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Donnerstag den 6. März 1930

Nr. 55

warche beerdigt und der Zahnarzt erhielt die Ber- jicherungssumme ausbezahlt.

Pierre Läget fühlte sich einsam und er heiratete Um zweiten Mole, Suzanne Alexandre, die jünger« Schwester seiner ersten Frau. Diesmal schloß er vorsichtigerweise eine höhere Versicherungssumme auf das Leben seiner Frau ab: 500 000 Frank. Auch «uzanne Läget wurde plötzlich krank und sie starb an einem rätselhaften Leiden, zu dessen Behand­lung Lagst einen Kollegen aus Veziere zugezogen hattt. Der Kollege konnte der beouernswerten Frau auch nicht Helfen, sie mußte sterben. Unbegreiflicher- weffe kam auch jetzt noch kein Mensch auf die Idee, daß es sich bei dem plötzlichen Tod der beiden Frauen nicht mit rechten Dingen zugegangen war. Weder die niedergebrochenen Eltern der Schwestern noch irgend jemand anderer kam auf den Gedanken, daß zwischn jenen Lebensversicherungen und dem Tod der beiden jungen Frauen irgendein Zusam­menhang bestehen konnte.

Das Geld zerrann Pierre Loget unter den Hän­den und bald war von dem Versicherungsgeld nichts mehr übrig. Der Zahnarzt, der sich um seine Praxis nicht mehr kümmerte, mußte sich von seiner Schwester eine größere Summe ausleihen. Bald darauf konnte Pierre feine Schwester überreden, eine größere Versicherung adzusihKehen, deren Be­dingungen Mademoiselle Läget vertrauensvoll ihrem Bruder überließ. Wenige Monate nach dem Abschluß der Versicherung wurde Mademoiselle Läget krank; der Arzt konstatierte Dergiftungser- fMeinungen, hervorgerufen durch Arsenik. Jetzt wurde die Schwester stutzig, sie dachte an die Frauen ihres Bruders und sie erkannte dunkle Zu­sammenhänge. Sie zeigte Pierret Läget an. Der Zahnarzt und Ehrenlegionär leugnet zunächst jede Schuld; die Beweise gegen ihn sprechen indes so deutlich, daß ihm fein Leugnen nicht mehr lange helfen wird.

verlegung von Rohren durch den Tegeler See bei Berlin, wobei die Arbeitskommandos, die über größere Entfernungen vermittelt werden müssen, ins Mikrophon gesprochen und durch Lautsprecher übertragen werden.

Mit Lachskonservsn fönst man Sake

Eigenartige Fangmekhoden auf Samoa

Der Haifischfting gilt bei den Eingeborenen der Umgebung von Pago-Pago, dem Hafen der Swnoainsel Tutuila, als beliebtester Sport. Sie be­

in

dienen sich dabei weder der Harpunen noch der Speere. In großen Kanus fahren die Samoaner auf die Bucht hinaus und werden nicht müde, unter­wegs zu beten, daß der Fang guten Ertrag liefere. Um aber diesen Gebeten mehr Nachdruck zu geben, öffnen sie eine Büchse Lachskonserven und schütten des Inhalt ins Wasser, denn es gibt nichts, was ein Hai solchen Lachskonseroon vorziehen würde. Dann wird ein dicker Stock durch ein in eine Kokos­nuß gebohrtes Loch gesteckt, und wenn ein Einge­borener die Nuß auf dem Wasser tanzen läßt, stim­men die Gefährten ein lautes Geschrei an, um die Haifische anzulocken. Eine 25 Meter lange Leine von Dcwmendicke wird ausgertrorfen, nachdem man an ihr ein Stück Holz und einen Fetzen fauliges Fleisch befesttigt hat. Das Holzstück dient dazu, den Kader an der Wasseroberfläche schwimmend zu er- haiten. Wenn der Haifisch, nachdem die Leine mit einem Ende am Bootsrand festgemacht ist, noch immer nicht erscheinen will, nimmt man erneut feine Zuflucht zum Gebet. Die Aufregung beginnt, wenn endlich ein Hai gesichtet wird. Ist dann der schwimmende Menschenfresser im Begriff, nach dem aus gelegten Fleischöoder zu schnappen, zieht ihm der Eingeborene die Lockspeise vor der Nase weg. Das Maul des Haifisches erlaubt ihm nicht, den Biffen mit einemmal zu verschlingen; er muß viel­mehr zu diesem Zweck eine Wendung machen, wo­durch es nicht schwer wird, ihn durch geschicktes Manipulieren mit dem Köder an das Boot heran-

zubringen. Hinter dem Eingeborenen mit der An­gelleine sitzen zwei andere, der eine mit einer Schlinge, der andere mit einer 2 Meter, langen Stange bewaffnet. Die Angelleine mit dem Köder wird dann aus dem Wasser an Bord gezogen, wenn der Haifisch das Boot erreicht hat. Diese Annähe­rung benützt der Eingeborene, um dem Hai mit geschicktem Wurf die Schlinge über den Kopf zu werfen un dhinter der Rückenflosse fest zujammenzu- Sichen. Ein vier Meter langer Hai-fisch dann gut und gern ein Boot umwerfen, der Mann mit der Stange stößt ihm deshalb träfe blitzschnell gegen das Maul, uNd wenn der Beißwütige die Kiesern austeiht, rennt er ihm die Stange durch den Rachen in die Brüst. Das wütende Tier macht ver­zweifelte Anstrengungen, um sich zu befreien, wird aber durch einen Beilhieb auf den Kopf zum Schweigen gebracht. Eine schwere Keul« tritt jetzt gleichfalls in Aktion. Nachdem der Fisch mit Aexten tumb Keulen bearbeitet ist, wird er am Schwanzende ausgeschnitten, und blutet langsam aus, doch dauert der Kampf manchmal mehrere Stunden.

SeMüttMev im Reith dev KMte

Der Kaiser mit dem durchsichtigen Bauch — Kröten vnd Spinnen als Medizin — Rarkose vor zwei Jahrtausenden

Don Herbert Elvers.

o Kein anderes Volk der Erde hängt so am Alt­hergebrachten wie das chinesische. Nur im Reich der Mitte konnte ein Gesetz erlassen werden, das den mit dem Tode bedroht, der einen neuen Ge­danken äußert oder etwas Neues erfindet. Dies Festhalten an der Tradition gilt auch für die Medi­zin, die vor allem im Innern des Landes nach Jahr­hunderte alten Vorschriften und Regeln ausgeübt wird. Vielfach schwört der chinesische Arzt noch heutigen Tags auf das Pin und das Ian, das männliche und weibliche Prinzip im Naturgeschehen, und führt alle Krankheiten auf den Gegensatz zwischen beiden zurück.

Diese erleuchteten Jünger Aeskulaps entnehmen Shue Wn'sèüschaft noch immer einem medizinischen Werke, das vor vier Jahrtausenden von dem Kai­ser Schin Nunq verfaßt sein soll. Die Ueberliefe-

Radio im Dienste dev Lndustvie

rung berichtet, daß der Herrscher mit einer durch- fi tätigen Bauchwand geboren wurde und daher die Wirkung jeder Medizin auf seinen Organismus be­quem studieren konnte. Es darf daher nicht wun­dernehmen. daß Schin Nung eine Leuchte auf medi- [ zimschem Gebiete wurde. Vermutlich auf Grund : eigener Beobachtungen konnte er zu der Erkenntnis . gelangen, daß der Verstand seinen Sitz tot Magen, die Seele dagegen den ihren in der Leber hat, eine ■ Weisheit, an die viele chinesische Aerzte noch heute glauben.

Dem Werke Schin Nungs würdig zur Seite steht der Pojau ober die chinesische Pharmakopoe, ein Handbuch zur Bereitung von Arzneien. Die in ihm angegebenen Mittel sind vielfach derart, daß ein ge­sunder Mensch vom bloßen Lesen krank werden kann. Danach gelten mit Eiern und Garnelen ge­kochte Rindersehnen als vorzügliches Mittel gegen zahlreiche Krankheiten, und nahezu gleicher Wert­schätzung erfreut sich die zu einer leimigen Masse gekochte Kuhhaut. Gegen Muskelschmerzen wie auch gegen Geschwüre jederArt verordnete der.Pojau eine aus getrockneten Kröten bereitete Salbe. Blähungen verschwinden wie durch Zauberei, wenn der davon Geplagte einige Spinnen „in ihrem natürlichen Zustande" verspeist. Da haben es die Mondsüchtigen schon besser, denen der Genuß von : Aal empfohlen wi I vieMki^

gotischen Gemse, einer Antilopenart. Man brennt ès und zerstampft es zu Pulver als Spezifikum gegen Schlaganfall, Rheumatismus und Lungen­entzündung! oder es wird pulverisiert und aufge- ; kocht kleinen Kindern als milde wirkendes Abführ-

ma

mittel eingegeben.

Auf Grund dieser beiden Werke wird nun munter praktiziert. Als feststehende Regel gilt bei den Chinesen, daß man sich nur von Aerzten be­handeln läßt, in deren Familie dieser Beruf mindestens seit drei Generationen ausgeübt wird. Kein Arzt darf ein Mittel verschreiben, das nicht durch „feststehende Erfahrung sanktioniert" ist. Der Unvorsichtige, der an einem Kranken eine Arznei eigener Erfindung ausprobieren würde, riskiert es, daß ihm, falls der Patient stirbt, der Kopf vor die Füße gelegt wird.

In schweren Fällen zieht man, wie auch bei uns, mehrere Aerzte zu Rate; aber da kann es passieren, daß nicht alle einer Ansicht sind. Alsdann hütet sich jeder der gelehrten Herren, ein Rezept zu verschrei­ben, aus Angst, es könnte das verkehrte fein. Wenn dann der Kranke wegen Mangel an jeder Behand­lung stirbt, so trifft die Aerzte kein Vorwurf; haben sie doch nur eine uralte Tradition befolgt.

Gegenüber diesen vorsintflullichen Zuständen muß es geradezu überraschen, daß es schon vor zwei Jahrtausenden in China Aerzte gegeben hat, die ihrer Zeit weit voraus waren. Der berühmteste war wohl Hua, der zur Zeit des Baubeginns der großen Mauer lebte. Hua, ein geschickter Chirurg, wandte bei feinen Operationen bereits Haschisch als Anästhetikum an. Die Wunden nähte er mit „heil­kräftigen Fäden", was nichts anderes bedeuten kann, als daß jener bereits Kenntnisse in der Anti- S5 besaß. Wie kaum anders zu erwarten'war, dieser seiner Zeit so weit voraus Geschrittene ein vorzeitiges, gewaltsames Ende. Seine medi­zinischen Erfahrungen und Lehren hat er in einem umfangreichen Werke niedergelegt, Mn dem ein großer Teil leider verbrannt wurde; der Rest wird noch heute von chinesischen Aerzten als wertvolles Lehrbuch geschätzt.

Etwa ein Jahrtausend später als Hua lebte ein anderer bedeutender Arzt, Sun, dem wegen seiner fabelhaften Erfolge der Beinamen „der große Gott, der das Leben erhält" beigelegt wurde. Von ihm erzählt man folgendes Geschichtchen: Die an einem geheimnisvollen Leiden erkrankte Kaiserin berief den berühmten Arzt zu sich. Da die Hofetikette verbot, daß Sun in unmittelbare Berührung mit der hohen Patientin kam die er nicht einmal sehen durste, um feine Diagnose zu stellen, so schlug der Arzt vor, man solle um das Handgelenk der Kai­serin einen Seidenfaden legen, diesen in das be­nachbarte Zimmer führen und ihm dort in die Hand geben. So wollte er den Puls fühlen und danach die Krankheit erkennen. Der Vorschlag wurde an­genommen. Die Kaiserin wollte Sun zunächst auf

die Probe stellen und legte den Faden um den Bett­pfosten, dann um eine Pfote ihrer Schoßhündchens, aber beide Male merkte Sun den Betrug. Die Kaiserin war jetzt von den Fähigkeiten ihres Arztes überzeugt, befolgte alle feine Anordnungen auf das genaueste und wurde geheilt.

Männer wie Hua ober Sun bilden aber Aus- n ahmen. Wie es um das Können der großen Masse ihrer Kollegen auch heute noch bestellt ist, zeigt treffend ein im Fernen Osten gern erzähltes Ge­schichtchen: Der Höllenfürst war erkrankt und sandte Boten auf die Erde, die ihm einen tüchtigen Arzt be­sorgen sollten. Eifrig machten sich die Abgesandten auf die Suche, fanden auch die Wohnungen vieler Aerzte, aber nirgends gelang es ihnen, Zutritt zu erlangen. Denn alle waren belagert von Scharen erboster Geister Verstorbener, die zu Lebzeiten von dem betreffenden Arzte behandelt und unter die Erde gebracht worden waren und jetzt ihre Rache nehmen wollten. Schließlich stieß ein Höllenbote auf die Behausung eines Heilkünstlers, vor dessen Tür er nur einen einzigen Geist bemerkte. „Das muß ein ungewöhnlich tüchtiger Arzt sein", sagte sich der Sendling aus der Unterwelt, „ist ihm doch nur ein einziger Patient gestorben". Aber dann kehrte er enttäuscht zur Hölle zurück. Es stellte sich nämlich heraus, daß jener Arzt erst am selben

Kaänkunftftüä

5 Tricks eines Kartenkünstlers

Don 3. H. Rösler.

Im „Prager Tagblatt" bringt der Ver­fasser einige unterhaltende Tricks, die wir unseren Lesern zur Anregung der Geselligkeit nicht vorenthalten wollen.

Kartenkunststücke machen viel Freude, wenn man sie selbst ausübt. Sie aber lediglich zu sehen und vom Kartenkünstler nicht zu erfahren, wie es gemacht wird, ärgert uns immer. Einer der besten Kartenkünstler, Fred Ronner (der gegenwärtig in Wien auftritt), verriet uns nun einige feiner be­rühmten Tricks. Es find Kartenkunststücke, die ohne große Fingerfertigkeit von jedem Laien auszu- führen sind und durch ihre Einfachheit verblüffend wirken.

Erraten einer Karte _

Das Experiment: Man läßt eine beliebige Karte ziehen. Bedeckt das Spiel mit einem Tuch oder eine Decke. Dann bittet man den Mann, der die Karte gezogen hat, sie irgendwohin in das Spiel zu geben. Wer unter dem Tuch, das nicht aufge­hoben werden darf. Er kann die Karten unter dem Tuch mischen und abheben, wieviel er will. Ist das geschehen, nimmt man das Spiel hervor und nennt sofort die gezogene Karte.

Lösung: Wenn die Karte gezogen ist, legt man das Spiel unter das Tuch. Aber unauffällig so, daß die Kartenrücken nach unten, die Bildseiten nach oben kommen. Wenn jetzt der Gegner die Karte unter dem Tuch in das Spiel steckt, wird er sie selbstverständlich mit dem Rücken nach oben hin- einlegen, damit man die Bildfläche nicht erkennen kann. Es ist dann für den Kartenkünstler leicht, die umgekehrt« Karte aus dem Spiel heraus­zufinden.

Das Experiment kann erweitert werden, indem man zwei Karten auf dieselbe Weise ziehen läßt und herausfindet. Ferner kann man, was bet allen Kunststücken zu verwenden ist, di« gedachte oder gezogene Karte aus dem Spiel herausfallen lassen. Nachdem man das Spiel genommen und die be­treffenden zwei Karten erkannt hat, legt man sie oben und unten auf das Spiel, fsuchtet leicht die Finger an und wirft jetzt mit einem leichtem Ruck die Karten auf den Tisch Durch eine drehende Handbewegung fallen die beiden seitlichen Karten, die am feuchten Finger hängen bleiben, mit der Bildseite auf den Tisch.

Erraten einer gedachten Karte, nicht berührten Karle.

Das Experiment: Sie legen vier Karten auf ben Tisch. Eine davon denkt sich der Gegner. Dann nimmt man die vier Karten heraus, besieht

sie sich, steckt sie in das Spiel und behauptet, die ' gedachte als Letzte noch in der Tasche zu haben. : Der Gegner nennt, befragt, die gedachte Karte. ■ Man zieht die letzte Karte aus der Tasche. Es j stimmt.

Die Lösung: Vor dem Experiment steckt man ; drei beliebige Karten in bie Tasche. Dann läßt man vom Gegner vier beliebige Karten aus dem Spiel ziehen, erwählt eine davon in Gedanken aus und man steckt die vier Karten, deren Reihenfolge man sich genau merken muß, in die Tasche auf die darin befindlichen drei Karten. Diese drei ersten Karten zieht man jetzt einzeln heraus und legt sie vom Zu­schauer nicht erkannt, indem man sie selber betrach­tet, in das Spiel auf den Tisch zurück. Nach der dritten Karte sind in der Tasche immer noch die vier Karten, von welchen eine die gedachte Karte sein muß. Wenn jetzt der Gegner seine Karte nennt, ist es nicht schwer, sie aus der Tasche und den vier Karten herauszuziehen, wäh­rend jeder glaubt, daß sich nur noch eine Karte darin befindet. Zur Wiederholung des Kunststückes bleiben jetzt die drei Sorten in der Tasche.

Welche Karte fehlt?

Das Experiment: Man läßt aus einem vollen Spiel eine beliebige Sorte ziehen, blättere dann das Spiel zweimal durch und nennt sofort die ge­zogene Sorte.

Die Lösung: Ein Kartenspiel von 32 Blättern ergibt die Wertsumme von 216. Die Berechnung ist folgende: Aß gilt 11, König 4, Dame 3, Bube 2, Zehn 10, Neun 9, Acht 8 und Sieben 7. Das sind zusammen 54 Punkte Bei vier Farben also 216. Wenn jetzt eine Karte gezogen wird, addiert man schnell beim Durchblättern die restlichen Karten und wenn jetzt beispielsweise die Addition 207 er­gibt. fehlt eine Neun. Beim zweiten Durchblättern sucht man, welche Neun fehlt.

Prophezeiung?

Das Experiment: Man schreibt auf ein Blatt Papier eine Zahl, die die Zuschauer vorerst nicht sehen dürfen. Dann legt man das Papier umge­kehrt auf den Tisch und stellt ein Glas darauf. Links vom Glas gibt man vier Karten, rechts acht. Sie sagen jetzt, daß Sie bereits auf das Papier geschrie­ben hätten, welches von beiden Päckchen der Geg­ner auf das Glas legen wird. Legt nun jemand das rechte Päckchen auf das Glas, stecken Sie die linken Karten in das Spiel zurück und zählen bie gewühlten Sorten vor: eins — zwei — drei — vier — fünf — sechs — sieben — acht Sorten. Wenn jetzt der Zettel umgedreht wird, steht darauf die Zahl a—cht.

Die Lösung: Man schreibt auf den Zettel Me Zahl acht. Links neben das Glas legt man die vier Achter des Spieles, rechts acht beliebige Karten, wobei es besser ist, wenn das Abzählen nicht auf­fällt. Nimmt jetzt der Gegner das rechte Päckchen, so hat man acht Karten, wie auf dem Zettel stand. Ergreift er aber die linken Karten, so steckt man eben dte acht rechten Karten in das Spiel zurück und man hat errraten, daß er die vier Achter, die

und man hat errraten, daß er die vier Achter, die ,1 “ links lagen, auf das Glas legen wird. Zur Ab- v , wechslung kann man sfelbe Experiment mit de Sieben, Neun

Das Erraten einer von Gegner nicht gekannten, durch Würfeln bestimmten Karte . "

Das Eperiment: Der Kartenkünsüer läßt zuvor das. Spiel gut durchmischen. Behauptet nach ein­maligem, schnellen Durchblättern sich genau die Reihenfolge der Karten gemerkt zu haben und bie Karte jeder Zahl nennen zu können. Er legt die Karten, die jetzt nicht mehr angerührt werden bür« men, auf den Tisch und gibt dem Gegner drei Wür­fel, läßt in seiner Abwesenheit beliebig würfeln, die drei Würfel übereinander stellen und die Punkte der vier oder auch nur zwei gegenüber­liegenden Seiten zusammenzählen. Hereingerufen, fragt er nach der Summe der Addition, die -dies­mal vielleicht vierzehn ergeben hat. Jetzt sagt er sofort: „Die vierzehnte Sorte ist bas Tresfaß." Die Sorte wird abgezählt. Es stimmt

Sie Lösung: Wenn man Me Punkte der zwei gegenüberliegenden Flächen eines Würfels zusam- menzählt, ergibt dies stets sieben. Drei Würfel er« geben daher stets 21 oder vierseitig 52. Man muß sich nun beim Durchblättern die 21. ober die 52. Sorte merken Bei Wiederholung der Experimente ist es empfehlenswert, die Würfelzahl zu ändern. Zwei Würfel ergeben die Zahl 14, vier Würfel bte Zohlen 28.

Versuchen Sie jetzt diese luftigen Experimente selbst. Sie werden sie sofort können und nies Freude baran haben Aber wenn einer Ihrer Zuschauer wissen will, wie Sie es machen, verraten Sie es nicht. Sonst verpatzt er Ihnen — boshaft, wie die Menschen sind — das Nächstemal bestimmt die Sache.

«EWeS «»««tat in «o«a

Wien, 5. März. 3n Sofia ist der bekannte Schriftsteller Savil Pundel, der Chefredakteur der Wochenschrift „Wardar", gegen 1 Uhr mittags auf der Straße durch mehrere Revoloerschüsse getötet worden. Gleichzeitig mit ihm wurde sein Wächter, der ihn ständig zu begleiten pflegte, erschossen. Di- Täter konnten zunächst flüchten, wurden dann aber verhaftet. Sie sind Anhänger des Bandenführers Michailoss und heißen Angeloff und 3oanoff. Sie sollen bereits ein Geständnis abgelegt haben.

Pundel war ein in politischen Kreisen bekannter und hochgeschätzter Journalist, der sich wiederholt gegen die Kampfmethoden der mazedonischen Terroristen wandte. Sein Mut hat ihm jetzt das Leben gekostet.

auch an Konservengemüse MAGGPWurze

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