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Ulitttilungen lokalen Interesses aus dem Kreisstbiet
t sind für diese Rubrik willkommen.
Aach dem Fest
Wochen hindurch hatten wir Vorbereitungen für Weih- Yachten getroffen, Besorgungen gemacht, die Kinder hatten inter verschlossenen Türen Weihnachtsarbeiten angefertigt, M vor allem die Hausfrauen hatten alle Hände voll zu tun W für die ganze Familie das Fest so schön wie nur möglich «gestalten. Auf ihren Schultern ruhte die Hauptlast. Dann tun der Heilige Abend mit der Bescherung unter dem strah- llinben Lichterbaum, mit all seinen frohen Ueberraschungen ■iinb dem Jubel der Kinder über die erhaltenen Geschenke, her die Eltern ebenso beglückte wie diese selbst. Auch die meiden Feiertage waren noch voller Unruhe, denn man Aipfing Besuche oder war auch selbst zu Gast. Nun ist das tone Fest vorüber, und wie schnell ist es vergangen, wie Alle schönen, frohen Stunden uns stets zu kurz erscheinen And viel zu schnell entschwinden. Zwar die Weihnachtsstim- tong hält noch an. Bis zum Neujahr sieht man noch all- Abendlich die brennenden Lichterbäume, und vereinzelt finden Aoch Weihnachtsfeiern von Vereinen und Organisationen Iftatt. Aber der Höhepunkt des Festes ist vorüber, und all- imählich tritt der Alltag wieder in seine Rechte. Die weih- Imchtlichen Dekorationen verschwinden aus den Schaufenstern her Geschäfte, ebenso die kleinen grünen duftenden Haine der llannen auf Straßen und Plätzen, und die Straßen zeigen Lieber das gewohnte Bild. Nur die Kinder sind noch ganz »befangen vom Zauber der Weihnacht. Sie können sich erst tot, nachdem die Feiertage mit ihren vielfachen Ablenkun- fgen vorüber sind, mit ungeteiltem Eifer ihren neuen Spiel- Anchen widmen, die nun einmal ganz in aller Ruhe aus- Iprobiert und in- und auswendig auf das genaueste unter- Mt werden müssen. Ihre Augen strahlen, und die Wan- Len sind gerötet im Eifer des Spiels, das ihnen noch volle l Wirklichkeit ist. Aber auch so mancher Vater und manche l Mutter müssen hilfreich mit eingreifen, wenn sich bei all den Ineuen Dingen im Anfang mancherlei Schwierigkeiten erleben, wenn die Dampfmaschine oder der Puppenherd streikt, »Züge entgleisen oder das mit dem herrlichen Baukasten auf- kgeführte Wunderwerk wegen irgendeines Konstruktionsfeh- Ilers der kleinen Baumeister immer wieder prasselnd zusam- imenftürgt. So vieles gibt es da zu tun, auch manchen kleinen ■Streit zu schlichten, der schnell einmal entbrennt. Gern sind Aber die Eltern zu jeder Hilfe bereit, fühlen sie sich doch selbst »wieder in die glücklichen Jahre ihrer eigenen Kindheit zu- Aückversetzt und werden wieder zu fröhlich spielenden großen »Kindern.
I Die Weihnachtstage entbehrten Heuer jeglichen winter- Ilichen Schmuckes. Statt einer angebrachten schönen Schnee- landschaft, die die Weihnachtsstimmung erhöhen sollte, lag löie Natur am ersten Weihnachtstag in dichten Nebel ge- falt. Dies hatte auch zur Folge, daß die meisten Menschen ihren vier Wänden blieben. Aber in den Herzen der Menschen selbst läuteten wie immer die Festglocken Weih- iiachtew-««, um im besonderen zu den Weihnachlsgottes- Idiensten zu rufen, die auch überall gut besucht waren. Üuch bei andern Veranstaltungen an Weihnachten wie zum illonzert des Musikvereins, dem vergnügen des Fußball- Mbs, Krieger- und Bürgervereins als auch im Kino war her 8esuch> ein guter und überall frohe Weihnachtsstim- Aung vorhanden. Nun hat der Alltag wieder seine Rechte gefordert, es geht mit Riesenschritten dein neuen Jahr entlegen, das hoffentlich einen Lichtblick in die große Not der Menschheit bringen möge!
| Wetterbericht. Ueber Mitteleuropa herrscht noch a[l= Aemein hoher Luftdruck, doch setzt sich der schon begonnene Auftdruckfall weiter fort. Die Ausläufer der bei Island Aesindlichen Tiefdruckwirbel verursachen über England und Aardfrankreich Regenfälle. In unserem Gebiet kommt es Aurch die Zufuhr feuchter ozeanischer Luftmassen noch zu Aebelbildung und zum Auftreten starker Bewölkung, zeit- jwife auch zu leichtem Regen. Aussichten für Donnerstag And Freitag: Fortdauer des meist bewölkten, verhältnis- Imä^ig milden Wetters, aber noch unbeständig und stellen- IMse etwas Niederschlag.
| Abam Gpel-Gedächtnisstistung. Vor 70 Iah- legte Abam Opel mit dem Bau seiner ersten Nähma- lifyine den Grundstein 311 den Opelwerken, die trotz der Kri- |liid)en Zeit ununterbrochen über 6000 Arbeiter und An= ■gestellte in Rüsselsheim beschäftigen. Aus diesein Rnlaß Apendeten Geheimrat Dr. Ing. e. h. Wilhelm von ©pel,
Ing. e. h. Fritz Opel und die (Erben der 8rüder Tarl And Heinrich von Opel eine Million Mark zu einer Abam Mpel-Gedächtnisstiftung. Die Abam Dpel A. G. hat ihrer- da die augenblicklichen Verhältnisse nicht dazu angetan große Feste zu feiern, in dankbarer (Erinnerung an verdienstvollen Gründer ihres Werkes und seine treue Mitarbeiterin Sophie Dpel einen weiteren Betrag von Wer Viertelmillion Mark zum gleichen Zwecke zur Ver- iMng gestellt. Alle Einkünfte aus dieser Stiftung, die ■Künftig nach Möglichkeit weiter ausgebaut werden soll, Irenen dazu, langjährigen Werksangehörigen, die wegen Ialter oder Invalidität ausscheiden mußten, regelmäßige Anwendungen neben den ihnen aus staatlichen Versicherun- M gewährten Renten zu machen. Die hochherzige Stif= IWng beweist die Zuversicht der Leitung der Abam Dpel M G., das große Unternehmen in enger Zusammenarbeit Mt den Werksangehörigen durch eine schwere Gegenwart 'Wer neuen Blüte entgegenführen zu können.
bad Gr b. Die Uebergabe des ehemaligen Truppen- ^inigxpiatzes Bad Grb aus dem Besitz des Reiches an Len preußischen Forstfiskus hat jetzt stattgefunden. Die Mlkilung des außerordentlich großen Waldkomplexes er- W an folgende Oberförstereien: Lurgjoß, Flörsbach, Dorf Rel und Lieber. Vom 23. Dezember ab verfügen die be- IÄffenden Dbersörstereien über die sämtlichen Amtsge» Mäste des Waldgebietes, während das seitherige Reichs- Mamt in Bad Orb nur noch für Rbwicklungszwecke be=
Rlsfeld. (Die feindlichen Holzhauer). Bei einer Schlägerei unter Holzhauern im Staatswald bei Wahlen (Kr. Alsfelb) wurde der Arbeiter Heinrich Wößner aus Wahlen durch einen Messerstich in die Brust schwer verletzt. Der Mann mußte nach erster Hilfeleistung mit schweren Verletzungen nach der Klinik in Marburg gebracht werden.
Hünfeld. (Aud; im Kreise Hünfeld brennt es weiter) In der Eiterfelder Gegend wollen die Bränbe nicht nach- lassen. Dieser Tage brannten die Werkstätten des Schreinermeisters Gräbner in Luchenau nieder. Das Feuer griff auch auf bas Wohnhaus und die Scheune über, welch letztere ebenfalls völlig vernichtet wurde. Schließlich griff das Feuer auch auf das Nachbargehöft der Witwe Schön über. Hier fiel eine Frau, die Mobiliar retten wollte, in der Haft die Treppe herunter und zog sich erhebliche Verletzungen zu. Das Dachgeschoß und der erste Stock des Wohnhauses Gräbners sind fast ausgebrannt, während dir Parterrewohnung burd; Wasserschaden unbewohnbar geworden ist. Die Polizei ist mit der (Ermittelung der Lrand- ursache beschäftigt.
Frankfurt a. M. (Pfarrer Veil tritt in den Ruhestand). Der in weilen Kreisen Frankfurts sehr geschätzte Prediger der St. Natharinenkirche und weit über Frankfurts Grenzen hinaus bekannte Pfarrer Willi) Veit tritt am 1. Mai kommenden Iahres wegen Krankheit in den Ruhestand. 27 Iahre lang hat der jetzt 60 Iahre alte Pfarrer auf der Ränzel der Ratharinenkirche mit seiner pak- kenden, suggestiven und kräfteübertragenden Beredsamkeit gestanden, dem man anspürte, daß er in sein Innerstes griff und sein religiöses Herzblut seiner Gemeinde barbot. Die Freunde Pfarrer Veits hoffen, daß er in seinem Ruhestand sein Werk der Darstellung des Inhaltes seiner religiösen Verkündung fortführen und vollenden kann. Von dem beabsichtigten vierbändigen Werk ist ein Band erschienen: „Der Gottheit lebendiges Kleib".
Frankfurt a. M. Der Rmtliche preußische Pressedienst teilt mit, daß aus Gründen der Vereinfachung ber Rundfunkorganisation die Aufgabe des Staatskommissars und des preußischen Staatsvertreters im Programmbeirat I bei der Südwestdeutschen Rundfunkgesellschaft in einer Hand , vereinigt wird. Mit beiden Aufgaben ist der Gberpräsidenl ; a. D. Dr. Schwander in Gberursel betraut worden. Der I bisherige Staatskommissar ©berregierungsrat Hainmacher ; bei der Regierung in Wiesbaden, für den die (Entfernung seines dienstlichen Wohnsitzes aus Frankfurt und seine starke hauptamtliche dienstliche Inanspruchnahme die laufende Zusammenarbeit mit der Rundfunkgesellschaft er- ' schillerten, ist zum Stellvertreter des Staatskommissars ernannt worden.
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Fuß ball sport. Liga Schlächtern 1910 — Liga Neu- Hof 4 :1 (1 :1). Das am 1. Weihnachtsfeiertag auf der Auiviefe zum Austrag gekommene Verbandstreffen Schlüch- tern-Reuhof konnte die heimische Elf mit 4 :1 für sich entscheiden. Zum Spiel hatten sich zahlreiche Sportanhänger eingefunden, besonders war der Neuhöfer Sporlanhang stark vertreten. Das Spiel selbst war anfangs sehr aufregend. Der schlüpfrige Beben stellte an die Spieler große Anforberun« gen und ließ ein flaches Paßspiel nicht recht aufkommen. Schlüchtern gehl^ überraschend in den ersten zehn Minuten in Führung. Bei einem Gedränge vor dein Neuhöfer Tor läuft Schlüchterns Linksaußen nach innen und sendet kurz entschlossen ein. Neuhof wird nervös und drängt mit aller Macht auf den Rusgleich. Wuchtige Torschüsse gehen auf das Schlüchterner Tor, aber die tylOer Hintermannschaft steht auf ihrem Posten und klärt manchen gefährlichen Durchbruch. Ueberraschend kommt Neuhof durch einen unberechtigten Elfmeter zum Rusgleich. Der Kampf um die Führung im Spiel geht weiter. Auf beiden Seiten werden sichere Sachen ausgelassen. Nach Halbzeit legt Schlüchtern eifrig los. Stein geht nach hinten, während Denhard linker Verbindungsstürmer spielt. Eine Vorlage von ihm nimmt Niedenthal auf, umspielt den rechten Verteidiger und sendet unhaltbar ein. Schl. führt 2:1. Neu Hofs linker Verteidiger muß infolge -einer alten Verletzung auf Linksaußen gehen. N. legt mächtig los, aber der Schl. Torhüter läßt sich nicht schlagen, obwohl die Gäste manchmal vor dem Tor mit Pech verfolgt sind. Dagegen erhöht die Platzelf durch owicker auf Linksaußen auf 3:1. Damit ist Neuhof geschlagen. Ein Torschuß von Denhard läßt der Gästetor- Hüter fallen. Zwicker ist zur Stelle und drückt zum vierten Core ein. Nurz vor Schluß wird Niedenthal unfair gelegt, der Elfer aber vom Schiedsrichter nicht gegeben. Mit einem verdienten Sieg von 4 :1 verläßt Schlüchtern das Spielfeld. Beim Sieger war die gesamte hintennannschaft mit Leck, Stein und Grösch auf ihrem Posten, besonders Grösch wird von Spiel zu Spiel besser. Die Läuferreihe spielte sehr ausdauernd und produktiv, Urbach war wieder der beste Mann im Felde. Im Sturm waren Niedenthal und 5 midier die treibenden Kräfte. Die eingestellten beiden Ersatzleute konnten nicht befriedigen. Bei Neuhof war der Mittelläufer und die rechte Sturmseite die besten Kräfte, auch der linke De;= leidiger war in guter Form, fiel aber nachher infolge seiner alten Verletzung aus. Schiedsrichter Frays-Hersfeld konnte mit seinen Entscheidungen nicht gefallen. - Schlüchterns 2. Mannschaft brächte es gegen 1. hohenzell nur zu einem Unentschieden 1 :1.
ha Eisenbahn-Verein to| | «ab Umgebung 21
D Hall am 1. Januar 1933 ab 19 Uhr im ® | Saale des Gastwirts Henke am Lahn- A N haf Ctm fein diesjähriges @
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