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Montas de«

8. Gevtembev

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SMvz der argentinischen Regierung

Svisosen kavttuUevt vov dev RevoiMio« - StvaKenkSmpfe in Ausnss-Mres - Mn -Kabinett des GsnevSIe

Das «e«Ms

. Die deutsche Delegation für Genf ist gestern in Genf eingetroffen. Die bevorstehende pan- europa-Disfuffion steht in Genf im Vordergrund der Interesses.

Bei einer Dahlkundgebung in Berlin sprach 6t. öcholz über die Gefahren des Radikalismus, General v. Seeckl über Fronkgeist, soziale Auf­gaben und Bolschewismus.

In Argentinien hat die revolutionäre Be­wegung mit einem vollen Erfolg geendet. General llriburu ist an der Spitze der revolutionären Trup­pen unter dem Jubel der gesamten Bevölkerung in die Hauptstadt eingezogen. Die neue Regierung ist bereits gebildet worden.

* Der deutsch-dänische Fußballländerkampf fand gestern bei strömendem Regen statt. Der Lamps endete mit einem Siege der Dänen 6:3.

Auf der Weißen Insel wurden neue Funde non den Resten der Andröe-Expedition gemacht.

Der geplante Ausstieg von Professor Piccard In die Stratosphäre ist von den deutschen Behörden nunmehr genehmigt worden. Der Aufstieg kann also jederzeit erfolgen.

Sitte AsdMo« dev Kvrsdeus- vsvivÄss Mvd Somme«

M Lord Lecil über den Briand-Plan

L Paris, 7. Sept. Lord Robert Cecil ver­öffentlicht imPetit Journal" einen Artikel über Briands Projekt einer europäischen Staatenföde­ration. Nachdem der engische Politiker die Politik Englands klarlegt, keinerlei Föderation beitreten ja können, die einerseits eine Art kontinentaler Block zu werden drohe, andererseits gegenden amerikanischen Vetter" gerichtet macht er einige Vorschläge, in welcher Weise das Briandjche Pro­jekt verwirklicht werden könne. Man könne ein kuropa-Komitee im Rahmen des Völkerbundes bilden, oder etwas Aehnliches, das dem Völker­bund verantwortlich sei. Dieses Komitee könnte sich mit allen europäischen Fragen beschäftigen. Sehr bedeutsam sei seine Aufgabe hinsichtlich der Ab­rüstung, besonders der Abrüstung zu Lande, die eine fast ausschließlich europäische Angelegen­heit sei.

Ueber die Frage der Revision der Verträge IHreibk Lord Robert Lecil wörtlich:Es ist natür­lich, daß in der deutschen Antwort die Frage der eventuellen Abänderung des Friedensvertrages an- äfichnillen worden ist, die fast niemand in Eng­land überrascht. Eine vollkommene Grenze existiert n der Tat nicht. Worauf es ankommk, ist, die Be- ' beulung der Grenzen zu vermindern. Früher oder später aber werden Berichtigungen des status quo auf der Basis internationaler Verträge, die auf niedliche gegenseitige Beziehungen hinausliefen, »( Ruhe in Betracht gezogen werden müssen. Daher ist auch der Artikel 8 in den Völkerbunds- Pakt eingereiht worden.

Leitte deuifthe« âviess- sekanHene èn Lavenne

. Berlin 6. Sept. Zu einer Meldung derDeut- Hen Zeitung" vom 5. September über angeblich "öd) in Cayenne befindliche deutsche Kriegsgefan- ^n« ist folgendes zu sagen:

1. Der einzige deutsche Kriegsgefangene in Ca= tone, der im Jahre 1918 wegen Doppelmordes b^m Tode verurteilt und alsdann deportiert worden Aar, befindet sich seit längerer Zeit wieder in Deutschland.

. 2. Das französische Pensionsministerium hat am Mai 1927 amtlich folgendes erklärt:Kein etn= ^Aer deutscher Kriegsgefangener ist auf direktem aus der Kriegsg sfaugens chast in die Fremden- ^">n eingetreten." .

14 000 Schuß Infanteriemunition gefunden.

Magdeburg, 6. Sept. Beamte der politischen Volüjet der ndeskriminalpoliKeistelle Magdeburg 'U Verbindung mit Beamten der Polizeiverwaltung ^urg stellten gestern bei der Kaßmannschen Eisen- A.-G., Essen, Abteilung Abbruch jn Burg, ?m Munitionslager von rund 14 000 Schuß ge- ^uuchchertiger Jnfanterieimunition fest. Die Firma Eßmann übernahm vor Jahren die Burger Eisen- ^rke. Die Munition soll schon früher als Schrott- Merial dorthin gesomnien sein. Die Patronen M in fünf Kisten verpackt und lagen im Oelkeller. ^e Munition ist polizeilich sichergestellt, und ein «erfahren wird eingeleitet.

Die Revolution in ÄlvgenSènien insgesamt icco pevioue« seiSLet odsv vevwun-ei

Newyork, 7. Sept Das Regime des Präsidenken Irigoyen und feines Ver- kreters Martinez ist am Samstag ohne großen Widerstand zu leisten im ersten Ansturm der rebellierenden Truppen unter General llriburu gefallen.

Am Samstag haben sich die Ereignisse in Buenos Aires überstürzt. Am Vormittag erfolgte, wie bereits berichtet, ein Scheinrücktritt des bis­herigen Präsidenten Irigoyen, gegen Mittag rück­ten die aufständigen Truppen unter General Uri= buru gegen die Landeshauptstadt vor, am Nachmit­tag war dann die Revolution schon in aller Form da. Ueber jene Ereignisse liegen folgende Mel­dungen vor:

Newyork, 6. Sept. DieNewyork Times" be­richten, daß Präsident Irigoyen nicht, wie anfangs gemeldet, zurückgetreten sei, sondern lediglich seine Befugnisse auf den Vizepräsidenten Martinez über­tragen habe. Die argentinische Verfassung sieht eine solche Delegierung vor, die die Bedeutung hat, daß dem Präsidenten ein späterer Wiederantritt seines Amtes gestattet ist. Als der Entschluß des Präsidenten Irigoyen, sein Amt dem Vizepräsiden­ten zudelegieren", besannt wurde, ereigneten sich Unruhen in der Hauptstraße der Stadt. Obwohl nicht unerwartet, löste die Nachricht eine außer- orÜLiüliche Wirkung â General Uriburu riästelL an den Präsidenten Irigoyen telegraphisch ein Ultimatum des Inhaltes, daß er, falls der Präsident nicht sofort endgültig zurücktrete, den Regierungspalast beschießen lassen werde. Die 13 im Hafen liegenden Kriegsschiffe und ihre aus 7000 Mann bestehende Besatzung schlossen sich der Bewegung gegen den Präsidenten Irigoyen an.

Newyork, 6. Sept. Wie Associated Preß aus Buenos Aires berichtet, wurde auf das Ultimatum des Generals llriburu an Irigoyen. daß er den Regierungspalast beschießen werde, falls Irigoyen nicht endgültig sofort zurücktreke, heute abend aus dem Regierungsgebäude die weiße Flagge gehißt. [

Wie dev «mstuv» evfolsie

N e w y o r k, 7. Sept. Associated Preß bringt aus­führliche Schilderungen über den Sturz der argen­tinischen Regierung und die Vorgänge in Buenos Aires. Das argentinische Kabinett hat den Beschluß, sich dem Militär zu ergeben, nach einer Sitzung ge­faßt, die fast den ganzen Tag andauerte. Als auf dem Regierungsgebäude die weiße Fahne gehißt wurde, befanden sich die angreifenden Truppc-n- abteilungen bereits im Anmarsch. Vor dem Ge­bäude der Irigoyen ergebenen ZeitungLa Epoca" kam es zu einer Schießerei zwischen regierungs- treuer berittener Polizei und de» angreifenden Truppen, die das Feuer der Polizei mit Daschinen­gewehrsalven erwiderten. Ueber die Zahl der Ver- letzten und Toten sind die wildesten Gerüchte im Umlauf. Dan spricht davon, daß insgesamt 1000 Personen gelötet oder verwundet worden seien. Nachdem sich auch die Polizei den Aufständischen ergeben hatte, stürmte die Denge den Regierungs- palask, riß die Bilder Irigoyens von den Wänden und verbrannte sie. Auch die Büroräume des In- nenministeriums wurden von der Denge gestürmt. Das Haus derEpoca" wurde in Brand gesteckt. Die Feuerwehr weigerte sich zu löschen.

Vizepräsident Dartinez hat die Regierungsge­schäfte dem General llriburu und dem Admiral

Das Genfer Programm Doch Vanenvova-DSsknMo« - Die Mchikskett der denöschen LVahSe«

G e n f, 7. Sept. Der für morgen angesehle Zusammenkrikt der 2 7 europäischen Sfaafenoerfrefet lenkt für den Augenblick das Interesse von der Völkerbundstagung fast gänzlich ab. Auch die Ratsversammlung dürfte in den nächsten Tagen an die zweite Stelle gerückt werden, da die Behandlung der Briand zugegangenen Antwor­ten einen eingehenden Meinungsaustausch zwischen den Staatsmännern notwendig macht.

Im Glassaal des Dolkerbundspalastes, wo sonst die Ratssitzungen stattfinÄen, wird morgen nach­mittag 4 Uhr die erstePaneuropa-Sitzung" statt- finden. Der französische Außenminister richtete eine Einladung an die 27 Staatenvertreter, in der er dem Wunsche Ausdruck gibt, über die ihm im Vorjahre übertragene Aufgabe Bericht zu erstatten. Der ursprüngliche Gedanke, Kommissionen einzu- zetzen und eine Roche von Berichten ausarbeiten zu lassen, hat sich als unpraktisch erwiesen. Man wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach dahin entscheiden,

Storni übergeben, llriburu hat ein provisorisches Kabinett gebildet, dessen Leitung er selbst übernom- men hat, und zu dessen Vizepräsidenten der konser­vative Abgeordnete Enrique Santa Darina be­rufen wurde. Konteradmiral Larlo Shermelo wurde zum Polizeichef von Buenos Aires ernannt. Das Kabinett hat de» Belagerungszustand im gan- zen Land erklärt. Nach der Entwaffnung der Poli­zei übernahmen Truppenabteilungen den Ord­nungsdienst.

Ergänzend wird hierzu noch gemiethet: Der Sieg der Aufständischen wurde entschieden, als die revolutionären Truppen in die Stadt hineiumar- fchierten. Als die erste Abteilung der Aufständischen sich in den Straßen sehen ließ, wurde sie von der VevöLkerunig mit kaum beschr eidlichem Jubel be­grüßt. Dieser steigerte sich noch weiter, als Ma- rineosfiziere, die sich inzwischen den Soldaten an= geschlossen hatten, bekannt gaben, daß die Marine auch zu den Aufständischen übergsgangen sei.

Zettel, die von Fliegern Heruntergewonfen wur- >den, enthielten die Aufforderung an die Bevolke- xfWfl âe M^t. der èyânv zu tun und die Verfassung mit der Waffe in der Hand zu verteidigen. Die Armee hätte auf die' einmütige Aufforderung der Bevölkerung geantwortet. Sie hätte die Fahne der Revolution gehißt, um alle die zu verjagen, die das Vertrauen des Volkes miß­braucht und ihre Pflicht verraten hätten. Soweit sich im Augenblick übensehen läßt, zeigt sich, daß die gange Erhebung schon vorher von den Führern der Armee bis ins einzelne ausgearbeitet war.

Auch in anderen Gegenden des Landes scheinen Unruhen ausgedroechn zu sein. So soll in der Provinz San Juan, die als deis-onders unruhig gilt, der Mgeordnete Porto getötet worden sein.

âsosè« veâattet

London, 7. Sept. Wie aus Buenos Aires be­richtet wird, ist der zurückgetretene Präsident Iri­goyen verhaftet und in dem Barackenlager des In­fanterie-Regiments in La Plata interniert worden.

Das neue avge«ir«;fche ^abkueit

Paris, 7. Sept. Wie Havas aus Buenos Aires berichtet, hat General Uriburu ein provisorisches Kabinett gebildet, dem u. a. angshören: Als Prä­sident General Uriburu, Vizepräsident Santa Ma­rina, Innenminister Sanchez Sorondo, Außenmini­ster Ernest Bosch, Kriegsminister General Medina, Marineminister Konteradmiral Renard.

«e«e SukammenttöSe in Buen»s-sri«eS

Buenos Aires, 7. Sept hier kam es spät in der Rachl noch zu verschiedenen Zusammen­stößen zwischen revolutionären Truppen und An­hängern des gestürzten Präsidenten. 15 Personen wurden getötet und 190 verletzt. Der frühere In­nenminister Gonzales und der ehemalige Sekretär Irigoyens Lenafides sind verhaftet worden.

daß die Verhandlungen nicht im Kreise der euro­päischen Staatenvertreter, sondern im Rahmen der Vollversammlung des Völerbunües vor sich gehen werden. Zu diesem Zweck wird Briand die Voll­macht erhalten, der Vollversammlung ein Expose über die von ihm eingeleitete Aktion vorzulegen. Diesem Expofè des französischen Außenministers sollen die Darlegungen derjenigen^ europäischen Länder folgen, deren Regierungen von Briand ein­geladen wurden, sich zu feinem Memorandum zu äußern.

Wir werden also in den nächsten Tagen ein sehr interessantes Schauspiel erleben. Auf Grund der von den Staatenvertretern abgegebenen Erklärun­gen die praktische Bedeutung des Paneuropa-Planes zu beurteilen vermögen. Die morgige Sitzung wird nicht hinreichen, um eine einheitliche Auffassung über den eingeschlagenen und oben skizzierten Weg zu erreichen. Man hat deshalb auf alle Fälle auch für Dienstag nachmittag eine Zusammenkunft der 27 Staatsmänner anberäumt. Die Meldung eines Genfer Blattes, wonach Briand feinen Plan bereits aufgegeben habe, eilte den Tatsachen etwas voraus. Sie spiegelt aber die Stimmung wider, in der man hier den Verhandlungen entgegensieht.

Die

Ävbekie« des sszkevduttdsvaies werden eine Verzögerung erleiden. Ursprünglich sollte am Dienstag die Frage der Zurückziehung des saarländischen B a h n s ch u tz e s erledigt werden. Diese wichtige Debatte wird vielleicht erst Ende der Woche stattfinden. Es sei hier erwähnt, daß die deutsche Regierung unter nachdrücklichem Hinweis auf frühere französische amtliche Erklärun­gen die gänzliche Abschaffung der sogen. Bähnschutztruppe beantragen wird. Der fran­zösische Generalstab ließ vor der Räumung erklären, daß das Saargebiet als Drehscheibe auf der Ab­beförderung der Besatzungstruppen notwendig sei. Nachdem Abzug der Okkupatiönstruppen hat das Saargebiet seine militärische und strategische Be­deutung für den französischen Generalstab verloren. Es ist ganz unerfindlich, weshalb jetzt plötzlich die französische Regierung die Aufrechterhaltung von 270 Mann für den sogenannten Bahnschuß verlangt. Es ist anzunehmen, daß bei einer Abstimmung über diesen französischen Antrag im Bölkerbunüsrat dis berechtigte deutsche Gegenforderung durch die Mehr. Heit der Ratsmitglieder gebilligt wird. Wann die Memelbeschwerde vor den Rat kommen wird, läßt sich vorläufig nicht sagen. Diese Beschwerde ist erst heute dem 'Reichsaußenminister zugegangen. Die maßgebenden Kreise der deuffchen Delegation er­klären, daß die Deutschen sich der Memelbeschwerde annehmen werden.

Die politische Stimmung in Genf steht unter dem

Svagsrerchen des deuifchsn WahreesebnMeS

Die französische Delegation zeigt große Zurückhal­tung, läßt aber durchblicken, daß der hier weilende deutsche Außenminister nicht für aktionsfähig angesehen werden könne. Man vergißt offenbar in der Umgebung Briands, daß die deutsche Antwort auf das franz. Memorandum eine starke Mehr­heit im Reichstagsausschuß für auswärtige Ange­legenheiten und im Plenum selbst gefunden hat. Demgemäß stehen hinter dem deutschen Außenmi­nister mindestens zwei Drittel des Reichstages. Der hier wiedergegebenen französischen Ähuffaffung ist schließlich die Tatsache entgegenzuhalten, daß die deutschen Wahlen innerpolitisch wohl von entschei­dender Bedeutung sind, die Nation jedoch in den großen Fragen der Außenpolitik eine geschloffene Front bildet.

PaEev OveMWmme«

Paris, 8. Sept. Die Morgenpresse widmet der heute in Genf beginnenden E ur o pa k o nfe re n z die größte Beachtung. Ein Teil der Presse ist außerordentlich optimistisch gestimmt und hält es schon für einen Erfolg, wenn nur eine Studieickom- mission gegründet wird. DasOeuvre" erklärt, der Geldanke der Europäischen Gesellschaft ist jetzt auf dem Marsche. Die Rückverweisung an eine Kom­mission wird von dem Außenpolitiker desJour­nal" als ein Begräbnis erster Klasse bezeichnet. Die Action franoais" ist der gleichen Auffassung. Ebenso ablehnend verhalten sich die Coty Blätter Figaro" undAmi hu peuble", bie es bei den Verträgen der bisherigen Friedenspolitik belassen möchten. Der sozialfftischePopulair" ist der An­sicht, daß der neue Plan sozialistischen und inter­nationalen Geist haben müsse.

Nlttüge GMMeveè zwèhche« Kaironarsozkarrfte« und âsmmuuMen

Hamburg, 7. Sept Einige hundert National­sozialisten in Uniform zogen heute nachmittag durch die Stabs unb trafen beim Slernschanzen- bahnhof mit Kommunisten zusammen, die auf Last­kraftwagen einen Wahlpropagandazug veranstal-

Dke hsttN-e Uummev umfaßt 10 Sekte«