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legen. Die jungen Riesen silberkaninchcn find -»nächst schwarz. Erst mit sechs Wochen beginnt >te Umfärbung. Zuerst fangen Nase und Schnauze, fast gleichzeitig die Füße und Brust an, die Silber­farbe anzunehmen. Tann entstehen allenthalben am Körper silbergraue Stellen, und erst nach einigen Monaten ist das ganze Tier gleichmäßig |

Lanömanns Weihnacht

Bon Wilhelm Blohm

Es ist etwas Eigenes um das Weihnachtsfest; eS ist mit keinem anderen Fest zu vergleichen. Allerdings kennen nur die nordischen Völker dieses Gefühl, das unbedingt mit der Sehnsucht nach dem Licht, nach der Sonne verbunden ist. Der Südländer, der stetsim Lichte wandelt", kann sich keine Vorstellung von den dunklen Tagen des nordischen Dezembers machen.

Wie tief aber gerade dem Deutschen das Weihnachtsgefühl im Herzen sitzt, geht aus tausend Erzählungen Ausgewanderter und Reisender hervor. Fragt den Farmer im tropischen Urwald, in der heißen Steppe, fragt den Seemann, der am Heiligen Abend unter dem Äquator kreuzt: Wo möchtet Ihr heute sein?", und in fast allen Fällen wird Euch die Antwort:In Deuffchland, zu Hause, unter dem Tannenbaum!" Und keine größere Freude könnt Ihr den fern der Heimat Weilenden bereiten, als wenn Ihr ihnen ein Tannenreis mit einem Lichte sendet. Der rauhe Krieger im Schützengraben, der bärtige Seemann im Sturmgebraus, der Forscher im Zelt, der Trapper, der Farmer, alle, alle werden das Reis mit dem Lichte schmücken und werden am Heiligen Abend der Heimat gedenken.

Leider, leider hat in der Stadt, namentlich in der Großstadt, das Weihnachtsfest viel von seiner Weihe verloren. Wirkt es nicht merkwürdig, wenn schon wochenlang vor dem großen Feste die geschmückten Tannenbäume in den Schaufenstern prangen? Und auch über das Aufstellen riesiger Christbäume auf öffentlichen Plätzen, geschmückt mit elektrischen Kerzen, kann man verschiedener Meinung sein.

Die schönste Weihnachtsfeier gibt es auf dem Lande. Vor dem Feste heißt es noch tüchtig fdjaffen; denn zu den vielen Vorbereitungen für die Lieben, die man beglücken will, kommt im ländlichen Haushalt die Sorge für das Vieh. Wenn dieses auch für einen Christbaum kein Empfinden hat, so wird der rechte Tierhalter der Kreatur, die von ihm abhängig ist, durch reinliche Stallung und gutes Futter auch eine Freude bereiten; ist es doch in vielen Gegenden eine gute Sitte, selbst dem leider oft vernachlässigten Wachhunde zum Weihnachtsfest eine neue Stroh­schütte in sein Bretterhaus zu geben.

Entfernen von Kakao- und Schokoladenflecken aus Leinen- und Wollstoffen

Es ist ein einfaches Verfahren, Kakao- flecke aus Leinen st offen zu entfernen. Bei ganz frischen Flecken ist es nur nötig, die unsaubere Stelle sogleich mit recht kaltem Wasser auszuwaschen. Man muß sich nur hüten, Seife oder warmes Wasser daran zu bringen. Ist der Fleck beim ersten Auswaschen noch nicht ganz heraus, ist das Verfahren zu wiederholen. Sind die Kakaoflecken bereits älter, so ist es notwendig, das Leinenstück einen Tag lang in Molke einzuweichen und dann mit kaltem Wasser nachzuwaschen. Auch das Ab­reiben mit Eigelb ist erfolgreich. Nachdem man den Fleck kräftig damit bearbeitet hat, wäscht man alles mit Seife heraus. In noch feuchtem Zustand bügelt man die Stelle nach. Man kann

Neues aus Feld, (Sorten, Stall und Hof, Haus, Küche und Blumenzimmer

Stallmist zur Rotkleediingung. Immer wieder wird empfohlen, die Stallmistdüngung zu Rotklee im Herost zu gebe». Das Ist aber

durchgefilbert. Seine höchste Schönheit und Güte erreicht das Fell erst mit acht Monaten.

Wie alle mittelgroßen Kaninchen füttert sich das Riesenfilberkaninchen recht gut. Im Sommer sollte reichliches und gutes Grünfutter die Grund­lage der Fütterung bilden; im Winter Heu und Rüben. Zu Mastzwecken gibt man den Tieren

Und endlich der Heilige Abend, wenn alles Vieh versorgt ist und alles, was zum Haushalt gehört, vom Herrn bis zum Hütejungen und vom Großmütterchen bis zum jüngsten Küchenmädchen, sich um den Christbaum versammelt und seine Ge­schenke entgegennimmt! Mögen sie in der heutigen Zeit noch so bescheiden sein, die Weihnachts- stimmung geht aus von dem einen Baum, von dem taufende derselben Art draußen wachsen, dieser aber, unser Baum, trägt einen Lichterglanz und entzündet aller Herzen. Alte Weisen erklingen, die schon unsere Vorfahren in ihren Bann schlugen... Es ist ein Reis entsprungen!...

Am ersten Weihnachtsmorgen herrscht dann eine Stille in Haus und Hof, die fast beängstigend wirkt. Da rollt kein Wagen über das Pflaster, da klingt kein Hufschlag, das bereitgelegte Futter ist schnell gereicht, Kühe oder Ziegen sind in der Frühe gemolken worden und alles rüstet sich zum Kirchgang.

Heute endlich hat auch der Landwirt Zeit, in aller Ruhe einen Gang durch Haus und Hof zu machen; denn im Zimmer hält er es doch nicht lange aus. Sein Vieh. . . Jetzt hat er alle Tiere beisammen; sonst sind fast immer einige unterwegs.

Gehören Pferde zum Haushalt, so wird der Besitzer zunächst zu diesen treuen Helfern gehen. Sind sie gut gestriegelt? Hat Fritz daran gedacht, daß er während der Ruhetage nicht zu reichlich füttert? Heute nachmittag kann er den Braunen ein bißchen bewegen, der kann das Stillstehen gar nicht vertragen. Mit der Hand wird schnell noch die Wärme des Tränkwassers geprüft.

Tann zu den Kühen. Auch bei denen trägt eine gute Haarpflege und Sauberkeit im Stalle viel zum Milchertrag bei. Ist alles geschehen, wie er es angeordnet hat? Wie geht's derBunt- schecke"? Vorgestem sagte Franz, sie gefiele ihm nicht recht; gestern war so viel Arbeit, da konnte er ach, da ist sie ja! Auge klar, frißt gut eine Sorge weniger. So geht es zu dem Jungvieh, zu den Schweinen überall kann der Hausherr heute länger verweilen als sonst und merkwürdig, was er heute alles sieht! Und nicht allein das Auge geht prüfend umher, auch die Nase muß helfen. Die Lüftung der Stallungen wird

auch Kakaoflecke aus Lernen mit Glyzerin ent­fernen, man braucht den Fleck damit nur ein- zureiben, das Glyzerin ein Weilchen einwirken zu lassen und dann die unsaubere Stelle in lauwarmem Wasser nachzuwaschen.

Kakaoflecke aus W o I l st o f f e n wäscht man einfach mit kaltem Wasser aus. Schon veraltete Flecke müssen zuerst mit einem Leinenläppchen, das in Glyzerin getaucht wurde, betupft werden. Dann wäscht man mit lau- warmem Wasser nach und bügelt die Stelle in noch feuchtem Zustand, von der linken Seite.

8 ch o k o I a d c n f i c ck e entfernt man aus Leinen st offen, indem man sie zunächst mit Wasser anfeuchtet und mit Seife einreibt. Dann löst man in zwölf Eßlöffel Wasser einen

eine große Verschwendung, da der Klee den Stallmist lange nicht so gut wie andere Kultur- pflanzen ausnüßt. Der Klee ist nämlich selber

gedämpfte Kartoffeln mit Kleie und Schrot 0» mischt. Häsinnen mit Jungen und im Wachst^ begriffenen Jungtieren verabfolgt man Kraft futter, das man sich aus zwei Teilen Sojaschrot und je einem Teil Erdnußkuchen-, Leinkuchenmehl und Kleie mischt und den Tieren leicht ange feuchtet verabreicht

kontrolliert und dafür gesorgt, daß nichtÜber- temperatur" herrscht.

Wenn das Federvieh auch zum Reiche der Hausfrau gehört das Auge des Mannes sieht anders als das der Frau. Da, die zwei neuen Sitzstangen im Hühnerstall sind viel zu dünn. Die Hühner wippeln während der ganzen Nacht a umher und legen vor lauter Arger eben keine

Ist der Gänse- und namentlich der Enten- stall troden? Die Schwabbelviecher können gar nicht genug Streu bekommen. Daß beim Feder­vieh nichtUrahne, Großmutter, Mutter und Kind" im schönsten Durcheinander beisammen sind, dafür sorgt heute jede Hausfrau durch Beringen des Geflügels. Die Eier von Urahnen find nämlich Seltenheiten, aber sie werden nicht ali solche bezahlt!

Auch auf dem Hofplatze und im Garten gilt es viel zu schauen. Liegt Schnee, wie es sich ja zum Weihnachtsfeste gehört, so verdeckt der wohl manches, wie z. B. schlechtes Pflaster; aber anderes verrät die weiße Decke um so deutlicher Umherlicgender Mist färbt den Schnee braun, und die Hunde- und Katzenspuren zeigen beutlid', wo Löcher im Zaun vorhanden sind. Durch dies- Lücken kann nachts der Fuchs kommen, wenn er den Hühnern einen Besuch machen will, no.. häufiger schlüpfen Hase und Karnickel hindurci und schälen die Rinde von den Obstbäumen. Dir hängt ein eingeknickter Ast, da auch einer. Tu müssen abgenommen werden, dafür sowie für vieles andere, was dasHerrenauge" ab. mangelhaft entdeckt hat, soll gleich nach bem Fest gesorgt werden.

Nun eben mal nach den Kartoffeln- unt> Rübenmieten sehen doch da kommt Dorn schon und ruft zum Mittagessen. Na, heute nach mittag noch einmal ein Rundgang. Das ist Landmanns Weihnachtsruhe! Ruhe? ? - Ach, die kennt der Landmann selbst am Weih nachtsfeste nicht; aber das schadet nichts. Dafür fühlt er sich seinem Herrgott etwas näher als manch anderer, hilft er ihm doch tägliche ja stündlich im Wachsen und Gedeihen bei. Ernte, beim Gesundsein seines Viehes und nicht zuletzt beim Überstellen der jetzt sr« schweren Zeiten.

Kaffeelöffel voll Alaun und die gleiche Menge Weinstein auf, mischt alles gut durcheinander und läßt die Flüssigkeit vier bis fünf Stunden lang aus die unsauberen Stellen einwirken Mit lauwarmem Wasser wird nachgenxusche» und gründlich gespült.

Schokoladenflecke aus Wollstoffen, entfernt man recht vorsichtig, indem man den Fleck mit etwas Wasser anfeuchtet unb bann ein wenig trockenes Persllpulver auf die feuchte Stelle aufbringt. Mit zwei Singern wird jetzt das Waschpulver in die unsaubere Stelle Hin- eingerieben. Das Reiben hat ganz flach zu geschehen, es ist mehr ein Hineinidrückeu. Daim läßt man es wenige Augenblicke eimvirken und wascht mit kaltem Wasser nach. Tr.

ein starker Slickstofssammler und legt mehr Wert aus Zuführung von Phosphorsäure, Kali und Kalk, den man auch in Form von künst­

lichen Düngemitteln ihm lehr gut »ufUhKn kann. Es wird daher statt Stallmist eine Düngung mit Superphosphat und Kalt oder Thomasmehl und Kainit empfohlen. Man rechnet dabei auf 1 ha (10 000 qm) wenigstens zwölf Zentner Thomasmehl und zwölf Zentner Kainit oder, statt des Kainits, vier Zentner Mprozentiges Kalisalz. Mann ist nun der richtige Zeitpunkt der Düngung gekommen? Der Kunstdünger wird zweckmäßig im Herbst bzw. im Winter gestreut, damit dem schnell wachsenden Klee im Frühjahr genügend gelöste Nährstoffe zur Verfügung stehen. R.

Ueber bie winterliche Düngung unfruchtbarer Obstbäume. Trotz aller Pflege will mancher Obstbaum nicht tragen. Trotz Bewässerung, reichlicher Bejauchung bilden sich nur meterlange Holztriebe, aber keine Fruchttrrebe. In solchem Falle soll nicht mehr als unbedingt nötig an Wasser dem Baum zugeführt werden, auch muß alle Bejauchung, wie überhaupt die An- menbung vorwiegend stickstoffhaltiger Dünge, mittet, unterbleiben. Hingegen muß die Düngung mit Phosphaten, wie: Thomasmehl, Superphosphat und anderen phosphorjäurer Halligen Düngemitteln, in erster Linie durch- gefül)rt werden. Durch eine reichliche Phos- phorsäurediingung kann ohne Zweifel der Fruchtansatz erheblich gefördert werden. Am besten wird diese Düngung im Herbst gegeben, wenn das aber in diesem Winter noch ißcht geschehen ist, kann sie auch noch recht gut in den Monaten Januar und Februar erfolgen. Man wird bann auf hundert Quadratmeter etwa vier Kilogramm geben, und zwar nach Möglichkeit auf" offenes Land, nicht aber auf Schnee oder gefrorenen Boden, andernfalls warte man so lange, bis der Boden diese Düngung ermöglicht, die dann untergegraben wirb. Hilft das aber nicht, dann müssen andere Ursachen vorliegen. Vielleicht steht der Baum zu tief. Dann muß er um den Stamm herum bis weit in die Krone hinein von der über­flüssigen Erde, die auf ihm lastet, befreit werden. Noch andere Mittel sind anwendbar, sie sind aber zu radikal und zu gewagt. als daß man sie ohne weiteres empfehlen könnte. Hingegen ist oft das Umpfropfen eines faulen Trägers mit den Reifern einer gut tragenden Sorte als Mittel zu empfehlen, das meistens auch Erfolg verspricht. Sz.

Zweiteilige, leicht wendbare Schlitten findet man viel in den Bergen Westfalens sowie in benachbarten Gebirgsgegenden. Es handelt sich bei diesem zweiteiligen Schlitten um ein zwei­teiliges, aus einem kürzeren Vorder- und einem längeren Hinterschlitten bestehendes Fahr­zeug, welches sich wie ein Wagen wenden läßt. Nachstehende Abbildung gibt diesen zweiteiligen

Zweiteiliger, leicht wendbarer Schlitten

Schlitten deutlich wieder. Dieser Schlitten be­sitzt ganz erhebliche Vorzüge und ist für alte Gegenden empfehlenswert, in denen der Schlitten als Lastfuhrwerk benutzt wird. Infolge seiner Einrichtung läßt er sich wie ein Wagen kurz und lang machen. Bei einem einteiligen Schlitten gewöhnlicher Form ist die Längenausdehnung eng begrenzt und ein solcher langer einteiliger Schlitten setzt dem Umdrehen und dem Fahren aus ticfglciftgen und gewundenen Landwegen er- liebliche Schwierigkeiten entgegen. Diese sollen beim zweiteiligen Schlitten, man mag ehn auch »och so lang auszieyen, naturgemäß fort, da er <es zwei verhältnismäßig kurzen Schlitten

betH^t, die NH jedem WegezustanD« anpa^en. Man kann also den zweiteiligen Schlitten, nachdem er nach Art der Erntewagen lang gt- macht und mit langen Leitern ausgerüstet wurde, zum Heu- und Strohfahren benutzen. Soll mit einem solchen Schlitten Langhotz gefahren werden, so schiebt der Fahrer zur Fahrt in den Waid beide Schlitten zusammen und hängt zum Ausladen den Hinterschlitten ab, um ihn in beliebiger Entfernung zum Vorderschlitten wie den Hinterwagen zu verwenden. Weitere Vorteile sind leichte Dreh- barkeit, bedeutend geringeres Schien dem auf glatt gefahrenen, gewölbten Straßen und der Umstand, daß mit dem zweiteiligen Schlitten viel leichter loszukommen ist, wenn er bei längerem Hatten festfror oder sich anfaugte, als mit einem langen einteiligen Schlitten. R.

Keimhafer, ein Mittel zur Wintereier-Er» zeugmig. Im Winter, wenn es in der Natur an jungen, wachsenden Pflanzen fehlt, erzeugt man sie künstlich dadurch, daß 'man Hafer zum Keimen bringt. Da die wachsende Pflanze alle Nährstoffe in sehr leicht verdaulicher Form enthält, wirkt ihre Verfütterung anregend auf Appetit und Legetätigkeit. Die Keimhafer­bereitung ist denkbar einfach. Man wiegt die notwendige Menge (10 bis 12 g trockenen Hafer je Henne und Tag) ab, übergießt ihn mit gut lauwarmem Wasser und läßt ihn 12 Stunden darin weichen. Dann gießt man das Wasser ab und breitet ihn in einem flachen Kasten (Margarinekistchen) aus oder schüttet ihn in ein Metallgefäß, in das man unten einen Rost legt, damit das überschüssige Wasser abrinnen kann. In den darauffolgenden Tagen wird er täglich einmal leicht angefeuchtet und durcheinandergerührl. Wenn der Blattkeim etwa 1 cm lang hervorgewachsen ist, ist er zum Verfüttern reif. Bei Zimmertemperatur ist das in ungefähr 4 Tagen der Fall: im Keller dauert es 1 bis 2 Tage länger. Wer nur eine kleine Zahl Hühner hält, kann ihn auf einmal für 2 bis 3 Tage ansetzen. Früh­morgens gegeben oder schon abends bei Dunkel­heit in den Stall gestellt, reizt er die Hühner zum zeitigen Verlassen der Sitzstangen, da sie ihn sehr begierig ausnehmen. Dr. Alb.

Winterruhe nur für die Bienen, nicht für den Imker. Wenn', draußen stürmt und schneit, sitzt das Bienchen in dichter Traube neben seinen Verraten, und nur ein leises Summen gibt dem Öhr des Lauschers am Flugloch die Gewiß­heit, daß noch Leben im Stocke vorhanden ist. Die Fluglöcher dürfen nicht zugestopft werben. Sie bleiben ganz auf, doch schützen cingcstccklc Nägel oder die käuflichen Fluglochschicbcr den Eingang zur Bienemvohnung gegen Mäuse, die nur zu gern ihr Winterlager im Hinteren

Teil des Bienenstockes aufschlagen. Sie zer­fressen dann die Waben und nehmen nicht nur den Bienen das nötige Full«r, sondern fressrm auch Kopf und Brust der Bienen, die täglich sterben, weil sie, durch die Blaus beunruhigt, die schützende Wintertraube verlassen und ver- klammen. Sorgt der Imker dafür, daß die Winterruhe seiner Bienen nicht durch heftige Geräusche, Erschütterungen, Luftmangel (-durch Schnee oder Eis verengte Fluglöcher) über Sonnenstrahlen gestört wirb, so hat er für den Winter genug für seine Lieblinge gesorgt. Er selbst darf sich aber nicht auf die Bärenhaut legen. Die Winterzeit gibt dem Imker, der

büd) tneiH suH nod) viel anderes be\oxqen mu^, gewöhnlich 3ext, für das kommende Jahr vor» zubereiten, was in der Dimenzucht nötig ist. Baut er sich seine Wohnungen selbst, so ist jetzt Gelegenheit, die nötige Zahl neuer Woh­nungen herzustellen. Kauft er die Kästen, so kann er in Ruhe aus Verzeichnissen seinen Be­darf wählen. Auch so verschiedene kleinere Gegenstände zur Ergänzung seines Bienenzucht- inventars kann er in der Winterzeit selbst basteln. In einer späteren Nummer werden genauere Anleitungen dazu gegeben werden. Die Bienenguchtgeräte sind zu säubern, zu ölen, gut aufzubewahren, die Wabenvorräte durch Schwefeln vor Motten zu schützen und nicht zuletzt: Zeitungen und Bücher über Bienenzucht studieren, denn:Raste ich, so roste ich." Schm.

Blumenkohlsuppe mit Reis. (Für 4 Per- Personeu. lVa- Stunde.) Zutaten: 1 kleiner Blumenkohlkopf, li/s bis 2 Liter Wasser, 4 Maggi's Fleischbrühwürfel, 2 Eßlöffel Reis, Muskat, Schnittlauch oder Petersilie, 1 Eigelb. Zubereitung: Der Blumenkohl wird von den äußeren Blättern befreit, gewaschen, in kleine Röschen geteilt, in schwachem Salzwasser weich ?ekocht, zum Abtropfen auf ein Sieb ge- chübtet und dann in der Suppenschüssel warm gestellt. In der Blumenkohlbrühe löst man 4 Maggi's Fleischbrühwürfel auf und läßt den gewaschenen und mit heißem Wasser über, brühten Reis langsam darin körnig kochen und dann die Blumenkohlröschen noch einmal heiß werben. Zuletzt rührt man die Suppe mit dem Eigelb ab und gibt reichlich sehr fein­geschnittenen Schnittlauch oder Petersilie und etwas Muskat hinein. L. H.

Fasan als Festbraten. Der Fasan ist jetzt gut im Fleisch unb fein im Geschmack, daher wohl geeignet zu einem Festbraten. Alan lass« ihn in den Federn gut abhängen, mindestens acht Tage; mancher Hausherr meint, es müsse erst ein Tropfen Blut aus bem Schnabel kommen, dann erst hätte das Fleisch das rich­tige Aroma. Doch hüte man sich bei weicher Witterung vor einem zu langen Abhängen, da sonst das Aroma in Ha-utgout übergehen könnte. Kurz vor dem Gebrauch wird der Fasan gerupft, gesengt, gewaschen und aus­genommen. Innen wird er mit einem feuchten Tuch ausgemischt, mit Saljbeftreut unb außen in Speckscheiben gehüllt. Mit der Brust nach unten kommt er in eine Bratpfanne mit siedend heißer Butter. Bei mäßiger Hitze wird er in einer Stunde gar gebraten. In die Tunke gibt man einige Löffel saure Sahne und macht sie mit etwas Weizenmehl bindig. Hat man einen alten Fasan erwischt, muß man ihn länger braten oder im Topf schmoren. Sauerkohl ist eine gute Beigabe. Herz, Leber, Magen wiegt man sein, gibt Salz, etwas Butter ober geschabten Speck hinzu, wenig Pfeffer, Zwicbcj und eine Kleinigkeit geriebene Semmel, vermischt alles gut und streicht diese Muffe aus gerüstete Semmelsckeiben, die man auf einer flachen Pfanne im Ofen gar werben läßt. Beim Anrichten wirb der Fasan damit garniert. Gezet.

Engelsptise. Zwanzig Zwiebacke werden in 1/4 Liter Milch eingeweicht, nachdem sie weich geworden sind, mischt man V, Liter Schlag­sahne mit eingemachten Kirschen oder Erd­beeren (ein Hönigglas voll Eingemachtes ist reichlich dazu), gibt danach bie eingeweichten Zwiebacke hinein, tut alles sorgfältig in eine Glasschale und serviert die für sechs Personen berechnete Speise. Frau K. R.-G.

Für Vle Bücherfreunde

3. Reimnanns Taschenbuch für Fischer und Teichwirte 1933. Ganzleinen gebunden mit Klappe und Bleistift Preis 2,50 RM. Ver- lag 3. Ncum ann»Neudamm, Dez. Iso.

Der Inhalt bes Kalenders ist zeitgemäß verbessert und wiederum wesentlich zweck­mäßiger gestaltet worden, so daß er jetzt auch für den Landwirt, der sich im Nebenbetrieb mit Fischerei oder Teichwirtschaft befaßt, el» tägliches Nachschlagen»erk geeignet ist. Hierzu hat ihn vor allem sein reichhaltiger Kalender- und NvliztcU gemacht. Das Tasä-rnbuch kann daher als zuverlässiger fachlicher Begleiter jedem Interessenten empfohlen werben. R.