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Samstag. See 22. März 1830

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Scheffel, Karl Langenbach und Fritz Grund. Haupt- kloftet sind nach der Anklage Rendant Hartmann, [ett über 35 Jahren bei der Kreissparkaff« tätig, linb der als Gegenbuchführer tätig gewesene Menangestellte Kroh. Nach den Ausführungen des Verhandlungsleiters soll bei der Revision, tot $ die man den Unregelmäßigkeiten auf die Spur gekommen ist eine Luderwirtschaft in der Geschäfts, und Kassenführung der Kreissparkasse S 'errscht haben. Es ergab sich bei Behandlung des les der Kreditgewährung an den Kreisinspektor Metten aus Berleburg, daß diesem für den Bau eines Hauses ohne genügende Sicherheit und ohne die erforderlichen Weisungen des Kassenvorstandes, lediglich auf die Empfehlung des inzwischen ver­storbenen Landrats Kretschmar, ein Kredit ernge- . Mini worden ist, der nach und mich bis auf 31000 M anwuchs. Als eine Revision in Aussicht stand, tourt» durch Umbuchung aus einem anderen Konto jèe Sache verschleiert. Als Sicherheit für diese Kre- ditgAvährung spielte die Aussicht aus eine Erbschaft des Schuldners die einzige Rolle. Di« von ben An­gestellten der Kreissparkass« vorgenommenen lleberziehungen eigener Konten wurden wenn eine Revision bevorstorch, ebenfalls durch Umbuchungs- Manipulationen verschleiert. Bereits im Jahre 1927 betrugen die von ben Angestellten der Spar- lusse vorgenommenen Kontenüberziehungen, für die Deckungen nicht vorhanden waren, über 20 000 Ä Nach den Aussagen der unter Anklage ste- S Angestellten soll Rendant Hartmann di« feder zu allen Verfehlungen gewesen sein. Zu der Verhandlung, die mehrere Tage in Anspruch nehmen wird, sind 18 Zeugen und zwei Sachver­ständige geladen. Fünf Rechtsanwälte verteidigen die einzelnen Angeklagten.

Verurteilung ungetreuer Sparkasfenbeamker.

Breslau, 20. März. Das Erweitert« Schöffen­gericht fällte heute nach IStägiger Verhandlung das Urteil gegen neun Beamte und Angestellte der städtischen Sparkaffe, die beschuldigt wurden, fort­gesetzt im Jahre 1924 Gelder der Stadt Breslau, di« sie in amtlicher Eigenschaft empfangen und in Gewahrsam hatten, sich rechtswidrig angeeignet zu haben und sich des Betruges, schwerer Amtsunter­schlagung und der Untreue schuldig gemacht zu haben. Der Sparkassensekretär Gründel erhielt sie­ben Monate Gefängnis, der Sparkassensekretär Tannhäuser sechs Monat« Gefängnis, die übrigen Angeklagten Geldstrafen bis zu 140 RM bzw. Ge- sängnis bis drei Monate.

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Fußball.

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Die modernste Straßen reinigungsmaschin« Bertins, die den Schutz nicht erst bei Seite kehrt, sondern gleich in ihren riesigen Behälter eins äugt

Vom VottGrwtsMtts

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Hanau 93 Reserve 1. 5. C. Mlkelbucheu.

Der üiesjähriige A-Klassen-Msifler der Gaues Hanau, der 1. F. C. Wlttebbuchen, der rruimrehr wird morgen auf dem Sport-

st^ jur Kreisliga zählt, wird morgen auf dem «Spart« e® Ätz an der Aschaffenburger Straße gegen eine och verstärkte Reserve-Mannschaft von Hanau 93 sein Können unter Beweis stellen. Der Kampf wird

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lnrHller Voraussicht nach sehr spannend und interessant werden, da Mitdelbuchen seine stärkste Elf auf«

Ilt hat und in der Reserve von Hanau 93 ist« ausprobiert werben, die demnächst zu Liga- éHgn. U. a. wird erstmalig wie- ______ des 1. H. F. C. 93 der über bk hinaus besannt gewesen«, erfolg - 8 Außenstürmer Hermann KrSbs starten. Das iel selbst findet bereits um 10 Uhr vormittags

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Auf obige morgen nachm. 3% Uhr an der Frei­terichtstraße stattfindende Begegung sei nochmals IS Mingewiesen. Die Gästemannschaft sollte in der Lage inte ein, den Mittelmainkreismeister zur Hergabe seines

>en. Wanzen Könnens zu zwingen, zumal die Farb- tiibter durch Neueinsteilungen ihr spielerisches Kön- >en um ein ganz beträchtliches zu verbessern ver-

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iem mochten. Höchst war bekanntlich die einzige Mann- ügi «Haft im Westmainkreis, die gegen dem ungeschla-

iegt lenen Meister Sportfreunde Frankfurt zweimal unentschieden spielen konnte. Für unseren Mittel- Mainkreismeister stellt das morgige Treffen zwei- ellos nochmals eine starke Belastungsprobe vor «n Aufstiegspielen dar. Vor dem Hauptspiele tref- en sich um 2 Uhr die Reserven beider Vereine. Vormittags 10 Uhr spielt ebenfalls an der Frei- «erichtstraße die 3. Mannschaft des Meisters gegen die zweite Klein-Krotzenburgs.

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. Hockey ,

« Han. Tennis- u. Hockeykl. 1 Turn- u. Fechlkl. 1

Von allen hier zum Austrag gekommenen Hockey-Spielen hat bis jetzt immer noch die Be­segnung der beiden Mannschaften das größt« Inter- Ik erregt. Am komenenden Sonntag hat nun der Hanauer Hockeysport wieder sein Lokaltreffon, dessen Ausgang diesmal völlig offen ist. TFC. ist aus den Men Spielen als knapper, aber verdienter Sieger hsrvorgegangen. Dagegen hat die stark verjüngte Mannschaft des 1. H. T. u. HC. erstaunliche Fort- Mitte gemacht und in dieser Saison beachtliche ^rsvlge erzielt. Das Spiel findet auf dem Stöbt. Sportplatz in Wilhemsbad statt und beginnt um

Uhr nachmittags.

Ringen

Fichte Hanau Arb.-SpV. Seeheim

. Heute abend 8 Uhr findet in derSporthalle" "y'fler Kampf statt. Die Seeheimer Mannschaft Mt zu den besten des 14. Kreises im Arb.-Athl.- ^nb und hat ihre stärkste Aufstellung angemeldet. Mi di« hiesige Mannschaft ist gut vorbereitet, so spannende Kämpfe zu erwarten sind.

Es ist höchste Zeit, daß weiteste Kreise in Deutschland einen klaren Begriff vom Bolschewis­mus bekommen. Diesen können uns zwei jüngst im Eckartverlag, Berlm-Steglitz, erschienene Schrif­ten von Leopold Pohl vermitteln. Eine ist als Broschüre erschienen unter dem Tittel:Die Ver­nichtung Gottes" die andere als Buch mit dem Tittel:Das Not buch der russischen Christenheit", 0.80 RM und 5.50 RM.

Beide Schriften sind aus genauer Kenntnis des Bolschewismus in seinem Ursprung, Wesen und seinen Auswirkungen auf allen Lebensgebieten ge­schrieben.Der Bolschewismus ist keine poli­tische Erscheinung, sondern er erfaßt all« Lebensgebiete und gestaltet sie um. Das gesamte staatliche, private, gesellschaftliche, öffentliche, künstlerische, wissenschaftliche usw. Leben wird um­gestaltet, auf neue Grundlagen gestellt und voll- konnnen neu aufgebaut".

In knapper, gemeinverstäMicher und doch um­fassender Weise werden wir mit der Idee, dem treibenden und beherrschenden Grundgedanken des âMÈms, vetanns, Mmachs- ...Mr ^ bekommen aber auch Augen für die geheimen Zusammenhänge des Bolschewismus mit der geistigen Entwick- lung des Abendlandes und lernen ihn deutlich sehen als eine notwendige Folgeerscheinung abend­ländischer Aufgeklärtheit, des Materialismus, der Säkularisation, der Rationalisierung usw. Er ist die folgerichtige Durchführung einer Idee, zu der sich die Männer, die diese Nee erkannt haben, oder besser gesagt, die von dieser Nee besessen sind, ver­pflichtet wissen.

Pohl schreibt:Der Bolschewismus bleibt uns unverständlich, wenn man nicht die treibende Idee des ganzen kennt. Diese Männer sind Nealisten nicht im sittlichen Sinne des Wortes, sondern im seinem philosophischen Sinn, der sich freilich nicht nur hier auch sittlich auswirkt. Sie stehen im Dienste einer Idee, ja sie sind wahrhaft besessen von dieser Nee. Diese Nee ist di« Beglückung der Menschheit, ist die Aufrichtung des Paradieses, ist der konsequent durchgeführte Kommunismus.

Ungeeignet für diese ideale Gleichmacherei ist aber der Mensch so, wie er wirklich ist. Zuerst muß also der Mensch zu einem kommunistischen Wesen gemacht werden; alles Ungleiche, alles Unter­scheidende muß verschwinden. Der Mensch muß zum Herdentier gemacht werden, oder wie man in Rußland sagt: es muß der kollektive Mensch er­zeugt werden, aus deutsch: der Maffenmensch.

So ist der Bolschewismus nicht nur ein Feind der bürgerlichen Gesellschaftsordnung was läge schon an ihr, wenn man sie durch eine bessere er­setzen könnte. Er ist ein von seiner Nee besessener Feind jeglicher Wirklichkeit. Denn die Unterschiede Mann und Weib, Eltern und Kinder sind organische Wirklichkeiten; der Bolschewismus ist ein in seine Idee verrannter Feind alles Or- ganischen, alles natürlich Wachsenden. Er hat den neuen Gott, die Maschine erfunden; er ist Organi­sation, Mechanismus . . .

Die Anbetung des neuen Gottes, der Organi­sation, des Mechanismus geht so weit, daß sich ein Mann wie Pokrowski, der große Historiker Ruß­lands, in seiner Gedenkrede über Lenin folgenden Satz erlauben darf der uns wie ein schlechter Witz anmutet, der aber ernst gemeint ist:

Wir Marxisten sehen in der Persönlichkeit nicht den Schöpfer der Geschichte. Mir uns ist die Per­sönlichkeit mir der Apparat, durch den die Geschichte wirkt! Vielleicht kommt einmal die Zeit, daß man

diese Apparate künstlich herstellen wird, so wie wir heute unsere elektrischen Akkumulatoren bauen. Bis­her sind wir aber noch nicht so wett, vorläufig wer­den diese Apparate, durch welche bie Geschichte wird, diese Akkumulatoren des gesellschaftlichen Prozesses, noch elementar gezeugt und geboren".

Es kommt alles darauf an, die Sbee als Grund­lage all der bolschewistischen Arbeit zu ersehnen; die Nee, mit der unheilvoll verkettet ist der west­liche Nealismus, der Fortschrittsglaube, der Glaube an die Kraft des Schöpferischen und Guten im Menschen. Der Bolschewismus ist nichts anderes, als die ebenso naive wie grandiose Verwirklichung des Idealismus, mit dem man in Westeuropa ein bißchen mehr oder weniger gespielt hat und heute noch spielt. In Rußland ist der Gedanke zu Ende gedacht zu welchem Ende, das müßte jedem von uns bie Augen endlich aufreißenl"

Pohl zeichnet dann in straffen Strichen auf, wie dieser Idealismus sich vorläufig und beispielsweise im Lebèn des russischen Volkes auswirkt, welcher Mittel er sich zur Derwirklichung feiner Idee be« bient, pap einem die Haare zu Berge stehen und der Verstand einfach nicht mehr mit kann; denn ivenns auch Wahnsinn ist, so ist es doch Methode. Tscheka! Lesenswert lieber Westeuropäer, sehr lesenswert!

Sehr wichtig ist das Kapitel:Die Lehre für uns".Was geht das alles uns in Westeuropa, in Deutschland an? Haben wir die Gefahr unserer Bolschewisienung nicht schon längst überwunden Daß wir das, was seit 12 Jahren in Rußland vor­geht, nicht als ein interessantes Experiment ansehen dürfen, das versteht sich wohl von selbst. Daß mir uns trotz aller nervösen und wehleidigen Beschwer­den überEinmischung in innerpolitische Verhält­nisse" um unsern russischen Nachbarn kümmern müssen, auch. Denn es kann uns nicht gleichgültig sein, wenn man unser Nachbarvolk von 150 Mil­lionen Menschen zu Tieren erzieht oder hinmordet! Es kann uns nicht gleichgüllig fein, daß die ganze Welt langsam, aber'sicher unter das Diktat tiefer Tscheka kommt. Jüngst wurde bekannt, daß die russische Botschaft und Handelsvertretung in Berlin 5000 Stück derRoten Fahne" abonniert hat; ja wozu denn? Daß kürzlich in Lodon eine bolsche­wistische Zeitung,Sunday Chronicle" (dabei hat man den Sonntag in Rußland abgeschafft, um diesem Blatt einen hannlosen Namen und etwas ftommriechenden Anstrich zu geben) gegründet wurde mit 25 000 Pfund Sterling Zuschuß aus Moskau. Seien mir uns klar darüber, daß alle russischen Botschaften und Handelsdelegationen, trotz aller gegenteiligen Versicherungen, nichts an« deres sind als Zentralen zur Propaganda für die bolschewistische Weltrevolution wenn sie nicht, wie etwa die Athener oder Pariser Botschaft, Menschonfallen sind! Seien wir uns klar darüber, was die beginnende gewaltsame Auflösung aus­ländischer Handelsdelegationen und Konzessionen in Rußland bedeutet! Und vor allen Dingen feien wir uns klar über unsere eigene, doch schon beängstigend weit vorgeschrittene Bolschewisierung! Dabei denke ich gar nicht so sehr an die unter dem Diktat Moskaus stehende po.tische Bewegung, wiewohl die auch schon beängstigend genug ist.

Ich denke vor allem an unsere fultureHe und Mich« Bolschewisierung. Was getrauen sich unsere Theater und Kinos, Varietees usw. zu bieten an (Erzeugnissen neuester Kunst! Wie sieht es mit dem größten Teil der deutschen Presse aus! beun­ruhigt dich das nicht, daß deine Kinder, die ganze

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beulete Jugend in solcher Umwelt und Atmosphäre aufwachsm müssen? Ich denke an die Zerstörung der Famllienlebens ohne bolschewistisches Macht, bittat; von der Emanzipationsbewegung der Jugend und der Frauen bis zu den erschreckend zu­nehmenden Ehescheidungen. 3$ denke daran, daß wir noch un e Kirchen haben; etliche haben sie auch lieb aber sie verschweigen es schamhaft; dje meisten sind desinteressiert an derKirche" well sie sich nicht befriebigt fühlen in ihr. Dazu sind di« Kirchen auch gar nicht da. Sie sind dazu da, daß sie den Menschen unter die Zucht des Wortes Gottes stellen", den Menschen bekannt machen mit ben sitt­lichen Weltordnungen Gottes, die ebensoweig un­gestraft mißachtet werden können, als die natür­lichen Weltordnungen, die Naturgesetze! Das be­denkt aber der moderne aufgeklärte und doch so be­schränkte Mensch nicht. Dafür kommt auch der Bolschewismus über ihn, dafür ist er schon über ihm! Ich bente an die Zerstörung von Treu mA ^ Hkett im Handel und Wandel. Letzthin sagte ein Fabrikant:Es ist zum Weinen, was alte, be­währte Firmen jetzt sich für Geschäftsvraktik«n er­lauben!"

Ich habe manchmal das Gefühl, daß unsere poki- tische Bolschewisierung keine andere Bedeutung als die eines felbverständlichen Schlußpunktes zu einem bereits fertig gesprochenen Satz hätte!"

Ein« bemerkenswerte Tatsache, die allgemein bekannt zu werden verdient, ist: Die Sowjet- regierung stellt für die atheistische Welt- Missionierung viermal soviel Geld zur Verfügung als sämtliche christ­liche M i ssio n sgesell schaften für ihre Arbeit in der Mission zur Verfügung haben. Daraus können mir ermessen, wie wichtig und wertvoll bie Erhaltung der christlichen Religion ist, wenn die Sowjetregierung für ihre Befestigung so viele Millionen Rubel jährlich in immer steigen­dem Maße ausgibt. Vielleicht lernt mancher West- europäer, der so aufgeklärt ist, daß er keine Reli­gion mehr braucht, sich als einen den Sowjets sehr angenehmen, weil billigen Agenten für den Bolsche­wismus erkennen. Stalin weiß, daß der Bolschewis­mus nur da möglich ist, wo der Gottesglaube und das Christentum mit Stumpf und Stiel ausgerntte* sind. Vielleicht wird dann doch wieder mancher Westeuropäer an der Kirche interessiert und das nicht nur als ärgerlicher Kirchensteuerzahler und Festtagsgast.

Slsvrts sesstt eSvhöhuug des âlaMttfiavèe

Aus Lehrerkreisen werden mir gebeten, folgen­den Artikel zu veröffentlichen:Der AerMche Kreisverein Darmftâ fühlt sich berufen, wegen hoher Gefährdung der körperlichen und geistigen Gesundheit unserer künftigen Staatsbürger ent­schieden Widerspruch gegen die allgemein geplante Erhöhung der Klassenstärke der Schulen zu er­heben. Die neuzeitliche Schulhygiene hat sich durch hohe wissenschaftliche Entwicklung, sowie durch viel­seitige Erfahrungen und sichtbare Erfolge den Be­dürfnissen unserer Notzeit gewachsen gezeigt. Sie [bat im Verein mit der gesamten sozialen Hygiene I gute Wege gewiesen, wie trotz aller ,Nöte aus der j Jugend der ©egenroart ein tüchtiges, starkes un­gesundes Geschlecht heroorgehen kann. Vernach­lässigung dieser Ergebnisse würde dem Heffenland den Stempel der Rückständigkeit und Kurzsich­tigkeit aufdrücken. Das Anstreben von Geld-Er< sparniffen auf Kosten unserer Kinder würde im besten Falle nur vorübergehende Scheinergebnisse einbringen. Nicht nur in Darmstadt, sondern auch im ganzen Lande wird jetzt zum Einschulungs­termin 1930 eine bedeutende Erhöhung der Schülerzahl eintreten; dann wird alljährlich bis 1933 eine zunehmende Steigerung sich fortsetzen, so daß die Gesamtschülerzahl des Nhres 1933 die seither niedrigste des Jahres 1928 um mehr als 20 Prozent übersteigen wird. Vom Standpunkte der neuzeitlichen Schulgesundhettspflege aus sind aber jetzt schon viele Klassen, besonders städttscher Schulen, als überfüllt zu bezeichnen. Denn für ein Klassenzimmer von 6 mal 9 Meter Bodenfläche und 3,75 Meter Höhe wird eine Schülerzahl von A bis 30 als angemessen erachtet. Bei höherer Schüler­zahl sogar 50 und mehr sind heute schon keine Seltenheit würde die Gefahr sowohl gesundheit- lidjer Benachteiligung der Kinder als auch eines erheblichen Nachteils für ihre geistige Entwicklung immer größer werden. Daher wäre schon bei der gegenwärtigen, erst recht bei der künftigen Schülerzahl eine Perkleinerung der Schulklaffen eher zu fordern, als das Gegenteil zu verteidigen. Jedenfalls kann eine Zusammenlegung von Klaffen als allgemeinere Maßregel nach ärztlichem Gut­achten überhaupt nicht ernsthaft erörtert werden. Unabhängig von dieser Fragle ist ein vermehrt« Einfluß der Schulärzte zu fordern."

Die Gefängnisstrafe des Fleischers aus Rowarves.

Berlin, 20. März. Die Meldung, daß ein SchläA- tergeselle wegen eines Wäschediedstahls, den er im Haus« der Frau Dr. Monrm in Nowawes verübt haben sollte, zu einer Gefä-ngnisstraf« verurteilt worden fei, trifft, wie dieB. Z." berichtet, nicht zu. Der Schlächtergesell« war wegen dreier Dieb­stähle verdächtigt worden. In dem einen Falle, der den Wäschodicbstahl im Hause der Frau Momm betrifft, ist es zu seiner Anklage gekommen. Das Verfahren wurde eingestellt. Dagegen ist der Schlächter wegen Diebstahls in den beiden anderen Fällen verurteilt worben.

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