ÄUS Stadt, Kreis und Provinz |
' M'teilungen lokalen 3ntere||es aus dem Kreiigebtet sind für diese Rubrik willkommen.
Vetterbericht. An der Vorderseite eines isländischen -sjesdruckwirbels strömt über Frankreichs warme Luft norö= jrts. Dabei führt sie durch Luftdruckfall einen Abbau v5 osteuropäischen Hochdruckgebietes herbei. Die Witte- tung dürfte daher auch bei uns eine langsame Umgestaltung Mren, doch, wird sich der Hochdruckeinfluß zunächst im- mer noch bemerkbar machen. Mitterungsaussichten für Don- nerstag: Bei meist südlichen Winden Frostgefahr weiter ab- «chmend, meist wolkig und Neigung zu leichtem Nieder- sW.
Unsere Vögelchen bitten um Fütterung. Der Winter hat seine Einkehr gehalten und auf die Zeiten der £U[t und Freude für unsere treuen Winterstandvögel folgen läge der Not und Entbehrung. Der Hunger hat die Vögel- to aus den Wäldern in die Nähe der Städte und Dörfer getrieben, und sie bitten edeldenkende Menschen um Futter, tlan reich« ihnen in erster Linie ölhaltige Sämereien, wie L^f, Mohn, Sonnenblumenkerne und Leinsamen, Räb- bmen wird verschmäht. Sehr willkommen ist allen Vögeln »wiebenes Weißbrot,' doch, sollte dasselbe nicht feucht wer» ^n. Schwarzbrot sollte nicht gefüttert werden; naß ge- „oröen geht das letztere in Gährung über und wirkt gesundheitsschädigend. Willkommen sind auch Nutzkerne, Ameisen« der, Rosinen und namentlich den Meisen ungesalzene Speck- tückchen und „Saunabel", je größer desto besser. Getreide- Körner mit Ausnahme des Hafers sind im allgemeinen Degen ihrer härte wertlos und kommen nur den Finken, Haubenlerchen und Spatzen zugute.
Offene Singstunde. Der nächste offene Singabend findet, wie verabredet, am Donnerstag, den 15. Dezember abends 8 Uhr im Zeichensaal der Vorschule statt. Zutritt für jedermann. Das Adventssingen wird fortgesetzt.
10 Mark Steuer für ein gutes Schlacht- chwein. Wie aus dem heutigen amtlichen Weil ersichtlich ist, bringt die 8. Durchführungsverordnung zum Schlacht- teuergesetz vom 29. Nov. d. 3 s. eine Bestimmung, durch sie der Begriff der Hausschlachtung wesentlich eingeengt wird. Eine steuerfreie Hausschlachtung liegt jetzt nur dann wr, wenn das Schwein mindestens vier Wochen lang vor der Schlachtung im eigenen Haushalt gezogen worden ist. Schweine, die von Privatleuten gekauft und sofort geschlachtet werden, fallen mit sofortiger Wirkung unter das Schlachtsteuergesetz, das eine gestaffelte Steuer vorsieht. Schweine bis 75 Kg. Kosten 5 Mk., bis 125 Kg. 8 Mk. und über 125 Kg. 10 MK. Steuer.
Bestandene Prüfung. Vor dem Prüfungsaus- Islhuß in Fulda bestand Fräulein Rosel Hoßfeld von hier, Hanauerstraße, ihre Prüfung als Schneiderin mit der^Note gut. t „Die Warschauer Zitade lle" ein tönender Groß? Mm imch dem weltberühmten gleichnamigen Schauspiel von Dabriele Zapolska. Die Tragödie des Freiheitshelden Boris
Gorski. Ein dramatisches Erleben aus dem Rußland der Vorkriegszeit, welches den alten strittigen russisch-polnischen Konflikt behandelt. Beseelt von dem polnischen Frei- Heitsgedanken litten damals besonders schwer in Warschau gewisse Kreise unter der Zarenknute und den grausamen Machthaberschaften russischer Gouverneurs. Victor vore- oni als kühner frauenumworbener Freiheitsheld leiht der Rolle des Boris Gorski fein großes schauspielerisches Können. Die rassige La Iassa als schöne Tänzerin und raffinierte russische Spionin weiß von Anfang bis Ende zu fesseln. In den weiteren Rollen Hilda Rosels, Harry Hardt. Die musikalische Untermalung durch besondere Komposition Bernhard Homolas Berlin fein besonders hervorgehoben. In den UT-Lichtspielen Freitag, Sonntag und Montag 8.30 Uhr abends. Außerdem gutes Beiprogramm.
Futzballsport. Die Ligamannschaft des FV. Schlächtern mußte am vergangenen Sonntag im Verbandsspiel in Alsfeld eine Niederlage von 2 :0 einstecken. Bei Halbzeit stand das Spiel noch unentschieden. Schlächtern war Alsfeld meist überlegen, konnte aber bei der Alsfelder Verteidigung, die manchmal ^ehr unfair spielte, nicht zu Erfolgen kommen. Bei Halbzeit hätte Schlächtern mit 3 Toren führen müssen. Aber die 1910er fanden sich auf dem hart gefrorenen Boden schlecht zurecht. Außerdem spielten einzelne Spieler unter ihrer sonstigen Form. Drei einwandfreie Elfmeter für Schlächtern wurden vom Schiedsrichter nicht gegeben. Dazu kam noch, daß Stein 20 Minuten vor Schluß verletzt ausscheiden mußte. Die 2. Mannschaft Schlüch- terns blieb am vergangenen Sonntag auf der Auwiese in einem schönen Spiel trotz Ersatz mit 1 :0 über die 1. Spv. Degenfeld-Vollmerz Sieger. Schäfer, der nach seiner Verletzung sein erstes Spiel lieferte, zeigte als Mittelläufer eine ansprechende Leistung und schoß auch den Siegestreffer. Die 1910er Jugend blieb mit demselben Ergebnis über Herolz Jugend siegreich.
Verband Hessischer Kleinka liber-Schützen- vereine e. v. Kreisverband Schlüchtern. Sonntag, den 11. 12. 1932 fand in der Turnhalle Schlüchtern unsere diesjährige Herbsttagung statt. Die Versammlung beschloß im kommenden Jahr die Frühlingstagung im Schützenhaus des Kleinkaliberschützenvereins Schlüchtern abzuhalten, woselbst auch wahrscheinlich zu gleicher Zeit ein Werbungs- schießen zur Stärkung der Kreisvereinskasse stattfindet. Das Kreismeisterschießen findet in Hohenzell, das Wanderpreis- schießen in Neuengronau und das Landesverbandsschießen am 27. August 1933 in Schlüchtern statt. Die Versammlung war von gutem kameradschaftlichen Geist getragen.
Republikanische Arbeitsgemeinschaft.
Am Samstag, den 17. Dezember 1932, 4Vi Uhr nachmittags, findet im Kreishaus (Kreistagssaal) eine Tagung der Republikanischen Arbeitsgemeinschaft statt. Frau Studiendirektorin Adam zu Schlüchtern wird über das Thema „Die Aufbauschule im Rahmen unseres Schulwesens" sprechen. Um zahlreiche Beteiligutvj wird gebeten. Gäste sind herzlich wilöMmmen.
verantwortlich für den Inhalt: Fr. Steinfeld.
Erkältet?
Dann Assin 1.- Mk. in den Apotheken
In Teheran herrscht seit einigen Wochen eine furchtbare Pockenepidemie, der bisher 258 INenschen zum (Opfer gefallen sind.
Gießen. (Regieschlachtung einer Dorfgemeinde.) Die Gemeinde Marlau (Kreis Alsfeld) hatte einen Bullen zu verkaufen, für den man bei den niedrigen Viehpreisen leider keinen entsprechenden Geldertrag erhoffte. Deshalb ließ man den Bullen auf Rechnung der Gemeinde schlachten und verkaufte das Fleisch für 40 Pfg. pro Pfund an die Ortseinwohner.
40 Rotschächke gesprengt Bei Lipine in Oberschlesien wurden von der Polizei etwa 40 Notschächte in die Luft gesprengt. Die Erwerbslosen wohnten der Sprengung ihrer Arbeitsstätte bei. Zu Zwischensätzen ist es nicht gekommen. Um die Aushebung neuer Notschächte zu verhindern, wird das ganze Gelände von Polizeibeamten bewacht. Die Sprengung erfolgte als Maßnahme gegen die Gefahr von Ein- fturzungläcken, wie sie bei der primitiven Anlage leicht möglich sind.
Verkaufen wollen heißt inserieren müssen.
Tussballverein Schlüchtern 1910 e. U.
Mittwoch, den': 15. Dezember 1932. pünktlich abends l8’/4 Uhr in der neuen Schulturnhalle Training sämtlicher Mannschaften. Vollzähliches Erscheinen der Aktiven"wird erwartet. Anschließend um
9 Uhr abends im Vereinslokal Urbach Spielersitzung. Tagesordnung : i. Spiele vom vergangenen Sonnlagibetr., 2. Aufstellung der 1. Mannschaft zum Verbandspokalspiel. 3.
Verschiedenes.
N. B.
Der Spielausschuß.
Die i. Mannschaft tritt am Sonntag, den 18.
Dezember 1932 in Fulda zu folgendem Verbandspokalspiel an: Borussia Fulda 1. Mannschaft gegen F. V. 1910 Schlüchtern 1. Mannschaft.
^? Krieger verein Schlüchtern.
Am Donnerstag, den 15. Dezember 1932, findet im Saale des Kameraden Hafner eine Ver- sammlung mit folgender Tagesordnung"statt: 1. Mitteilung über"daö^WeihnachtSvergnügen. 2. Besprechung über das 60. jährige Stiftungsfest. 3. Vortrag betreffend Kanonen über^Europal (Ein Streifzug^durch^Kasernen^und Rüstungsarsenale.) 4. Aufnahmen. 5. Wahl der Abgeordneten für den bevorstehenden' Abgeordnetentag. 6. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen ^wird 'gebeten. —Auch die Mitglieder der Kyffhäuser-Jugendgruppe sind zu dieser
Versammlung 'hierdurch 'eingeladen.
Der Vorstand.
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Schlüchtern, den 14. Dezember 1932.
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In der Stadt und in der Gemarkung Schlächtern sind noch von den vergangenen Wahlkämpfen Hauswände, Wore, Bäume, Gartenzäune usw. mit Parteiabzeichen, Wahlaufrufen und sonstigen Aufschriften politischen Inhalts bemalt bezw. beklebt.
k Da diese Plakate usw. auf das Landschafts- und Stadt- ; bild stark verunstaltend wirken, fordere ich die Haus- bzw. | Grundstäckseigentümer hiermit auf, Plakate usw., falls t solche an den Hauswänden usw. angebracht sind, unverzäg- Llich, spätestens bis zum 20. Dezember 1932 ordnungsmäßig «zu beseitigen. Bis zu dem gleichen Zeitpunkte sind auch die «von verschiedenen auswärtigen Firmen angebrachten Re- "klame-plakate zu entfernen.
Schlüchtern, den 12. Dezember 1932.
Der Bürgermeister als (vrtspolizeibehörde: Gaenhlen.
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