschwemmungen wurden zahlreiche Lager­schuppen vernichtet.

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München, 23. Nov. Der schwere Föhnsturm, der schon während der Nacht über München lobte, brachte heute früh die beiden Funklurme des Sen­ders München-Stadelheim zum Emsiucz. Um 6 45 Uhr knickte der rechte, eine Viertelstunde später auch

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Hamburg, 24. Nov. Der Nordweststurm, der gestern bis in die Nacht an der ganzen Wasserkante wütete, erreichte teilweise Windstärke 12. Die Feuerwehr mußte 50 mal in Tätigkeit treten, um Perfpnen, in deren Häuser die Keller unter Wasser standen, zu retten. An der Schleuse Grabhalter drückten die Wassermassen 6 große Schaufenster ein und schwemmten 60 große und kleine Koffer mit sich fort. Durch das Hochwasser wurde auch das Postscheckamt und das Weltwirtschaftsarchiv in der Poststraße in Mitleidenschaft gezogen. Das in die Keller eindringende Wasser richtete an dem wissenschaftlichen Werk Schaden an. Im Laufe der Nacht ließ der Sturm nach.

Ein GE mit 30 Man« «ntergesanse«

Luxhaven, 24. Nov. Der Dampfer Luise Leinhard (3464 Br.-Reg.-Tonnen) erlitt infolge des schweren Sturmes beim Feuerschiff Elbe I Ruder- schaden und ist gestrandet. Das Schiff mit 30 Mann Besatzung ist wahrscheinlich untergegangen. Ein von Luxhaven heute zu Hilfe abgegangener P^rsonen- dampfer hat bis zur Stunde keine Antwort auf seine Funksprüche erhalten. Die Suche nach dem Dampfer wird fortgesetzt.

Dev RheinwaKsvsiand sinkt

Freiburg, 24. Nov. Mit dem Eintreten niedrigerer Temperaturen haben die Niederschläge nachgelassen bzw. aufgehört. Infolgedessen ist der Rheinwasser­stand langsam im Sinken. Bei Basel ist der Rhein um 20 Zentimeter gesunken.

vövAvLvende Stürme auch übev SeftevveM

Wien 23. Nov. Der heutige Sonntag gestaltete sich infolge des orkanartigen Sturms der in den Vormittagsstunden einsetzte und mit einer Stun- dengeschwindigkeit von etwa 130 Kilometern mehrere Stunden hindurch wütete, in Wien und Umgebung zu einem wahren Katastrophentag. Schon in den frühen Morgenstunden mar das Wetter anormal. Unter Donner und Blitz ging ein heftiger Règenschuuer nieder. Um 12 Uhr setzte dann plötzlich der Sturm ein, der in der ganzen Stadt an vielen Häusern und in den Gartenan la gen schweren Schaden verursachte. Die Feuerwehr mußte ununterbrochen bis 18 Uhr mehr als 600 mal ausrücken. Das Dach der Flughalle des Hlusi Platzes Aspern wurde durch den Sturm teumeue ab gedeckt und die in der Halle befindlichen Flugzeuge durch die herab stürzenden Trümmer des Daches beschädigt. Das Dach einer Baracke wurde voll­ständig demoliert. 30 Familien mußten umquar­tiert werden. Die Zahl der durch herabgerissene Firmenschilder, Rauchsänge und Dachziegel ver- letzten Personen und durch den Sturm umge­worfenen Personen ist sehr groß: Zwei Verletzte besinden sich in Lebensgefahr. Auch ein -Todes­opfer forderte der Sturm.

Prag 23. Nov. Der seit heute früh wütende heftige Sturm verursachte im Eisenbahnbetrieb

OZe tzHrae Kummer umfaßt 1£ Seiten