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Vanan Stadt und Land

Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Monat RM.1.-, für den ganzen Monat RM. 2. ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 15, Samstag 12 R-Vfg. Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 R-Pfg., im Reklameteil von 63 mm Steife 25 R-Pfg. ^ Offertengebühr 50 R-Pfg.

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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streit usw. hat der Lezieher keinen Anspruch aus -Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Bezugspreises. / Für platzvorschrifl u. Erscheinungstag« der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.^GeschästssteNe: Hammerstr.S / Fernspr. 3956, 3957,3958

23.3«nttM

1930

Das Ae«eKe

Die deutschen Delegierten berichteten dem Reichskabinetè über die Haager Verhandlungen. Der Kanzler stellte Uebereinstimmung fest und sprach Dank und Anerkennung aus.

Der Preußische Landtag begann die allge­meine Aussprache zur zweiten Beratung des Forst­etats und schloß die Aussprache zum Gestütsetal.

In Hann.-Münden kam es gestern zwischen Rakionalsozialislen und Kommunisten zu außer­ordentlich heftigen Kämpfen.

Der neue amerikanische Botschafter Sackett ist gestern an Bord desPresident Harding" nach Europa abgereist, vor seiner Abreise machte er eine für das deutsche Volk bestimmte Aeußerung.

Die Zahl der Hauptunterstühungsempsânger in der versicherungsmäßigen Arbeitslosenunter­stützung dürste am 15. 3anuar dicht an 2 050 000 liegen.

Der Mittwoch war in London mit Vorberei­tungen für die heutige erste Vollsitzung der Flotten- konserenz ausgefüllt.

In Berea (3llinois) wurden zehn Schul­kinder, die mit einem lleberlandomnibus einen Ausflug machten, bei einem Zusammenstoß des Wagens mit einem Zug gelötet.

Ms Vorbevstittus Mr die herzige Loudouev

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London, 22. Jan. Alle Delegierten der Londoner ^Mvttenkoniferenz waren heute noch, estrig mit den

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Pamce ftattfinoenve erste Konferenz beschäftigt.

LautEvening News" wurde, nachdem die englisch-französischen Besprechungen anderthalb ^Stunden imgonge gewesen waren, Stimson dringend nach Downingstreek 10 berufen, weil sich ein wich­tiger Punkt ergeben hatte, der seine Zuziehung not­wendig machte. Tardieu erklärte nach der Sitzung dem Vertreter des Blattes:Wir haben mit Macdonald und Henderson Fragen erörtert, die sich aus den Memoranden beider Regierungen vom 10. Januar.1930 ergaben, und wir haben ent­deckt, daß gewisse Punkte revisions­bedürftig waren. Wir sprachen sie darauf sehr sorgfältig durch, und eine, weitere Sitzung wird zwischen uns am Freitag in Downingstreet stattfinden. Unsere Delegation trifft heute nach­mittag mit der japanischen zusammen. Jedes Land wird seinen Stand p'u nk t so de u t- lich und ungeschminkt wie möglich barlegen, so daß wir genau wissen können, wo mir stehen." m

Sofort nach feiner Konferenz mit dem Prenner- minifter begab sich Stimson zur japanischen Dele­gation. Diè amerifnniiebe Delegation erklärte sich von dem erzielten Fortschritt befriedigt. Stimson sprach heute abend bei Grandi vor.

Laut ,Evening Standard" sind Grandis und Tardisus Besuche bet Macdonald nicht ohne Zu- fammenhang mit dem Wunsche Macdonalds und seiner Kollegen, die Meinungsverschiedenheiten die­ser beiden Mächte vor Zusammentritt der Konferenz 5U vermindern. , ,

Tardieu begibt sich übers Wochenende nach Paris und kehrt am Montag nach London zunick. Die City von London gibt den Delegierten morgen ein Bankett in der Guild Hall, zu dem 750 Gäste geladen sind. Wie verlautet, werden Macdonald und Tardieu Reden halten.

Furchtbares Kutobusunslüch

Zehn Schulkinder bei einem Autobusunglück getötet

Cleveland, 22. Jan. In der Rahe des Städt­chens Berea wurde an einem Bahnübergang ein mit Schulkindern besetzter Automobilomnibus von einem Personen,ua der Remyork-Centralbahn ersaht. Zehn Sinder und der Führer des Autobusses wurden auf der Stelle getötet. , ,

hierzu wird weiter berichtet, dah der Autobus mit insgesamt 23 Kindern beseht war. Acht Stu­denten der Hochschule von Berea waren, kurz bevor das Unglück geschah, ausgesticgen. Bei den Opfern handelt es sich um Schüler der unteren Klassen einer anderen Schule. Der Bahnübergang, an dem sich das Unglück ereignete. führt «ber ein- vier- gleisige Strecke der Rewyorker Eentralbahn. Der Autobus befand sich gerade aus der mitte oes Bahndammes, als er von einem nach Ehicago fahrenden Zug ersaht und völlig Zertrümmert wurde. Der 'Anprall war so gewaltig, vag die Trümmerstücke und verstümmelten Leichen Hunden Meter weit auf dem Bahndamm zerstreut wurden. Die Schmerzenruse der Verletzten und Sterbenden erhöhten den Schrecken des furchtbaren Unglücks. Das Personal des Unglückszuges, der sofort zum Halten gebracht wurde, beteiligte sich im Verein mu den Bewohnern der in der Rahe befindlichen Far-

Das rZeichssabineU »Miet die Saager Beschlüsse

Dev &omlee stellt AebevewMmmrms mH dev DeSesatko« fest

Berlin, 22. Ian. Das Reichskabinett beschäftigte sich unter dem Vorsitz des Reichs­kanzlers in seiner heutigen Vormittags- und Rachmittagssitzung mit dem Gesamtergebnis der Haager Konferenz.

Es nahm zunächst die Berichte des Reichs­ministers des Aeuheru Dr. Curtius, des Reichs­ministers für die besetzten Gebiete Dr. Wirth und des Reichsministers der Finanzen Dr. Molden­hauer entgegen. An die Berichte schloß sich eine Ansprache, in deren Verlaus der Reichskanzler im Ramen des Kabinetts der deutschen Abordnung für ihre Tätigkeit feinen Dank aussprach und auch den beteiligten Beamten für ihre Mitarbeit Worte der Anerkennung widmete. Abfchiiehend konnte der Reichskanzler die völlige Uebereinstimmung der Reichsregierung mit der Verhandlungsführung der Abordnung unb die einmütige Billigung der im Haag erzielten Ergebnisse sesistellen.

Die entsprechenden Gesetzesvorlagen wer­den auf Grund des heutigen Sabinettsbefchluffes so rechtzeitig dem Reichsrat zugeleitet werden, dah feine Beratungen Anfang nächster Woche beginnen können.

Auf diese Weise wird, wie wir hören, es möglich foin, daß der Reichstag spätestens am 3. Februar mit der Beratung des Doungplanes beginnt. Der Reichsfinanzminister beabsichtigt, schon in den nächsten Tagen mit den Führern der Regierungs­parteien über die Gestaltung des Etats und die Nnanzrösovm zu verhandeln, liefern ^ywcce âM

über Deutschland

Botschafter SaSZtt erwartet ein uumtierbvocheues Wachse« des gesenserüseu Vertrauens

B e r l i n, 22. Ian. Der neue amerikanische Botschafter Sackett ist am Mittwoch an Borb desPresident Harding" abgereist. Er begibt sich zuerst für einige Tage nach London, um vor der Uebernahme der Botschaft in Berlin Rücksprache mit Staatssekretär Stimson zu neh­men. Vor seiner Abreise empfing Sackett den Rewyorker Vertreter des Wolff-Büros und machte diesem einige für das deutsche Volk bestimmte Angaben.

Sackett erklärte:Sie ersuchen mich um ein Wort an Ihr Volk vor meiner Abreise aus Amerika. Ich verlasse mein Heimatland mit dem Wunsche, dem deutschen Volke die Gefühle der Zuneigung und der Freundwilligkeit zu übermitteln, welche unsere Nation für das deutsche Volk hegt. Ich hoffe aufrich­tig, daß ich dazu beitragen darf, die Bande, die unsere beiden Länder verbinden, noch enger zu knüpfen. Ich empfinde tief, welches Vertrauen mir Präsident Hoover erwies, als er mich damit be­traute, als Dolmetscher des tiefen Gefühls der freund­schaftlichen Zuneigung zu wirken, das amerikanische Männer und Frauen dem deutschen Volke entgegen­bringen und von ihrer Bewunderung für die Er­rungenschaften des deutschen Volkes Zeugnis abzu­legen. Mit Spannung sehe ich unserem Leben in Berlin und der freundlichen Aufnahme entgegen, deren wir gewiß sein dürfen. Und ich kann Ihnen versichern, daß meine Frau und ich bestrebt sein werden, in Deutschland enge und dauernde persön­liche Beziehungen anzuknüpfen. Ich bin gewiß, daß wir während unseres Aufenthaltes in Deutschland ein ununterbrochenes Wachsen des gegenseitigen Vertrauens erleben werden, welches unter der ge­meinsamen Fürsorge meiner verehrten Vorgänger und der hervorragenden Männer, die als Botschafter Deutschands in den Vereinigten Staaten die Freundschaft unserer beiden Nationen auf breitester Grundage aufbauten, bereits so schön erstarkt ist."

Wie bekannt ist Sackett ein auf wirtschaftlichem Gebiet besonders erfahrener Mann. Die Tatsache, daß der Präsident der Vereinigten Staaten eine

men an dem Rettungswerk. Dieses Aulobusunglück ist das vierte, das sich im Laufe der letzten dre» Wochen im Staate Ohio ereignet hat.

Bestrafte Sprengstoffverbrecher

In einer Juninacht vorigen Jahres wurde auf die Lorschußvereinsbank in Hannover ein Spreng-

auch die in Aussicht genommen« Konferenz der Finanzminister der Länder. Mit besonderem Interesse sieht man der Mitteilung entgegen, ob, wie die Regierung vor dem Eingreifen Schachts in ihr Finanzprogramm angekündigt hatte, für den Etat für 1930/31 noch mit Steuersenkungen gerech­net werden darf.

Berat««» in der D. v. «.-ReUbStaStraktto«

Berlin, 22. Jan. Die Reichstogsfraktion der Deutschen Volkspartei hielt am Mittwochabend ihre erste Sitzung nach der Weih­nachtspause ab. Reichsaußenminister Dr. Curtius und Reichsfinanzminister Dr. Moldenhauer erstatteten, wie das Nachrichtenbüro des VDZ hört, einen Bericht über die Verhandlungen der Haa­ger Sch l u ß k o n f e r e n z, der von der Frak­tion beifällig ausgenommen wurde. Eine Dis­kussion darüber fand nicht statt. Die Fraktion beschäftigte sich dann eingehend mit dem Zünd­holzmonopolgesetz und der Kreuzer- a n l ei de. deren erste Lesung am Donnerstag im

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solche Persönlichkeit mit der Vertretung der Ver­einigten Staaten in der Hauptstadt des deutschen Reiches betraut hat, beweist, daß man in Washing­ton neben der von «shurman so befriedigend ein- geleiteten politischen und kulturellen Annäherung nun auch die wirtschaftlichen Aufgaben besonders pflegen will, in denen Deutschland und Amerika Zusammenarbeiten müssen, unb so dehnt sich der Wirkungskreis des amerikanischen Botschafters in Berlin immer weiter aus. Er stellt verantwortungs­volle, aber auch lockende Aufgaben, und man darf sich der Hoffnung anschließen, die der neue Bot­schafter aussprach, daß die Erfüllung dieser Auf­gaben in immer wachsendem Maße zum Besten der beiden Völker gelingen möge.

Völker gelingen möge.

Dank Shurmans an sruseubuvs

Jacob

Der scheidende amerikanische Botschafter

Gould S hur ma n hat an den Reichspräsi­denten von Bord des DampfersGeorge Washington" nachstehendes Telegramm gerichtet:

Beim Verlassen der deutschen Gewässer ist es mir ein Herzensbedürfnis, meine große Hochachtung und Verehrung für Euere Exzellenz nochmals zum Ausdruck zu bringen sowie die dankbare Anerken­nung, mit der ich des besonderen Vertrauens und der Freundlichkeit stets gedenken werde, die mir wah­rend der letzten fünf Iahre entgegengebracht wur­den seitens Eurer Exzellenz und der Reichsregierung sowohl als auch des deutschen Volkes, das ich seit fünf Jahrzehnten kenne und bewundere und dem ich beim Abschied aufs herztichste Wohlergehen. Gluck und alles Gute wünsche."

stossatteniat verübt. Nach mehrtägigem Prozeß ver­urteilte gestern das Schwurgericht Hannover den Haupttäter Heinrich Buchholtz wegen Sprengftvfj- verbrechens zu 4 Jahren Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf vier Jahre. Sein V ru« der'Friedrich erhielt 8 Mcnate Gefängnis.

Russisch-chinefischev Sviede?

Am 26. Januar wird in Moskau die russisch-chinesische Friedenskonferenz zusom« mentreten, um die letzten zwischen den beiden Mächten noch bestehenden Schwierigkeiten aus dem Wege zu räumen. Die Konferenz wird in erster Linie die Streitfrage der Ost­chinesischen Bahn endgültig zu lösen haben. Man wird in Moskau nachholen müssen, was im Jahre 1924 versäumt worden war. Denn damals wurde zwischen Tschangtsolin, dem Herrscher der Mandschurei, und der Sowjet- regierung nur vereinbart, daß die Ostchine­sische Bahn als ein rein wirtschaftliches Un­ternehmen unter einer gemeinsamen russisch­chinesischen Verwaltung stehen sollte. Im Zei­chen .der gemeinsamen Verwaltung sollte die Flagge der Bahn in der oberen Hälfte die Fünfstreifenflagge der chinesischen Republik, in der unteren Hälfte die Sowjetflagge zeigen. Die Rechtsprechung im Bereich der Bahn, die Polizen, die Verwaltung der in der Eisen­bahnzone liegenden Städte, sowie die öffent­liche Verwaltung waren China zugesprochen worden. An die Spitze der Verwaltung trat ein chinesischer Oberkommissar, dem ein russi­scher Generaldirektor untergeordnet wurde. Das Eisenbahnpersonal sollte paritätisch zu­sammengesetzt sein, aber von chinesischer Seite drängte man aus einer steten Furcht vor der bolschewistischen Beeinflussung der Bevölke­rung durch das russische Personal schon immer auf Zurückdrängung der russischen Eisenbahn­beamten. Die Einnahmen der Bahn wurden zwischen beiden Mächten geteilt

Diese im Jahre 1924 getroffenen Verein­barungen konnten auf keinen Fall die gemein­same reibungslose Verwaltung der Bahn Kern, zumal sich die Gegensätze zwischen der chinesischen Nationalregierung und der so eif­rig die bolschewistische Propaganda betreiben­den Moskauer Regierung dauernd verschärf­ten. Die im Jahre 1924 bereits vorgesehene Konferenz, die im einzelnen Richtlinien für die gemeinsame Verwaltung der Bahn fest­setzen sollte, trat aber nie zusammen, und so kam, was kommen mußte: eine wachsende Spannung infolge der unklaren Verhältnisse, bis die beiden Mächte tm vergangenen Som­mer kriegerische Maßnahmen ergriffen, ob­wohl weder in Nanking, noch in Moskau der ernste Wille bestand, den Kampf um die Ost­chinesische Bahn mit den Waffen auszufechten.

Zweifellos fetzte sich die Chinesische Natio­nalregierung selbst ins Unrecht, als sie im ver­gangenen Sommer die russischen Eisenbahn­beamten einfach vertrieb, und sie handelte trotz aller berechtigten Furcht vor der bolsche­wistischen Propaganda durch die russischen Eisenbahnbeamten auch unklug, da sie wegen der verworrenen innerpolitischen Verhältnisse Chinas gar nicht in der Lage war, den rusii- schen Vertragspartner zur Anerkennung der Gewaltmaßnahmen zu zwingen. China mußte sich in eine gefährliche Sackgasse verrennen, und es hat denn auch im Dezember in Chaba­rowsk bei den Verhandlungen zwischen dem Vertreter des russischen Außenkommissariats und dem chinesischen Vertreter bereits Zuge­ständnisse machen müssen. Die Russen haben in Chabarowsk über den bisherigen Vertrags­stand hinaus durchsetzen können, daß der russische Generaldirektor nicht mehr unter dem chinesischen Präsidenten stehen soll, sondern, daß er ihm gleichgestellt ist. Beide sollen fort­an nur gemeinsam handeln können. Weiter hat sich China dazu verpflichtet, die weißrussi­schen Truppenkörper in der Mandschurei zu entwaffnen und alle weißrussischen Organisa­tionen soweit solche noch in der Mandschurei vorhanden sind, aufzulösen. Statt der von China erhofften Zurückdrängung des rusii- schen Einflusses auf die Bahn und der bolsche­wistischen Propaganda in der Mandschurei hat die Nankinger Regierung sich also bereits auf Bedingungen festlegen müßen, die ihr nach beiden Richtungen hin die Hände binden.

Man wird das in Moskau von russischer Seite selbstverständlich richtig auszunutzen wissen, und es ist zu erwarten, daß Rußland mcht nur die volle paritätische Zusammen-

Die heutige Kummes umsatzi 1® Sette«