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Seife 10

Samstag, den 11. Oktober 1930

Nr. 239

Die ^Hausmädchen dee Hndnsdttee"

Zu einer wagemutigen Reform, hat sich der weib­liche Maharadscha Setu Lakshmi Bayi entschlossen, die während der Minderjährigkeit ihres Neffen im Staar Travancore, einem der bedeutendsten indi­schen Staaten, regiert. Die tapfere Maharani hat den Mut gefunden, die sog. „Hausmädchen der Göt­ter" aus allen Hindutempeln des Staates zu ver­bannen. Die'e Hausmädchen der Götter, die „Deva- dasi", gleichen den Vestalinnen im alten Rom. Ihre Aufgabe besteht darin, in den Tempeln vor den Götterbildern zu fingen und zu tanzen. In Wahr­heit aber werden sie nur zu häufig die Opfer der Männer der hohen Kasten, besonders der Brah­manen Die Maharani Setu Lakshmi Bayi hat sich durch die Aussicht auf religiöse Verwicklungen, die aus der Abschaffung dieses Systems entstehen könn­ten, nicht schrecken lassen, mit fester Hand in ein Wespennest zu greifen. Ueber die Umstände, die sie zu der Reformtat bestimmten, berichtet ein indisches Blatt: „Während ihrer letzten Reise im Süden ihres Staates besuchte die Maharani auch den Gottes­dienst eines Tempels, und als sie dort die tanzen­den Mädchen sah, war sie so empört, daß sie auf der Stelle die Abschaffung der Tänzerinnen verfügte und weiterhin bestimmte, daß in Zukunft für die Zeremonien nur Männer verwendet werden dür­fen. Im Grunde sind ja auch diese „Devadasi" nichts anderes als Sklavinnen im Dienste eines Gottes. Wenn die indischen Vestalinnen zum Tanz ausge­bildet werden und das Gelübde der Keuschheit ab­legen, so kann es nicht weiter überraschen, daß sich dort eine Art Prostitution herausbildet, die sich hinter dem dünnen Schleier der pseudoreligiösen Sitte schamhaft zu verstecken sucht."

Eine andere englische Oktoberkragödie.

Genau sechzig Jahre vor der Katastrophe des „R. 101" wurde England durch den Verlust des Kriegsschiffes „Captain", das einen neuen Schiffs­typ darstellte, in Trauer versetzt. Das Schiff ging bei der ersten Fahrt auf der Höhe von Kap Finnis- terre" unter, wobei, wie im Falle des Luftschiffs „R. 101", mit der Mehrzahl der Besatzung auch der Konstrukteur des neuen Schiffstyps, Kapitain Cow­per Coles, zu Grunde ging. Er hatte zu dem von ihm konstruierten Schiff unbegrenztes Vertrauen, im Gegensatz zu einer großen Zahl von Sachver­ständigen. die bei der leichten Bauart des Schiffs­körpers bezweifelten, ob der Rumpf die Last des Segeldrucks und der Geschütztürme bei widrigen Wetterverhältnissen zu tragen imstande sein wurde. Der Verlauf der Fahrt bestätigte ihre Besorgnisse vollauf. Das Schiff versank in den frühen Morgen­stunden bei schwerem Unwetter in der Tiefe. Das Kabinett Gladstone war bei dem Unglück persönlich m Mitleidenschaft gezogen, da sich die Söhne des Ersten Lords der Admiralität und des Staatssekre­tärs im Kriegsministerium an Bord des Unglücks­schiffes befunden hatten und bei der Katastrophe ertrunken waren.

Entlarvte Simulanten.

Auf eine amüsante Weise wurde ein Pariser Ar­beiter überführt, der für ein Glied feines Körpers Schadenersatz vèanfprucht^Ks ' wahrend 'feiner bè-

ruflichen Tätigkeit angeblich beständig Schaden litten hatte. Er erklärte sich außerstande, seine Arme

er-

auszustrecken oder in ausgestreckter Lage zu halten. Der Vertrauensarzt, bei dem er vorsprach, um sich die Arbeitsunfähigkeit bescheinigen zu lassen, ent­nahm seiner Brieftasche eine Banknote und v .eit sie ihm mit den Worten vor die Augen: „Das Geld stammt vom Unterstützungsfonds für die Opfer der Industrie". Augenblicklich streckte der sichtlich er­freute Patient die Hand nach dem Gelde aus und gab sich dadurch als Simulant zu erkennen. Hierbei fei auch an die Ge'chickte eines englischen Rekruten erinnert, der sich während des Weltkrieges der Dienstpflicht zu entziehen suchte, indem er behaup­tete, stark kurzsichtig zu sein. Die Versuche des Arz­tes, ihn Briefe lesen zu lassen, scheiterten ausnahms­los. Schließlich kam auch der Militärarzt auf den Gedanken, es einmal mit der Spekulation auf die Geldgier zu versuchen. Er nahm ein kleines Geld­stück aus der Talche und hielt es in gehöriger Ent­fernung dem Manne vor die Augen, wobei er barsch fragte: „Nun, mein Junge, was ist das?" — „Zeigen Sie es mir, bitte, etwas näher!", bat der Rekrut, der keinen Blick von der Münze ließ. ,Hch kann nicht recht erkennen, ob es ein Zwei- schillinastück ist oder eine halbe Krone."

SU Lapone, dev

Amerika bietet den Erfolg an. Die Mittel und Wege, die zu ihm führten, treten in den Hinter­grund. Der Erfolg, versinnbildlicht zumeist im goldenen Kalb, in so und so vielen Dollarmilttonen, zähst einzig und allein. Gewisse Männer hat dieses an Typen so reiche Land hervorgebracht, die in ihrem rücksichtlosen Jagen nach dem Dollar das Interesse, die Phantasie, den Haß und oft auch die Bewunderung der breiten Massen auf sich gelenkt haben. Diese Helden des Tages kommen und gehen. Einst waren es die Krösusse bet Industrie und Hochfinanz, die Trustgründer: Rockefeller, Sinclair, Morgan und Ford. Sie sind heute kaum mehr „front page news"; das Publikum hat sich an sie gewöhnt. Anderen Göttern mußten sie Platz ma­chen: Lindberg und Narbengesicht (Scarface) Al Capone. Zwei merkwürdige Gegensätze und doch sind beide fast gleichaltrig. Der eine hat sich durch einen Flug Namen, Ruhm und eine reiche Frau erworben, der andere, Capone, ist wie ein Maul­wurf nach langem Graben und Bohren in der Unterwelt von Chicago endlich zur Höhe emporge- klommen. Sein Name ist dabei zuM Schreckmittel nicht allein in Amerika, nein, der halben zivilisier­ten Welt geworden.

Hier sei nicht von Narbengesicht Capone die Rede, wie mir ihn aus unnachweisbaren Erzählun­gen, Geschichten und mehr ober weniger fundierten Berichten der amerikanischen „yellow preß", der Sensationspresse, kennen. Lassen wir die Polizei­akten, die Detektive und die Unterwelt selbst spre­chen, wie das Fred D. Parsley in seiner eben ver­öffentlichten Buch-Biographie des Verbrecherkönigs so meisterhaft getan hat. Capones Aufstieg ist phantastisch und romantisch. Hätten wir ihn im Jahre 1920 auf einer Straße in Chicago getroffen, hätte er uns wahrscheinlich folgende Visitenkarte überreicht:

Alphonse Capone Händler in gebrauchten Möbeln 2220 South Wabash Ave., Chicago Hier begann seine Karriere. Nicht, daß er jemals in Möbeln tatsächlich gehandelt hätte. Das war nur das Aushängeschild, das Alibi den Behörden und dem Steueramt gegenüber.

Wie einst Napoleon, so waren auch Capone Zeit und Umstände günstig: Die Prohibition und der nie versagende amerikanische Durst bahnten ihm den Weg zum Reichtum. Als Leibwächter des Großbootleggers und Spielhausbesitzers Torrio — das Rocketeergeschäft entwickelte sich erst in der zweiten Hälfte dieser Dekade — wurde er mit den Verhältnissen von Chicago vertraut. Ueber die Leichen von zahlreichen Verbrecherkonkurrenten hinweg gelangte er zur dominierenden Stellung in der Unterwelt. Wenige Jahre später finden wir ihn bereits als politischen Beherrscher von Cicero, einer typischen amerikanischen Kleinstadt dicht bei Chi­cago, die 70 000 Einwohner zählt und mit Handels­kammern, Banken, Kirchen und den nie fehlenden Rotary Clubs reichlich versehen ist. Ueber Nacht wurde Cicero die nässeste und wildeste amerikanische Stadt: Hunderte von Kneipen hatten Tag und Nacht geöffnet und schenkten Capone-Bier aus; un­zählige Bordells, Spielhäujer, Pferde- und Hunde­rennplätze muhten an Capone und feinen „Gang", lemeBande.' 'd rk'en

tection" (Schutz der Polizei und gegnerischen Ban­den) abführen. Im Sommer 1924 verdienen Ca­pone und Torrio wöchentlich bereits je 100 000 Dollar.

Mit dem Eintritt von Capone in Cicero begann die „Bootlegg-Schlacht an der Marne", wie sie im amerikanischen Volksmund weiterlebt, zwischen der Bande von Capone und der von O'Banion. Es war ein Kampf aus Rache ober Haß. Mit Pistolen, Maschinengewehren und Bomben wird eben ein­mal in der Unterwelt von Chicago die kommerzielle Alleinherrschaft im Schnaps-, Wein- und Vierge­schäft, sowie in der Operation von Spielhöllen und Bordellen entschieden. ,

Selfmademan

Dutzende von Männern wurden auf beiden Sei­ten ermordet. Im Herbst 1927 war Capone bet Chef eines „Geschäftskonzerns", wenn wir es so nennen dürfen, dessen Jahreseinnahmen sich nach offiziellen Berechnungen des United States Steuer­amtes sich wie folgt zusammensetzen: Bier- und Schnapsfabrikation 60 Millionen Dollar, Spiel­höllen und Rennplätze 25 Millionen, Roadhäuser und Bordelle, Nachtklubs 10 Millionen, Rackets 10 Millionen, zusammen 105 Millionen Dollar. Genaue Ziffern über Capones Reingewinn liegen natürlich nicht vor. Die „insiders", die Eingeweih­ten, schätzten damals aber fein Jahreseinkommen auf 30 Millionen Dollar. In diesem Jahre wurde auch von seinen Gegnern eine Belohnung auf sei­nen Kopf von 50 000 Dollar ausgesetzt, die sich aber bisher noch niemand verdient hat. Es war aber noch nicht aller Tage Abend . . .

Capone lebt königlich und gibt das Geld mit vollen Händen aus. Im feudalen Metropole- Hotel, 2300 South Michigan Ave., Chikago, hat er fein geschäftliches Hauptquartier. Zwei Stockwerke sind von ihm und seinen Komplizen belegt. Hier ist Capone Politiker, Bootlegger und Racketeer. Seine Kontribution zu der letzten Chikagoer Bür­germeisterwahl belief sich auf 250 0O0 Dollar. Einige Häuser weiter verwandelt sich das Nar­bengesicht in Dr. Brown (2146 South Michigan Ave.). Seine vermeintliche Klinik ist in Wirklich­keit ein chemisches Laboratorium, in dem die ge­samte Bootleggerproduktion des Caponekonzerns vor dem Verkauf untersucht und geprüft wird. Ca­pone liefert nur gute Sachen. Seine Kundschaft ist nämlich nicht nur die breite Masse. Selbst die Mil­lionäre der Goldküste von Chikago gehören zu sei­nen Abnehmern. In Cicero wohnt Capone mit sei­ner Familie, mit seiner, Mutter, zwei Brüdern und einem Sohn. In Florida ist sein Winterheim.

Capones Geschäfte gingen gut. Im Jahre 1928 begannen die sogenannten Rackets. Er wurde der Präsident der 35 Millionen Dollar werten Kleider­reinigungsindustrie von Chikago. Unter seiner Lei­tung wurden alle Konkurrenzstreitigkeiten beige­legt.

Doch Capones Gegner waren noch nicht alle überwunden. Immer wieder mußten die Pistolen sprechen. Durch seine ganze Laufbahn lassen sich die einzelnen Morde wie ein roter Faden verfol­gen. Naiv wäre es, unter dem Eindruck zu stehen, daß Capone selbst zur Waffe greift. Seine Helfer besorgen feine Todesaufträge schnell und prompt. Es war am 14. Februar 1929, als die Capone- Bande ihr Meisterstück vollbrachte: Zwei als Poli­zisten verkleidete Bandenmitglieder und fünf dere Männer betraten eine Garage in Clark

an-

dere Männer betraten eine Garage in Clark Str. und machten dort mit ihrem Maschinengewehr sie­ben Konkurrenten nieder. Capones Leute hatten gründliche Arbeit verrichtet, alle sieben waren tot.

Es war die Prohibition, der Capone seinen Aufstieg zu verdanken hatte. Heute ist er der unbe­schränkte Alkohollieferant von 10 000 Kneipen in Chikago. Ein Faß Bier, das vier Dollar zu brauen kostet, wird an den Speakeasybesitzer für 55 Dollar verkauft. Im Einzelverkauf bringt' dieses Faß dann wiederum 200 Dollar. Eine Kiste Whisky kostet Capone 20 Dollar und wird für 90 verkauft.

Der Capone von 1930 ist ein gehetzter und ae- WWWWWWWWWWW^WMWW^WWMWW

freundschaft gewähren, selbst wenn zahlreiche Poli­tiker, Richter und Beamte gerne seine Bestechungs­gelder nehmen. Der Druck der öffentlichen Mei­nung gestattet es aber im Augenblick nicht, allzu offen mit ihm zu verkehren. Sein Vermögen be­trägt, wie das Steueramt erklärt, mindestens 20 Millionen Dollar, feine Leibgarde ist größer als die des Präsidenten der USA. und besteht aus 18 schwerbewaffneten Männern, die ihn Tag und Nacht begleiten. Er ist erst 32 Jahre alt, für einen Chikagoer Gangster aber ein hohes Alter. Seine Auto ist oben und auf beiden Seiten mit Panzer­platten belegt. Capone ist das modernste ameri­kanische Erzeugnis der Unterwelt: Millionär, Ver-

-brecher, Racketeer, Politiker und Geschäftsmann.

größere Durchschlagskraft, den Einheimischen mutz man den Dortes des eigenen Platzes zugute hal­ten. — Vorher stehen sich die Reserve-Mannschaften gegenüber und auch dieser Kampf dürfte eines Reizes nicht entbehren.

Weitere Spiele: 1b Mannschaft — Union Niederrad, 10.30 Uhr dort; 3. Mannschaft gegen V. f. B. Großauheim, 9.45 Uhr hier; A-Iugend gegen V. f. B. Großauheim, 10 Uhr dort; B-Jugend gegen Viktoria Kahl, 10 Uhr dort.

Gvort-Nachâbtei».

Handball.

T. V. Bergan 1. — Polizei

Obige Mannschaften trugen

Hanau 1. 3:5

am Sonntag ihr

Hanau 93 — J. Sp. V. Frankfurt

Auf das morgen nachmittag 3 Uhr auf dem Sportplatz an der Aschaffenburger Äraße

fälliges Verbandsspiel auf dem Hof der PoUzei- Unterkunst aus Man sah einen spannenden, zeit­weise etwa- harten Kampf, der jedoch im Rahmen

statt»

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des Erlaubten blieb und den die Polizei infolge ihres größere" Stehvermögens für sich entscheiden konnte. Der Schiedsrichter war gut. — Am Sonn­tag weilt die 1 Mannschaft zum VerbaNdsspiel in Offenbach, gegen T. V. Offenbach, 3.30 Uhr, während die' 2 Mannschaft T. V. Kesselstadt im Pflichtnp.«l empfängt. Spielbeginn 2 Uhr, Platz der Pol.-Unterkunst.

Ringen

SC. Eiche 01 Liga— Spv. 1909 Fürth i. O. Liga

Wir machen alle Sportfreunde auf das am morgigen Sonntag vormittag 10.30 Uhr im Turn­saale des Turn- und Fechtklub stattfindende Ver­bands-Mannschaftsringen zwischen SC. Eiche und dem Odenwaldmeister Fürth ganz besonders auf­merksam. Beide Mannschaften betreten in stärkster Ausstellung den Kampfplatz und steht ein hochin­teressantes Treffen bevor.

wmcMft

findende Vorrunden-Verband sfpiel sei nochmals hin­gewiesen Das Treffen w-rd mit größter Spannung erwartet und die Chancen beider Mannschaften werden gleich beurteilt. Für Bornheim spricht die

Kasteler Rgs. (Iß Siege. 14 Regatten, 315 Punkte) den ersten Platz der Punkttabelle des Deutschen Ruderverbandes. Unter den ersten zwanzig Ver­einen der Tabelle befinden sich nicht weniger als sieben süddeutsche. Von den mainischen Vereinen konnte der Offenbacher RV. 1874 mit 31 Siegen auf 12 Regatten und 240 Punkten den 5. Platz be-- legen. Am 14. Stelle rangiert der Frankfurter NV. 65, an 19. Stelle die Frankfurter Germania früheren Gegner Schmelings, anerkannt. Der und an 40. Stelle die Offenbacher Undine.

GsschäMiches.

Die Hausuhrenfabrik Gebr. Jauch in Schwen­ningen a. 7t. mußte infolge der stetig wachsenden Nachfrage für ihre erstklassigen Erzeugnisse b:e Fabrik- und Büroräume vergrößern und hat zu diesem Zweck ein großes, modern gebautes Fabrik­gebäude in Deißlingen a. N. b. Schwenningen a. N., käuflich erworben. Wir bitten, das heutige Inserat mit der neuen Adresse zu beachten.

Rudern

Amicitia Mannheim Tabellenerster im Deutschen Ruderverband

Mit 28 Siegen auf 10 Regatten und 974,5 Punkten belegt wiederum Amicitia Mannheim mit großem Vorsprung vor dem Berliner RC. (28 Siege, 14 Regatten, 558 Punkte) und der Mainz-

WeitesbeviE:

Im Bereich der KalÄuift, die über unserm Gebiet liegt, hat sich die Witterung beruhigt und die Nie­derschläge haben ausgehört. Ein neuer über Nord- england erschienener TiefdruckWlrüel wird aber schon bald wieder zunehmende Bewölkung und auch Re­genneigung brngen, io daß ständig trockenes Wet­ter noch nicht zu erwarten ist. — Vorhersage bis Samstag abend: Nachts vielfach neblig und ziemlich kühl, zunächst nach heiter, später zunehmende Be­wölkung, südwestliche Winde. — Witterungsaus­sichten für Sonntag: Bewölkt, zeitweise Regenfälle, wärmer, südwestlich Winde.

Son döv âZtsobübtts.

Lentraliheaker. Wien, die Stadt der Lieder, hat schon eine Fülle von dankbaren Stoffen und reiz-

Bt.^osza

ArCOC ULTRA-ZAHNPASTA

vollen Rahmen für Tonfilme von mehr oder weni­ger Format geliefert, ohne daß scheinbar die letzten Möglichkeiten erschöpft sind. Zu diesem Schlüsse kommt man ohne weiteres bei dem Großfilm „Der Walzerkönig", dessen starker und nachhaltiger Er­folg allein schon in der geschickten Behandlung eines dankbaren Stoffes, der äußerst einfallreichen Regie und glänzenden Gesamtdarstellung beruht. Kein Wunder, steht doch kein geringerer als Joh. Strauß, der Altmeister des Wiener Walzers und Liebling Wiens im Mittelpunkt des köstlichen Geschehens. Ein allerliebstes, melodisches Karussellspiel um die Liebe mit leicht pikantem Anstrich setzt ein, das durch seine Zeitlichkeit und Stil, seine vielen origi­nellen Einfälle — erinnert sei nur an den Masken­ball der „Harmonie", das Rußlandgastspiel des Alt­meisters, die Revolutionsszene usw. —, und vieles andere besticht. Der Film, dessen tonliche Wieder­gabe nach dem gestern früh erfolgten Einbau einer neuen Apparatur kaum noch Wünsche offenläßt, ge­fiel ungemein. Im Beiprogramm feierte der un­erreichte Rin-Tin-Tin erneut Triumphe.

NeveSns. OevlammUMHsn.

Freireligiöse Gemeinde Hanau. e. B. Unsere Nähabende finden vorläufig Dienstags und Don­nerstags, abends 8 Uhr, bei Newiger, Marktpl. 6, statt. 1520

Rhönklub, Zweigverein Hanau e. TL 10. Vereins­wanderung Sonntag, 12. Okt., Schlüchtern, Herolz, Gundhelm, Sterbfritz. Abfahrt Hanau-Haupt 7.36 Uhr. Rückkehr Hanau-Haupt 21.37 Uhr. Sonntags« karte Schlüchtern 2.80 Mk., Sterbfritz —Schlüchtern 0.80 Mk. Wanderzeit 6 Stunden. Rucksackverpfle- gung, solide Wanderschuhe anziehen. Gäste will­kommen. 1523

Verkehrstruppen und Pioniere. Die Kameraden werden auf das heute abend 8 Uhr im „Hotel Niesen" stattfindende Stiftungsfest aufmerksam ge­macht. Da es die einzige kleine Feier in diesem Jahre ist, wird erwartet, daß sich alle Kameraden mit Familien beteiligen. 1517

verein für Homöopathie, Biochemie und Natur- Heilkunde Hanau, gegr. 1877 (Frauengruppe). Diens­tag, 14. Oktober, im Vereinslokal „Zur Sonne", abends 8 Uhr, Vortrag des Herrn Oswald Kunze über „Die Hygiene der Wäsche". Näheres Montags­inserat. 1532

verein der Bayern A. V. Heute abend findet unsere Ouartalsversammlung statt. Da sehr wichtige Punkte vorliegen, bitten wir doch alle Mitglieder zu er­scheinen. 3729

Turn- und Fecht-Club, hockeyabkeilung. Die

Spiele gegen Oberrad fallen aus. 1524

h. R. E. Hassia, Rugbyabteilung. Heute 3.30

Training am Bootshaus. Sonntag vormittag 10 Uhr Spiel gegen Sportkl. 80 Ffm. an der Adickesallee. Abfahrt 8.30 Uhr Hanau-West. 1526

Erster Hanauer Fußball-Club 1893 (e. V.)? Ein­trittskarten für Erwerbslose werden nur im Vor­verkauf, und zwar nur im Zigarrenhaus Hock, Steinheimerstraße, gegen Erwerbslosenausweis aus­gegeben. Dieser Ausweis ist zusammen mit der ge­lösten Eintrittskarte an der Sperre zum Sportplatz vorzuzeigen. Wir bitten die Erwerbslosen höflichst, diese Vorschriften zu beachten, da Ausnahmen, in keinem Falle tttatstMen können. '

T. F. E. Hanau. Montag abend 8 Uhr Schwim­mersitzung und für alle, die am Besuch des Hallen­bades teilnehmen wollen. Dienstag abend erster Be-, such. Abfahrt 19.15 Uhr ab Cafè Schneider. 1525*

SlmèÜOe Vekarmtmackunse«.

Bekanntmachung

betr. Fischereirechle im Krebsbach.

Der Plan nebst den erforderlichen Unterlagen (Erläuterungsbericht nebst Karten, Kostenanschlag usw.) zur Bildung einer Wassergenosjenschaft in den Gemeinden Rüdigheim, Ober- und Niederissigheim und Bruchköbel liegt gemäß §§ 164, 165 und 166 des Preußischen Wassergesetzes vom 7. 4. 1913 (G. S. S. 53) in der Zeit vom 13. bis einschl. 28. Oktober ds. Js. während der Bürostunden auf dem Bürgermeisteramt in Oberissigheim zu jeder­manns Einsicht offen.

Widersprüche gegen den Ausbau usw. des Planes können bis zum 12. November ds. Js. bei der vor­genannten Dienststelle schriftlich oder mündlich zu Protokoll erhoben werden.

Diejenigen, die1 innerhalb der vorbezeichneten Frist keinen Widerspruch gegen den Ausbau er­heben, verlieren ihr Widerspruchsrecht und können nach Feststellung des Planes nur noch die im § 172 des Wassergesetzes bezeichneten Ansprüche geltend machen. 66

Hanau, den 8. Oktober 1930.

Der Landrat und staatl. Kommissar. gez. Kaiser.

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WeLatmLmaârmsen-

Bekanntmachung Verdingung der:

1. Waler-, Schreiner-, Schlosser- und Jnstallations- arb eiten.

2. Jnnenvutz- und Außenputzarbeiten, elektrische In- stallatians- und Entwässerungsarbeiten,

3. Anstreicher- und Tapezievarbeiden, Üefen uns Herds, eiserne Einfriedigung

zur Ausführung von 13 Häusern mit 52 Kleinwoh­nungen an der Aepfsballe«.

Auskunft wird auf Zimmer 19 des Rathauses erteilt.

Termin Mr Einreichung der Angebote Oktober 1930, unter 1. 11 Uhr, unter 2. %12 Uhr und unter 3 12 Uhr

Hanau, 7 Oktober 1930.

Der Magistrat, gez. Dr. Weld«.

Bäckerei, Konditorei und Café Hörpel, Krämerstr. 19, Tel. 3508

verhindert Z«hnetelnan*aU, Lockerwardee de> Zähne, spritzt nicht und ist hochkon­zentriert, daher sparsamer. Eine Tube reicht 3 m a I solange. Viele Zahnärzte bezeichnen BIOX-ULTRA als besten Zahnpflegemittel.