0146 t^iw Nilii^ Aw- <&mw Frühling im plchsalou!
Dem Heer« der SchSpf««g steM man jede» Fahr vier bis fS«f neue Hutforme« vor, «nS VegMckt man mit einer solchen Fülle von neuen Modelle«, daß bie Wahl schwer wird. Diese 2 arson beschert »nS «eben kleine« Sappe« und ToqueS wieder mittelgroße «locken «nv große, malerisch geschwungene Hüte für Hochsommer- kleider. Zum Übergang wiN glllnzend gelacktes Panamageflecht daS Rennen machen. Aber tat Krenol, Zellophan«, in tweedartig gemusterten Borten, ans Stroh und Wolle gemistet, naht schon bio Konkurrenz. Borten, Stoff vom Meter und Stumpen harre« der Berarveitung, auch durchsichtige RoßhaarNtzen »nd vnrchSrvche«« Strohdorte«, die wie Spitze wirken. Die Gar«iture« bestehen meist au» breite« Bänder«, doch BlütentuffS und Federsanlasiegestecke sind anch schon p» sehen. Die Hüte werde« zwar «och aus der Stirn gesetzt, aber immer daS Haar seitlich weich hervorgezogen. Bon Übertreibungen hält man sich ängstlich fern!
Der FrühjahrShnt ist schSn, damenhaft und Neids am!
^^ des EâgS
Don Anna Maria Cornberg
Wie ungleich find doch die Menschen, wenn mit sie in Gesellschaft, in Seftftimmung sehen und wenn mir sie dann einmal im Alltag, bei ihrer täglichen Arbeit beobachten können. Äußerlich wie innerlich scheinen sie verwandelt — mit Geselljchaftstoilette ist auch die liebenswürdige gehobene Stimmung verflogen, und gleichgültig und mißgelaunt steht man sie bei der Arbeit des Alltags.
Da ist die junge Frau, die gestern abend auf dem Ball so bezaubernd aussah, die auch stets, wenn sie ausgeht, allenthalben wohlgefällige Blicke auf sich zieht. Aber im Hause! Welch Unterschied! Bis gegen Mittag steht man sie im Morgenrock. „An den Füßen milde Schuhe", sagt Wilhelm Busch, und eben diese „milden Schuhe" sind die Wonne so vieler Frauen. Sie können sich nicht davon trennen, und sobald sie zu Hause sind, bei der Arbeit oder beim Ruhestündchen, ständig tragen sie die so wenig dekorativen Jamelhaarschuhe. Abgesehen davon, daß diese warmen Filzschuhe für ältere Menschen reserviert bleiben sollten oder daß wir sie anziehen wollen, wenn wir einmal erfroren und durchnäßt heimkornmen, tft es durchaus ungesund, denn größten Teil des Tages oder auch nur mehrere Stunben in Filzschuhen einherzugehen Zur Hausarbeit gehört ein guter, fester lederner Halbschuh, der dem Fuß eine Stütze bietet, sonst stellen sich bald geschwollen« Füße und Veinleiden «Her Art ein.
Es ist traurig, daß die wenigsten Frauen darauf echten, auch während der Arbeit ein wenig nett «ULzusehen. Ein gut sitzendes Kleid hebt das Selbstbewußtsein und gibt uns Freud« an uns selbst. Dies gilt jedoch nicht nur für Gesellschaftszwecke. Wir sollen nicht allein für fremde Menschen gut aus- sehen, sondern auch für uns selbst. Oft es durchaus notwendig, im Hause in schlechtsitzenden, fleckigen Kleidern, mit einer häßlichen, unkleidsamen Wirt- shastsschürze herumzulaufen? Wir können die gleichen Arbeiten tun in einem praktischen, aber zugleich flotten Hauskleils, mir können Schürzen tragen, die nur hübschen, modernen Stoffen gearbeitet sind und oie unseren Gesamteindruck höben, anstatt ihn zu beeinträchtigen. . .
Gerade in heutiger Zeit, da es nur ein kleiner Teil unserer Hausfrauen sich noch leisten kann, Per- sonol zu halten, da die meisten fast alles allein wachen müssen und sich nur stundenweise eine Hilfe nehmen können, sollte 'iede Frau umso mehr darauf bedacht sein, vom frühen Morgen an „angczogen âu fein, und zwar so angczogen, daß sie jederzeit wich irgendwelche Besucher empfangen kann. Wie unangenehm wirkt es wenn plötzlich ein Besuch kommt die Hausfrau öffnet und dann einen wenig ersreuvichen Anblick bietet. „Ach, entschuldigen Sie wich einen Augenblick" stottert sie. „Bitte, sehen vie mich bloß nicht an, ich bin gerade bei der Wirtschaft . . . einen Moment, ja Ich bin sofort wieder da!" Md sie entschwindet, um sich erst einmal in Hetzjagd umzuziehen und dann nach mehr oder weniger langer Zeit sich ihrem Besuch widmen zu können, der inzwischen wohl schon ungeduldig wurde!
solche Unannehmlichkeiten fallen fort, wenn wir vom frühen Morgen an so aussehen, daß wir »ns jedem zeigen können.
Hierbei darf auch nicht vergessen werden, daß t» imrchâus nicht unwesentlich ist, welchen Sinbrun
unser Herr und Gebieter, der teure Gatt«, des morgens mitnimmt, wenn er seinem Berufe nachgeht. Hat er noch vor einer halben Stunde am Frühstückstisch feine Frau gesehen, in schlecht sitzendem Mor- genrock, mit unfrisiertem Haar und den bewußten „milden Schuhen", so wird er unwillkürlich Bergleiche ziehen, wenn er sein Büro betritt und dort seine angestellten Damen, Buchhalterinnen, Stenotypistinnen usw. bereits tadellos an gezogen und frisiert vorfindet. Derartige Vergleiche sind nicht immer vorteilhaft und keine kluge Frau wird ihrem Manne dazu Veranlassung geben. Im Gegenteil, der Anblick der Frau soll schon am Frühstückstisch so reizvoll sein, daß der Gatte diesen Eindruck mit hinaus nimmt in den Arbeitstag und daß es ihm abends eine Freude ist, heinizukehren zu seiner Frau.
Man soll bitte nicht dagegen einwenden, daß es zu kostspielig fei, auch im Hause bei der Arbeit noch Wert auf gute Kleidung zu legen. Es läßt sich heute mit wenigen Mitteln ein praktisches, dauerhaftes und doch zugleich modernes Kleid herstellen — wer geschickt ist, wird mit wenig Mühe selbst sins schneidern. Es eignen sich hierzu am besten waschbare, indanthren gefärbte Stoffe. Sie Methode, für die Hausarbeit ein speziell für diesen Zweck angefertilg- tes, nettes Kleid zu tragen ist entschieden mehr zu empfehlen als das „Hintragen" ausrangierter Seidenkleider und dergleichen.
Auch auf die Frisur im Hause sollte die moderne Hausfrau mehr Wert legen. Der Bubikopf ist ja so leicht frisiert, gewiß. Aber umso mehr bedarf er der Pflege. Wenn wir also staubige Arbeit zu leisten haben, so werden wir uns zweckmäßig ein Tuch um den Kopf binden, eiine Kleinigkeit, diè aus reiner Bequemlichkeit so oft unterlassen wird Später wundert sich dann so manche Frau, daß ihr Haar, das sie doch eben erst gewaschen hatte, in kurzer Zeit wieder so unansehnlich geworden ist.
Wenn die Frau des Hauses es sich zur Pflicht macht, auch im Hause auf ihre äußere Erscheinung zu achten, so wird dies nicht mir ihr eigenes Schönheitsgefühl und Wohlbefinden günstig beeinflussen, sondern sie wird auch auf die übrigen Familienmitglieder. nicht zuletzt auf ihren Mann, vorbildlich wirken. Daß den Kindern Sorgfalt in der persönlichen Erscheinung anerzogen wird, sollte selbstverständlich sein. Anders ist es schon mit dem teuren Ehemann . . . Sieht er daheim feine Frau berangiert heriimlaiifen, so werden zwei Möglichkeiten die Folge fein: Entweder es stößt ihn ab und er verbringt feine freie Zeit mit besser aussehenden Frauen — oder er gewöhnt sich daran und folgt ihrem „guten" Beispiel. Er wird dann zu Hause nur noch ohne Kragen, in Hemdsärmeln und Pantoffeln zu sehen sein. Möchten Sie, daß Ihre Familie daheim ebenso aussieht?
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Sobald das erste frühlingsähnliche Lüftchen weht, tauchen allenthalben Kinderwagen auf. Cs sind die Winterkinder, die jetzt ihre ersten Ausflüge unternehmen und die von Mama ober dem Rim b'Tiräulein geschoben sich hinauswagen ins Freie. Meistenteils find sie garnicht zu sehen diese kleinsten Erdenbürger, weil sie unter einem dicken Federbett verborgen sind und weil das hochgestellte Verdeck jeden Einblick zu dem winzigen Etwas versperrt.
3a, der Kinderwagen! Welche Freude ist das, wenn er erstanden wird, wenn er, neu und glänzend, zum ersten Male die kleine Last aufnimmt und mit ihr hinausrollt in die Sonne. Nun denken die meisten jungen Mütter, sie hätten genug getan, wenn sie ihr Kind in dem Wagen gut gebettet und zugedeckt haben, dies allein müsse genügen, um dem Kinde im Freien auch das notwendige Wohlbehagen zu verschaffen. Uebersehen wird dabei nur allzu oft, daß der Temperaturunterschied zwischen dem Raum in dem das Kleinkind bisher sein Leben verbrachte, und der meist noch recht frischen Früh- lingslust für das Baby verhängnisvoll werden und ihm eine Erkältung, die in den ersten Lebensmonaten gefährlich ist, eintragen kann. Wir tun also gut daran, den Kindtwwagen zu „Heizen" d. h. wir legen zu beiden Seiten des Kindes in den Wagen je eine Flasche mit warmem Wasser,, genau so, wie mir an kalten Tagen auch daheim in das Bettchen Wärmflaschen gelegt haben. Selbst wenn unser > Baby unter dem Verdeck und unter seinem Feder- I bettchen gut geborgen ist, müssen wir es schützen I gegen eigenen Wärmeverlust und dieser kann nur allzuleicht eintreten, besonders, wenn es sich um einen kleineren Wagen handelt, in dessen Tiefe und an dessen Seiten nur wenig Platz ist für Federbetten. Die Betten des Kinderwagens sollten unter allen Umständen nur für den Wagen und nur für Ausfahrten bleiben, damit sie, während das Kind für den übrigen Teil des Tages in feinem Bettchen liegt, gründlich auslüften können.
So außerordentlich wichtig es ist, das Kleinkind täglich regelmäßig an die frische Luft zu bringen, so wird doch gerade in diesem Punkt von jungen Müttern, die noch keine Erfahrung haben, viel gesündigt. Sie glauben nach dem alten Ratschlag handeln zu müssen: „Viel hilft viel" und fahren ihr Kind bei Wind und Wetter spazieren bzw. lassen den Wagen bis in die Abendstunden hinein im Freien stehen. Das ist selbstverständlich vollkommen verkehrt. Das Kleinkind soll, besonders in der ersten Zeit feiner Ausfahrten, nur bei sehr schönem warmem Wetter an die Luft gebracht werden. Erst allmählich muß es an die Luft gewöhnt werden, und Darum sollen auch die ersten Ausflüge nur kurz be- mesfen sein, damit sich der kleine Organismus umstellen kann. 3m Sommer brauchen wir nicht ganz besorgt zu sein, wenn ein Säugling ins Freie gebracht wird, aber, gerade in der Uebergangszeit ist äußerste Vorsicht geboten. Frau Agnes.
tküEenkvsunde des SauSfvau
Die Zwtöbel gehört zu den vi-elgöschmähten, oft verkamrte.n und Dabei doch treuestem und wertvollsten Küchönsrenndon der Hausfoa«. 6« ist namentlich im rohen Zustande sehr vitaminreich, und wenn wir z. B. eine mit Butter gestrichen« Roggenbrot-schnitt« mit feingehackten Zwiebeln be- ftreuen, so haben wir damit gerade in der an Frischgemüsen armen Zett ein sehr wertvolles, schmackhaftes und gleichzeitig wohlfeiles Gericht geschaffen. Vielen Menschen ist nun allerdings der Zwiebelgeruch lästig, und sie ziehen Die Zwiebel im gekochten oder' gebratenen Zustande vor. Da die Zwiebel nur kurze Zeit braucht, um gar zu werden, so gehen auch bei dem Koch- bzw. Brat- prazeh ihre wichtig« Pestandtei!« ae Vitamine«
mir z. T. verloren und hierauf ist ihr« große De- kömmlichkett zurückzuführen. 3m rohen Zustande genossen wirkt die Zwiebel übrigens darmdesrn-fi- zierend und ist deshalb ein wertvolles Hausmittel bei Magen- und Darmstörungen; auch für Lungenkranke ist sie sehr wertvoll. Weniger bekannt ist vielleicht Die Tatsache, daß Ziewbelsaft mit Zucker ein vorzügliches Mittel gegen hartnäckigen Husten ist. Man schneidet sie in feine Scheiben, ordnet sie schichtweise mit Zucker (am besten Kandis) in einem festverschlossen-en Gefäß (Schraubgläschen) und läßt das Ganze mindestens 12 Stunden ziehen. Den sich bildenden Saft nimmt man eßlöffelweise alle zwei Stunden. Kinder nehmen ihn sehr gerne; für Erwachsene, bie den Zwiebelgeruch bzw. Geschmack nicht vertragen, kocht man den Soft kurz auf. — Einer unserer wertvollsten winterlichen Vitamin- träger ist ferner die Mohrrübe. Auf den Rohkostplatten der neuzeitlich eingestellten Hausftau darf sie deshalb keineswegs fehlen. Sehr angenehm schmeckt sie roh gerieben, mit etwas süßer Sahne vermischt. Doch kann man sie auch im gekochten Zustande in vitaminreicher Herrichtung bieten, indem man dem fertiggefod>ren Gericht bis zu % roh geriebener Mohrrüben beifügt. Die Speise erhält dadurch ein besonders schönes Aroma und Aussehen. Kinder essen Mohrrüben gerne roh gerieben mit etwas Honig vermischt, auch für Blutarme und Bleichsüchtige fest dieses Rohkoftkompott sehr bekömmlich.
GesundheiMches von Apfel und Zitrone.
Der Apfel wird wegen feines erfrischenden Geschmacks und wegen seines Genußwertes geschätzt. Bei ihm vereinigen sich Geschmacks- und Geruchstoffe, Zucker und Säuren in glücklichster Weise und verleihen ihm eine appetitanregend«, Die Absonderung und Die Verdauung fördernde Wirkung. Die verhältnismäßig große Stenge von Apfelfäure und Zitronensäure verleiten ihm außerdem noch eine disinfizierende Eigenschaft, die sowohl in der Mundhöhle als auch im Gesamtverdauungskanal zur vollen Entfaltung kommt. Infolge seiner guten Haltbarkeit ist der Apfel unter allen Obstsorten besonders geeignet, m der Rohkost, Kranken- und Kinderdiät eine hervorragende Rolle zu fpielem Einzeln« Mahlzeiten können durch Aepfel ersetzt, auch ein wöchentlicher AphGag in Die Diät der Fettleibigen eingeschaltet und damit wirkungsvoll die Entfettungskur unterstützt werden. An Stelle der Hungerkuren sann der Ävfel roh und unlzeflißt in unbeschränktem Maße genoffen werden: er sättigt, ohn« durch fernen geringen Kaloriengehalt in die Wagschal« zu fallen. Infolge fernes Zell-ffotegebal- tes wirkt er der bei Mehl-, Milch-, Mer- und Fleischs parsen leicht einsetzenden Darmträgheit entgegen.
Heißer Zitronentaft toMt schwertztoeibeab: bei Fred ar ist Zittoneniaft als Limonade willkommen; bei Herz- und Löbenleiden ist Zitronensaft mit etwas Salz am vorzügliches Mittel. Auch als Ab- fiV'rmittcl ist Die Zitrone verwendbar, und -war wird der Zftronenstflt mit süßem Rahm gelchlaoan; bevor man eine Tasse schwarzen Tee trintt, wird der Saft eingenommen; auch gegen Appetitlasig- feit ist Zitronensaft, schluckweise genommen, ein autes Mittel. Bei .zahlreichen Krankheitszuständan ist die Zitrone durch ihren hohen Gehalt an Vitaminen und Frachtsatz« ein vortreffliche? '* mittet