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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Äezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplahvorschrlst u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.^Geschäftsstelle: Hammerstr. 9 / Femspr. 3956, 3957,3958

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. z Bezugspreis: Für. den halben Donat RM. 1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 1S, Samstag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite ,R-Pfg., im Reklameteil von 68 mm Breite 25 R-Pfg. Offertengebühr 50 R-Pfg.

Das neueste

Die Ankerhallungen des Kanzlers mit füh- I renden Persönlichkeiten der Parteien, die die Re- I gierung stützen, sind noch nicht weiter gediehen. I Die geplante Arbeitsgemeinschaft von Schiele bis I Koch stößt auf Schwierigkeiten.

Rach Beendigung der Reichswehrrahmen- i Übung hielt Reichswehrminister Groener eine Rede, in der er sich gegen die in letzter Zeit immer wie- i dec gegen die Reichswehr gerichteten Angriffe wandte.

Aus dem Geschäftsbericht der Reichsposi geht hervor, daß die Zahl der Rundfunkteilnehmer zum 1. April 1930 drei Millionen überschritten hatte.

Bei einem Flugzeugunglück in Böblingen ! sind die Piloten Sprengler, Engwer, Hagenmeyer und der Flugzeug-Akrobat Schindler tödlich abgestürzt.

Der Völkerbundsrat hat sich gestern mit dem Mkrilt Lalonders von seinem Posten in Odcr- Hlesien beschäftigt.

In den Kreisen der französischen Saardele- galion zeigt man Neigung zu neuen Verhandlun­gen unter den Bedingungen einer Lieferungs- gatanlie, ohne direkte Beteiligung französischer Ge­sellschaften an den Staatsgruben zu fordern.

havas meldet aus Madrid, daß die Pressc- zensur, die viele Jahre lang bestanden hat, jetzt auf­gehoben worden ist

Oke DeyiMsmg dsZr Mandais

/ Berlin, 18. Sept. Nach Mitteilung des Reichs-

89 ReichstagsabgeordnetL auf Grund der Reichs- ahlvorschläge gewählt worden. Die Ge-

amtzahl der Reichstagsabgeordneten wird somit

o?6 betragen.

Im einzelnen ergibt die Verteilung folgendes Bild:

Kreiswahl- Reichsliste Summe Vorschlag

6. P. D

133

10

143

N. S. D. A. P.

98

9

107

K. P. D.

69

7

76

Zentrum

61

7

68

S. N. V. P.

33

8

41

2. V. P.

21

9

30

Wirtschaftspartei

15

8

23

Deutsche Staatspartei

13

7

20

Bayerische Volkspartei

17

2

19

Deutsches Landvolk

11

7

18

Chr.-Soz. Volksd.

7

7

14

Dtsch. Bauernpartei

4

2

6

Konservative

5

5

Deutsch-Hannov.

2

1

3

Landbund

3

3

zusammen: 487 89 576

Innerhalb der deutschnationalen Mandate tritt infolge eines Additionsfehlcrs eine ganz interessante Verschiebung des Wahlergebnisses ein. Die Deutsch- Nationalen hatten nach den vorläufigen Feststellun­gen im Wahlkreise Düsseldorf-West 61189 Stimmen erhalten, so daß der Spitzenkanddat des Kreiswahl­vorschlages, Senatspräsident Dr. Deerberg- $er(in als gewählt galt. Nun ist aber festgestellt worden, daß bei der Addition der Krefelder Stim- wen ein Fehler unterlaufen ist und die deutsch­nationale Stimmenzahl nur 58 995 beträgt. Da­durch fällt das Wahlkreismandat fort, und die Deutschnationalen erhalten einen Sitz mehr auf der "èichsliste.

Vie «eubseumabme« und Ausgabe« im Luli 1930 . Berlin, 18. Sept. Nach Mitteilung des Reichsfinanzministeriums betrugen um Monat Juli 1930 (alles in Millionen Mark) im ordentlichen Haushalt die Einnahmen 1242,2 und für die Zeit °°m 1. April bis Ende Juli 3 664,7, während sich h Ausgaben auf 1044,6 bzw. 3 691,9 stellten so daß sich 'für den Juli eine Mehreinnahme von 187,6 und für die Zeit seit Beginn des Rechnungszahres

Ende Juli eine Mehrausgabe von 27,2 ergibt, außerordentlichen Haushalt betrugen ote Cin= "ahmen im Juli 15,0 und seit Beginn des Rech­nungsjahres 605,4, in der Ausgabe wird für Jul, Minus von 25,3 ausgewiesen. Seit Beginn des Rechnungsjahres betrugen die Ausgaben 118,4 Fur 1930 wird mithin im außerordentlichen Haus- eine Mehreinnahme von 40,3 und seit Beginn des Rechnungsjahres von 487,0 ausgewiesen. Der Rassmsollbestand desReichesbetruig am 31.Jmi1RW 1187,0, wovon 1143 verwendet worden sind, so doß ein Restbestand von 44 bei der Reichshauptkasse U"d den Außenkassen vorhanden war. Die Ichlvebende Schuld hat sich aus 1207,3 Ende Juli gegen 1387,0 Ende Juni vermindert.

Die iKNeNWKZiißßche GnswiMung

Die ÄvbeiLsgemeLnßchakL vsrZ GMâ As âoch sibüt an?

SchwiLVigKeZien

Berlin, 18. Sept. Wie wir erfahren, sind die Unterhaltungen des Kanzlers führenden Persönlichkeiten der Parteien, die die Regierung stützen, noch nicht weiter diehen, da der Kanzler keine Veranlassung sieht, die Dinge irgendwie zu forcieren.

mit ge-

Dagegen sind die Besprechungen der bürger­lichen Gruppen, die sich enger zusammenschließen wollen, recht lebhaft geworden. Von beteiligter Seite wird uns versichert, daß die Fraktion der gemäßigten Rechten, die über 40 Ab­geordnete umfassen soll, so gut wie fertig sei. Die Christlich-Sozialen haben zwar am Mittwochmittag noch eine Erklärung veröffentlicht, aus der man unter Umständen eine Ablehnung herauslesen konnte. Die Verhandlungen mit ihnen haben aber erst am Mittwochabend stattgefunden und sollen einen durchaus befriedigenden Verlauf genommen haben. Die Bemühungen um den größeren Zu­sammenschluß im bürgerlichen Lager, nämlich um die Arbeiksgemeinschafk von Schiele bis Koch- Weser stoßen dadurch auf Schwierigkeiten, daß von der gemäßigten Rechten ein Zusammen­gehen mit der Slaatspartei abgelehnk wird.

Man. rechnet deshalb damit, daß zunächst nur eine Kombination von Deutscher Volkspartei, Wirt­schaftspartei und der gemäßigten Rechten zustande- kommt. Sie werde immerhin noch über 90 Abge­ordnete umfassen. Es heißt, daß die Bemühungen, die einer solchen Beschränkung Rechnung tragen, recht günstig ständen.

Inzwischen beschäftigten sich die Berliner Blät- MWMWMWWWWWWMMMMMWMM^ Nationalsozialistischen Partei. Diesen Erörterun­gen liegt eine Sensationsmeldung eines kom­munistischen Blattes zugrunde, worin behauptet wurde, daß die Nationalsozialisten einen mili­tärischen Putsch vorbereiteten, für den die ver­hältnismäßig ruhigen Erklärungen, die Hitler am Dienstagabend in München abgegeben hat, nur die Kulisse seien. Die zuständigen Regierungsstellen messen dieser Meldung aber keinen erheblichen Wert bei. Selbstverständlich verfolgen sie die Ent­wicklung im nationalsozialistischen Lager mit der gebotenen Aufmerksamkeit.

Es wird aber darauf hingewiesen, daß keiner­lei Grund vorliegk, nervös zu werden, weil die Wachkmillel des Staates stark genug sind, um irgendwelchen ernsthaften Machenschaften zu begegnen.

Tatsächlich scheint bei den Nationalsozialisten auch die Tendenz absolut vorzuherrschen, wenn möglich, den Weg in die Regierung zu suchen. So ist auch eine Anweisung der Hauptgeschäftsstelle Hitlers an alle Partciz'eitungen zu werten, die verlangt, daß feine Aeusserungen überMöglichkeiten kom­mender politischer Entwicklungen und Regierungs­bildung" gebracht werden. In diesem Zusammen­hang wird übrigens dementiert, daß Hitler sein Hauptquartier nach Berlin zu verlegen beabsichtige. Die Vermutung geht angeblich darauf zurück, daß die Parteileitung'innerhalb Münchens andere Ge­schäftsräume bezieht.

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München, 18. Sept. DerVölkische Beobachter" schreibt unter der UeberschriftUnnütze Kombina­tionen", daß eine Fraktionsgemeinschaft mit der Deutschnationalen Volkspartei absolut undiskuta- bel sei, da die Nationalsozialisten eine sozial­revolutionäre, die Deutschnationale Volkspartei aber eine sozialreaktionäre Partei seien. Die Par­teiamtliche Stellungnahme zu den jetzt aufgerollten Fragen außen- und innenpolitischer Natur wurde zu dem Zeitpunkt erfolgen, an dem bieg zweck­mäßig erscheine, big dahin seien alle Kombinatlo- nen persönliche Ansichtssache.

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Line Kundgebung des Zentrums

Berlin. 18. Sept. Der Vorsitzende der Deut­schen Zentrumspartei, Prälat Dr. Kaas erläßt eine Kundgebung an die Wähler und Wählermnen der ZentvU'Mspfrrtei, in der es unter andevm heißt:

Die Deutsche Zentru-mspartei hat den Wahl­kampf in Ehren bestanden. Unsere Kraft ist über­all gewachsen. Die Angehörigen der Zentrums- partei haben in diesem schweren Ringen eine Treue bekundet, wie sie nur in den glänzendsten Zeiten der politischen Geschichte der Partei zu verzeichnen ist. Unser Wahlprogramm wird nunmehr unser Arbeits­programm sein. Das Notprogramm und seine sachliche Ausgestaltung ist von der Regierung in Angriff genommen und muß fortgeführt werden. Sache der berufenen Stellen ist es, sostzustellen, wo für dieses Resormprogramm aufbaubereitete Kräfte

find, die frei von Gebundenheit unsachlicher Agi- lationsbedürfnisse sich zu entscheiden vermögen für eine Politik fachlich aufbau suder Besonnenheit. Nur eine solche Politik ist imstande, das Wohl und die ruhige Entwicklung von Land und Volk zu gewähr­leisten. Durchdrungen vom unerschütterlichen Glau­ben an unser Volk und an den zuversichtlichen Willen, das begonnene Werk gegen alle Kräfte der Verneinung weiterzufüihren, gehen wir kommenden Entscheidungen entgegen.

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Ein Aufruf der Deutschen Volksparkei

Berlin, 18. Sept. Der Porteioorstand der Deut­schen Volkspartei erläßt folgenden Aufruf:

An unsere Freunde im Reich! Ein schwerer Wahlkampf liegt hinter uns. Leider hat auch die Deutsche Volkspartei gleich den andern Parteien der Mitte einen Rückschlag erfahren. Nicht weil ihre Politik falsch war. Die Zukunft wird zeigen, daß ein Aufstieg nur auf den von uns gewiesenen Wegen möglich ist. Ueber die Schwere des uns auf­gezwungenen Kampfes sind wir uns von Anfang an klar gewesen. Wir haben ihn-aber, nachdem unsere

an unsere Sache ausgenommen und durchgeführt. In treuer Kameradschaft haben unsere Freunde, alte

ReichswehrmiEev gegen Gerüchte über die Reichswehr

Kissi ngen, 18. Sept. Bei einem Empfang zu Ehren der an den Manövern teil­nehmenden Gäste, unter ihnen der bayerische Ministerpräsident Held, der thüringische Staalsminister Baum, Vertreter der Reichsregierung, Abgeordnete und Vertreter der Wirtschaft und dec Presse hielt Reichswehrminister Groener eine Ansprache.

Groener führte u. a. aus: Während unsere westlichen Nachbarn zwei große Manöver durchgeführt haben, an denen je etwa 50 000 Mann, also so viel wie die ganze Reichswehr, teilnahmen, während bei dem letzten dieser beiden Manöver in Lothringen allein 4 vollständige Infanterie-, zwei vollständige Kavalleriedivisionen, mehrere Tank­bataillone, fünf Regimenter schwere Artillerie und 5 Fliegerregimenter zum Einsatz kamen, haben Sie bei uns eine einzige Infanterie- und eine Kavalleriedivisionen, haben Sie Tankatrappen und Holzgeschütze, haben Sie keine schweren Geschütze und keine Flieger gesehen. Diese Gegenüberstellung straft schon alle diejenigen Lügen, die in der deutschen Armee eine Bedrohung für irgendeinen ihrer Nachbarn sehen wollen.

Um so unsinniger ist die im Auslande ver­breitete Behauptung, Deutschland könne durch Heranziehung von Reserven binnen kurzem ein großes Heer ausstellen. Ebenso lächerlich ist die Annahme, Deutschland könne mit Hilfe aus­ländischer Staaten seine Rüstungen erweitern.

Aufs schärfste weise ich alle die Ge­rüchte zurück, die der Reichswehr unterschieben, sie treibe eine bejon - dere Außenpolitik. Diese wird einzig und allein vom Reichskanzler und Reichsaußenministcr bestimmt. Die Reichswehr hat sich ste-ts rückhaltlos in den Zusammenhang der deutschen Außenpolitik eingesügt. Die deutsche Wehrmacht ist es nicht, die den Frieden Europas bedroht. Wir sind ab- aerlistet und fordern mit dem größten .Nach­druck, wie es auch der englische Außenminister in Genf getan hat, daß auch die anderen «tag­ten der von ihnen feierlich übernommenen Ver­pflichtung zur Abrüstung .«üblich - nach­kommen. Die schwierige militärpolitische Lag« Deutschlands die in diesen Feststellungen zum Aus­druck kommt, soll uns aber nicht den Blick trüben für die Leistungen unserer Truppe. «le legen Zeugnis ab von der ernsten Arbeit des Heeres. Diese "Arbeit hat. auch im Auslande zunehmende Be­achtung gefunden. Aber die vielen Lobeshymnen, die von jenseits der Grenze kommen, sind |o durch­sichtig, daß der Zweck dieser Uebertreibungen ganz klar ist- Diese planvolle Arbeit wurde geleistet unter einem unerhörten außenpolitischen ©rutf uno in einer Zeit, innerpolitischer und wirtschaftlicher Schwierigkeiten aller Art. Was ist in den letzten Monaten über die Reichswehr nicht alles zu-

und junge, Seite an Seite mit uns gestanden und bis zum Aeuhersten ihre Kräfte eingesetzt. Ihnen allen für ihre Arbeit und Opferwilligkeit herzlichst zu danken ist mir ein dringendes Bedürfnis. Der Wahlausfall vom 14. September darf und kann uns nicht entmutigen. Wir find der festen Zuver­sicht, daß der Radikalismus seine Anhänger bald aufs schwerste enttäuschen wird. Dann werden viele, die uns jetzt verlassen haben, in unsere Reihen zurückkehren, und dieSieger" von heute werden die Besiegten von morgen sein.

Im Namen des Parteivorstandes der DVP.: Dr. Scholz, M. d. R., Reichsminister a. D. Partei­vorsitzender.

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Jin Aufruf der Sozialdemokratie

Berlin, 19. Sept. Der Parteivorstand der Sozialdemokratischen Partei veröffentlicht heute früh imVorwärts" einen Aufruf, in dem er zunächst auf das Wahlergebnis eingeht und davor warnt, den Kommunisten und den Nationalsozialisten Ein­fluß auf die Politik der Reichsregierung zu geben. Ihnen das Feld zu überlasten, heiße .Deutschland dem Bürgerkrieg ausliefern. Schon jetzt drohe als Folge bes Wahlausganges Steigerung der Wirt­schaftskrise, Vermehrung der Arbeitslosigkeit, neues Massenelend. Ueberwindung der Wirtschaftskrise mit ihrer Massenarbeitslosigkeit werde und müsse die vordringliche Sorge unserer Partei im neuen Reichstage sein, hinweg mit dem Spiel der Dik­tatur, zurück zur verfassungsmäßigen Gesetzgebung! Das sei die zwingende Forderung, die sich aus der Situation des 14. September ergebe. Niemals werde die sozialistisch geschulte, m vielen Jahrzehnten erprobte Arbeiterklasse Deutschlands und ihre Führerin, die Sozialdemokradische Partei, sich die Diktatur einer gewaltätigen Clique gefallen lass-n. Denn so wie Hugenbergs Diktatur dis einst stärkste bürgerliche PMetzäMMchMä^ Pol^partei, zertrümmerte, so würde jeder Diktaturversuch un Staate ganz Deutschland in einen Trümmerhaufen verwandeln.

sammengelogen worden, über diktaturlüsterne Generale, politische Unzuverlässigkeit usw.! Aber sind nicht diese Angriffe auch für die zahlenmäßig kleine Reichswehr eine Bestätigung und Anerken­nung der wachsenden Bedeutung der Wehrmacht im Stofte? Diese Bedeutung hatte die Reichswehr er- lanigt durch «ihre klare politische Linie, die darin besteht, daß sie

abseits aller Parkeipolitik nur der Idee des Staates dient.

Diesen Weg wird die Reichswehr auch in Zukunft weiter gehen in aufopfernder und zäher Arbeit. Und ich bin überzeugt, daß dieser Weg der allein richtige und kNögliche ist. Wenn eine Erfahrung des letzten Krieges feststeht, dann ist es die, daß die Arbeit der Wehrmacht im Kriege und Frieden nur dann erfolgreich fein kann, wenn sie vom ein­mütigen Willen und von der verständnisvollen Mit­arbeit des Volkes getragen wird, helfen Sie die Kenntnis unserer Wehrmacht im Volke vertiefen, wirken Sie für die Berufsauffassung der Reichs­wehr, abseits aller Parteipolitik nur dem Vater­lands zu dienen, vertreten Sie den Geist aufopfern­der und stiller Arbeit, einer Arbeit, der mit negativer Kritik und müdem Skeptizismus nicht gedient wird, sondern nur mit positiver Einstellung. und Mitarbeit.

Wehrhaftigkeit und Landesverteidigung dürfen nicht Parteisache sein.

Bei aller Wahrung landsmannschaftlicher Eigenart gibt es im Reichsheer keine landsmannschaftlichen Gegensätze. Ich darf den Herren Ministerprösidenteci dieser beiden Länder, die hier zu sehen mir eine besondere Freude ist, meinen herzlichsten Dank für die Bereitwilligkeit aussprechen, mit der sie an dem Zustandekommen der Herbstübung mitgeholfen haben. Es ist das Ziel meines Strebens und mein innigster Wunsch, daß es uns gelingen möge, weiterhin die Wehrmacht vollkommen heraus­zuheben über den Streit der Parteien. So wird sie zum einigende Symbol der Nation. In ihr sind alle Gegensätze durch Selbstzucht und Gehorsam überwunden. Sie ist und will nichts anderes sein als ein. zuverlässiges Werkzeug der Reichsgewalt in der Hand des Reichspräsidenten.

Die heuirge Kummer umfaßt 12 Seite»