Explosion -ei der Z. G. Kar-en
Premnitzer Werk teilweise zerstört. — Sieben Tote geborgen.
Rathenow, 8. Dezember.
Aus noch unbekannter Ursache ereignete sich in der Kunstseidensabrik Premnitz bei Rathenow der 3. G. Jarben- industrie A.G. ein schweres Unglück. Bei Umänderungen an einem Bau, wo Schlosser damit beschästigt waren, einen Träger mit einem Schneidebrenner zu durchschneiden, kam es plötzlich zu einer heftigen Explosion, deren Wirkung verheerend war. Mehrere in der Rahe stehende Arbeiter wurden zerrissen. Ein Werksgebäude, in dem sich zahlreiche Personen aushielten, wurde zerstört. 3n der Umgebung , zersprangen alle Fensterscheiben. Bisher wurden aus den Trümmern sieben Tote geborgen. Es erscheint nicht ausgeschlossen, daß noch mehr Menschenleben zu beklagen sink vier Arbeiter wurden verletzt.
Die erste Hilfe leistete die Werksfeuerwehr, doch bereiteten die Aufräumungsarbeiten große Schwierigkeiten. Einige der Verunglückten wurden gräßlich verstümmelt unter den Trümmern hervorgegvgen, so daß man nicht feststellen konnte, um wen es sich bei den Toten handelte. Der größte Teil der verunglückten Arbeiter — darunter zn^i Lehrlinge — stammt aus Rathenow. Ueber die Ursache des Unglücks verlautet, daß die Explosion infolge Unvorsichtigkeit der Schlosser entstanden ist, die eine Sauerstoff-Flasche fallen gelassen haben. Da jedoch die Augenzeugen tot oder schwer verletzt sind, ließ sich noch nicht» Genaues feststellen.
Die Unfallstelle bietet ein Bild schwerster Verwüstung. Das Gebäude, in dem die Vistrafaseru hergestellt wurden, ist ein einziger Trümmerhaufen. Dächer und Fensterscheiben sind in weitem Umkreise demoliert.
Der Betrieb wurde vorläufig stillgelegt, wird aber wahrscheinlich heute oder morgen die Arbeit wieder aufnehmen. Die Belegschaft von Premnitz betaägt 1850 Mann.
Die Untersuchung der Explosionskatastrophe.
Rathenow, 9. Dezember.
Aus den Trümmern des durch eine Explosion zerstörten Derksgebäudes der Kunstseidenfabrik der JG.-Farben sind bisher zehn Tote geborgen und identifiziert worden. Eine Person wird noch vermißt. Es muß damit gerechnet werden, daß sie nicht mehr am Leben ist. Sieben Per- >onen sind schwer verletzt. Allem Anschein nach befinden sie sich aber nicht mehr in Lebensgefahr.
Die Untersuchung des Unglücks wird von dem Ersten Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Potsdam, Depenthal, und dem Gewerbeaufsichtsrat Bolle geführt, die zu ihren Arbeiten den chemischen Sachverständigen des Polizeipräsidiums, Professor Brüning, hinzuzogen. Es scheint einwandfrei festzustehen, daß eine vier Zentner schwere Sauerstofflasche der Ausgangspunkt der Explosion gewesen ist. Wahrscheinlich ist die Katastrophe durch die darauffolgende Explosion einer Zentrifuge vergrößert worden, denn kaum hätte die Sauerstofflasche, die unter einem Druck von 150 Atmosphären stand, derartig furchtbare Wirkung gehabt.
Ein« Seitenscrab be?-ctma 150 Meter langen Unglücksholle wurde eingedrückt. Das Dach wirbelte in der Lust umher, und ein Teil der Stirnwand stürzte ein. Die in der Rahe flehenden Arbeiter wurden buchstäblich in Stücke zerrissen. In einem Hebenraum, in dem eine große Anzahl Arbeiterinnen tätig waren, wurden mehrere durch den ungeheuren Luftdruck umgerissen. Einige brachen ohnmächtig zusammen.
Die Toten sind in der Premnitzer Leichenhalle aufge« bahrt worden. Wann die Beisetzung stattfindet, ist noch nicht bestimmt.
Geständnis des Gifimörders Arsenik in CebensmiHel gemischt.
Görlitz, 8. Dezember.
Am dritten Verhandlungstag des Klein-Partwitzer Gift- mordprozesses legte der angeklagte Schuhmacher Just ein Geständnis ab, nachdem er in den ersten beiden Tagen jegliche Schuld best ritten hatte. Er gab zu, seine zweite Frau im Jahre 1930 und die Familie Groba durch Beimischung von Arsenik in den Kaffee und andere Lebensmittel vergiftet zu haben.
Das Gift habe er sich im Jahre 1929 von dem Glasschmelzmeister Borchert aus Welzow unter dem Vorwand, es zur Rattenvertilgung gebrauchen zu wollen, besorgt. Seine zweite Frau will er deshalb vergiftet haben, weil seine Schwiegermutter gedroht habe, ihm ihre Tochter wieder wegzunehmen. Das Gift zur Ermordung der Familie Groba habe er sich bei dem Drogisten Oeser in Welzow verschafft. Eine erste Portion Gift habe er sich am 19. August dieses Jahres gekauft,
um sich selbst zu vergiften, weil sein Schwager Groba ihn aus seiner Wohnung habe verdrängen wollen. Dieses Gift habe er aber wieder fortgeworfen. Gleich darauf habe er sich ein zweites Quantum desselben Giftes besorgt, um damit seinen Schwager Groba i und dessen Frau zu töten.
Kommodore Johnson t
Reuyork, 8. Dezember.
Der Kapitän der „Europa", Kommodore Johnson, der zweimal in Brooklyn wegen einer Blinddarmentzündung operiert werden mußte, ist an plötzlich eingetretener Herzschwäche gestorben. Johnson stand im 64. Lebensjahre und war seit 1898 im Dienst des Norddeutschen Lloyd. Seit 1930 befehligte er die „Europa".
Im Giurm gesunken
Schisssuntergang bei St. Johns. — 19 Tote?
Reuyork, 8. Dezember
Bei einem heftigen Sturm ist der Reuyorker Schlepper „Sandbeach", der auf der Höhe von Labrador am Wrack des englischen Kreuzers „Raleigh" arbeitete, bei St. Johns gesunken. Man befürchtet, daß die 19 Mann starke Be- iatzung ums Leben gekommen ist. Zwei Leichen sind geborgen worden.
weihnachts-vekördernngen bei der Schutzpolizei. Die tom- misiarische preußische Regierung hat anläßlich des bevorstehenden Wechnachtssestes eine Reihe von Beförderungen bei der preußischen Schutzpolizei vollzogen.
politischer Mordanschlag
Ein Rationalsozialist in der Wohnung niedergeschossen.
Berlin, 9. Dezember.
In seiner Wohnung in Berlin-hohenschönhausen wurde der 38jährige Ingenieur Julius Bergmann, der der RSDAP. angehört, in der Rächt niedergeschossen. Als der Ingenieur die zu ebener Erde liegende erleuchtete Küche betrat, krachte plötzlich von der Straße her ein Schuß. Die Kugel zertrümmerte Die Fensterscheibe und traf Bergmann in den linken Oberschenkel. Der Täler, vermutlich ein po- litischer Gegner, ist in der Dunkelheit entkommen. Die Verletzung Bergmanns ist nicht lebensgefährlich.
Bluttat im Wahnsinnsanfall
Der Ueberfall auf zwei Frauen in der W u h l h e i d e bei Berlin, dem die 46 Jahre alte Ehefrau Emma Sommerfeld zum Opfer fiel, steht vor der Aufklärung. Unter dem dringenden Verdacht der Täterschaft ist der 46 Jahre alte Waffenmeister und Büchsenmacher Heinrich Werner aus Berlin ermittelt worden. Als der Mann verhaftet werden sollte, wollte er sich erhängen. Werner ist schwer geisteskrank. Er war acht Jahre hindurch in der Irrenanstalt Buch interniert. Die Kriminalpolizei vermutet, daß ein Wahnsinnsanfall, der durch Alkohol verstärkt oder hervorgerufen war, Werner zu der sinnlosen Schießerei veranlaßt hat.
Absturz der Europafliegerin Angelini
Auf dem Afrikaflug tödlich verunglückt.
Rom, 8. Dezember.
Die italienische Europafliegerin Baby Angelini, die in diesem Herbst einen Europarundflug unternahm und dabei auch Berlin berührte, ist bei Beginn ihres geplanten Afrikafluges zwischen Bengasi und Tobruk tödlich verunglückt. Man fand das Flugzeug in der Nähe von Uadi Bhelda bei Eirene. Wahrscheinlich ist die Fliegerin einem Motordefekt zum Opfer gefallen.
Zuchthaus für den Mörder der Sprachlehren«
Berlin, 9. Dezember.
Das Berliner Schwurgericht verurteilte den 23jährigen Arbeiter Friedrich Stark, der am 6. September die 52jährige Spachlehrerin Emma Earl-Bruskato ermordet hatte, wegen Raubes mit Todesfolge zu lebenslänglichem Zuchthaus.
Festnahme von zwei Räuberbanden. In den letzten Wochen mehrten sich im Essener Polizeibezirk die Ueberfälle auf Konsumanstalten und Verkäuferinnen, die die Tageseinnahmen zur Bank oder zur Post bringen sollten. Der Kriminalpolizei gelang es, die Verbrecher, die stets mit Pistolen vorgingen, festzunehmen. Elf Burschen, die zu zwei Banden gehören, wurden als dringend verdächtig festgenommen.
Die Synauer Sprengstoff-Asfäre zieht weitere Kreise. Das Verhör der bisher Verhafteten ergab, daß neben dem Baron von Zedlitz und Neukirch, seiner Hausdame Sydow und dem Förster Tietze noch andere Personen in die An- aeleaenheit verwickelt sind. We die Justizoressestelle Breslau mitteilL wurden daher Pastor Fucks in Dittmannsdorf sowie der Landwirt des GaUauses „Zur Brauerei" in Kynau, Franke, polizeilich festgenommen und dem Gericht zugeführt
Koblenz. (Die Volksbank schließt ihre Schalter.) Die Direktion der Volksbank teilt mit: Die Ungunst der wirtschaftlichen Verhältnisse, insbesondere die großen Abhebungen der letzten Monate, lassen eine Wei- terführung der Geschäfte leider nicht mehr erwarten. Um eine ruhige Abwicklung zu ermöglichen, hält die Bank daher ihre Schalter bis auf weiteres geschlossen. Es sind bereits Verhandlungen mit einem anderen Koblenzer Kredit- institut angeknüpft, um eine möglichst reibungslose Ueber, leitung des Geichäfts zu ermöglichen.
Wird der Grldbrieftrager abgeschafft?
Im Anschluß an den jüngsten Geldbriefträgermord in Frankfurt a. M. haben verschiedene westdeutsche Blätter die Forderung ausgesprochen, im Interesse des gefährdeten Personals die Geldzustellung überhaupt abzujchaffen und die Geldempfänger durch Benachrichtigungszettel aufzufordern, die ankommenden Geldsendungen im Postamt selbst abzu- holen.
Die Vorfälle der letzten Zeit haben auch das Reichspostministerium veranlaßt, die Frage der Abschaffung der Geldzustellung erneut zu prüfen. Bevor das Ministerium über diese, in das Wirtschaftsleben tief einschneidende, jeden einzelnen angehende Frage endgültige Beschlüsse faßt, hat es die Oberpostdirektionen angewiesen, die zuständigen Handels-, Gewerbe- und Jndustrieverkretungen zur Stellungnahme aufzufordern und sich auch selbst über die Abschaffung der Geldzuskellung zu äußern.
Ohne Rücksicht darqvf, ob das Ergebnis dieser Ermittlungen nach der einen oder anderen Richtung geht, ist man in den Kreisen der Reichspost und anderer Geldinstitute der Auffassung, daß eine wirksame Bekämpfung der hier erwähnten Verbrechen auch dadurch möglich wäre, daß der Ueberfall auf Keldbriefträger, Kassenboten, Schalterbeamte und ähnliche mit Geldtransport und Geldausaabe betraute Personen besonders streng bestraft und die gefällten Urteile rücksichtslos vollstreckt würden.
Gewerbe verein Schlüchtern. Nm Dienstag fand im Hotel Deutscher Kaiser eine Versammlung statt, in welcher der Gewerbeverein neu gegründet wurde. Der verein hat die Wahrung gemeinsamer Interessen von Handel und Gewerbe, also auch des Handwerks, zur Aufgabe. Mehr denn je ist es heute erforderlich, daß die Geschäftswelt ernsthaft bestrebt ist, in gemeinsamer Arbeit zu einer Besserung ihrer Lage beizutragen. Es zeugt von einer erfreulichen Kenntnis dieser Notwendigkeit, daß die Versammlung einigermaßen gut besucht war. Der Vereinsbeitrag ist, der jetzigen Zeit entsprechend, so gering bemessen, daß er für keinen Gewerbetreibenden Hinderungsgrund wäre, Mitglied zu werden. Darum möge sich jeder diesem verein anschließen, dem daran gelegen ist, durch Mitarbeit am gemeinsamen Ziel zur Besserung und Belebung seines eigenen Geschäftes beizutragen.
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Mitteilungen lokalen Interesses aus dem Kreisgebiet : sind für diese Rubrik^willkommen.
Sonntagsgedanten
„Da aber Johannes tm Gefängnis die Werke Christi hörte, sandte er seiner Jünger zwei und ließ ihm sagen: List du, der da kommen soll, oder sollen wir eines anderen warten?" — Johannes hatte erwartet, daß als Messias einet komme, der Gericht halten werde über alle Ungerechten, bet als verzehrendes Feuer die Bösen verzehren werde, der nist einem Schlage Gottes herrliche Ordnung aufrichten werde. Was er nun von Jesus hörte, das stimmte so wenig ju seinen Erwartungen. Hier steckt der Schlüssel zu seinem Zweifel an Jesus. Die Erfüllung stimmt nicht mit der Erwar- tung. Jesus bringt nicht das, was man sich wünscht! Darin steckt auch heute die Erklärung, weshalb viele der Adoents- botschaft mit Zweifel und Ablehnung gegenüberstehen. Sie Adventszeit sagt zu jedem: Jesus will zu dir kommen! ®{. hören wir nun auch zu denen, die wie Johannes ihr zweifelnd gegenüberstehen, die Türe nur halb öffnend und den Ankömmling musternd, ob er auch so sei. wie wir ihn wünschen?
Der Adoentskönig kann nicht zu uns kommen, so lange wir ihn nur so haben wollen, wie er uns paßt. Nicht mit haben zu sagen, wie er fein soll, sondern er hat zu sagen, wie wir sein sollen. Wenn wir wirklich sein Kommen erleben wollen, so muß in uns das Verlangen nach einem Erlöser mächtig sein, und zwar nach einem, der nicht nur um uns her allerlei ändern soll, sondern es muß uns klar werden, daß wir selbst anders werden müssen. Wir müssen es spüren, daß wir Vergebung nötig haben. daß wir Krast brauchen, um über uns selbst ganz anders mächtig zu werden als bisher. Es muß in uns das Gefühl der Schwachheit, unserer Ohnmacht zum Guten, unserer Selbstsucht, unserer Unzuverlässigkeit. unserer Gebundenheit schmerzlich lebendig werden, und wir müssen uns für uns selbst, für unser Volk. für die ganze Menschheit sehnen nach einem neuen Leben. Das ist die richtige Adventssehnsucht. Wem wir sie nicht bloß haben sondern auch danach tun, so werden wir erfahren, daß Er. der im Advent auch bei uns einkehm will, der ist. der kommen sollte, den wir nötig haben, bei uns noch Größeres und Besseres gibt, als wir suchten und ahnten. Dann erst wissen wir, daß der Heiland wirklich geboren ist. und fingen mit einem heimlichen Glück im Herzen:
O du fröhliche, o du selige gnadenbringende Weihnachtszeit!
Die Derrmver-Hrtligen im Uolksmund.
Die Dezember-Heiligen spielen im Volksglauben eine besondere Rolle. So nimmt man vom St. Nikolaustag als dem ersten Heiligengedenktag im Dezember der Volksmund vielfach Notiz. Es heißt von ihm: „Der Nikolaus geht um und macht die Rinder dumm." St. Luzia (13. Dezember) „stutzt" den Tag, sie macht die längste Nacht. Der Tag der St. Luzk soll für die Wetterbeobachtung von Wert sein. So wird behauptet, wenn am Luzientag die Gans im Schmutz steht, so geht sie am Christtag auf (Eis. von St. Luzia bis zur heiligen Nacht wächst der Tag um einen Hahnenschrei. Nach einer anderen Volksmeinung gilt dies vom Thomastag (21. Ley) bis zum Christabend. In der Thomasnacht rufen Heirub- lustige Mädchen beim Bleigießen St. Thomas an und fragen ihn, wer ihr herzallerliebster werden mag. Am 27. Dezember, dem Tag des (Evangelisten Johannes, muß man „St. Johannes-Segen trinken". Silvester, der das alte Ich abschließt, darf nicht mit Nachtfrost und Morgensonne kommen, sonst verdirbt er die Hoffnung auf guten Wein. Be= Herzigenswert ist der Spruch: „Zum Silvester ein gutes He- wissen, ist besser als Punsch und Leckerbissen". Zum Teil knüpfen sich an die genannten Tage zahlreiche Bräuche aus alter Zeit.
Wetterbericht. Unser Bezirk befindet sich in einem Ausläufer des über Nordwesteuropa liegenden Hochdruckgebietes. Das östliche Tiefdruckgebiet, welches im Laufe des Donnerstag noch bis Mitteldeutschland Schneefälle krachte, füllt sich auf. Der Einfluß der kalten Nordostströmung hält daher an. Witterungsaussichten für Samstag und Sonntag: Weiterhin wolkig bis heiter, im wesentlichen trocken, nachts 5roft.
Musikalische Abenbfeier. Der Gemischte Ehsr des Gremmelsschen Männerchors und der Rinderchor der Stadtschule verunstalten am Sonntag, den 11. Dez., abend; 8 Uhr in der evangelischen Ruche Schlüchtern eine musikalische Abenbfeier. Die Chöre singen alte Udoents- und Weihnachtslieder. Zwischen den Gesängen werden Abvents- worte gesprochen. (Eine Einladung zu dieser Feierstunde ergeht hiermit nochmals an Jedermann. Der Eintritt ist frei
Stadt Schlüchtern.
Bekanntmachn«, Ketr. Lienergvtfcheine.
Steuerpflichtige, die für die in der Zeit vom 1. Oktober 1932 bis 30. September 1933 fälligen, an die Stadtkafse gezahlten' und nod} zu zahlenden staatlichen und städtischen Grundvermögenssteuern und Gewerbesteuern Steuergut’ schein« in Unspruch nehmen wollen, werden aufgeforberf, lumgehend der Stadtkasse mitzuteilen, welches Finanzamt für die Ausgabe von Steuergutscheinen für sie in Frage kommt. Dabei wolle die Steuern um mer, die bei dem zuständigen Finanzamt geführt wird, angegeben werden.
Die Anträge auf Nushändigung von Steuergutscheinen sind an das zuständige Finanzamt unmittelbar zu richten.
Nähere Auskunft wird am Schalter der Stadtkasse erteilt.
Schlüchtern, den 8. Dezember 1932.
Der Magistrat: Gaenßlen.