Sie. SV
Gamstas den
13. Sebvuar
Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn, und Feiertage. / Lezugspreis: Für den halben Monat RM.1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag ick, Samstag 12 R.pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 R.pfg-, im Reklameteil von 68 mm Breite 25 R.pfg. / Offertengebühr 50 R-Pfg.
GeuevÄ Anzeiger für
nzeigev
Onnau Giadt und Land
Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. / Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplatzvorschrift u. Erscheinungslage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet. ^Geschäftsstelle: Hammerstr. 9 / Fernspr. 3956,3957,3958
1930
Das Neueste
— Der Auswärtige Ausschuß des Reichstages und der Haushallsausschuß berieten gestern gemeinsam über die Dounggesetze. Dr. Curtius gab dabei Erläuterungen über Gesamlschuld und Annui- läten.
— Bei Beratung des Gastsläklengesehes im volkswirtschaftlichen Ausschuß des Reichstages wurde die Polizeistunde reichsgefehlich generell aus 1 Uhr festgesetzt; die Nachgeordneten Behörden können jedoch Ausnahmen in gewissem Umfange zulassen.
— vor dem Staatsgerichtshof für das Deutsche Reich begann gestern die Verfassungsklage des Völkisch-Rationalen Blocks und der Volksrechtparlei gegen das Land Preußen auf Feststellung der Ver- fassungswidrigkeil von Bestimmungen der Paragraphen 31 und 32 des preußischen Landeswahl, gesetzes.
— 3m Jorns-Prozetz wurde der Beklagte Born- stein wegen formaler Beleidigung des Reichsanwalls zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt.
— Gestern begann in Insterburg der Prozeß gegen den litauischen Emigranlenführer. Pletsch- tailis und Genossen.
— Tardieu und Briand sind in der Rächt zum Samstag aus London kommend wieder in Paris eingetroffen.
— Aus Spanien werden wieder Unruhen gemeldet.
GâtSâe
; V
lastung aus Den Annuitäten |et von Den Isacyver-
|gg||jg«|eegg|eim» ™^^ ferstandaqÄl her ReWeruugsparteion hatten renchnet worden.
e abend eine mit dem Reichsfirmmz- Der Gegenwartswerl bekrage rund 34,5
1 heute abend eine Aussprache mit dem Reichsfiulmz- minister über die Gestaltung des Haushaktâns i von 1930. Jin Mittelpunkt stand wieder das Problem der ArbLitslosenversicherung. Der Gesamteindruck der Teilnehmer geht dahin, daß eine endgültige Einigung über die hiergestettte Aufgabe M greifbare Nähe" gerückt sei. Die Lösung geht em wesentlichen in der Richtung die in der gestrigen Sitzung der volksparteilichen Fraktion sich abge« zeichnet hat. Man denkt daran, den vom Reich zu gebenden Zuschuß auf «in Höchstmaß von loO Millionen zu beschränken, diesen Zuschuß aber nicht nwhr aus laufenden Mitteln zu geben, sondern durch Verkauf von Eisenbahn-vorzugsaktien an^ di« Sozialversicherungen aufzubringen. Das Reich würde sich in diesem Falle ein Rück-kau-ssrecht an den begebenen Aktien ofsenhnlten. ,
Im übrigen geht die Tend-enz der Besprechun- gm dahin, die 'Arbeitslosenversicherung orga-mia- torisch auf eine stärkere Selbständigkeit zu stellen. Das würde praktisch bedeuten, daß die nod) ^. jn= den Summen durch die Initiative der Versicherungsanstalt unter Mitwirkung der Arbeitgeber unb" Arbeitnehmer aufgebracht werden mußten. Mit andern Worten würde das heißen,, daß sich der Reichstag seines Rechts der Beitragssisil-etzung wie aber überhaupt der Legislative so gut wie begibt. Die heutigen Beratungen wurden nach «m- «inhalb Stunde'aus Montag vertagt.. Der Vertreter der Regierungsparteien im Sozialpolitischen Ausschuß werden sich dann versanimeln, um darüber zu b-eraten, was zu tun ist, um die in Umrissen heute festgesteM Lösungsmöglichk«»t end-
SWig zu machen
Bevatunsen des Mnanrminisisv
Berlin, 14. Febr. Heute vormittag haben die Aesprechungen zwischen dem ReichsfrnanMlmster mit den Frir»nzm'iWtevn der Länder, die zwei Tage dauern soll, begonnen. Die heutigen Beratungen waren nur eine Vorbesprechung mit den itlnanzminiftern der großen Länder Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg und Baden. Im größeren Kreise finden die allgemeinen Beratungen erst morgen statt. Gegenstand der Debatte ist naturgemäß der Etat und die Deckungsnovsasiage unter besonderer Berücksichtigung der Länderflnan- M. Bei dieser Gelegenheit werden die einzelnen Länder ihr« besonderen Wünsche und Vorschlag« borbringen.
Gniâmms itt Nolen
Berlin, 14. Febr. Di« Befürchtung, daß die polnische Regierung aus dem Umweg über die sogenannte Agrarreform ihre gegen das Deutschtum gerichtete Politik fortsetzen werde, Elch wenn das Liguidationsabkommen paraphiert werden sollte, erhält neue Nahrung aus der jetzt ^öffentlichten Parzellierungsliste für das Jahr 1930. Danach handelt es sich, wie der „Deutschen Tageszeitung, aus Posen gemeldet wird, unter den «9 namentlich angeführten Enteignungsprojekten in blcht weniger als 28 Fällen um deutschen Groß- grundbesch Insgesamt sollen in Posen und po- merellcn 13 820 Hektar enteignet werden. Davon Mallen auf deutschen Besitz" 9980 auf Polen nur
Auch für das Jahr 1931 soll eine weit-
Dee NsunspSan vor den Ausschüssen KeichsauDenminiftev Dr. Luvtins über die &&&e dev sinauzieUeu Gesamttasten
In der kommenden Woche wird der Reichstag im Zeichen der Ausschußberatungen stehen: Der Auswärtige und der Haushalts-Ausschuß sind gemeinsam versammelt und haben bereits am Freitag mit den Breatungen der Dounggesetze begonnen. Den Vorsitz der Beratungen "hat der Abg. Hüllmann übernommen, während sonst der Abg. Scheidemann den Vorsitz im Auswärtigen Ausschuß führt. Der Auswärtige Ausschuß hat außerdem für die Beratungen über die Dounggesetze seine sonst übliche Vertraulichkeit aufgegeben. Die vereinigten Ausschüsse waren aber von so vielen Abgeordneten und Regierungs- und Ländervertretern besucht, daß man in den Plenarsaal des Reichstags übersiedeln mußte. Dort sieht man nun hin Bild, wie bei einer ziemlich gut besuchten Plenarsitzung, nur daß die Öffentlichkeit und die Presse ausgeschlossen sind, die auf halbamtliche Berichte angewiesen ist.
*
Reichsaußenminister Dr. Curtius eröffnete die sachliche Beratung mit längeren Ausführungen über die tatsächliche Höhe der finanziellen Gesamtbelastung. Es sei nicht so, daß Deutschland die interalliierten Schulden an die Vereinigten Staaten übernommen habe. Deutschland habe sich lediglich
zur Zahlung von Annuitäten verpflichtet. Die Belastung âus den Annuitäten sei von den Sachver
Milliarden Bfcrf.
Man solle endlich aufhören, die Oeffentlichkeit damit zu beunruhigen und irre zu führen, daß man die Annuitäten addiere und eine Riesensumme nenne, die wir zu zahlen hätten. Wenn ein Landwirt eine Hypothek von 34 500 Mark aufnehme, die mit 514 Prozent zu verzinsen und in 58 Jahren zu tilgen sei, habe er auch in der Summe der Iahreszahlungen 113 500 Mark zu zahlen, gleichwohl wird niemand daran denken, zu behaupten, daß der Landwirt oder sein Grundstück mit 113 500 Mark belastet wird. Seine Schuld wird stets nur mit der Normalschuld der Hypothek, nämlich mit 34 500 Mark, beziffert werden.
Wenn man die Dawes-Belastungen zusammenzähle, wobei man den „Wohlstandsindex" berücksichtigen müsse, so komme man auf 169 Milliarden beim Dawes-Plan gegen 116 Milliarden beim Poungplan. Der Gegenwartswert beim Reuen Plan betrage 34,5 Milliarden gegen rund 49 Milliarden beim Dawes-plan.
Die Durchschnittsannuitäten beim Neuen Plan betrügen 2000 Millionen gegen 2736 Millionen beim Dawes-Plan.
Rach dem Dawes-Plan halten wir in den nächsten zehn Jahren mehr als 7 Milliarden mehr zu zahlen.
Die ungeschützten Annuitäten betragen im ersten Jahr rund 700 Millionen Mark und fallen dann im zwanzigsten Jahr auf 676 Millionen entspre- chend der Verringerung des Dienstes der Dawes- Anleihe. Sie betrage von da an bis zum Schluß 612 Millionen Mark; im Durchschnitt betragen sie 654 Millionen Mark. Durch diese Aenderung des ursprünglichen Planes sei eine Ueberbelastung nicht eingetreten.
In das Kapital der S a ch l i e f e r u n g e n, so fuhr der Minister fort, gehöre auch hinein die Frage des R e c o v e r y - A k t e s, dessen ursprüngliche Methoden nun nicht mehr in Frage kommen. Es handelt sich jetzt um ein einfaches Devisenablie- fcrungsverfahrcn. Darin, daß als Zahlungstermin die M o n a t s m i t t e und nicht das Monatsende feftgelegt worden ist, liegt eine Mehrbelastung nur in dem Falle, wenn das Reichsfinanzminifte- rium sich die nötigen Kassenmittel borgen müsse.
Die Anssvvache
Die Aussprache eröffnete nach den Ausführungen des Reichsaußcnministers der deuifckz- nationale Abgeordnete Dr. Reichert, der sich gegen die Berechnungen des Ministers wandte, ^-en größten Nachteil des Doungplans sicht Dr. Reichert in der Tatsache, daß die deutschen Leistungen nicht
gehende Aufteilung deutschen Grundbesitzes vorgesehen sein.
Mexikanische Studenten auf einer hackende beschossen. — vier Tote.
Rewyork, 14. Febr. Associated Preß meldet aus Mexiko: Laut Zeitungsberichten mürben «4 Stu-
nach der deutschen Leistungsfähigkeit berechnet, sondern mit der Kriegsverschuldung unserer Gegner in Verbindung gebracht wurden. Die Dalutaver- pflichtung bedeute eine neue Sonderbelastung, zumal die zukünftige Kaufkraft der Goldwährung durchaus offen sei. Die jährliche Kapitalbildung in Höhe von zwei Milliarden in Deutschland werde durch die Tribute der Wirtschaft regelmäßig entzogen.
Für die Christlich-nationale Arbeitsgemeinschaft sprachen Dr. Ho e tz s ch, Dr. K l ö n n e und die Abgeordnete v. Sybel. Dr. Hoetzsch hielt eine förmliche Verbindung der Reparationen mit den interalliierten Schulden für vorliegend. Dr. Klönne hält den Vergleich des Ministers mit einer Hypothekenaufnahme für abwegig, da man mit dieser arbeitet und die Zinsen und Tilgungszahlungen verdienen könne. Ungeheuer schädlich sei die Umwandlung der Sachleistungen in Geldleistungen. Jede Milliarde an Sachleistung stelle die Beschäftigung von 175 000 Arbeitern sicher. Auch der Abgeordnete von Sybel berechnet eine Verschlechterung durch den Dgung- Plan.
2[(s letzter Redner vor der Mittagspause sprach in den gemeinsamen Ausschüssen Dr. Dernburg (Dem.), der betonte, daß
der Poungplan nur eine Etappe auf dem Wege
darstelle. Die deutsche Wirtschaf der Rechten zu ungünstig beurteil Mittagssitzung der Bereinigten
^ ' ist. In der Nach- «reinigken Ausschüsse des
Reichsrats für die Beratung des Doungplanes sprachen die Abgeordneten Dr. Bredt (Wirtsch. P.), Bernhard (Dem.), Heinig (Soz.) und Dauch DVP.). Der Redner der Wirtschaftspartei erklärte, wenn es tatsächlich richtig sei, daß der Boungplan nur einen Versuch darstelle, dann müsse diese Aussassung in der Oestentlichkeit festgestellt werden. Der Demokratische Redner vertrat nochmals entschieden den Standpunkt, daß auch
der Zoungplan keine endgültige Lösung sei, sondern nur ein verfeinerter versuch auf dem
Wege einer endgültigen Lösung.
Der Vertreter der Deutschen Volkspartei erklärte, daß im Falle der Ablehnung des Doungplanes wahrscheinlich die ganze Welt gegen uns auftreten würde, nachdem die internationalen Sachverständigen diese Lösung oorgescistagen hätten. Dann müssten wir angesichts der ischwäche unserer Wirtschaft und unserer trostlosen Finanzlage früher oder später doch kapitulieren. Dieser Widerstand würde aber der deutlcben Wirtschaft einen Milliardenoerlust bringen. Der Vertrag ist kein Wechsel, sondern eine Vereinbarung, die auch Revisionsmöglichkeiten aller Art in sich birgt. Man könne keine Voraussagen über die wirtschaftliche Gestaltung Deutschlands oder gar der Welt für längere Zeit machen. Deshalb dürfe man den Plan gerechterweife nur für die nächsten zehn Jahre beurteilen Selbstverständlich fei er nur eine Etappe.
Zum Schluß entspann sich eine Geschäftsordnungsdebatte darüber, ob entsprechend einem Anträge des Grafen Westarp (Dtnl.) die deutschen Mitglieder des Pariser Sachverständigenausschusses von" dem Reichstagsausschuß hinzugezogen werden sollen.
Reichsaußenminister Dr. Curtius erklärte, daß er das nicht für erforderlich halte. Daraufhin wurde der Antrag gestellt, daß der Ausschuß die Regierung ersuche, die Sachverständigen hinzuziehen. Dieser Antrag wurde vom Ausschuß abgelehnt.
Zwei deulschnationale Anträge.
Dom Abg. Graf Westarp wurden außerdem zwei deutschnationale Anträge angekündigt. Darin soll die Reichsregierung ersucht werden, mit eingehender Begründung zu erklären, ob sie die Zahlungen des Pariser Planes für dauernd durch- fürhbar hält, und durch eine ausdrückliche Erklärung das Recht Deutschlands vorzubehalten, die Revision des Planes mit dem Ziele der Herabsetzung der deutschen Leistungen im Falle seiner Undurchführbarkeit zu fördern.
Hierauf vertagte sich der Ausschuß auf Samstag.
denten der Universität Mexiko, die sich auf eurer Studienreise im Staate Querotaro befanden, beim Betreten einer Hacienda von Landarbeitern, die die Studenten irrtümlich für Mitglieder einer religiösen Mission hielten, beschossen. Vier Studenten wurden getötet und sieben verwundet.
Die Woche
Im Vordergrund des politischen Interesses stand in der abgelaufenen Woche die dreitägige Reichstagsdebatte über die Haager Vereinbarungen, die u. a. die Zahlungspflicht Deutschlands für zwei Generationen enthalten. Es waren keine großen Tage im Sinne stolzer geschichtlicher Größe, dafür aber Tage von ernstester Bedeutung und ungeheurer Tragweite. Man mag zu den Haager Vereinbarungen stehen wie man will, man mag ihnen zustimmen — freudigen Herzens kann und wird es keiner tun —, man mag sie ablehnen, in einer Beziehung sind sich alle Deutschen einig, nämlich darin, daß die Last, die durch diese Vereinbarungen auf zwei Generationen gelegt werden soll, so ungeheuer schwer ist, daß sie schier untragbar erscheinen muß. Doch deshalb die Vereinbarungen ablehnen"? Dos wäre ein gefährliches Unterfangen, das zu einer Katastrophe führen würde, deren verhängnisvollen wirtschaftlichen und politischen Folgen gar nicht abzusehen sind. Bei unserer heutigen finanziellen und wirtschaftlichen Lage müßte eine Daweskrise — eine solche würde eintreten, da ja bei Ablehnung des Boung- planes der Dawesplan ganz automatisch wieder in Kraft tritt — zum vollkommenen Ruin führen. Diese Katastrophe . ist unter allen Umständen zu vermeiden und weil hierzu keine andere Möglichkeit besteht, als durch den Boungplan, so wird man schon deshalb wohl ober übel diesem feine Zustimmung geben müssen. Der Boungplan bewahrt uns vor einer Katastrophe, seine
allem die
landzone zur Folge. Und wenn wir diese Erleichterungen hinter uns haben und nicht mehr können? Dann wird sich auch wieder Rat finden. Auch der Boungplan kann nicht die endgültige Lösung der Reparationsabmachun- gen sein, weil es sich um einen Kompromiß handelt, das nicht auf Grund unserer tatsächlichen Leistungsfähigkeit geschlossen worden ist. Im Boungplan sind denn auch Re- oisionsmöglichkeiten gegeben, von denen Gebrauch gemacht werden wird, wenn sich dieser Plan als undurchführbar erweist. Sehr richtig hat Reichsfinanzminister Dr. Moldenhauer am Mittwoch erklärt, daß der im Boungplan vorgesehene beratende Ausschuß der Internationalen Bank, in dem auch Deutschland vertreten ist, gleichzeitig ein neues Sachoerständigen- Komitee darstellt, das neue Ratschläge geben werde, wenn die jetzige Lösung sich als unhaltbar erweisen sollte. Auf eine früher oder später eintretende Revision ist unsere Hoffnung gerichtet und diese Hoffnung dürften auch all die Redner der Regierungsparteien im Herzen tragen, die während der dreitägigen Debatte im Reichstag für die Annahme des Haager Vertragswertes gesprochen haben. Lediglich unter der Gewalt der Umstände unb der politischen Situation wollen wir den Versuch machen, die ungeheuren Lasten, die das deutsche Volk mit dem Boungplan auf sich nimmt, abzutragen. Geht es nicht, dann wird eine andere Lösung gefunden merben müssen.
Die Opposition hat in mehreren Reden ihren ablehnenden Standpunkt begründet, ohne daß man erkennen konnte, welche Wege eingeschlagen werden sollen, um der der Ablehnung des Boungplanes unweigerlich folgenden Katastrophe zu entrinnen. Hugenberg, der Führer der nationalen Opposition hat zwar erklärt: „Es gibt nur einen Weg der Rettung, nämlich auf der Grundlage unseres Willens zur Freiheit, Staat und Wirtschaft neu aufzubauen" — aber was dieser „unser Wille" will, hat Man nicht erfahren. Solange man aber in dieser Beziehung nicht klar sehen kann, solange man nicht klipp unklar Wege gewiesen bekommt, die wir, wenn wir Haag aufgeben, beschreiten können — der Weg über eine Daweskrise, den man anscheinend gehen möchte, ist nicht akzeptabel, weil er zu einer furchtbaren wirtschaftlichen Zerrüttung führen und ebenso furchtbares Elen- heraufbeschwören würde — solange kann man den Gedankengängen der Opposition nicht folgen. Boungplan und feine Nebengesetze inb nach der ersten Lesung, die bereits ernennen ließ, daß eine Mehrheit für die An-
Die beuirs- «ummev «mkatzt 24 Seiten