Weihnachtspyramiden auf den Sanigen
Die grüne Tanne, das Symbol neuen Lebens, die fest« lief; geschmückt am Heiligen Abend im Glanz der brennenden Kerzen erstrahlt, ohne die wir uns das Weihnachtsfest gar nicht denken können, ist für die Bewohner der nordfriesischen Inseln und der baumlosen Halligen, die dem westlichen Schleswig-Holstein vorgelagert sind, noch bis auf den heu- ägen Tag eine Kostbarkeit, deren Besitz sich nur ganz wenige erfreuen können.
Rührend ist es nun zu sehen, wie die Halligleute mit den einfachsten Mitteln einen Weihnachtsaufbau, der unserem Festbaume ähnelt, in ihren Weihnachtspyramiden zu verfertigen suchen. Die geringen Hilfsmittel, die die kahle, jeder Vegetation bare Insel bietet, werden zur Hilfe her- angezogen. Das angeschwemmte Strandgut, die Planke von einem gestrandeten Fischerewer, gibt das Material für die hölzerne Grundform. Efeublütter vom sorgsam behüteten und oielbeneideten einzigen Pflonzenschmuck des Hauses täuschen Laub vor. Rosinen und dicke schrumpelige Katha- rinenpflaumen aus der Vorratskammer bilden, auf Fäden i gereiht, die einzigen Zierketten. Der mittlere Rundstab der Pyramide — manchmal wohl aus einer Mastspitze gewonnen — mißt zuweilen fünfzig bis achtzig Zentimeter Höhe. Auf beiden Seiten sind ihm, sich unregelmäßig gegenüber« stehend, zwanzig bis dreißig Zemimeter lange, sich nach der Spitze der Pyramide abstufende Querhölzer als Aeste auf« genagelt. Die obersten Queräste stehen sich vielfach derart gegenüber, oder bestehen aus einem Stücke, so daß sie die Figur des Kreuzes als Krönung der Weihnachtspyramide darstellen. Früher waren an jenen primitiven Pyramiden nicht einmal Lichter angebracht, sondern erst die Kunde vom brennenden Kerzenbaum, die fahrende Halligleute heim- brachten, führte dazu, daß man hier und da Lichter vom Wachsstock an den Aesten befestigte.
Fremd und kostbar war auch der Apfelschmuck, der an roten Wollfäden an den Querhölzern baumelte. Dagegen kommt die einheimische Fertigkeit zum Ausdruck in dem Packwerk, das den weiteren Ausputz der Pyramide bildet. ; Backkunst ist ein Stück Volkskunst, und es läßt sich mancherlei lesen aus den unbeholfenen Formen in denen sich die Bolksanschauung ausfpricht. Da ist zum Beispiel das Pferd aus Brotteig, es erzählt von den Pferdeopfern, die man zur Julzeit dem Gott Wotan darbrachte. Der Reiter ist Wotan selbst; der Ziegenbock ist Donars Lieblingstier, und das in der Form arg ungeschickte Lämmchen spricht vom Christentum, das über die Heidengötter siegte. Besonders eigenartig wirken die sogenannten „Ankerstöcke", ein nur auf den westfriesischen Inseln bekanntes Gebäck aus Weizenmehl, dem die Hand der Backenden — aus der Umgebung schöpfend — die Form des Querholzes eines Ankers gibt. Zum Schmucke der Pyramide — besonders am Fuße —- werden mit Vorliebe auch die „Wihnachpoppen" oder „Kindjeespoppen" (aus Kind Jesus entstanden) verwandt, die die Bäuerin aus Braunen- oder Weißekuchenteig oder auch nur aus Brotteig bäckt, mit Roterübensaft bemalt und mit Goldschaum verziert. Es sind uralte Darstellungen aus der biblischen Geschichte, die uns da entgegentreten: Vielleicht Adam und Eva unter dem Schlangenbaum, Maria und Josef auf der Flucht nach Aegypten usw.
. Eine Bescherung in unserem Sinne unter der Weihnachtspyramide fand früher niemals statt, auch heutigen Tages ist sie nur Hauszierrat, und in den seltensten Fällen gruppieren sich die Gaben um diese Pyramide. Den Kindern, das ist furchtbar drollig, steckt man die Gaben in den Strumpf, zumeist wohl Gebäck, ein Stück Geld oder ein paar Backpflaumen. Das Gesinde erhält, das ist gleichfalls alter Volksbrauch, den ausbedungenen Taler, einen Kuchen und reichliches Essen. Dies war sein gutes Recht, und der Abend des 24. Dezember heißt daher im Volksmunde „Vull- bucksabend". Wer vor zwanzig Jahren etwa zu den Halligen hinüberfuhr, dessen Auge wird dort niemals einen Christbaum entdeckt haben, heute dagegen kommt es hin und wieder schon vor, daß das Eisboot die grüne Tanne vom Festlande zur Halligwerft bringt. Aber selten, sehr selten nur erstrahlt ein Lichterbaum auf diesen stillen weltabgeschiedenen Eilanden.
Geboie für Sen VogelHalier!
Viele Leute geben vor, eine innige Liebe zu irgendeinem Vögelchen zu haben, das sie zu Hause im Käfig ballen. Die erdenklichsten Kosenamen müssen dazu herhalten, diese kleinen Tierchen zu titulieren, aber dennoch erlebt man es nur zu oft, daß auch die Vögel im Bauer keineswegs fachgemäße und richtige Betreuung genießen. Man wirbt meistenteils nur immer für die hungernden und gierenden Vögel im Winter, die da draußen in der Natur leben, aber man geht zu wenig auf die Erfordernisse des Käfigvogels im Hause ein. Das soll im folgenden hier ein- mal rasch nachgeholt werden: Vogelkäfige sollen im Winter wie auch im Sommer mindestens alle acht Tage einmal gründlich gereinigt werden. Die Reinigung sollte durch Äusbrühen geschehen, damit sich nicht Milben und andere Schmarotzer einfinden können, die unserem Mätzchen nach her das Leben zur Plage machen. Käfige für Weichfresser, besonders Seidenschwänze und Drosseln, müssen jeden zwei-
Tag gereinigt werden. Für Zeisige gilt die Feststellung, sie des Abends beim Lampenlichtschein verdeckte Käfige haben müssen, weil die Tiere merkwürdigerweise kein Lampenlicht vertragen können. Die Behandlung von den Icht viel begehrten Wellensittichen bedarf auch größter Auf- werkfamkeit. Man reinigt den Käfig mindestens jede zwei Wochen gründlich, versäume aber nicht, sich selbst hinter oieser Reinigungsprozedur gründlich zu waschen. Die Ec- [Wungsfrage unserer Hausvögel sollte uns von dem we- ikntlichsten Grundsatz leiten lassen, daß wir mindestens zwei-
am Tage das Trinkwasser erneuern und täglich eine M'djüttung des Futters vornehmen, da der Vogel sonst frißt. Wenn wir diese elementaren Regeln beherrschen, °ann wird es um die Gesundheit und Lebensfreude unserer leinen Haussänger bald besser bestellt fein!
^onsfndjungen bei der pfälzischen SPD. In den Ge- Ichaftsräumen der „Pfälzischen Post", im Parteisekretariat " SPD. und im Gewerkschaftshaus in Ludwigshafen Muren von der Polizei Haussuchungen vorgenommen, bes» °Men in Kaiserslautern in der Geschäftsstelle der „Pfäl- WEN Freien Presse", im Gewerkschaftshaus und bei j : yOefjörigen des Reichsbanners. Diese Haussuchungen er- im Zusammenhang mit der Untersuchung einer ^Asenschiebung. Ueber das Ergebnis der Erhebungen ist nichts bekannt geworden.
Unzulässige Penfionskürzung
Eine Privatfirma hatte einem ihrer Angestellten aus Lebenszeit eine Pension von 300 Mark monatlich zugebilligt. Wegen der Verschlechterung der Wirtschaftslage wollte sie die Pension auf 160 Mark kürzen. Das Reichsarbeitsgericht, das sich mit diesem Fall zu beschäftigen hatte, hat dem Kläger die volle Pension zuerkannt. In der Begründung wird ausgeführt, daß die Reichsregierung zwar durch Notverordnung in das Gebiet der Dienstvergütungen und Ver- sorgungsbezüge privatrechtlicher Art eingegriffen und tre Möglichkeit vorgesehen habe, übermäßig hohe Vergütungen und Pensionen herabzusetzen. Diese Möglichkeit sei aber auf Beträge über 15 000 Mark beschrankt Eine allgemeine Ausdehnung habe also die Reichsrcgierung erwogen, aber abgelehnt. Diese vom Gesetzgeber abgelehnte Gestaltung durch eine Auslegung in die Wirklichkeit zu Widerführen, sei nicht Sache der Rechtsprechung. Der Hinweis der beklagten Firma, daß beim Sinken des Gehalts auch die Pension entsprechend gesenkt werden müsse, möge im allgemeinen bei der Gehalts- und Pensionsregelung der Beamten zutreffen. Hier handele es sich aber um einen langjährigen Vertrag eines Angestellten, dessen Lohn nach rein individuellen Gesichtspunkten bemessen sei. Ebenso sei sein Ruhegehalt nach individuellen Umständen ohne sichtbare Beziehung zum Lohn festgebegt worden Hier lasse sich nicht abmessen, wie sich eine entwaige Senkung des Gehalts des Nachfolgers auf den Pensionsfatz des Klägers auswirken werde.
— Vorsicht mit Weihnachtsbäumen. Die Weihnachtszeit rückt heran. Die Hessische Brandverstcherungsan- stalt empfiehlt, bei der Aufstellung von Weihnachts- bäumen Vorsicht malten zu lassen, da sonst leicht Brände entstehen können, und gibt für die Behandlung der Weihnachtsbäume einige wichtige Richtlinien: 1. Der Weihnachtsbaum soll einen schweren, Zeiten Fuß haben, in dem der Stamm des Baumes ordnungsgemäß und sicher befestigt sein muß. damit ein Umfallen verhütet wird. 3. Man stelle den Weihnachtsbaum frei im Zimmer auf, von Gardinen und Türvorhäugen soweit entfernt daß Zugluft sie den Kerzen nicht uahe- bringen kann. 4. Die Kerzen müssen haltbar befestigt sein. 5. Man vermeide möglichst jeden Papier, und ZelluloidsÄmuck. Auf keinen Fall darf solcher Schmuck in der Nähe einer Kerze oder gar darüber angebracht werden. 7. Auf die Verwendung der wgenannten Wunderkerzen, die durchaus nicht so ungefährlich sind, wie gesagt wird, verzichte man lieber ganz. 7. Die Kerzen des Baumes zünde man in der Reihenfolge von oben nach unten an. da man umgekehrt keine Kleider und sich selbst in Feuersgefahr bringt. 8. Die Kerzen eines trockenen und daher besonders feuergefährlichen Dannenbonm'- -N"^" w nMo
— Unberechtigtes Fischen. Nach einem Kammergerichtsurteil (1 S. 184 32) fischt nur der unbefugt, dem nach dem Fischereigesetz vom 11. Mai 1916 kein Recht zur Ausübung des von ihm betriebenen Fischfanges zusteht. Dagegen madjt der Umstand, daß der Fischende zur Ausübung des Fischfanges unbefugt ein Ufergrundstück betritt, sein Fischen nicht ju einem unberechtigten.
Neues aus aller Welt
Plünderung von Lebensmittelläden. In Koblenz kam es im Innern der Stadt zu planmäßigen Ueberfällen auf Lebensmittelgeschäfte. Einzelne Trupps stürmten die Geschäfte und raubten Lebensmittel aller Art. Die Polizei setzte darauf ein großes Aufgebot ein und stellte die Ruhe in kurzer Zeit wieder her. Es wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen.
Verhaftung eines Bankdirektors. In Bonn wurde der Direktor der Bankfirma Stahlschmidt A.-G., Bonn, Kindgen, im Zusammenhang mit der Effektenschiebung eines Eodes- berger Majors verhaftet. Direktor Kindgen war bereits vor drei Wochen vom Untersuchungsrichter in dieser Sache vernommen worden.
Planmäßige Vorbereitung von Terrorakten. Die Nürnberger Polizei verhaftete 29 Mitglieder einer kommunistischen Terrorbande, denen eine große Anzahl Einbrüche in Lebensmittelgeschäfte und Kioske zur Last gelegt wird. Auch soll die Bande sich durch Diebstahl Material zur Herstellung illegaler Propagandaschriften beschafft und eine Reihe blutiger Zusammenstöße inszeniert haben. Bei der Polizeiaktion gegen die Bande wurde ein Wassenlager beschlagnahmt, das offensichtlich zusammengestoh'en war, ferner wurde Material gesunden, das der Vorbereitung neuer Terrorakte dienen sollte. Der Führer der Terrorbande ist nach Rußland geflüchtet. Zehn Personen befinden sich in Untersuchungshaft.
Den Vater im Streif erschossen. Das Passauer Schwurgericht verurteilte den Landwirtssohn Franz Sanladerer zu elf Jahren Zuchthaus, seine Schwester Marie zu zwei Jahren sechs Monaten Gefängnis und deren früheren Geliebten Jodlbauer zu einem Jahr Gefängnis. Die Mutter der verurteilten Geschwister wurde wegen Mangels an Beweisen freigesprochen. Die Angeklagten hatten im August d. I. wieder eine Auseinandersetzung mit dem alten Sanladerer, nachdem es schon vorher öfters zu Streitigkeiten wegen der Zahlungsverpflichtungen gekommen war. die Sanladerer mr feine Verwandten übernommen hatte. Dabei wurde der Landwirt von seinen Angehörigen blutig geschlagen. Als er sich zur Wehr setzte, streckte ihn der Sohn durch zwei Schüsse nieder.
Eschwege. (Aufteilung einer Domäne). Unter der Leitung des Kulturamts Lschwege wird jetzt die Austeilung der Domäne Ultefeld vorgenommen. Die bisherigen Pachtstellen sollen an die Pächter verkauft werden. Der Restbesitz wird dann in der Weise aufgeteilt, daß die Gutsarbeiter, denen die UrbeiterwohnunLen a s Eigentum übergeben werden, so viel Land erhalten, um sich selbst ernähren zu können. Das Land wird ihnen zu billigen preisen überlassen. Neben den Urbeiterstellen werden aber auch größere Bauernwirtschaften entstehen, die in der Hauptsache Viehzucht betreiben sollen.
Kirchhain. Der Kreisausschuß Marburg hat in seiner letzten Sitzung einen Antrag des Magistrats der Stadt Kirch- Hain stattgegeben, der mit Rü&jid)t auf die historische Bedeutung des Kreises Kird^ain, der 111 Jahre bestand, aus» führt, daß die Bezeichnung des Kreises mit Marburg-Kirche Hain beibehalten rverden soll. Die letzte Entscheidung liegt nun beim Staatsministerium.
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| flus Stadt, Kreis und Provinz i
Mitteilungen lokalen Interesse; aus dem Kreisgibitt sind für diese Rubrik willkommen.
Wintersonnenwende
Ein recht milder Herrscher scheint der diesjährige Winter zu sein, der nun dem Kalender nach sein Regiment an« getreten hat bei strahlendem Sonnenschein und linder Luft ohne seine sonst unzertrennlichen Begleiter Eis und Schnee. Die Sonne hat jetzt den tiefsten Stand in ihrer Himmelsbahn erreicht. Der nördliche Polarkreis fällt völlig in die Schattenseite, und auf der nördlichen Halbkugel liegt von den Parallelkreisen das kleinere Stück innerhalb der Sichtgrenze. Hier ist darum der kürzeste Tag und die längste Nacht, und am Nordpol beginnt die zweite Hälfte der sechs- monatigen Winternacht. Die Zeit der Wintersonnenwende gab schon unseren Uraltvordern Gelegenheit zum Festefeiern, die nicht immer mit der Sonnenwende zusammenfielen. Das deutsche Landvolk glaubte zum Teil, daß die Sonnenwende auf St. Luzia fiele (25. Dezember nach dem Julianischen, der 13. Dezember nach dem heutigen Kalender). Im Geltungsbereich des griechisch-orthodoxen Kalenders tritt die Wintersonnenwende tatsächlich am 9. Dezember ein, während das Landvolk auch heute noch dort teilweise der Meinung ist, daß dies am 12. Dezember, an St. Spiridion, der Fall sei. Diesem Volksglauben entsprang eine Reihe von Volks- sprüchen, die sich in die Jetztzeit hinübergerettet haben. Auffallend allerdings ist die Tatsache, daß die römische Kirche aus den Wintersonnenwendtag als den kürzesten Tag des Jahres das Fest des „spätgläubigen Apostels Thomas" gelegt hat, das auch am 21. Dezember in der brandenburgiich- preußischen Landeskirche als hoher Feiertag gehalten wurde. Zutreffend ist darum der Volksoers: „Albanus (21. 6.) hat den längsten Tag, Sankt Thomas die längste Nacht vermag; Benediktus (21. 3.) und Thekla (23. 9.) macht den Tag so lang als gleich die Nacht." Auch der norditalienische Spruch trifft den Nagel auf den Kopf: „St. Thomas kehrt den Tag um." Auf den 21. Dezember ist der in Deutschland und in Holland bekannte Spruch gemünzt: „Gefriert es am kürzesten Tag, fällt das Korn im Preise. Ist das Wetter ge- lind. steigt der Preis geschwind."
WeiNnachtsnähe.
Die letzten Tage vor dem weihnachtsfeste zeigt sich die weihnachtliche Stimmung überall, in den Straßen, im Heim und in den Kinderstuben. Alles, was mit dem Feste zusam- menhängt, erhält erhöhte Bedeutung. Unablässig werden die letzten Vorbereitungen für das Fest getroffen, die Weih- nachtsbäckereien hergestellt, geheimnisvoll die Gaben in Päckchen geordnet und mit bunten oder glitzernden Bändern umbunden, und vielfach müssen auch die Abendstunden hergenommen werden, um letzte Arbeiten, die für Geschenke an die Ungehörigen bestimmt sind, fertigzustellen. Die grünen Tannenbäume, die so wunderbar duften und ohne die ein deutsches Weihnachtsfest nicht denkbar wäre, wandern in die Wohnungen und fleißige Hände schmücken und putzen sie. Die Kinder können, je nähzr der Heilige Übend her- anrückt, kaum noch das Beschenktwerden erwarten. Ihre Ungeduld läßt sich nur schwer meistern. In den Straßen herrscht immer noch lebhafte Geschäftstätigkeit, da noch viele Menschen, die den Goldenen Sonntag nicht ausnutzten, ihre Weihnachtseinkäufe zu tätigen haben. Meist setzt auch der Reiseverkehr in den letzten Tagen der Weihnachtswoche schon ein. Die einen wollen das Fest bei ihren Lieben in der Ferne verbringen, wieder andere freuen sich darauf, Weihnachten in den Bergen verbringen zu dürfen. Für alle aber strömt eine beglückende Freude aus, wenn am Heiligen Übend die Kerzen am Weihnachtsbaum erstrahlen.
Wetterbericht. Ueber dem Kontinent herrscht lang« samer aber stetiger Druck fall; demgegenüber steigt der Druck über England, Island, Norwegen weiter an. Bei uns bleibt der Einfluß des osteuropäischen Hochdruckgebietes erhalten. Witterungsaussichten für Donnerstag: Fortdauer des in den Niederungen vielfach nebligen, sonst messt aufgeheiterten, trockenes Wetter. Aussichten für Freitag: Im Ganzen etwas milderes, zeitweise wolkiges Wetter, doch voraussichtlich noch trocken.
Bibel stunde. Die Bibelstunde am Donnerstag Abend in der Kleinkinderschule fällt in dieser Woche aus.
Das Finanzamt bleibt in Schlüchtern. Wie jeht amtlich bekannt gegeben worden ist, ist die Auflösung des Finanzamts Schlächtern nicht in Aussicht genommen.
Unsere Heimat. Heute erscheint und wird versandt Nr. 48 der Heimatzeitschrift „Unsere Heimat" (24. Iahrg.) Inhalt: Weihnachts-ABE — So kam Weihnacht heran — Ein geistliches Lied Zwei Bergwinkler schreiben aus Amerika — Garnier Gaul Das alte Gymnasium in Schlüchtern — Aus der guten alten Seit - Drei Schlüch- terner Jungen —'Wie L. E. Grimm um einen „petter" kam. — Die Zeitschrift geht allen Mitgliedern des Hei- matbundes zu; der Iahresmindestbeitrag für die Mitglieder beträgt 2 RM. Neuanmeldungen nehmen entgegen: Konrektor Schäfer-Schlächtern, Lehrer Romeiser-Steinau, Lehrer Bromm-Salmänster und Frl. Salditt-Bad Soden.
Winterhilfe. Die Hessen-Nassauische Lebensverjiche- rungsanstalt und Nassauische Landesversick;erungsbank in Wiesbaden werden lt. Beschluß ihrer Verwaltungsräte in ihrem Geschäftsgebiet der Winterhilfe zusammen 4 200MK. zur Verfügung stellen.
Wohlfahrtsbriefmarken. Ein für jeden passendes Weihnachtsgeschenk sind Wohlfahrtsbriefmarken. Es ist ein schöner Gedanke, Weihnachtsfreude zu bereiten und gleichzeitig sein Scherflein zur Linderung der großen Not beizutragen. Briefmarken brauchen wir alle ständig. Ueber einige Markenheftchen der Wohlfahrtsbriefmarken (5 a 4 pfg., 5 a 6 pfg. und 8 a 12 Pfg. preis Mk. 2.—) wird tjd) jeder freuen. Sammlern werden auch Sätze der ausge« gebenen 5 Werte oder auch die Heftchenbogen mit Marken in Kehrdruck erwünscht sein. Die Wobjfahrtsbriefmarken sind in diesem Winter besonders hübsch ausgefallen, sie stel-