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Samstag, den 22. AkSrz 1930

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Da» Schwarvecbol der Mutter

Trat da vor dem Cinzelrichter ein 19jähriges Mädchen aus einem Nachbarone in einer Straf- fache als Zeugin auf und verweigert« mit ton» ftanter Bosheit die Ableistung des Schwures. Als der Richter noch den Gründen der Weigerung forschte und in die Zeugin eindrang, kam der Grund langsam ans Togesii^.Meine Mutter hat es mir verboten", meinte die Zeugin naiv. Die Achtung des mütterlichen Verbotes in allen Ehren, aber vor Gericht verfängt selbst diese nicht. Sichtlich widerstrebend machte dann die Zeugin ihre im Grunde genommen reckst wenig bedeutungsvollem Aussagen, um schließlich tieferrötend auf der Zeu-

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«ndank Platz zu nehmen. Im übrigen war die Ver- Handlung, die sich gegen einen früheren Gesch" führer richtete, auch sonst recht interessant, da

len einen früheren Geschäfts«

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geblich Rachemotive zur Erstattung der Anzeige führten. Der Geschäftsführer sollte einen 20-Mark- schein, Sen eine Kundin im Geschäftslokat verloren hatte, «ngesteckt und unterschlagen haben. Ein Lehr­mädchen wollte ihn beim Aufheben beobachtet und diese Wahrnehmung einer Kollegin sofort mitge- teilt haben. Da aber die beiden fraglichen Mädchen wegen anderweitiger Vorgänge nicht gerade gut auf ihren Chef zu sprechen waren imb auch einige Widersprüche, verdächtige Redensarten und ent­lastende Zeugenaussagen im Laufe der Verhand­lung zu Tage traten, erkannte das Gericht gemäß Antrag des Anklagevertreters auf Freispruch.

Die gewässerte Mich

Eine kleine Lcmdwirtsehefrau aus einem be­nachbarten Orte hatte gewäsierte und anscheinend abgerahmte Milch in den Verkehr gebracht, deren Fettgehalt nur 2,30 Prozent betrug, während eine zwei Tage später nor genommene Stallprobe einen solchen rwn 3.58 Prozent zeitigte. Die Angeklagte gab zu, denEimer ausgeschwenft" und das Schwenkwasser nicht richtig ab geschüttet zu haben, während sie eine Abrahmung entschieden bestritt. Bezüglich des auf zirka 25 Prozent geschätzten Fett-

Waisenhaus-Äuchhandlung

Wertevsev w

Die Druckverteilung über Mitteleuropa zeigt noch immer rasche Aenderungen, ein Zeichen, daß die Wetterlage noch recht unbeständig ist. Der Hoch­druckrücken, der sich gestern durch rasche Kaliluft- zusuhr aufbaute, liegt bereits weit im Osten, und über der Nordsee entwickeln sich neue Störungen. Die geringe Feuchtigkoit der bei uns herrschenden Südwestströmung, di« uns ursprünglich polare und daher trocken« Lustmassrn zuführte, läßt es aber kaum zu Niederschlägen kommen: nur hohe Be- wökung tritt zweit wesie stärker auf. An der Rück­seite der Störung wird aber frischer« polare Lust vorübergehend Trübung und Schauerneigung und auch wieder etwas Abkühlung bringen. Vorher­sage bis Samstag abend: Heiter bis bewölkt, tags­über warm, südwestliche Winde. Witterungs­aussichten für Sonntag: Vorübergehend stärker be- wölkt, zeitweise etwas Niederschlag, kühler.

entzuges konnte stellung getroffen schwenken" mit bezahlt.

auch keine einwandfreie Fest­werden, dagegen war dasAus- 50 Mark etwas allzu teuer

ff. Hackfleisch

Das von vielen so geschätzte Hackfleisch hat die Atte Angewohnheit, schon bei kürzerem Stehen un­ansehnlich grau zu werden und dadurch den An­reiz auf den Käufer M verlieren. Ein leichter SalpeterMsatz ist daher den Metzgern erlaubt, nicht aber ein Zusatz von schwefligsauren Salzen, der das Fleisch selbst über den Zersetzuugsprozeß hinaus hübsch rot erhall und nicht mehr bestehend« Frische vorMtäuschen vermag. Obendrein sind derartige Salze noch giftig und schon aus diesem Grunde für den menschlichen Magen nicht gerade empfehlens­wert. Trotzalledem versuchen gewisse Verkäufer der­artige Salze immer wieder den Metzgern auf.zu- hängen, die dann für ihre Perfon hübsch hinein­fallen können. Einem Metzgermeistsr einer Nach- bargemeinbe erging es so, als eines Tages das Fieffch nicht sonderlich schön aus der Maschine kam und der Meister einen Ersatz au einer derartigen I

LandSreis Kana«.

Dörnigheim, 21. März. Gesangverein Germania. Dsr unter der Leitung des Herrn Musikdirektors Otto H. Bogel, Frankfurt a. M. stehende Gesang« verein Germania begeht im diesem Jahre sein 50= jähriges Bestehen, verbunden mit nationalem Ge­sangs-Wettstreit. Zu Beginn der Beranstaltung hat sich der Verein zur Aufgabe gemacht, ein Ju- biläumskonzert zu arrangieren, welches am Sonn­tag, den 23. März, nachmittags 3 Uhr, im Gast­haus zur Mainlust stattfindet. Es werden nur erst­klassige Chöre zu Gehör gebracht von denen ver­schiedene durch das Streichorchester des Musikver­eins Dietesheim begleitet werden. Außerdem hat der Verein als Solisten Herrn I. Spira (Tenor) vom Landesthsater Darmstadt gewonnen. Der Pro-

rangen in Theater und Vorführungen in Lichtspiel­häusern) zu unterbleiben. An den gleichen Tagen sind ^ufballwettspièle verboten.

In der Karwoche, mit Ausnahme des Palm­sonntags, Karfreitags und am Ostersonntag werden cheatralifchs Aufführungen und Konzerte einschl. der Begleitmusik bei Lichtspielen von uns nicht bean­standet, wenn sie ernsten und belehrenden Inhalts und der Bedeutung und Weihe dieser Tage angepatzt sind. Oeffentliche Tanzbelustigungen werden für diese Tage nicht genehmigt.

Büdingen, den 14. März 1930.

Kreisamt Büdingen: Dr. Gaßner.

Büdingen, den 13. März 1930. Betreffend: Tage- und Handbuchauszüge für die- Kirchen- pp. Kaffen nach dem Stand vom 1. April 1930. An die «vangel. und kathol. Kirchenvorstände und an die Vorstände der Israel. Religionsgemeinden des

Kreises.

Wir sehen der Vorlage der Tage- und Handbuchs- auszüge nach dem Stand aom 1. April 1930 bis zum 15. April 1930 entgegen. Sofern ein Kirchenrechner gleichzeitig Gemeinderechner ist und folgedèffen nur ein Tagebuch geführt wird, so ist auf dem Handbuchauszug für die Kirchenkaffe zu vermerken, daß in den Tage- buchauszugs-Rest der Gemeinde so und so viel RM für die Kirchenkaffe enthalten sind.

Kreisamt Büdingen: Dr. Gaßner.

Brennholz-Verkauf.

Das unterzeichnete Forstamt verkauft bis zum 1. April d. Is. Brennholz aus der Hand. Oeffentliche Versteigerungen finden nicht mehr statt. Bewerber wollen sich auf dem Forstamt melden.

Meerholz, den 18. März 1930.

Gräflich Isenburgifches Forstamt: Schaefer.

Bekanntmachung.

Die Abfuhr von Holz aus dem Gemeindeward ist bis zum Wiedereintritt trockenen Wetters verboten.

Düdelsheim, den 18. März 1930.

Hess. Bürgermeisteramt Düdelsheim: Albrecht.

grammvorverkauf hot infolge feiner Reichhaltigkeit und Abwechselung schon sehr gut eingesetzt. An- Mietzend ab 7 Uhr Ball unter Mitwirkung der

AoS SeaEuvt a. M

neu Mark ab. Wie Oberbürgermeister Granzin in seinem Begleitschreiben betont, weisen die drei Vorlagen deutlich nach, daß Ne Stadt Offenbach mit ihren eigenen und den überwiesenen Mitteln nicht mehr in der Lage ist, die riesenhaft gestiegenen Wvhlfahrtslasten zu tragen, die eine fett Jahren über den Roichsdurchschnitt wesentlich hinausgehende Arbeitslosigkeit chr verursacht. Im Etat 1930 sind für Wohlfahrtsausgaben über 6% Millionen Mark eingesetzt, ohne daß dabei schon die seit Dezember erfolgte weitere Steigerung der Zahl der unter- stützten Personen um 500 und das beträchtliche An­wachsen der Offenbacher Arbeitslosen- und Krisen- Unterstützungsempfänger berücksichtigt sind, die im Laufe des Jahres den Wohlfahrtsetat weiter be­lasten werden. Dor Oberbürgermeister hat, unter- stützt von der hessischen Regierung, kürzlich dem Reichsfinanzminister die besondere Nottage der Stadt Offenbach geschildert. Der Reich.ssinanz. minister beabsichtigt, die aus der Mineralwasser- steuer zu erwartenden Mittel von 40 Millionen Mark den Ländern zu überweisen, damit diese den besonders unter der Arbeitslosigkest leidenden Ge­meinden besondere Zuweisungen machen können. Der Haushaltsplan zeigt starke Einschränkungen all der Ausgaben, Ne nicht durch Recht und Gesetz in ihrer Höhe bestimmt sind Weitere Einschränkun­gen in irgendwie nennenswertem Ausmaße dürsten nicht mehr möglich sein.

Ueberfriebene Epidemiegerüchke

Groß-Gerau, 21. März. Zu den bereits ge­meldeten Masernerkrankungen im Gerauer Land wird von maßgebender Stelle mitgeteilt: Im Ge­nauer Land sind in den letzten acht Tagen Masern­erkrankungen auf getreten, zu denen verschiedentlich Lungenentzündungen hinzutraten. In Dornheim, einem Nachbarort von Groß-Gerau, sind im Lause einer Woche drei Kinder gestorben. Der zuständige Kreisarzt, der auch die Schulen sorgfältig inspi­ziert, hält aber die Ergreifung besonderer Maß­nahmen, etwa Schließung der Schulen, nicht für notwendig. Gerüchte von täglichem Kindersterbee und dezimierten Schulklassen werden angesichts die­ser beruhigenden Haltung des Kreisarztes an zu­ständiger Stelle als übertrieben bezeichnet.

Râumungsvorbereitungen tu Mainz.

Mainz, 21. März. Die französische Rhein- armee hat mit der Annahme des Poungplan« durch die deutsche Regierung gleichzeitig ihr« Räumungsvorbereitungen in vollem Umfange in Angriff genommen. Nachdem schon in der Stadt Mainz einige Materialparks aufgehoben worden sind, werden jetzt Ne Pionier- und Autoparks so­wie die Einrichtungen der Munitionslager in bet Nähe von Mainz öffentlich versteigert. Die Be­satzungsarmee hat die Versteigerung des Heeres­gutes, das sie nicht abtransportieren will, bereits ausae-yrceoen. Zahlreiche französische Offiziers- familien sind bereits aus Mainz abttansportiert worden. Eine Kommission, Ne von der Rhein- armee gebildet worden ist, wurde nach Frankreich entsandt, um für die unterzubringenden Unter­offiziere und Zivilfranzosen Wohnung in Frank­reich zu besorgen.

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Bestandteile hinreichend vergewissert zu haben. Diese Fahrlässigkeit mußte er jetzt mit 25 Mark Geldstrafe büßen.

* Efperanko-Delegierkenlaq in Hanau. DieSüd­westdeutsche Esperanto-Liga", Sitz Wiesbaden, hielt am 16. März im Hotel Lindenhof ihre diesjährige Delegierten-Sitzung ab. Aus Wiesbaden, Darm- fiait, Mainz, Bingen, Fulda, Offenbach, Hanau usw. waren Vertreter anwesend. Um 11 Uhr eröffnete der Präsident der SOL. Kurt Schönrich die Kon­ferenz, begrüßte die Delegierten und Gäste und gab einen Bericht über die Forffchritte des Espe- ranto in Südwendeutschlamd. Er führte aus, daß besonders die Hessischen Regiemngsstellen sich sehr für Esperanto einsetzen und auch entsprechende Mittel Mr Verfügung stellen. Auch Ne Berichte ans den anderen Städten lauten ebenso günstig. Gleichzettig bewies eine Ausstellung (Literatur, Esperanto-Kataloge usw. die wachsende Bedeutung des Esperanto für alle Zweige des öffentlichen Lebens. Namen- der Hanauer Esperanto-Gruppe begrüßte Herr Käbig Ne Vertreter und betonte, daß auch in Hanau' das Interesse für Esperanto ständig zunimmt.

Bekriebsrâleschukung. Das Detriebsrätegesetz, das im deutschen Wirtschaftsleben eine bedeutsame Rolle spielt, besteht nunmehr 10 Jahre. Die über­aus zahlreichen Bedenken, die bei der Schaffung dieses Gesetzes aus den Kreisen des Arbeitgeber- tums laut wurden können als überwunden und beöeutunglos angesehen werden, dank der Schu­lungsarbeit der Gewerkschaften. So veranstaltet auch in diesem Jahre der Deutschncttionaie Honü- lungsgehilfenverband Wochenendlehrgänge und zwar in Hanau am Montag, 24. März und Don­nerstag, 27. März, im Heim der Kaufmannsge­hilfen Lavgstrahe 25. Teilnahme für Mitglieder kostenlos. Der Lehrgang steht unter der Leitung des Gelchäftsführers H. Schumann, Frankfurt.

Vorsicht beim Waschen der Ohreni Das Waschen der Ohren soll immer mit besonderer Vor­sicht vorgenommen werden, namentlich bei Kindern, deren zarte Haut durch starkes Scheuern und Reiben leicht verletzt werden kann. Nach den Feststellungen Newyorker Aerzte kann auch Seifenwasser, wonn es ins Och: gelangt, Schaden anrichten, auch dann, wenn es nur in d-n änneren Gebörgang einbringt, da das Ohr in allen feinen Teilen überaus emp­findlich ist und eine Anfangs leichte Schädigung sich nach und nach, ohne daß man es zunächst werft, sehr verschlimmern kann. Auch du-ch allzu beft^es Putzen der Nase kann das Ohr geschädigt werden, wett dadurch Sekrete aus der Nase ins Mittelohr dringen können.

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= Groß-Steinheim, 22. März. Am 23. März abends 7% Uhr, findet ein Kirchenkonzert in Groß- Steinheim statt. Bestritten wird das Programm der Konzertsängerin Hety Beyer, Frank- a. M., Alt, und Damen ihrer Gesangsschule.

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furt a. M., Alt, und Damen ihrer Gesangsschule. Es werden Lieder und Arien, Quartette Duette von Bach, Händel, Beechoven, Schubert, Winterberger vorgetragsn. An der Orgel wirkt folifttfd) und be­gleitend der bekannte Organist der franz, refonn. Kirche tn Offenbach, Herr Fritz, die obligate Moline spielt Dr. Ludwig Scriba, Frankfurt. Hety Beyer veranstallete derartige Abende schon oft, stets mit großem Erfolg bei Publikum und Presie.

= Groß-Steinheim, 22. März. Am 28., 29. und 30. Juni 1930 feiert der Gesangverein Olympia", der Senior der hiesigen Vereine, der unter der Leitung des Chormeisters Herrn Otto Bretschneider, Frankfurt (Main) steht, sein 70jäh- riges Bestehen. Die Pflege des deutschen Liedes ist den Steinheimern Herzenssache und so gehört auch die Sympathie der gesamten Einwohnerschaft die­ser Veranstaltung. In den einzelnen Ausschüssen wird rege gearbeitet und so verspricht das Fest, den früher hier veranstalteten Festen ebenbürdig zu werden. Das Protektorat hat in dankenswerter Weise Herr Bürgermeister Martin Rachor über- nommen.

Klein-Auheim, 21. März. Am 24. März wird Herr Kaspar Jos, Sattler, Bahnhofstr., 87 Jahre alt. Er erfreut sich noch körperlicher und geistiger Frische.

Klein-Auheim, 21. März. Obst- und Garten­bau. Am Sonntag, 23. März, nachmittags 2 Uhr, findet tm Kaisersaale die Verbandstagung der Obst- und Gartenbauverein« des Streifes Oofsenbach statt Dabei wird Herr Rechtsanwalt Dr. Meisel aus Darmstadt einen für alle Grundstücksbesitzer wich­tigen Dorttag halten über Grundstücks- und Grenzrechte. Eintritt frei.

Er hat den Schuß abgegeben, um Schulle vor der Festnahme zu schützen.

: Der an dem Mord des Volizeioberwachl- meisters kern miloerdächtige Hermann Hoyer hat heute bei feiner Vernehmung nach kurzem Leug­nen ein umfassendes Geständnis abgelegt Hoyer gibt an, daß er die Absicht gehabt habe, seinen Komplizen zu schonen, und er habe deswegen an­fänglich geleugnet. Das erdrückende Beweismaterial ließ ihm jedoch keinen Ausweg mehr. Er gestand, daß er den Schuß abgegeben habe, bestreitet aber, die Absicht gehabt zu haben den Oberwachtmeister Kern zu töten. Als der Schuß gefallen sei, hätten sie unmittelbar die Flucht ergriffen. Der Grund, warum er auf Kern geschossen habe, sei der ge­wesen, daß er Schulle vor der Festnahme schützen wollte.

Noch eine dritte Verhaftung.

Am 20. ds. Mts. ist ein Landwirt in Scheuer­feld bei Betzdorf auf Grund eines hiesigen rich­terlichen Haftbefehls festgenommen und be'r Frank­furter Kriminalpolizei zugsführt worden. Die kriminakpolizeilichen Feststellungen haben ergeben, daß er Schulte und Hoyer drei Tage beherbergt hat, obwohl er wußte, daß sie als Täter für die Mordtat an Kern gesucht wurden. Er hat auch zu­gsgeben, die Datwaffe vor einigen Wochen an Hoyer verkauft zu haben. SSeiter haben die bis­herigen Ermittlungen ergeben, daß Schulle und Heyer vor und nach der Mordtat schwer« Eigen­tumsdelikts verübt haben.

Kreis Büdingen.

Betr.: Tanzbelustigungen und öffentliche Lustbarkeiten Bekanntmachung.

Am Palmsonntag und Karfreitag haben öffentliche Lustbarkeiten jeder Art (z. B. auch ernste Auffüh-

AuS M «md tat.

Oberbürgermeisterwahl in Fulda

Fulda, 21. März. Die Stadtverordneten­sitzung wählte das Mitglied des Magistrats Dr Franz Danzebrink zum Oberbürgermeister der Stadt Fulda. Der Gewählte ist 31 Jahre alt und seit vier Jahren in der Stadtverwaltung von Fulda tätig.

34 -Millioneu-Elat der Stadt Offenbach.

Offenbach a. M., 21. März. Den Mitgliedern des Stadtrats ging heute der städtische Haushalts­plan für 1930 zusammen mit her Jahresrechnung 1928 und dem vorläufigen Abschluß für 1929 zu. Der Etat 1930 schliâ in Einnahmen und Aus. gaben mit rund 34% Millionen Mk. ab und enthält einen ungedeckten Fehlbetrag von 2,2 Millionen Mark. Die Jahresrechnung 1928 schließt mit einem Defizit von 1,2 Millionen Mark und die vorläufige Rechnung für 1929 mit einem Defizit von 2 Millio-

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vom Zuge zerstückelt

Marburg, 21. März. Heute vormittag wurde

Tabakwarengeschäft wurden zu nächtlicher 25 000 Zigaretten im Werte von etwa 1500 gestohlen. Die Täter sind noch nicht ermittelt

kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Marburg auf der Strecke FrankfurtKassel die zerstückelte Leiche eines jungen Mädchens im Alter von 18 bis 25 Jahren gefunden. Bis zur Stunde konnte die Persönlichkeit noch nicht festgestellt werden. Allem Anschein nach handelt es sich um eine Stu­dentin Von amtlicher Seite wird angenommen, daß sich das junge Mädchen in der Nacht von einem Zuge überfahren ließ und daß dann mehrere Züge über sie hinweggebryust sind. Wahrscheinlich liegt Selbstmord vor.

Ein FamUlentragödle

Melle bei Osnabrück, 21. März. Als am Mitt­woch abend ein hiesiger Maler von der Arbeit heimkehrte, traf er seine Frau und sein zweijäh­riges Kind nicht zu Hause an. Er begab sich auf die Suche, kehrte aber von diesem Gang nicht mehr zurück. Gestern fand man nun die Leichen der Frau und des Kindes im Heldenhainteich. Von dem Manne fand man nur feinen guf dem Teich schwimmenden Hut.

Die Berleburger Sparkassenaffäre vor Gericht-

Siegen, 21. März. Vor dem hiesige" Schöffengericht hat am Freitag her Strafprozeß in der besonnten Berleburger Sparkassenaffätt begonnen, dem Unregelmäßigkeiten in Höhe von etwa 100 000 RM zugrunde liegen. An den Ver­fehlungen waren sowohl der Sparkassenrendant wie auch zahlreiche Angestellte der Kreissparkasst beteiligt, die Hand in Hand gearbeitet haben. Nach der Anklage sollen Kunden der Sparkasse ohn« ausreichende Sicherheit Gelder auf Kredit erhal­ten haben, u. a. ein Kreisinspektor 31 000 RM um Angestellte der Sparkasse rund 40 000 RM. Auch dem verstorbenen Landrat des Kreises Wittgen­stein sind für entnommene ungedeckte Kredite we­sentlich zu nichtige Diskontspesen und zu günstige" Zinssätzen in Rechnung gesteift worden, so daß die Sparkasse erheblichen Schaden erlitten hat. Ferner wirft die Anklage verschiedenen Angestellten bet Kasse wie auch dem Sparkassenrendanten Unter­schlagungen und betrügerische Manipulationen vor. Angeklaat sind der in den 50er Jahren stehend« Sparkassenrendant Hermann Harttnann, der 30 Jahre alte Sparkassonangestellte Heinrich Kroh aus Berleburg, sowie die Kassengehilfen Heinrich

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