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nen wollen, der bloße Gabenaustausch ist auch nicht ent­scheidend für Verlauf und Erleben eines Weihnachtsfestes. Was nutzt denn schließlich das Anhäufen irdischer Güter, die man sich auch zu jeder anderen Zeit genau so gut an- schaffen könnte, wenn das Weihnachtsfest hohl und nüchtern, ohne jegliches innere Erleben verläuft? Es gibt gute und arme Christen, die nie an reichbelegten Gabentischen saßen, die aber dennoch nicht verzagten oder etwa ihren Glauben verloren. Da, wo es an nichts fehlt, da, wo man sich alles schaffen kann, was das Auge sich wünscht, was menschlicher Geschäftsgeist und menschliche Eitelkeit sich ausgedacht haben, da bleibt Weihnachten mehr oder minder ein Rausch. Ein Rausch, der so gewaltig ist, daß ein Nachdenken über den eigentlichen Sinn und die Bedeutung des Weihnachtsfestes kaum aufkommen kann.

Besinnlichkeit und Beschaulichkeit geziemen sich an diesem gemütvollsten, echt deutschen Fest. Es wird viel, sehr viel für die Armen getan in diesen Tagen, da Geben tatsächlich seliger denn Nehmen erscheint, wenn auch für den einzelnen das Geschenk nicht groß erscheint. Man könnte unseren Mil­lionen von Erwerbslosen sagen, sie möchten sich in einer Hinsicht mit den Soldaten des Krieges vergleichen, die auch jahrein, jahraus keine übervollen Gabentische, nicht einmal einen deutschen Tannenbaum sahen, die aber doch in der Weihnachtsstunde ihre Herzen und Seelen öffneten um die Weibnachtsepistel in sich aufzunehmen Sie haben gewußt, was Weihnachten heißt, auch wenn sie im Unterstände saßen und sich ein paar Zweiglein in einen Besenstiel bohrten, um wenigstens ein äußeres Zeichen von Weihnachten, eine Illu­sion zu haben, die Illusion, die wieder Wirklichkeit werden kann und joll, die Hoffnung, daß nach Zeiten der Trübsal auch wieder bessere Tage kommen müssen, die mit dem Auf­stieg der Nation das Schicksal des einzelnen zu erträglichem und lebensfrohem Dasein gestalten.

Organische Agrarpolittk

Die Landwirtschaft an der Jahreswende

Berlin, 23. Dezember.

Im Rundfunk hielt der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft einen Vortrag über das ThemaDie Landwirtschaft an der Jahreswende". Er führte u. a. aus: Die Wiederherstellung der Ertragsfähigkeit der Landwirt­schaft konnte im Jahre 1932 nicht erreicht werden. Gerade m den typisch bäuerlichen Gebieten des Westens, Süd­westens und Nordens, deren Schicksal auf das engste mit dem Gedeihen der Vieh- und Milchwirtschaft verbunden ist, hat sich die Lage ausgesprochen verschlechtert. Die Verkaufser­löse der Vieh- und Milchwirtschaft waren im letzten Jahre um mehr als 2 Milliarden RM niedriger als im Wirtschafts­jahre 1928 29. Die Not unserer Bauern trifft auch schwer die Siedlung, auf die unser Volk für die Zukunft große Hoff­nungen setzt.

Einheimischer Gelreidebedarf gedeckt

Die Getreideernte reichte erstmalig seit Jahrzehnten zu einer überreichlichen Deckung des einheimischen Bedarfs aus Dadurch entstand für die Getreidepolitik eine recht schwierige Lage^_ Trotzdem gelang es, neu der großen Ernte bereite etwa die Hälfte wenigstens zu Vorkriegspreisen unterzubrin gen. Die Gewährung einer Aussallbürgschaft für die Dünge- mittelliejerung im herbst ermöglichte die Durchführung einet geordneten Herbstbestellung.

Am Kartoffelmarkt wurden durch Aufkauf von 110 000 Tonnen Kartoffelslocken, durch Erhöhung des 5pi= ritusbeimijchungszwangs und durch Ausbau des Stärke mehlbeimüchungszwangs ausgedehnte Aufnahmemöglichkei­ten für auftretene Ueberschüffe geschaffen Dem Ansturm der Rekordernte an Kartoffeln konnte damit wenigstens einiger­maßen begegnet werden.

Die Kreditgebahrung

Auf dem landwirtschaftlichen Kred ! tge - b i e t wurde ein Fortschritt dadurch erzielt, daß die preu hische Zentralgenossenschaftskasse zurDeutschen Zentral genosjensckaftskasse" umgewandelt und aus das Reich über nommen wurde Hand in Hand damit ging die Sanierung des ländlichen Genossenschaftswesens, die wiederum Vor­aussetzung einer Ausgestaltung des Abjatzwesens und stär­kerer Durchorganisation der landwirtschaftlichen Waren markte ist Von nicht zu unterschotzender Bedeutung habe, sich die Maßnahmen ichließlich auch für eine der drückendsten Kapitel der Landwirtschaft, für die Zinslast ausgewirkt unt werden dies, wie ich annehme. weiter in verstärktem Maße tun

Senkung der Zinsen

Das vorgehen gegen die Zinsspannen im tandwirtschast- lichen Kreditapparat, Hand in Hand mit der Senkung des Reichsbankdiskonts und mit der Senkung der Zinsen für den Hypothekarkredit, brächte insgesamt für die deutsche Land wirtschast eine Senkung der Zinslast aus Wiedervorkriegs- stand. Während im Wirtschaftsjahre 1931-32 die Landwirt schuft noch rund eine Milliarde RM an Zinsen aufbringen mußte, wird die. gesamte Zinslast im Wirtschaftsjahre 1932-33 wahrscheinlich nur noch etwa 640 Millionen RM b tragen.

Auch in der Fleischerzeugung hat man Steige­rungen erzielt, die früher nicht für möglich gemalten wur­den. Man bemüht sich nun auf Grund dieser Tatsachen, bu Agrarzölle für ganz überflüssig zu halten, mit der Begrün­dung, daß sie gegen eine Uebererzeugung im Inlande nickst nützen könnten. Dies ist nur sehr bedingt richtig. Denn auch bei der Uebererzeugung können Schleuderpreise des Weltmarktes weiteren Preisrückgang bei uns erzeugen. Bei einem erheblichen Teil unserer Produktion sind wir aber vor allem in gar keiner Weise an der Grenze der Bedarfs­deckung durch Eigenproduktion angelangt.

Autonome Zollgestaltung

Beispielsweise werden in der Settuerforgung Deutsch lands, deren Wert unter Zugrundelegung des Kleinhandels­preises auf etwa 2)4 Milliarden RM geschätzt wird, erst etwa 40 Prozent im Inlande produziert. Einige wenige Zentner Auslandsangebot, die über unseren Bedarf hinaus gehen, sind imstande, den ganzen Preiskegel für die inlän- bische Produktion umzuwersen. Wir werden wie ich hoffe durch die in letzter Zeit erfolgten Kündigungen mehrerer Handelsverträge mit anderen Ländern die Lölvno unerträglicher Zollbindungen der wichtigsten landwirtschaft

lichen Erzeugnisse erreichen und durch autonome Zollgestal hing und andere geeignete handelspolitische Maßnahmen den Preisdruck der vom Weltmarkt nach Deutschland zu niedrigsten Preisen hercinströmenden landwirtschaftlich?'' Produkte auffangen.

Wir wollen weiter dafür eintreten, daß der Deutsche nach Möglichkeit inländische Produkte verbraucht und sie den aus­ländischen vorzieht. Zweifellos kann auf dem Gebiet? her binnenwirtschaftlichen Organisation noch manches erreicht werden.

Gieuerungsmittel für die Produktion

Es gibt meist, wie beispielsweise beim Getreidebau, keine andere Möglichkeit der Beeinflussung des Produk- tionsumsanges als über den preis. Der preis ist das natür­liche Steuerungsmittel für eine Produktion. Er wird im nächsten Jahre, wenn die Landwirtschaft sich nicht von sich aus bei der Frühjahrsbestellung große Zurückhaltung im Ge­treidebau auferlegt, aus weitere Sicht gesehen, die Produk- tionseinschränkung beim Getreide erzwingen. Keine staat­liche Maßnahme ist besser als der preis in der Lage, wie­der gesunde Preisverhältnisse am Getreidemarkt zu schaffen.

Leider sind die Möglichkeiten der Unkostensen- k u n g für den Bedarf des einzelnen außerordentlich be­grenzt; denn Steuern. Soziallasten, die Preise für indu­strielle Bedarfsartikel, Zinsen Löhne, das alles sind Fakto­ren. die von dem einzelnen Landwirt nicht beeinflußt werden können. Und doch muß ein Ausgleich zwischen den Produk­tionskosten der Landwirtschaft und den Preisen für die landwirtschaftlichen (Erzeugnisse geschaffen werden. Die Ver­pflichtung, an diesem Punkte mit aller Kraft zu arbeiten, besteht nicht nur für den Staat, sondern auch für die Wirt- ichaft selbst.

Hebung der Kaufkraft

Richtig ist, daß die Kaufkraft des Staoierv beim Absatz der landwirtschaftlichen Produkte heute eine sehr wichtige Rolle spielt. Es ist nicht leicht, zwischen den schlechten Kaufkraftverhältnissen und der Notwendigkeit, der Landwirtschaft zu helfen, den Ausgleich zu finden Irgend­wie muß diese Aufgabe aber gelöst werden. Die Aktion der Reichsregierung zur Winterhilfe mit einem Gesamtaufwand von 37 bis 38 Millionen Reichsmark stellt hier einen Schritt dar. Sie eröffnet für Fleisch, Brot, Milch usw. durch die Berbilligung mit Reichsmitteln Absatzmöglichkeiten, die ohne die Berbilligung durch Reichszuschüsse einfach nicht oorhan- hen wären.

Zuerst wirtschaftliche Vernunft

Als Endergebnis meiner Betrachtungen möchte ich fest­stellen, daß es kein irgendwie geartetes alleingültiges Re­zept für die gegenwärtig zu treibende Agrarpolitik gibt, keine Schlagwortpolitik kann uns helfen. Eine organische Agrarpolitik ist der Weg, der gegangen werden muß. Es gilt nicht, wirtschaftliche Theorien durchzusetzen und zu ver­wirklichen. sondern es gilt,das wirtschaftlich vernünftige zu tun. Es sollten alle, die deutsches Korn bauen und deut­sches Brot brechen, einander nicht als Gegner, sondern als Weggenossen betrachten, die zusammengehalten werden durch gemeinsames Blut und durch deutschen Boden.

Hoovers Aktion gescheitert Verhandlungen in der Schuldenfrage kommen vorläufig nicht in Frage.

Washington, 23. Dezember.

Außenminister Stimson und Finanzminister Mills hatten wiederum eine Konferenz mit Präsident h o o v e r, in der die Frage der Ernennung einer Kommission zum Studium des Schuldenproblem erörtert worden ist. Hoovers ursprünglicher Plan, an dieser Konferenz demokratische Ab­geordnete zu beteiligen, mußte ausgehoben werden, da sich die Parteigänger Roosevelts nach der Weigerung des zu­künftigen Präsidenten, jetzt in der Schuldenpolitik irgend wie festzulegne, gleichfalls ihre Teilnahme ablehnen. Die Konferenz bei hoover kam daher zur Ueberzeugung, daß die gegenwärtige amerikanische Regierung in der Schuldenfrage nichts mehr unternehmen könne, da die Unterstützung des Kongresses fehle und auch Europa mit derartig wirkungs­losen Verhandlungen nicht gedient sein würde.

Der Briefwechsel zwischen Rooseoelt und Hoover wurde vom Weißen Hause veröffentlicht. Aus dem Schreiben Roo­sevelts geht hervor, daß der zukünftige Präsident eine gemeinsame Verantwortlichkeit irgendwelcher Art ablehnt. Diese Ablehnung bezieht sich sowohl auf die Ernennung einer Revisionskommission für die Kriegsschulden, wie aus alle anderen internationalen Fragen. Rooseoelt erklärte, er wünsche sich die Hände frei zu halten, bis er am 4. März sein neues Amt antrete.

Explosion durch Selbstmordversuch

Schweres Gasunglück.

Frankfurt a.M., 23 Dezember.

In einem Hause des Stadtteils Sachsenhausen ereignete sich infolge eines Selbstmordversuchs eine schwere Gasex­plosion. Da man im hause Gasgeruch bemerkt hatte, leuch­tete ein Mieter in seiner Wohnung die Gasleitung ab. Plötzlich ertönte ein furchtbarer Knall in der unterliegenden Wohnung, deren Fensterscheiben herausflogen. Die alar­mierte Feuerwehr drang in die Wohnung ein. die einen wüsten Trümmerhaufen bildete und in der die Wand zwi­schen Schlafzimmer und Küche vollständig herausgerissen war. Im Badezimmer lag angekleidet in der Badewanne die 38jährige Frau Teehmann ohne Bewußtsein. Sie wurde ins Krankenhaus geschafft. An ihrem Aufkommen wird gezweifelt. Sie halte in der Absicht, sich das Leben zu nehmen, dsn Gashahn des Badezimmers geöffnet.

Dr. Goerdelers Verabschiedung.

Reichspräsident von Hindenburg empfing den aus feinem Amte scheidenden Reichskommissar für Preisüberwachung, Oberbürger­meister Dr. Goerdeler Der Reichspräsident sprach Dr. Goerdete-r seinen Dank für die im Amte des Reichskommissars für Preis­überwachung dem Reiche geleisteten Dienste aus.

Besprechung HitlerGregor Straffer?

Zwischen Adolf Hitler und dem früheren Reichsorganisations- leiter Gregor Straffer soll, wie verschiedentlich in der Presse ge­meldet wird, eine Aussprache erfolgen, die entweder in München selbst oder in einem bayerischen Gebirgsort stottsinden würde. Eine Bestätigung dieser Pressemeldungen ist jedoch von zuständiger Nationalsozialistischer Seite nicht zu erlangen.

Dank der Geschäftsstelle für den Kandanfenthast drr Kapren-rr Kinder!

Weihnachten, das Fest der Liebe, ist nähr! Da drängt es mich, allen Pflegeeltern des dortigen Bezirks, die in diesem Jahre ein hilfsbedürftiges hagener Rind ausgenommen lit­ten, insbesondere auch dem Herrn Landrat, Rreiswohlfahrts- amt, Pfarrern und Lehrern, die uns bei der Unterbringung der armen Rinder in so warmherziger, liebevoller Weise unterstützt haben, nochmals von Herzen zu danken Und ihnen allen ein recht gesegnetes, frohes Weihnachtsfest zu wünschen.

Leider ist die Not bei uns infolge der trüben wirtschaft­lichen Lage immer noch sehr groß! Ueber 60 000 Menschen unserer Stadt müssen aus öffentlichen Mitteln unterhalten werden, Viele Eltern können den armen Rindern die zum Aufbau des Körpers notwendigen Lebensmittel nicht mehr reichen und sie nur noch notdürftig kleiden.

Angesichts dieser traurigen Lage, in der wir uns befin­den, wage ich es, heute am Feste der Liebe und der Freude, des Gebens und des Schenkens, nochmals recht herzlich zu bitten, auch im nächsten Jahre unserer armen Rinder freund­lichst zu gedenken und ihnen Wiederaufnahme für die Som­mermonate zu ermöglichen.

(Drf, (Oberlehrer und Vertrauensmann für den Landaufenthalt der Kinder.

Die Landesverwaltnng (Landeshauptmann in Hessen) Kassel teilt mit:

Der Landesausschutz trat am 20. Dezember zu ei­ner wenige Stunden dauernden Sitzung zusammen, in der eine Reihe laufender Angelegenheiten erledigt wurde. Die nächste Sitzung soll Anfang Februar statt- finden.

Im Anschluß an die Sitzung besichtigte der Landes­ausschutz die Kunstgewerbeschule.

Aus Anregung der Deutschen Vereinigung für Krüppelsürsorge E. V. in Berlin wird nachstehender Hinweis betr. die spinale Kinderlähmung bekannt­gegeben:

Die spinale Ktnderlähmung ist in diesem Jahre in einem bisher in Deutschland noch nicht beobachteten Umfang ausgetreten. Ueber den wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung einer Ausbreitung dieser furchtbaren Infektionskrankheit sowie zur Früherfassung und Frühbehandlung darf die orthopädische Behandlung nach Auftreten von Lähmungen nicht vergessen werden. 3064 Kinderlähmungen waren bis zum 22. Okto­ber im Reich gemeldet worden.

Rechtzeitig eingreifende orthopädische Behandlung beeinflußt ausschlaggebend das spätere Schicksal der Gelähmten, indem diese den körperlichen Schaden be­seitigt, mildert oder ausgleicht und vor allem sekun­däre Verkrüppelungen, oft schwerster Art, verhütet.

Neben der orthopädischen Hilfe ist dafür zu sor­gen, datz auch das gelähmte Kind einer vollwertigen Erziehung in seelischer und gesellschaftlicher Tüchtigkeit teilhaftig wird. ~ r

In allen Fällen von Lähmung ist der Facharzt für Orthopädie zuzuziehen.

Alle Aerzte, Krankenpflegepersonen und sonstige Fürsorgeorgane, welche gelegentlich ihrer Berufsaus­übung bei jugendlichen Personen Kinderlähmung oder die Anzeichen drohender sonstiger Verkrüppelung be- ol- achten, sowie alle Lehrer und Lehrerinnen werden auf di: Vorschrift des Gesetzes vom 6. 5. 1920 Angewiesen, w! ich Anzeigepflicht besteht und die umgebende An­zeige bei dem für den Wohnort zuständigen Jugend­amt ü -w. Stadtgesundheitsamt zu erfolgen hat."

Amnestie-Entlassungen in Berlin.

Die Zahl der auf Grund der Amnestie Entlassenen betrug bei den Berliner Strafanstalten bisher insgesamt 150, und zwar wur­den aus dem Untersuchungsgefängnis 42, aus Plötzenfee 40, aus Tegel 44, aus dem Zellengefängnis 20 und aus dem Frauengcfäng- nis 4 Verurteilte entlassen. Für den Schriftsteller Ossietzky, der wegen Landesverrats eine Gefängnisstrafe von eineinhalb Jahre,i zu verbüßen hat, ist ein Entlassungsantrag noch nicht eingegangen.

Rundfunkrede des Papstes am Weihnachtsabend.

Vatikan-Stadt, 23. Dezember. Am Weihnachtsabend wird die vatikanische Radiostation die Rede des Papstes an die Kardinäle und an die römischen Prälaten übertragen. Die Uebertraoung beginnt um 24 Uhr MEZ. und erfolgt auf Welle 1984.

Im Scherz den Iagdgefährten erschossen. In Wedel ' (Holstein) erschoß ein Hamburger Kaufmann nach Beenör- ! gung einer Treibjagd einen Jagdgefährten. Die Leiche wurde beschlagnahmt. Der Unfall ist, wie es scheint, an I einen Scherz zurückzuführen. Der unglückliche Schütze fou ! sein Gewehr auf die herankommende Jagdgesellschaft ge­richtet haben, woben sich plötzlich der Schuß gelöst habe.

In dem Weißenfelfer Schloß, der sogenannten Augusius- bürg, brach in den Morgenstunden ein Brand aus, der sich bald zu einem Großfeuer entwickelte. Obwohl außer der Ortsfeuerwehr noch aus Leuna und Halle Löschzüge an der Brandstelle weilten, konnte nicht verhindert werden, daß der Schloßturm völlig niederbrannte. Erst nach fünfstündiger Löscharbeit war der Brand auf feinen Herd beschränkt. Als Brandursache wird Kurzschluß angenommen.

In einer Villa im Grunewald wurde ein dreister Ein- steigediebstahl verübt, der in seiner Ausführung auf die Tätigkeit einer internationalen Bande hindeutet. Der Be­sitzer gab in den unteren Räumen feiner Villa einen Gesell- schafksabend, und diese Gelegenheit nutzten zwei Männer aus, um mit Hilfe einer großen Leiter, die sie sich vom geholt hatten, durch das im ersten Stockwerk gelegene ge­öffnete Schlafzimmerfenster einzusteigen. Die Diebe raubten eine Kassette mit Brillanten und Perlen im Werte von etwa 50 000 RM und entkamen auf dem gleichen Wege.

Beim Spiel auf dem zugefrorenen See bei Kirschlainen im Landkreise Allenstein brachen die zehn- bezw. elfjährige» Schüler Eduard und Hugo Korczack und Hubert Maltern ein und ertranken. Die Leichen konnten geborgen werden. Die Mutter Eduard und Hugo Korrzacks, eine Witwe, auf diese traurige Weise ihre beiden Kinder verloren.

Berlin. In der prenzlauer Allee hatte der Jntz'b" der Elisabeth-Apotheke in einem Schaufenster seines,stesch of­fenen Geschäftes ein Plakat mit der Inschrift Wirtschaft!^ erdrosselt!" aufgehängt. Zahlreiche Neugierige sammelte» sich vor der Apotheke; schließlich schritt die Polizei ein »» veranlaßte den Inhaber, das Schild abzunehmen. Bei ser Apotheke handelt es sich um eine personalkonzesßo»-