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Nr. 64

Montag, den 17. März 1936

Seite 5

Kreis Büdingen.

Holzoerkauf.

Die Gemeinde Gedern verkauft im Wege des schriftlichen Angebots ca. 350 Fm. Fichtenstammholz ia-3a Klasse hessischer Sortierung. Die Gebote sind getrennt nach Klassen einzureichen. Das Holz ist mit Mnde gemessen und geschält.

Das Holz kann in 3 Losen, aber auch insgesamt »erbaust werden, deshalb müssen die Angebote die Gebote für je ein Los von ca. 115 Fm. und für ins­gesamt ca. 350 Fm. enthalten. Andere Angebote sind ungültig.

Die Angebote sind verschlossen, mit der Aufschrift Holzverkauf", bis spätestens Dienstag den 18. März, mittags 12 Uhr, der Bürgermeisterei einzusenden.

Zuschlagsfrist 14 Tage. Die Verkaufsbedingungen der Gemeinde werden durch Einreichen von Geboten anerkannt.

Auskunft erteilt nach vorheriger Benachrichtigung der Gemeindeforstwart Klos, Gedern.

Ferner werden gemäß vorstehender Bekannt­machung verkauft aus verschiedenen Distrikten:

Fichten-Nutzrollen: 1 Mtr. lang, 5,7 Rm.; 2 Mtr. lang, 56,5 Rm.

Lelluloseholz: 2 Mtr. lang, 1. Kl., 15 Rm.; 2. Kl., 53 Rm.; 3. Kl 65 Rm.; 1 Mtr. lang, 4,5 Rm.

Kurzgrubenholz: 1,25 Mtr. lang, dreiseitig gestreift, ca. 27 Rm

Die. Gebote hierfür sind getrennt nach Klaffen cinzureichen. Das Holz wird jedoch insgesamt ver­kauft.

Gedern den 7. März 1930.

Hess. Bürgermeisterei Gedern: Müller.

Bekanntmachung.

Anschließend an die Holzversteigerung am 17. l. M. kommen am Michelauer Weg

873 Derbstangen

558 Reisstangen und

194 Bohnenstangen zu best an Ort und Stelle noch bekannt zu gebenden Jebingungen öffentlich zur Versteigerung.

Zusammenkunft der Steigerer 4% am Türchen.

Büdingen den 12. März 1930.

Hess. Bürgermeisterei Büdingen:

Uhr nachmittags

Letzte Holzversteigerung im Schutzbez.

Rinderbügen U-

Dienstag den 18. März werden aus den Distrikten

Geiskopf und Gr. Hainrain versteigert:

1. Brennholz.

Buche: 20,8 Rm. Scheiter, 38 Rm. Knüppel, 25 Rm. Reisknüppel.

Ache: 11 Rm. Scheiter, 12 Rm. Knüppel.

2. Nutzholz.

Eiche: 10 Rm. Zaunpfosten (2 Mir. lang).

Fichte: Derb- und Reisstangen: 7 St. 2. Kl., 327 St.

3. Kl., 440 St. 4. Kl. und 902 St. 5. Kl.

Zusammenkunft 11 Uhr vormittags an der Eiser­nen Hand. Die Fichten-Derb- und Reisstangen im Distrikt Er. Hainrain 7, sowie das zerstreut sitzende Dürrholz werden nicht vorgezeigt und gelangen bei der Mittagspause zum Ausgebot.

Büdingen den 10. März 1930.

Fürstl. Rentkammer, Abt. Forstamt. Schaefer.

Rutz- und Drennholzversteigerung im Büdinger Stadtwald.

Freitag den 21. März 1930, vormittags 10% Uhr beginnend, kommt im Büdinger Stadtwald, Distrikt Geyernberg, Kalten-Wiefenrain und Salzlacke, nach­stehendes Nutz- und Brennholz zur Versteigerung:

A. Nutzholz.

»&<*, -..Ei- ^2ii üMch.°L.r.â..«t,, .LâÄE^BrmchwâdLp âgiM.. ..â chie MoxjMââ^lliâil, die vou-

m.; Kiefern, 5 L>t., ^ft7 am.; Lärche, 11 Et., Murde von dem Feuer vernichtet. feiten der Schutzpolizei gerade in dieser politisch

'n- Kickten 9 Stück ' --------------- '----und wirtschaftlich so schweren Zeit geleistet wird,

el- Eickm^2,5 Nm. lZaunpfosten). voll aufrichtigen Dankes. Da jedoch die beschränkte

Setbitangeil: Fichten, 9 Stück,

Nutzknuppèl: Eichen, 2,5 Rm. tZaunpfosten).

B. Brennholz.

Scheiter: Buche 137 Rm., Eiche 47 Rm.

Knüppel: Buche 94 Rm., Eiche: 46 Rm., Kiefern 3,5 Rm.

Reisknüppel: Eiche 17 Rm.

Stammreis: Buche 78 Rm.

Stammwellen: Buche 3235 Rm., Eiche 400 Rm.

Astwellen: Buche 600 Rm.

Stöcke: Buche 32,6 Rm., Eiche 48,8 Rm., Kiefern 3 Rm.

,Zusammenkunft an der Bank Distrikt Eckarts- waldchen, .10% Uhr.

Büdingen den 14. März 1930.

Hess. Bürgermeisterei Büdingen: Hildner,

Neuwiedemvtz, 17. März. Die Eheleute Karl Reichert und Frau Elise geb. Kalkhof begehen heute in voller Rüstigekit das Fest der goldenen Hochzeit.

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Unsere Zeitungen am Zettungsitork Marktplatz u. am Hanptbahnhof.

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Vereinigte Staaten 1482 Millionen

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Hildner.

In den ersten 36 Jahren des nunmehr durch den Reichstag endgültig angenommenen Poung-Zah- lungsplanös zahlen wir durchschnittlich 2205 Millionen jährlich. 1482 Millionen gehen davon direkt oder indirekt an Amerika.

Kreis Gelttbausett.

X Gelnhausen, 16. März. Einen qualvollen Tod ist im nahen Neuess das fünfjährige Söhn­chen des Einwohners Schilling gestorben. Das Kind kam in der elterlichen Wohnstube dem Ofen zu nahe, aus dem Funken fielen. Plötzlich standen die Kleider des Kleinen in Flammen, und er erlitt so schwere Brandwunden, daß an eine Rettung nicht mehr zu denken war.

X Altenmittlau, 16. März. Ein schwerer Auto- unfâll, dem bald ein Menschenleben zum Opfer gefallen wäre, ereignete sich in der Nähe unseres Dorfes. An der sogenannten Geismühle explodierte der Benzintank eines Gelnhäurfer Autos auf bisher noch ungeklärte Weise. Der Führer verlor dadurch die Herrschaft über feinen Wagen und fuhr einen Baum an. Im Nu stand der Wagen in hellen Flammen und nur mit Mühe konnte sich der Chauffeur noch rechtzeitig retten, nachdem er schon

Aus KrattißLurt a. M

Pvosesiov Seesel als Leiche gefunden

Nach fünf Wochen aus dem 21tain gelandet

: Am Sonntag gegen 16.30 Uhr wurde der seit Anfang Februar d. 3. vermißte Direktor des Archäologischen Instituts des Deutschen Reichs, Pro­fessor Dr. Friedrich Drexel, bei Höchst aus dem Main gelandet. Irgendwelche Anzeichen, daß ein Ver­brechen vorliegt, wurden nicht wahrgenommen.

Zu der Aufindung der Leiche des seit 5 Wochen vermißten Professors Dr. Drexel wird jwd) mit­geteilt, daß die Leiche an der Höchster Fähre an­geschwemmt wurde. Sie wurde von dem Fährmann aus dem Wasser gezogen und durch Sanitäter in die Höchster Leichenhalle gebracht. In oen Kleidern des

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Toten fand man eine Brieftasche, m der sich Geld und Papiere befanden, die die Identität des Toten mit dem vermißten Professor einwandfrei ergaben. Damit ist das rätselhafte Verschwinden des Gelehr­ten, der von einem Abendspaziergang nicht wieüsr- zurückgekehrt war, nunmehr aufgeklärt. Die Motive freilich, die den Professor veranlaßt haben, in den Tod zu gehen, dürften wohl kaum aufgeklärt werden können.

privater Hilfsdienst zum Schutze gegen Râubüberfälle.

: Die wachsende Beunruhigung, die die ver­mehrten Einbrüche und die sich häufenden Raub­überfälle unter der Bevölkerung verursacht haben, hat den Bürgerausschuß veranlaßt, dem Polizei­präsidenten die Verstärkung des Polizeischutzes durch privaten Hilfsdienst vorzuschlagen. Der Bllr- gerausschuß war sich bei diesem Vorschlag bewußt, daß die vermehrte Unsicherheit nicht einem Der-

schulden der Polizei zuzuschreiden ist. Er ist vict-

Anzahl verfügbarer Mannschaften eine Verstär­kung wünschenswert erscheinen läßt, hat er sich be­reit erklärt, wie er es schon in früheren Jahren getan hat, auch jetzt einen Ordnungsdienst zu or­ganisieren und dem Polizeipräsidenten zur Ver­fügung zu stellen.

Der Frankfurter Fernsprechbekrieb nur noch automattsch.

: Am Samstag sind auch die Frankfurter Fern­sprechämter Hansa, Taunus und Römer auf den vollautomatischen Betrieb umgestellt worden. Ueber 200 Beamte waren den ganzen Tag bis weit in die Nacht hinein beschäftigt, um das schwie­rige Werk zu vollbringen. Die Zahl der durch den automatischen Betrieb überflüssig werdenden Be­amtinnen ist erheblich, doch konnten die Kündigun­gen auf eine Mindestmaß beschränkt werden. Zu einem großen Teil sind sie in anderen Dienststellen oder auswärts untergebracht worden.

Die Suche nach Schule.

: Die Kriminalpolizei legt auf die Ergreifung des Kürschners Herbert Schutte den gleich großen Wert auf die Anhaltung des Schlossers Hermann Hoyer, am 21. Oktober 1895 zu Rothenburg a. d. Saale geboren. Er befand sich in der letzten Zeit ständig in Begleitung des Schutte. Beide sind be­sonders an folgenden Merkmalen zu erkennen: Herbert Schutte hat über den linken Augenbrauen eine 1 Zentimeter lange schräge Narbe, auf der Brust einen tätowierten Frauenkopf, auf dem lin­ken Arm das Bild einer nackten Frau; Hermon» Hoyer hat auf dem rechten Unterarm die Täto­wierung einer Mädchenbüste und eines Pionier­wappens mit der Jahreszahl 1914. Am linken Arm befindet sich eine Narbe. Schutte ist trotz seiner Jugend bereits elfmal, besonders wegen Einbruchs­und Fahrraddiebstahls, vorbestraft. Hoyer hat wiederholt längere Strafen wegen schweren Rau­bes, Einbruchs und Meuterei im Zuchthaus ver­büßt. Auf die ausgesetzte Belohnung von 1000 RM, lediglich für Privatpersonen bestimmt, wird noch­mals hingewiesen.

Ein Frankfurter Kaufmann von einer Lawine verschüttet.

: Aus Bludenz wird gemeldet: Der Kaufmann Alfred Mayer aus Frankfurt a. M., der mit feinem Freunde Dr. Reul, ebenfalls aus Frankfurt a. M. eine Skitour unternahm, wurde heute mittag 'AM Uhr am Katzbachobel oberhalb Lach von einer La­wine verschüttet. Sein Begleiter holte sofort Hilfe herbei, die den Verschütteten ausgrub. Er lag an­derthalb Meter tief in der Lawine und lebte noch, als er ausgegraben wurde, verschied jedoch kurze Zeit darmrf.

Aus üab und Seen.

Eine alle Wasserleitung entdeckt

Burgschwalbach, 15. März. Bei den Schür­fungsarbeiten zur Erschließung weiterer Quellen für unsere Wasserleitung wurden an zwei Stellen Fassung und Rohrleitung der vor Jahrhunderten be­standenen Burgwasserleitung freigelegt. Die Rohre bestanden aus Eichenholz und waren noch sehr gut erhalten. Di« Burg ist bekanntlich in den Jahren 1368 bis 1372 von den Grafen von Katzenelnbogen erbaut worden. Allem Anschein nach dürften die jetzigen Schürfungsarbeiten Erfolg haben, nacktem schon verschiedene Versuche fehlgeschlagen sind.

Selbstmord eines Schülers

Wiesbaden, 15. März. Heute früh hat sich aus bis jetzt noch unbekannter Ursache ein 19jähriger Schüler durch einen Schuß getötet.

Schließung des Heidelberger Stadttheaters.

Heidelberg, 15. März. Der Stadt rat stimmte in seiner letzten Sitzung der Schließung des Theaters zu. Mit diesem Beschluß scheint das

der MimWalW

Gunst Prov.-L. spricht am Mittwoch den 19. März, 8'/« Uhr, in derE e ntr alh all»" über: .Lie Wem am We , UM Wer am ilnfana!

Eintritt 0.50 RM.

Erwerbslose gegen Ausweis die Hälfte.