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Samstag
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Die politische Meugeuppievung
Vemokvatifchev Anschlutz an die Staatsvavtsi - Die Schot, sche Älnvegung gemeinsame Wahl
listen abgelehnt
Sevsuche zur Bildung einer fraktionellen Gemeinschaft im neuen Reichstag
Das Ke«Me
— Der demokratische Parkeiausschuß hak fast da stimmig die Gründung der Deutschen Staais- partei zugestimmt.
— Die Besprechungen, die Dr. Scholz mit den Vertretern der bürgerlichen Parteien hatte, führten ja einer Einigung lediglich über einen gemeinsamen Wahlaufruf. Ueber die Bildung einer fraktionellen Semeinschaft im neuen Reichstag wird weiter ver- haudeil.
— Das Plenum des bayerischen Landtages nahm einstimmig einen Antrag Bernjoft (Bogt. Dp.) an, der die Staatsregierung ersucht, schleunigst einen Gesetzentwurf vorzulcgcn, durch den alle Straftaten, die während der Besatzungszeit im berechtigten Ab- »ehrkampf gegen den Separatismus oder in unmittelbarem Zusammenhang mit der Besetzung erfolgten, amnestiert werden.
— Abg. Dr. Breitscheid weist in einer Skellung- aahme zu den Reden der Zentrumsführer deren Angriffe gegen die S. P. D. zurück.
— Das englische Lufschiss „R 100“ macht gute Fahrt in der Richtung auf Kanada bei günstigem Dind.
— Premierminister Macdonald wird sich Heuke nach Oberammergau begeben. Die Abreise erfolgt
Willkommen Saarländer!
Zur Stunde, da diese Zeilen in Druck gehen, haltet Ihr Turner und Turnerinnen von der Saar in Hanau, der Stadt des 34. Mittelrheinischen Kreisturnfestes, Euren Einzug. Hanaus Einwohnerschaft empfängt Euch mit offenen Armen, jubelt mit flammender Begeisterung Euren Fahnen zu, Hanaus Stadtoberhaupt begrüßt Euch innig auf dem Marktplatz, der von Tausenden von Hanauern umsäumt ist, und auch wir entbieten Euch von ganzem Herzen unseren Willkommengruß! Gut Heil!
Wir begrüßen in Euch von der Saar zunächst die Vertreter der saarländischen Turner und Turnerinnen und wünschen, daß es Euch in der alten Turnstadt Hanau recht gefallen, und daß es Euch vergönnt seine möge, hier nicht nur schöne Stunden zu verleben, sondern auch in ernster turnerischer Arbeit zahlreiche Siege zu erringen. Mit Freuden und Stolz wird man Euch den aus deutschen Eichenblättern geflochtenen Kranz überreichen, mit dem wir Euch allesamt, die Ihr nach Hanau gekommen seid, und alle anderen Brüder und Schwestern an der Saar aus Dankbarkeit schmücken möchten.
Damit weiter von Gelegenheit für die seit unsere von
kommen wir zur Vervollständigung unseres Grußes. Wir begrüßen in Euch ganzem Herzen die Kämpfer für Euer und unser Deutschtum und nehmen die wahr, Euch für Euer Festhalten an deutscher Art und Sitte und Sprache, kurz nahezu zwölf Jahren dem deutschen Vaterlande bewiesene Treue zu danken. Wie fremder Besatzung jetzt befreiten Brüder und Schwestern in den Rheinlanden
mit bewundernswertem Heroismus all die Leiden und Schikanen der Besatzung 1114 Jahre
Veland, Kvankveichs künftiger PröftdeM Der Beginn der französischen Präfideni- schaftskampagne
Gaston Doumergue, der Präsident der französischen Republik, sieht mit Freude dem Tage entgegen, wo er, der „Gefangene des Elysees", wieder frei wird. Dieser Tag ist nicht mehr weit. Doumergues Präsidentschaft läuft in etwa 10 Monaten ab, am 13. Juni 1931. Die Präsidentschaftskampagne in Frankreich hat bereits begonnen. Formell hac sie der bekannte Führer der französischen Sozialisten, Leon Blum, eröffnet, Herr Blum weiß war er tut: die innenpolitische Lage in Frankreich ist derart unklar, daß es für die Opposition, zu der in erster Linie die französischen Socialisten gehören, sehr nützlich ist, den Präsidenuchafls- kampf so früh wie möglich einzuleiten, um eine klare Scheidung der Geister herbeizu führen.
Wer wird Frankreichs neuer Präsident? Das ist diè Frage, die die französische Oeftent- lichkeit nunmehr lebhaft zu beschäftigen beginnt. Da der Präsident der Republik nach franMsischer Verianung wieder mahlbar ist, ist anzunehmen, daß man zunächst sich bemühen
~" ' L zu
letpunff der Provinz Hunan, fleht nach Pekinger Meldungen in Flammen. Etwa 8000 Kommunisten Uhlen durch Morden und Plündern eine Schreckens- Merrichaft aus.
Eine Slnevkemttttts füt? zKindeuÄuvg
Der frühere ftanzâsifche Ministerpräsident Poin- rarè har in einem Variier Blau einen Artikel ver- öffentlicht, in dem er den Reichspräsidenren von hinbenburg heftig angreift. Er übt Antik an den Aeußerungen, die Hindenburg bei feinem Besuch im Rheinlands getan hat. Es hat ihm besonders mißfallen, daß Hindenburg auf das Saargebiet an- rieft und sich auch gegen die einseitige Entmilitari- nerung der Rheinlandzons gewendet hat. Ferner hat Peincarè daran Anstoß genommen, daß der Reichspräsident die Separatisten in träuigem Tone lravlunorkte. In Deutschland hat man den Artikel Voinairés mit großer Ruhe ausgenommen. Soweit er persönliche Ausfälle enthält, kann er an Hinden- éarg nicht heranreichen. 3m übrigen aber ist es eine Anerkennung für den Reichspräsidenten, wenn >me Aeußerungen Poincarè mißfallen haben. Der khemalige Miiitfterpräsidenl ist in seinem Herzen immer noch ein Deutschenhasser und kann es nicht omoinden, daß feine Rheinlandträume zerstört Darden und. An bieder empfindlichen stelle haben ^n offenbar bie Aeußerungen Hindenburgs getreu 'm. Sie sind und sollten nichts anderes sein als rat Verurteilung der Rheinlondpoirtik, bte^ Pcun- karè jahrelang zielbewußt getrieben Hot. Deshalb »unben es uns nicht, daß PoincarL sich dagegen cs'bâumt
SiaaiSsavtei qeaen tSiaaiSpecfel
Berlin, 30. Sufi. Der Vorsitzende eines Vereins, der cm 2. Moi 1929 als .Deutsche Stantsparte. e. V.“ in das -Vereinst egister des Amtsgemâls 5nli#>S:ae eingetragen worden ist. namens Hcül- Hasie» hat, wie er in einem Schreiben bekannt gibt, den Erlaß einer einstweiligen Verfügung gegen bie euer Führung von Arthur Mahraun siebente neue Derlei kahin gehend beantragt, daß die »er Partei die Führung' des Namens Deutsche ötaat spartet rHr in Uebereinstimmung mit dem eingetragenen Verein Deutsche Staatspartei gestattet werden k- ®c®âg Verfügung des Landgerichts II Berlin soll über den Erlaß einer ein'traeiligen Berfügung ÄüabBc.); Verb andlung anberaumt werden.
auf Euch, ohne zu wissen, wann Euch die Stunde der Freiheit schlägt. Wir wissen, daß Ihr, daß das ganze Saargebiet nichts sehnlicher wünscht als die Rückkehr zum alten Vaterlande, und daß keine Macht der Erde, auch keine versteckte oder offene französische Propaganda Euch von diesem Standpunkt abbringen wird. Wie Ihr bisher ein Schwanken in der Treue zum großen Vaterlande nicht gekannt habt, so werdet Ihr auch weiterhin an dieser Treue festhalten. Dafür tiefgefühlten Dank!
Wir Deutschen sind ein machtloses Volk, aber stärker als alle Waffen und Machtmittel ist der Wille eines Volkes, seine nationale Einheit zu behaupten, seine Kultur, seine Sprache zu erhalten. Unauflöslich ist das Saargebiet mit dem ganzen deutschen Volke verbunden. Dieses starke Gefühl der inneren Verbundenheit wird auch in den Tagen Eurer Anwesenheit in Hanau in Erscheinung treten und Ihr werdet erkennen, daß Euch die Belohnung der Treue gewiß ist. Auch wir, wie das gesamte deutsche Volk, sehnen den Tag der Wieder-
flichkeit: Doumergue, „der
nur die eir
kehr des Saarlandes ins große Vaterland herbei möge, ist unser aller Wunsch.
daß dieser Tag recht bald kommen
in diesem Sinne nochmals: Recht herzlich willkommen, Ihr Saarländer, Turner und Turnerinnen, ihr wackeren Kämpfer für Euer und unser Deutschtum! Herzlich willkommen
in
Hanau!
Die Demokvaien für die Staatspartei Dev pasieiavvasat wird der äreasetttt-mrs am? Devfüstms gestellt
l in, 30. Juli. Der Parteiausschuß der DeulfcheaDemokraliichcoParte, faßte gegen vier Stimmen folgende Entschließ ung: Der Parkeiausichuß der LeutMfjen Demokratischen Partei stimmt der Grün dung der Deutschen Slaatsparte» ju unb stellt bie Parteiorganisation für den Dahikamp, zur ver- fügunq. Der Parteiausschuß wünscht und erwartet, daß die Deutsche Staatspartei mit größtem Ernst bemüht sein werde, alle gesinnungsverwandten Kräfte zu vereinigen und zu einheitlicher politischer Arbeit zusammcnzufaffen. — Der Zweite Satz dieser Entschließung fand Annahme gegen nur eine Stimme.
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Ueber den Lerlaus der entscheidenden
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3n die konservative Vo'ßHpavter ein^eivete«
Berlin, 30. Juk. In bie Konservative RoLs- Partei fh» nach MâilurH ist« Pressestelle uoge- -äes der frühere ReichswwnMimfter o. 9 41 ’ *= hex, Swars-'ckretär Hagedorn, der frühere dkiprrirche Stsarsminister v. 3 r e x n i r p und der Jeni des Seidssoerbanbes der Industrie,
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Zrawei»-Elberfeld.
ist folgendes zu berichten: Die Tagung, dir außrr- ordrnüich stark aus allen Teilen des Reiche- beschickt ist, wurde ein geleitet durch ein Referat des
paeie kührees Koch-Veiee
in dem dieser eine eingehende Begründung dafür gab, daß er mit Mahraun Mammen die Deutsche otaatspurtei ins Leben gerufen habe. Die ^Kritik, die bisher an der Gründung der Deutschen -raats- partei gerade im vvkksparteilichen Lager geübt worden sei, beweise, daß der Weg zur neuen Schöpfung einer politischen Äruad- Iage nicht mehr über die Psrteima- chinerie gewählt werden konnte Zwar spreche man in dem neuen Lager, das sich cebllds, noch verschiedene sprachen, denn man lammt aus verschiedenen Dergangenbesten. Aber imuZüll ist man sich einig.
einig in dem Ziel der Aafrechterhallaag der Weimarer Deriaimsg,
einig in dem Ziel der Verteidigung der Republik gegen aEe Angriffe des Radikalismus von rechts und linse, einig auch ir_bem harren Reformwillen, der die neue Deutsche Staatspanei dr eell, willens jur Reichsre-erm. willens jur Wahlreform, willens jur genau jreform, willens zur So mmunalres arm.
Großes Mufietjen erregte die Mitteilung Loch- Deters, daß die Deutsche Staatspartei zur ge gebenen Zeit ein Volksbegehren einleiten wolle tut die Dahtreform und für die Reichster or«. Diese Mitteilung warde im demokratischen Parteianstchntz mit außerordentlich starkem
Weiler erklärte Koch-Weser, daß auch darüber bei den neuen Führern der Deutschen ètcctspartti (Einigtet: bestünde, daß niemals ein auch nur taktisches Zusammengehen mit der äußerster Rechten, die unter der Führung von Titier und Hugenberg steht, in Frage scannen
(Fortsetzung ans Seite Y
lächelnde Präsident", hat es verstanden,' im Lause der Jahre recht populär zu werden. Der beste Beweis dafür ist die Tatsache, daß er in den breiten Schichten des französischen Volkes unter dem familiären Rufnamen „Gastounet" allgemein bekannt ist, eine Gunst, die bekannt-. I sich nur Volkslieblingen zuteil wird. Gaston Doumergue, der schon 1893 Abgeordneter und 1902 zum ersten Mal Minister war, gehörte nie zu den einflußreichsten Politikern Frankreichs. Er fand am 13. Juni 1924 die Mehrheit der Nationalversammlung für sich aus dem einfachen Grunde, weil er damals .Zufällig" senatspräsidenr war. Es waren jene hoffnungsvollen Tage, wo der große Wahlsieg des 11. Mai den Linken der Weg zur Macht ebnete. Ihr erster Schritt war, den Ministerpräsidenten Poincarè und den politisierenden, scharf rechts eingestellten Präsidenten der Republik, Alerander Millerand, zu stürzen. Der harmlose Doumergue anstelle Millerands — das versprach eine Befriedung der durch die Herrschaft Millerand-Poincarè erregten Gemüter. Wie stark damals der Wunsch der Mehrheit der Nationalversammlung nach einem Präsidenten war, der nur eine repräsentative Figur abgab, beweist nichts besser, als die Kandidatur Doumergue gegen die Kandidatur eines Mannes durchdrang, der einer der hervorragendsten und aktivsten Leiter des im Wahlkampf sieareichen Linkskartells war: Paul Painlevè. (Painlevè war damals Präsident der neuen französischen Kammer».
Die Entwicklung hat der Mehrheit der Nationalversammlung, die für Doumergue stimmte. Recht gegeben. Der fröhliche und sympathische Südfranzose Gastounet hat es verstanden, sich auf seinem Posten auch dann noch zu behaupten, als es mit der Macht des Kartells — im Hochsommer 1926 — zu Ende war und der von her Linken damals neben Millerand meist gehaßte Mann, Raimond Poincarè. die politische Arena wieder triury- phierend betrat. Würde Doumergue im Juni des kommenden Jahres bereit fein, nochmals 5u kandidieren, — eine DiÄrerwahl wurde außer Frage stehen. Aber sicherlich denk: Doumergue nicht daran. Allzu oft Hai er im Laust der letzt«: Jahre von seiner Amtsmüdigkeit gesprochen, die bestimmt nicht gekünstelt^ war. Doumergue, der am 1. August seinen 67. Geburtstag feiern konnte, träumt nur von ;bn’* siichen Tagen, die er künftiahin in seiner Heimat. weit "im Süden des Landes, --erbringen wird. Sein Verbleiben auf dem Posten des
Die heutige Kummer ums atzt LS Seite«