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Mord an einem Landwirt

Gutsbesitzer von Räubern erschossen.

Münster, 30. Dezember.

Nachts drangen drei maskierte Räuber in das Besitztum des Gutsbesitzers Schulze-Wedding in Appelhuelsen bei Münster ein. Der Gutsherr, der im Schlafe überrascht wurde, stellte sich den Räubern entgegen und wurde von ihnen durch einen Schutz getötet. Die Mordkommission Ruhrgebiet und die örtlichen Polizeistellen nahmen sofort die Ermittlungen auf.

0Raubü6erfafl im O-Zug

Im D-Zug Leipzig—Berlin wurde zwischen Leipzig und T h i) r o w ein dreister Raubüberfall auf die 40 Jahre alte Stütze Anna Müller aus Berlin verübt, wobei die Ueberfallene eine nicht iinerhebliäxe Kopfverletzung davon- trug. Der Täter, ein 23jähriger Herbert I. aus Leipzig, hatte auf die Frau, die sich allein in einem Abteil befand, mit einem harten Gegenstand eingeschlagen, mußte aber dann von seinem Opfer ablasten, da Mitreisende durch die Hilferufe der Frau auf den Vorgang aufmerksam geworden waren. Der junge Mann wurde auf dem Anhalter Bahnhof in Berlin durch die telegraphische Benachrichtigung der Po­lizei festgenommen.

Zwei kleine Kinder im Bett verbrannt.

Berlin, 29. Dezember.

3n den Abendstunden geriet aus noch unbekannter Ur­sache die in der Landsberger Chaussee in Berlin gelegene Wohnlaube der Arbeiters Eheleben in Brand und wurde vollständig eingeäschert. Als die Feuerwehr an der Brand­stelle eintraf, stand das Häuschen bereits in Hellen Flam­men, und es war auch nicht mehr möglich, irgend etwas zu retten. Die beiden Kinder der Familie, ein zweijähriges und ein vierjähriges Mädchen, die allein in der Wohnlaube geblieben waren, wurden in einer eisernen Bettstelle ver­kohlt aufgefunden.

Aushebung eines geheimen Waffenlagers in Hamburg.

Hamburg, 29. Dezember.

3n den, Hamburger Stadtteil St. Pauli beobachteten Polizeibeamle vier Männer, die in verdächtiger Weife eine schwere Kiste von einem Geschäsisguto abluden. Sie liehen die Kiste öffnen und stellten fest, daß sie mehrere Gewehre und Karabiner, Modell 98, zahlreiche Pistolen, eine Granate, einen Granalzünder, eine Kugelhandgranate, acht geschlif­fene Seitengewehre sowie Pistolenmunition enthielt. In einem in der Nähe gelegenen Keller wurden zwei Armee­pistolen, Munition, ein Morseapparat, kommunistische Bro­schüren sowie ^ihlreiche Flugblätter gefunden. Die Polizei nahm die vier Männer fest. Sie erklärten, der Kommuni­stischen Partei anzugehören beziehungsweise mit ihr zu sym- ,-mttiiesieren. 3m Zusammenhang mit diesen waffenfunden erfolgten mehrere Verhaftungen.

Mafieuverhastungen von Ukrainern.

Aus Ostgalizien werden Massenverhaftungen von Ukrainern ..meSet. In Lemberg, Wyniki, Tarnopol, Stanislau, Brzezany und mt ostgalizilchen Pelroleumgebiet sind Angehörige der ukrai­nischen gebildeten Kreise, darunter auch sehr viele Studenten, fest« genommen worden. Die polnischen Regierungszeitungen versuchen, die Verhärtungen als unbedeutende Polizeiaktion hinzustellen.

Spanische Amnestievorlage abgelehnt.

Die Cortes haben eine Amnestievorlage, die sämtliche vor dem 14. Juli dieses Jahres liegenden politischen und sozialen Vergehen umfassen sollte, verworfen, ebenso einen von agrarischer Seite ge­stellten Antrag, wonach die aus Grund der Aufstandsbewegung vom 10. August verbannten Personen wieder nach Spanien hereinzu- laffen sind.

Direkte Beilegung des englisch-persischen Konflikts?

-owohl „Daily Telegraph" wie „Morning Post" berichten übereinstimmend aus Genf, in dortigen internationalen Kreisen fei man der Ansicht, daß Persien versuchen werde, sich mit Großbri­tannien über den Petroleumstreit zu verständigen, bevor die Frage am 23. Januar vor den Völkerbundsrat kommt.

Vorrücken Tschanghsueliangs?

Japanischen Meldungen zufolge sind drei Brigaden der Armee des Generals Tschanghsueliang noch Jel'ol vorgeschoben und eine vierte Brigade aus Tientsin in Schanhaikwan stationiert worden. Das japanische Kriegsministerium erklärt hierzu, es beobachte die Loge aufmerksam, halte aber Gegenmaßnahmen einstweilen nicht für erforderlich.

Heuer Mazedonier-Word in Sofia. Vor dem Königs- ’5|O6 >" Sofia kam es zu einem schweren Feuergefecht zwi- ^chsn ven beiden verfeindeten Flügeln der mazedonischen Organ,lationen. Gegen zehn Uhr, als der Präsident der sobranje zum König berufen wurde, um mit ihm über die Lomng der Regierungskrise zu beraten, stießen zwei starke Gruppen der Mazedonier vor dem Schlosse aufeinander. Aus dem Schauplatz des Gefechtes blieben ein Toter, ein Gendarm und sechs schwer Verwundete. In der Stadt herr.cht große Erregung.

Unterschlagungen eines Bürgermeisters. Bei einer Un. iersuchung des zuständigen Arbeitsamtes wurde festgestellt, daß der Bürgermeister von Helferskirchen (Westerwald) so­wohl Beträge für nichtgeleistete Arbeiten im Freiwilligen Arbeitsdienst in Anrechnung als auch bestimmungsgemäß an Festtagen auszuzahlende Gelder nicht zur Verteilung gebracht hat. Der Bürgermeister mußte seinen Posten nie« verlegen und ist zur Anzeige gebracht worden.

Schüsse auf ein SA.-Lokal. In der Nacht entwickelte sich im Osten Berlins in der Ebertystraße eine politische Schießerei. Ein Lokal, das seit einiger Zeit von SA.-Leuten besucht zu werden pflegt, wurde kurz nach Mitternacht von politischen Gegnern beschossen. Die Täter flüchteten darauf in ein nahegelegenes KPD.-Lokal in der Matternstraße 12. Ein Ueberfallkommando nahm dort sofort eine Durchsuchung vor, die aber erfolglos blieb. Personen sind bei der Schie­ßerei anscheinend nicht verletzt worden Aus Zeugenaus- >agen hin sind zwei angebliche Täter festgenommen worden.

Die Stimme des Gewissens. Anfang dieses Monats war em Mann namens Willi Waldheim in seiner Wohnung in der Memeler Straße in Berlin durch Gas vergiftet auf­gefunden worden. Da man Selbstmord annahm, wurde die Leiche zur Bestattung freigegeben. Jetzt erschien die Ehefrau des Verstorbenen bei der Kriminalpolizei und ge- Itand, den Gashahn des Schlafzimmers geöffnet zu haben, als ihr Mann betrunken heimgekehrt war und sich zu Bett gelegt hatte.

Dr. Eckeners Londoner Verhandlungen. Zu den Preste- veröffentlichungen über den Fortgang von Verhandlungen, die Dr. Eckener mit maßgebenden Stellen des englischen Luftfahrtministernuns und des Luftschiffdienfter der Ver­einigten Staaten über die Einrichtung eines regelmäßigen Luftschiffverkehrs nach Kanada und den Vereinigten Staaten führe, wird von gutunterrichteter Seite des Luftschiffbaues in Friedrichshafen bekannt, daß die Veröffentlichung den Inhalt von Besprechungen wiedergebe, die Dr. Eckener vor Jahren mit maßgebenden Engländern geführt habe. In­folge der wirtschaftlichen Verhältnisse seien aber diese Ver­handlungen zum Stillstand gekommen und nicht wiederauf- genommen worden.

Eine schwere Dampfkeffelexplosion ereignete sich in einer Baumwollspinnerei in Lampertsmühle bei Kaiserslautern. Die Wirkung war verheerend. Eine große Maschine flog gegen die Decke, das Dach wurde eingedrückt, und das Fabrikgebäude erhielt einen großen Riß. Die Fenster­scheiben flogen beinahe 50 Meter weit. Wie durch ein Wun­der kainen drei Arbeiter, die durch den Luftdruck gegen die Wand geschleudert wurden, ohne ernstliche Verletzungen davon

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Neujahrswunsch

des Zeitungsboten

„©ins, zwei, drei, im Sauseschritt

Eilt die Zeit, wir eilen mit."

Diesem Bers, von Busch erfunden, Fühle ich mich tief verbunden.

Was der Mensch auch denkt und dichtes

Wird von unsrem Blatt berichtet.

Tausend Worte Politik!

Tausend Worte Weltgeschick!

Tausend Worte Sportentfaltung!

Tausend Worte Unterhaltung!

Und so geht's jahraus, jahrein,

Wer möcht' ohne Zeitung sein?

Wenn ich nun zur Jahreswende

Meinen Glückwunsch übersende,

Dann mag uns vor allen Dingen

Aufstieg unsre Zukunft bringen!

Ach, wie will ich mich beeilen,

Hab' ich Frohes mitzuteiien.

So, mein Sprüchlein ist vollbracht,

Und soll ich noch etwas sagen,

Darf ich dann bescheiden fragen:

Hat man auch an mich gedacht?

Motorspritze ins Wasser gestürzt. — Ein Toter. Die Motorspritze der Freiwilligen Feuerwehr in Stockach (Ba­den) geriet auf dem Wege zu einer Brandstätte in Mühlin- gen infolge Glatteises ins Gleiten und stürzte in den bei Mühlingen fließenden Bach. Ein Mitglied der Wehr wurde auf der Stelle getötet; fünf Feuerwehrleute mußten mit Arm- und Beinbrüchen und inneren Verletzungen ins Kran­kenhaus eingeliefert werden. — Bei dem Brande in Müh­lingen wurden die Scheune, die Stallungen und das Säge­werk eines Landwirts vollkommen eingeäschert.

wegen Devisenschiebung verurteilt. Die Große Straf­kammer Frankenthal verurteilte den 53 Jahre alten Kauf­mann Richard Weil aus Ludwigshafen wegen Vergehens gegen die Devisenverordnung zu zwei Monaten Gefängnis und 2000 RM Geldstrafe. Das Verfahren gegen feine drei Mitangeklagten, den früheren Direktor Alexander Claß aus Straßburg, den Kaufmann Oskar Lehr und den Architekten Jakob Waldmann aus Ludwigshafen, wurde eingestellt. Das Gericht hielt diese Angeklagten zwar für schuldig, brächte aber, da die Straftaten aus wirtschaftlicher Not begangen wurden, die Amnestie vom 20 d. M zur Anwendung. Den Angeklagten war Dorgemorfen worden, in vielen Fällen deutsche Zahlungsmittel ins Ausland gebracht zu haben. Aktien der I. G Farben und Goldpfandbriefe im Gesamt­werte von über 30 000 RM waren von Dezember 1931 bis August 1932 durch Claß aus Straßburg über Kehl nach Deutschland uno durch Weil, Lehr und Waldmann in Mann­heim und Ludwigshasen verkauft worden

Tragischer Abschluß einer Hochzeitsreise. Bei Esteri- Aneo in der spanischen Provinz Lerida stürzte das Post­slugzeug Barcelona—Toulouse brennend ab. An Bord be­fanden sich der Pilot und zwei Hochzeitsreisende. Der Pilot und die junge Fra.. kamen in den Flammen um. Der junge Ehemann wurde schwer verletzt. Anscheinend ist das Flug­zeug im Nebel gegen eine Bergspitze gestoßen.

Liebestragödie in Französisch-Afrika. Eine afrikanische Julia, die Schöne eines arabischen Stammes, die in Liebe zu einem Angehörigen eines anderen Stammes entbrannt war, hatte furchtbar für die Verletzung der Stammesehre zu büßen. Vom Familienrat wurde das junge Mädchen zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde auf der Stelle voll­streckt. Sie wurde erdrosselt und in einen Brunnen ge­worfen. Der Vater und der Onkel des Opfers sind bereits von den französischen Behörden verhaftet worden.

Mexikanische Ortschaft durch Erdbeben zerstört. M« erst jetzt gemeldet wird, ist die Ortschaft Tomatlan in der Pro­vinz Jalisco am 19. Dezember durch ein Erdbeben völlig zerstört worden. Man beklagt 27 Tote. Mehr als 50 Per­sonen sind verletzt worden.

Rundsrrnk-programme.

Frankfurt a. M. und Kassel (Südwcstftmk).

Jeden Werktag wiederkehrende Programmnummern: 6.15 Wetter, anschließend Gymnastik I; 6.45 Gymnastik H; 7.15 Wetter, Nachrichten; 7.20 Choral; 7.25 Konzert; 8.20 Wasser, ( jiandsmeldungen; 11.45 Zeit, Wirtschaftsmeldungen, Wett«; 12 Konzert; 13.15 Nachrichten, Wetter; 13.30 Konzert; 14 Nachrichten; 14.10 Werbekonzert; 15 Eichener Wetterbericht- I 15.10, 16.50, 18.15, 19.15, 22.20 Zeit, Nachrichten, Wetter; 17 Konzert.

Sonntag, 1. Januar: 6.35 Hafenkonzert (in der «saufe Flaggenparade der deutschen Reichsmarine im Kieler Hafen); 8.15 Choralblasen; 8.30 Evang. Morgenfeier; 9.30 Stunde des Chorgesangs; 10 Bühnenstunde: 11.30 Bachkantate: 12 Blasmusik; 13.05 Konzert; 13.50 Zehnminntendienst der Land- wirtschaftskammer Wiesbaden; 14 Stunde des Landes; 14.30 Länderfußballkampf Deutschland — Italien; 16.15 Vergnüg­liches Zwischenspiel; 16.45 Blasmusik; 18.05 Neineke Fuchs Hörspiel; 19.15 Sport; 19.30 Die Reise nach Freienwalde; 20 Die Perlen der Kleopatra, Operette von Oskar Strauß 22.15 Zeit, Nachrichten, Wetter, Sport; 22.35 Tanzmusik; 23.15 Nachtmusik.

Montag, 2. Januar: 15.20 Frauenfchicksale in der deut scheu Not, Vortrag; 18.25 Legale und illegale Revolutionen in alter Zeit, Vortrag; 18.50 Englisch; 19.30 Mandolinen- konzert; 20 Was wollen Sie tanzen?; 21 Segelflieger Schulz, ein funkisches Denkmal; 22.45 Nachtkonzert.

Dienstag, 3. Januar: 15.20 Hausfrauenstunde; 15.50 Die Bedeutung der Milch als Volksnahrungsmittel, Vortrag; 18.25 Auf zur Arbeit, Zwiegespräch; 18.50 Die neue spanische Verfassung, Vortrag; 19.30 Konzert; 21.20 Die Jagd nach dem Gold des Kapitäns Kid; 22.45 Nachtkonzert.

Mittwoch, 4. Januar. 15.15 Jugendstunde; 18.25 Das Ausland und der Luftschutz, Vortrag; 18.50 Zeitfunk; 19.20 Wir und der deutsche Osten, Vortrag; 19.35 Wer ist es? Literarisches Rätsel: 19.50 Robert Schumann-Konzert; 21 Heiterer Abend; 22.45 Nachtmusik.

Donnerstag, 5. Junuar: 15.30 Jugendstunde; 18.25 Zeitfragen; 18.50 Gesetzmähigkeit und Rechtsmäßizkeik, Ver­trag; 19.20 Neues aus aller Welt; 19.30 Zeitfunk; 20 Frauenstimmen, Schallplatten; 20.30 .... und in dem Schnee­gebirge, Funkpotpourri; 22 Zeit, Nachrichten, Wetter, Sport; 22.20 Funkstille.

Freitag, 6. Januar: 18.25 Um das Buch „Der Lektor", Unterhaltung; 18.50 Vortrag; 19 Die Feen, Oper von Richard Wagner; 22 Zeit, Nachrichten, Wetter, Sport; 22.30 Nachtmusik.

Samstag, 7. Janu«; 15.20 Gießencr Wetterbericht; 15:20 Zeit, Wirtschaftsmeldungen; 15.30 Jugendstunde; 18.25 Vom wandernden Komödianten einst und jetzt, Vortrag; 18.50 Was har Italien für feine Landwirtschaft getan?, Vortrag; 19.30 Dichter träumen von Deutschland, Rezitation; 20 Lu­stiger Mend; 22.45 Tanzmusik.

Warenmarkt.

Mittagsbörs«. (Amtlich.) Getreide und Oelfaaten per 1006 Ätio, sonst per 100 Kilo in Reichsmark ab Station: Wetzen Mark. 187—189 (am 28.12.: 186-188). Roggen Mark. 154-156 (153—155). Braugerste 165—175 (165—175). Futter-^mw buftnegerfte 158-164 (158-164). Hafer Mark. 114—119 (114 bis 119). Weizenmehl 23,25—26,25 (23,25—26,25). Roggen- m«hk 19,40—21,60 (19,35—21,50). Weizenkleie 8,80—9,20 (8,80 bt« 9,20). Roggenkleie 8,70-9 (8,70-9). Viktoriaerbsen 21-26 (21—26). Kleine Speiseerbsen 20-22 (20-22). Futtererbse» 13-15 (13—15). Peluschken 13,50—14,50 (13-14,50).Ackerbohne» 13,50-15,50 (13,50-15,50). Wicken 14—16 (14-16). Lupinen blaue 8-10 (8-10), gelbe 11,75—13 (11,75-13). Seradella neue 18—24 (18-24). Leinkuchen 10 (10). Erdnußkuchen 10,30 (10,30). Erdnußkuchenmehl 10,50 (10,50). Trockenschnitzel 8,90 (8,90). Sojabohnenschrot 9,60—10,10 (9,60—10,10). Kartoffel- stocken 13,40 (13,40).

Frankfurter Schlachtviehmarkt vom 29. Dezember: Auf­trieb vom letzten Markt: 48 Rinder, 6 Ochsen, 5 Bullen. 27 Färsen, ferner 836 Kälber, 153 Schafe, 498 Schweine, vom letzten Markt 43. Preise pro 50 Kilogramm LebendgewiÄ in Reichsmark: Kälber 33 bis 35, 28 bis 32, 20 bis 2(i Schafe 23 bis 25, —, 20 bis 22, 16 bis 19; Schweine 3' bis 38, 33 bis 36. — Marktverlauf: Kälber und Schaf: schleppend, geräumt; Schweine schleppend, Ueberstand.

# Grippe-Epidemie in Birmingham. In Birmingham sind bis jetzt 600 Straßenbahn- und Omnibusangestellte, 100 Polizisten und über 300 Postangestellte an Influenza erkrankt. Die Zahl der Todesfälle betrug letzte Woche 30.

An den Rändern dreier Erdteile, von E. R. Keilpflug. Eine Reise durch die Küstengebiete Südamerikas, Südeuropas und Afrikas. 382 Seiten. Reichillustriert. In Halbleder gebunden 2,90 RM. Volksverband der Bücher­freunde, Wegweiser-Verlag G. m. b. H., Berlin-Charlotten- burg 2. — Es ist ein hoher Genuß, dieses Buch zu lesen. Die aus unmittelbarem Erleben wiedergegebenen Eindrücke, Beobachtungen, angestellle Vergleiche, persönliche Entdeckungen des Autors auf seiner Reise durch die Küstengebiete Süd­amerikas, Südeuropas und Afrikas, vermitteln ein klares und überaus kontrastisches Bild vom Zauber, von den Naturge­fahren und -gemalten, von den eigenartigen Lebensweisen und Lebensanschauungen der bunt durcheinandergewürfelten MeM schenraffen dieser Länder. Selten sind bisher in einem Wer­ke die unüberbrückbaren Gegensätze zwischen Europa und der exotischen Welt so scharf und überzeugend aus dem selbster- lebten Unterschiede heraus gekennzeichnet worden wie in die­sem. Durch wissenschaftliche Studien genaustens vorbereitet, hat der Autor Land und Leute der von ihm besuchten Gebie­te mit unbefangenen und befänglichen Sinnen betrachtet. Keilpflug versteht es meisterhaft, den Pulsschlag des Fremd­ländischen abzulauschen aus dem Rythmus des Alltäglichen. Dies Werk erfüllt künstlerisch sowohl wie wissenschaftlich al­le Anforderungen, die ein kritischer Leser an einen moder­nen Standpunkt aufgebautes Reifebuch stellt. Sehr charak­teristisches Bildmaterial, Reproduktionen eigener Aufnahmen des Verfassers, ergänzen den Vortragenden Text. Die äuße­re Ausstattung dieses 382 festigen Werkes ist bucbtcchnifch und künstlerisch so vollendet schön und geschmackvoll, daß es eine wahre Freude ist, diesen vornehmen Halblederband mit seinem eigens von Künstlerhand entronnenen UeberzugS- papier zu betrachten. Sein Preis von 2,90 ist phantastisck billig.