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F^anmi Giadt und Land

^scheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben M»nat RM. 1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag iS, Hamstag 12 R-pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 R-pfg., im Reklameteil von 68 mm Breite 25 R-psg. / Offertengebühr 50 R-pfg.

M 266

Mittwoch den

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Telle ist Hanau. ' Bei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch aüf Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplatzvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. / Geschäftsstelle: Hammerstr. 9 / Fernspr. 3956,3957,3958

12. Kovemdee

1936

Huiez» SUwyifc^w*

Das LuftschiffGraf Zeppelin" ist von seiner Hollandfahrt kommend, gestern 14.10 Uhr wieder glatt in Friedrichshafen gelandet. Die gestrige Fahrt war die 150. desGraf Zeppelin". Beim Ueberfliegen von Alsdorf ehrte das Luftschiff die Opfer der Grubenkatastrophe. Das Luftschiff überflog die Anlage des Eschweiler Bergwerks­vereins und ging an der Unglücksstelle von »Anna II" bis auf etwa 80 Meter herunter. Die Flagge am Heck wurde Halbmast gesetzt und der Luftriese neigte sein Vorderteil. Das Luftschiff stoppte aus einige Minuten über dem Trümmerfeld der Schachtanlage die Fahrt. Darauf wandte sichGraf

Preis- mA ArSeitspolitt« vor dem ReiOsSaSinett Ein ^abkneitsâusMuZ gebildet - Mdsvftande M den BvoifabviZen und SteiWesm gegen MeMenZnns

iu. Ueber den

Zeppelin" dem neuen Friedhof zu....... .... frischen Gräbern der verunglückten Bergleute machte er eine Schleife und drehte dann nach Nord-

westen ab.

Im Thüringer Landtag wurden die Abstimmungen über den Vertrauensantrog der Nationalsozialisten und über die Auflösung des Landtages abermals verschoben und zwar auf Freitag, 14. November. Es geschah dies auf Wunsch der sozialdemokratischen Fraktion und weil auch von den bürgerlichen Parteien einige Abge­ordnete verhindert waren, an der Dienstagsitzung des Landtags teilzunehmen. An der politischen Lage hat sich im übrigen nichts geändert.

Berlin, 11. Rov. Das Relchskabinell be­schäftigte sich heute unter Vorsitz des Reichskanzlers Dr. Brüning und unter Beteiligung des Reichs­bankpräsidenten Dr. Luther mit Fragen der Preis- und Arbeitspolitik. Die weitere energische För­derung der aus eine umfassende Preissenkung ge­richteten Tendenzen wurde einem Kabineltsausschuß anvertraut, der in dauernder engster Zusammen­arbeit mit den beteiligten Wlrlschaflskreisen stehen wird. Ferner wurden noch Fragen der Arbeits- skreckung, eines weiteren Schuljahres und der Zu- lafsung von ausländischen Wanderarbeitern er­örtert, über die noch Verhandlungen mit den Län­dern geführt werden.

Berlin, 11. Nov. Wie wir erfahren, sind bei der

Dem Reich-verband der Deutschen Industrie sind in letzter Zeit zahlreiche Schreiben zugegangen, in denen die Notwendigkeit einer Senkung der Postgebühren hervorgehoben wird. Der Reichsverband ist infalgsdessen beten Reichspost-

Ministerium für eine beschleunigte Senkung Postgebühren eingetreten.

der

Amtl. Preuß. Pressedient mitteilt, er im Gange. Um im Interesse einer BerbUu Vereinfachung' der Verwaltung eine

sind

. . u n g einer Reihe von klei­nen Landkreisen zu größeren und leistungs­fähigeren Verwaltungsbezirken zll erzielen. Die Arbeiten sollen so beschleunigt werden, daß noch

jammen

Aktion des Reichsernährungsministeriums zur Herabsetzung der Preise für Brot und Fleisch nach­träglich noch Schwierigkeiten aufgetreten, die sich aus der Tatsache ergeben, daß im Augenblick keine ge­setzliche Handhabe besteht, die beteiligten gewerb­lichen Verbände zur Einhaltung der gestrigen Ver­einbarungen zu zwingen. So stellt sich nun heraus, daß zwar die Bäcker in Groß-Äerlin bereit sind, den Brotpreis verabredungsgemäß unter gleichzeitiger Heraufsetzung des Gewichtes von 50 auf 46 Rpf. zu senken. Dagegen haben die Berliner Brotfabriken nun erklärt, daß für sie nur eine Senkung um 2 Rpf-, also auf 48 Rpf., möglich sei. Ueber die Herabsetzung im Reich muß noch weiter verhandelt werden.

Aehnliche Widerstände ergeben âSZMMWN öea i Schweinemarkt ist

Auftrieb von 19 000 Schweinen um 5 RM pro Zent- heruntergegangen. Da auch die gestern verein-

barte Verminderung der Preisspanne 5 Rpf. pro Pfund ausmacht, hätte der Ladenpreis pro Pfund 10 Pfg. niedriger sein müssen. Eine Senkung ist je­doch, wie eine Umfrage in den Schlächtereien er­geben hat, nicht eingetreten. Unter diesen Umstän­den wird das Reichsernährungsministerium die Preisbewegung nun genau nachprüfen und wöchent­lich die Ergebnisse veröffentlichen, um den Konsu­menten die Möglichkeit zu geben, die Preisbewegung genau zu kontrollieren. In unterrichteten Kreisen rechnet man damit, daß ein solcher Druck der Oeffent- lichkeit die Verkäufer schließlich doch dazu bringen wird, daß sie die Vereinbarungen respektieren.

Die Bemühungen nm die Nveisienmng Mv âavtEeln

Berlin, 12. Nov. Die Verhandlungen über die Preisgestaltung auf dem Kartoffelmarkt, die gestern im Reichsernährungsministerium mit Vertretern der Produzenten, des Groß- und Kleinhandels, der Konsumvereine, Warenhäuser und der Verbraucher (u. a. war die Zentrale der Hausfrauenvereine Groß-Berlins geladen) stattfanden, sind noch nicht abgeschlossen worden. In der Aussprache wurde von den Konsmnentenvertretern besonders die For­derung begründet, vor allem die Klsinverkaufs- preife (10 Pfund-Verkauf) herabzusetzen. Es wurde

- ...... ' " mit dem die Der-

ortgesstzt werden sollen. Man ho> inem positiven Ergebnis zu gelangen.

ner

im Laufe der Legislaturperiode des jetzigen Land­tages die Reformen zum Abschluß gebracht werden können.

Der Warschauer Korrespondent desManchester Guardian" schreibt zur Eröffnung der polnischen Eisenbahn nach Gdingen: Die Trennung Danzigs von Deutschland ist über­flüssig geworden, und es besteht kein wirk­licher Grund, weshalb die deutsche Stadt nicht an Deutschland zurückerstattet werden sollte.

Wie dieSaarbrückener Zeitung" meldet, be­absichtigt der französische Bergwerks- siskus mit Wirkung vom 1. Dezember die Kohlenpreise entsprechend dem deutschen Vorgehen um 6 Prozent herabzusetzen.

Havas meldet aus Vitoria, das Junkers- Großflugzeug G 38, welches in Lissabon zum Flug nach Frankreich ausgestiegen war, mußte we- Sen des Nebels auf dem Flugplatz La Cua nie- d e r g e h e n. Das Flugzeug soll heute seine Fahrt fortsetzen. *

* Da sich Wider st ânde gegen die Preissenkung in Berlin zeigen, beabsich- iigt die Regierung durch Veröffentlichung der Preisprüfungen einen Druck auszuüben.

Der Vorstand der Zentrumsfraktion des Reichstages hielt am Dienstag eine Sitzung ab, die sich mit internen Parteiangelegen­heiten beschäftigte. Die Einberufung der Reichs- iagsfraktion ist vorläufig nicht in Aussicht genom­men. Dagegen findet am 23. November eine Sitzung des Parteivorstandes statt.

ImPopulaire", dem Organ der französischen Sozialisten, wird der Beweis geführt, daß sich der französische Militärhaushalt nicht, wie amtlich an- gegeben wird, auf 12 232 Millionen Franken, son­dern auf 19 019 Millionen Franken beläuft. Das Statt erhebt gegen di« Regierung ganz unver­hohlen den Vorwurf, daß durch Verschleierung der Rüstungsausgaben sowohl für das Kriegs- Ministerium, wie für das Marine-, Luftfahrt- und Kolonialministerium noch ganz erhebliche Beträge in Betracht kämen, die entweder verdeckt unter an­deren Haushaltsposten oder in Form von Sonder­krediten geführt würden.

Die nationalsozialistische Reichstagsfraktion hat einen Antrag eingebracht, der die Reichsregierung ersucht, bei der Verwaltung der Deutschen Reichs­dahngesellschaft dahin vorstellig zu werden, daß bei Schwerkriegsbeschädigten die gleichen Fahrpreisermäßigungen wieder gewährt werden, die ihnen unmittelbar nach dem Kriege eingermimt

lu werden, daß bei

e n die gleichen

wurden.

) Näheres siehe im politischen Teil.

Der euMOe OreßeHsren- OrsZsA

Angebliche Lnfammsnavbeit mit dem 5vanzSK chen Gensvalftab und Nsrnear.«

Moskau, 11. Nov. Wie die Telegraphenagenkur der Sowjetunion meldet, wurde gestern eine von dem Staatsanwalt der Republik, K r y l e n k o, unterzeichnete Anklage­schrift gegen eine konterrevolutionäre Organisation, die sogen.Jndustrieparter, veröffent­licht. Angeklagt sind im ganzen acht Personen. In der Anklageschrift wird ausgefuhrt, daß die Beschuldigten nicht nur versucht hätten, den wirtschaftlichen Aufbau Sowiekruh-

- * " 1 - ,ß sie auch mit ausländischen Emigrantenorganisationen in

ißerdem hätten sie sich des Hochverrats schuldig ge- - . - frühere oder

lands zu sabotieren, sondern das Verbindung getreten seien. Aus,------- v------ , - , , , -

macht, da sie auch mit französischen Generalstabsoffizieren planmäßig eine spätere militärische Intervention vorbereitet hätten.

Interessant an der Anklageschrift ist, daß In ihr die französische Regierung ganz offen beschuldigt wird, den Sturz der Sowjelreg,erung systematisch vorzubereiten.

Dabei wird Poincarè zu den französischen Re­gierungskreisen gerechnet und in einem Atem mit Briand als Träger des Kampfes gegen Sowjet- rußlanh genannt. Von dem französischen General­stab soll eine internationale Kommission zur Vor bereilung der militärischen Intervention organisiert worden sein. In dieser Kommission seien Polen und England vertreten gewesen.

Für all diese Behauptungen sollen, wie es in der Anklageschrift heißt, Geständnisse von Verhaf­teten vorliegen. Die Rolle Englands bei der Inter- vention soll im Verhältnis zu Frankreich weniger bedeutend gewesen sein, obwohl die interventions­lüsternen Emigranten oft mit dem Petroleumkönig Deterding und dem Industriellen Urquhart, der früher große Interessen in Rußland besaß, beraten hätten und von Englands Seite wenigstens auf eine diplomatische Unterstützung der Londoner Re­gierung gerechnet hätten. Nach der Anklageschrift hatte Polen die Rolle zufallen sollen, die Feind­seligkeiten mit einer Kriegserklärung zu eröffnen, woraus polnische Truppen und Formationen von russischen Emigranten unter französischem Kom­mando in Rußland hätten einfallen sollen.

Die Anklage umfaßt 80 Druckseiten und leitet den bei weitem größten russischen Prozeß wegen Sabotagetätigkeit ein, den es bisher gegeben hat. Nach der Anklage sollen die Führer der Industrie-Partei diese illegale Partei begründet haben, um kraft ihrer amtlichen Stellung bewußt das Verfassungswesen zu desorganisieren und Krisen auf den wichtigsten Gebieten wie der Kohle­versorgung, der Metall- und Textilindustrie ysw. hervorzurufen. Daneben sollen sie weit darüber hinaus den gewaltsamen Sturz der Sowjetmacht angestrebt und vorbereitet haben, und zwar nicht nur mit Hilfe der russischen Emigrantenkreise in Paris, sondern auch in direkter Zusammenarbeit mit

anzösischen Generalstab. Der Anklage zu- Tein, in den Führern der jentrum fast aller in den

dem französischen Genen folge soll es gelungen ft Jndustriepartei" das Z . . letzten zwei Jahren bekannt gewordenen Sabotage- Affären aufzudecken.

Die Hauptangeklagken

sind bekannte russische Wirtschaftler: Professor Ramsin von der Moskauer Technischen Hochschule, Direktor des wärmetechnischen Instituts, Professor Kallanikow von der Kriegsakademie, die Professoren Tscharnowski und Fedenow von der Technischen Hochschule und dem Tertilinstitut, der technische Direktor der Textilabteilung des obersten Wrrt- schaftsrats Kuprianow und Ingenieur Laritfchow vom Staatlichen Planamt. Mit Ausnahme von Tscharnowski sollen alle Angeklagten bereits ein Geständnis abgelegt haben. Der P r o z e ß soll bereits in den nächsten Tagen beginnen.

Hochschule und dem Tertilinstitut, Direktor der Textilabteilung des

Auch in StaU«, âamvasue gegen sie SniellektneAen

Paris, 11. Nov.Petit Parisien" gibt in einer aus dem an der französisch-italienischen Grenze ge­legenen Ort Modane datierten Meldung ergänzende Mitteilungen zu der vor einigen Tagen von der Agencia Stefani verösentlichten Meldung, daß 20 Personen wegen einer Verschwörung verhaftet wor­den seien und vor ein Sondergericht gestellt werden würden.

Den in Madone eingegangenen Meldungen zu­folge sollen sich unter den verhafteten Personen Schriftsteller, Professoren, Rechtsanwälte, zwei Generäle und, wie berichtet wird, auch der Polizei­kommissar von Turin und andere befinden. Von be­kannteren Persönlichkeiten seien verhaftet worden, der frühere liberale Minister Belotti, der Pro­fessor an der Universität Genua Giuseppe Rensi, ein Republikaner, der im Gefängnis gestorben sei, der liberale Professor und frühere Chefredakteur des (Fortsetzung auf ©eite 2.)

Dolen vov den Wahlen

In wenigen Tagen, am 16. November, werden die polnischen Wähler an die Wahl­urne gehen, um den irrtümlichen Eindruck zu erwecken, als wären sie wählen gegangen- In Wahrheit haben sie keine Wahl mehr zu tref­fen. Die Liste Nr. 1, die Regierungsliste, hat sich noch vor den Wahlen ausgezeichnet be- luuptet- Sie hat es verstanden, die Mehrzahl der gegnerischen Listen aufs Haupt zu schlagen. Der polnische Ministerpräsident Marschall Pilsudski hat es meisterhaft verstan­den, die redlichsten Ueberzeugsmittel in An­wendung zu bringen: Verhaftungen, Be­schlagnahme, Zeitungsverbote, Streichung un­erwünschter Wahlvorschläge, ungehemmter Terror übelster Art das sind die Groß­taten, die die polnische Wahlkampagne ge­krönt haben. Da darf es nicht wundernehmen, wenn die Wahlergebnisse, die unter normalen Bedingungen der polnischen Regierung die blamabelste Niederlage, die je eine Regierung erlebte, angekündigt hätten, nun doch einen Triumph Pilsudskis zeitigen werden.

Pilsudski muhte, um die Hoffung auf einen Sieg" zu haben, zu dem rücksichtslosesten Terror greifen. Denn nur auf diese Weise wird vielleicht noch verhindert werden können, daß die Wähler eine objektive und daher ver­nichtende Bilanz des Z^jährigen Pilsudski- Regimes ziehen.

Um die Prosperität Polens unter der Herrschaft des hemmungslosen Marschalls ist es nicht gut bestellt- Unmittelbar nach dem Pilsudskiumsturz im Mai 1926 wurden zahl­reiche Konferenzen ins Lehen gerufen, die ein Sanierungs- und Wiederaufbauwerk Stils in die Wege leiten sollten. Die Pläne, die damals ausgestellt wurden, en heute als gescheitert angesehen wer- en. Nach einer vorübergehenden Blüte im Jahre 1928 liegt die polnische Wirtschaft heute schwer danieder.

Die Industrie Polens ist im Vergleich zum Jahre 1928 um rund 40 Prozent zurück­gegangen. Die Budgetgebarung des pol­nischen Staates ist alles andere als gesund. Die Lasten der polnischen Bevölkerung betragen im laufenden Jahr 4,3 Milliarden Zloty, das sind 1,7 Milliarden (also 40 Prozent) mehr als im Jahre 1926/27, dem ersten Jahre des Pilsudski-Regimes-

Der Versuch, die Kassenlage Polens zu bessern, mißlang völlig. Der amerikanische Finanzberater Dewey, der unter Aufsicht der Wallstreet die Aktion kontrollieren sollte, hat Polen verlassen Dèr Deckungsfonds des pol­nischen Geldes sinkt rapide. Betrug er am 1. Januar 1928 1,4 Milliarden Zloty, so wies er am 1 Oktober 1930 nur noch 998 Millionen Zloty auf, was eine Verminderung um bei­nahe 40 Prozent beträgt.

Die Wirtschaftskrise Polens wächst. Die Exportaussichten find schlechter denn je, der Binnenmarkt liegt infolge der fortschreiten­den Senkung der Kaufkraft breiter Massen - ästig brach. Die Arbeitslosigkeit und die Kurzarbeit (Halbtagsarbeit) ist im Steigen be­griffen. Im Jahre 1927/28 waren von 1050 000 Industriearbeitern rund 100 000 arbeitslos- (10 Prozent). Heute sind von 1100 000 Arbeiter nur 635 000 beschäftigt, davon 210 000 nur zwei bis vier Tage pro Woche. Hiermit sind von je 10 polnischen Ar­beitern nur 4 voll beschäftigt, während von den übrigen sechs vier völlig arbeitslos und zwei Kurzarbeiter sind. Am schwersten an der Arbeitslosigkeit betroffen sind Lodz und Bialystok (Textilindustrie), das Dombrowaer* Gebiet, Oberschlesien (Bergbau und Metall­industrie) und Warschau (Metallindustrie und Bekleidungsgewerbe). In Lodz sind von 120 000 Arbeitern nur 40 000 (33 Prozent) voll beschäftigt, 27 000 (23 Proz.) Kurzarbeiter und 52 000 (44 Prozent) Arbeitslose. Die Löhne sind außerordentlich niedrig. 90 Pro- zent aller vollbeschäftigten Arbeiter verdienen unter 100 Zloty (47. RM) ein Almosen, selbst wenn in Betracht gezogen wird, daß das Leben in Polen billiger ist, als in den meisten westeuropäischen Ländern-

Das ist die wirtschaftliche Grundlage, auf der Pilsudski seinenWahlerfolg" aufbaut, und das ist zugleich die Ursache dafür, daß der polnische Diktator auf Wahlterror angewiesen

Die heutige Kummer ttmMfcf 16 Sette«