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MVGetteval-Ämeiaer för^r Wmum iSiabfrntb Land

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / LezugSpreiS: Für den halben Monat NM.H-, für den ganzmMonat NM. 2.- ohne Trägerlohn / EinzelnummerkV, Freitag 15, Samstag 12 N-Pfg. / Anzeigenpreise- Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 N'pfg-, im Neklameteil von 68 mm Breite 25 N-Pfg. Offertengebühr so N-pfg.

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Menstas bett

wan Stadt und Land

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. / Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder aufRückzablung des Bezugspreises. / Fürplatzvvrschrift mErscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.--Geschäftsstelle: Hammerstr. S /Fernspr. 3956,3957,3958

22. Slvv»

1930

Das riensste

-- Beim Kommunistischen Reichsjugendlag in Leipzig ist es am Sonntag zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen, wobei zwei Beamte und ein Demonstrant getötet wurden.

Nachdem der zum Reichsbankpräsidcnken ge­wählte Reichskanzler a. D. Dr, Hans Luther den Vorsitz des »Bundes zur Erneuerung des Reiches" nlèdergclegt hat, wurde in einer Vorstandssihung der Bundes in Berlin der Syndikus des deuischen Ketberoerbanäes, Saatssekrekär a. D. Graf Ulrich Roedern-Hamburg zum Vorsitzenden gewählt.

Für Samstag, 26. April, ist eine Rundfahrt besGraf Zeppelin" über den englischen Kanal und die Nordsee geplant.

In London findet heute die Unterzeichnung der Flotlenverkrages statt.

Zn Ohio sind bei einem Gesängnisbrand über 400 Personen ums Leben gekommen.

Ein schwerer Wirbelsturm hak die Philip- pmen-Zufel Leyte Heimgesuchk. Man spricht von mindestens 500 Token.

Das LuskschlffGraf Zeppelin" ist heule morgen zu der Fahrt nach Bonn aufgestiegen.

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Deutschnaffottale und DeSunsSvovlase

Berlin, 21. April. Der Arbeitsausschuß deutsch»a klonaler Industrieller recht- eriigt in einer Denkschrift das Verhalten der Mehr- 6er deutschuattonalcu Reichstagsfraktion bei ^^Deckuugsvorlagcn und die

in der Fraktion vor dem entscheidenden Tagen mit aller Offenheit. Während die Anhängerschaft W^Wugenbergs den sofortigen Sturz der Regierung und M Neuwahlen hätte herbeiführen wollen, habe die Opposition den Standpunkt vertreten, daß Neu- Wvâhlen vor allem gegen die Deutschnationalen au5= fallen würden, da ja die Landwirte in Gewisftns- ^Miiät« geraten müßten, ob sie fortan einer Partei Wuoch ihre Stimme geben könnten, die das landwirt- Mschastlich« Notprogramm erschwere und verzögere.

Der Parteivorsitzende habe die einmütige Ableh- r ii ung gefordert und mit dem eventuellen Rücktritt gedroht. Als dann der Derbindungsparagraph der M Regierung angenommen worden sei, habe bei der I neu ausbrech enden Fraktionskrise die Mehrheit sich dafür entschieden, die DeckUngsvorlägen im Interesse des Agrarprâramms anzunehmen. (Die Denkschrift knüpft an diel« Mitteilung die Bemerkung, es sei [ tief zu bedauern, daß es nicht zu einer geschlossenen

I Zustimmung der Fraktion zu diesem für Volk und

Ration, für Währung und Wirtschaft hoch bedeut­samen Gesetzgebungswerk gekommen sei.) Die fünf M deutschnationälen Industriellen Hatzlacher, Hamp«, ' Leopold, Rademacher und Reichert hätten bei der Abstimmung mit 3a sein Opfer ihrer privatwirt­schaftlichen und politischen Ueberzeugung zu bringen I brauchen, zumal, da sie sich dabei von der Ueber­zeugung hätten leiten lassen, daß das Kabinett Brüning als Bürgerblockregierung den Weg zu einer antimarristischcn Politik cingcschlagcn habe, eine Politik, die mit der Zeit auch auf die Politik s der Länder ihre Wirkung nicht verfehlen werde. Es habe sich also um eine Machtprobe des Bürgertums gegen den Sozialismus und Kommunismus gc- handelt.

Wie die Industriellen, so wenden sich auch die Landwirte durch den Mund des Reichsland- bundprqsidentcn Bethge gegen die Politik Hugen­bergs, der in einem Rundschreiben gegen die An­hänger und Befürworter einer positiven Staats- Politik polemisiert und sich mit dem Wirken des Reichslandbundes befaßt. An dem Schreiben heißt es, die Anträge, die die deutschnationale Fraktion im Reichstag zur Durchführung des ^Schielsschen Agrarprogramms gestellt hätte, seien so lückenhaft Uno unrichtig gewesen, daß bei der entscheidenden Beratung im handelspolitischen Ausschuß sich die Vertreter der Deutschnationalen Boitspartet selber zum Verzicht auf Durchberatung und Abstimmung veranlaßt gesehen hätten. Die Parte! habe durch ihre Anträge die Erledigung des Agrarpragramms nicht beschleunigt, wie es in dem Rundschreiben heiße. Nur durch das energische Vorgehen des ..ci- nifters Schiele und durch die Abumchungena mit den I Parteiführern allein sei die Erledigung der Agrar- Anträge noch vor Ostern sichergestcllt worden.

Taisunkatasteovb« mit ben «hiUvvitten

Manila, 21. April. Ein Taifun Hal 14 Otl- schaften der Insel Flcyke Hcimgcsuchl. Die Orte Tolosa und Dulag an der Osts äste wurden zerstört. Sie Zahl der Obdachlosen geht in die Tausende. Die Zahl der Toten und Verwundeten ist noch un- dekannt.

Die ersten unkontrollierbaren Meldungen spre­ch« PW mindestens 500 Toten.

furchtbare Vrandkatafwophe Bei einem GefSusntsbvand über 400 Personen ums Leben gekommen

Columbus (Ohio), 21. April. Bei einer Feuersbrunst, von der dos Zuchthaus des Staakes Ohio heimgesucht wurde, sind nach amtlichen Schätzungen wenigstens 300 Per­sonen und zwar meist Sträflinge ums Leben gekommen.

Columbus, 22. April. Aeber die Brand- kakstrophc im Skaatsgefängnis in Ohio werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Das Feuer ent­stand im Westflügel des Gefängnisses. Es kam zu einem unbeschreiblichen Durcheinander. Die Türen wurden schließlich ausgemacht und ungefähr 500 Menschen waren imstande, auf den Hof zu flüchten. Die Gefangenen stürzten auf den Hof, doch war auch hier der Rauch sehr dicht, hundert Krankenpfleger­innen wurden angeforderk, um den Verletzten und Sterbenden Hilse zu leisten, da nicht alle in Kran­kenhäusern unlcrgebrachk werden konnten. Die Ge­fangenen machten keinen Versuch zu fliehen. Die meisten leisteten Beistand und bemühten sich, die Token und Sterbenden zu erreichen, die noch im Innern des Gefängnisses lagen. Zahlreiche Leichen

NAiises Susendtagin Leipzig

Deei Tote und ZaNveiche Schwerverletzte

Polizeihauptmann, ein Polizeibeamter und ein Demonstrant wurden gefoM.tH! i'Uüw beamter wurde schwer, drei weitere wurden lerchker verletzt. Auch eine Anzahl Demon­stranten sind mehr oder weniger schwer verletzt worden.

Am Nachmittag des ersten Osterkags war auf dem Augustusplatz eine internationale Sampfknni*- gebung. Rund 15 000 kiundgebcr und 5000 Zu­schauer waren erschienen. Dabei kam es auf dem Grimmaischen Steinweg, einer Ausfallstraße vom Augustusplatz nach dem Osten der Stadt, zu einem blutigen Zwischenfall. Ein Privakauto versuchle, durch die Absperrkette der Kommunisten hindurch­zukommen, wurde aber überfallen und sollte umge- stürzl werden. Es gelang den eingreifenden Pott- zeibeamten, dem Auto die Durchfahrt, zu ermög­lichen, doch wurden sie von den nachdrmkrnbcu De­monstranten angegriffen und mit Latten, Falnwn- stangen usw. geschlagen. Die Polizei machst von der Schußwasfë und dm Gununftnüppeln Gebrauch. Polizeihauptmann Galle wurde durch Schläge und Stiche so schwer getroffen, daß er tot Zusammen­bruch. Der Polizeioberwachtmeister Karle erlag einige Stunden später seinen schweren Hieb- und Skichverletzungen. Ein weiterer Beamter schwebt noch in Todesgefahr. Drei Beamte wurden zum Teil erheblich verletzt. An schwerster Rotlage gaben die Beamten einige Schüsse ab. Einer der D e m o n- ft r a n f e n erhielt einen tödlichen Schutz. Seine Personalien konnten noch nicht festgesteltt werden. Außerdem wurden, so weit bisher feft- geffellt werden konnte, vier Demonstranten verletzt. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht.

Am Abend ereignete sich auf dem Reichs­gericht s p t a tz abermals ein Zwischenfall. Dort gingen Kommunisten gegen die zum Schutz des in der Nähe befindlichen Polizeipräsidiums aufgest«st- Mn Beamten tätlich vor. Eine Beamtenfette »mißte mit Karabinern die Massen zuvücktreiben. Es ist dies überhaupt das erstemal, daß in Leipzig gegen­über Kundgebern vom Karabiner Gebraucht gemacht wurde. Asich dort wurden einige Beamte _ durch Knüppel und Stücke leichter verletzt. -Noch während der Zusammenstöße hatte man zur Verstärkung der Leipziger Kräfte eine Abteilung Landespolizei aus Chemnitz angefordert, sie brauchte aber am seibert Abend zunächst nicht mehr cinzitgreifèn.. Aus , Anlaß dieser Dorkommmssc wurden vom PoliMpräsidmM noch in der Nacht alle Kundgebungen auf öffentlichen Straßen und Plätzen für den zweiten Öfters eiertaq oerboten. .

Der Ostermontag ist nach den bis <n die ersten Sèachmittagsstunden vorliegenden Akeldupgen im allgcineinen bis auf gelegentliche Anrempeleien ruhig verlaufen. Am Augustus-Platz wurden, mor­gens ausfahvende Streifenwagen der Polize» von Demonstranten beKstigt, die sich fh-vcr Feststellung durch die Fliicht in die anliegenden Häuser zu ent­ziehen suchten. Beim Absuchen des Grundstückes Georgier-Riiirg 3 wurde eine Beamter in einem finsteren Kellerraum angegriffen. In ^r Notwehr gab er einen Sckmß ab, durch den,em Demonstrant so schwer verletzt wurde, daß er in das Kranken­haus gebracht werden mußte. Eine Anzahl .Per­sonen wurde festgenommen.

Ottzelhettsn von de« IusammenMüen

lieber den Verlauf der Zusammenstoß« am ersten6eie-;k^ werden noch folgende Einzelheiten

wurden mit Seilen aus den Fenskern gelassen.

305 Leichen liegen im Hofe des und das Feuer ist noch im Gange.

Columbus (Ohio), 22. April, jung beträgt die Zahl der Toten

Gefängnisses

Nach Schäk- 400 und der

Verletzten mindestens 300. Das Gefängnis, das nur für 2000 Gefangene eingerichlck ist, hatte nahezu 5000 Insassen. Das Feuer brach um 18 Uhr an zwei verschiedenen Stellen aus und breitete sich rasch aus, so daß die Strafgefangenen in den oberen Stock­werken wie in der Falle gefangen waren. Wäh­rend ein Teil der Gefangenen heroisch am Retkungs- werk half, durchschnitten andere die Schläuche und hindkerten die LSscharbeiken. Man sieht jetzt Brand­stiftung als erwiesen an, da an mehreren Stellen ölgetränkte Lappen gesunden wurden.

gemeldet: Der Personenkraftwagen wurde von einer Gruppe besonders radaulustiger Jugendlichen umringt. Mit Fahnenstangen und Latten wurden die Fensterscheiben zerschlagen und man versuchte das Auto umzustürzen. An der Kreuzung zur Ein­mündung des Grimmaischen Steinweges auf den Augustusplatz versah nur ein Polizeiposten in Stärke von zehn Mann den Ordnungsdienst, wäh­rend die Sicherheitsenannschasten auf dem Ueber- fallwagen sich im Hintergrund« hielten, um nicht schon durch ihre Anwesenheit Aufregung herbe izu- suhren. Der dem erwähnten Posten "beigegebene Streifenwagen mar am Iohannisplatz vorgefahren. Von der kleinen Gruppe der Polizeibeamtsn au de: Hauptpost legte sich nun ein Kommissar ins Mittel, ury dem Auto die Weiterfahrt zu ermöglichen. Der Kommissar wurde dabei sofort tätlich angegriffen und geschlagen und mußte sich blutüberströmt zu­rückziehen. Einem zweiten Beamten gelang «^ auf das Trittbrett zu springen und den Weg notdürftig frcizumochen, so daß der demolierte Wagen schließ­lich stadtauswärts davonfahrcn konnte. Die Be­amten mußten sich mit dem Gummiknüppel ihrer Haut wehren. Das brachte die umstehenden Demon­stranten in große Erregung. Die auf dem Au­gustusplatz zunächst stehenden Teilnehmer hatten unterdessen ebenfalls bemerkt, daß am Eingang des Grimn'aifchen Dteinweges ein Streit im Gange war. Ilm was es sich dabei handelte, wußten sic fedoch nicht. Der Angriff der Polizisten, die in­mitten des immer stärker zunehmenden Tumultes zu sehen waren, genügte besonder; rauflustigen Ge feilen, um im Laufschritt auf den Kampfplatz zu eilen und sich an der Schlägerei zu beteiligen. Im Gegensatz dazu bildeten andere Jungkommunisten quer über die Straße eine Kette, um die nachdrän­genden Mengen zurückzuhalten. Das gelang nur 3um Teil. Die Kette wurde immer wieder durch­brochen. Einigen wüsten Elementen eröffnete sich Gelegenheit, ihre Radaulust zu befriedigen. Es ent­stand ein unbeschreibliches Chaos, so daß jede Uebersicht verloren ging. Als die Polizisten sich ein wenig Luft verschafft hatten, erteilte der das Kom­mando. führende und nachher getötete Hauptmann Guille den Befehl, die Revolver zu zie- 1 hen, um damit die unstünnenden Gruppen in i Schach zu halten. Gleichzeitig wurden Beamte ent­sandt, um Verstärkungen zu holen. Als die Zahl 1 der Beamten sich dadurch vermindert hatte, mürbe ' ein erneuter Ansturm inszeniert. Die Beamten ! wurden von einer wütenden Horde umringt und rücksichtslos mit voller Kraft Mit Latten und Stan- gen auf den Kopf geschlagen. Wahrscheinlich sind 1 auch Messer gebraucht worden. Im Zustand der 1 höchsten Notwehr machten die Beamten von ihrer 1 Waffe Gebrauch. Cs fiesem drei Schüsse, fast iro gleichen Augenblick brachen aber auch einige Sicherheitsbeainte 1 zusammen. Hauptmann Galle war so bru- . tot geschlagen worden, daß er tot zusommensunk. 1 Ober Wachtmeister Karte wurde noch lebend aus- gehabem, ist jedoch kurz daraus gestorben. Ober« inacht,nettster Kolb« wurde mit lebensgefährlichen Verletzung« «ach dem Krankenhaus transportiert..

wo er mit Stichen in die Lunge und km Rückgrat darniederliegt und zum mindesten eine schwere Lähmung davontragen dürfte. Mehr oder weniger schwer verletzt wurden Kommissar Wilsenach, Hauptwachtmeistor Sachse und Oberwachtnieffter Mönicke. Die betroffenen Beamten werden als alte Beamte von großer Zurückhaltung geschildert, die eine umfangreiche Diensterfahrung besitzen.

*

Auch ohne die Zusanunsnstöße am ersten Feier­tag hätte der Verlauf der Tagung den Beweis für die verderbliche Wirkung der kommunistischen Hetz­arbeit erbracht. Auf dem Augustusplatz ergingen sich der Vorsitzende der Partei, Thälmann, und der Komniunist Heinz Neumann in Angrif­fe« gegen die Polizei. Die Beteiligung an der Leipziger Tagung war zweifellos stärker als an allen bisherigen. Die Chemnitzer Kommunisten- gruppe hatte eine Attrappe eines Panzerautos mit­gebracht mit der Aufschrift:Mr stützen die Sow jetunion, Krieg ü«n imperialistischen Krieg!" Pla­kate mit ähnlichen Aufschriften wurden im Zug zu Dutzenden mitgetragen. So konnte man u. a. lesen: Wir sind die Toten auf Urlaub, Hochverräter und vogelfrei, aber nicht zu verbieten." Oder auch: Straße frei, es kommen jetzt die Roten, die ein Esel verboten." (Zahlreiche derartige Plakate wur­den von der Polizei beschlagnahmt. Das blieb aber wirkungslos, da fortwährend neue Plakate mit ganz ähnlichen Inschriften auftauchten. Bezeichnen derweise hatte die Sächsische Arbeiterzeitung, die in Leipzig erscheint, ihre Vertriebskraftwagen von vornherein als Sonllättzautos ausgestattet. Zwar wurde von den Kommunisten selbst oft für Ordnung gesorgt, es stellte sich aber heraus, daß immer in entscheidenden Augenblicken die Führe: gegenüber der Masse völlig machtlos waren. Wie von amt­licher Seite noch bekanntgegeben wird, sollen die stärksten Aufreizungen durch Berliner Sturmtrupp; veruffuchi worden sein.

Duvch^uGuus nach Waffen

-"'-mmtr?'?^ Dia 3000 Berliner Teilw^Wr

V^ÜNIN 8§.nm»niüMV^ MrMzMMMlug ITTE sind am Ostermontag in den ersten Rachmi

stunden in ihrer^ 36 Kraftwagen mit 23 Anhängern und in einem Sonderzug wieder nach der Reichs­hauptstadt abgefahren. Da sich unter den Berliner Demonstranten auch der Täter befinden soll man nennt sogar schon seinen Namen so waren alle erreichbaren Beamten der Berliner politischen Polizei und zahlreiche Beamte der Schutzpolizei aus­geboten worden, um die Lastkraftwagen an der Glienicker-Brücke, welche die Berliner Dorstadt Potsdam mit Neu-Babelsdorf verbindet, abzu­fangen. Bis gegen 12 Uhr nachts waren bei der Kontrolle 38 von den kommunistischen Insaffen, die sich nicht genügend legitimieren konnten, festgenom­men worden. Nachdem ihre Personalien im Ber­liner Polizeipräsidium festgestellt waren,^ sind sie zum größten Teil wieder entlassen worden.

Zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Kom­munisten kam es gegen 1035 Uhr abends in der Her- mannstroße in Neukölln. Hier voll führten Partei , Mitglieder der kommunistischen Sugenborgamfation die ebenfalls aus Leipzig hcimgekehrt waren, einen derartigen Lärm, daß die Polizei cinschreiten mußte. 27 der Ruhestörer wurden sistiert und siach dem Polizeipräsidium gebracht.

Wichtige verbastmige« in Seite

Berlin, 22. April. Bei der Durchsuchung her aus Leipzig nach Halle a. d. S. zurückkehrenden Kom­munisten wurden zahlreiche Waffen gefunden. In der Hauptsache handelt es sich um Dolche und fest­stehende Messer. Etwa 100 Kommunisten, die sich nich tausweisen konnten, wurden vorläufig feftgi- nommen, bis auf drei aber wieder entlassen. Diese drei stèhen, so berichtet derLokal-Anzeiger , auf Grund gewisser Anzeichen im starken Verdacht, an der Ermordung der Leipziger Polizeibeamten be­teiligt gewesen zu sein.

DttvMnckuttsen ht Kamm

Hanau, 22. April. Die blutigen Zwifchenfälle beim kommunist. 3ugenbtreffea in Leipzig boten am Anweisung des Leipziger Polizeipräsidenten hm Ver­anlassung, die gestern abend auf Lastkraftwagen ihrer Heimat zuskrcbendeu Teilnehmer nach Waffen zu untersuchen. In Hanan warben allem neun vollbesetzte Kraftwagen, die von der Schutzpolizei bei ihrer Durchfahrt vor dem Weichbild bet Stadt gestellt worden waren, nach Waffen durchsucht. Das erste Auto, das in Mannheim beheimatet war. traf gegen 3$ 6 Uhr hier ein und wurde 'n ms Gebäude der hiesigen Polizeidirektion verbrämt. Line ständig nmchscnde Menschenmenge saimnette sich bei dieser Gelegenheit vor dem Polizcigebaudc an und hielt bis in die späten Nachtstunden aus. Die angebrachten Lastwagen wurden mit Zurufen begrüßt, die von den gestellten Teilnebmrrn am Jugendtreffen lebhaft beantwortet wurden. Brian bers stark« Zurufe wurden laut, als Ke Autos nach

»ie dettKs- pttmmev umfaSè «5 «elfe«