Zenüber die Auffasiung, daß gerade durch die Gewährung der Oesterreich zugesicherten Anleihe auch die politischen Vereinbarungen bestätigt würden, doch ist es ihr bisher nicht gelungen, den Widerstand im Senat zu überwinden, der von dem Druckmittel Gebrauch machen will, bei der Bewilligung der Haushaltsmittel Einspruch zu erheben. Hier droht für das neue Kabinett Paul-Boncour eine sehr ernste Klippe.
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Die Schießereien, die in den letzten Tagen aus der bulgarischen Hauptstadt gemeldet woroen sind, scheinen in der Hauptsache nur Mazedonier zu betreffen, die sich hier wieder einmal einen blutigen Bruderkampf liefern. Die revolutionäre Organisation der Mazedonier, die eine Zeitlang das Hauptgewicht ihrer Aktionen nach Serbien verlegt hatte, ist neuerdings in Bulgarien besonders tätig, und hier stößt sie in der Verwaltung und im Heer auf Stammesgenossen, die sich der Regierung zur Verfügung gestellt haben. Die verschiedenen Strömungen der revolutionären mazedonischen Bewegungen kreuzen sich hier und haben sich besonders in der literarischen Polemik allmählich so verschärft, daß Explosionen nicht überraschen können. Bei den Opfern der letzten Zusammenstöße handelt es sich im wesentlichen um führende Persönlichkeiten dieser feindlichen mazedonischen Gruppen, oie sich mit bewaffneten Leibwächtern umgeben haben, und die sich nun einmal mit der Waffe in der Hand begegnet sind.
Diese blutigen Vorgänge in Sofia können den Blick nicht von den weittragenderen Entwicklungen ablenken, die sich auf dem Balkan vollziehen, und die die Kleine Entente in einer schweren Krise zeigen. Die Belgrader Konferenzen der letzten Wochen und Monate, die teils politischen, teils militärischen Fragen galten, und in denen das Uebergewicht Jugoslawiens immer deutlicher in die Erscheinung trat, waren in der Hauptsache bestimmt von der Möglichkeit eines Konflikts zwischen Jugoslawien und Italien, für den man in Belgrad eine Klärung darüber herbeiführen wollte, wie sich die anderen Glieder der Kleinen Entente verhalten. Bei diesen Auseinandersetzungen ist eine Spannung entstanden, die nicht zuletzt das Verhältnis zur Tschechoslowakei getrübt und die persönliche Stellung Beneschs stark beeinflußt hat, und die Verhandlungen über eine Verlängerung der Vertrüge zwischen Rom einerseits, Prag und Bukarest andererseits tun das ihrige dazu, um in dieser ungeklärten Situation Mißtrauen und Gereiztheit zu fördern. Man hat zwar in Belgrad immer wieder den Willen zu verständnisvoller Zusammenarbeit betont, aber man traut sich offenbar nicht über den Weg.
Für Deutschlands Jugend
Die Durchführung des Rotwerks.
Berlin, 29 Dezember.
Alle Stellen, die nach ihrem Aufgabenkreis Hilfe für die arbeitslose Jugend leisten, sollen zu Arbeitsgemeinschaften znsammengejchlossen werden. Reben dem Arbeitsamt kommen vor allem die Gemeinden, freie Wohlfahrts- und Jugendpflege, Geistlichkeit und Lehrerschaft, die Jugendoer- bände aller Art für diese Arbeitsgemeinschaften in Frage. Eine solche Arbeitsgemeinschaft hat die Aufgabe, den Ge- '-"ntplau für die Erfassung der arbeitslosen Jugend aufzu- fiCaen.
Das Notwerk soll den jungen Arbeitslosen täglich min* bestens vier Stunden sinnvolle Beschäftigung bieten. Hier- co." sollen grundsätzlich durchschnittlich mindestens zwei Stunden täglich auf berufliche Bildungsarbeit verwendet werden Mindestens weitere zwei Stunden täglich sind auf Le besübungen oder auf gemeinsame geistige Beschäftigung zu verwenden, die der geistig-sittlichen Ertüchtigung dienen sollen.
Für die Durchführung des Notwerks in dem geplanten Umfange sind die Kräfte und Mittel aller vorhandenen Stellen planmäßig einzusetzen. Die Veranstaltung beruflicher Dildungsmaßnahmen liegt nach wie vor in erster Linie den Arbeitsämtern ob. Nach Möglichkeit sollen alle verfügbaren Plätze in den Werkstätten der Berufs- und Fachschulen in Anspruch genommen und darüber hinaus geeignete leerstehende Betriebsanlagen als Schulungswerk- stätten benutzt werden.
Was die in dem Aufruf des Reichspräsidenten erwähnten Kameradschaften der jungen Arbeitslosen anlangt, so sind zur Bildung solcher Kameradschaften alle Gemeinschafts- gruppen lJugendvecbände usw.) berechtigt, die keine staatsfeindlichen Ziele verfolgen. Parteipolitischen Bestrebungen darf das Rotwerk nicht dienstbar gemacht werden. In der Regel soll eine Kameradschaft nicht weniger als 25 Mitglieder haben.
Weiter wird in der Verfügung erwähnt, daß die Reichsanstalt ihre beruflichen Bildungsmaßnahmen in den Dienst des Notwerks stellt.
Zur Durchführung des Rotwerks hat die Reichsregierung einen Betrag von neun Millionen RM zur Verfügung gestellt.
Aus diesen Reichsmitteln können insbesondere an freiwillige Kameradschaften Beihilfen vor allem zu den Kosten der Verpflegung gewährt werden.
Sperre der Buiiereinfuhr?
Eine Forderung des Reichslandbundes.
Die Pressestelle des Reichslandbundes gibt ein Telegramm bekannt, das der geschäftsführende Präsident des Reichslandbundes, Graf von Kalckreuth, in Anbetracht des Zusammenbruches der Butterpreise an den Reichskanzler gerichtet hat. Die Butterpreise haben mit 95 Reichsmark gegenüber 135,5 Reichsmark im Dezember 1913 je Zentner Berliner Notierung einen neuen Rekordtiefstand ereicht.
Das Telegramm erkläre, im Lande herrsche allenthalben „höchste Empörung" über den „infolge Tatenlosigkeit der Reichsregierung" erfolgten völligen Zusammenbruch der Butterpreise. Der Reichslandbund fordere schnellstes energisches Eingreifen und bis zur Herstellung geordneter Marktverhältnisse völlige Buttereinfuhrsperre.
Der „Fliegende Hamburger" beförderte erstmals Gäste der Reichsbahn. U. a. nahmen an der Fahrt teil Generaldirektor Dr Dorpmüller, Dr. Maybach, Karl Friedrich von Siemens, Vertreter deutscher Hochschulen und als Stellvertreter des Reichspräsidenten und der Reichsregierung die Staatssekretäre Dr. Meißner und Dr. Planck.
Dir Durchführung -er Arbeitsbeschaffung Unterredung mit Dr. Gereke.
Berlin, 30. Dezember.
Der Reichskommissar für Arbeitsbeschaffung, Dr. Gereke, äußerte sich in einer Unterredung mit dem Vertreter eines Nachrichtenbüros über die Arbeitsbeschaffung. Dr. Gereke verwies dabei auf die vielen Anfragen, die täglich in seinem Büro eingingen, und die die Arbeiten nur lähm- ten. Zunächst seien Vorfragen zu klären Bis das geschehen sei, würden die Richtlinien bekannt sein, nach denen das weitere Verfahren durchgeführt werden würde. Bekannt sei, daß das Sofortprogramm zunächst 500 Millionen RM umfasse.
Für ihre Vergebung gelte, daß an Private keine Kredite gegeben werden sollen, handele es sich doch um eine Arbeitsvergebung durch die Glieder der öffentlichen Hand. Die Auftragserteilung an die private Wirtschaft erfolge zu vollem Tariflohn für den Arbeiter und zu gerechtem Preis für den Unternehmer. Ein besonderer Vorteil bestehe in der Barbezahlung und, wo irgend möglich und notwendig, auch mit den entsprechenden Anzahlungen.
Als besondere Bedingung erwähnte Dr. Gereke, das Ueberschreitungen des Voranschlags vom Unternehmer selbst getragen werden müssen; Nachbewilligungen sind also ausgeschlossen.
Der Fall Dyk
Ein Pole in leitender Stellung des Siedlungswerks.
Berlin, 20. Dezember.
Die Tatsache, daß ein Pole an der Spitze einer bedeu- renden inländischen Siedlungsgesellschaft jahrelang tätig war, vorher an verantwortungsvoller Stelle im preußischen Staatsdienste wirkte, hat begreiflicherweise reichlich Staub aufgewirbelt. Von amtlicher preußischer Stelle wird jetzt hierzu Stellung genommen und u. a. erklärt:
Dyk ist seit 1920 Geschäftsführer der Siedlungstreuhand G. m. b. h. in Berlin, er lebt feit 1907 in Deutschland und hat sich im Kriege als Moor Administrator im Betriebe der preußischen Staatsdomänenverwaltung verdient gemacht.
Er ist also Oesterreicher gewesen und wurde nach dem Umsturz automatisch polnischer Staatsangehöriger. Diese Tatsache ist den Ministerien nicht bekannt gewesen, als üch der preußische Staat an der Siedlungstreuhand G. m. b. H. beteiligte. Erst im August dieses Jahres erfuhr das Staatsministerium davon und hat, da es als unmöglich angesehen wird, Dyk,
der an feiner polnischen Staatsangehörigkeit festhielt.
als Leiter eines gemeinnützigen Siedlungsunternehmens zu belassen, in einer sofort einberufenen Aufsichtsratssitzung den Antrag aus Abberufung des Geschäftsführers gestellt. Der Antrag des Staates wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 8. November 1932 abgelehnt, weil die Stimmen des preußischen Staates allein nicht ausreichten. Im übrigen wurde festgestellt, daß die Siedlungsgesellschaft keinerlei Siedlungstätigkeit in der Nähe der Landesgrenzen entfaltet hat, und daß auch keine Polen angesiedelt worden sind. Der Kommissar des Reiches für das preußische Landwirtschaftsministerium prüft nach Ablehnung seines Antrages, auf welchem anderen Wege die Angelegenheit bereinigt werden kann.
ORVp zur deutschen Handelspolitik
In der letzten Vorstandssitzung der Deutschnationalen Volkspartei wurden die Forderungen, die die Partei auf dem Gebiete der Handelspolitik erhebt, etwa wie folgt zusammengefaßt: Deutschland ist, um seine gewaltigen Auslandsschulden von über zwanzig Milliarden Mark abzahlen zu können, gezwungen, einen Ausfuhrüberschuß herauszuwirtschaften. Die durch den Export erworbenen Devisen müssen in erster Linie zur Deckung der notwendigen Rohstoffeinfuhr für die Industrie Verwendung finden. Erst in zweiter Linie können die nicht notwendigen Einfuhrbedürfnisse befriedigt werden. Die Katastrophe der deutschen Landwirtschaft verlangt gebieterisch eine Beseitigung der Einfuhr solcher Lebensmittel, die Deutschland selbst erzeugen kann. Die mengenmäßige Regelung der Einfuhr aus den einzelnen Bezugsländern ist das einzige System, das zur Zeit wirkliche Net- tungsmöglichkeiten bietet. Diese Kontingentierungspolitik gestattet es auch, die einzelnen Länder in dem Maße verschieden zu behandeln, das ihrer Bedeutung als Kunden Deutschlands entspricht.
Jede Regelung des Außenhandels aber bleibt unvollkommen, wenn die Last der Außenschulden nicht durch ein Schuldenabkommen der deutschen Leistungsfähigkeit angepaßt wird.
Kle-'ne volilische Meldungen
Senator de 3ouoencl Botschafter in Rom. Senator de Iouvenel bestätigte auf eine Anfrage, daß er zum Botschafter in Rom ernannt worden sei.
Beendigung des Dockarbeikerstreiks in Le Havre. Die Dockarbeiter von Le Havre haben nach längerem Streik jetzt beschlossen, nunmehr zu den alten Bedingungen die Arbeit wicderauszu- nehmen.
Personaloerminderung des spanischen Heeres. Das spanische Heer wird 7773 Offiziere zählen. Die Effektivbestände verteilen sich aus die Einzelwaffengattungen wie folgt: 59 687 Infanteristen, 7357 Kavalleristen, 23 026 Artilleristen und 3839 Flieger.
Muschanoss bildet das bulgarische Kabinett. Der König von Bulgarien hat den zurückgetretenen Ministerpräsidenten Muschanosf I erneut mit der Kabinettsbildung beauftragt.
Bolivianischer Vorstoß im Chaco-Gebiet. Die bolivianischen Truppen haben die feindliche Stellung bei Cordon angegriffen und den Gegner, der starke Bertuste erlitten haben soll, zurückaedränqt General Lihmann legt sein Reichstagsmandat nieder. An Stelle des Abgeordneten General der Infanterie a. D. Karl Litz- mann, der fein Mandat niedergelegt hat, tritt der Oberleutnant a. D. Friedrich Wilhelm Krüger, Berlin (RSDAP.), in den Reichstag ein.
Die amerikanischen Seesoldaten verlassen Ricaragua. Dt« amerikanische Regierung hat 22 Offiziere und 39 Mann angewiesen, mit ihren 22 Marineflugzeugen am 1. und 2. Januar Ricaragua zu verlassen.
Die Kämpfe im Gran Thaco. Der bolivianische Generalstab teilt mit, daß im Frontabschnitt von Saavedra der Gegner unter dem Druck der bolivianischen Truppen zurückgehe.
Ein Pfarrvikar gemaßregelt.
Wie die thüringische Evangelische Pressekonferenz mitteilt, ist der Pfarrvikar Dr. Wolf in Meuselwitz, weil er sich in zahlreichen sozialdemokratischen Versammlungen betätigt hat, nach Blonken- bain in Thüringen strafversetzt worden. Er hat nunmehr erklärt, daß er aus dem thüringischen Kirche «dienst ausscheiden werde.
Fa-reswende
Von Hermann Ulbrich-Hannibal.
Es ist eigentlich an den eisnächtigen Wintertagen gen», die Mitternachtszeit schon immer überall dunkel in den Wohnungen meines Heimatdorfes, denn es wohnen frort meist fleißige Menschen, die sich des Morgens früh erheben und daher des Abends auch nicht so lange mit der ruhe warten. J '
Heute aber sendet noch beinahe durch jedes Fenster ein trautes Lämpchen einen hellen Schein, obwohl die Mitternacht doch nicht mehr allzu fern ist. Silvester! Ein langen langes Jahr haucht sein Leben aus, und wie war es fr0* so kurz, ach, so sehr kurz in der Erinnerung! Das feiern Menschen in diesen Stunden mit Gläserklingen und grob- lichkert. Einige freuen sich wohl, daß das alte Jahr seinen Sorgen und dem vielen Kummer, den es mit h* geführt hatte, endlich dahingeht, und hoffen auf ein besseres' andere sind dankesfreudig, daß es ihnen so viel Gutes ne’ bracht hat, und hoffen, daß das kommende Jahr dem alten nicht nachstehen wird, stoßen dann an mit dem dampfenden Getränk, daß vielleicht manchmal die Gläser springen - denn Scherben bringen Glück —, schmelzen Blei und suchen ihr Schicksal aus der gegossenen Masse zu deuten.
In einem stillen Kämmerlein hat sich vielleicht auch ein altes Mütterchen dafür dankerfüllt zu Bett gelegt, daß ihn, noch ein Jahr sonnigen Lebens auf dieser Erde vergönnt war, und träumt nun von freudeerfüllten Tagen eines neuen Jahres.
Aber die Mehrzahl der Menschheit ist doch in diesen Stunden des Jahreswechsels so ausgelassen vor Freude, frag alles Schwere weit, weit vergessen ist, was das alte Jahr mit sich gebracht hatte.
Nun ist die Stunde nicht mehr fern, da das Rad der Zeit sich eine Schake in ihrem sicheren Getriebe weiterdreht. Da pilgere ich durchs Dorf der nahen Bergeshöhe zu, von dort oben ins neue Jahr zu schauen. Aus allen Häusern tönt die trunkene Freudestimmung, die so typisch für eine Silvesternacht ist. Eben fällt die Gartentür des Kirchendieners ins Schloß Nun kreuzt der biedere Mann meinen Weg, dem stillen Gotteshause zustrebend. Er will durch Glockengeläut den Antritt eines neuen Jahres verkünden. Eilend steige ich den Berg hinan, lehne mich auf der stolzen Höhe an eine mächtige Kiefer und schaue zum sternenklaren Himmel empor. Es sind nur noch Minuten, dann hat die schrumpsige Erdkugel einmal ihre Bahn durcheilt, wie sie es schon so oft in soundsoviel Tagen, Stunden, Minuten und Sekunden getan hat, und wie sie es wohl noch sehr, sehr oft tun wird.
Ob das wohl eine Bedeutung für den Lauf der Welt hat? Fast scheint mir’s so, wenn ich auf das lichtersüllir Bild der Großstadt zu meinen Füßen jenseits des Flußbettes schaue, wenn ich an die lieben Menschen meines Heimatdorfes oder an mich selbst denke; aber wenn ich dann in den sternenklaren Himmel schaue, der in einer so ahnungsvollen Weite über der Erde liegt, wo Welten um Sonnen kreisen, Millionen von Sternen friedlich ihre sichere Bahn ziehen, dann erscheint mir der einmalige Lauf der Erde um die Sonne, der in einem Jahre vor sich geht, so unwichtig gegen die Größe der Welt, wo der Laus von Planeten um Sonnen mehr als ein Menschenleben dau«ch-sa die Zeit nur nach Jahrmillionen rechnet und die Weite der Unendlichkeit nach Millionen Meilen.
Aber über alles Sinnen tönt schon der erste Glocken- klang vom Kirchturm durch das Dorf. Nun schlagen die Uhren die zwölfte Stunde, nun klingen die Gläser gegeneinander, nun wünschen sich die Menschen gegenseitig ein frohes neues Jahr, nun hat die Erde wieder den Anfang ihres jährlichen Laufes genommen wie immer vor Jahrzehnten, Jahrtausenden und Jahrmillionen, immer im selben Takt; auch der anders gewordene Pulsschlag der Menschheit hat daran nichts ändern können Mit derselben Pünktlichkeit traf er ein, als ich gerade geboren war, als mein Urgroßvater noch ein Müllerbursche war, als die Erde noch menschen-, menschenleerer war.
Noch immer zieht der Kirchendiener am Glockenstrang. noch immer erfüllt nächtliches Geläute die Welt. Freude verkündet der reine Ton der Glocken, Freude über Lahm- gegangenes, Freude über Kommendes. Für den einen das eine, für den anderen das andere. Aber für jeden ist die Jahreswende eine Siegesfeier des Lebens: wieder ein Jahr älter, wieder ein Jahr sonnenerfüllte Luft geatmet, ein Jahr gelebt, das der Tod nicht mehr nehmen kann!
Diesen Augenblick, diese Lebensgewißheit zu erleben, haben die Menschen keine Ruhe finden können. Aber nun ist das neue Jahr da. Schon sind die Glocken verstummt allmählich wird eine Lampe nach der anderen gelöscht, und während ich vom Bergeshang zu Tal schreite, ist es in allen Häusern dunkel geworden. Mit der Gewißheit sind sie alle schlafen gegangen: Das neue Jahr ist da, wir haben es kommen gesehen!
^m neues Jahr ist für die Menschheit gekommen, ein neues Jahr für die alte Mutter Erde. Bringt es Gutes, bringt es Schlechtes? Man sagt, es steht in den Sternen geschrieben!
Zssenheim. (Ein Riesenschwein). Ein schon seit längerer Zeit von der Gemeinde gehaltener Eber, der jetzt M Zucht untauglich- geworden war, wurde von einem Einwohner der Gemeinde erworben und gemästet, um vor den Feiertagen geschlachtet zu werden. Das Riesenschwein, der lebend 7 Zentner wog, hatte eine Höhe von 1,15 lilelcr erreicht und die unglaubliche Länge von 2,72 Meter. Nacken sah dem „fetten Bissen" der Speck 18 Zentimeter dick, an den anderen Körperteilen 15 Zentimeter. WWWL
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S. Steinfelb Söhne^