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Kr. 259
Dienstag de«
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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Sei unverschuldetem Ausfall der Liefemng infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Lezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Bezugspreises. / Für Platzvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet./Geschäftsstelle: Hammerstr.9 / Fernspr. 3956,3957,3958
4. November
1930
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* Der Reichsrat wird sich heute mit dem Finanzprogramm der Regierung beschäftigen. Die Einzelhaushalte der Ministerien zeigen das Bestreben, unter allen Umständen zu sparen. Vieles ist einfach gestrichen. Die kulturellen Ausgaben sind unter dem Zwang der Verhältnisse am meisten gekürzt worden.
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Am gestrigen Montag ist bei allen Firmen der Berliner" Metallindustrie die Arbeit wieder ausgenommen worden. Eine Ausnahme bildet lediglich die Fahrstuhlfirma Flohr. Hier hat die Geschästsleitung die Belegschaft entlassen, da die Arbeiter auch heute noch im wilden Streik verharrten und die Firma mit Reparaturen an Fahrstühlen so überlastet-ist, daß sie neue Leute einstellen muß.
Einige Hundert Kommunisten versammelten sich gestern abend in Kolberg während der Sitzung der Stadtverordneten vor dem Rathaus; sie machten Miene, mit Gewalt in den Sitzungssaal ein« züdringen. Die Polizei sah sich gezwungen, den Rath aus platz mit dem Gummiknüppel frei zu machen. Die Demonstranten leisteten Wwerstand, und ein Polizist wurde durch mehrere Rückenstiche schwer verletzt. Einige Zivilpersonen sind leicht verletzt worden.
Mit einem Start d es Flugzeuges Do X nach Amsterdam ist auch für heute nicht zu rechnen. Die sich langsam bessernde Wetterlage läßt den Start für die nächsten Tage erwarten.
Durch einen Teil der Presse geht eine Nachricht, wonach der Leiter der Danatbank, Jakob Goldschmidt, die nationalsozialistische Bèwegung finanziere. Goldschmidt gibt demgegenüber die. Eâung ab, daß er weüermst-. lesbar noch unmittelbar der nationalsozmllstischen Bewegung, der Natiönalsozialistifchen Partei oder einem einzelnen Mitglied Zuwendungen irgendwelcher Art habe Mkommen lassen. Er kenne weder Hitler noch habe er ihn oder ein anderes Mitglied der Partei bei sich empfangen.
Wie von zuständiger Seite mitgeteilt wird, hat die Staatsanwaltschaft im Bombe nlegerpro- zeß Revision eingelegt. Von den Angeklagten hat bisher nur der zu sieben Jahren Zuchthaus ver- urteHte Volck durch seinen Verteidiger Revision einlegen lassen. Die Frist läuft jedoch bis zum 7. November.
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Wie „Petit Parisien" berichtet, ist Außenminister Briand gesundheitlich wieder hergestellt, er wird nicht nur an dem heutigen Ministerrat teilnehmen, sondern auch bei der Eröffnung der Parlamentssession in der Kammer zugegen sein.
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Der Volkskommissar für auswärtige Angelegen- hèüen, Litwinow, der sich auf der Durchreise nach Genf zur Teilnahme an der Vorbereitende n Abrüstungskonferenz befindet, hat dem Reichsminister des Auswärtigen einen Besuch abgestattet. Im Anschluß hieran gab Dr. Curtius Kn Frühstück, an dem die Mitglieder der täte« russischen und der deutschen Abordnung sowie die zuständigen Herren des Auswärtigen Amts und der Botschaft des Rätebundes teilnahmen.
Die Räteregierung beschloß die Anlage eines 250 Kilometer langen Kanals, der die f i n - tische Bucht mit dem Ladoga- und dem Onega-See verbinden soll. Der Kanal soll den Namen Ostsee—Weißes Meer erhalten und ist dazu bestimmt, den Verkehr nach Leningrad und den Häfen am Weißen Meer zu beleben.
Als erstes sichtbares Ergebnis der bri« tischen Reichskonferenz wurde beschlossen, cin Schiedsgericht des britischen „Commonwealth" ZU gründen, um alle Streitfragen zu schlichten, die Mischen den einzelnen Ländern des Reichs ent« stehen könnten. Dieses Gericht würde nicht nach Nrt des Haager Gerichtshofes ständig sein. Die Schlichtung mürbe auf der Grundl age des gegenseitigen freien Willens erfolgen. Das fragliche Gericht würde den Geheimen Rat nicht ersetzen, der nach wie vor bei den Streitstagen zwischen den Staaten zuständig bliebe.
Im Verlauf der Unterhausdebatte über die Thronrede tadelte der Abg. Samuel, einer der Führer der liberalen Partei, die untätige Haltung der Regierung vor der gegenwärtigen Krise. Er erklärte jedoch, daß seine Partei beab« stchtigte, den AbmÄerungsantrag der Konservativen nicht zu unterstützen. Diese Erklärung bedeutet, daß das Kabinett bei der heutigen 2(bftim« mung nicht geschlag,en werden wird.
Zahlreiche Inseln des Philippinischen Archipels wurden von einem Taifun heim- tzesucht. Die Einwohner forderten dringend Hilfe an. Einzelheiten fehlen vorläufig noch. Die Zahl der Opfer ist anscheinend groß.
7 Näheres siehe im politischen Teil.
Alsdorf tmd Maybach
ÄmiSichev BevWt übsv die Aviache dev ASsdovkev Kaiafivayhe - L« Maybach eine Veminftchevdettslamye die iUesache?
Die Ursachen der beiden Grubenkatastrophen in Alsdorf und Maybach sind immer noch nicht aufgeklärt. Ueber die Untersuchung der Alsdorfer Katastrophe wird Heuke ein amtlicher Bericht herausgegeben der die Ursachen noch offen läßt. Als Ursache der May- bacher Katastrophe wird heute eine Benzinsicherheikslampe angegeben
Alsdorf, 3. Nov. Am Montag, dün 3. 11. nahm der Unfallausschuß der Grubenversicherheits- kommWon Bonn einen ausführlichen Bericht der Bergbehörde über den Stand der Auifrüumungs- arbetten und die bisherigen Ermittlungen entgegen. Die Annahme einer Explosion über Tage, für die die cmßsvoridenMchm Zerstörungen am Fördergerüst und am DstviobsgsbLüde des Eduardschachtes sprechen, kann noch nicht au5= geschaltet werden. Zwar scheiden die Möglichkeiten der Explosion größererSprengstoffmengen oder eines Benzintanks, older eines Bsnzoltanks, oder verschütteten Benzols sowie einer Explosion in der Luftistube aus, dagegen Meilbt die Möglichkeit einer Explosion, die ihren Grund in Schneidearbeiten oder anderen Ursachen hat, b e st e h e n. Unter Tage sind die Feststellungen, soweit die Grubenbaue zugänglich sind, mzwi- schen abgeschlossen worden. Die Möglichkeit einer Entzündung von Schlagwettern durch Tiefarb eiten erscheint nach den bisherigen FöststsWungsn ausgeschlossen. In den Ablbaube tri eben und den unmittelbar anschließenden Abbaustrecken haben sich keine Merkmale einer Explosion ergeben, die darauf schließen ließen,
daß sich hier etwas ereignet hat. Die Äuswwbun- ge.ii der Explosion t^chranlen sich auf den Eduach schacht, aus *' F"'" . , ' . . Retterwege. Ob hier der Ausgangspunkt der Explosion gewesen ist, wird sich erst fäftftetleu lassen,
:rpiajw« vAchrrualM sich a-ul üon erhuarL- ^' if die Füllörter und die Hauptförder- und ^ “
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Aenis Ganlevungsyvosvamm vov dem Ketchsvat - SSeutzevfte GsavßamSeßt in allen MittMevien
Berlin, 4. Nov. Der Reichshaushalts plan für 1931 wird Heuke dem Reichsrak offiziell zugeleilek. Reichskanzler Brüning wird fein Reformprogramm persönlich einführen, und nach ihm werden in der öffentlichen Sitzung der Reichsfinanzminister und der Reichs-
arbeitsminister sprechen.
Das Reichskabinett legt auf die Finanz- und Steuervorlagen das denkbar größte Gewicht, wie allein schon die Tatsache beweist, daß der Reichskanzler persönlich heute im Reichsrat in einer Rede zu dem Programm der Regierung Stellung nimmt. Der Reichstag hat sich nach einer stürmischen Woche vertagt, weil die Regierung nach dem Willen der Mehrheit Zeit und Gelegenheit haben soll, die einzelnen Punkte ihres Programms in der Gestalt von Gesetzesentwürfen auszuarbeiten und dem Reichstag vorzulegen. Es soll sich dann zeigen, ob auf der Grundlage dieser Entwürfe eine Mehrheitsbildung im Reichstage möglich ist. Den ersten Schritt tut jetzt die Regierung, indem sie ihre Vorlagen dem Reichsrat zur Beratung übergibt, Es ist erklärlich, daß der Reichskanzler diesen Schritt mit einer Rede begleitet, denn es handelt sich in der Tat um eine wichtige Etappe auf dem Wege, auf dem die Regisruirg an das Ziel zu gelangen hofft. Die Aufnahme, die die Vorlagen dann später im Dezember im Reichstag finden werden, wird für die Stellung der Regierung ausschlaggebend sein. Soweit sich die Dinge heute schon übersehen lassen, wird indessen die Regie- rungspolitik schon vorher auf eine entscheidende Probe gestellt werden, eine Probe, die vielleicht schon zeigt, wie dann später im Dezember die Gruppierung der Parteien im Reichstage sein wird. Wie erinnerlich, war die Ablehnung der Mißtrauensanträge gegen das Kabinett zum Schluß der ersten Woche der neuen Reichstagstagung keine endgültige fachliche Entscheidung zugunsten der Regierung. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion sah von einer sofortigen Oppositionsstellung gegen die Regierung ab, behielt sich aber alles weitere vor. Sie erklärte sich gegen die Notverordnung des Reichspräsidenten. Nur daß sie erst den Versuch machen wollte, im Ausschuß die ihr mißliebigen Punkte dieser Notverordnung abzuändern. Von dem Gelingen oder Mißlingen dieses Versuches machte sie ihr weiteres Verhalten von vornherein abhängig. Am 11. November werden die Verhandlungen im Haushaltsausschuß des Reichstages über die Notverordnungen des Reichspräsidenten beginnen, und es wird sich dann zeigen, ob
wenn die AufräumungsaribeMen über Tage, an der Schachtmündung und unter Doge an der östLichm Richtstreck» der 360 Meterfohle zu Enid« geführt sind. Diese Arbeiten werden noch geraume Zeit in Anspruch nehmen.
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Der „Franks. Ztg." wird aus Quierschied gemeldet: Die Belegschaft der Grube Maybach ist heute fast vollzählig amigchahren.
Bei den Jnsrawdsetzungsarbeiten wurde in einem schkggmsterröichsn Aulfhau der vierten Sohle eine Benzinsicherhsitslampe in unversehrtem Zustande vorgsfunden; sogar der Glaszylinder ist unbeschädigt; dagegen ist die Schutzkappe über dem Drahtsieb abgeschraübt 'und konnte nicht gefunden werden. Wie mir bestätigt wird, sollen sich an dem Sieb deutliche Zeichen vorfinden, daß es geglüht hat. Es besteht nunmehr um so mehr Grund zu der Annahme, daß die Lampe die Ursache der
Richtungen die Wirkungei der vierten Sohle gleichmäßig erkennbar
pog, dem Aushau an nach bet«
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die Regierung sich von den Sozialdemokraten Zugeständnisse abbringen läßt. Auch die Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei hat sich durch die Ablehnung der Mißtrauensanträge keineswegs endgültig zur Unterstützung des Kabinetts Brüning verpflichtet. Für sie war damals maßgebend, ob die Regierung - sich bei der Durchführung ihrer Reformen von Zugeständnissen an die Sozialdemokratie frei hält. Das Reformprogramm des Reichskabinetts ist nach Ansicht der Fraktion zwar lückenhaft und in einzelnen Punkten unzulänglich.
Dev Gyaveiat 1931
Der Reichshaushaltplan für 1931, der heute dem Reichsrat offiziell zugeleitet wird, balanziert, wie bekannt, mit rund 10,4 Milliarden. Die für den 1. April geplante kprozentige Kürzn n g der B e a m t e n g e h ä l t er ist im Entwurf des Haushaltsplans bereits berücksichtigt, so daß in allen Haushaltsplänen die Ansätze für den Personalaufwand verringert worden sind. Hebe» die einzelnen Einsparungen in dem Etat der Reichskanzlei, des Reichstags und des Auswärtigen Amts haben wir bereits eingehend berichtet. Hinzu kommen die Abstriche am Etat des
Reichsinnenmlnisteriums, bei dem die fortdauernden Ausgaben um 3,7 Millionen und die einmaligen um 1,1 Millionen vermindert worden sind.
Davon wird z. B. die Deutsche Gemeinschaft zur (Erhaltung und Förderung der Forschung allein mit einem Abstrich von 810 000 RM betroffen, die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft mit 450 000 RM, die Unterstützung wissen- schaftlicher und künstlerischer Zwecke ist um 160 000 RM gekürzt die Förderung der Theaterkultur um 300 000 RM. Aehnliche Abstriche finden sich unter den allgemeinen Ausgaben. So 500 000 RM für Zwecke studentischer Wirtschaftsbeihilfc, 320 000 RM bei den Mitteln, die für künstlerische Zwecke Verwendung finden.
Von Haushaltsanforderuugen für Neubauten ist nach Möglichkeit abgesehen worden. Nur für den Erweiterungsbau des Reichstages sind eine Million RM neu angefordert worden. Der Haushalt des
Reichswirtschaflsministeriums
weist eine Ersparnis von rund vier Millionen RM auf. Besonders stark sind die Einsparungen beim
Statistischen Reichsamt. Auch dis Ansätze zur Förderung wissenschaftlicher Bestrebungen von allge» meinwirtschastlicher Wichtigkeit, der Zuschuß für das deutsche Handwerkerinstitut und der Beitrag für das Institut zur Konjunkturforschung sind gestrichen worden. Im Haushalt des
Reichsarbeiksministeriums
erfordern die Reichszuschüsse zu den Renten der Invalidenversicherung mit rund 235 Mill. RM infolge der Zunahme der Renten gegenüber dem Vorjahre ein Mehr von 16 Mill. RM. Dagegen wird der Beitrag für Steigerungsbeträge der Invalidenversicherung um 7 Mill. RM herabgesetzt, da die Zahl der in Frage kommenden Renten allmählich geringer wird. Der Roichszuschuß zur Familien- Wochenhilfe soll im Jahr 1931 ganz fortfallen. Im Kapitel Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung sind die Mittel für die Krisenfürsorge mit Rücksicht auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes um 100 auf 400 Millionen erhöht worden. Die Mittel für den Notstock der Reichsanstalt, sowie der Reichszuschuß und
die Darlehen an die Reichsanstalt sind in weg. fall gekommen,
da der Ausgleich der Einnahmen und Ausgaben auf Grund der neuen Finanzvorlage der Reichsregierung neu geregelt werden soll. Der sogenannte Wohnungsfürsorgefonds ist von 6,5 auf 3 Mill. RM herabgesetzt worden. Um rund 7 Millionen wurden auch die Ausgaben, für die landwirtschaftliche Siedlung gesenkt. Für die Kleinrentnerfürsorge sind wie im Vorjahr 35 Mill. RM vorgesehen. Kürzungen haben auch erfahren die Mittel zur Förderung der privaten Wohlfahrtspflege, für die Blindenfürsorge und andere soziale Aufgaben. Für Zwecke der Kinderspeisung (bisher 1 Mill. RM) sind keine Mit- tel vorgesehen. Für Fürsorgeleistungen und Renten an die im Deutschen Reich wohnenden Berechtigten
aus dem Saargebiet unüden abgetretenen Gebieten werden 2,52 Millionen mehr angefordert. Die UeberweisUngen an die Knappschaftsversicherung
aus dem Lohnsteueraufkommen sind infolge des Rückqanges Ler Lohnsteuer auf 6 Mill. RM (bisher TC m;rs\ t^r^^A^x ^^^s«^ . ex;:- k:- ^.'^^:>>^^
75 Mill.) bl
Versicherung, die aus dem weiteren Aufkommen gleichfalls noch bis zu 50 Mill. RM bekommen sollte, bleibt daher gar nichts mehr, es mußte ein Leertitel eingesetzt.werben. — Im
Haushalt des Reichswehrminisieriums
ist eine 'Ausgabensenkung um insge- samt 7 Mill. vorgesehen, und zwar 4,5 Mill, für das Heer, 2,5 Mill, für die Marine. Die Ersparnisse werden zunächst nicht bei den einzelnen Titeln, sondern als Gesamtabstriche im Anschluß ersichtlich gemacht. Sie sollen erst am Schlüsse des Rechnungsjahres 1931 festgestellt und in der Haushaltsrechnung auf die einzelnen Titel vertelt werden. Der 1930 begonnene Abbau der Heeresleitung wird fortgesetzt. Insgesamt sollen 397 Beamte, Offiziere, Angestellte, Unteroffiziere und Mannschaften eingespart werden, davon 47 allerdings erst 1932 oder später. Die Ersparnis für 1930 und 1931 aus diesen: Abbau beträgt nicht ganz 1 Million. Bei der
Marine
werden Einnahmen von etwa 3 Millionen aus dem Verkauf von nicht mehr dienstfähigen Schiffen erwartet. Der Minderbedarf an fortdauernden Ausgaben beträgt rund 6,8 Mill, gegenüber dem Etat von 1930. Besonders wichtige Einsparungen sind: rund 5,5 Millionen durch Einschränkung der Instandsetzungskosten der Schiffe und Senkung der Magazinbestände. Dagegen haben sich die Kosten für Schiffsübungsmumtion auf 1,4 Mill. erhöht. Für Schiffsbauten und Armierungen werden neben den 34,77 Mill. weitere Raten für die bereits genehmigten Neubauten und noch ein erster Teilbetrag für das Panzerschiff „Ersatz Lothringen" von 10,83 Mill., für den Bau von fünf Bewachungsfahrzeugen von 2,9 Mill. und den Bau von sieben Uebungs- fahrzeugen von 1,5 Mill, angefordert. Insgesamt sind für Schiffsbauten und Armierungen gegenüber 1930 rund 9,2 Mill, mehr eingesetzt. Eingespart werden bei den Arbeiten zur Verbesserung der Werft Wilhelmshaven, des Arsenals Kiel und des Fahrwassers der Jade insgesamt rund 1,8 Mill., bei den Kosten für die Verbesserung der Vertciidi- qungsmittèl und der Waffenausbildung rund 3,2 Mill., bei den Kosten der Unterbringung und Fürsorge 0,3 Mill. Dagegen erhöhen sich die Ausgaben von Luftschutzübungen um 1 Million. Insgesamt sind öèe einmaligen Ausgaben gegenüber 1930 um 2,8 Mill. höher angefetzt. Unter den ein« maligen Ausgaben erscheint auch ein Zuschuß des Reichswehrministeriums zur Umgestaltung der Neuen Wache in Berlin Unter den Linden zu einer Gedächtnisstätte für die Gefallenen des Weltkrieges in Höhe von 155 000 RM. Beim
Reichsjuftizministerium und Reichsgericht sind die Ausgaben um 218 000 RM gesenkt worden. Beim Reichspatenomt mußte dagegen infolge des geistelgevten GsschMsAanges eine Erhöhung um 924 000 RM cintreten, so daß die GsfchntausigabM für den Haushalt des Reichsjufüyninifteniums um 700 000 RM höher liegen als 1930.
Der Etat des Re ich sfl.nauzmf niste -
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