Nr. »2
Mttwoch den 26. März 1930
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~~- ♦ Turn- und Fechtklub. Daß im Jahr des Kreis- “T*'*1 Meskes besonders rege in den Turnvereinen ge Js feitet wird, will auch der obige Verein zeigen and zwar in einer Vorführung feiner Winter- •orbeii in der Stadthalle am Samstag, 5. April. Nè verschiedenen Abteilungen des Vereins werden mitarbeiten und eine Dar- (feiln ng eines vielseitigen Betriebes geben, Me man unter das Leitwart stellen kann: „Turnen für jedermann". BejolLers kunstvoll« Uebungen Immen nicht das Ziel des heutigen Turnens fein, „ bèrn Einfachheit, Zweckmäßigkeit, rationelle y arbeit bei Beschäftigung der Massen in sröh- ‘ sßchem Tun und Treiben. Es werden daher keine „ (7 besonders exakt eingeübten Bühnenbilder, nicht 3 I1’ tzftnmäßig aufgebautes Kunstturnen, sondern le= tenbige Querschnitte aus dem Wintvrübungsbetrieb eines modernen Turn- und Sportvereins eruheinen t u, wie sie jedermann, auch den Ungeübten, anregen tfmm sönnen mitzutun.
null * Schuhmacherei und Schuhindustrie in Hefsen- Ä! Nassau. Nach der letzten gewerblichen Betriebs-
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üi Mülng umfaßt die Schuhmacherei und Schuh- bs inbuftrie in Hessen-Nassau 8397 Niederlassungen & mit 18821 beschäftigten Personen. Rechnet man die ul kleineren Betriebe mit weniger als 11 beschäftige Ä len zur handwerksmäßigen Schuhmacherei unb èie größeren zur Schuhindustrie, so entfallen auf taz Schuhmacherhandwerk 8355 Niederlassungen all- mit 11355 Personen, auf die Schuhindustrie 42 etf ; Niederlassungen mit 7486 Beschäftigten. Bei dem
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roch tzchuhmachevhandwerk fällt besonders das starke uftroi heroortreten der Alleinbetriebe auf, welche vom list: der Gesamtzahl in Hessen-Nassau 5153 ausmachen.
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1 bis 3 Personen beschäftigen im ganzen noch 2131 Betriebe, 4 bis 5 Personen noch 287 Nieder-
toffungen und 6 bis 10 Personen 66 Nieder- iehw fafftittgen. Rund fünf Achtel aller Schuhbötriebe ^ werden demnach nur von einer einzigen Person
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Mit ohne fremde Hilfskräfte betrieben. Im Vergleich n L .......... - ..... ~' '
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zum Reichsdurchschitt weist das heimische Schuh- »«chechandwerk verhältnismäßig viel« Nieder- lassunge-n auf, denn während im Reich auf je 10000 Einwohner etwa 25 Betriebe der l-andwerks- mäßigen Schuhmacherei entfallen, sind es in Hessen-Nassau 35. Was die örtliche Verteilung der Schuhmacherei und Schuhindustrie anbelangt, so finden wir in Frankfurt allein 1996 Niederlassungen
mit 8432 Beschäftigten, in Kassel 369 mit 1096 Beschäftigten und in Wiesbaden 340 mit 517 Beschäftigten, sodaß in den drei Großstädten bereits ein Drittel aller Betriebe und weit über die Hälfte aller beschäftigten Personen anzutreffen sinh Wenn sich Frankfurt und Kassel durch besonders hohe Personenzisfern auszeichnen, so liegt dies daran, daß hier die Industrie zu Hause ist. Im Bezirk Kassel selbst zählte man 3831 Betriebe mit 6668 Beschäftigten, im Bezirk Wiesbaden 4566 mit 12223 Beschäftigten. Die Schuhmacherei und Schuh- mduskrft der gesamten Provinz gibt rund 30 000 Menschen, d. h. Berufstätigen und deren beruf- losen Angehörigen, Brot.
ÈMgfei * Warnung vor dem Medizinstudium. Der engere m« Reichsausschuß für Aerzte und Krankenkassen, die uM auf Grund des § 368a der Reichsversicherungsord- S'iilbete Zwangsarbeitsgemeinschaft zwischen ind Krankenkassen, welche alle Beziehungen ■ten Krankenkassen und den Aerzten regeln sâer..Sidung^ vanz 11. März, d. ^J. rfüUung des ärztlichen Berufes und den zum ärztlichen Studium beraten. Schon Tausende von Aerzten feit Jahren nicht npraxis zugelassen. Dreieinhalb Tausend rende haben 1929 das medizinische Stu-
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dimn begonnen. Der engere Reichsausschuß hat beschlossen, eindringlichst die jetzt zu den Universitäten übergehende Jugend zu warnen, das Studium der Medizin zu ergreifen, da nur ein jährlicher Höchstbedarf von 700—800 Aerzten vorliegt und wegen her schon jetzt vorhandenen Ueberfüllung des Berufes eine langjährige Sperrung der Zulassung Mr kassenärztlichen Tätigkeit die notwendige Folge sein muß.
* Fahrrad vertauscht. Am Montag abend gegen 5.30 Uhr wurde im Hauptbahnhak Hanau ein Fahrrad irrtümlich an einen jungen Mann mit Knickerbocker und Strickjacke ausgegeben. Da der Beamte haftbar ist, wird gebeten, das Fahrrad zurückzu- Mben und sein eigenes Rad in Empfang zu nehmen.
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Unser Gebiet liegt zurzeit noch mitten in einem Hochdruckdrücken, der sich von der Biscaya nach Nord- osten erstreckte. Trotzdem aber ist das Weiter bei Uns noch nicht absolut beständig, da die Ausläufer “er im Norden vorbeiziehenden Zyklone ihren Einstuß bis hierher erstrecken. Niederschläge sind aber wesentlichen nicht zu erwarten. — Vorhersage Mittwoch abend: Wolkig, zeitweise aufheiternb, wesentlichen trocken, mild, westliche Winde. — Mtterungsausfichten für Donnerstag: Wenig Aenderung.
Landkreis Kanan. vaievlSndtttbev Svauen-Vevekn vom «oien Äe tw
für den Landkreis Hanau. E. v.
Dem Jahresbericht des Vaterländischen Frauen- A^ein entnehmen wir folgendes: Der Verein Com Roten Kreuz für den Landkreis Hanau wurde
1. Juli 1914 gegründet. Aus Anlaß seines ^jährigen Bestehens hatte der Vorstand am September 1929 in den Räumen des Bürger- Kreins zu Hanau als Gedenkfeier eine schlichte Mstsitzung, an der zahlreiche Mitglieder teil- Mmen, "veranstaltet. Der Vorstand hatte hierbei
Ehre, die jetzige Vorsitzende des Bezirksoor- uemdes der Vaterländischen Frauen-Vereine vom "Wen Kreuz, Frau Generalarzt Krumrnach«r- stässel und Mitglieder des V. F. V. v. R. K. ^au-Stâ, welche der an sie ergangenen Ein (“bung erfreulicherweise gefolgt waren, durch mne Vorsitzende begrüßen zu dürfen.
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Das kommende GvoviesersnZZ
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Am 12. April findet der alljährliche immer wieder sensationelle Wettkampf zwischen den Ruder- mannschaften der Universitäten Oxford und Cambridge statt, dessen Vorbereitungen vor ganz England mit atemloser Spannung verfolgt werden. Unser Bild zeigt oben die Mannschaft von Oxford, unten die Mannschaft von Cambridge. Im Kreis die Steuerleute H. A. C. Bur- briügo, Oxford (links und R. E. Swartwout (Cambridge).
Der vom Schriftführer erstattete ausführliche Bericht erstreckte sich auf die Vereins-Gründung und Tättgkeit während der Kriegs- und Nachkriegszeit.
Die Frau Vorsitzende des Bezirksvorstandes überbrachte Grüße und Glückwünsche des Mupt- voxstandes Berlin und des Bezirksvorstandes Kassel zur erfolgreichen Tätigkeit in den verflossenen 15 Jahren, auch überreichte sie folgenden Mitgliedern die ihnen verliehenen Auszeichnungen mit " zugehörigen Besitzzeugnissen: Frau Kätchen Haschert-Frankfurt a. M.-Fechenheim, Frau Prinzessin Alfons von Isenburg, Schloß Langenselbold, Frau Anna MiMeimann-Langenselbold, Frau Dr. Max Schmidt-Frankfurt a. M.-Fechen- Heim, Vorsitzeiche, für treue Mitarbeit bas Er- mnerungskreuz des Vaterländischen Fvauen-Der-
Klasse des Ehrenzeichens Hues Deutschen Roten Kreuzes.
Der im Berichtsjahr in ferner Zusammensetzung unoerättberi gebliebene Vorstand hielt 7 Arbeitssitzungen ab. Die satzungsmäßige Jahresversammlung der Mstglieder "fand am 20. März statt. In dieser Versammlung wurde u. a. der Geschäfts- und Kask«»" r * entnommen und genehmigt. Die Vorsitzende hielt einen eingehenden Vortrag über ultraviolette Bestrahlungen mittelst der Höhensonne: auch wurde Nie Fortsetzung bezw. Neueinführung von Kinder-Solbade- firren beschlossen.
Der Mitgliederbestand betrug Ende 1929 803 gegen 744 im Vorjahr.
In allen größeren Ortsgruppen fanden regelmäßige — teils wöchentlich, teils in größeren Zwischenräumen — Zusammenkünfte statt: in Bischofsheim, Bruchköbel, Frankfurt a. M.- Fechenheim, Hochstadt, Langenselbold, Marköbel, Wachenbuchen und Windecken wurden außerdem Werbevorträgs mit Lichtbildern und Vorführung Vaterländischen Frauen-Dereins vom Roten Kreuz" veranstaltet.
Aus der Bereinstätigkeit ist besonders hervorzuheben:
Schul- und Kleinkinderfürsorge.
Die im Jahre 1928 erstmalig in Langenselbold ein- geführen Solbäder wurden "in wesentlich erweiter- dem Umfange fortgesetzt und in Großauheim, wo dem Verein "in entgegenkommender Weise von den Gemeindekörperschastvn die Gemeindebadeanstall an zwei Wochentagen unentgeltlich zur Verfügung gestellt wunde, neu eingeführt.
Es wurden von den Schulärzten 170 blutarme, sprofulöse und unterernährte Kinder ausgewählt und zur Kur zugelassen.
Verabfolgt wurden insgesamt 1932 Bäber (715 im Vorjahr) und zwar in Großauheim 648 und in Langenselbold 1248 Bäder. Die aufgewendeten Kosten betrugen 2372 Mark.
Um die Wohltaten der Solbäder auch Kindern des nordwestlichen Teils des Landkreises zu teil werden zu lassen, hat der Vorstand in feiner Sitzung am 9. Januar 1930 beschlossen, künftig auch in
Bruchköbel Bäder abzugeben, wo auch Kinder Mittel- und Waâz«nbuchen, Rotzdorf, Nieder- Oberissigheim, Rüdigheim, Marköbel, Ostheim Windecken berücksichtigt werden können.
Der Errichtung eines Kinderhorts
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in der aufstrebenden Gemeinde Bischofsheim wurde nähergetreton. Da es sich nur um Verwahrung von Kleinkindern in den Sonrmormonaten handelt, während bis Kindeseltern ihrer Beschäftigung nach-
leiden hatte, und obgleich zahlreiche Sammlungen verschiedenster Art in kürzeren Zwischenräumen ausgeführt wurden, erbrachte der Rotkreuztag 1929 dem VFV. doch ein befriedigendes Ergebnis mit 1421 Mark (1928: 1082, 1927 ; 842 und 1926: 496 Mark).
Wenn mich die Vorarbeiten für den letzten Rotkreuztag rechtzeitig und gut vorbereitet waren, läßt das günstige Sammelergebnis doch den Schluß zu, daß die von den Rotkreuzvere(nen freiwillig übernommenen sozialen Arbeiten mit zunehmendem Interesse verfolgt und erkannt werden.
Brüder in Not. Eine Sammlung zugunsten der aus der Sowjet-Union abwamdernden deutschen Bauern ist unter den Dereinsmitgliedern eingeleitet.
Jahresabschluß:
Die Rechnung für 1929 schließt in
Einnahme mit ...... 8053.78 Mk, Ausgabe mit ...... 4367.06 ,
Es verbleibt ein KassenbestaiÄ von 3686.72 Mk.
Bergen, Kreis Hanau, 25. März. Nachdem Frankfurt-Fechenheim, das bis Ende v. Js. zum Amtsgerichtsbezirk Bergen gehörte, zu Beginn dieses Jahres dem Amtsgerichtsbezirk Frankfurt an= gegliedert worden ist, sind die Geschäfte des Amtsgerichts hier derart zurückgegangen, daß die Justizverwaltung sich veranlaßt sieht, das Personal des -Amtsgerichtes hier zu verringern. Justizober- sekretär Ferger von hier wurde bereits vor mehreren Wochen an das Amtsgericht in Bieber, KrÄs G »Inhausen, ab geathmet. Nunmehr ist Justizinspektor Tapp von hier an das Amtsgeri-bt in Bad Orb versetzt worden. Für den oberen Justizdienst verbleibt beim Amtsgericht nur noch Herr Rechnungsrat Eckhardt.
in Frage. Es wurden die auf been früheren Exerzierplatz Griesheim bei Darmstadt zum Verkauf flehenden heizbaren Holzbaracken besichtigt und Kostenanschläge über diese, deren Abbruch, Transport und Wiederaufslellung, sowie über die Herstellung einer neuen Baracke, eingeforbert. Die endgültige Beschlußfassung muhte ausgesetzt bleiben, bis die Erstehungskosten der Griesheimer Baracken
feststehLN.
Säugtingsfürforge
Neben Beschaffung von Säuglingswäsche verschiedener Art wurde von den Mitgliedern der Ortsgruppe Bischofsheim aus alter vom Kreiswohl- fahrtsamt Jhantau gelieferten MAitärwäfche verwendbare Säuglingswäsche hergestellt. In dankenswerter Weise stellte sich Herr Dr, med. Gerhard Schneider in Langenselbold der dortigen Orts- aruvve â Verrüauna und dielt einen Zyklus, von
Kleinkinder.
Krankenpflege und Samariferbienft
Krankenkost wurde in allen Ortsgruppen in zahlreichen Fällen — in Fechenheim allein während einer 14tägigen Grippeepidemie im Februar an 8 Familien — besonders an ältere weibliche und alleinstehende Personen verabfolgt.
Krankenpflege wurde hauptsächlich durch Nach- barichrlfe im denjenigen Orten geübt, in denen Krankenpfiegestationen noch nicht" bestehen. Zur Erlangung von Fahrpreisermäßigungen beim Transport von Kranken auf der Eisenbahn, zwecks Ueberführung in Krankenhäuser, wurden 28 Ausweise für Begleitpersonen ausgefertigt.
Die Eimichtimg von Schwesternstationen wurde erneut in Anregung gebracht; es steht zu erwarten, daß eine solche in absehbarer Zeit in Wachenbuchen eingerichtet wird.
Tuberkulosefürsorge. Bei einer von der Ortsgruppe und Sanitätskolonne Fechenheim gemeinsam getroffenen Veranstaltung hielt Herr Medizinalrat Dr. OxeniusFrankfurt â. M. einen Vortrag über Tuberkulosebekämpfung.
Höhensonne. Die im Vorbericht bereits erwähnte Höhensonne wurde im alten Schulhaus zu Bischofsheim nach Einziehung einer Trennwand aufgestellt und bis Ende Dezemoer in 125 Fällen in Anspruch genommen.
Naturaluirtersiützungen. Neben neuen und teils abgetragenen, aber noch gut erhaltenen Bekleidungsstücken wurden gelegentlich des Weih- nachtèfestes an kranke, erwerbsunfähige und er- werbsbeschränkte Personen, auch an Kinder, 133 Pakete im Gesamtwert von 600 Mark verabfolgt und zwar in Bischofsheim 13, Bruchköbel 4, Fechen- 35, Großauheim 15, Hochstadt 2, Langenselbold 60 und Marköbel 4 Pakete. Außerdem wurden für einen Lehrlingsanzug und ein Paar Stiefel 30 Mark verausgabt.
Konfirmanden-Ausstattung. Zur Beschaffung von Konfirmandenkleidern erhielten 6 Mädchen Beihilfen von insgesamt 90 Mark.
Ehrung von Hebammen und Hausangestellten
Der Bezirkshebamme Elisabeth Sauermann in Langenselbold wurde aus Anlaß ihres 40jährigen Dienstjubiläums am 20. Dezember Diplom und Brosche mit der Zahl 40 überreicht.
9 Hausangestellte, welche länger als 5 Jahre ununterbrochen in einem Haushalt tätig waren, erhielten gleichfalls Diplom und Brosche.
Unfallversicherung. Der VFV. war hinsichtlich der Gefahren, denen die Nothelferinnn bei Ausübung ihrer Dienstverrichtungen ausgesetzt waren, gegen Unfälle beim Versicherungs-Verein des Deutschen Roten Kreuzes versichert.
Rotkreuztag. Trotz der sehr ungünstigen wirt-
geben, kommt nur eine Baracke einfachster Art. die schaftlichen Verhältnisse, unter denen wohl die Landlediglich Schutz gegen WitterungsunbiDen bietet, bevölkerung im abgelaufenen Jahre besonders zu
Mißfarbene Zähne
fiteil Gelnhausen.
Tagung des Geli.häusex Kreiskriegervecbandes
)( Gelnhausen, 25. März. Der Kreiskriegerverband hielt am Sonntag in Wächtersbach eine Delegiertenversammlung ab. Nach Erledigung des geschäftlichen Teils wurde das diesjährige Jugendtreffen auf dem Weiherhof bei Birftein sowie das Kreiskriederverbandsfest in Birftein besprochen. Zu letzterem hat der Fürst Menburg-Büdingen zu Bir- stein das Protektorat übernommen. Don Generälen der alten Armee werden teilnehmen Generalfeldmarschall von Mackensen sowie die Generäle von Hülsen und Quentin.
Vermißt
)( Gelnhausen, 25. März Vermißt wird seit einigen Tagen ein hiesiger Arbeiter, der nachdem er bei einer Schlägerei verletzt worden war, zuhause äußerste, dieses Leben nicht weiter mitmachen zu wollen. Unter Zurücklassung von Uhr und Geldbörse hat er in der Nacht seine Wohnung unbe- mertt verlassen, so daß man annehmen muß, daß der seit % Jahr verheiratete junge Mann sich ein Leid angetan hat.
)( Neuenhaßlau, 25. März. Da sich bei dem ersten Delegiertentag für das Wertungsfingen des Gesangvereins „Fröhlichkeit nicht genügend Vereine gemeldet hatten, hatte der Verein am vergangenen Sonntag einen zweiten Delegierkentag im Saale „Zur Eisenbahn" anberaumt. Nunmehr haben zehn Vereine ihre Beteiligung zugesagt/ so daß das Wertungsfingen in Berbindung mit dem 10jährigen Vereinsjubiläum am 14, 15. und 16' Juni statt- findet.
Das Strafregister der Vokzifteamörder.
3a drei Wochen 21 Straftaten ausgeführt.
: Hoyer und Schüll« haben bei den polizeilichen Vernehmungen zugegeben, außer dem Mord an dem Polizeioberwachrmeister Kern noch weitere 20 Stas taten teils allein, teils gemeinschaftlich begangen zu haben. Sie haben verübt: einen Raub- überfall auf die Stationskaffe in Otzhawen bei Trier, einen Raub versuch bei der Vorschußkasse in Schwanheim, drei Kircheneinbrüche, davon zwei in Flörsheim a. M. und einen in' Glashütten L T„ einen Einbruch in ein Wasterhäuschen und einen weiteren Einbruch in eine Gartenhütte in Flörsheim, fünf Geleg«nh«itsdtsbstähle in Herborn und in der Nähe von Siegen, sieben Fahrraddiebstähle in Frankfurt a. M., Gonzenheim, Schwanheim und Herborn und einen Motorraddiebstahl in Wiesbaden. Sie bisher eingestandenen Straftaten haben Hoyer und Schulle im Lauft von etwa drei Wochen, und zwar vor und nach der Mordtat ausgeführt.
Acht. Monate Gefängnis und 634 515 Mk. Geld, strafe.
: Das hiesige Schöllengericht verhängte über drei Angeklagte wegen Schwarzbrennerei im gan- zen acht Monate Gefängnis und 634 516 Mk. Geldstrafe. Der eine Angeklagte erhielt sechs Monate Gefängnis, 182 015 Mk. Geldstrafe und 53 683 Mk. Wertersatz. Der zweite und dritte Angeklagte erhielten je vier Wochen Gefängnis und Geldstrafen in Höhe von 131 962 plus 36 865 Mk. resp. 177 732 und 52 255 Mk.
Mäusediebstähle in einem wissenschaftlichen Institut
: Mit einem ungewöhnlichen Tatbestand befaßte sich das Große Schöffengericht in einer Sitzung gegen den Laboranten Ludwig Junk und . den Tierhändier Veith aus Mörfelden. Der Laborant war im Frankfurter Institut für experimentelle Therapie angsstellt. Siefes Institut bedarf alljährlich einer großen Anzahl von Versuchstieren und bekam von Dem Handler in Mörfelden aller hand Tiere, darunter auch große Quantitäten weißer Mäuse geliefert Der Händler verkaufte die Tiere zu guten Preisen. Man verfiel nun auf den Gedanken, die weißen Mäuse zum Teil wieder einen Rückmarsch antreten zu lassen, und zwar ent*
entstellen das schönste Antlitz. Uebler Mundgeruch wirkt abstoßend. Beide Schönheitsfehler werden gründlich beseitigt oft schon durdi einmaliges Putzen mit der herrlich erfrischend schmeckenden Chlorodont-Zahnpaste. Die Zähne erhalten darnach einen
iirb |^^^^mran^^^m^»HRgMraBB^HH^mKa wundervollen Elfenbeinglanz, auch an den Seitenflächen, besonders bei gleichzeitiger 5 ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^"^^^^^^^^^^^^^^ Benutzung der dafür eigens konstruierten Chlorodont-ZahnbOrste mitgezahntem Borsten-
schnitt Faulende Speisereste in den Zahnzwisdienräumen als Ursache des üblen Mundgeruchs werden gründlich damit beseitigt. — Chlorodont: Zahnpaste, Mundwasser, Zahnbürsten Einheitspreis 1 Mark bei höchster Qualität — Man verlange nur echt Chlorodont in blau-weiß-grüner Originalpackung und weise jeden Ersatz dafür zurück.