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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Monat RM. 1., für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer iv, Freitag 15, SamStag 12 R-pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 R-Pfg., im Reklameteil von SS mm Breite 25 R-Pfg. , Offertengebühr 50 R-Pfg.

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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. - Bei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder au, Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplahvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. , Geschäftsstelle: Hammerstr.9 / Fernspr. 3956, 3957, 3958

28. Skidder 1930

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* Die Zahl der Toten auf der Grube Maybach beträgt 94. 21 Verletzte liegen im Krankenhaus. 4 davon befinden sich noch in Lebensgefahr.

Der Reichspräsident hat für die Opfer der Bergwerkskatastrophe auf Grube Maybach 10 000 Mark aus seinem Dispositionsfonds be­willigt. Papst Pius XI. hat durch den apostolischen Nuntius in Berlin den Familien der verunglückten Bergleute von Aachen eine Spende von 10 000 RM überweisen lassen.

*

Wie aus Graudenz gemeldet wird, ist vom dortigen Bezirksgericht der im Zusammenhang mit dem Grenzzwischenfall von Neuhöfen von den Polen festgenommene deutsche Optant Bruno Fude zu elf Jahren schweren Kerkers und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt worden. Weiter wurde Fude zu einer Geld­strafe von 50 000 Zloty und zur Zahlung der Ge­richtskosten in Höhe von 5600 Zloty verurteilt. Bei dem Zwischenfall von Neuhöfen war, wie gemeldet, ein polnischer Grenzbeamter getötet und ein zwei­ter von den deutschen Behörden verhaftet worden.

Wie der Amtl. Preuß. Pressedienst mitteilt, hat der preußische Justizminister auf den Bericht des Generalstaatsanwaltes beim Landgericht I in Berlin beim Reichsminister des Innern beantragt, die Genehmigung des Reichstages zur Straf­verfolgung feines Mitgliedes, des braun­schweigischen Ministers des Innern und für Volks­bildung Dr. Franzen wegen des Vergehens der Begünstigung herbeizuführen. Amtsgerichtsrat Dr. Franzen in Kiel ist infolge feiner Ernennung zum braunschweigischen Minister aus dem preu­ßischen Justizdienst ausgeschieden.

Der Parteivorstand der Deutschen Volkspartei hat den Zentralvorstand der Par-

Jm Prozeß wegen der Schiebungen im Kieler Marinesperrdepot Dietrichsdorf wurde das Urteil verkündet. Von den 14 Angeklagten, früheren Angestellten und Arbeitern des Depots und vieler Kaufleute, wurden dreizehn zu Ge­fängnisstrafen von drei Wochen bis zu zehn Mo­naten verurteilt, während ein Angeklagter frei- gesprochen wurde. *

Das Handelsdepartement in Washington gibt be­kannt, daß nach den offiziellen Statistiken im Jahre 1929 insgesamt 2 9 5 3 1 Personen durch Autounfälle auf öffentlichen Wegen getötet worden sind.

Der Aeltestenrat des Reichstages ist für Donnerstag zu einer Sitzung zusammen- berufen. Es wird über das Diätengesetz und auch über eine Aenderung über die Platzverteilung des Reichstages beraten. Es ist zu erwarten, daß von den Kommunisten und anderen politischen Parteien die Forderung auf baldige Einberufung des Reichs­tages erneut gestellt wird.«

Havas meldet aus Rio de Janeiro, daß der frühere Präsident Washington Luiz sich an Bord des italienischen DampfersDuilio" nach Europa einschifsen werde. Der frühere Justiz­minister sei wieder in Freiheit gesetzt worden. Die Staaten Amazonas und Para hätten sich der Auf­standsbewegung angeschlossen.

Die australische Fliegerin Frau Keyth Miller ist von Los Angeles nach New- York in 21 Stunden 47 Minuten gefolgen. Sie hat damit den am 18. Oktober von Fräulein Laura Sngallas ausgestellten Rekord für Frauen von 25 Stunden 35 Minuten für den Transkontinental­slug von West nach Ost unterboten.

Reuter meldet: Einer Information aus türkischer Quelle zufolge die sich bisher als zuverlässig er­wiesen hat ist ein U e b e r e i n k o m m e n zwi­schen der Türkei und Griechenland über Parität der Flottenrüstungen der beiden Länder er= zielt worden. Weiter ist vereinbart worden, daß, wenn eine der beiden Mächte den Bau eines neuen ^fiegsschlfses planen sollte, die andere Macht 6 Monate vorher in Kenntnis gesetzt wird Es wird yinzugefügt, daß diese Abmachung vielleicht bald 'n Angora unterzeichnet werden wird.

Zu der Meldung einer Agentur, daß die großen Reedereien beabsichtigen, von einem Anlaufen brasilischer Häfen in nächster Zeit abzu- Men, teilten die Hapag und Hamburg-Sud mit, M sie vollkommen unzutreffend sei. Die Gessll- ayaften halten ihre Fahrpläne aufrecht. Die Mel- L"na ist vielleicht darauf zurückzuführen, daß die Urlader teilweise infolge der politischen Verhalt- wsse ihre Frachten gestoppt haben und daß der hie- 906 brasilische Konsul Auftrag erhalten hat, nach bestimmten brasilischen Häfen keine Sichtvermerke N «teilen, da diese vorübergehend gesperrt sind.

einem Einstellen der Dienste ist in keiner Weise die Rede.

Mussolini spricht

Liebe» das -Kampfsiel des SaLMsmus - Mv die

Revision dev Sevteâse

im altevude« Guvspa"

Rom. 27. Ott Mussolini hielt Heuke, am neunten Jahrestag des Marsches auf Rom, im Palazzo Venezia vor den Vorständen der faschistischen Provinzialverbände ganz Italiens eine Rede, die eine Fortsetzung der großen Reden ist, die er im Mai in Livorno, Florenz und Mailand gehalten hat. Ihr Leitmotiv ist: Gegen das faschistische Italien besteht Kriegs- zustand. Dieser ist heute moralisch, er kann aber morgen militärisch sein.

Mussolini führte u. a. aus: Achtjährige Arbeit hat den Faschismus zu immer größerer politischer und moralischer Entschlossenheit und zu einem immer klareren Verantwortungsgefühl gebracht. Mussolini erinnerte an seine im Mai in Florenz und Mailand gehaltenen Reden, in denen erjenem alten heuchlerischen Europa, das in Genf vom Frieden stammele und überall zum Krieg rüste", die Maske habe Herunterreißen wollen. Diese Reden seien dann als eine Kriegs­erklärung aufgefaßt worden, während man ver­gessen habe, daß der Krieg gegen das faschistische Regime seit acht Jahren von den Männern, Grup­pen, Parteien und Sekten geführt werde, auf die er in Florenz angespielt habe. Faschisten töten, weil sie Faschisten sind, das faschistische Regime verleumden, um ihm jeden Kredit zu nehmen, ist das nicht eine Kriegshandlung, fragte Mussolini. Dieser geistige Krieg bereite den militärischen Krieg gegen das faschistische Regime vor. Bald werden mir auch Kindern die Hände abgehackt haben, wie dies den Deutschen im Jahre 1914 nachgesagt wurde, was nicht ausschloß, daß sich jede Spur ^^!^AWW^^W^D^^^r!^^styrsmiWgeschlelv dert werden, um den Haß gegen das faschistische Italien der von Millionen und Abermillionen ge­zündet wird, zu schüren.

Wir kämpfen gegen eine unlergehende Welk.

Es ist zwangsläufig, daß dieser geistige Kriegszu­stand besteht und sich verschärft; denn wenn es nicht so wäre, wäre der Faschismus heute überwunden. Indessen werde neben dem geistigen Krieg die

Vorbereitung des materiellen Kriegs an den Grenzen Italiens

beschleunigt. In den Akten, die Sie hier sehen, sagte Mussolini, sind die militärischen Vorbereitun­gen ausgezeichnet, die seit 1927, also lange vor den Reden von Livorno, Florenz und Mailand, gegen Italien unternommen worden sind. Hier ist die Liste der aufgestellten Batterien, der errichteten Forts, der vorbereiteten und angelegten Armierun­gen. Konnte ich noch länger warten, um das italienische Volk wachzurütteln? Natürlich haben diejenigen, denen die Maske heruntergerissen wurde, versucht, Italien als die einzige Gefahr für den europäischen Frieden hinzustellen, als den einzigen Wolf unter einer Herde friedlicher Lämmer. Dieses Spiel ist zu Ende.

Das faschistische Italien wird in dem Maße rüsten, wie alle rüsten. Es wird abrüsten, wenn alle abrüsien.

Ich wiederhole, daß, solange es Kanonen gibt, sie schöner sein werden als die schönsten aber oft leeren Worte. Es soll durchaus klar sein, so erklärte Mussolini wörtlich, daß wir materiell und geistig rüsten, um uns zu verteidigen, nicht um anzugreifen. Das faschistische Italien wird niemals die Initiative zu einem Kriege ergreifen. Auch

unsere Politik der Revision der Verträge, die nicht von gestern datiert, sondern schon im Juni 1928 in Aussicht genommen wurde, ist darauf ge­richtet, einen Krieg zu verhüten, eine ungeheure Er­sparnis, diejenige eines Krieges, zu machen. Die Revision der Friedensverträge liegt nicht haupt­sächlich im italienischen Interesse, sondern im In­teresse Europas und der Welt. Das ist nicht sinnlos oder undurchführbar, da diese Revisionsmöglichkeit auch im Völkerbundspakt vorgesehen ist.

Sinnlos ist nur die Behauptung der Unbeweg­lichkeit der Verträge.

Wer verläßt den Völkerbundspakt? Diejenigen, die in Genf zwei Kategorien von Staaten geschaffen haben und für alle Ewigkeit aufrecht erhalten wollen, nämlich bewaffnete und waffenlose. Welche

»olnitiee «< «'al auf eine deutsche Versammlung in Polnisch-Ost- oberschlcsien

Nikolal, 27. Okt. Ein Lokal, in dem der G- D. A. eine stark besuchte Versammlung veranstaltete, wurde gestern mittag von etwa 25 Aufständischen umstellt. Einige der 'Aufständischen begaben sich in den Saal und begannen die Anwesenden mit Stühlen zu bewerfen und auf sie einzuschlagen. Es entstand eine Panik. Zahlreiche Anwesende ver-

Das »ittnge Stauen

juristische und moralische Gleichberechtigung kann zwischen einem Bewaffneten und einem Waffenlosen bestehen? Wie kann man wollen, daß diese Komödie endlos weitergeht, wenn die Hauptdarsteller selbst anfangen, ihrer müde zu werden?

Auf die italienische Donaupolikik

übergehend erklärte Mussolini: Diese Politik ist durch Lebensnotwendigkeiten diktiert. Wir suchen unser Gebiet bis zum letzten auszunutzen, aber es wird bald mit der stets wachsenden Bevölkerung ge­sättigt sein.

3m Jahre 1950 wird Italien in einem unge­heuer gealterten Europa die einzige junge Ration sein.

Nur nach Osten kann sich unsere friedliche Aus­dehnung richten. Unsre Freundschaften und Bünd­nisse sind daher leicht verständlich. Diese Freund­schaften und Bündnisse haben heute einen absoluten Wert. Wir treiben eine offene Politik ohne Ver­stellung und ohne geheime Vorbehalte. Eine von uns übernommene Verpflichtung ist heilig, was

Mn Au-fuhrorMe! sei. bedarf Ler Kor rektar. Denn der Faschismus als Idee und Doktrin der Leistung ist universell, italienisch in seinen Einrich­tungen, universell dem Geiste nach.

Man kann also an ein faschistisches Europa denken,

ein Europa, das seine Einrichtungen auf der Dok­trin und der Praxis des Faschismus aufbaut d. h. ein Europa, daß im faschistischen Sinne das Pro­blem des modernen Staates löst, des Staates des 20. Jahrhundertes, der ganz verschieden ist von den Staaten, die vor 1789 bestanden oder sich später bildeten. Kein anderes Volk hat in ähnlicher Weise wie das italienische, den Mut, sein Leben aufs Spiel zu setzen. Der Faschismus ist ein eherner Block, in dem es keine Jakobiner oder Girondisten, keine Rechte oder Linke gibt. Er befindet sich erst am Be­ginn feiner neuen Aufgabe. Er blickt vorwärts, nicht rückwärts. Er wird noch bestehen wenn die Pro­pheten, die seinen Untergang verkündet haben, nicht nur in Asche zerfallen, sondern auch längst ver­gessen sind.

Die Apenninenhalbinsel ist Henle ein ungeheures Zeltlager,

in welchem Millionen von Menschen, sich zeigend auf dem Acker, auf dem Meere, in der Luft, in den Schulen, auf den Sportplätzen und in den Kirchen, rüsten für das große Opfer des Lebens für die Wiedergeburt ihres Geschlechts, für die Notwendig­keiten ihrer lateinischen Rasse, für die große Schlacht, die morgen sein wird oder niemals. Man glaubt ein dumpfes Geräusch zu hören, das dem Marsch ähnelt.

Dies, sagte Mussolini mahnend am Schluß, ist eure Parole für das neunte Jahr.

eine Parole des Kampfes wie immer. Der Kampf erfordert Eintracht, Disziplin, Opfergeist, Brüderlichkeit unter Gleichgesinnten, die denselben Feind haben. Angesichts der Größe und steigenden Härte des Kampfes zwischen Faschismus und Anti­faschismus muß alles das, was die Partei be­schweren oder vermindern kann, unterdrückt werden. Alles das, was der Spekulation der Feinde Ma­terial bieten kann, muß vermieden werden. Es ist keine Zeit mehr für kleine Dinge. Die lokalen Fragen dürfen nicht mehr Zeit und Energie ver­brauchen, als unbedingt notwendig ist. Dann wird das faschistische Italien, jene ungeheure Legion unter dem Symbol des Liktorenbeils, einer immer größeren Zukunft entgegengehen. Niemand kann cs aufhalten, niemand wird es anMteri.

suchten durch die Fenster zu entkommen. Die Ver­sammlungsteilnehmer, die die Ausgänge benutzten, mußten buchstäblich Spießruten laufen und wur­den von den Aufständischen schwer mißhandelt. Der in einem Nebenraum untergebrachte Polizeiposten verhielt sich völlig passiv. Einige Stunden später wurde ein Mitglied des G. D. A., der Buchhalter Galga, auf der Straße von Aufständischen über­fallen und derart mißhandelt, daß er besinnungslos zusammenbrach.

Das Gokdkaad Svankveich

Pariser Brief

Frankreich hat gegenwärtig mehr Gold im Besitz, als irgend ein anderes Land, mit Aus­nahme der Vereinigten Staaten. Sein Gold­reichtum hat zudem alle Aussicht, sich weiter zu vermehren, da die Goldreserven der Bank von Frankreich stündig im Wachsen begriffen sind. Diese Entwicklung wird namentlich in England mit unverkennbarer Mißgunst verfolgt. Man spürt in London sehr deutlich, daß heute nicht mehr England, sondern Frankreich der kapi­talkräftigste Staat Europas ist und man be­dauert sehr, daß England auf diesem Gebiete den Rang an Frankreich hat abtreten müssen. Es fehlt auch in der englischen Presse nicht an sehr deutlichen Vorwürfen an die Adresse Frankreichs. Die französische Presse setzt sich indessen zur Wehr, und es ist in diesem Zu­sammenhänge gerade gegenwärtig eine ein­gehende Erörterung des Goldproblems im Gange. In die Diskussion wird auch Deutsch­land mit hineingezogen, das bekanntlich in den letzten Wochen aus den Goldbeständen der Reichsbank sehr erhebliche Beträge an die Bank von Frankreich abgegeben hat.

Der ständige Zustrom, der die Goldvorräte der Bank von Frankreich vermehrt, hat, ich von selbst versteht, seine Quellen in

Zahlungsverpflichtungen des Auslandes Frankreich. Die Zahlungen erfolgen in Regel in Gold. Auch bei der Zahlung ausländischen Banknoten muß Gold bei

wie den an der mit der

Bank von Frankreich deponiert werden, wenn die betreffende ausländische Währung nicht ins

Zahlungsverpflichtungen des Auslandes an Frankreich? Man ist sich darüber klar, daß in der Zeit des schlechten französischen Wäh­rungsstandes viel französisches Kapital ins Ausland gebracht worden ist und daß infolge der Verzinsung dieses Kapitals oder auch in­folge der Rückzahlung an den französischen Besitzer ständig vom Auslande her Gold in die französischen Kassen strömt. Dieser Vorgang hat zur Voraussetzung, daß Frankreich bei weitem nicht in demselben Grade an das Aus­land verschuldet ist, wie das Ausland an Frankreich. Man braucht dabei nur an die

deutschen Reparationszahlungen zu denken. Während hier eine teiche Goldquslle für Frankreich offen steht, hat Frankreich es auf der anderen Seite verstanden, sich für feine Zahlungsverpflichtungen an England und die Vereinigten Staaten die denkbar günstigsten Bedingungen zu sichern. Eine weitere Gold­quelle für Frankreich ist der Außenhandel, der sehr stark zu Gunsten Frankreichs balanziert, und der mit jedem Jahre wachsende Fremden­verkehr, der vom französischen Staate mit allen Mitteln gefördert wird. Engländer und Amerikaner überfluten das Land im Sommer und hinterlassen einen reichen Goldsegen. Sm Vergleich mit diesem Riesenverkehr ist die Zahl der Franzosen, die ins Ausland gehen, lä­cherlich gering. Ein Hauptanziehungspunkt für den Fremdenverkehr find die zahlreichen Kriegserinnerungen, die sehr gut rentieren und die deshalb "möglichst in ihrem ursprüng­lichen Stande erhalten werden.

Einige innere Gründe kommen noch hinzu. Frankreich hat den tiefgesunkenen Franken auf einem Stande stabilisiert, der für« die franzö­sischen Rentenbesitzer einen schweren Kapital­verlust bedeutete. Es hat also kein Kapital aufgewendet, um die Währung wieder auf die ursprüngliche Höhe zu bringen. England da­gegen hat das gesunkene Pfund wieder zur alten Höhe emporgebracht und hat diesen Währungssieg natürlich teuer bezahlen müssen. Es kommt hinzu, daß die Bank von Frank­reich von den französischen Banken zur Re­diskontierung nur sehr wenig in Anspruch ge­nommen wird. Die französischen Banken sind infolgedessen zu einem großen Teil auf ihre eigenen Kapitalkräfte angewiesen und kündi­gen lieber kurzfristige auslärrdische Kredite, als daß sie sich an dre Bank von Frankreich wenden. Auch dieses Verfahren trügt mit dazu bei, daß das Gold im Lande bleibt. Im großen und ganzen aber verdankt Frankreich seinen wachsenden Goldreichtum doch dem Um=

Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten