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Samstag Lea H. LpM 193b

Nr. 87

Der Rundfunk

Radiokampf nach zwei

Ftonten

Die deoksche Rundfunkindustrie vor schweren pto- ffaactL wie ist der wachsenden Umsaszverschlech- Ittttng auf dem Znlandsmarkle zu begegnen?

Die Fangarme dex Auslandskonzerne.

Wohl selten hat der industrielle Zweig im Zeit- «Ame von wenigen Jahren eine so stark von Gegensätzlichkeiten erfüllte Entwicklung genommen wi« gerade die Radioindustrie. Die Blütezeit un­gezählter Nsuaründungen, begünstigt durch eine spontan, ja fast einzigartig vorwärisgetragen« ; Aufwärtsbewegung, ist längst beschlossen. Für die ungezählten kleinen Unternehmer, die ihr Mstck auf diesem .jüngsten Gebiete der Elektrotechnik ver­ficht hattm, mag die unverhoffte Wandlung der Dinge, durch die sie nach wenigen Jahren schon ebenso rasch wieder fortgemäht wurden wie sie ge­kommen waren, eine recht schmerzliche Enttäuschung «wèsen sein, im Interesse der Klärung und Be­festigung der Derhältnsss« am technischen Markt war di«s«r Reinigungs-Prozeß aber zweifellos ein echeblicher Gewinn. Schließlich war diese Fort­räumung zahlloser Splitterexiftenzen, die mit der Zeit kaum noch viel mehr bedeutete als Schein- iristenzen, rrichts anderes als eine naturnotwendtge Folge, wie sie auch auf allen anderen Gebieten der Droduktion in Erscheinung tritt. Noch klarer ge- Ghev, hätte sich schon damals in der Hochsaison der Sanuaternebmer-arü nbur.ee n der Eimichrch« und Scrausschauende jagen müssen, daß allein schon das t-charch- Problem nach und nach eine solch« Kla- vog fordern werd-. Mi: dem Augenblick, da die tichvÄchen MöDlichr««z Le- «i-.iocher«» Gernaes, i« .Volkssp-parates", erühöpst waren, mit dem Lageabiük, da der Bedarf für die wrrstcha'Lich .^sicheren fcw _ ged«fr scr, mußt« sich schon tèch:2 das sebickla- der ÄüeiBamezoedinez er-ük- «t, da von diesem Zestpunttr ob der Acchräk-atton :~ Radiogerär m westrulich stärkerem Htnf an.«

Rundfunk- Vortragsfolge

Samslag, 12. AprA

6.15: Nach Stuttgart: Morgengymnastik 1. An­schließend Wetterbericht und Zeitangabe. 6.45: Don Stuttgart: Morgengymnastik 2. 12.40: Werbe­konzert. 13: Schallplattenkonzert: Volslieder der Nattonen. 1414.50: Nach Stuttgart: Stunde der Jugend. Aus dem deutschen Liederkranze: Und der Hans schleicht umher. Vorgetragen von der Stadt. Handelsschule Hanau a. M. Chorleiter: Organist Hans Otto. 1617.45: Aus dem Kurhaus Bad Hornburg (nach Stuttgart): Konzert der Kurhaus­kapelle Burkart. 18.05: Ist der Kaufmannsbevuf noch LebMsberuf? Die Aussichten für die Be- rufsamoärter. Vortrag. 18.35: Nach Stuttgart: Stunde der Arbeit Proletarische Buchgemein- fchast. Vortrag. 19.05: Nach Stuttgart: Spanischer Sprachunterricht. 19:30: Von Stuttgart: Wiener Lieder und Chansons, gesungen von Dora Gerson und , Walter Simmlinger Am Flügel: Willy Hahn. 20: Von Stuttgart: Eine Musikergeneration Die Familie Benda. 21: Von Köln: Bunter Abend. 22.15: Nachrichten. 22.35: Von Baden-Baden: Tanzmusik der Kapelle Alexander BariX

Sonntag, 13. April 1930

78.15: Von Hamburg: Hafentonzrrt. 8.15: Morgenfeier, Veranstalter von der Evangel. Landes« kirche Frankfurt a. M. 10: Orgelkonzert, 10.30: Erziehung und Bildung:Warum srirb die Schülerin Amanda aus der Vottsichule in die Hilf-ichul« überwisle«?". Dorm-a. 11: Erhebung uab BilduNg: Elrenrstrmde. 1130':Probleme der

burgbau, Stuttgart: Tanzmusik. 18.05:Probleme der Rundfunkarbett". 18.35: Don Stuttgart:Als deutscher Werkstudent in Nordamerika", Dorttag. . 19.05: Don Stuttgart:Verschollene Vorläufer", Vortrag. 19.30: Eine Stunde Frankfurter Dialekt- dichtung: .Napoleon in de: Knallhitt", ein beinahe histotisches Lustspiel von Hans Geisow, danach .Luftig Gebabbel". 20.30: Von Stuttgart: Quer­schnitt durch die europäische Musik seit Mozart 19001910. 22: Nachrichtendienst. 22.20: Don Stuttgart:Am Brunnen vor dem Tore".

Milkwoch, 16. AprU 1930

6.15: Nach Stuttgart: Wetterbericht und angabe. Anschließend: Morgengymnastik 1. Von Stuttgart: Morgengymnastik 2. 12.30: Scholl- plattenkon.^rll Geislliche Musik (Messen und Marienlieder). 13.3013.45: Werbekonzert. 15 bis 15.50: Von Stuttgart: Stunde der Jugend: Ostern*. 1617.45: Von Stuttgart: Nachmittags­konzert des Rundfunkorchesters. 18.05:Drei Schwestern schreiben chren Roman", Dortrag. 18.35: Von Stuttgart:Verschollene Vorläufer", 3. Vortrag. 19.05: Von Stuttgart:Sagt bei Naturvölkern", Vortrag. 19.30: Nach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters: Aus der Musik zu Richard Wagners Parsilal. 20,30 Don Stutt­gart: Leben 'n Vret Zeit, Hörspiel von Erich Kajrnrr. 21.45: Nach Srurrgarr: serührrue Liâr in zwe-.erlei Gestalt. 22 45; YtoSqè&ptu.

Donnerstag 17. «prA 1930

6.45:

rakorarsrien wurde, sowohl aus tschr.i'chrn " «äs pekuniären Gründe" kaanreu di« Gemen Ur »wehiver Lem aeueg Zettaiser,

der Hochwertigen, mehr wissenschaftlichen Appara­tur, nicht mehr genügen.

Lehr und mehr war damit Li« Gerâieprodn?- f-vn in den «ssschliehdichen Bereich der Großindu- stri« gekommen, die stolz waren, die technische stets wieder den neusten wissenichc-rlichen rgebniffen an.zu gleichen. Die Appa­rat« tour bis zur höchsten Qualität bis zur Vervollkommnung, bis zur höchsten Empmidlichkeit :-steigert, eine technische Großtat, die zu erfüllen notwendig war, wenn wir hinter den ausländischen ^srtschritien nicht Zurückbleiben wollten. Leider ^«r ergaben sich gerade für die deutsche Industrie

Girnnfs. Bei der stark gesunkenen Kaufkraft der Mitesten Dolkskreis« verringerten sich die Absatz- MMichkeüen für das hochwertige, kostspielige Knatsgerät zusehends. Der geringe Prozentsatz r.Rdufträftigen war auch nicht mehr oeroleichs- Mi« so aufnahmefähig, um die beträchtlichen Mtwickkunasau'merdüngen, die von der Groß- Mdustrie fest Jahren getragen werden mußten, »Atzumachsn. Es kam hinzu, daß der internatiD=

Wettbewerb ununterbrochen schärfer« Formen ^n^hm, daß die ausländischen Konkurreiyzkonzerne vinXg größere Anärengungen machten, sich auch A Deutzchlanü weitere lttss-atzgebiere zu «rschließen.

Unter dem Druck der Verhottn-inL hatt«« such oetetti 3ot längerer Zeit Mittelbetrieb« der beut- Pad-amduttr<« easStritfe^en Groß nurerneb-- ^z wlschtteßixn nmnen. 3it»3T-4ea hob m sitt?

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^et FerirsiânS« wird leicht verftâhL sein, auf «« RâvaKsiierurlg. die als sx^iagcxin noch an- ,« ri«r zu deiag«n hat, dos Hauvsstück der Hv"- . zu setzen. Der Protzuttionskund»»- tteilich 5f,itch leinen Lusenbink mehr im Zweifel darüber, die

Möglichkeiten der KafioftaSfietang hev!« so gut wie erschöpft

<o daß also die Rationasisierung für sich als eingestellt

rfm^srmes', Vonrag.

«gab«. Amchluherd: Msrger-gymaa'n! L 6 45:

L.-esbaden. 13^46: Srunie der Lühs«. 14: Nach Stuttgart: Stunde der Jugend. 15: Stunde des Landes. 16: Von Arheiligs«: Stunde des Ehor- getsatas. 17: Don Stuttgart: UnrerhaLuagsk vrr.zert des RanLfimkorchesi-rs. 17-30: Stunde des Rhein- Maiurichen Verbandes für Volksbildung. 13: Don Wien: Fußballspiel Niederösterreich-Süddeussch- lanü. 18.20: ,üDie Porza", Dorttag. 19.20: Sport­nachrichten. 1950: Nach Stuttgart: Klavier-Kon- 3ert 20.30: Von Berlin (nach Stuttgart) Bunter abend. 22: Nach Qarttgartt Alte Tanzmusik. 23: Nachrichten. 23.20: Aus der Künstlerklaus« Groß- Frankfurt (nach Stuttgart): Tanzmusik.

217 on sag, 14. AprU 1930

6.15: Nach Stuttgart: Wetterbericht und Zeit­angabe. Anschließend: Morgengymnasttk L 6.45: Don Stuttgart: Morgengymnastik 2. 12.15: SchallplÄtenkonzert: Paul Lincke. 13.1513.30:

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L-taotnchen Zkurorchesters. 18.05 .^Zehrer und Schüler von heute", Vortrog. 18.35: Nach Stutt­gart:Die Fliege als Krankheitsüberträgerin". Vortrag. 19 05: Nach Stuttgart: Englischer Sprach­unterricht. 19.30: Aus dem Großen Saal des Saalbaues Frankfurt a. M. (noch Stuttgart): Auherordsnü. Symphomekonzert Beethoven-Abend- 21: Nach Stuttgart: Zeitbericht«, Schweizerische Parlamsntssorgen, Abrüstung. 21.40: Rach 'Stutt­gart:Auseinandersetzung über den Sprechchor von heute". 22.20; Nachrichten.

Dienstag. 15. April 1930

6.15: Nach _ Stuttgart: 'Wetterbericht und Zeit­angabe. LnfchlisßsnL: Morgsngy nnâit 1 6.45: Von Stuttgart: Morgsngy nnastik L 11.30-12: Vam

Frank stlrier Dom: iim$T§I.:^ fLINLS W*- Werbânzert. 13^0: Konzeri. Ich HEs^

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hier cus kaum noch kommen kann. Um *t> mehr wird man oeräch-v müHn, das Erdenklühste durch eine

LasicmaDsierssg der Berfrirfes berauszuholen. Hier wird sich wohl noch manches tun lassen, um einen günstigeren Ausgleich onW- bahnen. Ueber dieser Stine! hinaus, dem Markt eine neue Stühe zu sichern, wären naturgemäß

noch ei 3u " dit«.

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fünfzehn Prozent der amerrkanfschsn Ausfuhr er­reichten, hatten sie im Jahre 1928 bereits 69 (!) Prozent zu verzeichnen. Inzwischen ist die nieder- ländische Ausfuhrquote noch weiter in die Höhe gegangen.

Die deutsche Radioindustri« hat für die nächste Zukunft also einen Kampf nach zwei Fronten zu führen: einen schweren Kampf mit den Hinder­nissen am Jnlandsmarkt und einen noch härteren Kampf gegen die Konkurrenz auf dem Weltmarkt. Was vorläufig für den inländischen Markt grlt, gilt auch für das weit« Absatzgebiet im Auslande: ein voller Ausgleich an die internationale Kon­kurrenz mutz gefunden werden. Do oder so. Her liegt der Schwerpunkt für ollen zukünftigen Erfolg.

Kampf den Rundfunk­störungen

Unter dem Vorsitz des Rundfunk-Kommissars Dr. Bredow hielt der Ausschuß für Rundfunkstv- rungen eine Sitzung ab, in der über den gegenwär­tigen Stand der Arbeit Bericht erstattet wurde. An den Arbeiten des Ausschusses beteiligen sich künftig auch 'Lertreter des Städterages und der Bereinigung der Eiekttiz-iäiswerke.

Das Deutsche Reich ist vorlâusig in 1240 Ster» bezirke eingettch worden. ¥XA FuntHlttr, die sich aus allen am Rundfunk bete ':xen V'-lksschrchttn gemeldet haben, stehen gjr Verfügung. Da» 12 V ü bisher etngei au^nen Nöruugsmelvunaev haben 7500 durch das E-ygre^er. der Zur : .- bt'f gt werden tarnen. Es »: internar:, >4 nach den

bisherigen Arftftâasgen etwa 69 Stt ttmgert durch Hschfrrauenzb- ~^ werden, was zu befsrüere» Ma',/ lasiung gegäer. H«.

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Berte; Tteraechrchte-. 1617.45: Aus dem Kur- haor B-ad Homburg .ooch Srurtgcr: : Konzert der Kurharlskapells Bad Homburg. 18 S: 3r "ragen. 18,35: (nach Sanigcrt): Ostern te Jerustttem". öertreg. 13.lös . Aach Stuttgart): Fran-afifcher aprachuntsricht. 1927: Eon Sßrncatt; Elä'mch« Komponisten-« runde. 20.30: Don Snnrgar-: D H:i- cordias Domini. 22.60: Don Stuttgart; Biolin- forkaten 23EO: Nachrichtendienst.

Freitag, 18. April 1930

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«rl-tchter« Es A d-shall, einHandbuch ;-r dra

sachliche und schnelle éidi LrrrEl, die vom Reichs

Eon großer Wtthrigkrrr 'âr : e

gsoekâmxrur.a 'ird L'« irzentralamt zur Schaf-

Hng eines Srarnnasprüfg-rLtss ^l-b'r« werden i nd. Dieses Suchgerät ist bereits so wert entwickelt, daß es in größerer Anzahl in Bau gegeben werde» kann. Nach Fertigstellung der Geräte werden diese den einzemen Bezirks-Funkhüseu jur Derfügung gestellt.

Die Derstândigungsarbeit zur Beseitigung der Rundfunkstörungen zwischen dem Ausschuß, den

8-30: Aus der Adoentskirch« Kassel: Morgen­feier der Lutherischen Gemeinde. 11^0: Am Krater des Desuo, Mikrophonreportage. 12.00: Buch und Füm. 12^013.30: Schallplotten- ----------------------------------------

konzert: Geistliche Musik (Joh. Seb. Bach). 1400:1 wird fortgeführt. Gemeinsame Prüfungsarbeiten Don Stuttgart: Stunde der Jugend. 16.00: Pon! sind für die Störungen vereinbart worden und es itt Smngai^ PaZionsmuji^ Pouyreit, Mikro- '"l""'"n" ^ Str6.^hn«,*ui^»o in

Straß enbahnd: rektionen und den Elektrizitätswerken

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I: Aus (nach Stuttgart): Matthaeus-Passion (Joh. Seb. Vach). 21.45: Nach Stuttgart: Feierstunde,

Samstag. 19. April 1930

6.15: Nach Stuttgart: Wetterbericht und Zeit­angabe. Anschließend: Morgengymnastik I. 6.45: Von Stuttgart: Morgengymnastik IL 12.40: Werbekonzerr (Schallvlatten). 13.00: Schall- plattenkon.^rt. 1414.50: Nach Stuttgart: Stunde der Jugend: LVon Frau Asas kleiner Freun­din Bettina", Dorirag. 2. Aus dem deutschen Lieder!ranz. 16.00: Nach Stuttgart: Konzert. 17.30: Die Katakomben an der Lia Appia" in Rom, Mckrophsnführuna. 18D6: Stunde des

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Kassel, Bonn, Mainz und Mannheim auf güuiche Wege zu einer Einigung W kommen und diese G< sellschaiten zu einer Aenderung ihrer Anlagen zu veranlassen. Auch mit der Berliner Verkehrs A.-G.

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konnt« ein Erfolg in dieser Hinsicht erzielt werden, indem sich die Berkner Verkehrs A.-G bereit er­klärte, die Wagen mit Mitteiemgang, die sich in­folge der hier vorhandenen elektrischen Klingeln als

Rundfunkstörer erwiesen, mit richtungen auszurüsten.

Die Arbeitstagung brachte Bs'chluß. Es sollen Funttzei

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