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de« 6. Äugust

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1930

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn« und Feiertage. / LezugspreiS: Für den halben Monat RM.1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 1L, SamStag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm »reife 8 R«pfg., im Reklameteil von 68 mm Lreite 25 R-Pfg. Offertengebühr 50 R-Pfg.

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Lezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Äezugspreises. / Für Platz Vorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. , Geschäftsstelle: Kammerstr. 9 / Fernspr. 3956,3957,3958

MtZrigev für^

Das Keueste

3m Nordfranzösischen Streikgebiet kam es zu Ausschreitungen der Ausständifchen gegen die Poli­zei.

Oberregierungsrat Dr. Walter Heide richtete an Dr. Scholz einen Brief, in dem er diebe­freiende lat der Sammlung fordert.

3m wirtschaftspolitischen Ausschuß des vor- läufigen Reichswirlschaflsrates begründete Staats­sekretär von Trendelenburg namens der Reichs­regierung die Notwendigkeit einer Revision der kartellmäßig gebundenen Warenpreise.

von der Zenkrumspartei des Wahlkreises Breslau wurden als Reichslagskandidaten aufge- stellt: Reichskanzler Dr. Brüning, Dr. Perlitius, 3nnungsobermeifter Anterberger-Breslqu. Für den Wahlkreis Liegnih ist Reichsinnenminister Dr. Wirth Spitzenkandidat.

Reichskanzler Dr. Brüning hat an die Gattin des verstorbenen Siegfried Wagner ein Beileidstele­gramm gerichtet.

Das Flugschiff Do X hat gestern zwei je ein­halbstündige Probeflüge unternommen, die glatt verlaufen sind. Die Molaren liefen zur Zufrieden­heit. Die Werkflüge sollen in den nächsten Tagen fortgesetzt werden.

Die seit drei Wochen in großen Bezirken der IL S. A. herrschende Hitze von 4050 Grad Celsius droht zu einer Katastrophe für zwei Drittel des Landes auszuwachsen. Zn allen Feldfrüchken sind Mißernten zu befürchten. Die Viehweiden sind zum fgrohen Teil verdorrt.

^Die Äekreiende Sai*

Mn Brief au Dr. Gcholr

Berlin, 5. Aug. In der Auseinandersetzung, die in den letzten Tagen zwischen der Deutschen Bolkspartei und der Deutschen Staatspartei in der Frage einer etwaigen Fusion erfolgt ist, und die in der Schwebe bleibt, bis die beiderseitigen Führer zur Klärung der Lage zusammentreten (das soll, wenn nichts dazwischen kommt, am Donnerstag geschehen), ergreift heute der der Volkspartei angehörende Oberregierungsrat Dr. Walter Heide das Wort, und zwar in der Form eines offenen Briefes an Herrn Dr. Scholz, den der Ber­linerBörfen-Lourier" veröffentlicht.

in volkswirtschaftlich nicht gerechtfertigter Weise ein- schränken. Ein nachhaltiger Erfolg der Bemühungen oer Reichsregierung fei erst dann gewährleistet, wenn die beteiligten Wirtschaftskreise vertrauens­voll mit ihr zusammenarbeiten.

Zum Schluß sprach Staatssekretär Trendelen­burg die Hoffnung aus, daß die Verhandlungen im Reichswirtschaftsrat alsbald eine klare und einheit­liche Stellungnahme zu den angebeuteten Pro­blemen herbetführen würden. Dabei komme es für den Augenblick darauf an, praktische Arbeit zu leisten und das in der gegenwärtigen Wirtschaftslage Zweckmäßige und Notwendige zu finden.

Oberregierungsrat Dr. Walter Heide hat zu Lebzeiten Stresemanns diesem nicht nur im Amt, sondern auch persönlich nahe gestanden. Dr. Heide erinnert den volksparteilichen Führer Dr. Scholz daran, daß sein Versuch, Liberalismus und Kon­servativismus auf einen allerdings nicht weltan­schaulich gemeinsamen Nenner zu bringen, leider fehlgeschlagen sei. Auch die zweite Sammlungs­aktion des Dr. Scholz, die auf schmalerer Basis ge­führt worden sei, habe bisher noch keinen Erfolg gezeitigt. Das könne auch nicht der Fall sein, ehe nicht die letzte Möglichkeit zu einer Sammlung auf der von Scholz ursprünglich geplanten Basis aus­geschöpft sei. Dazu gehöre, daß der Brief des Herrn Koch diejenige Erledigung findet, die er ver­diene und die weite Kreise dèr Deutschen Volks- partei erhoffen.

Heide geht bann auf die Vorgeschichte des Brie­fes ein. Er glaubt nicht daran, daß er als taktisches Manöver zu werten sei. Es seien ja überhaupt allerlei taktische Ungeschicklichkeiten vorgekommen. All dies aber könnte Herr Dr. Scholz mit souverä­ner Handbewegung aus dem Wege räumen. Hätte Stresemann gelebh^wLr^^di^^Gründun^^der

oben bezeichneten Elementen der staatsbürgerlichen Mitte gebildet werden könnte. Er hat, weil er glaubte, handeln zu müssen, schnell gehandelt und zunächst einmal die Elemente der Demokratischen Partei und der Volksnationalen Bewegung im wesentlichen zusammengeführt. Nun sind die An­deren, die auch nach unserer Ueberzeugung für eine Neubildung in Frage kommen, verstimmt. Ich appeliere an die Verantwortlichen, diese Verstim­mung zurückzustellen. Koch-Weser hat sich bereit er­klärt, zurückzustehen und anderen Männern und Frauen die Führung zu überlassen, wenn nur das große Werk gefördert werden kann. Ich appelliere an die Verantwortlichen, jetzt keine Taktik zu trei­ben und ihren Verstand nicht daran zu verschwen­den, die Anderen ins Unrecht zu setzen, um etwa eine bessere Position im Wahlkampfe zu haben. Die ernsten Wähler wollen von Taktik nichts wissen: sie wollen die Staatspartei, der sie mit gutem Ge­wissen ihre Stimme geben können. Sie wollen nachdem sie in der Politik heimatlos geworden sind wieder eine Stätte politischen Wirkens haben.

Noch ist es nicht zu spät.

Aachen, 5. Aug. Auf der Generalversammlung des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter sprach Reichsarbeitsminister a. D. Dr. Brauns über die gegenwärtig sehr umstrittene Frage:Wertung der Sozialpolitik". Einleitend wies der Redner darauf tin, daß ein abschließendes Werturteil über Sozial­politik heute noch nicht gegeben werden könne. Die Einwendungen, daß die Sozialpolitik schuld sei pn der schweren Depression der Gegenwart und sie das deutsche Finanzwesen gefährdet habe, dürfe man nicht als bedeutungslos ansehen. Der Redner

wandte sich gegen die Auffassung, daß die Verbind- üchkeitserklärung im Tarifwesen die Lohnlage im Reich überhöht habe. Weiter betonte er, daß die heutige Arbeitslosigkeit nicht allein als Folge der Kriegstribute, sondern vielmehr als Folge dèr Un- aufgeschlossenheit und Zerstörung des Weltmarktes, als Folge der Kapitalhäufung in einzelnen Län­dern und Kapitalarmut in vielen Ländern anzu- sehen sei. Das Problem der Erwerbslosenfürsorge könne neu organisiert werden. Gegen die Arbeits- wsenversicherung erhebe man den Einwand, sie zer­störe die Reichsfinanzen und müsse daher von wnen getrennt werden. Die Wirtschaft, die ihr Risiko auf die Arbeitslosenversicherung abwälze, nahe aber dafür einen Beitrag zu bezahlen. Man könne befürworten, daß die Wirtschaft in Zeiten günstiger Konjunktur einen Fonds zurückzulegen habe. Der Einwand, die Versicherung belaste die Reichs-, Staats- und Kommunalfinanzen, würde auf diese Weise wegfallen. Bei der Schaffung der Versicherung im Jahre 1927 habe man ihr zu viel Sgemutet. Damals habe man die schlechte Wirt- astszeit nicht voraussehen können.

. Der Minister befürwortete eine Verbreiterung öes Fundaments der Versicherung, eine Vergröße- Ning der Beitragspflichtigen auf alle Gruppen der Arbeitnehmer, auch auf die der Beamten. Hier jauffe Volkssolidarität vorherrschend fein. Zur Be- kampsung der Arbeitslosigkeit habe man die Reichs-, Staats- und Kommunalfinanzen in Ordnung zu aringen. Sonst fei an eine Gesundung des Arbeits- warkleg nicht zu denken. Wenn der Sozialetat so weiter steige, wie bisher, so habe man im Interesse Arbeitnehmer gewisse Grenzen einzuhallen. Die ,^rslcherung sei auf Arbeitnehnierkreise zu be- l^ronken, sie dürfe nicht zu einer allgemeinen volksversicherung werden. Die Versicherten sönn­en einen Teil der Sorge selbst übernehmen. Die Reichshilse sei nicht einzuschalten. Der Minister

m._ _______ ,.. ___________ .

die Schuld nicht Dr. Scholz treffe.

Der Brief gipfelt in den Zeilen:

Sie haben jetzt die heilige Pflicht, noch einmal die ausgestreckle Hand zu ergreifen, die Herr Koch Ihnen bot. Zwei Männer mit folch vornehmer Ge­sinnung, die einanderin aller Verehrung" begeg­nen, sollten gemeinsam den Weg aus diesem Laby­rinth des Hasses und der Zwietracht finden. Herr Minister, bringen Sie in die Verhandlungen den Hauch einer neuen Gefinnung, sprechen Sie von Mann zu Mann, ohne sich in Taktik zu verlieren, denn die Persönlichkeit ist immer noch das Pri­märe. Offenheit und Tatwille bedingen den Er­folg. Der Staat ist in Gefahr, die Zeit drängt und die Wählerschaft will eine klare Front. Die Iugend verlangt aus dem gehärteten Willen der Frc-nk- erlebnisse und aus dem glühenden Idealismus die befreiende Tat!"

«In atmen

De. SSvke«-AMoM

allen gerade auch der Deutschen Volkspartei bei den Demokraten und in der volksnationalen Be­wegung Männer und Frauen finden, mit denen sie vertrauensvoll die weiteren Verhandlungen führen können. Laßt die Stunde nicht ungenutzt vorübergehen. Es ist eine geschichtliche Stunde. Die Entwicklung, die innerhalb der Parteien sich jetzt vollziehen will, bedeutet für die Entwicklung des Parlamentarismus in Deutschland alles. Don dem Ergebnis dieser Entwicklung wird es abhängen, ob in Deutschland von dem Parlament verantwor­tungsvolle, staatsbejahende Politik getrieben wer­den kann. Es handelt sich so um das Geschick der Deutschen Republik.

Köln, öffentlich

I, 6. Aug. DieKölnische Zeitung" ver- ht einen Appell des preußischen Finanz­

« »» «^c n vti ^vtuc s^L Beichshilfe sei nicht einiufdji *,® l"m Schlüsse aus die ii

..... -^...* uu, v.t internationale Sozial- potiltf hin, in deren Organisation Deutschland eine Maßgebende Stellung einnehmc. Für Deutschland veseuke die Frage der internationalen Sozialre- eine Lebensfrage. Die deutsche Sozialpolitik m rm wesentlichen nicht zu weit gegangen. Inter- ""bonal sei nicht zu verkennen, daß die Sozial- poutik ihre Voraussetzungen habe, so insbesondere wne gesunde Finanz- und Wirtschaftslage. Mit Sozialpolitik könne man den Mangel an gesunder ®}4Waft nicht ersehen. Voraussetzung für eine gedeihliche Wirksamkeit der Versicherung sei auch , starke Gewerkschaftsbewegung auf christlich- tilla er Grundlage. Sozialreform und Sozialver- Iilyerung seien eine christlich-soziale Kulturarbeit.

Der Rede des Ministers folgte eine mehrstündige »brache. Die christlich-sozialen Angestelltenge- werkschaften ließen Dr. Brauns unter Anerkennung re'^5 ^ölân Wirkens ein Blumengebinde über-

Ministers Dr. Höpker-Aschoff, in dem es u. a. heißt: Es gilt, die staatsbürgerliche Mitte aus der Demokratischen Partei, der Deutschen Volkspartei, der Wirtschaftspartei und der Volksnationalen Be­wegung zu bilden. Es ist ein Trugschluß, auch die anderen Elemente der neuen Rechten in die neue Staatspartei eingliedern zu wollen. Wie sollen wir auf die Dauer mit Westarp und Schiele gemein­same Kulturpolitik, Wirtschaftspolitik und Außen­politik machen können? Die neue Staatspartei, unsere Hoffnung, kann nur dann groß und mächtig fein, kann nur dann die Sehnsucht von Millionen von Staatsbürgern erfüllen, wenn ihr die ent­schlossene Richtung politischen Handelns nicht durch eine Verkoppelung mit wesensfremden Elementen verdorben wird. Diese Erkenntnis muß sich durch­setzen, wenn unsere weiteren Bemühungen einen Erfolg haben sollen.

Die Stunde ist so ernst, daß unsere Bemühun­gen nicht an Personen und an Empfindlich­keiten über das Vorgehen von Personen schei­tern dürfen;

ich spreche ganz offen: Koch-Weser war davon durchdrungen, daß die neue Staatspartei aus den

Me ÄssrHandl rmsett zwZMsn DsuiMsV VskWvavtsZ m*$ GiÄÄisWMâS

Berlin, 5. Aug. Die Nationalliberale Korrsspon- >denz, der parteiamtliche Pressedienst der Deutschen VoNspartei/ teilt mit:

Die in der Presse verschiedentlich verbreitete Außsassung, daß die zwischen den Herren Koch und Scholz verabrâte Aussprache den Zweck habe, neue politische Verhandlungen zwischen Deutscher Volkspartei und Staatspartei herbeizusähren, ist unrichtig.

Es handelt sich bei dieser Unterredung nicht um eine politische Aktion, sondern um eine einfache Aussprache von Mensch zu Mensch, die auf Grund

des Briefes von Herrn Koch-Wcher an Scholz er­folgt und die sich auch schi gibt, daß Herr Koch-Weser

on daraus von sâst er-

..... , unb Dr. Scholz sich aus

langen Jahren gemeinsamer kommunaler Tätigtet kennen.

Die durch den einstimmig gefaßten Beschluß des Reichsausschusses der DDP. bestimmte Haltung der ganzen Partei hat sich in keiner Weise geändert. Die Deutsche Bolkspartei ist nach wie vor'bestrebt, ohne Rücksichi auf die Begriffe rechts und links, alle diejenigen zufammenzuführen, die bereit sind, die Rettung des Staates in letzter Stunde über alles andere, sonst Trennede zu stellen.

Die Deutsche Bolkspartei würde, wie schon mit- geteill, mit großer Befriedigung davon Kenntnis nehmen, wenn die ©tot spart ei an den eingeleiteten erfolgversprechenden Berhanidlungen über die Bil­dung einer solch großen Front teilnehmen würtde.

> sei nicht zu verkennen, daß die Sozial- ihre Voraussetzungen habe, so insbesondere lesunde Finanz- und Wirtschaftslage. Mit

SiaÄiswSvetÄ'v

Ds. LvenderenhuVs übeV das âaviettpvavsem

Verlin, 5. Aug.

Heute trat der Wirtschaftspoli- Vorläufsgen Reichswirtschosts-

tifche Ausschuß des Vorläufigen Reichswirtschafts­rats zu den Beratungen über das Kartellproblem zusammen, zu denen er auf Grund des bekannten Schreibens des Reichswirtschaftsministers unver­züglich einberufen worden war. Namens der Reichs- regierung leitete Staatssekretär Dr. Trendelenburg die Aussprache ein, indem er die wirtschaftliche Not­wendigkeit beschleunigter Maßnahmen auf dem

Kartellgebiet begründete.

Zur Behebung der Finanzkrise seien die Maß­nahmen eingeleitet worden, die sich vor allem im ersten Teil der Notverordnung befänden. Darüber hinaus hatte die Reichsregierung auf wirlschast- lichem Gebiete in erster £inie eine S e n - kung des Selbstkosten- und Preis­niveaus für notwendig. Die Reichsregierung fei von der Notwendigkeit überzeugt, daß gewisse Hem­mungen beseitigt werden müßten, die noch der freien Auswirkung der natürlichen wirtschaftlichen Tendenz im Wege ständen. Die Verordnung des Herrn Reichspräsidenten biete der Reichsregierung die rechtliche Möglichkeit, solche Bindungen aufzu­heben, die die Wirtschaftlichkeit der Erzeugung oder des Verkehrs mit Waren oder Leistungen beein­trächtigen oder die wirtschaftliche Handlungsfreiheit

Ms hvautts GteUtttts zum ÄAL^smiörsmtts

Berlin, 5. Aug. Verschiedene Zeitungen per« äffsnllichten einen Brief, in dem der Hochmeister des Jungdeiutschèin Ordens und Führer der Deut­schen Staatspartei Arthur Mahraun einem Freunde diè Versicherung abgab, daß sich die Volksnaitional« Roichsveremiigung energisch gegen alle diejenigen Juden zur Wehr setzen werde, welche an den Grundsätzen der christllchsn und deutschen Kultur rütteln wollen. Andere Zeitungen bezeichnen das Vochandensein des soigemannten Arierporaigra^phen, der eine der Grundkosten des Jungdeutschen Ordens ist, als Antisemitismus. Der Jungdeutsche Orden läßt, !o erklärt lzeute imJungLeutschen" Mahraun, an dieser Grundlage seiner MitglieLschnft nicht rüt­teln. Er erkennt im staatsbürgerlichen Leben, wie viele feine Verlautbarungen seit Jahren beweisen, den jüdischen Staatsbürgern die volle staatsbürger­liche Gleichberechtigung zu. Wir geben aber keinem das Recht, in Wesen und Form unserer jungbeuti schen GemeinschaftsbÄdung hineürzurodsn. Unser Kampf gilt allen denen, welche an den Grundlagen der GrMchen' und deutschen Kultur rüttelns einer­lei ob sie Juden sind oder nicht. In unserem staats- ii^üjiÈuJ^ «ii .Muar

' Gemeinschaft mit den deutschen

Staatsbürgern, welche unseren Ideen vam sozwlen und nationalen deutschen Volksstaat restlos zustim­men. Unbeschadet unserer völkischen Gesinnung be­kämpfen wir schon aus Gründen der nationalen (Einheit und Befriedigung des deullchm Volkes den demagogischen Antisemitismus unserer Zeit.

Unser Kampf für den deutschen Volksstaat er­strebt die Vollendung der deutschen Volkseinheit und die Vereinigung aller Gegensätzlichkeiten, welche das deutsche Volk mit Haß und Zwietracht echüllen. In dem Antisemitismus, wie er sich heute in Deutsch­land darstellt, sehe ich ebenso ein Minderwertig­keitsgefühl, wie ich dasselbe in einem gewissen Anti- germa minus gewisser jüdischer Kreise erblicke.

Die NMsb««s des «ei»S- icosabseovdusts« KaaS

Karlsruhe 5. Aug. Dienstag nachmittag wurden die sterblichen Ueberrsste des Reichstagsahgeord- neten Ludwig Haas zur letzten Ruhe beigesetzt. Asn Grabe, vor dem ein großer Lorbeerkranz mit den Farben schwarz-rot^gold niedengelegt worden war, sprach Reichsminister Dr. Wirth die Trauer der Reichsregierung um den Dahingeschiedenen aus. Auch Reichsfi nanzm inister Dr. Dietrich sprach Worte tiefen Gedenkens für dm Toten, dessen Nomae mit'der badischen Geschichte untrennbar ver- bun^dm sei Zahlreiche weitere Trouerredner gaben Kunde von der Wertschätzung und dem Wesen des Verstorbenen. An der Trauerseier hatten sich Reichsbanner und Studentenverbindungen sowie Vertreter der Staats- und LandesbshoMn betei­ligt.

Nviinius und SSieifs in etfclefien aukssslskt

Breslau, 8. Aug. Wie dieSchlesische Volks- zcitung" meldet, wurden am Dienstag von der Zentrumspartei des Wahlkreises Breslau folgende Reichstaqskandidaten aufgestellt: 1. Reichskanzler Dr. Brüning, 2. stellvertretender Vorsitzender der Reichstagsfraktion Dr. Perlitus; für den Wahlkreis Liegnitz: Reichsinnenminister Dr. Wirth als Spitzenkandidat.

SeenbetenniniS dev Giebt Gaav outS zum deutsch«» «sich

Saarlouis, 5. Aug. Die Stabt Saarlouis blickt heute auf ihr 250jähriges Bestehen zurück, denn am 5. August 1680 erfolgte die Grundstein- lequnq zum Bau der Festung durch den französischen Festungsbaumeister Vauban im Auftrag Lo XIV. 3m Hinblick auf die besonderen Zeilumstande ist vno einer Feier dieses Tages abgesehen worden. In der heutigen Stadtverordnetenversammlung er- griff Bürgermeister Dr. Lah das Wort zu einer groß angelegten Rede über die wechselvolle Ge­schichte der Stadt, die in ein starkes Treuegelobnis ber Stadt zu ihrem deutschen Vaterland ausklang. Im Hinblick auf die Bedeutung des Tages wu

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