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Freitag den 3. Januar 1930

Nr. 2

doch den weiten Saal mit nicht endenwollendem Gelächter. In einer weiteren sensationellen Num­mer stellte sich der unverwüstliche Willy Royer in einem Melodram vor, dann leitete ein besonders einschlagendes Chorlied (Verfasser: Minister Hein­rich Pf eil) zu einem blendenden Zwiegespräch der beiden gelungenen Hanauer Typen Konrad und Balzer (Friedrich Bär und Heinrich A m - b e r g) über, worauf mit dem Abzug des Mini­steriums der offizielle Teil beendet war und der Tanz zu feinem Rechte kam. Der Hanauer Karne­val aber war um ein weiteres großes Ereignis reicher.

* Weihnachtsfeier des Arlillerlevereins Hamm. Der hiesige Artillerieverein veranstaltete am Sonn­tag, 29. Dezember, im Riesen-Saale eine Weih­nachts-Bescherung für den Vereinsnachwuchs. Es statten sich an diesem Abend nebst Angehörigen und Freunden an die 50 Kinder eingefunden. Die sehr fleißig spielende Kapelle ('Angehörige unseres Ka­meraden Löffert) spielte mit dem MarschAlte Kameraden" zum Beginn auf. In recht treffender Weise erwähnte der 1. Vorsitzende des Vereins, Herr Kamerad Gg. Franz in feinen Begrüßungs­worten den Zweck der Weihnachtsveranstaltung, mit der eine schöne alte Sitte im Artillerievercin wieder erstehen solle, nämlich unseren Kindern eine Weihnachtsbescherung zu bieten. Für tue Mit­glieder selbst, deren Angehörige und Freunde solle diese Veranstaltung die weitere Festigung echt deutscher Kameradschaft bringen. Vom Weihnachts­fest erzählte allerliebst eines unserer Jüngsten: EUi Engelbrecht. Unter der Regie des Kame­raden K ö b e r i ch wurde dann das Theaterstück Der armen Kinder Weihnachtstraum" gespielt und erntete starken Beifall. Nach einem Gedicht des Zwerges (Rudi Friedel) kam St. Nikolaus (Kamerad Köberich) durch den Saal gezogen und verteilte Geschenke. Die Kapelle hatte zwischendurch noch mit einigen gut gelungenen Vorträgen unter­halten. Die weitere Unterhaltung des Abends brachte ein lustiges Theaterstück aus der Soldaien- zeit mit Gesang (Kameraden H. B « ck und K ö - beri ch), deklamatorische und gesangliche Vorträge der Geschwister Hummel, sowie der Herren H. Beck und Erler. Eine Verlosung und Tanz be­schloß die Veranstaltung.

MeitevSevlibt

Zur Zeit befinden mir uns in einem kräftigen Lufidrucksteiggebiet, in welchem es vorübergehend zu Aufklaren kommen wird. Sehr schnell rückt je­doch von Westen ein neues Fallgebiet heran, das uns schon im Laufe des Freitags neue Trübung und auch Niederschläge bringen wird. Bei west­licher Luftzufuhr bleibt es im ganzen mild. Vor­hersage bis Freitag abend: Neue Bewölkungszu­nahme und später verstärkte Niederschlagsneigung, mild, lebhafte südwestliche Winde. Witterungs- aussichten für Samstag: Wechselnde Bewölkung, Niederschläge in Schauer übergehend, etwas Kühler, lebhafte westliche Winde.

Satebteeid öam

Langendiebach, 2. Ian. Geflügelausstel­lung. Der hiesige GeflÜAèlzu chioerein veranstaltet am Sonntag, 5. Januar im Gasthaus zur Krone, wie alljährlich eine Geflügelausstellung. Der Ver­ein, der im Kreise Hanau und weit darüber hinaus bekannt ist, wird auch in dieser Ausstellung den Besuchern seine besten Tiere zeigen. Ein Besuch der Ausstellung ist nur zu empfehlen. Das Preisrichter- amt hat Herr Karl Schweinsberger-LanVenfelbold übernommen.

KuS Gter«hr!m mit Ämsebuus

= Groß-Steinheim, 2. Jan. Am 5. Januar ver­anstaltet der hiesige Geflügelzuchtverein seine 11. Lokalausstellung imDarmstädter Hof". Ein Besuch der Ausstellung dürfte sich für jeden Züchter lohnen.

= Hainstadt (Kreis Offenbach), 2. Ian. Am ver­gangenen Sonntag fand die Jahresversammlung der freiwilligen Feuerwehr im Vereinslokal statt. Der Vorstand, der auf fünf Jahre gewählt wurde, setzt sich wie folgt zusammen: Karl Heinrich Kohl 1., Kommandant; Adam Josef Becker 2., 2. Komman­dant; Karl Olemutz, Adjutant; Johann Jung 2., Zeugwart; Adam Thoma 2., Steigerführer; Joh. Georg Korb, Spritzenführer Spritze 1; Jak. Simon, Spritzenführer Spritze 2; Kilian Kimmel, Hch. Ad. Wich und Pet. Picard wurden zu Steiger- bzw. Spritzensührerstellvertrctern ernannt. Sie bilden mit dem Kommandanten die oberste Verwaltungsstelle in der hiesigen Wehr. Die Feuerwehrübungen wur­den für 1930 wie folgt festgesetzt: 5. April, abends 7 Uhr; 3. Mai, abends 7 Uhr; 9. August, abends 7 Uhr; 6. September, abends 6 Uhr. Auf eine recht gelungene Weihnachtsfeier konnte der Arbei-, tergssangvereinBrüderlichkeit" zurückb'ickcn, der am 1. Weihnachtsfeiertag bei einem vollbesetzten Hause ein reichhaltiges Programm zur Durchfüh­rung brachte. Ueber die Bretter gingWeihnachten im Hochwald", Schauspiel in 3 Auszügen von Fr. Dix. Die Weihnachtsfeier nahm einen guten har­monischen Verlauf.

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)( Neuenhaßlau, 2. Jan. Am vergangenen Montag feierte die Hebamme, Frau Lottig, im Kreise ihrer Familie ihr 4l)jährig. Dienstjubiläum. Zahlreiche Geschenke, Blumenspenden und Glück­wünsche wurden ihr von der Einwohnerschaft der drei Gemeinden, in denen sie über ein Menschen­alter in vorbildlicher Treue ihren Beruf ausübt, zuteil. Herr Bürgermeister Schäfer übermittelte die Glückwünsche der Gesangvereine, gleichzeitig überreichte er der Jubilarin im Auftrage des Ge- meindevorstandes unter ehrenden und anerkennen­den Worten eine Ehrenurkunde.

WAs SvaEuvt a. M

Die Reklamelokterie

: Unter der Anklage des Lotterievergehens mußte vor dem Einzelrichter Emil Eilers erscheinen, nach­dem er gxgen einen Strafbefehl wegen nicht ge­

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Ein Haupkbestandkeil des Welsenschatzes:

Lin Reliquienbehälter in Gestalt einer byzantinischen Kirche.

Die Stadtverordneten von Hannover lehnten den Erwerb des Welfenschatzes ab, der etwa 10 Millionen Mark erfordern würde. Der Verkauf des Schatzes durch den Herzog von Braunschweig an ein Konsortium ausländischer Kunsthändler ist damit nicht mehr zu verhindern.

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nehmigten Loseverkaufs Einspruch erhoben hatte. Der Angeklagte ist Inhaber einer Lizenz für Hessen- Nassau, Hessen, Baden und Württemberg. Er rich­tete eine Lotterie nach einem in Amerika bekann­ten System ein. Er verkaufte das tausend Lose zu 50 Mark an Geschäftsleute, die teils bar, teils mit eigenen Waren bezahlen und die Lose gratis an die Kunden bei Einkäufen abgeben. Es sollen solche Lose aber auch vielfach direkt verschenkt werden. Auf die Lose wird durch Eilers der Name des Ge­schäfts des Loseverkäufers und ein Reklametext der Firma gedruckt. Die Gewinne bestehen ausschließ­lich aus Waren. Die Ziehungsliste wird nicht ver­öffentlicht, aber die Ziehung findet unter Aussicht eines Notars statt. Wer sich dafür interessiert, ob sein Los gewonnen hat, der muß sich in das betref­fende Geschäft begeben, dessen Name auf dem Los verzeichnet ist. Dort liegt die Gewinnliste kostenlos zur Einsicht auf. Der Geschäftsmann, der ein sol­ches Losepaket erwirbt und den Kunden gibt, rech­net natürlich damit, daß die Loseinhaber bei dieser Orientierung einen Einkauf tätigen. Bisher hat eine Ziehung stattgefunden. Eine behördliche Geneh­migung zur Lotterieveranstaltung hat Eilers nicht nachgejucht, weil ihm von dem Erfinder der Idee das Muster ist gesetzlich geschützt gesagt wurde, eine Genehmigung brauche er nicht nach­zusuchen. In der Verhandlung rollte der Oberamts­anwalt die Frage des Verdienstes des Angeklagten bei der Sache auf, und es ergab sich da, daß bei einem Umsatz von einer Million Lose ein Betrag von 50 000 Mk. hereinkommt. Die Gcwinnanschaf- fung erfordert mehrere tausend Mark, dazu kom­men eine Reihe Spesen und die Lizenzgebühr. Der Anklagevertreter berechnet den Gewinn auf etwa 37 000 Mark. Der Verteidiger hingegen kommt bei seiner Berechnung auf einen Gewinn von etwa 10 000 Mark. Man erfuhr aus den Auseinander­setzungen ferner, daß die nicht abgeholten Gewinne zugunsten der Gewerbetreibenden verfallen. Der Anklagevertreter hielt den Tatbestand des § 286 Str.G.B. für erwiesen und beantragte, die in dem Strafbefehl verhängte Strafe aufrecht zu erhalten. Der Verteidiger plädierte auf Freisprechung unter Hinweis auf die in verschiedenen Städten ergange­nen Entscheidungen. Der Reichsfinanzhof habe ent­schieden, daß keine Versteuerungspflicht und keine Genehmigungspflicht vorliege, während für Lot­terien das sonst der Fall ist. Rechtlich liegt der Fall nicht einfach; das Gericht wird seine Entscheidung in acht Tagen verkünden.

Aus Aab «ud Freu.

Raubüberfall am Silvesterabend

Offenbach, 2. Jan. Am Silvesterabend gegen 9 Uhr wurde auf der Offenbacher Landstraße zwi­schen Neu-Isenburg und Offenbach ein Raub üb er­füll auf eine Dame aus Neu-Isenburg verübt. Diese war mit ihrem Kraftwagen auf der Fahrt nach Neu-Isenburg und erlitt auf der Offenbarer Landstraße eine Panne. Ein vorbeikommen- der Radfahrer drückte den Wagen, der ge­rade an einer abschüssigen Stelle stand, weiter, so daß die Dame mit dem Fahrrad etwa hundert Meter zurückblieb. In diesem Augenblick näherte sich ihr ein unbekannter Mann, der sie anfiel und 50 RM aus ihrer Handtasche raubte. Herbeieilende Pas­santen, die durch Hilferufe aufmerksam wurden, fan­den die Frau besinnungslos am Boden liegend. Der Räuber entkam in dem Wald und konnte nicht ge­faßt werden.

Opfer der Neujahrsschießerei

Friedberg, 2. Jan. Bei dincr Silvesterfeier entlud sich hier bei unvorsichtigem Hantieren mit einem Armeerevolver die Waffe. Das Geschoß ging einem Manne durch die Hand und drang Clinton anderen alsdann in den Leib. Der Schwerverletzte wurde ins Krankenhaus eingeliefert, wo er nach einigen Stunden den erlittenen schweren Darmver­letzungen erlag.

Vom Lieferauto getötet

Friedberg, 2. Jan. Am Dienstag überfuhr in Oberwöftadt ein Lieferwagen ein fünfjähriges Mädchen. Das Kind wurde mit schweren Verletzun­gen in das hiesige Bürgerhospital eingeliefert. Kurz darauf ist es seinen schweren Verletzungen erlegen.

Einbruch beim Amtsanwall

Oberslein (Nahe), 2. Jan. In einer der letz­ten Nächte schlugen Einbrecher eine Fensterscheibe des Amtsgerichts ein, drangen in das Dienstzimmer des Amtsanwalts und durchwühlten die Behält­nisse. In einer Schublade liegende beschlagnahmte Waffen ließen sie unberührt, so daß, die Annahme nâhè' liegt, daß der Einbruch der Wegnahme von Aktenstücken dienen sollte.

Politische Auseinandersetzung mit der Schußwaffe

Alzey, 2. Jan. In der Nacht auf den 31. De­zember kam es zwischen dem 24jährigen Kaufmann Richard Kahn und dem der nationalsozialistischen Partei angehörigem Revisionsbeamten Rebhan aus Darmstadt zu einem Streit. der in Tätlich­keiten. ausartete. Als Kahn Rebhan einige Faust­schläge versetzte, zog Rebhan seinen Dienstrevolver und gab zunächst zwei Schüsse ab. Als Kahn ihm die Waffe aus der Hand schlagen wollte, traf ihn die dritte Kugel, die in die linke Hüfte einürang und auf der rechten Seite stecken blieb. Kahn kam schwerverletzt ins Krankenhaus. Rebhan stellte sich der Polizei, wurde später aber wieder freigelassen.

Mordanschlag in der Silvesternacht

Lingen, 2. Jan. Als in der Silvesternacht der etwa 60 Jahre alte Arbeiter Schweinhardt von hier von einer Feier kurz nach Mitternacht heimkehrte, versetzte ihm ein Mann, der ihm scheinhar aufge­lauert hatte und ihm nachgeschlichen war, in einer ruhigen menschenleeren Straße von rückwärts einen Stich in die Seite, ohne daß eine Auseinan­dersetzung vorausgegangen wäre. Der Täter nahm sofort Reißaus. Schweinhardt will jedoch in ihm den Arbeiter Ludwig Landvogt aus Bingen er­kannt haben. In dem Binger Krankenhaus, wohin man den Verletzten alsbald verbrachte, wurde bei Schweinhardt eine schwere Stichwunde, durch die innere Organe verletzt sind, festgestellt. Der als Täter in Frage kommende 'Arbeiter Landvogt wurde von der Polizei feftgenommen; er bestreitet jedoch die Tat. Das Motiv zur Tat dürste darin zu suchen sein, daß Schweinhardt Landvogt wegen Meineides zur Anzeige gebracht hatte und dieser zu einer Gefängnisstrafe von neun Monaten ver­urteilt worden war. Die Strafe sollte Landvogt in den ersten Tagen des Januar antreten.

Aus Mes Welt.

Flucht aus dem Zuchthaus

Dortmund, 2. Jan. Aus dem Zuchthaus Werl sind zwei Gefangene während der Freistunde ausge­brochen. Einer von ihnen wurde von einem ver­folgenden Bamten gstellt; da er sich wehrte, gab der Beamte mit seinem Revolver mehrere Schüsse ab, von denen einer tödlich traf. Der zweite Flücht­ling konnte bisher nicht ergriffen werden.

Doppelblullak in einem Wiener Geschäftshaus

Wien, 31. Dez. In einem Tuchhaus Rockenbauer und Graf streckte heute vormittag der Firmenge- fellschafter Karc zag seinen Kompagnon Fanta durch drei Revolverschüsse nieder und entleibte sich dann durch einen Herzschuß. Karczag, der bereits einmal in einer Irrenanstalt untergebracht und entmündigt worden war, war damit unzufrieden, daß die Lei­tung des Geschäftes Fanto übertragen worden war.

Geplanter tschechoslowakischer Raketenslug

Prag, 1. Jan. Die Prager Ingenieure Ludwig Osenasck und Sohn haben ein Raketenflugzeug tonftruiert, das, wie die. Prager Abendzeitung

meldet, im Frühjahr 1930 den Flug in den Weitens raum unternehmen soll. Zu diesem Fluge sollen sich bereits zwei Passagiere, ein Hochschüler aus Preßburg und ein Herr Max Deutsch aus Olmütz, gemeldet haben. Das Flugzeug, das sechs Antriebs­raketen und zwei Bremsraketen haben wird, soll insgesamt neun Personen auf die Fahrt mitnehmen.

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Die nachstehenden Personen fjaben durch Zeich­nung von Spenden für die Entsendung Heilbedürf- tiger Kinder der minderbemittelten Bevölkerung un­serer Stadt ihre Neujahrswünische abgelöst:

Hermann Köhrer, Alistädter Markt 8, Hildebrandt,

Architekt Litzinger, Alexanderstraße 13, H. Raacke, v. d. Kinzigbrücke 9b,

Wilhelm Geib, Spessartstraße 8, Otto Dols, Akâemiestraße 37.

Hanau, den 2. Januar 1930.

Verband der Wohlfahrtsorganifation der Stadt Hanau.

Son des Mnobühne.

Saalbau'kino. Eine spannende Küiminalkomödie aus der Welt, in der man sich nicht langweilt, läuft gegenwärtig im Saalbau-KinoHotelgeheimnisse" mit einer schönen Abenteuerin (Magda Sonja), im Hintergrund sorgen hinreichend für Stoff zu einer reichbe'wègten Hairdlung. Biarritz, das mondäne Weltseebad, als Ort der Handlung läßt den Film nur noch gewinnen. Der Beifilm'Gefangene des Nieeres" führt in die Tage der inneren Kämpfe Rußlands nach dem großen Umsturz zurück und ist als erschütternde Episode außerordentlich stark an innerem und äußeren Geschehen. Den Höhepunkt bildet die Versenkung eines Unterseebootes. Am Sonntag nachmittag findet eine Vorstellung für Kin­der statt, bei der Liesel Simon, die bekannte Kinder­tante vom Frankfurter Rundfunk, mitwirkt.

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KundlursV-VLSsvamme

Freitag, den 3. Januar 1930

6.30: Nach Stuttgart: Wetterbe nicht und Zeit­angabe. Anschließend: Morgengynrnastik. 12.15: Schallplattenkonzert: Tschechische Musik. 13.18 bis 13.30: Werbekonzert. 1617.45: Nach Stuttgart: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.05: Rückblick und Ausblick auf die Wirtschaftslage beim Jahres­wechsel". 18.35: Von Stuttgart: Berufskundlicher Vortrag:Der deutsche Bordfunk-Offizier". 19.05: Bon Mannheim:Marie Curie-Slodowsja, die Ra- dium-Entdeckerin", Vortrag. 19.30: Von Stuttgart: Ein Abend in Paris". 2122.15: Internationaler Programmaustausch. 22.15: Von Stuttgart: Nach­richtendienst. 22.30: Funkstille. 0.301.30: Nur für Kassel: Nachtkonzert.

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Männer-Ouartelk 1925. Die Sänger werden morgen, spätestens 8 Uhr, in derCentralhalle" erwartet. Mmm :

Schlesierverein. Morgen, 8.30 Uhr KegelabenK in der Mainlust.

Werkmeister-Bezirksverein Hanau. Samstag, 4. Januar, abends 8.30 Uhr Generalversammlung im Vereinslokal (Rest. Krieg, Sandeldamm). Jah­resbericht und Kassenbericht'des Vorstandes. Vor­trag des Kollegen August Schmidt über die welt­wirtschaftliche Lage. Vollzähliges (Erscheinen erbeten.

Alpenverein. Sonntag, 5. Januar: Wanderung: Cronberg, Feldberg, Königstein. Abfahrt: Hanau- West 8.34 Uhr mit Sonn tag starte Frankfurt. Ab 'Frankfurt-Haupt 9.43 Uhr mit Sonntagssammel­karte nach Cronberg. Rückfahrt: Königstein ab 5 Uhr, Hanau an 7.12 Uhr.

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Bekanntmachung belr. eine befristete Beitragserhöhung in der Arbeitslosenversicherung

Aufgrund des Gesetzes über eine befristete Er­höhung des Beitrags in der Arbeitslosenversicherung vom 27. 12. 1929 (Reichsges. Bl. I 6. 244) beträgt der Beitrag zur Reichsanstalt für bas Reichsgebiet einheitlich 315 v. H. des maßgebenden Arbeits­entgelts.

Das Gesetz tritt am Mittwoch, den 1. Januar 1930, in Kraft und gilt bis zum 30. Juni 1930.

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Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung richtet sich nach dem Grundlohn (Lohnstufcn, Mitglieder­klassen, wirklicher Arbeitsverdienst), der nach der Satzung der Krankenkasse für die Beiträge zur sPe Krankenversicherung maßgebend ist. Für die nicht ßwe

mehr krankenversichcrungspflichtigen Angestellten, Mes die nach § 69, Nr. 2 und 3 AVÄVG arbeitslosen- Sei versicherungspflichtig sind, sowie für freiwillige Ver- Kes sicherte (§ 86 AVAVG) beträgt der Beitrag monat- A , lich RM 10.50. B 1

Für unentgeltlich beschäftigte Lehrlinge, deren M 7 Arbeitsentgelt geringer als RM 6. in der Woche K 6 ober RM 25. im Monat ist, beträgt der Beitrag mindestens 315 v. H. dieser Beträge. Die Versiche- I rungsfreiheit der Lehrlinge im Rahmen des § 74 AVAVG bleibt unberührt.

Weitere Auskunft geben die Cinzugstcllen (Kran kenkassen).

Hanau, den 1. Januar 1930.

Der Vorsitzende des 2trbeitsamts.

Weyprecht.

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Vcrlagsdircktion: PauI Naek.

Hauptschrif tlcitung: Richard II u 11 b e h,

Verantwortlich für Politik und allgemeinen Teil: Richard Knitsch, für Lokales und Feuilleton: Werner Rühle­mann, für Sport und Provinz: Hans Oehl« Schläger, für Anzeigen und Reklamen: Fr. Sieben- Hühner, sämtlich in Hanau. Rotationsdruck der Waisenhausbuchdruckerei Hanau. Fora- Sprechanschluß Nr. 3956, 3957, 3958.

6 Prechein «den der Sohrif11 eitnn R täglich von 12-1 Uhr mittag« nnd von 5 -6 Uhr nachmittag«. Beiträge »ind en richten: An die Redaktion, nicht an einzelne RedaktionamitgUeder. Für unverlangt rn- geaandie Manuskripte kann eine Haftung nicht über­nommen werden. Rücksendungen erfolgen nur bei bei. gefügtem Rückporto,

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