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Sv. 122

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26. Mai

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Das Steteste

In Düsseldorf wurde der arbeitslose, verhei­ratete Arbeiter Kürten verhaftet, der nach feinem eigenen umfassenden Geständnis der Düsseldorfer Massenmörder ist.

Reichsfinanzminister Dr. Moldenhauer sprach in Godesberg über die Kommunalsinanzen.

Reichsarbeilsminisker Skegerwald hielf >n Kiel eine Rede über die Gesamllage der deutschen Wirtschaft.

Der Parkeiausschuß der Demokratischen Par­tei sprach dem Parteiführer Koch-Weser das Ver­trauen aus.

Graf Zeppelin" ist gestern in Rio de Ja­neiro glatt gelandet. Rach etwa zweistündigem Ansenkhalk hat das Luftschiff den Rückslug nach Pernambuco angetreten.

Rach einer Meldung aus Konstantinopel sind die Verhandlungen über den deutsch-türkischen Han- delsvertrag abgeschlossen. Der Vertrag ist para- graphiert und soll in den nächsten Tagen unter­zeichnet werden.

VorttèMe GchlSsevere«

Euskirchen, 25. Mai. Heute nachmittag veran- , statteten die Nationalsozialisten in Euskirchen einen Propagandamarsch, bei dem etwa 300 Mann, fast nur Auswärtige, die Stadt in ge« Eenem Zuge durchzogen. Als sich der Zug dem Markt näherte, wurde er von Kommunisten mit Steinen bombardiert. Unter den Zuschauern mtstand eine Panik. Erst mit Hilfe von Kölner Llhupobeamten gelang es, die Ruhe wiederherzu- MK und drei kommunistische Haupträdelsführer Mzunehmen. Bei dem allgemeinen Tumult wur- gjbrei Personen verletzt, davon einer ziemlich

der Kommunistischen Partei am 24. und 25. d. M. in Pirmasens endete in den Abendstunden des Sonntag mit einem blutigen Z u samme n st o ß zwischen Komunisten und Nationalsozialisten. Der kommunistische Parteitag war beendet und die auswärtigen Teilnehmer fuhren in Kraftwagen nach Hause. Eine Abteilung Kommunisten, die gegen 6 Uhr nachmittags durch die Zweibrücker Straße fuhr, begegnete am Ausgang dieser Straße einem größeren Zug Pirmasenser National­sozialisten, die zu Fuß von einer vaterländischen Feier in Böhmühlbach zurückkehrten. Bei der Be­gegnung entstand aus noch nicht geklärten Grün­den und bisher unaufgeklärtem Verschulden eine schwere Schlägerei unter Verwendung von Schuß-, Stich- und Hiebwaffen. Ins Krankenhaus mußten eingeliefert werden sechs Personen mit schweren Verletzungen, von denen eine Person inzwischen ge­storben ist und drei weitere Personen in Lebens­gefahr schweben; acht Personen erlitten weniger schwere Verletzungen. Die Zahl der sonst noch leicht verletzten Personen ist noch nicht festgestellt. Die überwiegende Mehrzahl aller Verletzten zählt zu den Anhängern der kommunistischen Partei. Die öffentliche Ruhe ist durch Unterbindung aller Ver­sammlungen auf öffentlichen Straßen und Plätzen i'chergestellt worden.

Berlin, 25. Mai. Ein Trupp Nationalsozialisten, dor aus einer Gastwirtschaft in der Bülowstraße wurde heute nach in der Potsdamerstvaße von Kommunisten beschossen. Die Nationalsozialisten Wn hinter den Kommunisten her und hielten vier von ihnen fest. Dabei wurde ein Passant, den die Verfolger für einen Kommunisten hielten, durch Messerstiche verletzt. Durch von den Kommunisten obgestuerte Schütze erlitten zwei Passanten, üarun- Er ein Fräulein, Verletzungen. Die Polizei nahm . oier Kommunisten fest. Der Führer der ttationolsozialisten wurde als Zeuge ebenfalls noch Polizeipräsidium gebracht.

Me »lebt die ««bulgebeis Verordnung nicht uteM

Des mar, 24. Mal. Die heute morgen statt- gefundene Kabineklssihung der thüringischen Re- werunq führte zu einer Klärung der Haltung der Regierung in der Frage der Schulgebete, wie vcr- mulet, wurde Uebereinstimmung dahingehend er- lE, daß von einer Zurückziehung der Schulgebeks- berordnung durch das Volksbildungsministerium Me Rede fein kann. Man überläßt es also dem Veichsinnenministerium. in dieser Angelegenheit d»e

sy, ''I <wiuiu'u||uny uv» «rhaMungen gepflogen wer! Aenderung der Grundsätze für ^ch^zuschiissen zur Polizei dl vekdnnt wird, scheint daraus

ön der gleichen Sitzung wurde eine Einladung E Länderministernach Berlin bekanntgegeben, auf Bcmnlassiing des Reichsinn« nmiinsters n werden sollen, über eine ' die Gewährung von ..... ....... der Länder. Wie hier .--- umu, scheint daraus lhervorzugehen, dich Rcichsinnenmimstsrum noch keine volle Klarheit

bte Berechtigung zur Sperrung der Polizei- ruschufjä Mr das' Land Thüringen vorlieg«. Man »erde andererseits erwarten können, da st Thürin- Mb einer Aenderung dieser Grundsätze seine Zu- lOmmung versagen wird.

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Der DMekdovßev Mörder geSaSt

Der Ävbekiev âüvien gesteht alle Mordtaten - Gv wollte sich an der Menschheit rächen

Düsseldorf, 24. Mai. Der Düsseldorfer Kriminalpolizei ist es heule nachmittag drei Ahr gelungen, den am 26. Mai 1883 in Mühlheim amRhein geborenen Arbeiter Peter Kürten als den mutmaßlichen Düsseldorfer Massenmörder fesizunehmen. Die Verhaftung geschah so überraschend, daß Kürten ohne weiteres eine vor kurzem ausgesührke Vergewaltigung eines jungen Mädchens zu- gab und im weiteren Verlauf der Vernehmung gestand, auch die im letzten Jahre in Düsseldorf vor­gekommenen Morde ausgesührt zu haben. Die Kriminalpolizei ist mit der Rachprüfung seiner An- gaben beschäftigt.

Dev Tatvevdachi bat KG verstöret

Düsseldorf, 26. Mai. Wie die Polizeipressestelle mitteilt, haben den ganzen Sonntag hindurch im Polizeipräsidium Vernehmungen des beschuldigten Kürten und von Zeugen, teilweise unter Gegen­überstellung, stattgefunden. Das Ergebnis kann zurzeit noch nicht bekanntgegeben werden, da mit Rücksicht auf weitere bevorstehende Vernehmungen vermieden werden muß, daß Zeugen in Gefahr kommen, in der Oeffentlichkeit Geschildertes als eigenes Erlebnis wiederzugeben, bzw. in der Schil­derung eigener Wahrnehmungen beeinflußt zu werden. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß der Tatverdacht sich verstärkt hat. Kürten ist bereits 17 mal vorbestraft. Bereits im Alter von 16 Jahren wurde er zum ersten Mal straffällig. 1908 wurde er wegen schweren Dieb­stahls in 34 Fällen zu 7 Jahren Zuchthaus, und US

verurteilt. Die Dörstrafakten lassen erkennen, daß man es mit einem äußerst geschickten und rücksichts­losen Manne zu tun hat, der auch vor keiner Ge­walttätigkeit zurückgescheut ist. Acht seiner Vor­strafen sind unmittelbar durch Gewalttätigkeit be­gründet. Bereits im Alter von 19 Jahren wollte sich Kürten eine frühere Mitschülerin durch Terror sexuell hörig machen. Wichtig ist, daß Kürten sich in ähnlicher Weise bei seinen letzten Straftaten aus dem Jahre 1925 und 1928 wieder betätigte. Er hatte sich an Dienstmädchen herangemacht und ihnen die Ehe versprochen, in einem Falle dem Mädchen die Ersparnisse abgeschwindelt. Es gelang ihm schließlich, seine Opfer in eine hilflose Lage zu bringen und zu seinem Ziele zu kommen. Später verfolgte er seine Opfer durch Bedrohungen und Beleidigungen in gröblichster Weise, so daß er des­wegen zuletzt mit acht Monaten Gefängnis bestraft wurde.

Der Polizeibericht betont weiter, daß es Pflicht der Untersuchungsbehörde ist, die G e st ä n d - nifse Kürtens so nachzuprüfen, daß eine Beweissicherheit selb st bei Weg­fall des Geständnisses gegeben ist. Diese dürfte für den letzten Ueberfall auf ein Mädchen im Gräfenberger Walde am 14. Mai 1930 zutreffen. Desgleichen steht nach den Ver­nehmungen vom Sonntag die Täterschaft des Kürtgen' im Falle der Hausangestellten Schulte, die im August überfallen und durch zahlreiche Meflerstiche verletzt worden ist, einwandfrei fest. Die augenblicklichen Vernehmungen sind vorwie­gend der lückenlosen Beweiserhebung in Sachen der Maria Hahn gewidmet, diesem für die Gesamt­beurteilung wichtigsten Fall.

Sitt der Stimme wkedev- evkauttt

Düsseldorf, 25. Mai. Di« Tatsache, daß so wenig Zeugen von den Mordtaten noch am Leben sind, erschwerte natürlich die Feststellungen, ob Kürten der richtige Mörder ist, aber es ist der 34 Jahre alten Frau Meurer, die am 25. Oktober 1929 am Hellweg von dem Mörder überfallen worden war und schwer verletzt wurde, gelungen, Kürten als Täter festzustellen.

In einem Zimmer hatte man 20 Kriminalbeamte untergebracht. Unter ihnen befand sich der Mör­

ÄtabMeMtas kn Umtobet?

Hannover, 25. Mai. 5m Rahmen der gestern und heute in Hannover abgehaltenen Landesver- bandstagung des Stahlhelm fand am Sonntag nachmittag in der Stadthalle eine große Kund­gebung statt. Bundesführer Seldte, der bei seinem Erscheinen stürmisch begrüßt wurde, setzte an die Spitze feiner Ausführungen den Hinweis, daß das Jahr 1930 anscheinend politisch sehr be­wegt werden würde. Er führte weiter aus, dem Ausbau des Reiches gelte jetzt der Kampf des Stahlhelms, der das Instrument fein solle, der Frei­heit den Weg zu bereiten. Zerrissenheit und Un­zufriedenheit seien auch in Niedersachsen, das nicht

der. Da Frau Meurer den Mann nur an der Stimme wiedererkennen konnte, mußte jeder der Anwesenden ein paar Worte zu Frau Meurer sprechen. Als der dritte sprach, sagte sie:D a s i st die Stimme", und in der Tat war es diejenige des Kürten. Darauf ließ denn auch der Massen­mörder jede Hemmung fallen und sagte:

Ja, Frau Meurer, ich habe Sie ermorden wollen, wissen Sie, Sie waren nur etwas zu vorsichtig, und ich wundere mich eigentlich, daß Sie so davongekommen sind."

Dann gab er im Gespräch mit Frau Meurer eine genaue Darstellung des ganzen Herganges, die sich vollkommen mit derjenigen der Frau Meurer deckt. Dabei war der einzige Unterschied der, daß der Täter die Stelle, an welcher er zum Schlag aus* holte, etwa 20 Meter weiter weg verlegte, also immerhin eine unbedeutende Differenz. Der Schlag, der auf der Schläfe der Frau Meurer ein eigen­artiges rechtwinkliges Wundmal zurückgelassen hat, .! '.pllL..v.on einem' .Svezialhammer her. Ler,Mör der war nämtim in einer Werkwuanrmchjnensabrik in Düsseldorf tätig und verfügte Wr "über eine ganze Reihe von Werkzeugen.

Frau Meurer fragte noch:Warum woll­ten Sie mich denn eigentlich ermor­den?" Darauf sagte der Mörder:Das ver- stehen Sie nicht, das versteht auch die Polizei nicht, das verstehe ich selbst kau m."

Eine weitere Gegenüberstellung er« folgte mit der Freundin des ermordeten Dienst­mädchens Marie Hahn, die den Mörder in Ler Stintermühle gesehen hatte. Auchsie erkannte ihn sofort wieder.

*&& habe mich an dev Men-chhett eschen wollen^

Düsseldorf, 25. Mai. Ueber die Vernehmung Kürtens werden weiter folgende Einzelheiten be­kannt: Bei feinen fortgesetzten Vernehmungen trägt Kürten ein ruhiges Benehmen jur Schau.I ch habe mich an der Menschheit nur rächen wollen", so motiviert er bei seinen An­gaben die Verbrechen. Mit außerordentlicher Ruhe gibt er die Aussagen zu Protokoll. Man hat nicht den Eindruck, daß er einen geistigen Defekt hat. Als man ihm die Mordb riefe vorlegte, gab er zu, deren Schreiber gewesen zu sein. Die Her­kunft des Papiers, nach dem man im letzten Jahre so lange forschte, konnte noch nicht ausgektärt werden.

Gv hatte M fehle* Sva« offenbart

Düsseldor f, 25. Mai. Frau Sürken gab bei ihrem Verhör u. a. folgendes an: Ich habe schon lange meinem Manne nicht getraut, wußte nur nicht, worum es sich eigentlich handeln könnte. Eines Tages es war im August kehrte mein Mann wieder morgens früh heim. Es war nach 5 Uhr. Er hatte lehmbefchmutzle Schuhe und Blut am Anzug. Ich stellte ihn zur Rede, doch wich er aus. Erst am letzten Donnerstag, als er merkte, daß die Polizei ihm auf der Spur war und er sich von mir trennen wollte, um ein anderes Zimmer in der Adlerstraße zu beziehen, sagte er kurz zu mir:Ich habe alle Düsseldorfer Morde begangen."

(Weitere Meldungen siehe Seite 6)

von einem roten Berlin regiert werden wolle, vor­handen. Nicht nurLos von Preußen", sondern Alle in Deutschland gegen Preußen" müsse bte Losung sein: jedoch wenn jetzt ein Stein aus dem Gefüge des Reiches genommen werde, so wäre dies der Anfang nom Ende. Denn unsere Feinde wur­den sich unsere Uneinigkeit zunutze inachen. Seihte sagte weiter: Wenn die Regierung uns den Rhein nicht sreintochen will für den nächsten Frontsoldaten- taq in Koblenz, dann legen wir diesen Tag nach Hannover. (Stürmischer Beifall.) Mr fühlen uns als Frontsoldaten, als die künfttgen Reichsoerwefei', die ihrer Nachkommen ein besseres und starkes Reich hinterlassen wollen. Die Ansprache fand be­geisterte Ausnahme.

âoch-Mesev fite eine Stärkung der Mitte

Halle, 25. Mai. Vor dem Parteiausschuß der Deutschen demokratischen Partei in Halle hielt heute der Parteivorsitzende Minister a. D. Koch- Weser eine Rede, in der er u. a. ausführte:

Jeder Tag beweist mehr, wie recht die Partei gehabt hat, sich von den Sozialdemokakeu zu lösen, solange sie an ihrer starren Haltung in der Frage der Arbeitslosenverjichemng feft- halte.

Die Schwierigkeit, eine Koalition rechts von der Sozialdemokratie zu bilden, ist unverkennbar. Je schwächer die Mitte ist, um so weiter muß sie nach rechts greifen. Nur eine Stärkung der Mitte kann hier helfen, nicht aber ein Beiseitestehen. Die Deutsche demokratische Partei hat durch ihre Betei­ligung an der Regierung den Plan des Panzer­kreuzers B scheitern lassen, hat verhindert, daß die Agrarpolitik die Bahn Diettichs verlassen hätt« und zu einer Subventionspolitik für den Großgrund­besitz geworden wäre. Sie hilft der Regierung in der Thüringer Frage festbleiben. Sie will ein kul­turfeindliches Schulgesetz verhindern. Sie wird da­für sorgen, daß das Ostprogramm, dessen Notwen­digkeit wir schon vor drei Jahren in einem Antrag betont hoben, dem ganzen Osten, und nicht ein­zelnen Schichten zugute kommt. Sie hat die Re- gierung beim polnischen Handelsvertrag gestützt. Sie wird dem Reichsinnenminister bei der von ihm beabsichtigen Wahlrsform nachdrücklich zur Seit« stehen.

Aber sie wird dieser Regierung nur solange an­gehören, als ihr keine Verletzung lebenswichtiger Grundsätze zugemutet wird.

Mit 5ufions plänen hat Me Beteiligung der Frak­tion in der Regierung Brüning nicht das geringste zu tun. Worauf es heute, wo der Staat in Gefahr ist, jusammen^ub re die n, ankmnmt, ist, daß die Republik > bte Stagnation überwindet, die s eine einzige'lebens« rostige Rezorm über G^e um) ^.-^.we- hinauskommen läßt. Man soll sich einigen über eine Wahlreform, bte 'Persönlichkeitswerte nicht so »er« hängnisvoll zerstört, wie das heutig« Wahlgesetz, und den Jungen noch nicht in der großen deutschen Oeffentlichkeit bekannten Menschen den Eintritt in das Parlament frei macht.

Man soll eine Parlament«-form betreiben, die das Parlament schlagkräftig macht und es aus büro­kratischer Kleinarbeit wieder zu einem führenden Organ der öffenklicheu Meinuna erhebt. Man soll eine Parkeireform erstreben, die die Regierungs­bildung, dem Sinne der Verfassung entsprechend, unabhängiger gestaltet. Man soll eine Reichsreform erstreben, die die mittelalterliche, Geld und Kraft verschlingende Gestaltung des Reiches beseitigt, und endlich einmal eine klare Verteilung der Zuständig­keiten mit sich bringt. Man soll eine Finanzreform ansireben, die das schwindende Veraniwortlichkeits- gefühlt in Ländern und Gemeinden für Einnahmen und Ausgaben wieder weckt. Man soll eine Wirt- schastsresorm anstreben, di« dafür sorgt, daß zwi­schen Kapital und Arbeit die Leistung wieder zur Anerkennung kommt, und daß der Staat und die Städte von der Berlin so verhängnisvoll geworde­nen Beschäftigung mit Aufgaben ablassen, für die sie sich nicht eignen. Man soll eine Reform des Beamtenwesens herbeiführen, ine dem verfassungs­treuen Beamten sein Fortkommen sichert, ohne daß er von der zufälligen Parkeikonstellakion abhängig wäre. Man soll sich einigen über eine Bildungs­reform, die das undemâkrakische Privileg einer langdauernden, kostspieligen und der Praxis abge- wandten Vorbildung durch weitgehende Forkbil- dunasmöglichkeilen ersetzt und damft eine Kluft im duetsche Volke schließt, die verhängnisvoller zu wer­den droht als jemals eine andere zuvor.

Wenn sich eine neue Partei auf solchen Grund­sätzen zufammenfinden würde, würde wohl niemand von uns sich ihrer Bildung widersetzen. Das erfor­dert eine weitgehend« Aufklärungsarbeit, bte zur­zeit nur in der Deutschen demokratischen Partei ge­leistet wird. Ich halte es für unmöglich, mit dem Gedanken an ihre Zerschlagung zu spielen, so lange nicht die Sicherheit für eine größere Neubildung in dem vorbezeichneten Sinne gesäzaften ist.

Unser Freund Hellpach ruacht sich die Sache zu leicht, wenn er glaubt, durch bie von ihm verfaßten Aufsätze, und durch eine ultimative Aufforderung diese Frage lösen zu können. Ich bin nicht Ge­fangener der Partei, sondern ihr Führer. Neugrün, düngen, wie der «ozialrepublifanische Kreis, wür­den einen Konflikt heraufbeschwören, wenn sie zu einer Zellenbildung führten und sich nicht darauf beschränkten, geistige Arbeit innerhalb der Partei zu leisten. ' . ,

Für di« Richtung, m der unsere Partei arbeitet, bestehen große und wichtige Zukunftsaufgaben. Für deren Inangriffnahme brauche ich das Vertrauen der Partei.

Attsivvache

In der Aussprache waren von besonderem In­teresse bie Ausführungen des früheren Reichstags­abgeordneten H e l l p a ch, der eine Entschließung vorlegte, wonach der Parteiausschuß die Dringsich-

Die Hentta- Kummes umfatzt 10 Setten