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S. Gevtembev

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Mell aus ihren Federn gekomme von Frankrèlch herüber schallte

donner, Kanonendonner, den auch die ersten Vortrupps der Völkerbundsdelegationen ge­hört haben können, die sich erst zum Sonn-

Wenn in Genf in diesen Tagen der richtige Südwind geweht hat, werden die Genfer

ErMungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Lezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder aufRüchahlung deS Bezugspreises. / Fürplatzvorschrist u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr gelei stet. >Geschäftsstelle: Hammerstr.S / Fernspr. 3956,3957,3958

gekommen sein, denn ^"^ Kanonen-

karke von Haiti mit San Domingo, der Hauptstadt des dominikanischen Freistaats.

das Observatorium von Belen die Befürchtung, daß sowohl die Bahama-Inseln wie auch Cuba bedroht sind. Der Sturm bewegt sich zwar nur mit einer Geschwindigkeit von 16 Stundenmeilen weiter, aber

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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Lezug-Preis: Für den halben Monat RM.1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitags, Samstag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise- Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Lreite 8 R-Pfg., im Reklameteil von 68 mm greife 25 R-Pfg. , Offertengebühr so R-Pfg.

«r. 208

Das Heuere

*- Der Reichsinnenminister Hal sämtlichen außenpreußischen Regierungen die Einführung des Lrannkweinverbots am Wahltag empfohlen.

Reichsminister Treviranus sprach in Königs- ber über seine bei der Abstimmungsfeier gehaltene Rede.

Auf dem Genfer Minderheilenkongreß nahm der Deulfchenführer in Oberschlesien, Alih, zum

? Paneuropa-Problem Stellung.

Das SchleuderflugzeugRewyork" vom SchnelldampferBremen hat einen sehr beacht­lichen Zeitgewinn von 15 Stunden erzielt.

In Köln Hal sich ein aufsehenerregender Mord eines Nationalsozialist^« an einem Arbeiter ereignet.

Durch einen Wirbelsturm wurde San Domingo zur Hälfte zerstört. Man spricht von 300 bis 1000 Toten.

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4IH& Wsv Naneuvopa

Genf, 4. Sept. Der 6. Nationalitätenkongreß be­schäftigte sich heute mit den europäischen Einigungs­bestrebungen. Der Führer der Deutschen in Ostober­schlesien, Abgeordneter Ulitz, betonte in seinem ausführlichen Referat die grundsätzliche Zustimmung der Minderheiten zu dem Gedanken eines europäi­schen Staatenbundes. Der Plan Briands enthalte aber eine große Lücke, da er nur Staaten kenne und nicht die Völker als Völker. Wenn Briand in feinem Memorandum betone, daß die Zeit günstig fei, zeige er damit einen Optimismus, der im Hin­blick auf gewisse Vorfälle vielleicht nicht ganz be­gründet sei. Wenn in den einzelnen Staaten die Er­örterung der Anschlußfrage als Kriegsgrund ange­sehen werde, so spreche das gegen den Grundsatz der __ ichtigung der Völker. Solange es.Staechpl- grüppierungen gebe, die ihre deutliche Spitze gegen andere europäische Staaten richten, könne man wohl sagen, daß die Staatsmänner Europas vom Flügelschlag der neuen Zeit noch nicht berührt seien. Der Assimilationstherorie, die Poincyre vertrat, wür­den die Minderheiten ihren unbeugsamen Lebens­willen gegenüberstellen. Herrn Briand müsse man zurufen, nicht nur französisch zu denken, indem er Staat und Volk gleichsetzte, sondern europäisch. Der I jetzt eingeschlagene Weg führe noch nicht zum Ziele. Das Ziel müsse sein: der Friede Europas auf der Grundlage des Friedens unter den europäischen Völkern.

Die Rede wurde von der Versammlung wieder­holt mit großem Beifall ausgenommen.

6 Mvisrert ichUeHs« VuvKfvredvtt

3m Wahlkreis Halle-Merseburg

Halle, 4. Sept. Die Christlich-Rationale Bauern- und Landvolkparlei, die Deutsche Volks- parlei, die Deutsche Skaakspartei, die Deutsche Zen- lrumsparlei, die Konservative Volkspartei und die Dirlschaftsparlei haben im Wahlkreis halle-Merse- burg Burgfrieden vereinbart. Der Kampf soll nur in sachlicher, nicht in persönlicher Form ge- sührt werden. Die letzteren fünf Parteien verösfenl- lichen auch einen gemeinsamen Wahlaufruf, in dem sie auf die große Gefahr Hinweisen, in der sich das deutsche Vaterland befindet und in dem sie vor Splitterparteien warnen.

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Leitte OZVlMsMtms dev rvanseMchstt Mvrverrvev- ivWe

Berlin, 4. Sept. In einem Teil der Presse wird behauptet, daß die Verhandlungen mit den evange­lischen Landeskirchen von der preußischen Regie­rung verschleppt werden. Demgegenüber stellt der Amtliche Preußische Pressedienst fest, daß nach Ab­schluß der Vorverhandlungen die Arbeiten an dem Entwurf eines Kirchenvertrages ihr^n ordnungs­mäßigen ununterbrochenen Fortgang genommen haben und weiter nehmen. Es liege nicht die ge­ringste Tatsache vor, die den Vorwurf einer Hin­auszögerung oder Verschleppung der Wahlhandlun- ' gen rechtfertigen könne.

Urteil im Reichelsdorfer Eifenbahnerprozeß

Rürnberg, 4. Sept. Das erweiterte Schöffengericht Nürnberg verurteilte heute abend nach dreitägiger Verhandlung den Fahrdienstleiter Linhuber aus Reichelsdorf und den Lokomotiv­führer Maurer-München, die beschuldigt waren, am 14. Oktober 1929 infolge Fahrlässigkeit den Tod von fünf Menschen und Körperverletzung von 61 Personen herbeigesührl zu haben, zu je drei Mo- naten Gefängnis.

wkbelftmrmSalaKtrophe in Santo Domingo

Oie Lab» dev Tote« wird auf 360 bis looc geschätzt

London, 4. Sept. Ein schwerer Tornado ist über die Dominikanische Republik auf Haiti hinweggegangen. Nach der Wiederherstellung der zerstörten Kabelverbindung mit Amerika bestätigt es sich, daß die Stadt Santo Domingo zur Hälfte zerstört worden ist.

Re w y o r k, 4. Sept. Rach einer Meldung der Associated Preß aus Santo Domingo meldet die Zeitung£a Dpinion, daß die Stadt beinahe gänzlich zerstört ist. Man glaubt, daß 900 Personen getötet oder verletzt wurden. Unter der Bevölkerung spielten sich während des Wirbel­sturmes, der vier Stunden anhielk, furchtbare Schreckensszenen ab. Die gesamte Armee wurde für die Rettungsarbeiton aufgeboten. Die Verbin- düngen der Stadt mit den übrigen Teilen des Landes sind unterbrochen, Strecken sind zerstört und die Straßen unpassierbar. Die Bezirke Djeva- villa, Duarte und San Carlos bilden gleichfalls einen Trümmerhaufen. Das ffäbtifdje Irrenhaus wurde dem Erdboden gleichgemacht, und eine An­zahl Geisteskranker, die unverletzt davongekommen waren, rannte in der Stadt wild umher, bis sie schließlich von Militär wieder eingefangen wur­den. Auch die Gebäude der ZeitungLa Dpinion wurden zerstört. Regierungsbeamte und die Zei­tungen appellieren an die Hilfe Amerikas, da sich bereits Hungersnot bemerkbar macht.

Washington, 4. Sept. Der Gouverneur von Porto Rico, Roosevelt, kabelte an das ameri­kanische Rote Kreuz, daß die Zahl der Toten in Santo Domingo auf 300 bis 1000 geschätzt werde. 90 Prozent der Bevölkerung sei obdachlos.

Rewgork, 4. Sept. _Mch zuverlässigen Schätzungen soll der Wirbelsturm in Santo Domingo 1000 Verletzte gefordert haben. Hilfserpeditionen find zur Linderung der ersten Bedürfnisse der Ob­dachlosen in den betreffenden Gebieten bereits unterwegs.

Die Regierungen von Haiti und Porto Rico haben Vertreter des Roten Kreuzes mit Lebensmit­teln entsandt, das amerikanische Rote Kreuz hat 15 000 Dollar nach Santo Domingo überwiesen.

800 Tose

Rewyork, 5. Sept. Der Vertreter des Gouverneurs von Porlorico hat die vom Orkan verwüsteten Gebiete überflogen. Rach einer tele­graphischen Mitteilung hat es in San Domings 800 Tote und zahlreiche Verletzte gegeben.

M «Kuba vom Wivdsl- ühtimt sskähvdst?

Havanna, 4. Sept. Entgegen den anfangs geheg­ten Hoffnungen, daß Cuba von den Wirbelstürmen nicht berührt werden würde, äußerte spät nachts

Die Aussichten dev VreiS- seukun«

Was Sa«« die Sausfva« von dev sevtanten «veiS- ke«S««s evwavisn?

Berlin, 4. Sept. Die Zentrale der hiesigen Hausfrauenvereine hatte für heute nach- mittag zu einer Aussprache über das ThemaWas kann die Hausfrau von der geplanten Preissenkung erwarten? nach dem Hauplsitzungssaal des Reichs- wirtschafksrats geladen. Die Vorsitzende des einladenden Verbandes, Frau Muhsam-Wer- ther, gehört selbst dem vorläufigen Reichswirtschaftsrat an und hat an den jüngsten Kar- lellberatungen teilgenommen;

Die Aussprache wurde durch Redner aus verschiedenen Wirtschaftsgebieten eingeleitet. Für die landwirtschaftlichen Erzeuger sprach der Direk­tor der preußischen Landwirtschaftskammer, G r a f von Baudissin. Er erklärte, die Landwirt­schaft, die ohnehin unrentabel arbeite, könne sich an der Preissenkung nicht unmittelbar beteiligen. Bedauerlicherweise habe die städtische Verbraucher­schaft von dem sehr niedrigen Preisstand der land­wirtschaftlichen Produkte beim Erzeuger nicht ein­mal einen Vorteil. Der Landwirtschaftsvertreter setzte sich dafür ein, daß die Verbraucherschaft mehr als bisher deutsche Erzeugnisse bevorzuge.

Dr. Metzner von der Kartellstelle des Reichs- verbandes der Deutschen Industrie gab zu, daß im Kartellwesen Mängel bestehen. Anderseits böten die Kartelle Gewähr dafür, daß auch mittlere und s chw ächere Erzeuger ihren Betrieb auf­rechterhalten können, während sonst die mächtigen Großerzeuger allein das Feld behaup­ten würden. Allwöchentlich kämen ein oder zwei ausländische Besucher zur Kartellstelle des Reichs-

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Port au

^... - ==<^> Republik ÖAMÂIKA-^SAN DOMINGO-^ K----;-----:-------------------- - . --- OH

das Zentrum dreht sich mit einer Geschwindigkeit von über 100 Meilen, so daß man mit schweren Schäden und auch mit dem Verlust von Menschen­leben namentlich im Nordteil von Oriente und im Südteil von Guantanamo und Santiago rechnen

müsse. Bei der gegenwärtigen Geschwindigkeit Richtung dürfte der Zyklon zunächst innerhalb 74 Stunden die Bahama-Inseln erreichen.

und von

ZSeöSVMwemmrms kn S§MZN

Shillong (Distrikt Assam), 4. Sept.

Pramaputra ist in der Gegend von Rewgong die Äser getreten. Ueber 100 000 Personen

Der über sind

durch die lleberschwemmung in Mitleidenschaft ge­zogen. Die Häuser stehen stellenweise vollkommen

unter Wasser. Getreidevorräte und Vieh sind den Wassermassen fortgeschwemmt. Straßen Eisenbahnstrecken sind beschädigt.

von und

Verbandes, um das deutsche Kartellwesen auf seine Anwendbarkeit in andern Ländern zu studieren. Der so dringend notwendige Preisabbau werde da­durch nicht gefördert, daß einer die Schuld auf den andern schiebe. Dr. Metzner warnte die Haus­frauen davor, auf eine baldige und erhebliche Preissenkung der- Einzelverkaufspreise allzu große Hoffnungen zu setzen.

In ähnlichem Sinne sprach Dr. Engel vom Reichsverband des deutschen Groß- und Ueber- seehandels. Er wies an Zahlen nach, daß die Großhandelspreise innerhalb der, letzten drei Jahre durchschnittlich um 15 b i s 20 v. H. g e ° senkt worden seien. Auch Dr. Engel glaubt nicht daran, daß die Preissenkungsaktion dem letzten Verbraucher schon bald Erleichterungen bringen werde.

Als letzter sprach sodann das Geschäftsführende Präsidialmitglied der Hauptaemeinschaft des deut­schen Einzelhandels, Dr. Tiburtius. Er nahm für die von ihm vertretene Wirtschaftsgruppe in Anspruch, daß sie der Verbraucherschaft naher stehe

(Fortsetzung auf Seite 2)

Sviedensschalmei - mit rkanonendormev

Paris, 4. Sept. Die Manöver an der savoyischen Alpengrenze, an denen etwa 20 000 Mann teilnahmen, sind nach dreitägiger Dauer gestern beendet worden, ohne daß eine der beiden Armeegruppen einen entscheidenden Erfolg über die andere davongetragen hätte. Die großen Manöver in Lothringen, die vier Tage dauern werden, haben in der vergangenen Nacht begon­nen. 50 000 Mann sind in der Umgebung von Luneville in einem verhältnismäßig engen Raum zusammengezogen, so daß man sich in die Zeit des Weltkrieges zurückversetzt glaubt. Das Thema lautet wie folgt: Seit mehreren Tagen droht eine Schlacht auf der Front BitburgTrier Saarbrücken zwischen den blauen Armeen (Ost­seite) und den roten Armeen (Westseite). Ein Teil der blauen Armeen südliche Heeresgruppe) konzentriert sich in Oberelsaß und soll die rechte Flanke (südliche) der roten Armeen angreifen. Die 5. blaue Armee überschreitet die Vogesen südlich vom Donon und erreicht am 3. Septem­ber den Abschnitt CharmensRambervillers Raonl'Etape. Sie hat die Aufgabe, am 4. September nach Norden vorzustoßen und sich des Höhenzuges bei Morhange, der Höhe Delna und der Ortschaften St. Genevieve und Domevre zu bemächtigen. Der Befehlshaber der roten Streitkräfte (Norden) will seine rechte Flanke gegen die von den Vogesen ausgehende Be­drohung schützen und beschließt, alle verfügbaren Streitkräfte auf der Linie ConstansIarny MetzSt. Avold Zusammenzuziehen. Der Kom­mandant bildet eine 10. Armee, mit dem Haupt­quartier in Metz, die gegen Süden vorstoßen soll, um diesen Aufmarsch zu decken.

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tag vollzählig in der alten Reformations­stadt versammeln.

Der Kanonendonner kam fünf Tage lang aus der Richtung von Lyon, wo an der französisch-italienischen Verbindungsbahn von Lyon nach Turin Manöver stattfanden, wie sie großartiger seit dem Weltkrieg noch nicht gesehen wurden. Nach französischen Angaben sind 50 000 Mann in der französischen Ecke zwschen Schweiz und Italien zusammenge­zogen worden und haben ein Kriegsspiel auf­geführt, das die Abwehr eines von Osten, also von Italien kommenden Vorstoßes nach Frankreich hinein zur Aufgabe hatte. Im Hochgebirge kämpfte man, gestützt auf die Festung Grenoble gegen dieInvasion aus Italien". Savoyen war bedroht in diesem Kriegsspiel, das Stammland des italienischen Königshauses, das Land, das den Italienern immer noch fehlt. . . Zum Zweck der Ver­teidigung hatte die französische Heeresleitung nicht nur die Reservisten der am Manöver be» teligten Truppen mobilisiert, sie hatte auch nordafrikanische Regimenter herangezogen.

Und wenn die Genfer Völkerbundsdele­gierten in den ersten Tagen ihrer Herbstarbeit Zeit finden, Ausflüge nach Norden, in den Schweizer Jura, zu machen, dann werden sie auch dort Kanonendonner von Norden her ver­nehmen: vom 4. bis zum 10. Sept, hält der französische Generalstab in Lothringen riesige Manöver ab, an denen ebenfalls mindestens 50 000 Mann beteiligt sind. Dort gilt es, einen Vorstoß abzuwehren, der von Süddeutschland aus über den Rhein getragen wird. Dort wird es Jagdflieger-, Kampfs- und Bombenflieger zu sehen geben, dort wird Artillerie nicht mehr mit Pferden, sondern mit Motoren spazieren gefahren, dort werden Tankgeschwader donnernd über abgeerntete Felder rasseln und dort wird auch Kavallerie eingesetzt werden, weil ja die Reichswehr noch Kavallerieregi­menter kennt ...

Manöver sind eine militärische Notwendig­keit, und auch die Reichswehr sucht ja mit den kläglichen Behelfsmitteln, die ihr gelassen sind, ihre Eignung für den Ernstfall durchzuprüfen. Es ist aber etwas so ungewöhnliches, daß in so unverhüllter Form, wie die Franzosen das jetzt in den Vogesen und wie sie es kurz vorher schon in den Alpen gegen Italien getan haben, der mutmaßliche Feind in dieser Weise ge­kennzeichnet wird. Darin liegt eine unfreund-

Die heuttse Kummet? umfaßt 12 Seite«