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Selfe •

Nr. 1

eins wegen besonderer Umstände hervorgehoben werden. Es trägt den Titel „Ausharren" und zeigt den Kranken, schon vom Tode Gezeichneten, wie er in einer Hängematte, die von einem mächtigen Bambusstamm hevabhängt, von zwei kräftigen Söhnen Afrikas getragen wird, und wie er trotz aller Krankheit mit einem Sklavenhändler per» handelt und für feine Neger bittet. Dieses Bild ist die Stiftung eines afrikanischen Häuptlings, der damals, als vor Jahren der erste Gedanke an die Errichtung eines Livingstone-Museums Gestalt an- nahni, das Geld unter seinen S.tammesgcnossen oufbracht« unb es überbrachte; es ist genau nach den Angaben dieses Führers gemacht. Er hat auch noch schriftliche und mündliche Berichte überbracht, die alle die hohe Verehrung bekunden, die Living. stone bei ihnen genoß; er wurde in allen diesen Gegenden geradezu als der weiße Gott angesehen.

âkkKt Kdev die Liebe

Wieviel Liebhaber darf eine Frau vor der Ehe haben?

Drei Berliner Richter, Landgerichtsrat Lönnies, der Vorsitzende einer Zivilkammer des Landge­richts 3, und feine beiden Beisitzer, werden in den nächsten Tagen eine überaus wichtig« Entscheidung zu fällen haben, und zwar über die Frag«, wieviel Lwbhober eine ebenso schöne wie mondäne Dame der Gesellschaft vor ihrer Ehe haben darf. Vor der genannten Zivilkammer wurde dieser Tage bereits diese Frage in einem EhescheidungsProzeß nach allen Richrungen eingehendst erörtert. Es war kein eigentlicher Ehescheidungsprozetz, sondern der Sohn eines sehr bekannten deutschen Großindustriellen klagte auf Mchtigkeit seiner im Juni 1928 mit der Tochter eines adligen pommerschen Großgrundbe­sitzers geschlossenen Ehe. Diese junge Dame, vorher schon einmal unglücklich verheiratet, hatte sich auf Veranlassung ihres fetzigen Mannes scheiden las­sen, sie heiratete ihn ohne Aufhebens davon zu maqjen, aber schon nach einem halben Jahre war das Glück zu Ende. Warum? Er gibt in dem jetzi­gen Prozeß an, er habe vor seiner Eheschließung nicht gewußt, daß seine Frau fünfzehn Liebhaber gehabt habe. Das erst habe er im Laufe der Mo­nate nach und nach erfahren und sein Herz sei ihm beinahe darüber gebrochen. Nun, das gebrochene Herz darf man nicht so ernst nehmen, denn der junge Ehemann hat sich, wie im Haupttermin zur Sprache tarn, in reichem Maße getröstet und seine Ehefrau, die in der Widerklage die Ehescheidung beantragt, legte durch ihren Rechtsanwalt eine wahre Leporelloliste vor, auf der die Namen einer sehr großen Zahl verheirateter Berliner Damen, darunter einiger bekannter Filmschauspielerinnen, stunden.

Drei Rechtsanwälte kämpften mit dem Gericht den Kampf der Worte um das galante Thema, wieviel Liebhaber eine schöne Frau haben darf. Dr. Graf Strachwitz und Dr. Knopf, die Rechts­beistände des Klägers, oertraten dabei folgende Ansicht: Nach den Grundsätzen der heutigen Moral sei nichts dagegen einzuwenden, wenn eine Dame der Gesellschaft zwei Liebhaber vor ihrer Ehe ge­habt habe, oder drei, aber — fünfzehn, das sei zu viel. Nur einer Junggesellin, allenfalls einer Schauspielerin, könne man ein derartiges Maß galanter Abenteuer subSHigen. Niemals aber einer verheirateten Frau. Nein! erwiderte darauf Dr. Heinrich Werthauer, der für die Beklagte focht. (Sie selbst war erschienen, eine hübsche, zarte Frau, eingehüllt in einen wundervollen Pelzmantel, aus dem die großen Augen träumerisch und etwas traurig heroorblicken.) Dieser Grundsatz sei voll­kommen verkehrt. Vor allem aber habe seine Man­dantin nicht fünfzehn, sondern nur sechs Liebhaber gehabt. Er zählte die Namen auf: eine Reche der bekanntesten deutschen Herrenreiter, Matadore bes grünen Rasens. Aber nicht genug damit. Die Exi­stenz von vieren dieser Liebhaber habe der kläge­rische Ehemann vor seiner Eheschließung bereits gewußt und auf die zwei ihm unbekannten sei kein Gewicht zu legen, denn das Oberlandesgericht Ro­stock habe in einer endgültigen Entscheidung ausdrücklich festgelegt, daß, wenn ein Ehemann Kenntnis von mehreren Liebhabern seiner Frau vor der Ehe gehabt habe, er die Ehe nicht anfech­ten könne, wenn ihm später noch einige mehr zur Kenntnis gelangten. Nicht auf die Höhe der Zahl komme es an, sondern auf die Vielheit an sich

Das Landgericht ist noch nicht zu einer Entschei­dung gekommen, aber es hat durchblicken lassen, daß es sich dem letzteren Standpunkt anschließt.

Rußlands ehrwürdigstes Heiligtum geschlossen.

Wie schon berichtet, stand das Weihnachtsfest in Rußland unter dem Eindruck schärsster anti­religiöser Propaganda. Der Hauptschlag wurde in Kiew geführt, wo Rußlands ehrwürdigstes H«ilig- tum und seit Jahrhunderten besuchtester Wall­fahrtsort, „Kisw-Peftcherski Lawra", geschlossen und militärisch besetzt wurde. Die Gründung die­ses Klosters ist für die Geschichte des Christentums in Rußland überaus bedeutsam gewesen. In Kiew lieh sich Fürst Wladimir im Jahre 988 taufen, weniger allerdings aus Ueberzeugung, als wegen des Umstandes, daß das Christentum den Wsin- genuß nicht verbietet. Wladimar hatte sich durch einen mohammedanischen, christlichen und jü­dischen Geistlichen die Vorzüge jeder Religion vor­stellen lassen. Am meisten neigte er zum mohamme­danischen Glauben; jedoch daß Mohammed den Ge­nuß von Alkohol verboten hatte, erschien ihm un­erträglich. „Des Russen höchste Lust ist das Trin­ken", sagte er und entschied sich für das Christen­tum. Kiew wurde die Hochburg des neuen Glau­bens. Dank freiwilliger Gaben entstand das Pet- ichsrskikloster, das zuletzt einen Komplex von sechs verschiedenen Klöstern darstellte. In der Lawra wurden die Reliquien zahlreicher russischer Hei­ligen aufbewahrt. Die Lawra besaß wertvolle Schmuckgegenstände, die ihr im Laufe der Jahr­hunderte von russischen Fürsten und später von den Moskowiter Zaren geschenkt warkn. Das Kloster erfreute sich einer weitgehenden Autonomie, besaß eine eigene Druckerei sowie eine Kerzen­fabrik. An der Spitze -der Lawra stand der jewei­lige Metropolit von Kiew. Bei Ausbruch der Re­volution wurden die Schatzkammern des Klosters vom Pöbel geplündert. In den Ansängen der Sowjetherrschaft konnte die Lawra immerhin ihre Existenz weiter fristen. Der Gasthof des Klosters wurde allerdings in ein weltliches Hotel umge­wandelt. Viele Leute, die wegen der plötzlib ein- tretenden Wohnungsnot in Kiew keine Wohnung finden konnten, richteten sich im Klostergasthaus gemütlich ein und waren froh, von den Mönchen

â so Sahve attev Venzwasen auf dev Sahvt von Bevlkn nach Hamburg

Der itnfooeferan in den Straßen Berlins

Um die Güte des deutschen Autofabrikats zu beweisen, ließ der A. D. A. E. am Branden­burger Tor einen mehr als 30 Jahre alten Benzwagen zur Fahrt nach Hamburg starten. Die Führung hat der alte Mitarbeiter von Karl Benz, Pfanz, der bereits vor 30 Jahren mit demselben Wagen dieselbe Strecke fuhr. Zur Begleituna des Autoveterans wurde eines der modernsten Benzautos mit auf die Reife geschickt.

as

bedient zu werden. Allmählich wurden die Be­schränkungen der Klosterfrecheit immer schärfer. Vor einigen Monaten wurde das Abhalten des Gottesdienstes, das bisher ungestört vor sich gehen konnte, verboten. Jetzt ist das Kloster geschlossen

konnte, verboten. Jetzt ist das Kloster geschloßen und der Eintritt jedem Fremden streng verboten.

vom Radium gerettet und getötet

In einem Londoner Krankenhaus sollte ein Krebskranker durch Radiumbestrahlung geheilt wer­den. Die Behandlung hatte guten Erfolg, und die Aerzte stellten eine rasche Wiederherstellung in Aussicht, als sie eines Tage-s entdeckten, daß die das Radium enthaltende Nadel verschwunden war. Der Patient wurde sofort mit Röntgenstrahlen durchleuchtet, wobei seftgestellt wurde, daß die Na­del, die sich durch Zufall vom Apparat gelöst hatte, von den Geweb«n absortiert und in die Lungen- lügel des Kranken eingedrungen war. Der Kranke tarb den operierenden Aerzten unter den Händen, als Opfer der Nadel, die ihm die Heilung vom Krebs gebracht hatte. Die Wiedererlangung der

Radiumnadel war deshalb wichtig, weil sie einen

erheblichen Geldwert darstellte.

Aechtung der Farbigen im Sport

Die Lawn Tennis Association der Vereinigten Staaten hat dem „Nationalverband zur Förderung der Farbigen" brieflich mitgeteilt, daß sie zu Wett­bewerben, die unter ihrer Aegide stattfinden, Ne­ger als Teilnehmer nicht zulassen könne. „Es war immer die Politik unserer Vereinigung Neger von den Wettbewerben um die Meisterschaft fernzuhal­ten", heißt es in dem betreffenden Schreiben, „und der Verband wird diese Politik auch in Zukunft weiter verfolgen, ohne bamit etwa eine allgemeine Diskreditierung der farbigen Rasse auszusprechen". Der Vrief war die Antwort auf einen Protest ge­gen die Zurückweisung von zwei schwarzen Ten- nisstars vom nationalen Wettbewerb um die Mei­sterschaft der Junioren.

Jugoslavien verbietet die Vielehe

Am 1. Januar 1930 tritt in Jugoslawien ein neues Strafg«fetz in Kraft, das den zahlreichen Mohammedanern des Landes eine unangenehme Ueberrafchung bringt. Während für sie bisher le­diglich das islamitische Familienrecht galt, das die Vielehe gestattet, ist künftig auch die Vielehe der Mohammedaner als Polygami strafbar. Nur die am 1. Januar bereits bestehenden Doppel- und Mehrehen werden geduldet. Rechtlich ist diese Be­stimmung bedeutungsvoller als praktisch, denn tat­sächlich war und ist die Vielehe unter den jugo­slawischen Mohammedanern nicht sehr weit ver­breitet. Hauptsächlich wegen der schlechten wirt­schaftlichen Lage war die Einehe die Regel. Eine

Ausnahme machten nur die noch die noch immer Adeligen und die Bauern in Novdbosnien

Mazedonien.

und

Die standhafte Rundfunkhörerin

Zu Louisville im Staat Kentucky brachte Frau den Mut auf, volle 106 Stunden vor Lautsprecher zu sitzen und während dieser allen Stimmen und Klängen, die ihr durch die vermittelt wurden, zu lauschen. Man denke:

eine dem

Zeit

Luft

Tage und vier Nächte hatte die brave Frau still- gesessen und Konzerte, Vorträge und Reklamean­preisungen wahllos über sich ergehen lassen, ohne einen Augenblick die Augen zu schließen. Nur während der letzten Stunden dieser Kraftprobe machte sich eine zunehm«nde Abspannung bemerk­bar, die schließlich zu einer wohltätigen Ohnmacht führte. Die Heldin dieser neuesten Rekordspielerei

ist die zweiundzwanzigjährige Mildred Daniel. An dem Wettbewerb — es handelte sich bei diesem Kampf in Louisville um die Austragung einer Wette — nahmen über 60 Personen beiderlei Ge­schlechts teil. Als Siegespreis erhielt die standhafte Rundfunkhörerin einen Radioapparat im Werte von 200 Dollars, aber sie wird sich des wertvollen Apparats noch längere Zeit nicht erfreuen können, da sie aus dem Wettbewerb so erschöpft hervor­ging, daß das Eingreifen eines Arztes sich als not­wendig erwies. Er ordnete sofort die Ueberführung nach einem Krankenhaus an, wo Frau Daniel län­gere Zeit bleiben muß, um ihre Nerven wieder ins Gleichgewicht zu bringen, was nach ihrer gewalti­gen Leistung nicht weiter verwunderlich ist. In­zwischen haben sich andere zum Aeußersten ent­schlossene Radiofreunde gemeldet, die den Rekord der Frau Daniels noch zu überbieten gedenken.

sa

Trotz Mussolini — sinkend« Geburtenzahl

„Ist die italienische Rasse zum Aussterben ver­urteilt?" Unter diesem alarmierenden Titel ist kürzlich im „Popolo d'Jtalia" ein Artikel erschienen, der mit den drei Steinen gezeichnet ist, mit denen der Duce seine Beiträge für das Blatte feines Bru­ders zu kennzeichnen pflegt. Es ist eine dringende Warnung an das italienische Volk, dessen Zukunft der Verfasser gefährdet sieht, weil im Jahre 1929 die Zahl der Geburten zurückging, während gleich­zeitig die Todesfälle stark zunâhmen. Der Ver­fasser bezieht sich auf die Reden in der französischen Kammer, in denen die Lage in Frankreich in den düstersten Farben geschildert und der Furcht Aus­druck gegeben wurde, daß Frankreich bald keine Soldaten für sein Heer, keine Matrosen für seine Marine und keine Landarbeiter für feine Felder mehr haben wird. Die Italiener könnten sich kei­nes schweren Irrtums schuldig machen, als wenn sie sich mit der Zuversicht trösten wollten, daß das

Unglück anderer Völker für sie nicht in Betracht komme. Solchem gefährlichen Optimismus wider­sprächen die Statistiken, die bezeugten, daß in den

ersten elf Monaten des Jahres 1929 die Zahl der Spielöereinimn Geburten sich gegenüber dem Vorjahr um 3 Pro- jZ Ahr «vpielersmu

zent vermindert habe. Wenn sich dieser Rückgang fortsetze, so werde in zehn Jahren die italienische Geburtsrate die gleiche sein wie die Frankreichs,

wenn sie nicht gar unter dieser zurückbleiben sollte. Dies fei umso bedenklicher, als sich die Zahl der Todesfälle des Jahres 1928 im Jahre 1929 um Zehntausende erhöht habe. Eingehendere Prüfung des Materials zeige, daß in Italien, ebenso wie in Frankreich und Deutschland, die unverkennbare Tendenz zum Rassenniedergang hervortrete.

Kinder im Stiertampf.

Die spanische Regierung hat soeben eine Ver­ordnung erlassen, durch die'Kindern unter vierzehn Jahren verboten wird, Stierkämpfen beizuwohnen. Di« Maßnahme soll die Heranwachsende Jugend vor „allzu starten und nachhaltigen Eindrücken be­wahren, die später dazu beitragen könnten, un­günstige Vorstellungen über den Charakter und den Geschmack des spanischen Volkes zu wecken". Die Maßregel begegnete bei der Aussprache in der Kammer starker Opposition. Man sieht darin einen schweren Schlag, der gegen den Stierkampf ge­führt wird, und zwar nicht nur deshall,, weil d:e Verordnung den beliebten Nationalsport in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, sondern vor allem auch aus dem Grund, weil fie ber Ausbildung der zukünftigen Generation von Stierkämpfern Hindernisse in den Weg legt. Bis­her wurden die Knaben schon frühzeitig für die Arena in Becerra bas heran gebildet, wo sie Ge­legenheit hatten, sich im Kampf mit halbausge­wachsenen Stieren technische Routine zu erwerben. Um die erregte öffentliche Meinung zu beschwich­tigen, beschränkt sich der Regierungserlaß mchr auf das Verbot des Kinderbesuchs der Stierkämpfs, sondern erstreckt dieses Verbot auch aus die Box­kämpfe, deren Besuch trotz der wachsenden Be­liebtheit des neuen Sports Kindern unter vierzehn Jahren fortan verboten ist.

Drohender Rückgang der Bienenzucht und feine Folgen

Nach der amtlichen Statistik hat die Zahl der Bienenvölker in Deutschland seit dem Jahre 1912 um 682 000 Stöcke abgenommen. Ein weiterer star­ker Rückgang, gegen den die Fachverbände, die Reichs- und Landesregierungen vergeblich ankämpf­ten, ist zu erwarten. Durch den Rückgang der Bienenzucht werden der heimische Obst- und Ge­müsebau stark geschädigt, denn ohne die Tätigkeit der Bienen, die zur Befruchtung der meisten Obst­blüten und vieler Gemllseblllten unentbehrlich sind, gibt es kein Obst- und Gemüse. Die Ursache des Rückganges der Bienenzucht ist in der gesteigerten Einfuhr von überseeischen Königen zu suchen. Nach der amtlichen Statistik betrug diese Einfuhr aus

1924 (Ztr.) , 24 284 , 16 736 . 2 996

Kuba . ,

Chile . ,

Haiti . ,

Guatemala . San Dominko Mexiko

5 342

6 936

Die

Jmportzahlen sind dem Buch

1928 (Ztr.) 27 096

20 570

17 504 14164

9 752

9 290

des Landtags­

abgeordneten im Preußischen Landtag Kickhoeffel- Seeser „Das Bienenwirtschaftliche Notprogramm" entnommen.

So« dev ^ruobÄbtte.

Modernes Theater. „Die Frau im Mon d*, der mit virel Reklame angekündigte Ufa-Großfilm, ist nun auch nach Hanau gekommen. Fritz Lana, der ReMeur der „Nibelungen" und „Metropolis , wagte diesmal den Flug nach den Sternen. Die Erde bietet ihm keine Sensation mehr und so muß der alte Traum von Jules Verne als Filmthema herhalten. Das Weltraumschiff, durch Prof. Oberths Berfuche und das Raketenproblem aktuell gemacht, wird im Film Realität. Die Rakete faust zum Mond. Unerhörte Sensation. Diese technischen Bil- her sind einzig in diesem Film. Aber dieser Flug nach dem Mond ist doch nur der Rahmen für eine Liebesgeschichte, die sich im Film und auf der phan- tafttschen Mondlandschaft abspielt. Die Liebesge­schichte bleibt traditionell trotz der grandiosen Um­gebung, so daß hier das Aeußere des Films den Hauptwerk ausmacht. Es braucht nicht besonders betont zu werden, daß die Ufa für ihren Groß­film eine Reihe erstklassiger Darsteller verpflichtet hat und daß phototechnisch eine Höchstleistung voll­bracht ist

3m Lenkrock-,Theater läuft nur noch heute das reizende Lustspiel „Kehre zurück — alles vergeben". Es ist voller Verwicklungen und toller Streiche. Die Abenteuer, die die „Heldin" erlebt, sind schon fast amerikanisch grotesk, lassen den Zuschauer aber vom Lachen gar nicht zum Nachdenken kommen. Dazu gibt es noch den Sensotionsfilm „Geheim­polizisten", ein richtiger Eddi Polo mit wagehal­sigen Verfolgungen und tollen Streichen. Ein Programm, das man nicht versäumen sollt«.

Knndkunk-Nvosvamme

Donnerstag, den 2. Januar 1930

6.30: Nach Stuttgart: Wetterbericht und Zeit­angabe. Anschließend: Morgengymnastik. 12.15: Schallplatenkonzert: Unterhaltungsmusik. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend. 16—17.45: Von Stutt­gart: Konzert d. Rundfunkorchesters. 18.05: „Preße und Rundfunk". 18.35: Nach Stuttgart: „Friedrich List", Vortrag. 19.05: Nach Stuttgart: Französi­scher Sprachunterricht. 19.30: Nach Stuttg.: Schall­plattenkonzert: Aus älteren Operetten. 20: Aus dem großen Saal des Saalbaues: Chorkonzert. 21.30 bis 22.30: Nach Stuttgart: Unterhaltungskonzert eines Orchesters arbeitsloser Berufsmusiker, veranstaltet vom Arbettsamt Frankfurt a. M. 22.30: Nach Stuttgart: Nachrichtendienst. 22.45—24: Aus dem Rumpelmayer (nach Stuttgart): Unterhaltungs­musik.

Severns- Sevimmulunsen.

Deutscher Ofsizierskmnd. Freitag, 3. ds Mts., nachm. 4 Uhr findet die monatl. Damenzusammen­kunft im Adler statt. 104

Turngemeinde 1837. Heute Donnerstag, abends 8.30 Uhr, sehr wichtige Besprechung der aktiven Turnerinnen und Turner aller Abteilungen. Jeder

muß anwesend sein.

1529

Erste Hanauer Larnevalgesellschafk. Ausgab« der Mitgliedskarten für die große Damensitzun. am Freitag, 3. Januar, abends 8.30 Uhr, im Ver^ einslokal. - 10a

ing 60/94. Morgen Freitag abend . jung aller Aktiven im Vereinslokal. Kommenden Samstag, 4. Januar, Jahres-Haupt­versammlung, abends. 9 Uhr, im Bereinslokal. Mheres siehe Annonce im Inseratenteil 1527

Verein ehem. 6er Ulanen v. Lützow. Freitag, 3. Januar, abends 8.30 Uhr, Monatsversammkung im Vereinslokal. Wegen der wichtigen Tagesord­nung wird vollzähliges Erscheinen erwünscht. 1528

Freiwillige Feuerwehr Hanau. Hierdurch tei­len wir den Brandmeistern mit, daß di« nächste Borstandssitzung nicht heute, sondern am Donners­tag, 'S. Januar statifindet. 1530

e«MiMH VeSarmtmsAtmse«.

Oeffentliche Mahnung fälliger Steuern und Abgaben!

Diejenigen Steuerschuldner, welche mit der Ent­richtung der am 15. Dezember 1929 fällig ge- wesenen

Hauszinssteuern

im

Grundvermögenssteuern Kanaibenutzungsgebühren

Müllabfuhrgebühren

für Dezember 1929

Rückstände find, werden hierdurch öffentlich ge­mahnt, die Rückstände bis spätestens 6. Januar

1930 an die unterzeichnet« Kasse zu entrichten.

Von den folgenden Tagen ab werden die fällig gewordenen Rückstände nebst Zinsen und Gebühren im Wege der Zwangsvollstreckung eingezogen.

Eine Behändigung von Mahnzetteln findet nicht statt. Zahlungen im Giroverkehr oder auf Post­scheckkonto Nr. 5104 Frankfurt a. M„ müssen spätestens am obengenannten Tage der Kaste porto- frei zugehen.

Hanau den 2. Januar 1930.

Stadtkasse, gez.: Albert. Rendant

ch

Iagdverpachlung

Di« Jagdnutzung in der Gemarkung Hanau und Hanau-Kesselstadt soll für die Zeit vom 1. Februar 1930 bis 31. Januar 1936 einheitlich oder in Teil­bezirken öffentlich meistbietend verpachtet werden. Die Pachtbedingungen liegen vom 2. bis einschl. 16. Januar 1930 im Rathaus, Zimmer 47, zur Ein­sicht offen.

Der Termin der Verpachtung wird auf Montag den 20. Januar 1930, normt tags 10 Uhr, im Rat­haus, Zimmer Nr. 1 (Magistratssitzungssaal) fest­gesetzt.

Hanau den 27. Dezember 1929.

Der Jagdvorstchcr: gez. Dr. Blaum.

Verlagsdirektion: Paul Nack.

Hauptsohriftleitung: Richard Hultsch.

Verantwortlich für Politik und allgemeinen Teil: Richard Hultsch, für Lokales und Feuilleton: Werner Rühle-

mann. für Sport und Provinz: Hans Oehl­schläger, für Anzeigen und Reklamen: Fr. Sfel h ü h n e r , sämtlich in Hanau. Rotationsdruck

Waisenhansbuchdruckerei Hanau, sprechaiischluß Nr. 8956, 3957, 8958.

der Fern-

Sprechstunden der S c h r 1 f < 1 e i t u n g füglich von 12—1 Uhr mittags und von 6—6 Uhr nachmittags. Beiträge sind zu richten: An die Redaktion, nicht an einzelne Redaktionsmitglieder. Für unverlangt zu- gesandte Manuskripte kann eine Haftung nicht über­nommen werden. Rücksendungen erfolgen nur bei bei- gefügtem Rückporto.