Einzelbild herunterladen
 

Donnerslag, 13. November

Seite 8

Nr. 267

DieGräfin" verzichtet

: Frau Spennemann alias Gräfin Dorsova hat auf Einlegung von Berufung gegen das gegen sie auf 2& Jahre Gefängnis lautende Urteil verzichtet uni) die Strafe anenommen.

Nationalsozialisten wegen Körperverletzung in Untersuchungshaft

: Am vergangenen Sonntag wurden zwei Na- tlonalsozialisten festgenommen, weil sie einen jun­gen Mann durch Schläge und Fußtritte erheblich verletzt hatten. Da der Verletzte noch nicht ver­nehmungsfähig ist, konnte der Fab vom Schnell­ster nicht abgeurteilt werden. Die Festgenom- nienen wurden daher dem ordentlichen Richter vor­geführt, der sie in Untersuchungshaft nahm.

Aus «ab «ad Kern.

Leine Ausgabe ohne Deckung

Lasset, 13. Nov. Die Stadtverordnetenver­sammlung hat bekanntlich nicht nur 5000 Mark für die streitenden Berliner Metallarbeiter, sondern auch die gleiche Summe für die Hinterbliebenen der Opfer der Bergwerksunglücke bei Alsdorf und Saarbrücken bewilligt. Der Magistrat ist inzwischen dem letzteren Beschlusse bergetreten, Regierungs­präsident Dr. Friedensburg hat jedoch nun­mehr den Magistrat in einem Schreiben ersucht, von der Ausführung dieses Beschlusses abzusehen, bis die herfür erforderlichen Mittel durch ordent­liche Beschlüsse der städtischen Körperschaften auch in der Einnahme gesichert sind. Der Regie­rungspräsident weist daraus hin, daß angesichts der gegenwärtigen gespannten Finanzlage der Stadt es sich nicht rechtfertigen läßt, neue Ausgaben ohne gleichzeitige Deckung zu b e» tätigen. Er ersucht daher den Magistrat um eine Nachprüfung der Frage. In längeren Aus­führungen stellt der Regierungspräsident fest, daß es sich bei best Bergwerksunfällen nur um einen zufälligen Ausschnitt aus den regelmäßig eintreten, den Unfällen handelt. Es verunglücken im deutschen Wirtschaftsleben in jedem Jahr etwa 800010 000 Menschen tödlich, hiervon etwa 1500 im Bergbau. Er sei daher kein rechter Grund ersichtlich, eine Sonderhilfe für diejenigen einzusetzen, die Massen­unglücken zum Opfer fallen. Die normalen Bezüge der Hinterbliebenen der Bergwerkskatastrophen seien nicht geringer als die Zuwendungen, die die Stadt Kassel ihren eigenen Hilfsbedürftigen ge­währt, in der größten Zahl der Fälle seien sie sogar eheblich höher. Deswegen vermag der Regierungs­präsident eine sittliche Verpflichtung der Stadtver­waltung in dieser Hinsicht nicht einzusehen. Er be­tont, daß Wohltätigkeit daheim beginnen soll. Wenn die Stadt allerdings größere Aufwendungen für ihre sozialen Zwecke bewilligen wolle, so müßte auch in diesem Falle die Aufsichtsbehörde darauf bestehen, , daß zunächst die Deckung der Ausgaben einwandfrei sichergestellt wird.

Bankkrach in Bad Pyrmont

Bad Pyrmont, 12. Nov. Die Pyrmonter nk ist durch Unterschlagung zwei bei ihr be-

durch die städtische Sparkasse und die Waldècksche Bank eingeleitet worden. Mon hofft, daß die Ein­lagen zu 80 v. H. gerettet werden können.

Auto fährt in eine Gruppe Jugendlicher

des

Dillenburg, 12. Nov. In der Nähe Kreisortes Bicken ereignete sich ein bedauerlicher Unfall. Als eine Kyffhäuser-Jugendgruppe auf der Landstraße marschierte, fuhr ein Kraftwagen von hinten in die Gruppe hinein. Die letzten Rechen der Lungen wurden zu Boden gerissen und kamen teil­weise unter das Auto zu liegen. Drei Angehörige der Abteilung trugen erhebliche Verletzungen davon.

Beim Fußballspiel lebensgefährlich verletzt

Bad Ems, 12. Nov. Nach dem am Sonntag stattgefundenen Fußballspiel zwischen den Sport­vereinen von Bad Ems und Montabaur mußte ein Emser Spieler, der anscheinend einen Stoß in den Nucken bekommen hatte, aber trotzdem im ganzen Spiel noch mitwirkte, sich wegen starken Unwohl- süns ins Krankenhaus begeben, wo eine schwere Nierenverletzung festgestellt wurde. Bei einer so- lortigen, Operation mußte auch eine Niere heraus- Genommen werden, und da auch die andere Niere ^gegriffen ist, schwebt der Bedauernswerte immer ^ch in Lebensgefahr. Er hatte vor acht Wochen bereits einmal eine ernstliche Verletzung, und zwar °>nen Kieferbruch, erlitten.

Bad Ems will zur Rheinprovinz

Bad Ems, 12 Nov. In der gestrigen Stadt- »irordnetensitzung gab (wie die Frankf. Ztg. be­achtet) Bürgermeister Schreck auf eine Anfrage, ihm etwas von der beabsichtigten Auflösung des "Nterlahnkreises bekannt sei, Kenntnis von Mittei- wagen, die allerdings nicht amtlicher Natur find, wonach Vad Ems mit anderen Teilen des Unter« Wretfes im Austausch gegen den Kreis Wetzlar Rheinprooinz kommen soll. Der Bürgermeister Mit diesen Austausch für Bad Eins in wirtschaft- Uer, finanzieller und verkehrstechnischer Hinsicht str gut. Wirtschaftlich fei Bad Ems schon lange Rheinprovinz angegliedert. Auch Mitglieder Stadtverordnetenversammlung teilten diese ^sicht. Auf eine weitere Anfrage teilte Bürger- Wter Schreck mit, daß bei der Auflösung des "nterlahnkreises die Kreiseingesesseney nicht ge- W würden, sondern alles von Berlin aus ge« ^elt werde.

L.

Englische Besucher bewundern das gigantische Jlugboof Do X

Opel bezahlt nach Leistungen

Rüsselsheim, 12. Nov. Wie in einer von dem Arbeiterrat der Opelwerke einberufenen Ver­trauensmänneroersammlung der Gesamtbelegschaft mitgteilt wurde, sind die Lohnverhandlungen in den Opelwerken zum Abschluß gekommen. Das Abkommen bassiert nicht mehr, wie früher, auf Altersklassen und Fachgruppen, sondern auf der Arbeitsleistung, Geschicklichkeit, Gewissenhaftigkeit und Verantwortung des Arbeiters. Die Stunoen- richtlöhne bewegen sich zwischen 85 Pfg. und 1.60 RM, während Akkordarbeiter pro Stunde 95 Pfg. bis 1.15 RM zuzüglich des Ueberverdienstes er­zielen können. Die Vertrauensmänneroersammlung stimmte der neuen Lohnregelung zu. Weiter wurde in der Versammlung mitgeteilt, daß zurzeit in den Opelwerken großzügige Umstellungen vorgenom-

Gemeinsamer Selbstmord?

Worms, 12. Nov. Am Dienstag wurden auf dem rechten Rheinufer in der Nähe des Strand­bades eine Damenhandtasche mit Inhalt und zwei leere Biergläser gefunden. Aus dem Inhalt einer in der Handtasche gefundenen Notiz geht hervor, daß ein junges Liebespärchen aus Alzey den Tod im Rhein gesucht hat.

Das Se^mögen des Deutschen Reiches

In dem finanziellen Ueberblick über den Haus­halt 1931 findet sich auch eine Vermögensaufstellung des Reiches. Danach bestehen die Aktiven aus Liegenschaften, beweglichen Sachen, Darlehen, Be­teiligungen des Reiches an wirtschaftlichen und sonstigen Unternehmungen und an Wertpapieren. Der Grundbesitz des Reiches wird in dem Reichs­grundbesitzverzeichnis nachgewiesen. Er hat Ende März 1930 eine Gesamtgröße von rund 325 660 Hektar. Im Besitz der Deutschen Reichsbahngesellschaft befinden sich hiervon 199 050 Hektar. Der Grund­besitz, der von der Rcichsoerwaltung, einschließlich der Deutschen Reichspost verwaltet wird, beträgt daher 126 610 Hektar. Davon befinden sich im Nach­weis des Reichsheeres rund 78 730 Hektar, sowie im Hoheitsgebiet des Reichsfinanzministeriums 37 500 Hektar. In dem vom Rcichsfinanzministerium nachgewiesenen Grundbesitz sind auch die Reichs­forsten mit rund 13 300 Hektar einbegriffen.

Die Darlehen betrugen nach dem Stande vom 1. Oktober 1930 rund 838 Millionen Mark. Sie sind in gewissem, allerdings recht beschränktem Umfange eine Vermögensreserve des Reiches. Ge­genüber dem Vorjahre ist die Summe der Dar­lehen stark zurückgegangen, und zwar von 1507 Millionen auf 838' Millionen Mark, sie haben sich also um 669 Millionen vermindert. Diese Verminde­rung ist freilich nicht darauf zurückzuführen, daß in diesem Umfange Darlehen zurückgezahlt worden inb, die Verminderung ist vielmehr in großem Imfange auf Kosten des Reiches eingetreten, weil ich nämlich die Reichsregierung entschlossen hat, las Gesamtdarlehen in Höhe von 623 Millionen Mark, das der Reichsanstalt für Arbeitslosenver­sicherung gegeben war, niederzuschlagen. Außer diesen Darlehen sind zwei Darlehen niedergeschlagen

worden, die in den vergangenen Jahren zur Mil­derung der Arbeitslosigkeit der Deutschen Reichs­bahngesellschaft in Höhe von 80 Millionen und in Höhe von 49 Millionen Mark gegeben worden waren.. Die beiden Darlehen sind der Reichsbahn erlassen worden, um ihr einen bilanzmäßigen Aus­gleich für die zusätzlichen Beschaffungsausgaben zu ermöglichen.

Bei den im Besitz des Reiches befindlichen Wertpapieren handelt es sich vor allem um den Besitz an Vorzugsaktien der Reichsbahngesell­schaft, der sich am 30. September 1930 auf einen Betrag von 731 Millionen Mark erstreckte. Von diesen Vorzugsaktien soll in nächster Zeit ein größerer Posten veräußert werden, und zwar sind im Haushaltsplan 1930 300 Millionen Mark als Erlös durch einen solchen Verkauf im außerordent-

Millionen Reichsmark vorgesehen.

Die Passiven des Reiches bestehen einmal aus dem Garantie-Risiko, aus den in Gesamthöhe von 684 Millionen Mark übernommenen Garantien, zweitens aus Forderungen gegen das Reich. Hier sind vor allem zu erwähnen die Forderungen der Länder auf Grund der Verreichlichung der Eisen­bahn- und Postverwaltung, auf Grund des Ver­lustes von Staatsbesitz durch den Friedensvertrag usw. Die Höhe dieser Forderungen läßt sich zurzeit noch nicht annähernd angeben. Weiterhin bestehen die Passiven aus der Reichsschuld, die am 30. Sep­tember 1930 10 506 Millionen Mark betrug. Dazu kommt die schwebende Schuld, die am 31. Dezem­ber 1929 1694 Millionen Mark und am 30. Sep­tember 1930 1290 Millionen Mark betrug. Sie hat sich also um rund 400 Millionen Mark ermäßigt.

Gchazrâvtt

Zum 175. Geburtstag des Schöpfers des preu­ßischen Heeres am 12. November

General von Scharnhorst, der am 12. Novem­ber 1755 zu Bordenau bei Neustadt in Hannover geboren wurde, hat als Reorganisator des preu­ßischen Heeres nach dem Zusammenbruche Preu­ßens in dem Krieg mit Napoleon I die allergrößte Bedeutung erlangt. Scharnhorsts große Wirksam­keit fiel in eine Zeit, die mit der heutigen viel Aehnlichkeiten aufweist. Er wurde im Jahre ^1807 nach einer ruhmreichen Laufbahn an die Spitze der Militär-Organifations-Kommission gestellt und leitete von 1807 bis 1810 das Kriegsdepartement. Er hatte somit die Verwaltung des gesamten Kriegswesens unter sich. Preußen, hatte bekannt­lich in den Bestimmungen des Tilsiter Friedens eine starke Beschränkung seiner Heeresmacht auf sich nehmen müssen. M.e Armee sollte nur 42 000 Mann stark sein. Auf diese Weise wollte Napoleon Preußen entwaffnen und ungesährlich machen. Scharnhorst aber verstand es, durch mehrere be­deutsame Maßnahmen diese Beeinträchtigung der preußischen Heeresmacht zu umgehen. Am be­rühmtesten war die Einführung des Krüinper- systems durch ihn.Krümper" hießen im Volks­munde die Neuausgehobenen, die nach Scharn­horsts Plan in den Jahren 18081812 in rascher Folge in die preußische Armee eingestellt wurden, um nach kurzer Zeit wieder auszuscheiden, sobald sie ausgebildet waren und neuen Rekruten Platz zu machen, die wieder sehr schnell ausgebildet wer­

den mußten. Auf diese Weise wurden diese Rekru­ten, die zuerst den Spottnamen .Krümper" führ­ten, der dann zum Ehrennamen wurde, Aur Ret­tung Preußens, den es gelang. auf diese Weise im Jahre 1813, jedem Regiment 56000 ausge­bildete Leute zur Verfügung zu, stellen und es konn­ten daraus 12 dritte Musketier- und 39 Reserve­bataillone neuaufgestellt werden. Das war einer der wichtigsten Gedanken des großen militärischen Organisators. Als Chef des Generalstabs der Armee reorganisierte er das Heer von Grund auf. Er beseitigte das Werbesystem, gestaltete das Söldnerheer in ein Volksheer um, war in jeder Beziehung bestrebt, den Soldatenstand sittlich und geistig zu heben. Er reorganisierte nun das Dffi, zierkorps, sorgte für die Hebung der wissenschaft­lichen Ausbildung der Offiziere, für Regseyrents im Sinne der neueren Taktik und für Beschaffung von genügend Kriegsmaterial. Er betrieb auch die Einführung einer Landwehr, deren Einrichtung allerdings vorläufig durch die Befehle Napoleons noch nicht möglich war. Scharnhorst war dem Kai­ser Napoleon ein Dorn im Auge. Aus diesem Grunde mußte er auch im Jahre 1810 vom Kriegs-

geistig zu heben. Er reorgantju zierkorps, sorgte für die Hebun lichen Ausbildung der Offiziere,

departement zurücktreten, aber als Chef des Ge­neralstabes der Armee behielt er feinen großen Ein­fluß" bis zum Jahre 1812. Als Preußen jetzt mit Napoleon die Allianz schließen mußte, bat Scharn­horst um seinen Abschied, den er auch erhielt. Er wurde aber zum Inspekteur der schlesischen Festun­gen ernannt Trotzdem arbeitete er im Stillen an der Erhebung Preußens Auf seinen Rat erhielt Porck den Befehl über das preußische Hilfskorps, und als nach dem kühnen Schritte. Porcks von Tau­roggen Scharnhorst zum König nach Breslau be­rufen wurde, bereitete er alles zum Kriege vor. Er gab die Anregung zur Stiftung des eisernen Kreuzes. Er schloß am 28. Februar 1813 mit den Russen das Büirdnis von Kalisch, organisierte die Landwehr und tat alles, um beim Ausbruch des Krieges das preußische Heer in voller Kampfkraft gerüstet zu sehen. Er wurde sofort nach Eröffnung der Kämpfe als Generalleutnant und Chèf des ®e« nercilstabes des Generals Blücher ernannt. Er er­hielt schon in der Schlacht bei Groß-Görschen am 2. Mai eine Wunde, an deren Folgen er zu Prag am 28. Juni 1813 starb. Seine Leiche wurde auf dem Jnvalideirfriedhof in Berlin betgesetzt Im Jahr 1822 ließ König Friedrich Wilhelm III. den bedeutenden Offizier durch Rauch vor der Haupt­wache in Berlin _eine Bildsäule errichten. Scharn­horst wurde als Sohn eines Pächters geboren Im Alter von 23 Jahren trat er als Fähnrich in das Hannoversche Dragonerregiment des Generals von Estorff. Sein Protektor war der Graf von Schaum­burg-Lippe-Bückeburg. Jni Jahre 1782 wurde er als Lehrer an die Artillerieschule in Hannover be­rufen. Schon vorher hatte er zahlreiche wertvolle militärische Arbeiten veröffentlicht, durch die er die Aufmerksamkeit der maßgebenden Männer auf sich lenkte. In den folgenden Jahren zeichnete er sich beim Feldzug in Holland und Flandern aus. Im Jahre 1801 schied er aus dem hannoverschen Dienst, wurde preußischer Offizier unter Ernennung zum Direktor der Akademie für junge Offiziere. Schon hier begann er seine berühmte Erziehungsarbeit, indem er die Offiziere mit dem Geist der neuen Krlegsführung bekanntmachte, eine Arbest, die er später zum Segen Deutschlands mit größtem Er­folge durchführte.

Anna Pawlowa als Sittenrichkerin

Die berühmte russische Tänzerin Anna Paw­lowa hatte sich kürzlich in London auf die Klage eines Mitglieds ihres Ensembles wegen Vertrags­bruchs zu verantworten. Die Vorgeschichte des Pro­zesses zeigt, daß in Sachen der Moral mit Frau Pawlowa nicht zu spassen ist. Die Klägerin, eine junge Tänzerin namens d'Arcy, war für das En­semble der Pawlowa auf die Dauer von fünf Jahren verpflichtet worden und befand sich in Be­gleitung der großen Tänzerin auf einer Tournee in Singapore» Auf der Usberfahrt hatte das junge Mädchen auf dem Promenadendeck des Schiffes zur Seite eines Freundes Platz genommen, als sich die­ser plötzlich zu ihr neigte und chr einen Kuß raubt«. Unglücklicherweise ging gerade Frau Pawlowa vorüber. In höchster Empörung verfügte sie sofort die fristlose Entlassung der Tänzerin. Fräulein d' Arcy macht in ihrer Klageschrift geltend, daß ihr Freund, ein Herr Slawinsky, der ihr übrigens die Ehe versprochen habe, sie nur auf die Wange ge­küßt habe, und daß man ihr nicht einmal einen kleinenFlirt" zum Vorwurf machen könne. Ihre fristlose Entlassung sei daher zu Unrecht erfolgt, und sie müsse fordern, daß das Londoner Gericht ihr wegen Vertragsbruches einen Schadenersatz in . Höhe von 150 Pfund Sterling zuspreche.

Praktischer Wink.

Dom langen Liegen wird die Wäsche gelb?

Gewiß! das trifft sehr oft zu. Deshalb ist es zur Gewohnheit geworden, neue Wäsche erst dann zu waschen, .wenn man sie braucht. Aus Angst vor dem Vergilben macht man auch die Ausstat­tungswäsche erst kurz vor der Hochzeit schrankfertig. Sind nun diese Maßnahmen tatmchlrch crforder»

warm,

lich? Ich beobachtete, daß die Wäiche nicht immer gelb wurde und meinte, es läge am Wasser. Von Fachleuten ließ ich mid) jedoch belehren, daß das Gèlbwerden der Wäsche lediglich am Spülen liegt. Spült man die Wäsche nach dem Kochen dann so oft kalt, bis das Waffer ganz klar bleibt, so wird die Wäsche niemals gelb. Das 'chone, weiße Aussehen verliert die Wäsche nur dann, wenn die Seifenlauge nicht richtig aus dem Ge-

webe gespült wurde. Offen gestanden, mir war das viele Spülen zu langweil g. und ich probierte einmal Sil dabei, das die Arbeit bedeutend er­leichtert. Einige Hände voll dem ersten warmen Spülwasser beigegeben, läßt die Wäsche nicht nur im Augenblick blütenweiß erscheinen, sondern er­hält der Wäsche diesen klaren, reinen Ton, selbst bei jahrelangem Liegen im Schrank.

Frau Grete S.

's

Als erste Hilfe sei zur Hand stets Traumaplast,

der beste Wundverband.