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Ge«evÄl-Älnzeigev füMS^r^atum Stadt und Land

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Ke. 26

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Vanau Stadt und Land

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. Sei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung ober aus Rückzahlung des Bezugspreises. / Mrplahvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet./Geschäftsstelle: Hammerstr. y / Fernspr. 3956,3957,3958

31. Sarma«

1630

Das KeueKe

Das Reichskabinett beschäftigte sich gestern mit dem Vorstoß des Zentrums über die Bildung der Regierungskoalition für die Finanzreform. In Berliner politischen Kreisen ist man der Ausfassung, daß die durch das Zentrum aufgeworfenen Fragen in einer ernsten und gründlichen Aussprache zwi­schen Kabinett und Fraktionssührern geklärt wer­den müssen. Deshalb wird der Reichskanzler die Parteiführer in den nächsten Tagen zu einer Sitzung zusammenbitlcn.

Der preußische Kultusminister Professor Dr. Becker ist gestern zurückgetreten. Zum Nachfolger wurde der Vizepräsident des Provinzialschul­kollegiums Grimme ernannt.

Die Drusche Volksparkei hat das Angebot des Ministerpräsidenten Braun, das Handelsministe­rium und einen Miniskerposten ohne Portefeuille anzunehmen, abgelehnk. Die Koalilionsverhand- lungen sind damit vorerst gescheitert.

Im Tscherwonzenfälscherprozeß wurde gestern Kapitän Ehrhardt vernommen. Er lehnte alle näheren Beziehungen zu den Fälschern ab.

Das neue spanische Kabinett Berenguer ist gebildet und hat gestern nachmittag den Eid aus die Verfassung abgelegt.

Dev Ieutvumsvovfiotz im Mabirrett

Berlin, 30. Jan. Das Reichskabinett hat sich in â seiner heutigen Sitzung mit dem Vorstoß des Zen- Mtrums befaßt. Es wurde beschlossen, den Wünschen ââchst , in dex _ Foxm. elltgegenzu- t kvtnwZ -rer Der Regierung«- riete n (mT spätestens Montag über den 1 Stand der Saarverhandlungen und den I Ko hl« n vertrag durch die zuständigen Refe- s renten unterrichtet werden sollen. Schwieriger wird I es schon sein, der innerpolitischen Forderung des ' Zentrums gerecht zu werden, die darauf hinaus­läuft, daß sich die Regierungsparteien noch vor der Verabschiedung des Doung-Gesetzes auf ein gemeinsames Finanzprogramm einigen sollen. In parlamentarischen Kreisen nimmt man an, daß der Reichskanzler Müller dis Parteiführer, sobald der Etat für 1930 dem Ka­binett zugegangen ist, zu einer Besprechung bitten wird, in der der Reichsfinanzminister Moldenhauer seine Pläne ausführlich erläutern wird. Alsdann soll den Fraktionen Gelegenheit geboten werden, zu dem Programm Stellung zu nehmen.

Die Gesetze zur Durchführung der Haager Vereinbarungen sind inzwischen dem Reichs' rat zugegangen, der sie morgen mit seinem auswär­tigen Ausschuß und am Samstag mit der Vollver­sammlung beraten wird.

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Der Vorstoß des Zentrums geht von der Vor­aussetzung aus, daß man im nächsten Finanzjahr ohne erhebliche Erhöhung indirekter Steuern nicht auskommen wird. Sie fürchtet, daß die sozialdemo­kratische Reichstagsfraktion sich der Verantwortung für diese Steuererhöhungen durch den Austritt aus der Regierung nötigenfalls entziehen wird und daß dann das Zentrum gezwungen sein könnte, als Re­gierungspartei für eine Steuerpolitik einzutreten, die die Sozialdemokratie in der Opposition auf das schärfste bekämpfen würde. In eine solche Lage,, in der es der bedenkenlosesten Agitation der Sozial­demokratie yusgeliefert wäre, wünscht das Zentrum nicht zu kommen. Daher die Forderung sofortiger Bindung, damit die Sozialdemokratie nach der An­nahme des Poung-Planes nicht ausbrechen kann.

Um diesen Punkt werden sich die interfraktio­nellen Verhandlungen in der nächsten Woche drehen und sie werden voraussichtlich sehr lebhaft werden. Es versteht sich von selbst, daß die Sozialdemokraten Zweck und Ziel der Zentrumstaktik durchschauen und sich nach Möglichkeit jeder Bindung entziehen wer­den. Ob die Verhandlungen bei diesen recht er­heblichen Gegensätzen zu einer Einigung führen werden, steht noch sehr dahin.

Ä«ch die Nave«»»« » vartei sucht Sicherheiten

München, 30. Jan. Leitende Kreise der Baye­rischen Volkspartei haben heute hier eine Beratung abgehalten, über die nunmebr eine partei-offiziöse Verlautbarung erfolgt ist. Es handtelte sich um eine gemeinsame Sitzung der Landespa rteile itung, der RèichstagssraEtion und der Landtagsfraktion der Bayrischen Volkspartei, die unter dem Vorsitz des Parteivorsitzenden und in Zlirwesenheit des bayrischen Ministerpräsidenten, der übrigen der Bayrischen Volkspartei angehörenden Staatsmini- ster, des R-eichspostminist-ers Dr. Schätzel und der beiden Fraktions-norsitzenden Dr. Leicht und Dr. Wohlmuth staltjand. In der Berlautbgrung heißt

Oitötusminiftev Dv. VeBev ruvüEsetveten

Nev SsriaM (Stimme fein Kaihfolsev - Die Volks - vaviel lehnt das Ansehot Branns als unzureichend ab

Dv. Bètkev au dsu LMuMevväKdeuieu

Berlin, 30. Ian. Der Kultusminister Prof. Dr. Becker hat an den preußischen Ministerpräsi­denten Braun heule folgendes Schreiben ge- richtet: Die politische Entwicklung der letzten Zeit hat mich zu der Ueberzeugung gebracht, daß die Auffassung führender Parteien von der Bedeutung der großen kulturellen Aufgaben meines Ministeriums so stark von dem Geist ab­weicht, den ich in langen Jahren mühevoller Arbeit im Dienst der geistigen und politischen Erstarkung der Deutschen Republik zu verwirklichen bemüht war, daß für mich eine gedeihliche Wirk­samkeit nicht mehr gegeben ist. Ich lege deshalb hiermit mein Amt nieder.

Ihnen, Herr Ministerpräsident, danke ich bei diesem Anlaß für die persönliche und fachliche Unter- skühung, die ich in den fünf Jahren meiner Mini- sterschass unter Ihrem Präsidium oft bei Ihnen ge­funden habe.

Dv. Bvauu nimmt den Rütktvtti an Berlin, 30._ Jan. Amtlich wird mllgeteilt: Mini-

bildung, Prof. D. Dr. B ecker, der ihm sein Rück- trittsgèsuch überreichte. Ministerpräsident Dr. Braun nahm das Rucktrittsgesuch entgegen. Er dankte dem aurscheidenden Staatsminister herzlich für die großen Dienste, die er dem Freistaat Preußen und darüber hinaus der gesamtdeutschen Wissenschaft und kulturellen Arbeit zuerst als Staatssekretär und dann als Minister im Rahmen des weitgespannten Bereichs seines Ministeriums geleistet habe, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß er seine reichen Erfahrungen auf dem Gebiete der deutschen Geistesarbeit und der wissenschaftlichen Forschung im Interesse des Volkes und des Staakds auch in Zukunft an sichtbarer Stelle wirksam werde nützen können.

Staetsminister Dr. Becker erwiderte mit Wor­ten des Dankes an den Ministerpräsidenten für die enge kollegiale Zusammenarbeit in den unendlich schwierigen Jahren der Nachkriegszeit, in denen es galt, trotz politischer Bedrängnis und wirtschaft­licher Not die kulturellen Arbeiten Preußens nicht verkürzen zu lassen, sondern kräftig auszubauen.

Gvtmme rum KaGfolsev ernannt

Berlin, 30. Ian. Ministerpräsident Dr. Braun Hal zum Minister für Wissenschaft, Kunst und Volks­bildung den gegenwärtigen Vizepräsidenten des Provinzialschulkollegiums für die Provinz Branden­burg, Grimme, ernannt.

Der neuernannte Kultusminister steht im 41. Lebensjahr, studierte Philosophie und begann seine pädagogische Laufbahn im Jahre 1919 als Ober­lehrer in Hannover. Im Jahre 1923 wurde er an das Provinzialschulkollegium in Hannover versetzt und im Herbst 1923 zum Oberstudienrat ernannt. Jin Jahre 1925 wurde er als Oberschulrat nach Magdi bürg berufen und trat 1927 in das Ministe­rium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung als Hilfsarbeiter ein. Er wurde dort 1928 zum Mini­

es u. a.: Es bestandt Einmütigkeit in der Auffas­sung, daß eine endgültige StellunHimhme zu dem Haager Abkommen solange jedenfalls nicht möglich ist, als nicht fcststeht, welche Maßnahmen zur Sa­nierung unserer deutschen Finanzwirtschaft geplant find, und welche. Gruppen im Deutschen Reichstag die Verantwortung für diese Maßnahmen tragen wollen. Die Bayrische Volkspartei stellt daher, ebenso wie die Deutsche Zentrumspartei die For­derung, daß die notwendigen Maßnahmen zur dauernden Gesundung der deutschen Finanzwirt­schaft in Reich, Ländern und Gemeinden gesichert werden, bevor die Entscheidung über das Haager Abkommen fällt, und wird an dieser Forderung unverbrüchlich fcsthalten.

«otfaks Ge<veld«Mo«ovo!

Gestern fand im Reichsèrnährungsministerkum eine Aussprache mit Vertretern der Landwirtschaft, des Getreidehandels, des Mehlhandels und der Bäcker statt. Reichsernährungsminister Dietrich führte u, a. aus« daß der Weizcnver-

mahlungszwang Erfolge gezeitigt und den deutschen Weizenmarkt weitgehend unabhängig vom Ausland gemacht habe. Beim Roggen wäre die Situation ganz anders. DieRoggenlawine" habe unerträg­liche Zustände geschaffen. Von allen Seiten würden Vorschläge gemacht, mit dem Ziele, die übergroßen Vorräte abzubauen, etwa im Wege des forcierten Exports Demgegenüber sei zu sagen, daß die nor­dischen Staaten insgesamt nur etwa 750 000 Tonnen Roggen einzuführen pflegen, worin sich Deutschland, Polen und nunmehr auch Rußland teilen müßten. Ferner werde ein Beimischungszwang (Roggenmehl zu Weizengebäck) und schließlich eine Ausmahlungs­vorschrift für Roggen verlangt. Alle diese Anre­gungen' wurden geprüft, irgend etwas müsse ge­schehen und werde geschehen, um bas Roggen- problem zu lösen notfalls durch ein Monopol. Weiter wurde über das neue Brot­gesetz gesprochen, das u. a. einen Brotdeklarations- zwang enthalten soll.

sterialrat in der Abteilung Höheres Schulwesen er- nan it und verwaltete längere Zeit auch das Presiereferat des Ministeriums. Seine Ernennung zum Vizepräsidenten des Provinzialschulkollegiums der Provinz Brandenburg, in dem er entspre­chend der besonderen Struktur dieses Schulkol­legiums das gesamte Volks-, Mittel-, Berufs-, Fach- und höhere Schulwesen der Provinz zu ver­walten hatte, beendete 1929 seine Tätigkeit im Kul­tusministerium.

Staatsminister Grimme ist publizistisch mit Schriften in Ler Schriftenreihe der entschiedenen Schulreformer hervorgetreten, um, ensprechend sei­ner Einstellung als religiöser Sozialist evangelischer Konfession, den weltlichen Schulgedanken auch religiös zu untermauern. Er hat weiter Schriften zur Reifeprüfung und vor kurzem ein Sammel­werk: Wege zur Schulreform herausgegeben. Er ist ferner der pädagogischen Welt bekannt als Heraus­geber der Fachzeitschrift auf diesem Sondergebiet, dex Monatsschrift für höhere Schulen. Politisch ge­hört er der Sozialdemokratischen Partei an.

Oke Nolksvavter kebui ab

Berlin, 30. Ian. Die Verhandlungen zur Herbeiführung der Großen Koalition in Preußen sind heute, wenigstens soweit Minisler­

der Deutschen Volkspartei hat soeben das Angebot des Ministerpräsidenten Dr. Braun, das preußische Ministerium für Handel und Gewerbe und den Posten eines Ministers ohne Portefeuille zu über­nehmen. als unzureichend abgelehnt. Damit sind die Bemühungen des Ministerpräsidenten be­endet.

Ueber die Einzelheiten der heutigen Verhand­lungen wird gemeldet: Gegen Mittag fanden Be­sprechungen der volksparteilichen Unterhändler Stendel, Schwarzhaupt und Heimann mit dem Ministerpräsidenten Braun über die Koalitions- erweiterung statt. Dabei haben die volkspartei- lichen Unterhändler für ihren Eintritt in die Koa­lition eine breitere Arbeitsbasis im Kabinett und zwar das Kultus- oder das Jtkstizminisierium ver langt. Ministerpräsident Braun erwiderte daran daß" auf dieser Basis die von ihm auszuführenden Verhandlungen nicht getätigt werden und sich auch allzulange hinziehen würden. Er bäte die Volks­partei, noch einmal darüber zu beraten, ob sie ge­neigt sei, auf der Basis mit dem Ministerpräsiden­ten zu verhandeln, die er selbst vorgeschiogen hatte, also auf der Basis der Uebernahme des Handels­ministeriums und des Ministeriums ohne Porte­feuille. Der Ministerpräsident fügte hinzu, daß für den Fall, daß die Volkspartei diese Basis ab­lehne, von ihm aus die Verhandlungen vorläufig für erledigt gelten müßten. Er müßte es dann den Parteien überlassen, unter sich erst Klarheit über ihre Wünsche zu erreichen.

Unmittelbar nach Abschluß der Besprechung um 1 Uhr trat die Landtagsfraktion der Deutschen

V o l k s p a r t e i zusammen und beschloß,

das Angebot des Ministerpräsidenten, mit dem Handelsminister und einem Minister ohne Portefeuille in das Kabinett zu gehen, abzu­lehnen, weil dieses Angebot unzureichend fei. Der ab­lehnende Standpunkt der Fraktion ist dem Mini­sterpräsidenten sofort mitgeteilt worden.

Gott und Best

Innerhalb weniger Tage sind in Rußland über 1000 Kirchen geschlossen worden. In allen größeren Städten, darunter auch in Mos­kau, ist das Glockengeläut völlig verboten. Man bedenke, was es heißt, daß in Moskau keine Kirchenglocken mehr läuten dürfen, in einer Stadt, die, wie die Legende wissen will, sich 40ma[ Kirchen befinden, Kirchen in jedem Alter, in jedem Stil, mit bunten, phantastisch gebauten Glockentürmchen, mit roten, blauen, grünen, gelben und goldenen Zwiebelkuppeln, Kirchen, die in jeder Ecke, in jedem kleinen Gäßchen plötzlich emporwachsen, Kirchen, de­ren harmonisches Glockengeläut morgens, mit­tags, nachmittags und abends in jedes Zim­mer drang, Kirchen, von denen wenigstens eine aus jedem beliebigen Fenster, jedes Mos­kauer Haus zu erblicken war . . . Moskau, die heilige Stadt des alten Rußland, das sehn­suchtsvolle Pilgerziel der Hunderttausend, darf heute nur noch das kreischende Autohupen und das Geheul der Fabriksirenen hören!

Die Religion ist das Opium für das Volk" diese Inschrift, die am Eingang zu dem roten Platz vor dem Kreml schon in den ersten Jahren der Sowjetherrschaft in roten Buchstaben zu lesen war, hat nunmehr auf­gehört, ein PropaganLasatz zu sein, sondern ist zu einer Vorschrift geworden, deren Nicht­befolgung streng bestraft wird. Man war in Rußland nie, auch vor den Bolschewik! nicht, sonderlich sentimental. Die Bevölkerung Ruß­lands war schon immer gewohnt, unter einem Druck zu leben. Nach der Revolution wurde unter anderem proklamiert, daß jie Religion

chlsch-örthodoxe ^e in Rußland seit Jahr­hunderten aufs engste mit dem Zaren-Regime verbunden war, betrachtete die Sowjetregie­rung die Diener dieser Kirche mit dem größ­tem Mißtrauen. Als dann nach einigen Jah­ren einefreie" Kirche sich bildete, die jede Verbindung mit den monarchistisch gesinnten alten Kirchenfürsten abgebrochen hat, schien es, als sei der religiöse Frieden in Rußland wieder hergestellt. Freilich, jeglicher religiöser Unterricht blieb auf das strengste verboten, gleich, ob innerhalb oder außerhalb der Schule, aber doch hofften viele, daß es gelingen würde, die Religion als solche fortbestehen zu lasten. Diese Hofnungen haben sich recht bald als allzu optimistisch erwiesen. Die im Jahre 1927 in schärfstem Tempo eingeleitete Sozialisierung des Landes, hat zu einer Zuspitzung der Ver­hältnisse geführt, und zu einer Verschärfung des Druckes der Sowjets auf allen Gebieten des privaten und gesellschaftlichen Lebens. Die Sowjetregierung zeigte immer weniger Nei­gung, irgendeine Institution zu dulden, die von sich aus die Massen zu beeinflussen suchte. DerGottlosen-Verein", der bis dahin eine verhältnismäßig beschauliche Existenz führte, wurde nunmehr zu einer Kampforganisation großen Stils. Der Kampf gegen Gott wur­den seitens der Sowjets mit stets steigender Rücksichtslosigkeit geführt. Die jetzt vorgenom­mene Schließung von 1000 Kirchen, auch 200 Moscheen und Synagogen wurden geschlossen, das Verbot des Glockengeläuts und die damit verbundene Einschmelzung der Kirchenglocken zu Jndustriezwecken, bildet nur eine Etappe in dem Krieg, den die Sowjets gegen die Re­ligion führen, eine Etappe, die wahrscheinlich schon bald durch weitere Maßnahmen überholt fein wird.

Der Kampf gegen Gott ist in Rußland eng verbunden mit dem Kampf ums Brot. Der wahre Ernährer des Landes, der Brot produ- zirende Bauer, der Muschik, ist mit eisernen Klammern gefesselt. Der Kurs auf die Soziali­sierung des Dorfes, der von Stalin er­barmungslos durchgeführt wird, trägt feine Früchte: die Individualwirtschaft auf dem Lande ist völlig undurchführbar geworden. Der Bauer als Privatunternehmer ist bereits heute in Rußland ein Ding der Umnöglichkeit, er ist völlig ruiniert. Es bleibt ihm nichts übrig, als die Einstigung in die Kollektivwirtschaften, in die staatlichen Getreidefabriken und in die Kollektivgüter. Man beobachtet heute in Ruß­land eine elementare, unbezwingbare Flucht des Bauern in das Kollektivsystem. Die größ­ten Erwartungen Stalins sind übertroffen worden. Die fest eingewurzelte Ueberzeugung,

Die berrtis- «»mmev umfaßt 14 Sette«