Seife 10
Samstag, den 11. Oktober 1930
Nr. 239
Die ^Hausmädchen dee Hndnsdttee"
Zu einer wagemutigen Reform, hat sich der weibliche Maharadscha Setu Lakshmi Bayi entschlossen, die während der Minderjährigkeit ihres Neffen im Staar Travancore, einem der bedeutendsten indischen Staaten, regiert. Die tapfere Maharani hat den Mut gefunden, die sog. „Hausmädchen der Götter" aus allen Hindutempeln des Staates zu verbannen. Die'e Hausmädchen der Götter, die „Deva- dasi", gleichen den Vestalinnen im alten Rom. Ihre Aufgabe besteht darin, in den Tempeln vor den Götterbildern zu fingen und zu tanzen. In Wahrheit aber werden sie nur zu häufig die Opfer der Männer der hohen Kasten, besonders der Brahmanen Die Maharani Setu Lakshmi Bayi hat sich durch die Aussicht auf religiöse Verwicklungen, die aus der Abschaffung dieses Systems entstehen könnten, nicht schrecken lassen, mit fester Hand in ein Wespennest zu greifen. Ueber die Umstände, die sie zu der Reformtat bestimmten, berichtet ein indisches Blatt: „Während ihrer letzten Reise im Süden ihres Staates besuchte die Maharani auch den Gottesdienst eines Tempels, und als sie dort die tanzenden Mädchen sah, war sie so empört, daß sie auf der Stelle die Abschaffung der Tänzerinnen verfügte und weiterhin bestimmte, daß in Zukunft für die Zeremonien nur Männer verwendet werden dürfen. Im Grunde sind ja auch diese „Devadasi" nichts anderes als Sklavinnen im Dienste eines Gottes. Wenn die indischen Vestalinnen zum Tanz ausgebildet werden und das Gelübde der Keuschheit ablegen, so kann es nicht weiter überraschen, daß sich dort eine Art Prostitution herausbildet, die sich hinter dem dünnen Schleier der pseudoreligiösen Sitte schamhaft zu verstecken sucht."
Eine andere englische Oktoberkragödie.
Genau sechzig Jahre vor der Katastrophe des „R. 101" wurde England durch den Verlust des Kriegsschiffes „Captain", das einen neuen Schiffstyp darstellte, in Trauer versetzt. Das Schiff ging bei der ersten Fahrt auf der Höhe von Kap Finnis- terre" unter, wobei, wie im Falle des Luftschiffs „R. 101", mit der Mehrzahl der Besatzung auch der Konstrukteur des neuen Schiffstyps, Kapitain Cowper Coles, zu Grunde ging. Er hatte zu dem von ihm konstruierten Schiff unbegrenztes Vertrauen, im Gegensatz zu einer großen Zahl von Sachverständigen. die bei der leichten Bauart des Schiffskörpers bezweifelten, ob der Rumpf die Last des Segeldrucks und der Geschütztürme bei widrigen Wetterverhältnissen zu tragen imstande sein wurde. Der Verlauf der Fahrt bestätigte ihre Besorgnisse vollauf. Das Schiff versank in den frühen Morgenstunden bei schwerem Unwetter in der Tiefe. Das Kabinett Gladstone war bei dem Unglück persönlich m Mitleidenschaft gezogen, da sich die Söhne des Ersten Lords der Admiralität und des Staatssekretärs im Kriegsministerium an Bord des Unglücksschiffes befunden hatten und bei der Katastrophe ertrunken waren.
Entlarvte Simulanten.
Auf eine amüsante Weise wurde ein Pariser Arbeiter überführt, der für ein Glied feines Körpers Schadenersatz vèanfprucht^Ks ' wahrend 'feiner bè-
ruflichen Tätigkeit angeblich beständig Schaden litten hatte. Er erklärte sich außerstande, seine Arme
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auszustrecken oder in ausgestreckter Lage zu halten. Der Vertrauensarzt, bei dem er vorsprach, um sich die Arbeitsunfähigkeit bescheinigen zu lassen, entnahm seiner Brieftasche eine Banknote und v .eit sie ihm mit den Worten vor die Augen: „Das Geld stammt vom Unterstützungsfonds für die Opfer der Industrie". Augenblicklich streckte der sichtlich erfreute Patient die Hand nach dem Gelde aus und gab sich dadurch als Simulant zu erkennen. Hierbei fei auch an die Ge'chickte eines englischen Rekruten erinnert, der sich während des Weltkrieges der Dienstpflicht zu entziehen suchte, indem er behauptete, stark kurzsichtig zu sein. Die Versuche des Arztes, ihn Briefe lesen zu lassen, scheiterten ausnahmslos. Schließlich kam auch der Militärarzt auf den Gedanken, es einmal mit der Spekulation auf die Geldgier zu versuchen. Er nahm ein kleines Geldstück aus der Talche und hielt es in gehöriger Entfernung dem Manne vor die Augen, wobei er barsch fragte: „Nun, mein Junge, was ist das?" — „Zeigen Sie es mir, bitte, etwas näher!", bat der Rekrut, der keinen Blick von der Münze ließ. ,Hch kann nicht recht erkennen, ob es ein Zwei- schillinastück ist oder eine halbe Krone."
SU Lapone, dev
Amerika bietet den Erfolg an. Die Mittel und Wege, die zu ihm führten, treten in den Hintergrund. Der Erfolg, versinnbildlicht zumeist im goldenen Kalb, in so und so vielen Dollarmilttonen, zähst einzig und allein. Gewisse Männer hat dieses an Typen so reiche Land hervorgebracht, die in ihrem rücksichtlosen Jagen nach dem Dollar das Interesse, die Phantasie, den Haß und oft auch die Bewunderung der breiten Massen auf sich gelenkt haben. Diese Helden des Tages kommen und gehen. Einst waren es die Krösusse bet Industrie und Hochfinanz, die Trustgründer: Rockefeller, Sinclair, Morgan und Ford. Sie sind heute kaum mehr „front page news"; das Publikum hat sich an sie gewöhnt. Anderen Göttern mußten sie Platz machen: Lindberg und Narbengesicht (Scarface) Al Capone. Zwei merkwürdige Gegensätze und doch sind beide fast gleichaltrig. Der eine hat sich durch einen Flug Namen, Ruhm und eine reiche Frau erworben, der andere, Capone, ist wie ein Maulwurf nach langem Graben und Bohren in der Unterwelt von Chicago endlich zur Höhe emporge- klommen. Sein Name ist dabei zuM Schreckmittel nicht allein in Amerika, nein, der halben zivilisierten Welt geworden.
Hier sei nicht von Narbengesicht Capone die Rede, wie mir ihn aus unnachweisbaren Erzählungen, Geschichten und mehr ober weniger fundierten Berichten der amerikanischen „yellow preß", der Sensationspresse, kennen. Lassen wir die Polizeiakten, die Detektive und die Unterwelt selbst sprechen, wie das Fred D. Parsley in seiner eben veröffentlichten Buch-Biographie des Verbrecherkönigs so meisterhaft getan hat. Capones Aufstieg ist phantastisch und romantisch. Hätten wir ihn im Jahre 1920 auf einer Straße in Chicago getroffen, hätte er uns wahrscheinlich folgende Visitenkarte überreicht:
Alphonse Capone Händler in gebrauchten Möbeln 2220 South Wabash Ave., Chicago Hier begann seine Karriere. Nicht, daß er jemals in Möbeln tatsächlich gehandelt hätte. Das war nur das Aushängeschild, das Alibi den Behörden und dem Steueramt gegenüber.
Wie einst Napoleon, so waren auch Capone Zeit und Umstände günstig: Die Prohibition und der nie versagende amerikanische Durst bahnten ihm den Weg zum Reichtum. Als Leibwächter des Großbootleggers und Spielhausbesitzers Torrio — das Rocketeergeschäft entwickelte sich erst in der zweiten Hälfte dieser Dekade — wurde er mit den Verhältnissen von Chicago vertraut. Ueber die Leichen von zahlreichen Verbrecherkonkurrenten hinweg gelangte er zur dominierenden Stellung in der Unterwelt. Wenige Jahre später finden wir ihn bereits als politischen Beherrscher von Cicero, einer typischen amerikanischen Kleinstadt dicht bei Chicago, die 70 000 Einwohner zählt und mit Handelskammern, Banken, Kirchen und den nie fehlenden Rotary Clubs reichlich versehen ist. Ueber Nacht wurde Cicero die nässeste und wildeste amerikanische Stadt: Hunderte von Kneipen hatten Tag und Nacht geöffnet und schenkten Capone-Bier aus; unzählige Bordells, Spielhäujer, Pferde- und Hunderennplätze muhten an Capone und feinen „Gang", lemeBande.' 'd rk'en
tection" (Schutz der Polizei und gegnerischen Banden) abführen. Im Sommer 1924 verdienen Capone und Torrio wöchentlich bereits je 100 000 Dollar.
Mit dem Eintritt von Capone in Cicero begann die „Bootlegg-Schlacht an der Marne", wie sie im amerikanischen Volksmund weiterlebt, zwischen der Bande von Capone und der von O'Banion. Es war ein Kampf aus Rache ober Haß. Mit Pistolen, Maschinengewehren und Bomben wird eben einmal in der Unterwelt von Chicago die kommerzielle Alleinherrschaft im Schnaps-, Wein- und Viergeschäft, sowie in der Operation von Spielhöllen und Bordellen entschieden. ,
Selfmademan
Dutzende von Männern wurden auf beiden Seiten ermordet. Im Herbst 1927 war Capone bet Chef eines „Geschäftskonzerns", wenn wir es so nennen dürfen, dessen Jahreseinnahmen sich nach offiziellen Berechnungen des United States Steueramtes sich wie folgt zusammensetzen: Bier- und Schnapsfabrikation 60 Millionen Dollar, Spielhöllen und Rennplätze 25 Millionen, Roadhäuser und Bordelle, Nachtklubs 10 Millionen, Rackets 10 Millionen, zusammen 105 Millionen Dollar. Genaue Ziffern über Capones Reingewinn liegen natürlich nicht vor. Die „insiders", die Eingeweihten, schätzten damals aber fein Jahreseinkommen auf 30 Millionen Dollar. In diesem Jahre wurde auch von seinen Gegnern eine Belohnung auf seinen Kopf von 50 000 Dollar ausgesetzt, die sich aber bisher noch niemand verdient hat. Es war aber noch nicht aller Tage Abend . . .
Capone lebt königlich und gibt das Geld mit vollen Händen aus. Im feudalen Metropole- Hotel, 2300 South Michigan Ave., Chikago, hat er fein geschäftliches Hauptquartier. Zwei Stockwerke sind von ihm und seinen Komplizen belegt. Hier ist Capone Politiker, Bootlegger und Racketeer. Seine Kontribution zu der letzten Chikagoer Bürgermeisterwahl belief sich auf 250 0O0 Dollar. Einige Häuser weiter verwandelt sich das Narbengesicht in Dr. Brown (2146 South Michigan Ave.). Seine vermeintliche Klinik ist in Wirklichkeit ein chemisches Laboratorium, in dem die gesamte Bootleggerproduktion des Caponekonzerns vor dem Verkauf untersucht und geprüft wird. Capone liefert nur gute Sachen. Seine Kundschaft ist nämlich nicht nur die breite Masse. Selbst die Millionäre der Goldküste von Chikago gehören zu seinen Abnehmern. In Cicero wohnt Capone mit seiner Familie, mit seiner, Mutter, zwei Brüdern und einem Sohn. In Florida ist sein Winterheim.
Capones Geschäfte gingen gut. Im Jahre 1928 begannen die sogenannten Rackets. Er wurde der Präsident der 35 Millionen Dollar werten Kleiderreinigungsindustrie von Chikago. Unter seiner Leitung wurden alle Konkurrenzstreitigkeiten beigelegt.
Doch Capones Gegner waren noch nicht alle überwunden. Immer wieder mußten die Pistolen sprechen. Durch seine ganze Laufbahn lassen sich die einzelnen Morde wie ein roter Faden verfolgen. Naiv wäre es, unter dem Eindruck zu stehen, daß Capone selbst zur Waffe greift. Seine Helfer besorgen feine Todesaufträge schnell und prompt. Es war am 14. Februar 1929, als die Capone- Bande ihr Meisterstück vollbrachte: Zwei als Polizisten verkleidete Bandenmitglieder und fünf dere Männer betraten eine Garage in Clark
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dere Männer betraten eine Garage in Clark Str. und machten dort mit ihrem Maschinengewehr sieben Konkurrenten nieder. Capones Leute hatten gründliche Arbeit verrichtet, alle sieben waren tot.
Es war die Prohibition, der Capone seinen Aufstieg zu verdanken hatte. Heute ist er der unbeschränkte Alkohollieferant von 10 000 Kneipen in Chikago. Ein Faß Bier, das vier Dollar zu brauen kostet, wird an den Speakeasybesitzer für 55 Dollar verkauft. Im Einzelverkauf bringt' dieses Faß dann wiederum 200 Dollar. Eine Kiste Whisky kostet Capone 20 Dollar und wird für 90 verkauft.
Der Capone von 1930 ist ein gehetzter und ae- WWWWWWWWWWW^WMWW^WWMWW
freundschaft gewähren, selbst wenn zahlreiche Politiker, Richter und Beamte gerne seine Bestechungsgelder nehmen. Der Druck der öffentlichen Meinung gestattet es aber im Augenblick nicht, allzu offen mit ihm zu verkehren. Sein Vermögen beträgt, wie das Steueramt erklärt, mindestens 20 Millionen Dollar, feine Leibgarde ist größer als die des Präsidenten der USA. und besteht aus 18 schwerbewaffneten Männern, die ihn Tag und Nacht begleiten. Er ist erst 32 Jahre alt, für einen Chikagoer Gangster aber ein hohes Alter. Seine Auto ist oben und auf beiden Seiten mit Panzerplatten belegt. Capone ist das modernste amerikanische Erzeugnis der Unterwelt: Millionär, Ver-
-brecher, Racketeer, Politiker und Geschäftsmann.
größere Durchschlagskraft, den Einheimischen mutz man den Dortes des eigenen Platzes zugute halten. — Vorher stehen sich die Reserve-Mannschaften gegenüber und auch dieser Kampf dürfte eines Reizes nicht entbehren.
Weitere Spiele: 1b Mannschaft — Union Niederrad, 10.30 Uhr dort; 3. Mannschaft gegen V. f. B. Großauheim, 9.45 Uhr hier; A-Iugend gegen V. f. B. Großauheim, 10 Uhr dort; B-Jugend gegen Viktoria Kahl, 10 Uhr dort.
Gvort-Nachâbtei».
Handball.
T. V. Bergan 1. — Polizei
Obige Mannschaften trugen
Hanau 1. 3:5
am Sonntag ihr
Hanau 93 — J. Sp. V. Frankfurt
Auf das morgen nachmittag 3 Uhr auf dem Sportplatz an der Aschaffenburger Äraße
fälliges Verbandsspiel auf dem Hof der PoUzei- Unterkunst aus Man sah einen spannenden, zeitweise etwa- harten Kampf, der jedoch im Rahmen
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des Erlaubten blieb und den die Polizei infolge ihres größere" Stehvermögens für sich entscheiden konnte. Der Schiedsrichter war gut. — Am Sonntag weilt die 1 Mannschaft zum VerbaNdsspiel in Offenbach, gegen T. V. Offenbach, 3.30 Uhr, während die' 2 Mannschaft T. V. Kesselstadt im Pflichtnp.«l empfängt. Spielbeginn 2 Uhr, Platz der Pol.-Unterkunst.
Ringen
SC. Eiche 01 Liga— Spv. 1909 Fürth i. O. Liga
Wir machen alle Sportfreunde auf das am morgigen Sonntag vormittag 10.30 Uhr im Turnsaale des Turn- und Fechtklub stattfindende Verbands-Mannschaftsringen zwischen SC. Eiche und dem Odenwaldmeister Fürth ganz besonders aufmerksam. Beide Mannschaften betreten in stärkster Ausstellung den Kampfplatz und steht ein hochinteressantes Treffen bevor.
wmcMft
findende Vorrunden-Verband sfpiel sei nochmals hingewiesen Das Treffen w-rd mit größter Spannung erwartet und die Chancen beider Mannschaften werden gleich beurteilt. Für Bornheim spricht die
Kasteler Rgs. (Iß Siege. 14 Regatten, 315 Punkte) den ersten Platz der Punkttabelle des Deutschen Ruderverbandes. Unter den ersten zwanzig Vereinen der Tabelle befinden sich nicht weniger als sieben süddeutsche. Von den mainischen Vereinen konnte der Offenbacher RV. 1874 mit 31 Siegen auf 12 Regatten und 240 Punkten den 5. Platz be-- legen. Am 14. Stelle rangiert der Frankfurter NV. 65, an 19. Stelle die Frankfurter Germania früheren Gegner Schmelings, anerkannt. Der und an 40. Stelle die Offenbacher Undine.
GsschäMiches.
Die Hausuhrenfabrik Gebr. Jauch in Schwenningen a. 7t. mußte infolge der stetig wachsenden Nachfrage für ihre erstklassigen Erzeugnisse b:e Fabrik- und Büroräume vergrößern und hat zu diesem Zweck ein großes, modern gebautes Fabrikgebäude in Deißlingen a. N. b. Schwenningen a. N., käuflich erworben. Wir bitten, das heutige Inserat mit der neuen Adresse zu beachten.
Rudern
Amicitia Mannheim Tabellenerster im Deutschen Ruderverband
Mit 28 Siegen auf 10 Regatten und 974,5 Punkten belegt wiederum Amicitia Mannheim mit großem Vorsprung vor dem Berliner RC. (28 Siege, 14 Regatten, 558 Punkte) und der Mainz-
WeitesbeviE:
Im Bereich der KalÄuift, die über unserm Gebiet liegt, hat sich die Witterung beruhigt und die Niederschläge haben ausgehört. Ein neuer über Nord- england erschienener TiefdruckWlrüel wird aber schon bald wieder zunehmende Bewölkung und auch Regenneigung brngen, io daß ständig trockenes Wetter noch nicht zu erwarten ist. — Vorhersage bis Samstag abend: Nachts vielfach neblig und ziemlich kühl, zunächst nach heiter, später zunehmende Bewölkung, südwestliche Winde. — Witterungsaussichten für Sonntag: Bewölkt, zeitweise Regenfälle, wärmer, südwestlich Winde.
Son döv âZtsobübtts.
Lentraliheaker. Wien, die Stadt der Lieder, hat schon eine Fülle von dankbaren Stoffen und reiz-
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ArCOC ULTRA-ZAHNPASTA
vollen Rahmen für Tonfilme von mehr oder weniger Format geliefert, ohne daß scheinbar die letzten Möglichkeiten erschöpft sind. Zu diesem Schlüsse kommt man ohne weiteres bei dem Großfilm „Der Walzerkönig", dessen starker und nachhaltiger Erfolg allein schon in der geschickten Behandlung eines dankbaren Stoffes, der äußerst einfallreichen Regie und glänzenden Gesamtdarstellung beruht. Kein Wunder, steht doch kein geringerer als Joh. Strauß, der Altmeister des Wiener Walzers und Liebling Wiens im Mittelpunkt des köstlichen Geschehens. Ein allerliebstes, melodisches Karussellspiel um die Liebe mit leicht pikantem Anstrich setzt ein, das durch seine Zeitlichkeit und Stil, seine vielen originellen Einfälle — erinnert sei nur an den Maskenball der „Harmonie", das Rußlandgastspiel des Altmeisters, die Revolutionsszene usw. —, und vieles andere besticht. Der Film, dessen tonliche Wiedergabe nach dem gestern früh erfolgten Einbau einer neuen Apparatur kaum noch Wünsche offenläßt, gefiel ungemein. Im Beiprogramm feierte der unerreichte Rin-Tin-Tin erneut Triumphe.
NeveSns. OevlammUMHsn.
Freireligiöse Gemeinde Hanau. e. B. Unsere Nähabende finden vorläufig Dienstags und Donnerstags, abends 8 Uhr, bei Newiger, Marktpl. 6, statt. 1520
Rhönklub, Zweigverein Hanau e. TL 10. Vereinswanderung Sonntag, 12. Okt., Schlüchtern, Herolz, Gundhelm, Sterbfritz. Abfahrt Hanau-Haupt 7.36 Uhr. Rückkehr Hanau-Haupt 21.37 Uhr. Sonntags« karte Schlüchtern 2.80 Mk., Sterbfritz —Schlüchtern 0.80 Mk. Wanderzeit 6 Stunden. Rucksackverpfle- gung, solide Wanderschuhe anziehen. Gäste willkommen. 1523
Verkehrstruppen und Pioniere. Die Kameraden werden auf das heute abend 8 Uhr im „Hotel Niesen" stattfindende Stiftungsfest aufmerksam gemacht. Da es die einzige kleine Feier in diesem Jahre ist, wird erwartet, daß sich alle Kameraden mit Familien beteiligen. 1517
verein für Homöopathie, Biochemie und Natur- Heilkunde Hanau, gegr. 1877 (Frauengruppe). Dienstag, 14. Oktober, im Vereinslokal „Zur Sonne", abends 8 Uhr, Vortrag des Herrn Oswald Kunze über „Die Hygiene der Wäsche". Näheres Montagsinserat. 1532
verein der Bayern A. V. Heute abend findet unsere Ouartalsversammlung statt. Da sehr wichtige Punkte vorliegen, bitten wir doch alle Mitglieder zu erscheinen. 3729
Turn- und Fecht-Club, hockeyabkeilung. Die
Spiele gegen Oberrad fallen aus. 1524
h. R. E. Hassia, Rugbyabteilung. Heute 3.30
Training am Bootshaus. Sonntag vormittag 10 Uhr Spiel gegen Sportkl. 80 Ffm. an der Adickesallee. Abfahrt 8.30 Uhr Hanau-West. 1526
Erster Hanauer Fußball-Club 1893 (e. V.)? Eintrittskarten für Erwerbslose werden nur im Vorverkauf, und zwar nur im Zigarrenhaus Hock, Steinheimerstraße, gegen Erwerbslosenausweis ausgegeben. Dieser Ausweis ist zusammen mit der gelösten Eintrittskarte an der Sperre zum Sportplatz vorzuzeigen. Wir bitten die Erwerbslosen höflichst, diese Vorschriften zu beachten, da Ausnahmen, in keinem Falle tttatstMen können. '
T. F. E. Hanau. Montag abend 8 Uhr Schwimmersitzung und für alle, die am Besuch des Hallenbades teilnehmen wollen. Dienstag abend erster Be-, such. Abfahrt 19.15 Uhr ab Cafè Schneider. 1525*
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Bekanntmachung
betr. Fischereirechle im Krebsbach.
Der Plan nebst den erforderlichen Unterlagen (Erläuterungsbericht nebst Karten, Kostenanschlag usw.) zur Bildung einer Wassergenosjenschaft in den Gemeinden Rüdigheim, Ober- und Niederissigheim und Bruchköbel liegt gemäß §§ 164, 165 und 166 des Preußischen Wassergesetzes vom 7. 4. 1913 (G. S. S. 53) in der Zeit vom 13. bis einschl. 28. Oktober ds. Js. während der Bürostunden auf dem Bürgermeisteramt in Oberissigheim zu jedermanns Einsicht offen.
Widersprüche gegen den Ausbau usw. des Planes können bis zum 12. November ds. Js. bei der vorgenannten Dienststelle schriftlich oder mündlich zu Protokoll erhoben werden.
Diejenigen, die1 innerhalb der vorbezeichneten Frist keinen Widerspruch gegen den Ausbau erheben, verlieren ihr Widerspruchsrecht und können nach Feststellung des Planes nur noch die im § 172 des Wassergesetzes bezeichneten Ansprüche geltend machen. 66
Hanau, den 8. Oktober 1930.
Der Landrat und staatl. Kommissar. gez. Kaiser.
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Bekanntmachung Verdingung der:
1. Waler-, Schreiner-, Schlosser- und Jnstallations- arb eiten.
2. Jnnenvutz- und Außenputzarbeiten, elektrische In- stallatians- und Entwässerungsarbeiten,
3. Anstreicher- und Tapezievarbeiden, Üefen uns Herds, eiserne Einfriedigung
zur Ausführung von 13 Häusern mit 52 Kleinwohnungen an der Aepfsballe«.
Auskunft wird auf Zimmer 19 des Rathauses erteilt.
Termin Mr Einreichung der Angebote Oktober 1930, unter 1. 11 Uhr, unter 2. %12 Uhr und unter 3 12 Uhr
Hanau, 7 Oktober 1930.
Der Magistrat, gez. Dr. Weld«.
Bäckerei, Konditorei und Café Hörpel, Krämerstr. 19, Tel. 3508
verhindert Z«hnetelnan*aU, Lockerwardee de> Zähne, spritzt nicht und ist hochkonzentriert, daher sparsamer. Eine Tube reicht 3 m a I solange. Viele Zahnärzte bezeichnen BIOX-ULTRA als besten Zahnpflegemittel.