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EM^GEsaS'AmkZger ffirMv^uuw «Siadi und Land

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affchelnt täglich mit Ausnahme her Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Wnat RM. 1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 15, Samstag 12 R-pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite , R-pfg., im Reklameteil von 68 mm Breite 25 R-Pfg. , Offertengebühr 50 R-Pfg.

Sr. SS

«Samstag de«

Saturn Giadt und Land

ErMuNgSort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. - Bei unverschuldetem Ausfall der Zieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch aus Lieferung oder Rachlieferung oder aus Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplatzvorfchnst u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.^Geschäftsstelle: Hammerfir.S / Fernspr. 3956,3952,3958

29. März

193CS

Das KeueKe

;- Der versuch des Abgeordneten Dr. Brüning, ein Kabinett auf breiter Grundlage ohne koalilions- «ätzige Bindungen aufzustellen, ist gestern noch nicht geglückt, doch man hofft, daß heule das Kabinett zaflaudekommk.

Der Reichstag verabschiedete gestern den Rot- etat für 1930. Darauf fetzte er die gestern abge­brochene 2. Beratung des Gaskstättengesehes fort. Mch längerer Debalte wurde die Beratung abge­brochen und die Sitzung vertagt. Der Präsident wurde ermächtigt, die nächste Sitzung nach dem Iu- ßandekommen der neuen Regierung, voraussichtlich auf Dienstag, anzuberaumen.

Der preußische Landtag hat gestern in dritter Lesung endgültig die Verlängerung der Realsteuern Ms zum 31. März 1931 einschließlich der Ein­beziehung bet freien Berufe in die Gewerbesteuer angenommen.

Der Deutsche Metallarbeiterverband, der LhriMche Metallarbeilerverband und der Gewerk- verein Deutscher Metallarbeiter shirfch-Dunker) sind ibereingetommen, dem Arbeitgeberverband für den Bezirk der Nordwestlichen Gruppe des Vereins Deutscher Eisen- unb Stahlindustrieller den Rahmen- tatif für die Metallindustrie, der rund 230 006 Ar- bester umfaßt, zum 30. April zu kündigen.

Die französische Kammer setzte gestern die Lussprache über die Ratifizierung des Poungplanes fort, wobei es zu heftigen Auseinandersetzungen über die Frage der .handlungssreiheil" kam.

3m polnischen Sejm werden für heute schwere Zusammenstöße erwartet.

VvüniNLs Bemühungen um die ^avinetisbUdnng Gchieie als EvnähvnttgsmlEev? - Scholz Vizekanzler ?

Berlin, 28. März. Der Zenkrumsabgeordnete Dr. Brüning hat sich, nachdem er den Aufkrag für die Kabinettsbildung erhalten hatte, sofort an die Arbeit gemacht. Es ist ihm zwar nicht gelungen, am ersten Tage bereits das Kabinett zustande zu bringen, aber er hofft, bis Samstag abend fein Kabinett zusammenzustellen. Bemerkenswert ist, daß der deukschnakionale Landbundführer Schiele nach langem Zögern und im Gegensaß zu seiner Frak­tion, die sich gegen sein Eintreten in das Kabinett ausgesprochen hatte, in den Abendstunden den Entschluß gefaßt hat, Dr. Brüning seine Mitwirkung zuzusagen. Er kommt als ErnSH- rungsminister in Frage. Außerdem wird gemeldet, daß Dr. Brüning den Führern der Deutschen Volkspartei den Posten des Vizekanzlers angeboten hat.

Die ersten Beivvechungen

Berlin, 28. März. Dr. Vrüniirg leitet heute seine politischen Verhandlungen mit einer Aussprache mit dem bisherigen Reichskanzler und einigen Mitglie­dern des bisherigen Kabinetts ein. Er setzte dann seine Besprechungen im Reichstag fort, wo er in Gegenwart des Staatssekretärs Dr. Pünder, Tre- virnaus Minffter a. D. von Keudell, Reichsernäh- rungsminifter a. D. Schiele und Minffter Dietrich empfing. Wie verlautet, hat Dr. Brüning in den Mittagsstunden auch mit der Sozialdemokratie dar­über Fühlung genommen, ob evtl. der Reichsinnen-

neffe Schwierigkotten gezeigt haben, als in poli­tischen Kreisen heute früh noch erwartet wurden.

minister Severing im 2ünf bleiben könnte.

Die Sovdevtmsen SMews

Berlin, 29. März. Ueber die Forderungen des Reichstagsabgeordneten Schiele, von deren Er­füllung er die Uebernahme des Reichsernährungs­ministeriums abhängig gemacht hat, berichtet die ,/D. A. 3-': Herr Schiele legt Wert darauf, daß die wetteren Hisismaßregeln. für die Landwirtschaft ebemo wie die steuerpolitischen Maßregeln unter den eventuellen Schutz des Artikels 48 gestellt wer­den. Das verleibt seinen Wünschen ein besonderes

Nie Woche

Im Vordergrund des politischen Interesses standen in der abgelaufenen Woche die inter­fraktionellen Besprechungen über die Finanz­sanierung, von denen das Schicksal der Reichs­regierung abhing. Nach langem hin und her war es gelungen, die tiefgehenden Differenzen, die zwischen der Deutschen Volkspartei und teilweise auch dem ZentruM-Und den Demo­kraten einerseits und den Sozialdemokraten andererseits über die Finanzsanierung, insbe­sondere über das Problem der Arbeitslosenver­sicherung, seit Wochen bestanden, wenigstens einigermaßen zu überbrücken, indem man ein Kompromiß ins Auge gefaßt hatte, das für alle Parteien, einschließlich der Sozialdemo­kratie annehmbar schien. Dieses Kompromiß sah die Begrenzung des Reichszuschusses für die Arbeitslosenversicherung für das Jahr 1930 auf 150 Millionen und die Beibehaltung der Beitragshöhe von 3% Prozent vor. Außerdem sollle die Reichsregierung befugt sein im Not­falls eine Deckung des Restbetrages bei der genannten Anstalt auf gesetzlichem Wege her- beizuführen, entweder auf dem Wege der Re­form oder durch Steuererhöhung oder schließ-

lich durch eine Beitragserhöhui promiß ließ also die endgültige

ng der

Arbeitslosenversicherung offen, bzw. vertagte

diese Gestaltung auf L

Das Reichskabinett hatte sich zu !

mmenden Herbst.

....... ...---- -,- ------_----- Aku- Gepräge. Da Dr. Brüning ursprünglich geptan

ning konnte nicht im Zweftel darüber sein, daß das I tjafte, auf rein parlamentarischem Wege zu regieren ©ümSrnte, was er von den Sozialdemokraten zu ] ertobren feine Absichlen hier eine gewiße Ab erwarten hat, wohlwollende R-atralitär fft. ânderuag.

dieses Lompro eigen!

-ichsrar bereu lasten in der je ursvrüngi

wiuen wollte und an der chußpsticht des Reiches war geneigt, biefem Kompt

frebhasle Aueinandersxtzmtg um den Begriff der ^anblungsft eibett'

Paris, 38. März. In der prang. Kammer setzte am Freilag die allgemeine Aus ° p rache über den Gefetz- intwues Mr RaLfiZieruriq der Haager Abkoumien ein. Zuerst erklärte sich Oberst Fabrp, ©rappe Staginot, für die Ratifizierung. Auch^ der Räu- MMig des Rhernlandes stimmten feine Freunde zu, vorausgesetzt, daß damit nicht die Sicherheit Frank­reichs beeinträchtigt würde. Louis Dubois da- &von der Gruppe Marin, stellte sest, daß Ler jplan Deutschland riesige Vorteile ein räume, Dährend Frankreich ebenso ungeheure Zugeständ- msse machen müfle. , ,

Darauf ergriff der ehemaliges Minffterprasident Herriot das Wort Zunächst stellte er fest, daß die gegenwärtige Legierung die Pofitik zu Ende geführt Hütte, wegen der er und feine Freunde in den Jahren 1920 bis 1924 von der gegenwärtigen Mehrheit ständig aufs heftigste angegriffen wor­den seien. Die Regierung solle dann aber auch den Mut aufbringen, für ihre Politik die volle Ver- ontwortung auf sich zu nehmen. Herriot behauptete dann, daß die in dem Londoner Abkommen aufrecht erhaltene Handlungsfreiheit Frankreichs durch die Haager Abkommen nicht mehr in dem gleichen Maße gewährt sei. Der einzige Gebrauch, be® Frankreich im übrigen von turfer Handlungs- siecheit machen könne, bedeute den Krieg.

Es entspann sich daraufhin eine lebhafte Aus- tdmttderiewmo zwischen Herriot und Tardieu über Ä! Zu Legung her Handlungstreirei: Frankreichs.

Dr. Brüning mit dem betrticfenaifenaleii Abgeord­neten Schiele kurz nach 8 Uhr hatte.

Schiele hak die Uebernahme des Reich-ernâh- rungsminiffetiums angenommen unter der vor- Äusserung, daß ihm die Möglichkeit ju sachlicher

Arbeit gegeben wird.

Er könne allerdings nur in einem Kabinett arbeiten^ das die Bedeutung des deutschen Ostens im vollen Umfange erkenne und anerkenne. Wie meiter ge- meldet wird, ist dem voiksporteilichen Parteiführer Dr. Scholz von Brüning die Vizekanzlerschast an­geboten worden. Dr. Scholz hat, wie verlautet, zugesagt unter der Bedingung, daß sowohl C u r - tiu5 wie auch Moldenhauer im Kabinett verbleiben. In diesem Zusammenhang ist für Sams­tag eine Besprechung Brünings mit den beiden bis­herigen volksparteilichen Ministern vorgesehen. Für den Fall, daß der, Abgeordnete Schiele das Reichs- ernährungsminffterium erhält. ist dem Abgeord­neten der Wirtfchaftspartei Bredt das Justiz­ministerium sugeiagt worden. Der bisherige 3er« kehrsminifter Stegerwald soll das ihm an­gebotene Arbestsminfftenum obgelehnt haben. Dr. Dietrich wird dem neuen Kabinett aller Wahrschein­lichkeit nach wieder angehören; man nennt ihn für

binett vertreten lein wird, noch Mneswegs beanf wort* Me Sberhaopt Äle Mnvr«M«. die ir Form von Gerüchten im Reichstag herAMger-erchi

Ä bzgk. teM jed« fe

geZsA-

Äwsichr änderte, befj eben durch ^biefett Strittrf ÄMfchKmd erflÄrt hab«, feine Sankttonsmuß- ticbmen irgendwelcher An als feiufcMtge fjartb« frag ja betrachten. Herriot schloß mit dem L«- dau-rn. daß der Haager Ten keine Bezugnahme «ff hen Artikel 13 des BSlkerbundspacktes ent­halte. ,

In her Nochmsttagssitzung der Kammer unter« fachte der Vorsitzende der Außenpoltischen Korn­mission, P a u l - B o n c o u r, die politische «ecke der durch die Abkommen ausgeworfenen Probleme. Unter Bezugnahme auf die heute früh von Herriot abgegebenen Erklärungen in der Sankiionsfrage führte Pwul-Boncour aus, daß die Handlungs­freiheit, die die Gläubigermächte nach Feffftellung eines deutschen Veftsioßes durch den Haager G«- ffchtshof erlangten, pur im Rahmen der bestehen­den Verträge, also des Kellogg- und des Stotter« bundspakts, zu verstehen sei. Der Ausdruck ,Hand­lungsfreiheit bedeute demnach lediglich, daß Frank­reich vor den Völkerbund gehen könne. Das M been Haager Abkommen festgelegte Verfahren ver­zögere nur die Anrufung des Völkerbundes.

Der radikale Abgeordnete Bergerie bezeichnete ben 'Aoungplon im ganzen als annehmbar, unter dem Vorbehalt, daß man sich bemühe, eine Er­mäßigung bet interalliierten Schulden und gzelch- Zeitia der deutschen Annuitäten zu erlangen.

Der Abgeordnete Tinguy du Pouet cFrak- st»n Marin) erklärt,'der Aoung-Plan sei das einzige

Die Aussichten der Lemühunaen Dr. Sri msgs werden mich weiterhin aptimifti'ch bs

srèeÄt. wenn man auch an Ende des entert Sc*'

r Annahme und die

erüMgea

gegeben, Sterlett deutschnatirmaler Abgeordneter r Unter Meter Voraussetzung hat 1 den Abendstunden schließlich gruadiWich zum ©in« tritt in das Kabinett und zur Uebernahme des Reichsernährungsminifteriums bereu erklärt.

SMase

dev Sozia demokvaieu

Berlin, 28. März. Wie der ^Vorwärts" be­richtet, hatte Dr. Brüning heute vormittag auch eine Besprechung mit dem Vorsitzenden der sozial- demokrattschen Reichstagsfraktion, Dr. Breitscheid, in der er diesen fragte, ob die sozialdemokratische Fraktion nicht vielleicht doch noch für das Finanz­kompromiß einschließlich Forme! über die Arbeits­losenversicherung zu haben sei. Die Frage wurde von Dr. Brettscheid verneint.

Berlin, 28. März Der Parteiausschuß her Sozialdemokratischen Partei hielt eine Sitzung ab, in der er Len Vorschlag des Barteioorftanbes, morgen einen Aufruf herauszugeben, in dem bie Entwicklung der Krise geschildert unb die Stellung­nahme der Seichstagsfrattion begründet wird, billigte. Darin soll ausgeführt werden, daß die Reichstagsftakion getreu der auf dem Magde­burger Barte iiag gegebenen Zusage sich von der Regierungskoalition getrennt habe, als ihr juge« mutet mürbe, einen Abbau der Leistungen der Ar- bettsim eiroerficherartg zuputimmen. Es handele sich jedoch nicht nur um bie Arbeitslrnenoerüche- rung, sondern bar-m, daß in der beü-Lenden Re- cter-ngsfoalttion ein Kempf für bie Seiferang der sozial«» Lage der Arbeiterschaft urunsg-ch ae« Serben fei. Die feuafbemofratif^R BeiB-tras-

Deurag sur Lie Arbeit- loten- 3% aus 3% Prozent erhöht

renken Zw lalten hatte,

stützt auf den Gewerkschaftsflügel p rei zur allgemeinen Ueberrafchu

,e

es

Kompromiß bekämpfte und die sosialdemo- kraüsche Fraktion für seinen Widerstand ge­wann. Dieser Widerstand wurde damit be­gründet, daß das Kompromiß zu einem Abbau der Leistungen der Arbeitslosenversicherung führen müsse und daß aller Boraussicht nach auch im Herbst eine Reform dieser Versiche­rung nur durch Herabsetzung der Leistungen herbeigesührj werden würde. Da der Reichs­kanzler den Fraktionen am Donnerstag nach­mittag mitgeteilt hatte, daß er mit dem Ka- binetr fest entschlossen sei, zurückzutreten, wenn eine der im Kabinett vertretenen Fraktionen das von letzterem gebilligte Kompromiß ab« lehnen sollte, so blieb nach dem Widerstand der Sozialdemokraten nichts anderes übrig, als

diese Ankündigung wahr zu machen, d. h. zu demiflionieren. Wohl war vom Reichskanzler zwischen Absage der Sozialdenwtraten und De- mission noch der Bersuch gemacht worden, das Kabinett, wenn auch nur für kurze Zeit, noch zusammen zu halten, indem er die Forderung stellte, auf die ursprüngliche Regierungsvor­lage, die die neuen Steuern enthält, zurückPt- greisen, doch dieser Versuch scheiterte an dem energischen und berechtigten Wider'pruch des Reuhsflnan.pnlnisters berechtigten Widsr-

«renn, weit« man cum u*ti «nur btt ^egierungskoalllion kühne, außerhalb der Re-

-eststeilen muß, daß sich mehr fachkche and perlo-1 gierungskoaiirisn w, «erfuhren.

Mittel, das Frankreich habe, um sich eines Tages gegen die übertriebenen Ansprüche seiner ehe­maligen Alliierten zu verteidigen. Die Garantie bilde die Verpflichtung Deutschlands. Demschland erkenne diese Verpflichtung feierlich an. Frankreich sei selbständig genug, um die von ihm lmterzeicb- neten Verträge zur Durchführung zu bringen. Frankreich könne jedes Druckmittel auf dem Gebiete des Handels und der Finanzen anwenden.

Finanzminister Reynaud beschäftigt sich mit der Entwicklung der Reparattonsfrage vom Dawes- Plan bis zum Doung-Plan, wobei er von den Genser Verhandlungen ausgeht. . Er spricht von dem kranken Deutschen, den man mit zahlreichen mit großen Machtbefugnissen ausgestatteten Wär­tern umgeben habe. Nachdem diese strengen Zwangsmaßnahmen das erstrebte Ziel erreicht hatten, habe man di« normalen Beziehungen eben Deutschland und Frankreich Witderherstz onnen. Im übrigen habe der Dawes-Plan auch chwach« Seilen gehabt. Der Young-Plan bringe auch Frankreich gewisse Vorteile. Die Gefahren, die die internationale Zahlungsbank in sich schließe, feien übertrieben worden. Die Kommerzialisierung

zmi-

lellen

des ungeschützten Teiles der deuffchen Schuld fei jetzt gesichert. Die Abkommen vom Haag bildeten den Abschluß eines europäischen Rechtsstreites. Weiterberatung morgen vormittag.

Vor Zttiammettiiößett iu tVavMau?

Marsch an, 28. März. Die polnische Lage in Polen ist am Freitag abend noch vollkommen un­geklärt. 3m Hinblick auf die für Samstag, 11 Uhr, anberaumte Sejmsihung herrscht in parla­mentarischen Kreisen größte Erregung. Der Frak­tionsvorstand des Regierungsblocks hat alle Mit­glieder des Sejms und Senats telegraphisch zu einer wichtigen Besprechung einberufen, die am Samstag schon in früher Morgenstunde stattfinden soll. Der sozialistischeKobotnir ruft die Arbeiter­massen in einem Extrablatt für Samstag vormittag zu erhöhter Alarmbereitschaft und zum Schuhe der Freiheit auf. Wenn nicht eine überraschende Men- dung kintrete, seien im Sejm schwere Zusammen­stöße zu erwarten. Extreme Blätter rechneten so­gar mit Tränengas und Massen.

forsch deshal genug war Mission des werden.

Komödienfpsels

und so mußte die De- Gesamtkabmetrs ausgesprochen

Tage den Führer der Zentrumsfraktion. Dr. Brüning, mit der Kabinettsbildung beauftragt und dabei den Wunsch zum Ausdruck gebracht, daß ihm angesichts der Schwierigkeit der par­lamentarischen Lage es nicht Meckmäßig er­scheine, die künftige Reichsregierung auf einer koalitionsmäßigen Bindung auszubauen. Dr. Brüning hat den Auftrag angenommen und seine Verhandlungen entsprechend dem Wunsche des Reichspräsidenten vom ersten Augenblick an auf ein bestimmtes Ziel eingestellt. Noch steht gurgeit, da diese Zeilen geschrieben wer­den, nicht fest, ob Brüning die Kabinettsbil­dung gelingen und wie die neue Regierung aussehèn wird. Aber das eine läßt sich schon erkennen, daß die neue Regierung eine bür­gerliche sein wird, also ohne Sozialdemokraten, und ,zwar eine Minderheitsregierung. Die

Ote heutige Stimme umfaßt