Sette 8
Moatag den M. März 1930
Nr. 58
und ein großer Sechssitzer zusammen. Die beiden Wagen gerieten sofort in Brand, wobei die 3ti- faflen des Privatwagens, eine Dame und ein Herr, bei lebendigem Leibe verbrannten. Die beiden ver. kohlten Leichen konnten noch nicht identifiziert werden. Die Frankfurter Feuerwehr löschte den Brand mit Schaumlöschern, vermochte aber die Verunglückten nicht mehr zu retten.
Reueröffnung des Frankfurter Ratskellers
t Der Frankfurter Ratskeller, der in den letzten Jahren wiederholt wegen Unrentabilität geschloffen werden mußte, ist nunmehr wiederum verpachtet worden. Als neuer Pächer trtt der Inhaber des Restaurants Thomasbräu, Josef Jedesberger, auf, der den Ratskeller am 12. d. M. eröffnen wird.
AuS lieb und Sam.
<$itt Movdvvozeß in Koblenz
4 Mal zum Tode verurleill
— Koblenz, S. März, vor dem hiesigen Schwurgericht begann am Donnerstag die Verhandlung gegen den Monteur Stanislaus Smaj aus Ofiro-Saliske (jetzt polnisch), zuletzt wohnhaft in Sinzig, der angeklagt ist, im April 1921 bei Ostro- Kaliske den Händler Zakurbowicz, dessen Ehefrau Malka, deren Schwester Jalc und den Hauslehrer Chaim Weißenfeld in ihrer gemeinschaftlichen Wohnung ermordet zu haben. Die Tak spielt auf den Untergrund des Schmuggelwesens in der Inflationszeit im dortigen Grenzgebiet, wo sich der Angeklagte damals aushielt und mit mehreren Personen Schmuggel trieb. Der Angeklagte erzählte, daß ihm ein gewisser Slespinannik eines Tages seinen Re- volver und Mantel mit einem Schlachtmesser ent- wendet Hobe und den er später mit blutigen Händen gesehen haben will. Am folgenden Tage will er in Schildberg von dem Mord gehört haben. Dort habe man ihm erzählt, daß er verdächtigt werde. Daraufhin habe er sich über Breslau nach Berlin begeben uner dem angenommenen Ramen Josef Müller. Er schilderte seine Wanderungen, auf denen er schließlich nach Reuß, Linz und zuletzt nach Westum kam, wo er verhaftet wurde. Als erster Zeuge wurde der Krämer koczereck vernommen, der in der Mord- nacht gehört haben will, wie eine Stimme sagte: „Gib mir das Geld" und die Antwort des Zacubowicz: Herr, ich habe kein Geld". Als er die Tür aufgerissen habe, sei ein Mann mit dem Messer in der Hand geflohen. Verschiedenen, über die dortigen Verhältnisse unterrichteten Zeugen, ist ein Mann namens Slespinannik nicht bekannt. Zeuge Kannja wurde in der Rächt durch den Ruf „Cs ist ein Mord geschehen" geweckt. Er schilderte, wie er die Ermordeten gefunden hat, den Jacubowicz zu verbinden, der aber in seinen Armen gestorben sei. In der Freitagsverhandlung marschierte ein großer Zeugenapparal auf. Alle Aussagen, sowohl bezüglich des Talbestandes als auch bezüglich der Person des Mörders waren in so bestimmter Form gehalken, und leferlen ein so erdrückendes Beweismaterial, daß es dem Angeklagen trotz seiner Unschuldsbeteue- rungen kaum gelingen wird, sich der Verurteilung zu entziehen. Gräßlich wirkten in der Verhandlung die Aussagen über die tödlichen Schüsse und Stiche, j
Dpfèr Mitten M der AÄchs umgebraKfhal. Dër An- geklagte wurde wegen vierfachen Mordes viermal zum Tode verurteilt sowie zur Tragung der Kosten. Dec Angeklagte, der die Täterschaft bis zuletzt leugnete, nahm das Urteil nicht an.
Verhängnisvolles Spiet mit dem Revolver
— Friedberg, 8. März. Trotz wiederholter Warnungen machte sich ein Dienstmädchen, das in Büdesheim beschäftigt war, im Schlafzimmer der Herrschaft mit einem Revolver zu schaffen. Plötzlich krachte ein Schuh, und die Herbeieilenden fanden das Mädchen mit einem schweren Bauchschuß am Boden liegend. Es wurde sofort dem Krankenhaus zugeführt, wo alsbald eine Operation vorgenommen wurde. Lebensgefahr besteht für das Mädchen im Augenblick nitch mehr.
Schweres Brandunglück. — Tod eines Feuerwehrmannes.
— Alsfeld, 9. März. Ein großer Brand brach in der Nachl zum Samstag in dem Nachbarort Renzendorf auf dem Grundstück des Landwirts Walentin Schäfer aus. Trotz eifriger Wjchavbeiten der hiesigen und der Feuerwehren aus den Nachbar-
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orten fielen das Wahnhaus, die Scheune und die Stallungen des Grundstückes dem verheerenden Element zum Opfer. Nur mit Mühe gelang es den Feuerwehren, ein Weitergreisen der Flammen aus die Nachbargrundstücke zu verhüten. Leider ereignete sich bei'dem Brand auch ein tödlicher Unglücks- fall. Die auf dem brennenden Wohnhaus stehende eiserne Stütze der elektrischen Starkstromleitung fiel mitsamt dem Leitun gsdrecht herunter und kam so versteckt zu liegen, daß der Draht nicht gleich be- nrerkt wurde. Unversehens kam während des Löschens der Kommandeur der Renzendorfer Feuerwehr, der 41 Jahre alte Ludwig Steuernagel, mit der Starkstromleitung in Berührung und fand hierbei durch den Schlag des elektrischen Stromes auf der Stelle den Tod.
Furchtbarer Unglücksfall im Steinbruch
— Rhünda. (Bez. Kassel), 8. März. Bei den Vorbereitungen zur Wiedereröffnung der hiesigen Steinbruchbetriebe ereignete sich hier ein schwerer Unglücksfall. Der Betriebsleiter Pauer wollte einen Basalt-Steinblock von ca. 1 ebm Rauminhalt im Boineburger Bruch sprengen. Da der Schuß nicht Mr vorgeschriebenen Zeit losging, wollte der in den dreißiger Jahren stehende Mann nachsehen. In dem Augenblick, als er sich nicht weit von der Spreng- stelle befand, ging der Schuß los. Die Steinsplitter töteten den Unglücklichen auf der Stelle. Ein Mitarbeiter fand den Verunglückten vollkommen zerrissen auf. Brust und Unterleib waren von den Steinmassen durchbohrt.
von der Transmission erfaßt
— Mittenberg a. M^ 8. März. In der Schrah- mühl« bei Watterbach ereignete sich ein bedauerlicher Unglück-fall. Der Besitzer August Walter wurde von der Transmission erfaßt und schwer verletzt. Erst durch das Stillstehen des Räderwerks würden die Angehörigen auf den Unfall aufmerksam. Mit den Oberkleidern in der Welle hängend, fanden sie den Bewußtlosen vor. Der Bedauernswerte ist in der Nacht seinen Verletzungen erlegen.
In die Heugabel gestürzt.
— Reuwied, 9. März. In Iahrsfeld rutschte eine 40jährige Bauersfrau in der Heutenne aus und fiel in eine Heugabel, deren Stiel ihr in den Unterleib drang. Die Frau liegt in hoffnungslosem Zustand im Krankenhaus.
Soovev über die wrviiÄaMtheu Aussichten
Washington, 7. März. Präsident Hoover erklärte nach einer mehrstündigen Besprechung mit dem Handelsminister Lamont und dem Arbeitsminister Davis, ein sorgfältig mit Hilfe von Regierungsämtern unternommenes Studium der gegenwärtigen Geschäfts- und Arbeitsverhältnisse habe ihn davon überzeugt, daß die schlimmsten Wirkungen des Börsenkrachs auf die Geschäftstätigkeit und hinsichtlich der Verringerung der Zahl der Arbeiter in einem bis zwei Monaten überwunden sein würben. Die
iw rC" uyfeiinnujtTr <D vi ic uji^ueE ginnen. Aus der Untersuchung des Handelsamtes und des Arbettsamtes ergebe sich, daß die an eine Notlage grenzende Arbeitslosigkeit sich auf zwölf Staaten der Union beschränke, während die übrigen 36 Staaten eine nur geringe Veränderung gegenüber den in der Wintersaison üblichen Verhättnissen aufwiesen. Die Untersuchung zeige, daß der niedrigste Stand der Geschäftstätigkeit und im Zusammenhang damit die höchste Zahl der Arbeitslosen in der zweiten Hälfte des Dezember und der ersten Hälfte des Januar erreicht und daß die Lage jetzt viel besser sei. Dem an die Geschäftswelt ergangenen Ausruf zur Aufrechterhaltung der Bautätigkeit sei voll und ganz Folge geleistet worden. Die im Januar und Februar gemeldeten Kontrakte überstiegen um 40 Prozent die jemals in den vergangenen Jahren in der entsprechenden Zeit gemachten Abschlüsse. Die Regierungsstatfftiker schätzen die Gesamtzahl der zur Zeit Arbeitslosen auf nur ein Drittel bis die Hälfte der Arbeitsloseyzayl während der Depression von 1921/22. Die Absicht, die Höhe der Löhne aufrecht zu erhalten, werde durchgeführt. Die Maßnahmen zur Besserung der Geldlage seien erfolgreich gewesen und hätten daM geführt, daß immer zahlreichere Bondsemissionen für öffentliche Verbesserungen aufgelegt werden.
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manchmal beim inneren Menschen, öfters aber auch bei seinem Aeußeren. Wohl dem, der die ganz großen Vorzüge kennt, die unsere Chem. Reinigung in der Wiederherstellung von Herren- und Damenkleider, Kinderkleider. Vorhängen, Gardinen, Decken. Kissen, Teppichen, Polsiermöbel besitzt, oder schon etwas von unseren wundervollen Färbungen in Wolle, Seide und Kunstseide wie auch aller Arten Leder - Garderobe, Handschuhen und Schuhen gehört hat. Wir möchten Sie dabei an den heute so wichtigen Spargedanken erinnern und Ihnen durch unsere Kunst zeigen,was SieAlles an Neuanschaffungen ersparen können.
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Der Spruch des Seeamks.
Hamburg, 7. März. In der am Freitag vor dem Seeamt Hamburg durchgeführten Verhandlung über den Untergang der „Monte Cervantes" und über den Tod des Kapitäns Dreyer wurde folgender Spruch gefällt:
„An dem Aufläufen des SchUes, dessen Kurs und Navigierung nicht zu beanstanden sind, auf einen auf der Karte nicht verzeichneten Felsen, trifft den Kapitän Dreyer und den ihm assistierenden Kapitän Hope, sowie die Schiffsosfiziere keine Schuld. Die schnelle und sichere Ausbootung der 1517 Fahrgäste und größten Teiles der 380 Mann Besatzung ist hoch anzuerkennen. Kapitän Dreyer, der das Schiff als Letzter verlassen wollte, hat sich dadurch einer erhöhten Gefahr ausgesetzt, der er beim Kentern des Schiffes zum Op'er gefallen ist. Das Verhalten des Kapitäns, der in Erfüllung seiner seemännischen Pflicht »erungrückt ist, verdient höchste Anerkennung. Die von dem
Dampfer „Miene F. Lopes" und von den argen- tinffchen Behörden in Ilfhuaia geleistete Hilfe verdient dankbare Anerkenung. Ein« Nachprüfung Wassertiefe in dieser Durchfahrt ist dringend wünschen."
der zu
ac Lahve falscher- Ävrt
Erst nach dem Tode entlarvt.
Vor einigen Tagen starb in Stockton an der The nist der Arzt Dr. James Hull, der seit 20 Jahren beim reisenden Publikum Englands, insbesondere bei den Passagieren der Dampfer der „Penin- futar and Oriantal Navigation Co." als Schiffsarzt großes Ansehen genoß. Er hatte sich vor einigen Wochen von seiner 20jährigen Tätigkeit zurückgezogen und starb jetzt Bei seinem Tode kam die seltsame Taffache heraus, daß der Mann seit 20 Jahren nur auf betrügerische Weise feinen Aerzte- beruf ausgeübt hatte, da er sich durch Diebstahl die erforderlichen Papiere verschafft hatte. Als seine Todesnachricht in den Zeitungen erschien, wurde der Arzt Dr. James Hull in Dublin darauf aufmerksam, und es fiel ihm ein, daß ihm vor vielen Jnh- ren von einem Patienten seine Papiere gestohlen wurden. Er legte damals darauf keinen Weit, weil er jederzeit Nachweisen konnte, daß er tatsächlich der Arzt Dr. Hull sei. Aber jetzt veranlaßte er doch Nachforschungen, wer dieser verstorbene Arzt seines Namens gewesen sei. Der Mann war sehr klug, daß er sich als Schiffsarzt hatte anwerben lassen, denn dadurch kam er nicht in die Gefahr, mit dem Arzt ZusammenMstoßen, dessen Namen er angenommen hatte. ^ätte er sich in einer englischen Stadt niedergelassen, dann hätte er ein Schild an seinem Hause anbringen müssen und wäre dadurch gleich verraten worden. Dieser Gefahr entging er auf dem Schiff. Zugleich chatte er hierdurch die Annehmlichkeit, daß er kaum in die Verlegenheit kam, seinen Mangel an Kenntnissen zu verraten, denn selbst wenn er einen Patienten falsch behandelt hätte, wäre kein oberer Arzt vorhanden gewesen, der ihn kontrollieren konnte, wie es auf dem Lande möglich gewesen wäre. Er war dafür bekannt, daß er
dann erhielt er entweder Pyrainidol oder Rizinus? Im übrigen verordnete er Bettruhe, bis das Schiff an einem Hafen anlegte und der Patient in eine Klinik überführt werden konnte. So machte er wenigstens feine Kunstfehler und schadete niemanden, denn Bettruhe ist für kranke und gesunde Menschen vorübergehend gleich gut. Und auch die beiden angewandten Heilmittel können Schaden kaum anrichten. Falls, was sehr selten vorkam, ein schwerer Krankheitsfall vorlag, dann wurde er an Land in der Klinik behandelt.
Aus dem Vorleben des falschen Arztes wurde fest gestellt, daß er schon seit früher Kindheit ein Tagenichts war, der bereits vor 40 Jahren nach Australien auswanderte. Auch hier zeigte er bereits feine Vorliebe für den ärztlichen Stand, denn nach einer vorübergehenden Tätigkeit als Goldgräber in Afrika kam er nach Australien wieder zurück, wo er plötzlich unter anderem Namen sich als Arzt niederließ. Er heiratete die Tochter eines reichen Mannes aus Sidney und ging dann wieder nach England, wo er sich anscheinend durch Diebstahl die Papiere verschaffte, die ihm die Möglichkeit gaben, nunmehr mit allen amtlichen Ausweisen die ärztliche Arbeit auszuführen. Da er auch sonst in seinem Aeußeren als kultivierter Mensch aufträt, und mit gut gespielter Bescheidenheit einige hohe Orden
sehen ließ, so schöpfte kein Mensch Verdacht, daß man es mit einem Betrüger zu tun hatte. Einmal wäre es ihm beinahe schlecht gegangen, als er einen ^Patienten falsch behandelte, der an dicher Vchach- lung starb. Er beruhigte aber die Vevwandtm, indem er ihnen eine Scl>adM«rsatzsumm« zähste, denn er war klug genug, sich aus gerichtliche Auseinandersetzungen nicht einzulaffen. Als btt Kapitän sich deswegen wunderte, erklärte er schr überlegen, daß er keinen Wert darauf lege, sich vor Gericht rumzustretteu Offenbar ist er seit diesem Fall sehr vorsichtig geworden, so daß er nicht mehr wegen seiner Kurpfuscherei in direkte Berl-egenheiim, geriet. Erst nach seinem Tode stellte man fest, dah er 20 Jahre lang als betrügerischer „Arzt" gelebt hatte.
Explosion auf einem Tankdampfer
Rewyork.S. März. Ein in Kearney am Pastei River westlich von Rew Persey liegender Tank, dampser der Pure Oil Comp. ist in Brand geraten und nach schwerer Explosion gesunken. 3 Mann bet Besatzung werden vermißt. Ueber die Ursache bet Explosion ist noch nichts bekannt. Gleich nach bet ersten Explosion war das Schiff in eine gewaltige Flammengarbe gehüllt, die auf das Dock, an dem der Dampfer festgemacht war überzugreifen drohte. Die fjdltetaue wurden durch den Brand zerstört, so daß das brennende Wrack in die belebte Schiffahrt», strafte trieb. Bei Eintritt der Flut wurde das Scfjiff flußeinwärks getrieben und versank nach einer Explosion.
rtunde«nk-v»s«vamme
Montag, 10. März.
6.30: Wetterbericht und Zeitangabe. Anschließend: Morgengymnastik. 12.30: Schallplattenkonzert: Schlager-Revue 1929—30. 13.30: Werbekonzert. 16—17.45: Aus dem Kurhaus Bad Homburg (nach Stuttgart): Konzert der Kurhauskapell« Burkart. 18.05: „Ideen und Ziele des deutschen Werkbundss". 18.35: Nach Stuttgart: Eduard Reinacher liest aus seinem Roman „Bohème in Kustenz". 19.05: Nach Stuttgart: Englischer Sprachunterricht. 19.30: Nach Stuttgart: 10. Montags- kongert. 21: Rach Stuttgart: Jin Zigeunerlager, Mikrophon-Reportage, Sprecher: Dr. Paul Laven und Hugo Ramm. 21.30: Nach Stuttgart: Oper auf Schallplatten. In der Besetzung des Teatro alle Scala, Mailand: Der Barbier von Sevilla. 23.30: Nach Stuttgart: Nachrichten.
Ssvekue. Mmrnttlmtm
Turngemeinde Hanau. Heute abend 9 Uhr Turnausschußsitzung.
Zentrumsparkei. Heute abend 8.15 Uhr Monatsversammlung im „Hecht".
Orakorienverein. Proben für diese Woche: Diens, tag und Freitag Damen 7.45 Uhr, Herren 8.10 Uhr. Bitte Mitgliedsbeitrag mitbringen.
Afa-Ortskarlell (Werkmeister Verein). Milt- woch, 12. März, abends 7.30 Uhr Vortrag in der Gewerbl. Fortbildungsschule, Iohanneskirchpl. 1.
Sitzung der Skadtverordneken-Versammlung am Donnerstag, 13. März, und nötigenfalls Freitag, 14. März 1930, jeweils 5 Uhr nachmittags im Stadtverordnekensitzungsfaal Tagesordnung:
1. Neuwahl der Mitglieder der Steuerausschüsse beim Finanzamt
2. Bericht des Magistrats über den Stand und die Verwaltung der Gemeindeangelegenheiten
3. Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1930
4. Erhöhung der Preise für elektrischen Strom ab 1. April 1930
5. Erhöhung des Wasserpreises ab 1. April 1930
6. Erhöhung des Gaspreises ab 1. April 1930
7. Erhöhung des Schulgeldes der Mittelschulen und der Kaufm. Schulen ab 1. April 1930
8. Einführung einer örtlichen Diersteuer. Anschließend: Geheime Sitzbng. Hanau, den 8. März 1930
Der Stadtverordneten-Vorsteher: gez. Grimm.
Einern Teil unserer heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt der Firma Emil Eyermann, Hanau, Rosen- straßs 16 bstr. die „Illustrierte Rarnan weit" bei.