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Srschrint Mich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Monat IM. 1.-, für den ganzen Monat NM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag is, SamStag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 R-Pfg.. im Neklameteil von 68 mm Breite 25 N-Pfg. x Offertengebühr 50 R-Pfg.

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. Bei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung deS Bezugspreises. / Für Platz Vorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. ^Geschäftsstelle: Hammerstr. S / Fernspr. 3956,3957,3958

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Vorbesprechungen mit dem Deutschen Städtetag

Berlin, 9. Juli. Am Mittwoch hat die Länder­konferenz ihren Anfang genommen, die sich mit dem vom Reichsfinanzministerium fertiggefteUten Entwurf der neuen Richtlinien für die Beratungs­stelle befassen wird. Dieser. Konferenz sind unver- binÄliche Besprechungen zwischen dem Reichs- finanzmnister und den zuständigen Referenten des Reichsfinanzministeriums und Vertretern der Kom­munalwirtschaft vorausgegangen, an denen auch der Reichsbankpräsident und einige preußische Ver­treter teilgenommen haben.

Die Wortführer des Deutschen Städtetages sind bei diesen Besprechungen am gestrigen Nachmittag und am heutigen Vormittag dafür eingetreten, daß statt der jetzigen rein obrigkeitlich aufgezogenen Organisation der Beratungsstelle eine Kooperation zwischen den verschiedenen Aussichtsinistanzen und den kommunalen Kreditausschüssen, insbesondere den beim Deutschen Städtetag gebildeten zentralen Kreditausschuß gestattet werden solle. Auf diese Weise wollen sie insbesondere eine elastischere Handhabe der Kontrolle und planVirtschaftlichen Regelung für -Jniändsanleihen erreichen und die eigentliche Beratungsstelle wie 's V, . / Kontrolle der Ausländsanleihen beschränken, und zwar durch Aufnahme einer tretunainder Beratungsstelle.

bisher auf die

kommunalen Ber-

schiedet. Neuregelung der öffentlichen Kredit- gebarung

Berlin. 9. Iuli. Das Reichskabinetl verab- schiedete in seiner heutigen Sitzung den Entwurf eines Gesetzes über die Deutsche Golddiskontbank. Er wird unverzüglich dem Reichsrat und dem Reichswirtfchaftsrât zugeleitet werden.

Dann gab der Reichsminister der Finanzen dem Reichskabinett Kenntnis von der Neuregelung der öffentlichen Kreditgebarung. Danach fand unter dem Vorsitz des Reichsministers der Finanzen und in Anwesenheit des Reichsbankpräsidenten eine Länderbefprechung statt, in der über die geplante Ausgestaltung der Beratungsstelle für öffentliche Kredite verhandelt wurde. Nach einleitenden Wor­ten des Reichsfinanzm'rnisters und des Reichsbank­präsidenten stimmten die Ländervertreter der Not­wendigkeit einer pfleglichen Behandlung der Kapitalmärkte zu. Es bestand Einmütigkeit darüber, daß eine Aeberwachung der Auslands­kredite fortbestehen muß und daß auch für 3n- landskredile geeignete Wege zur Wahrung der ge­meinsamen Interessen der öffentlichen Kreditnehmer gefunden werden müssen. Demgemäss wurde zur Festlegung der Einzelheiten eine Unterkommission eingesetzt, die ihre Tätigkeit bereits ausgenommen hat. Die Tätigkeit der Beratungsstelle für Aus­ländsanleihen wurde zunächst durch Vereinbarung bis zum 1. November 1930 verlängert.

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Trier, 9. Iuli. Zu Ansammlungen vor den Wohnungen angeblicher früherer Separatisten ist es auch in der letzten Nacht hier gekommen. In verschiedenen Straßen versuchten die Demon­stranten, Wohnungen und Geschäfte anzugreifen. Bei Einbruch der Dunkelheit erschien die Polizei mit Karabinern an mehreren Stellen der Stadt und zerstreute die Ansammlungen, an denen sich insgesamt etwa 100 Personen beteiligt haben dürf­ten. Die Straßenkreuzungen wurden mit starken Patrouillen beseht. Niemand durfte stehen bleiben. Die Straße, in der sich die Polizeihauptwache be­findet, wurde für jeglichen Verkehr gesperrt. Vor der Wache hielten mehrere Aeberfallkommandos, die mit Träncngasbombcn ausgerüstet waren. Am 10 Uhr mußte die Polizei, da die Ansammlungen an verschiedenen Punkten zu dicht geworden waren, die Aeberfallkommandos ausrücken lassen, denen es gelang, die Demonstranten zruückzudrängen. Später mußten die Polizeikommandos die Straßen säu­bern. Einzelne Straßen wurden eine Zeitlang für den Verkehr gesperrt. Trotzdem konnte die Polizei ni ch t verhindern, daß in einem Zigarren- geschäft und zwei anderen Häusern Fensterscheiben eingeworfen wurden. Zwei sunge Leute, die sich der Anordnungen der Polizei wider­setzten, wurden verhaftet. Gegen 2 Ahr nachts herrschte Ruhe. Während die Polizei in der inneren Stadt für Ordnung sorgte, wurde auf die am Fuße des Markusberges liegende Villa eines Zigarren- Händlers, der sich zurzeit nicht in Trier befindet, ein Aeberfall verübt. Die Lichtleitungen wurden durchschnitten und Fenster und Türen ausgehängt und zertrümmert. Das gleiche geschah mit den Wöbeln in der Wohnung. Als die Polizei erschien, waren die Täler verschwunden.

Girre dee -uechivaefien AtaSaftrwpherr

Sreslau,10. Juli. Im Waldenburger Kohlenrevier hat sich gestern nachmittag gegen 16 Uhr ein furchtbares Grubenunglück ereignel. Infolge einer Kohlensäureexplosion sind auf der 2. und 3. Sohle des Kurtfchachles in Kausdorf bei Neurode rund 200 Bergleute eingefchlossen worden, von denen bis heute morgen über 70 tot geborgen wurden, 56 Bergleute wur­den lebendig geborgen. Sie leiden unter Vergiftungserschsinungen, die ihre Ueberführung in Krankenhäuser notwendig machte. 80 Bergleute sind noch eingefchlossen. Es besteht wenig Aussicht, diese lebendig zu bergen.

Der Kurtschacht gehört zusammen mit dem Kuni- gundeschacht in Mölke zur Gewerkschaft Con - solidierte Wenzeslausgrube Mölke (Kreis Neurode). 85 Kuxe sind im Besitz der Elektrizitätswerk Schlesien A.-G. in Breslau, die ihrerseits zur Gesfürel-Gruppe gehört, die restlichen 15 Kuxe befinden sich im Besitz der vom Elektrizi­tätswerk Schlesien verpachteten Niederschlesische Elektrizitäts- und Klâbahn A.-G. Waldenburg.'

L)ie Grube Vaur au, drei «soycen acht Ulöze n JähresförLorung an Kohle beläuft sich auf

etwa

850 000 Tonnen. Die Gesamtbelegschaft ist etwa

3400 Mann stark, jedoch sollten in der nächsten Zeit etwa 900 Mann entlassen werden, da beabsichtigt wurde, Teile des Abbaues stillzulegen.

Das letzte schwere Grubenunglück im Walden­burger Kohlenrevier hat sich vor etwa einem Jahre in der Glückhilf-Friedrichshoffnungs-Hütte in Waldenburg ereignet, wo infolge einer Schlag­wetterexplosion 33 Bergleute den Tod fanden. Be­reits in den letzten Wochen sind in der be­treffenden Grube mehrere Kohlensäure­ausbrüche erfolgt, ohne jedoch Menschenopfer zu fordern. Die betroffene 3. und 3. Sohle sind der am stärksten belegte Teil des Schachts.

GèmsSheiLsn vsn bss ânsafivophe

Aeber die Ursache der Katastrophe wird bekannt, daß der Ausbruch der Kohlensäure vermutlich durch einen Sprengschuß ausgeiöst wor- den ist, der ein Gasnetz öffnete. Die Gase ver­breiteten sich mit ungeheurer Geschwindigkeit im ganzen Revier. Die vor Ort arbeitenden Bergleute stürzten sofort besinnungslos zusammen, nur einige von den Schleppern, die weiter entfernt von der Unfallstelle arbeiteten, konnten sich retten, die Belegschaft der Nachbarreviere alarmierend. Sofort wurden die Wettertüren zu dem Anglückrevier ab- gedichtet, aber auch in den Nachbarrevieren erlitt eine 'ganze Anzahl von Leuten Gasvergiftungen. Nach einer Meldung derVoss. Zeitung" sind an der llnglücksstelle mehrere Pfeiler zu Bruch ge­gangen, so daß die Lage der Eingeschlossenen noch bedenklicher geworden ist.

Breslau, 9. Iuli. Zu der Katastrophe wird uns von einem Vertreter des Oberbergamtes u. a. mitgekeilk: Das Neuroder Revier ist durch Kohlen­säureausbrüche besonders gefährdet. Die von der Bergbehörde dagegen getroffenen Maßnahmen haben sich in vielen Fällen bewährt. Der heu­tige Ausbruch im Kurt-Schacht war aber von einem Ausmaß, wie er bisher in euro­päischen Revieren überhaupt noch nicht beobachtet wurde. Der Säureaus­bruch erschwert leider auch die Bergungsarbeiten, weil die Rettungsmannschaften selbst außerordent­lich gefährdet werden.

Alsbald nach Bekanntwerden der Katastrophe,

Die StoeblattbfoNi des ^Gvak ^sbbslio*

tzamburg, 9. Juli. Das LuftschiffGraf Zeppelin" befand sich heute früh um 8.40 Uhr 40 Klm. nördlich von Amsterdam, um 9.35 Uhr 20 Klm. nordöstlich von der Terschellingbank, um 13.30 Uhr MEZ. auf 57 Grad nördlicher Breite und 4 Grad östlicher Länge, um 16 Uhr MEZ. auf 5815 Grad nördlicher Breite und 4.30 Grad östlicher Länge. Der angegebene Standort befindet sich etwa 100 Kilometer südwestlich von Stavanger.

von der die 17. und 18. Abteilung der Belegschaft des Kurt-Schachtes getroffen wurden, begann die Rettungsaktion, an der sich Mannschaften aus dem gesamten Revier und Feuerwehrleute beteiligten.

N e u r o d e, 10. Iuli. Aeber die Kalaftrophe er­fahren wir noch folgende Einzelheiten: Der Kohlen­säureausbruch aus der Kurk-Schacht-Anlage der Wenzeslau-Grube ereignete sich gestern nachmittag gegen 16.05 Ahr, während der Arbeit, und zwar in der 7. Steiger abteilung im Wenzeslauer Flöz. In Mjtteidenfchaft gezogen wurde» zwei Steigerabiei­lungen, die 17. und 18. Abteilung, mit zusammen 200 Mann, von denen wahrscheinlich 145 der Katastrophe zum Opfer gefallen sind. Lebend geborgen sind 56 Mann. Die ge­nannte 17. Steigerabteitung mit 83 Mann ist aller Voraussicht nach ums Leben gekommen. D i e Rettungsarbeiten mußten unter- brochen werden, weil erst die Entgasung der Anfallstelle vorgenommen werden muß, bevor die Rettungsmannschaft wieder eingesetzt werden kann. Die Rettung^rbeiken werden aber noch heute früh fortgesetzt werden können.

Die SaN des Todesspfes wwd 150 deivagstt

Neurode, 10. Iuli. 9 Ahr. Erst heute ist es möglich einen klaren Aeberblick über die Si­tuation in dem von dem Kohlensäureausbruch be­troffenen Schacht zu gewinnen. Von der 193 Mann starken Belegschaft der Abteilung 17 und 18 konn­ten nur 48 gerettet werden, die im Knappschafts­lazarett Ausnahme fanden und für die nach ärzt-

licher A Token

cht keine Lebensgefahr besteht. A n wurden 81 geborgen. Alle die bisher noch nicht über Tag befördert werden konn­ten, befinden sich in der Abteilung 18, die voll­kommen unter Kohlens äuregas liegt, weshalb die Rettungsarbeiten um 12 Ahr nachts abgebrochen wurden, da ein weiteres Vordringen der Rettungsmannschaft mit Lebensgefahr ver-

bunden war.

Die Leitung der Rettungsaktion ist der Ansicht, daß sämtliche noch unter der Erde befindlichen Bergleute als tot zu betrachten sind. Es ist demnach anzu­nehmen, daß die Zahl der Todesopfer 150 betragen wird. .

Im Laufe des Vormittags sollen aus Berlin Vertreter des Ministeriums eintreffen, um die Untersuchung zu leiten. Wann es möglich fein wird, die Rettungsarbeiken fortzusetzen steht zur Zeit noch nicht fest, da erst der versuch unternom­men werden muß, das Kohlensäuregas aus der Abteilung 18 ab Ziehen zu lassen. Von der Ret­tungsmannschaft sind einige Personen schwer ver­letzt. Im Knappschaslsgebäude wurden 55 Tote aufgebahrt, von denen 51 identifiziert werden konn­ten. Die Erregung unter der Bevölkerung ist sehr groß. Heute früh ist die Belegschaft nicht einge- fahren, sondern trat obwohl sie aus der Grube er­schienen war, den Heimweg an.

Hamburg, 9. Juli. Laut Mitteilung der Ha Pag befand sich das LuftschiffGraf Zeppelin" um 17.15 Uhr MEZ. über Udsike an der norwegischen Küste südlich des Aartonger Fjords.

Oslo, 9. Juli.Graf Zeppelin" hat um 7 Uhr abends Bergen' überflogen.

Vertrauensvotum für die finnische Regierung. Die Kammer hat in der Frage der Verhaftung der kommunistischen Abgeordneten der Regierung mit 105 gegen 58 Stimmen ihr Vertrauen aus­gesprochen.

Stnamdsbaiie im Reichstag

Moldenhauers Pension vor dem Plenum

Bertin, 9. Juli. In der Mittwochsitzung des Reichstages wurde die zweite Beratung des Haus­haltes des Reichsfinanzministeriums fortgesetzt.

Abg. Feder- Sachsen (NS.) führte aus, die Hilferdingsche Finanzpolitik sei gekennzeichnet ge­wesen durch skandalöse Leichtfertigkeit, die Molden- hauersche durch Kraftmeierei und Bluff, Dietrich versuche es jetzt mit männlicher Offenheit, aber er werde ebensowenig Erfolg haben. Die Republik wirtschafte viel teurer als das alte Regime, das zeige sich in der ganzen Verwaltung, vor allem auch in der Reichsfinanzverwaltung. Der Boung- plan, der mit so vielen Rundfunkreden als Rettung gepriesen wurde, habe das Finanzelend noch we­sentlich verschärft. Man sollte zur Offenlegung der Steuerlisten übergehen.

Abg. Dr. B e st (Vrechtp.) bekämpft die Deckungs vorlagen der Regierung. Die Beamten würden da­durch drei- und vierfach besteuert, obwohl das Realeinkommen der Beamten heute geringer sei als vor dem Kriege. Die Reichshilfe verstoße nicht nur gegen die Verfassung, sondern sie sei auch in ganz unsozialer Weise aufgebaut.

Abg. n. Lindeiner-Wildau (CN.): Ich benutze die Gelegenheit, um einer häßlichen Ente den Kops umzudrehen. Die in der Presse (Zuruf: Lokalanzeiger") mit deutlichem Hinweis auf den Minister , Areviranus aufgestellte Behauptung von dem Salonwagen ist eine absolut unwahre, dumm­dreiste Erfindung. Minister Treviranus ist in einem gewöhnlichen Schlafwagenabteil nach Mainz ge­fahren und im Abteil zweiter Klasse von Mainz nach Speyer gefahren.

2lbg. Schmidt-Stettin (Dntl.) Der zetzige Finanzminister Dietrich hat als Abgeordneter zur Zeit des Finanzministers v. Schlstben mit Recht eine Verringerung des zu großen Per­sonals im Reichsfinanzministerium gefordert. Der Reichssparkommissar soll bei der Durchfüh­rung der Finanzverwaltung zu dem gleichen Ergebeis gekommen sein. Selin Bericht ist ent­gegen den: Versprechen des früheren Ministers Moldenhauers dem Reichstag bicher nicht vor- qelegt worden. Da bitten wir den Minister: Lieber Dietrich Wimm einen Dietrich, öffne die ver-, schlossen« Pforte des Finanzministeriums und laste das überschüssige Personal heraus! (Sehr gut rechts.) Der Redner bedauert, daß der Finanz- minister für andere Verwaltungen die Schäftung von Beförderungsstellen abgelehnt habe, während die Beamten seiner eigenen Verwaltung bevor-

zugt würden. ,

Abg. Torgler (K.) erklärte, der Kuhhandel der Rsichsregierung mit den Regierungsparteien gehe nur um die Frage, wie man möglichst viel aus der Masse der arbeitenden Bevölkerung herauspressen könne. Der Redner erwähnt dann die Pensionsforderung Les früheren Reichsfinanz­ministers Dr. Moldenhauer von beinahe 30 000 RM und nennt sie das Schamloseste, was man sich vorstellen kann. Während die Kommunist laute Pfui-Rufe ausbrechen, nähètt sich Abg. Dr. Kahl (D. Bp.) dem Abg. Torgler unü sagt ihm, der aufmerksam zuhört: Seien Sie nicht so kraß und vorschnell. Dr. Moldenhauer hat sowohl sein afa« demisches Lehramt wie auch seine sämtlichen Am- sichlsratsstellen niedergelegt Die Kommunisten rufen lärmend dem Abg. Torgler zu, er solle

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ch seine sämtlichen Auis- gt Die Kommunisten

weiterreden. , ..

Abg. Dr. Kahl wendet sich erregt gegen die Rufer mit den Worten: Halten Sie gefälligst den Mund, wenn ich mich mit einem ernsten Mann ernst auseinandersetze. Ich wollte Herrn Torgler nur sagen, daß er zu vorschnell sei, wenn er schon jetzt in nahezu beschimpfender Weise von dem An­trag Dr. Moldenhauer spreche, ehe er dessen In­halt und Begründung kenne. .

Abg. Kling (B. B. B.) erklärt, seine Partei werde nicht mehr auf die Leimrute des Junktims krichen, wie bei den ersten Deckungsvorlagen. Der notwendige Beamtenabbau könnte schnell vollzogen werden, wenn man aus dem Beamt^enkörper die Nationalfoztalisten und die übrigen Feinde des Staates entferne.

Abg. Nauheim (Ztr.) fordert ein Verbot der Erhebung von Ankündigungssteuern durch die Gemeinden. Die preußische Regierung sei dazu schon übergegangen, und der Reichsfinanzminister sollte auf die übrigen Länderregierungen in gleichem Sinne einwirkerr.

Damtit ist die Aussprache beendet. Der Haus­halt des Reichsfinanzministeriums wird in der Ausschußfassung angenommen. Der Antrag der

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