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Mitteilungen lokalen Interesses aus dem Kr«isg»bt»t

[ sind für diese Rubrik willkommen.

Sonntagsgedanken

Euch ist heute der Heiland geboren!" Die Botschaft ist Hit alle. Das Kind in der Krippe ist für alle in die Welt ^kommen, für Reich und Arm. für Hoch und Niedrig, für Gebildet und Ungebildet, für die Guten und die Schlechten, ^ Gerechten und die Ungerechten Darum nimm es a u ch ü r d i ch und isenke: E s gilt mir, was zur Weihnacht erkundet wird, auch mir ist der Heiland geboren!

Als den Hirten in der heiligen Nacht gesagt wurde: Euch ist heute der Heiland geboren!", da glaubten sie, daß diese Botschaft wirklich ihnen gelte, da verstanden sie es so, nie es gemeint war. Weil viele es nicht so verstehen, kann Jesus ihnen nicht zum Heiland werden Er kann es nur denen werden, die ihn als solchen aufnehmen.

Es liegt in der Weihnachtsbotschaft ein wunderbarer Iroft und Ansporn. Wir blicken in die Menschheit hinein, und wir sehen die Mächte der Finsternis am Werk. Was wollen wir sie nennen, all die zersetzenden. unterwühlenden, vergiftenden Mächte! Wir sehen tausend Schäden und Ge­brechen. Wir sehen, wie eifrig die Verführung am Werk ist. Wir erblicken Berge von Unrecht und Abgründe von Not. Wir sehen Verblendung und Wirrwarr Es ist so viel schlimmes da, daß viele sich nicht mehr anders zu helfen wissen, als daß sie es nicht sehen wollen, und wir anderen müßten verzweifeln.

Wir tun es nicht. Wir kämpfen. Wir hoffen. Wir glauben, daß es anders werden kann, wir sehen trotz allem nicht hoffnungslos in die Zukunft, darum, weil wir wissen, daß der Heiland geboren ist, daß in ihm ein Licht ausge­gangen ist, vor dem alle Finsternis weichen muß, und daß in ihm Kräfte des Guten in die Welt hineingekommen sind, vor denen die bösen Mächte schließlich das Feld räumen müssen.

Freilich, wenn die Welt uns das glauben soll, dann 1 muß sie es bei uns sehen, daß ein Heiland da ist. Wir müssen Zeugen, Beweise seiner Heilandsmacht sein Das sind mir nur, wenn wir nicht bloß glauben, daß er vor neunzehn- hundert Jahren geboren ist, sondern wenn er in uns ge- . baren wird, in uns lebt mit feiner Liebe, feiner Gerechtig­keit, feinem Gottvertrauen und Gottesgehorsam, feiner um- - gestaltenden und neuschaffenden Macht. Nur so tragen wir das Licht und die Freude des Festes da hinein, wo jetzt i Zweifel und Unglaube, Trauer und Knechtschaft, das Dunkel md der Druck lasten. Nur so verstehen, so erleben wir die Wahrheit und die Herrlichkeit der Weihnachtsbotschaft.

Wetterbericht. Die bisher nur ganz flache und im : wesentlichen über Züddeutschland gelegene Kaltluftschicht 1 hat an Mächtigkeit und Ausdehnung gewonnen. Da gleich- ' zeitig.LtoraL feuchte iuÜJMn Westen her eingeduungen ich hat sich vielfach eine Hochnebeldecke gebildet, die jetzt auch unsere Mittelgebirge einschließt. Da in größerer Höhe aber immer noch warme und trockene Luftmassen vorhanden |mb, die nur langsam verdrängt werden, ist ein rascher Wet= lenunschlgg nicht zu erwarten. Witterungsaussichten für Samstag und Sonntag: Nebelbildung nachlajsend, sonst meist bewölkt. Bef südlichen bis westlichen Winden im Ganzen milder. Aufkommende Niederschlagsmigung.

Die Kraftpost ZchlüchternHintersteinau verkehrt um 27. Dezember 1932 fahrplanmäßig wie Freitags. bürge r steue r. Aus die amtliche Bekanntmachung der Stabt Zchlüchtern betr. Anforderung der Bürgerfteuer für 1933 im heutigen 2. Blatt sei auch an dieser Stelle noch­mals hingewiesen.

Rentenzahlung. Das Postamt Zchlüchtern teilt mit: Die Heeresrenten werden bereits am 28., die J= und U- Renten am 30. ds. Mts. gezahlt.

v 01kstrauertag 1 9 3 3. Der Ausschuß für die Fest­igung eines Volkstrauertages, der sich aus Vertretern der drei Religionsgemeinschaften sowie der großen Körperschaf- ien und Verbände zusammensetzt, hat einstimmig beschlossen, ^n Volkstrauertag zum Andenken an die im Weltkriege ge= Mienen Helden auch im kommenden Jahre am fünften Sonntag vor Ostern, Reminiszere (12. März 1933),_in ähnlicher Weise wie in den Vorjahren zu begehen. Der (Lag mird in der üblichen Weise durch Gottesdienste, Läuten der Pocken im ganzen Reiche und Veranstaltungen von Saab gern begangen. Lowohl die kirchlichen als auch die welt- ichrn Behörden haben ihre Unterstützung nach jeder Rich- iung hin zugesagt.

Die Lage des Arbe itsma r ktes im Bezirk des Arbeitsamtes Hanau für die Zeit vorn 30. 11. bis 15. 12. Die Ziffer der Arbeitsuchenden ist in der Berichtszeit von *3860 auf 14 181 gestiegen. Die Steigerung ist auf Ent­rungen in den Außenberufen infolge Frosteintritts, aber ^ch durch Zugänge aus anderen Berufsgruppen zuräckzu-

die Firma Alexander Kohn, Tabakwaren en gros, Schlächtern.

: Großverkauf durch

führen, in denen die Lage fast allgemein ungünstig geblie- ben ist. Arbeitsuchende in den einzelnen Bezirken: Hanau- ' Stadt 4942, Hanau-Land 5207, Gelnhausen 2797, Schlüch- , lern 1240. Die Lage in der Land- und Forstwirtschaft ist der Jahreszeit entsprechend unverändert geblieben. In der In­dustrie der Steine und Erden wurden im Bezirk Schlächtern infolge Einstellung der Steinbrucharbeiten und durch Stilb legungen in der Ziegeleiindustrie 130 Arbeiter erwerbslos.

i In der Metallindustrie hielten sich die Entlassungen in= ßigen Grenzen,' die allgemeine Lage blieb ungünstig wie bisher.

wohlfahrtsbriefmarken. Ein für jeden passen­des Weihnachtsgeschenk sind wohlfahrtsbriefmarken. Es ist j ein schöner Gedanke, Weihnachtsfreude zu bereiten und ! gleichzeitig sein Scherflein zur Linderung der großen Rot i beizutragen. Briefmarken brauchen wir alle ständig. Ueber einige Markenheftchen der wohlfahrtsbriefmarken (5 a 4 Pfg., 5 a 6 pfg. und 8 a 12 Pfg. preis MK. 2.) wird Üch jeder freuen. Sammlern werden auch Sätze der aurge- gebenen 5 Werte oder auch die Heftchenbogen mit Marken in Kehrdruck erwünscht sein. Die Wphffahrtsbriefmarken sind in diesem Winter besonders hübsch ausgefallen, sie stel­len bekannte deutsche Burgen und Schlösser mit reicher ge­schichtlicher Vergangenheit dar. Die Marken sind als voll­wertige Postwertzeichen für In- und Ausland gültig bis Juni 1933. Die Wohlfahrtsausschläge der Hauptgebrauchs- werte sind so niedrig, daß jeder für seine Weihnachts- und Neujahrspost nur wohlfahrtsbriefmarken verwenden sollte. Zu beziehen sind die Wohlfahrtsbriefmarken von den Wohl- fahrtsverbänden und allen Postanstalten.

Advents-Abendseier. Es wird uns geschrieben: , Ein später Dank sei hiermit dem Gemischten Thor des ! Gremmelsschen Männerchors und seinem Leiter, Herrn Leh- . rer Hir, abgestattet. Es war eine feine Abendfeier am 3. I Adventssonntag in der evangelischen Kirche, bei der durch Auswahl der Lieder, durch den Wechsel von Gesängen des Gemischten Thores, von Kinderchören, Sologesang und Ad­ventsworten und durch die allgemeine gute Darbietung den Zuhörern, die die ganze Kirche füllten und voll gesammel­ter Ruhe und Aufmerksamkeit lauschten, eine schöne Freude bereitet wurde, vielleicht ist gerade der starke Besuch auch ein Zeichen für das Interesse an solchen Feiern und somit ein Hinweis für die Zukunft. Aber noch etwas Besonderes ; war damit verbunden. Eine Sammlung am Schlüsse der i Feier, die im Advent sich in den Dienst der Hilfe stellen i wollte, brächte eine weitere Möglichkeit, am Fest der Liebe Freude in die Häuser und Herzen zu tragen. Allen auch hier herzlichen Dank und nun gesegnete Weihnacht!

Deutscher Reichs po st-Kalender 1933, heraus- gegeben mit Unterstützung des Reichspostministeriums. Kon- kordia-verlag, Leipzig T 1, Goethestr. 6, Preis 3.60 RM. Der Deutsche Reichspost-Kalender ist im fünften Iahrgang erschienen. Er gibt wie seine Vorgänger in gemeinverständ­licher Form einen Ueberblick über die neueste Entwicklung

niger bekannten Einrichtungen hin und erläutert deren Zweckmäßigste und wohlfeilste Benutzung. Der Kalender -zeigt ferner, welche Maßnahmen und technischen Hilfsmit­tel die Deutsche Reichspost zu einer reibungslosen und schnel­len Abwicklung ihres vielgestaltigen Betriebsdienstes be­nötigt. Das von Künstlerhand entworfene Titelblatt ver­sinnbildlicht in siebenfarbigen Offsetdruck den Paket- und Päckchendienst der Reichspost. Auf den dann folgenden 157 Blättern werden durch Bilder und Zeichnungen in Verbin­dung mit lebendigen, knappen und klaren Texten zahlreiche Einzelheiten aus dem weltumspannenden Arbeitsgebiet der Deutschen Reichspost volkstümlich und anschaulich behan­delt. Jn seiner äußeren Aufmachung, mit dem reichhaltigen und schönen Bildschmuck, dem vorzüglichen Druck, stellt auch dieser Kalender eine hervorragende Leistung des Buch­druckergewerbes dar.

Gundhelm. Frau Witwe Elise Blum begeht am 25. Dezember in voller Rüstigkeit ihren 89. Geburtstag, wir gratulieren!

Kassel. In einer bei der Regierung zu Kassel stattge- fundenen Pressebesprechung wurde u. a. zum Ausdruck ge­bracht, daß die Wohlfahrtsausgaben außerordentlich stark die Gemeinden belasten und daß deren augenblickliche Re­gelung auch vom anwesenden Regierungspräsidenten als unrichtig bezeichnet wurde, wie sich die Lage verschlechtert, zeigt, daß im Dezember 92 kreisangehörige Städte und Gemeinden sowie Stadt- und Landkreise Staatsbeihilfe be­antragten, gegen 12 im April dieses Iahres, wobei ju be­rücksichtigen ist, daß die Ueberweijungen immer geringer werden. Zwei Fünftel der Stadt- und Landkreise des Re­gierungsbezirks sind heute nicht mehr tn der Lage, auch nur ihren A-Bedarf decken zu können.

Des Weihnachtsfestes wegen erscheint die nächste Nummer am Mittwoch nächster Woche.

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Zusammenlegung von Finanzämtern. Der Reichsfinanzminister hat bestimmt, daß das Finanzamt in Diez mit dem Finanzamt in Limburg, das Finanzamt in Bad Schwalbach mit dem Finanzamt in Wiesbaden, das Finanzamt in Fritzlar mit dem Finanzamt in Homberg, das Finanzamt in Hünfeld mit dem Finanzamt 'in Fuloa, das Finanzamt in Westerburg mit dem Finanzamt in Hachen- burg zum 1. April 1933 vereinigt werden.

Aschaffenburg. (Zusammenbruch einer Kleibersabr.h) Unter dem Verdacht des betrügerischen Bankerott? wurde vor einigen Tagen der Kleiderfabrikant Josef Strauß in Aschaffenburg in Untersuchungshaft genommen. Strauß be­trieb eine Herrenkleiderfabrik, die die Zahlungen einstellen mußte. Es ergaben sich 425 000 passiven und nur 700 Nlark Aktiven. Auch der Buchhalter der Firma wurde ver­haftet. Er ist des Meineids verdächtig.

Stadt Schlächtern.

Ctff.ntlidie Mahnung.

An alle Zahlungspflichtigen, die ihre im Monat Dezember 1932 bezw. für Vormonate zu entrichtenden Staatssteuern (Grundvermögens- und Hauszinssteuern), städ­tische Steuern und jpnstigen Abgaben an die Stadtkasse nicht bezahlt haben, ergeht hierdurch öffentliche Mahnung. Bei Meidung kostenpflichtiger Einziehung sind sofort ZU zahlen:

Staatliche Grundvermögenssteuer mit ZujchlaL,

Staatliche Hauszinssteuer,

Städtische Grundvermögenssteuer-Zuschläge, Gewerbeertragsteuer Vorauszahlungen für 1., 2. u. 3. Vierteljahr 1932, Gewerbekapitalsteuer Vorauszah­lungen für l. 2. und 3. Vierteljahr 1932, Bürger­steuer, Holzgelder, Schulgelder für Lateinschule, Schul­gelder für Staatliche Aufbauschule, Wassergelder, Slaats- loscholzgeld, Mieten, Polizeistrafen, Hundesteuer, Pachtgel­der, Kanal- und Anerkennungsgebühren sowie alle ande­ren angeforderten Abgaben.

Bei nicht rechtzeitiger Zahlung werden die gesetzlichen Verzugszinsen bezw. Verzugszuschläge erhoben.

Mahnungen erfolgen nur öffentlich, nicht durch vehändi-

gung von Mahnzetteln. Zchlüchtern, den 22. Dez. 1932.

Statthafte.

Kirchlicher Anzeiger für Schlächtern.

Erangelisch« Gemeinde.

Sonntag, den "ds Dezember (r. Weihnachtsfeiertag.)

Norm. 10 Uhr: Herr Pfarrer Burhenne.

Anschließend Beichte und hl. Abendmahl.

Nachm. 6 Uhr: ChristveSper (unter Mitwirkung bei Schälerchors der Stadtschule.)

2. Feiertag Vormittags 10 Uhr: Herr Kreispfarrer Rollmann. Wochendienst Herr KreiSpfarrer Rollmann.

Katholische Gemeinde.

Sonntag, den 25. Dezember. (Weihnachten.)

1. Feiertag. 6 Uhr Chrisimette mit Predigt. Daran anschließend die Hirtenmesse. l/,io Uhr Hochamt mit Predigt. 6 Uhr abends Weihnachts- andacht. 2. Feiertag. 8'/, Uhr Frühmesse mit Ansprache. io Uhr Hoch- amt mit Predigt.

GedetszeUen in der Synagoge zu Scklüchiern Dom 23. 12. 1932 bis 30. 12. 1932.

Freitag abend 4.15. Samstag morgen 8.30. Samstag mittag 3.30. Samstag abend 5.20. Sonntag und Montag morgen 7.30. Werk­tag morgen 7.05. Werktag nachmittag 4.00

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8h beitergesangvereinVorwärts" Schlächtern.

Die Sängerinnen und Sänger treffen sich am Montag, den 2. Feiertag mittags um 3 Uhr im Hessischen Hof btr. Singen im Kreiskranken­haus. Erscheinen jedes Mitgliedes ist Pflicht.

Der Vorstand.

Tussballverein Scblücbtern 1910 e. U.

Die Spiele am Sonntag, den 25. De­zember 1932 (1. Weihnachtsfeiertag) am

Sportplatz Auwiese Schlächtern sind wie folgt angesetzt worden : mittags 12'/^ Uhr: 1. Hobenzell gegen 2. Schlächtern, nach­mittags 2'/, Uhr: Liga-Mannschaft Neuhof gegen Liga-Mann- schaft Schlächtern. Für rechtzeitigen Platzaufbau haben die Mannschaften Sorge zu tragen. Am 26. Dezember 1912 2. Weihnachtsfeiertag) im Saale der Turnhalle (Graben- (straße) Weihnachtevergnügen. Beginn 8 Uhr abends. D.V.

verantwortlich für den Inhalt: Fr. Steinfelb.