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2. Ssiodev

hat,

Der englische Premierminister Macdonald Die wir erfahren, an Reichskanzler Brüning

. auf

bessert Beileidstelegramm zur Katastrophe des Luft-

OMZsMl'ÄWSZKsV für

^scheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Mnat Wl-, für den ganzen Monat» 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, FreitagiS, Samstag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 S«pfg.. im Reklameteil von 68 mm Breite 25 R-Pfg. / Offertengebühr 50 R-Pfg.

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schiffesR. 101" ein in herzlichen Worten gehal­tenes Danktelegramm gesandt.

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Reichskanzler Brüning empfing am Mon- fag nachmittag die deutschnationalen Abgeordneten Oberfohren und v. Winterfeldt.

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* Die Reichstagsfraktion der S t a a t s p a r -

fei hielt am Montag vormittag eine Sitzung in der beschlossen wurde, das Programm Reichsregierung zu unterstützen.

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Der preußische Ministerpräsident Braun

ab, der

hat

auf eine nationalsozialistische Anfrage I geantwortet, der Wahlausfall geben dem preußischen I Etaatsministerium keinen Anlaß zur Auflösung I des Landtages.

Der Aeltestenrat des Preußischen Land­ltags hat gestern den Beratungsplan für die am I 14. Oktober beginnende Session festgelegt. Am 14. I Oktober selbst und am 15. Oktober sollen der kom- I munistische Mißtrauensantrag und die Anträge I auf Auflösung des Landtages beraten werden. Die I Abstimmung soll am Donnerstag den 16. Oktober I stattfinden. Die erste Lesung der Vorlage über die I Gemeinde Großberlin soll am 20. Oktober be­sinnen.

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I Reichspräsident von Hindenburg ist aus ' München kommend mit dem fahrplanmäßigen Schnellzug gestern abend 21 Uhr auf dem An­halter Bahnhof wieder in Bèrlin eingetroffen.

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Außenminister Briand hat, wie Havas mit» , teilt, sich in Genf eine leichte Erkältung zugezogen 1 mb muß das Zimmer hüten. Er wird den Präsi- enten auf seiner Reise nach Marokko nicht beglei-

[ Ein ExplasionsunglüS auf dem Stick- Itoffwerk des Bahnschachtes in Waldenburg for­derte am Montag abend gegen 20.30 Uhr einen Toten und drei Schwerverletzte. Im Maschinensaal des Stickstofswerkes explodierte ein Gaskessel, und die Maschinenteil» fragen über 20 Meter weit durch den Maschinenraum. Ein Schlosser wurde sofort getötet und ein Monteur schwer verletzt. Fer­ner trugen ein Maschinist und ein Arbeiter schwere Gasvergiftungen davon.

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Das deutsche Großflugzeug G 38 ist gestern mittag von Prag kommend in Bukarest ein­getroffen und auf dem Flugplatz Beneasa gelandet.

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Auf Ler Tagesordnung der heutigen Sitzung des Sächsischen Landtags stehen außer der Ministerpräsidentenwahl auch die Anträge der Nationalsozialisten und der Kommunisten auf Auf­lösung des Landtags. Während zunächst anzuneh­men war, daß außer den Antragstellern allenfalls noch die Deutschnationalen für die Anträge stim­men würden, scheinen neuerdings auch das Land­volk und die Wirtschaftspartei geneigt zu sein, den Anträgen zuzustimmen. Die genannten Parteien verfügen zusammen über 47 Stimmen von 96. Es fehlen ihnen also nur zwei zur Mehrheit. Die Auf­lösung wäre entschieden, wenn entweder die beiden Bolksrechller oder die beiden Chvistlichsozialen noch dafür einträten. Angeblich wollen diese Gruppen ihre Entscheidung von ihrer Reichsparteileitung ab­hängig machen. '

* Angesichts der ernsten Lage, die durch die Aufstandsbewegung im Süden von Brasilien entstanden ist, hat der Präsident Washington Luiz den Belagerungszustand über 8anz Brasilien verhängt. Er soll, wie gleichzeitig dekanntgegeben wird, bis zum Ende dieses Jahres in Kraft bleiben.

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Die rumänische Regierung ist zu - ruckgetreten. Ministerpräsident Mamu wurde gestern nachmittag vom König in Audienz empfangen. Der Ministerpräsident verließ eine halbe Stunde später das Palais und teilte den Journalisten mit, daß der König die Demission der gesamten Regierung angenommen habe. Als llr- ache seines Rücktritts gab Maniu semen erschut- ierten Gesundheitszustand an. In diesem Sinne ist °uch das amtliche Kommunique gehalten.

Der äußerst falte Wind der letzten Tage hat in ofn Höhen über 1000 Meter im Schwarzwaiv äie Tempevatuoon unter NM gebracht. Auf Lom mibberg hielten sich die Temperaturen um den Null­punkt. Die Niederschläge fielen erstmals als Schnee. Die Schneedecke ist 10 Zentimeter hoch.

Drei Flugzeughallen des Fliegerregi- nents in Le Bourget wurden durch einèn heftigen Sturm, der von Hagelschlag begleitet war, ab- 9ebed t. Zwei Flugzeuge sind hierbei vollkom­men zerstört und mehrere andere schwer beschädigt, worden.

) Näheres stehe im politischen Teil.

Die Verlinev VeiVvechunsen

DZe OevtzasMunsen mN den NavieMhvevn vovevft ahseMZoM« - £M Seine âMeems -ev GßLnaüou

Berlin, 6. Off. Reichskanzler Dr. Brüning hak heute nachmittag als Vertreter der Deutschnationalen Partei den Reichstagsabgeordneten Dr. Oberfot)ten und den Land­tagsabgeordneten Dr. von Winterfeldt zu einer Aussprache über das Regierungspro­gramm empfangen. Für morgen ist noch eine Aussprache mit dem Führer der Bayerischen Bolkspartei, Leicht, in Aussicht genommen. Am Mittwoch wird der Reichskanzler dem Reichspräsidenten über die Eindrücke Bericht erstatten, die er von seinen Besprechungen mit den Parteiführern erhallen Hal. Die Fraktionen werden, soweit sie nicht, wie die fozialde- mokrakische Fraktion und die der Staatsparkei, bereits Stellung genommen haben, im Laufe dieser Woche oder kurz vor der ersten Reichskagssitzung am Montag zu Beratungen zu-

fßmmentreten.

Ueber die gestrige Aussprache des Reichs­kanzlers m-t dem Führer der Natiwnaffogia- löftischen Partei, Hitler, wird von ân Stollen Stillschweigen gewahrt. Fest stehen dürfte als in­teressante Aeußerlichkeit, daß man zu dieser Zu­sammenkunft einen Ort außerhalb der Reichskanz­lei gewählt hat. In politischen Kreisen erzählt man sich, ohne die Gewähr für die Richtigkeit zu haben, daß Hitler dem Reichskanzler das bekannte Pro­gramm feiner Partei vorgetragen und ferner auch auf die Lage in Preußen hingewiesen habe. Auf Grund der bekannten Erklärungen des natio­nalsozialistischen .Reichswerbeleiters Dr. G o e b- b e l s, wonach seine Partei in der Opposition blei­ben werde gaubt man annehmen zu können, daß Hitler nicht die Frage einer Beteiligung der Natio­nalsozialisten an einer Reichsregierung aufgewor­fen habe.

Was LVwd mis dsv Giaais-

Berlin, 6. Okt. Die Staatspartei faßte gestern

©fciatsp ortet erblickt in üöm ?ß r o g r ci tu m bet Reichsregierung einen energischen Versuch zur Erhaltung der deutschen Finanzwirtschaft auf parlamentarischem Wege. Sie wird sich dafür ein­setzen, daß dieser Versuch zum Erfolge führt. Die Fraktion der Deutschen Staatspartei wird Abänderungs- und Ergänzungsanträge zu ge­gebener Zeit dem Reichstage unterbreiten.

Ferner wird der Große Aktionsaus- schuß der Deutschen Staatspartei, wie das Nachrichtenbüro des Vdz. hört, am Dienstag in Berlin zusammentreten, um zu den Differenzen Stellung zu nehmen, die zwischen den früheren Demokraten und den für die Staatspartei neuge­wählten Abgeordneten entstanden sind. Von Jung­deutscher Seite wird erklärt, man hoffe bestimmt in der morgigen Sitzung des großen Aktionsaus­schusses, die Meinungsverschiedenheiten mit den Demokraten auszugleichen.

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Berlin, 7. Okt. Im Zusammenhang mit dem Finanzprogramm der Reichsregierung ist auch der preußische Finanzminister Höpker-Aschoff bemüht, den preußischen Staatshaushalt für 1931 fertig­zustellen. Das preußische Staatsministerium wird noch darüber zu entscheiden haben, inwiefern die von der Reichsregierung aufgestellten Grundsätze von der preußischen Regierung bei Ler Etatauf­stellung für 1931 zu berücksichtigen sind.

Bolle Uebereinstimmung besteht darüber, daß auch Preußen im kommenden Jahr eine Aus- gabensenkung in großem Maßstabe wird durch­führen müssen.

In einer Anweisung, die der preußische Finanzmi­nister an die Ressorts hat herausgehen lassen, heißt es, derGermania" zufolge: Es ist nicht möglich, die Steuereinnahmen Lurch weitere Anspannung der Steuern zu steigern, da sie bereits überspannt sind. Es bleibt nur übrig, die Ausgaben zu senken. Bei der H a u s h a l t s a u f s te l l un g werden deshalb die Anlätze der Ministerial­zulagen der nicht ruhegehaltsfähigen Aufwands­entschädigungen, ber nebenamtlichen und nebensäch­lichen Vergütungen, der Prüfungsvergütungen, der Unterstützungen und Notstandsbeihilfen, herabgesetzt werden. Die Aufwandsentschädigungen für die Staats mini [ter, die bisher 8000 RM jähr­lich betrugen, werden auf 4800 RM herabgesetzt, die der Staatssekretäre von 4000 auf 2400 RM, die der Oberpräsidenten von 2400 aus 1800 RM. Auch die Aufwandsentschädigungen der

Sechs Dörfer zerstört. Durch ein außerdem wird ein großer Teil der Bevölkerung in Nordpersien in der Nähe des erloschenen Vul- vermißt. Die persische Regierung hat eine Hufs- kans Manavend stattgefundenes Erdbeben expedition mit Medikamenten und Lebensmitteln sind sechs Dörfer vollkommen z e r st ö r t wor- in das Erdbebengebiet entsandt.

den. Das Erdbeben hat 47 Todesopfer gefordert,

206, Zahvsans MAgev Omrmt 6iaH und Land

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplahvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.^Geschäftsstelle: Hammerstr. 9 / Fernspr. 3956,3957,3958

1^30

Die dem Jungdeutschen Orden augehörenden Reichstagsabgeordneten der Slaatsparlei er­streben Sie Aufrechterhaltung der bisherigen Fraktionsgemeinschaft in der Deutschen Staats­partei.

Im Gegensatz zu diesen Bestrebungen hat das Rendsburger Mei ft erka pite I des Jungdeutschen Ordens eine Entschließung gefaßt, in der es u. a. heißt: Nach den Wahlen hat sich heraus­gestellt, daß Herren, wie Dr. Stolper, Rein­hold und Höpker-Aschoff die Sammlung des verantwortungsbewußten deutschen Staatsbür­gertums gefährden. Wesensfremde plutokra- tische und parteibürokratische Elemente dürfen in einer staatsbürgerlichen Bewegung keinen Einfluß gewinnen. Die Deutsche Staatspartei ist weder eine Fortsetzung der Demokratischen Partei noch eine Linkspartei. Solange ein klares Abrücken von den genannten Herren nicht erfolt ist, ist nur die Volksnationale Reichsoereinigung in der Lage, den Kampf um die staatsbürgerliche Aktivierung vorwärts zu treiben.

Zu den Vorgängen in der Staatspartei bemerkt dasBerliner T a g e b l a l t", daß die Diens- tag-Sitzüng voraussichtlich ein entscheidendes Wort über die Existenz diesesübereilt ins Leben ge­rufenen politischen Gebildes" sprechen werde. Außer den fortgesetzten Zwistigkeiten und der offensicht­lichen Unlust der jungdeutschen Elemente in der Staatspartei, mit den Demokraten Zusammenzuar­beiten oder gar zu einer Einheit zusammenzuwach­sen, sei es neuerdings auch ein Vorstoß der Zeitung Der Jungdeutsche" zugunsten des Austritts Deutschlands aus dem Völkerbund gewesen, der Mißstimmung hervorgerufen habe. Man werde sich vielleicht bemühen, den offenen Bruch noch zu ver­meiden, doch dürfe man kaum mehr als etwa die Aufrechterhaltung einer Fraktionsgemeinschaft der auf die Liste der Staatspartei gewählten Abgeord­neten für die nächste Zeit wenigstens erreichen. Wie lange sich auch nur diese lose Verbindung erhalten könne, sei äußerst unsicher.

Regâerungspräf identen und der Land- räte sowie der höheren Richter werden herabgesetzt.

Aus den weiter festaestellten Richtlinien ergibt sich, daß eine Erhöhung der Ansätze für den Betrieb der Dienstkraftwagen nicht in Frage kommt. Die Fonds für Umzugskosten und für Lehrmittel sind um 10 v. H. zu kürzen. Alle übrigen sächlichen Ausgaben sind, soweit sie nicht auf gesetzlichen oder rechtlichen Verpflichtungen beruhen, um 5 v. H. zu kürzen. Die Gesamtsumme des Extraordinariums der einzelnen Verwaltungen ist um 10 v. H. ge- ringer zu halten als 1930.

Der preußische Finanzminister erstrebt weiter gemäß dem Landtagsbeschluß eine

Aufhebung von Behörden, Anstalten und Instituten. Höpker-Aschoff wird dem Staatsministerium Vor­lagen unterbreiten, die auf eine Verringerung der Landkreise und aus eine Aufhebung von Amtsge­richten hinzielt.

Im einzelnen wird zur Ausstellung des preußi­schen Haushalts darauf hingewiesen, daß für den Haushalt 1931 mit einem Minderertrag von 82 Millionen RM der Ueberschußverwaltung und mit einem erhöhten Zuschuß von 23 Millionen RM für die Hoheitsverwaltung gerechnet werden muß, fer­ner acht Millionen RM Mehrbedarf der Staats­schuld. 17,6 Millionen RM Fehlbetrag für 1929, insgesamt fehlen also für den Haushalt 1931 rund 130 Millionen RM.

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Die Nsveutun» der ensUichen LuMchM kaiafivophe

Londoner Brief

Ob der Untergang des LuftschiffesR 101" für die Entwickelung der Luftschiffahrt über­haupt einen starken Rückschlag bedeutet, kann nur der Fachmann auf Grund eingehender Untersuchung entscheiden. Nur er kann fest­stellen, ob irgendwelche Versehen begangen worden sind, die vermeidbar gewesen wären und die man deshalb nicht auf das Konto des Luftschiffes oder der Luftschiffahrt schreiben darf. Bis auf weiteres kann man jedenfalls nicht behaupten, daß die Beweiskraft der vie­len Ozean- und Weltreisen desGraf Zeppe­lin" durch die Katastrophe desR 101" er­schüttert wäre. Unter allen Umständen aber bedeutet der Untergang des englischen Luft­riesen für die englische Luftschiffahrt und die englischen Luftschiffpläne wohl den schwersten Schicksalsschlag, der sie überhaupt hätte treffen können. Es wird der ganzen Zähigkeit und Willenskraft des englischen Volkes bedürfen, um den Schlag zu überwinden.

Der Flug, zu demR 101" am Samstag abend in Cardington startete, sollte die Krö­nung einer fünfjährigen Vorbereitung sein. In dem Programm des englischen Luftfahrts­ministeriums nahm er seit Jahren als die erste Etappe auf dem Wege zu einer Luftvsrbin- dung des gesamten englischen Weltreiches einen hervorragenden Platz ein. Die englische Weltreichskonferenz im Jahre 1926, die Vor­gängerin der gegenwärtigen Londoner Kon­ferenz, beschäftigte sich sehr eingehend mit dem Plane, von London aus ständige Luftver­kehrslinien mit der Hilfe von großen Luft­schiffen nach Indien, Südafrika, Australien, Neuseeland und Kanada einzurichten. Dabei galt das Hauptinteresse der Eröffnung der ersten Luftschiffverbindung von London über Aegypten nach Indien. Auch die Luftschiff­verbindung des englischen Mutterlandes mit Kanada wurde sehr stark in Erwägung ge­zogen. Sie trat aber gegenüber der Linie England AegyptenJndin in den Hinter­grund, weil sie doch immer eine Verkehrs­linie für sich ohne Anschlüsse oder Ausläufer nach anderen Weltteilen bleiben wird. Die Linie England AegyptenIndien dagegen war für das englische Weltreich gewissermaßen das Rückgrat eines Lufschiffverkehrs, der alle Glieder des Weltreiches erreichen und verbin­den soll. Diese Bedeutung hat die Linie auch heute noch und wird sie behalten, solange das englische Weltreich besteht. Denn von Aegyp­ten aus läßt sich eine Verbindung nach Süd­afrika abzweigen und von Indien aus läßt sich die Verbindungslinie nach Australien und Neuseeland verlängern. Kein Wunder, daß sich aus der englischen Weltreichskonferenz im Jahre 1926 alle Blicke auf dieses nächst er­reichbare Zukunftsziel richteten. Die Einrich­tung der Luftschiffslinie England Aegypten- Indien war der erste und der wichtigste Schritt auf dem Wege zu dem Endziel. Nur auf die­ser Grundlage konnte weiter gebaut werden«

Fünf lange Jahre hat die englische Regie­rung an dem Bau desR 101" und an der Vorbereitung des ersten Indien-Fluges ge­arbeitet. Hier lag der Angelpunkt der ganzen englischen Luftschiffpläne. Der Bau desR 100" und der Flug dieses Luftriesen nach Kanada haben die englische Oeffentlichkeit auch sehr stark beschäftigt, waren aber nicht Bestandteile des eigentlichen englischen Re­gierungsprogramms. Auch die regelmäßige Luftschiffoerbindung mit Kanda lag und liegt wahrscheinlich noch in den Absichten der eng­lischen Regierung. Man knüpft an diese Ver­bindung sogar sehr kühne Pläne, da man mit der Möglichkeit rechnet, von England aus über Kanada und den Stillen Ozean, Neusee­land und Australien erreichen zu können. Aber dies alles war und ist für England vorläufig Zukunftsmusik. Das greifbare Ziel der eng­lischen Luftschiffahrt war Indien, erreichbar auf dem Wege über Aegypten. Dieses Ziel war demR 101" gesteckt und für diesen be­sonderen Zweck ist ,,R 101 gebaut worden. Alles war bei der Konstruktion und bei der

Die heutkse Nummer «mkavt 12 Seiten