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Donnerskac, den 2. Januar 1930

Seite 5

ÄMLve SevhanÄrttnsSsssnev im ^Kaas

Wem Briand, Tardieu, dis Führer der franzö- schen Delegation.

thrten: Snowden, Englands Verhandlungsführer, Iaspar, belgischer Delegationsführer, Vorsitzender der zweiten Haager Konferenz.

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rad nicht gab, sondern auf Strafftoß gegen Union erkannte, nachdem bei seiner Fertigstellung zwei Unionstürmer den gegnerischen Torhüter Vollmerz noch unfair angingen. So sah Union die Früchte ihrer Arbeit schwinden und mußte sich resigniert in ihr Schicksal ergeben. Entscheidend war, daß der Bornheimer Sturm unter Führung Böttners dies­mal äußerst durchschlagskräftig war, während Union trotz größten Eifers nicht die sonstige Form erreichte. Ganz besonders gilt dies von dem Nieder­räder Sturm. Den ersten Treffer des Tages erzielte Brück schon bald nach Anfang durch Verwandlung eines Strafstoßes, nachdem der verletzte Eschenlohr mit Linnighäuser den Platz gewechselt hatte. Schön

erhöhte wenig später mit Kopfball im Anschluß an eine Ecke auf 2:0. Dann kam Niederrad durch Lind­ner zum ersten Gegentor, um für die Folgezeit x höchst gefährlich zu werden. Auch nach Seiten­wechsel war Union zunächst im Vorteil, bis FSpV. aufdrehte und in kürzesten Abständen später durch : Böttner und Münsterman die Partie auf 4:1 stellte. Leichter holte wenig später durch Verwandlung eines Strafstoßes auf 4:2 auf. Dann wurde es sehr erregt, als der Unparteiische ein Tor für Niederrad W nicht gab. Die Ionier gaben trotzalledem die Partie noch nicht verloren. Rosenberger verbesserte, auf 4:3 und nur mit Glück und Geschick überstand FSpV. die letzten Minuten. Der dritte Platz war erkämpft.

Radfahren.

Buschcuhageu-van Kempen siegen im Brüsseler Sechstagerennen.

Das am 1. Januar zu Ende gegangene Brüf- seler Sechstagerennen sah das deutsch-holländische Paar Buschenhagen-van Kempen, das vor kurzem im Stuttgarter Sechstagerennen den ersten Platz belegt hatte, als Sieger. Zurückgelegt wurden ins­gesamt 3 567,680 Klin. Ergebnisse: 1 .Buschenhagen- van Kempen 762 Punkte, 2. Wauters-Vermandel 404 Punkte, 3. Rielens-van Vlockhoven 224 Punkte, eine Runde zurück. 4. Charlier-Duray 327 P., zwei Runden zurück, 5. Bonduel-van Rysfelberghe 529 Punkte, 6. Choury-Fabre 491 Punkte, 7.

die natürlich auch entsprechende Haut- und Mus- kelempfinüungen auslösen und damit den Anlaß zur Entstehung von entsprechenden Traumvorstel- I lungen geben. Tatsächlich konnte bei all den Nor­malträumen, die eine stärkere Zahl von geträum­ten Fußbewegungen als andere Normalträume zeigten, unmittelbar nach dem Erwachen festgestellt werden, daß die Beine irgend eine sonderbare Lage einnahmen, z. B. die Knie- oder Fußgelenke gebeugt oder nach dieser oder jener Richtung hin gedreht waren.

Aehnliche Versuche hat Bold mit den oberen Gliedmaßen gemacht, um festzustellen, in welcher Weise die von diesen ausgehenden Haut- und Mus­kelempfindungen auf die Gestallung der Traum­bilder einwirken. Zu diesem Zwecke ließ er seine Versuchspersonen (bald an einer Hand, bald an bei­den Händen) lederne Knopfhandschuhe nachts tra­gen. Bei 80 Prozent der Versuchspersonen zeigten sich nun Träume, in denen Handbeätigungen be­sonders stark auftraten. Geträumt wurden folgende Betätigungen: Ergreifen und Verteilen von Ge­genständen, Heben von Gegenständen und Perso­nen, Hantieren mit allerhand Dingen, Händeklat­schen, Händewaschen, Begrüßung durch Handrei­chen, Handverletzen, Klettern unter l»esonders star­ker Benutzung der Hände, Rudern usw. Der Hand­schuhreiz hat domnach dieselben motorischen Tranmreize für Hände und Anne erzeugt wie der Bandreiz für Füße und Beine, nur in einer der Eigenart der Hände angepatzten Boise.

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o Es ist schon lange her, und Liebermann war noch suna, da war er in eine Familie geladen, de­ren Haushaltungsvorstand sich gerade «m paar Bilder gekauft hatte, um sich eine bescheidene Gale-

Voller ^Stolz führte er den eben berühmt wer­denden Maler vor seine neueste Erwerbung.

Was halten Sie davon?" fragte er erwar­tungsvoll. . v

Liebermann wollte nicht recht mit der Sprache heraus, und antwortete schließlich mit der Gegen­frage:Wessen Meinung wollen Sie den wissen. Die Ihres Gastes oder die des Künstlers.

Damit war da Urteil gesprochen.

Leducq-E. Aerts 406 Punkte, vier Runden zurück. 8. Müller-Alexander Maes 308 Punkte, 9. Albert Maes (allein) 306 Punkte, 10. Aerts-Braspenning 208 Punkte, 11. Goris-M. Haesendonck 199 Punkte, sechs Runden zurück. 12. Deeorte-Sellier 217 Punkt«. _

Sast 2SC0Ö tödlk» SeruustLEe in einem Save

Nach amtlicher Festftelung betrug die Zahl der tödlich Verunglückten in Deutschland im Jahre 1927 nicht weniger als 24 943. Davon waren 19 125 Personen männlichen und 5818 weiblichen Ge­schlechts. Gegen 1926 ist die Zahl der tödlichen Un­glücksfälle um 1468 gestiegen und von dieser Zu­nahme kamen allein 75 Prozent auf Verunglückun­gen mit oder durch Kraftfahrzeuge. Durch Der- kehrsunfälle kamen 1927 (Bayern nicht mitgerech­net, für das die Spezialisierung 1927 noch nicht vorgenommen war) 6500 Personen oder 1099 mehr als im Vorjahre, um. Die groß« Mehrzahl davon kam allein auf den Verkehr mit Kraftfahr- Zeugen. Aber auch auf Eisenbahnunfälle waren noch 1014 Sterbefälle zurückzuführen, auf Unfälle mit Fahrrädern 355, mit Straßenbahnen 350 und mit sonstigen Landfahrzeugen 1428. Außer den Verkehrsunfällen sind am häufigsten die Verun­glückungen durch Sturz aus der Höhe, durch Er­trinken, Verbrennen, Verbrühen und Einsturz von Bauwerken, Stollen, Explosionen und Stsinfall. Durch Ertrinken starben im Jahre 1927 183 Per­sonen oder 5 Prozent weniger als im Vorjahr. Erschütternd ist die amtliche Feststellung, daß un­ter den tödlich Verunglückten auch zwei Männer und eine Frau registriert werden, die verhungert sind. 1926 waren insgesamt nur zwei Fälle von Verhungern festgestellt. Im übrigen sind naturge­mäß erheblich mehr Männer als Frauen von töd­lichen Unfällen betroffen worden. Nur bei zwei Todesursachen infolge von Unfällen übertrifft die Zahl der betroffenen Frauen die der Männer, nämlich bei Verbrennung durch Feuer, an der 313 Frauen gegen 274 Männer zugrunde gingen und bei Einatmen von Leucht- und Kochgas (ohne Be- rücksichtigung der Selbstmorde, nur die einwand­frei ermittelten tödlichen Unfälle), an dem 257 Frauen gegen 252 Männer zugrunde gingen. Durch Lawinen und Absturz in den Bergen kamen 16 Männer und zwei Frauen ums Leben, bei Un­glücken von Luftfahrzeugen 37 Männer und eine Frau. Erfroren find 69 Männer und 17 Frauen, dem Hitz schlag oder Sonnenstich erlagen 30 Män­ner und 13 Frauen, während durch Blitzschlag töd­lich getroffen wurden 112 Männer und 47 Frauen. Die Verkehrsunfälle sind außer in den Hansestädten und Berlin am häufigsten in Westfalen, Branden­burg, Nieder- und Oberschlesien, in der Rheinpro­vinz, Württemberg und Braunschweig. Hinsichtlich der Unfälle durch oder mit Kraftfahrzeugen stehen Berlin und die Hansestädte an der Spitze. Ne­ben der reinen Statistik über die tödlichen Unfälle ist zugleich festgestellt worden, daß durch Mord oder Totschlag 1927 in Deutschland 1300 Personen ge­genüber 1351 im Jahre 1926 ums Leben kamen, und zwar 756 Männer und 544 Frauen. Die Zahl der Kindesmorde ist wieder etwas zurückgegangen. Es kamen 390 Morde an unter einem Jahre alten Kindern zur Anzeige gegenüber 441 im Borjahre. Von sämtlichen Morden und Totschlägen wurden 267 durch Feuerwaffen verübt, 206 mit schneiden­den oder stechenden Instrumenten. Bei 88 Fällen blieb die Art der Ausführung des Verbrechens un­bekannt. Hingerichtet wurden 1927 sechs Männer gegenüber 14 Männern im Jahre 1926 und 14 Mannern sowie zwei Frauen im Jahre 1925.

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Altona, 31. Dez. Die sogenannte Papageien­krankheit, über deren Auftreten in Berlin bereits berichtet wurde, ist jetzt auch in Altona in sechs Fällen festgestellt worden, von denen einer tödlich verlies. Die Kranken wurden zunächst auf Lungen-

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o Man weiß, daß der Dichter Georg Kaiser weder zu den Proben, noch zu den Aufführungen seiner Stücke kommt. Einmal wurde ein neues Werk von ihm einstudiert, zu dessen Vorbereitung er trotz aller Bitten des gewissenhaften Regisseurs nicht gekommen war. So bekam er täglich vom Theater Telegramme, in denen er um seine Ein­willigung zu Aenderungen gebeten wurde. Bis Kaiser endlich, ärgerlich ob dieser steten Störung seiner Dichterruhe, telegraphierte:mit allem ein- verstande, Hauptsache daß titel bleibt georg kaffer +'.

Max Liebermann wurde einmal gefragt, warum er denn eigentlich Maler geworden sei. Die klassische Antwort war:Das war eigentlich bloß ein Irrtum von mir. Ich dachte, bei dem Metier könnte man so schön faul fein!"

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Den Bemühungen des Hofkapellmeisters Her­beck war es endlich gelungen, dem weltfremden Komponisten Bruckner die Hoforganistenstelle zu verschaffen. Nun legten Freunde dein Meister nahe sich in angemessener Weise bei Herbeck zu re­vanchieren. Brückner wußte lange nicht, wie er das wohl anstellen sollte. Endlich aber kam ihm die Erleuchtung und als er wieder einmal bei Herbeck! eingeladen war, drückte er dessen Frau still und leise eine Zehnguldennote in die Hand.

o Stadtthealer. Aus dem Theoterbüro wird uns geschrieben: Morgen Freitag, abends 8 Uhr, geht als 15. Vorstellung im Freitag-Abonnement zum ersten MaleDie heilige flamme", Schauspiel in 3 Akten von W. S. Maugham in Szene. Der Ver­fasser wußte schon in der vergangenen Spielzeit durch die Aufführung seines SalonstückesFinden Sie, daß Constance sich richtig verhält?" ganz außerordentlich für sich zu mieressieren. Es ist nicht allein die sauber und logisch aufgebauie Hand­lung, die dem Stück feine Bedeutung gibt, es ist vielmehr die Gegenüberstellung von alter und neuer Moral; es ist ferner das tief Menschliche, das schlicht und unmittelbar hier »um Ausdruck ge­langt. In den Hauptrollen sind beschäftigt die Damen Müller, Dallin, Conradt und die Herren

entzünduug behandelt, bis sich der Verdacht, daß es sich um die sogenannte Papageienkrankheit han- delt, bestätigte. Bei Behandlung eines krank ein» gelieferten Ehepaares, von dem der Ehemann kurz nach der Einlieferung starb, sind ein Arzt und eine Krankenschwester infiziert worden. Die beiden wei­teren Fälle betreffen einen Mann und eine Frau, welche sich auf dem Wege der Heilung befinden. Der Papagei des Ehepaares, der noch vor Auf­treten der Krankheit starb, war ein junges, vor acht Wochen aus Südamerika eingeführtes Tier. Die beiden anderen Papageien, von denen einer ebenfalls gestorben ist, der andere in Quarantäne genommen wurde, sollen von der gleichen Herkunft sein wie das erste Tier

Nach einer Meldung desB. T." aus Ham­burg hat es sich herausgestellt, daß nicht nur in Altona, sondern auch in den beiden größten Ham­burger Krankenhäusern, im Barmbecker und im Krankenhaus St. Georg Fälle der sogenannten Papageienkrankheit beobachtet worden sind. Diese Fälle reichen bis Oktober zurück, also in die Zeit, in der vermutlich der Haupttransport erkrankter Papageien über Hamburg erfolgte. Der gestern aus Argentinien zurückgekehrte Hamburg-Süd­dampferCap Arcona" wurde einer eingehenden Inspektion unterzogen, um etwa krankheitsoer- d stige Vögel gegebenenfalls unter Quarantäne zu stellen. In einer Aerztekonferenz wurde festge­stellt, daß zunächst besondere Schutzmaßnahmen nicht getroffen werden brauchen.

Ueber die Papageienkrankheit macht der Tier­art des Berliner Zoologischen Gartens, Dr. Arend­see, Mitteilungen, die deshalb sehr interessant sind, weil im Berliner Zoo jährlich Hunderte von Papa­geien eingeführt und weiter geleitet werden. Nach Dr. Arendsee ist die Befürchtung, daß auch Tiere, die schon seit Jahren in Familien gehalten werden, infiziert sein könnten, unbegründet. Die Papa­geikrankheit, so führt Dr. Arendsee weiter aus, ist eine m Berlin bisher unbekannte tro­pische Infektionskrankheit. Der Ber­liner Zoologischen Garten, der, wie gesagt, jährlich viele Hunderte von Papageien aus Afrika und Bra­silien einführt, hat bisher in all den Jahren noch nicht eine einzigen Fall von Psittacosis beobachten können. Alle aus den Tropen eintreffenden Vögel, und zwar nicht nur Papageien, werden unmittel­bar nach der Ankunt in ein Quarantänehaus ge­bracht und dort vier Wochen lang auf das sorg- fältigste beobachtet, wobei täglich chemische und bakteriologische Proben vorgenommen werden. Es ist an sich recht schwer, Psittacosis festzustellen, da diese Krankheitserreger zur sogenannten Koli- Gruppe gehören und nur artgleich sind mit der Paratyp he B. Meist äußert sich die Er­krankung darin, daß die Tiere die Flügel hängen lassen, die Nahrung verweigern und heftig atmen. In der medizinischen Literatur finden sich nach Dr. Arendsee feine Fälle aus denen hervorgeht, daß die Psittacosis bei Menschen denselben Verlauf nimmt wie bei den Papageien. Für bie Wissen­schaft ist hier Neuland, und man muß, da auch in Brasilien und in Afrika bisher keine Feststellungen darüber getroffen worden sind, daß die Papageien­krankheit sich epidemisch in der Bevölkerung aus« breitet, sehr vorsichtig mit der Annahme sein, daß gerade in Berlin mehrere Seuchenherde zur gleichen Zett entstanden seien. Immerhin fei Vorsicht über­all dort zu beobachten, wo erst vor kurzem Papa­geien gekauft worden sind. Vor allem sollte man es vermeiden, daß die Tiere das Gesicht oder gar die Lippen eines Menschen berühren, da auf diese Weise, was sehr wenig bekannt ist, sehr häufig Tuberkulose übertragen wird. Die Tierärztliche Hochschule in Berlin hat eine Anzahl von Papageien zur Sektion erhalten, da im In­teresse der Bekämpfung der Krankheit in jedem Fall, wo ein Tier gestorben ist, nachgeprüft werden soll, ob die Todesursache die immer noch rätselhafte Krankheit ist.

»SUOS

Haas, Nippoldt, Anriano und Rauschert.- Am Samstag, abends 8 Uhr, wird für bie 15. Vorstel­lung im Dienstag-Abonnement der durchschlagende LacherfolgArm wie eine Kirchenmaus", Lustspiel in 3 Akten von L. Fodor wiederholl. Sonntag, 5. Januar, abends 7% Uhr gelangt zum ersten MaleDer Postillon von Lonjumeau", komische Oper in 3 Akten von Adam zur Aufführung.

o Mozart-Konservatorium (Dir. Dr. Stübing). Mittwoch, 8. Januar, erfolgt nach Beendigung der Weihnachtsferien die Wiederaufnahme des Unter­richts. Ein kleiner Rückblick auf das im oergange- 'nen Jahr Erarbeitete soll der Ansporn zu neuem Vorwärtsstreben sein. Der am 2. Mai in der Stadt­halle abgehaltene Opernabend zeigte günstige Wei­terentwicklung der Gesangsklassen. Zwei der Mit­wirkenden wurde von der Prüfungsstelle des Deut­schen Bühnenvereins das Zeugnis der Bühnenreife erteilt. Die im Orchester mitwirkenden Violin- und Celloschüler fanden außerdem in Vortragsabenden Gelegenheit ihre Fortschritte zu erweisen. An Stelle des, wegen beruflicher Ueberlastung leider aus dem Lehrkörper ausscheidenden Herrn Dr. Ligniez, über­nahm die Frankfurter Konzerffängerin Frau Luise Richartz das Gesangslehrfach. Die Direktion hat aber nicht allein diese vorzügliche ehemalige Willy- Schülerin verpflichtet, sondern auch mit Herrn Iohannes Willy Abmachungen getroffen, denen zu­folge er im Juni ds. Is. einen mehrwöchigen Kur­sus über Stimmpsychologie an der Anstalt abhält. Schüler aus der Sprcchtechnikklasse des Herrn Poetsch traten bei seinen Wilhelmsbader und Aschaf­fenburger Freilichtaufführungen erfolgreich auf und wirkten im Wilhelmsbader Theater anläßlich der 130jährigen Gedenkfeier mit. Bei den vor der Oeffentlichkeit herausgestellten Klavierklassen war auch die Vorbereitungsklasfe für Kinder vertreten. Das Konservatorium, das sowohl Anfänger unter­weist, als auch Weiterstrebende zur künstlerischen Reise führt, besitzt in feinen sämtlich staatlich an­erkannten Musiklehrkräften Künstler, die konzer­tierend in der Oeffentlichkeit stehen und daher den Schülern Pflege und Weiterentwicklung ihrer Kunst lebendigst übermitteln können. Siehe heutiges In­serat.

o Kammermusik-Konzerte Dr. Limbert. Den Kanzertbesuchern wird hiermit bekanntgegeben, daß die beiden nächsten Konzert« insofern eine

KsbelvveistvSgev Mchetton K

Der Physiker Professor Albert A. Michelson der 1907 den Nobelpreis für Physik erhielt, ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Michelson, ein ge­bürtiger Deutscher, war fast 40 Jahre lang Pro- fessor der Physik an der Universität in Chicago. Michelson bestimmte die Leichtgeschwindigkeit, bie etwa 300 000 km in der Sekunde beträgt, in im­mer neuen Versuchen. Seine theoretischen Arbeiten bildeten den Ausgangspunkt für bie Einftetnsche Relativitätstheorie.

Dev ^weiße Gott" itt

Die Eröffnung des Livingstone-Museum«

Soeben ist das Livingstone-Museum feierlich der Oeffentlichkeit übergeben worden. Man hat dazu das Geburtshaus des berühmten Afrikaforschers in dem kleinen schottischen Städtchen Blantyre, nah« bei Glasgow gewählt, wo er 1813 zur Welt kam. Heute ist Afrika nicht mehr derdunkle" Kontinent, dank Livingstone, der viel zur Ent­schleierung einer unbekannten Wett beigetragen hat. Er hat auf seinen ausgedehnten Reisen über einen großen TeU des Landes, den Süden und das zentrale Afrika, zuerst sichere Kunde gebracht. Auf seiner ersten Reise im Jahre 1849, die er vom Kap aus unternahm, ist er bis zum Ngami-See, nörd­lich von der Kalahari-Wüste, vorgedrungen, und hat den mächtigen Sambesi entdeckt. In späteren Jahren hat er den Lauf des Sambesi weiter oer- folgt und ist zu den großartigen Viktoria-Wasser- fällen gelangt und weiter zum Njassa-See und den Quellen des Nils. Livingstone ist übrigens nicht nur der rastlose Erforscher eines fremden Erdteils gewesen, sondern hat auch eine äußerst segensreiche Tätigkeit als Missionar entfaltet, als der er zu­nächst hinausgezogen war. Indem er den furcht­baren Menschenhandel, der von den arabischen Sklavenhaltern getrieben wurde, entgegentraf, ist er einer der größten Wohltäter der Menschheit ge­worden.

Der englisch« Staat hat sich um ihn recht wenig gekümmert. Erst Privatmittel, gesammelt in lan­gen Jahren, haben ihm ein würdiges Denkmal er« richtet. Diesesschottische National-Denktnal" um­faßt nicht bloß sein Geburtshaus, sondern auch eine Reih« daneben liegender Häuschen und außerdem eine größeres Terrain für irgendeinen später noch zu bestimmenden wohltätigen Zweck. Im ganzen hat man für Ankauf des Geländes, der Gebäude und ihre innere Instandsetzung 85000 Pfund Ster­ling ausgeworfen. In feinem Geburtshaus und den übrigen Häuschen sind zahllose Andenken an ihn untergebracht. Das Zimmer, in dem er geboren wurde, ist genau wiederhergestellt. Die Wände sind mit großen Fresken geschmückt. Unter diesen muß

Umstellung erfahren hüben, als das 3. Konzert mit der Molinoirtuosin Frau Steiger-Betzak Montag, 13. Januar, das 4. Konzert mit dem Wendling- Quartett Donnerstag, 27. März stattfindet.

o Eine rollende Kunstausstellung. Ein« junge Pariser MalergruppeMontmartre" hat beschlos­sen, ihre Werke selbst auszustellen. Sie haben nied­rere große Wagen gemietet, in denen ihre Bilder ausgehängt sind, und sie wollen mit dieser rollen­den KÜnstau-stellung durch ganz Frankreich fahren. Partiques des Champs Elysèes ist der erste Aus­stellungsort. Die Maler werden selbst zur Stelle sein, um ihre Silber zu verkaufen.

Dücherkisch

oHessische Burgen und Schlöffet*. In die lange Reihe deutscher Kunstkalender tritt dieses Jahr eine Neuerscheinung, die wir schicken dies gleich voraus erfreulicherweise alsErste Folge" gekennzeichnet wird, mithin ihre Fortsetzung er. fährt. Der Verlag A. Unland-Kafsel gibt einen Ka­lender Hessischer Burgen und Schlößer heraus (Berlagsadreste: Kassel, Untere Königstraße 85), der sich das Anrecht auf eine Empfehlung in wei­ten Kreisen des Hefs«nlandes erworben bat durch feine Vielgestaltigkeit und den künstlerischen Ge­schmack, der für die Auswahl dieser ersten Bitt-er- reihe maßgeblich war. In 15 Kupseriiesdrucktaseln aus allen Tellen des Hessenlandes klingt hier das uralte und ewig-neue Lied der Heimat uns ent­gegen, zugleich ein Mahnwort im Sinne der Er­haltung des Gutes aus Bäterzeit. Km,n ein Land in Deutschland ist so reich an Zeugen vergangener Großzeit und wenn irgendwo in deutschen Landcn von Heimatkultur die Äede sein kann, dann b:er im Lande der Katten zwischen Weser und Main. Im Dienste aber dieser Heimatkultur steht auch bas vorerwähnte Werk, dessen Kunstblätter durch geschichtliche Notizen ergänzt einen einen blei» venden Wert behalten.

Daß auf mohammedanischen Gräbern bie Aloe als Wartesymbol der Geduld bie Gläubigen an bie lange Zeit bis zur Auferstehung gemahnen muß. erklärt man daraus, daß manche SHoearten (Aga­ven) 4060 Jahre alt werden müssen. Es sie zur Blüte gelangen.