Bilde- Dom modernen (^frnftwfhro
Äufiiadweii aus fer Huiilbur^er S^asuiist^ll §ubleDun.I, in her der Strafvollzug nach Den modernden Prinzipien auegrükt wird. So gehört die füoitliche Uebung für Gefangene oon guter Rührung (oben linke) zum Tageepensum. Die Büroarbeiten werden von den Gefangenen selbst erledig! (oben rechte). Es wird weugehend für die Bildung und geistige B-scdättigung der Gefangenen gesorgt, wobei der Unterricht, wenn irgend möglich, im Freien flatifiiiDct (unten linse). Für die dem Handwerkerstand enisiammenden Gefangenen sieben oorbilkliw eingerichtete W rkställen jur Ausübung ihres Berufes zur Beifügung (unten rechte).
Sparguthaben und Hilfsbedürftigkeit
Dersicherungsmäßige Arbeitslosenunterstützung kann nach dem 36. Unterstützungstag und Krisenfürsorge allgemein nur dann gewährt werden, wenn der Arbeitslose nach den Grundsätzen der öffentlichen Fürsorge als hilfsbedürftig anerkannt wird. Dabei ist an sich sein gesamtes verwertbares Vermögen und Einkommen zu berücksichtigen. Doch unterscheidet sich die versicherungsmäßige Arbeitslosenunterstützung, auch soweit sie von der Hilfsbedürftigkeit abhängig ist, ebenso wie die Krisenfürsorge von der allgemeinen Wohlfahrtsfürsorge dadurch, daß hier die Unterstützung von dem Verbrauch oder der Verwertung eines „kleineren Vermögens" nicht abhängig gemacht werden darf. Der Präsident der Reichsanstalt hat in einem Schreiben an den Spar- tafsenverband zum Ausdruck gebracht, daß Sparkassengut- Hoben von geringerem Umfang nach seiner Auffassung regelmäßig als kleineres Vermögen in diesem Sinne anzusehen seien. Die Arbeitsämter müssen demnach solche Sparkafserr- guthaben bei der Unterstützungsgewährung unberücksichtigt lassen. Sie sind hierauf nochmals besonders hingewiesen worden. Im übrigen müsse die Bestimmung, bis zu welchem Betrage ein Guthaben noch als kleineres Vermögen gilt, den örtlichen Instanzen überlasten bleiben. In dem Antragsformblatt werde der Arbeitslose zwar verpflichtet, auch ein kleineres Sparkastenguthaben anzugeben, aber gleichzeitig darauf hingewiesen, daß seine Arbeitslosenunterstützung von dem Verbrauch dieses Guthabens nicht abhängig sei. Es bestehe somit für ihn grundsätzlich kein An- laß, ein kleineres Sparvermögen von der Sparkasse abzu- heben, um die Kürzung oder Versagung der Unterstützung zu vermeiden.
Erwerbslosenkrawalle auf Berliner Wohlfahrtsämtern. Erwerbslose drangen in das Wohlfahrtsamt Steglitzer Straße im alten Berliner Westen ein und verlangten unter großem Lärm und Drohungen Kohlen und Kartoffeln. Da es den Beamten nicht gelang, die Eindringlinge zu beruhigen, räumte Polizei das Amt und mußte auch wiederholt gegen Ansammlungen vor dem Hause einschreiten. Aehnliche Vorfälle haben sich auch im Norden Berlins ereignet.
Reiche Beute von Krastwagendieben. Eine unliebsame Ueberraschung erlebte ein Leipziger Goldwarenhändler, der während seines Aufenthalts in Berlin feinen Kraftwagen unbeaufsichtigt hatte stehen lassen. Während der kurzen Zeit seiner Abwesenheit waren aus dem verschlossenen Wagen drei braune Lederkoffer gestohlen worden, in denen sich mehrere tausend Ringe, Zigarettenetuis, Feuerzeuge und andere Gegenstände befanden. Der Gesamtwert der gestohlenen Sachen beträgt etwa 25 OOO hi« 30 arm ^
der Landtruppen Amerikas? Dom amerikan-'chen •sÄiw&wa« empfohlen.
Auszeichnung für Retter von Schiffbrüchigen. Der Hamburger Senat empfing den Kapitän und die Besatzung des Dampfers „Afta" der Hamburger Reederei Max Moerck, die am 6. Oktober in der Ostsee bei Dagoe im schweren Sturm Die aus acht Personen bestehende Besatzung des gesunkenen sinnlichen Dreimastschoners „Johannes" gerettet haben. Bürgermeister Dr. Petersen überreichte Kapitän Moeller eine Urkunde und die große Silbermedaille der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Die an der Rettung beteiligt gewesenen Mitglieder der Mannschaft erhielten Eh- rengaben. - Die Bemannung des Feuerschiffes „Fehmarn- belt , die an der Rettung der „Niobe"-Opfer hervorragend beteiligt war, ist an Bord der Dank des Konteradmirals I Äoioe vom Kreuzer „Königsberg" ausgesprochen worden.
Teilstreik bei Krupp. Ein Teil der 185 Mann starken Belegschaft des Kruppschen Hochofenwerkes in Essen-Bor- deck ist in den Streik getreten. Als Grund für die Arbeitsniederlegung wird die mit den Gewerkschaften und dem Arbeiterrat vereinbarte neue Akkordregelung angegeben, wonach der Akkordlohn für Dezember um 1 Pfennig und für Januar um einen weiteren Pfennig je Stunde gekürzt wird.
Blinklicht an Elsenbahnübergängen.
Die Schranken werden entfernt.
Um die Verkehrssicherheit an den Kreuzungen der Eisenbahn mit den Landstraßen zu erhöhen hat die Reichsbahn in Zusammenarbeit mit Kraftfah verbänden schon s it m h- reren Jahren versuche mit Warnlichtern gemacht, d e anstelle der Bahnschranken treten können. Die Versuche haben ergeben, daß die Blinklichtsignale ein vollwertig w E.srtz für Schranken sind und auch bei den Verkehrsverhältnissen in Deutschland eingeführt werden können. Vo läufig solim in Deutschland rund 100 Eisenbahnübergänge mit Blinklichtsignalen anstelle von Bahnschranken ausgestattet werden. 3m Rusland werden optische Signale bei Bahnübergängen schon in größerer Zahl verwandt. Die erste f-lb* ständige Warnlichtanlage im Bezirk der Wichsbahrdir hin Frankfurt a. M. wird in den nächsten Wochen an der Kreuzung der Straße Dberhöchstadt-Bad Soden an der Nebenbahn Franksurt-Tronberg aufg-stellt. Die j’^t dor' vorhandenen Schrankenbäume werden dann enfe nh Die nme Warnlichtanlage kündigt dem Fah zeu'füh er die Kreuzung bei Tag und Nacht schon aus größer Entfernung in auffallender Weste durch optische Zeichen (Blinklicht) an. Sie zeigt dem Fahrzeugführer auch eindeutig, ob die Kreuzung von ihm ohne Gefahr befahren werden kann oder nicht. Die Blinkstchtzeichen werden in d^ppllter Art gegeben Weißes Blinkstcht sagt dem Fahrzeugführer, daß er die Kreuzung ohne Gefahr befahren kann, rotes Blinkst cht dagegen, daß ein Erenbahnzug sich der Kreuzung nähert und er vor der Kreuzung halten muß. Das rote Licht (Gefahrzeichen) blinkt dopvelt so schnell als das weiße. Dadurch wird auch farbenblinden Personen eine klare Untsrsche'dung ermöglicht. Auf jeder Seite der Kreuzung wird eine weitbubtende Signallaterne aufgestellt. Der die Bahnstrecke befahrende Zug schaltet das rote Blinklicht ein und auch wieder aus. Das Einschalten geschieht so zeitig daß ein auf der Kreuzung über kurz davor befindliches Fahrzeug ohne jede Gefahr die Kreuzung passieren kann. Um die Kreuzung auf größere Entfernung hin auch bei einem ausnahmsweisen Versagen der Lichtanlage kenntlich zu machen. sind die Signallate'-nen mit einer rotweißen viereckigen Um-a^mung v-r"ehen. Darüber ist das bei unbeschrankten Ueberaängm übliche Warnkreuz angebracht. Umrahmung und Warnkreuz sind „rückj- strahlend" nach Art der bekannten Fah-radrückstrahler so- daß st" auck bei Dunkelheit — besonders von den Führern von Kraftfahrzeugen — gesehen werden können.
Das billige Eigenheim. Zu dieser Notiz erhalten wir vom Bund Deutsche^ Architekten (B D. A.) GAsgru"pe Hanau-Fulda folgende Mitteilung- Nack d-r unter br^r Ueberschstft in der Samslau-Nummer erschimmen Nachricht könnte der Eind-uck entstehen als sei die Hessische Heimstätte allein berechtigt sogenannte Reichsbaudarlehen zu beantragen. Gemäß den Richtlinien für Kleinhypckh'ken und den Erläuterungen des Neichsarbei^sminist'rs pnb gerade diese Hypotheken zur Belebung der freien Wirtschaft un*er Ausschaltung der sogenannten öffentlichen Hand gedacht und sollen teuere Hypotheken und Zwischenkredite die sich als untragbar erwiesen haben. vermieden werden Laut Ab[ah4 d'r Rusführunasbestimmun^en fasten bü der Planung und Durchführung b^r Bauvo'haben die frstm Rrchit'ktm tunlichst stnqesckaltet w-rden Demmtlp'e^e"d können Ant äge für Rstcksbaudastehm bu j-dem frst'chaff-nden Rrchit'k- bn gestellt werden. Da die Bauvochabm vor dem 1. Ap’il 1933 begonnen sein sollen sind die An+räge baldmöglichst, spätestens bis 1. März 1933, einzureichen.
Frankfurt a. M. (Parteitag der SPD ) Wie der „vorwärts" berichtet hat dw sozia'demok"atischL Paste'verstand b-schlosten, dem parteiauslchuk vo znicklagen daß der pgv. teitag in der Woche vom 12. bis 19. März hier stattfindet.
Eine Handwerker-Beschwerde.
Unter dieser Ueberschrift wurde vor einiger Zeit M einem Ungenannten die Frage aufgeworfen: „WarugM höhte Handwerkskammerbeiträge?". Wir beantwort.i Frage wie folgt:
1. Die Unnahme ist nicht richtig, daß die Handwerk?« merbeiträge für 1932/33 allgemein erhöht worden Das Gegenteil ist vielmehr der Fall. Die Ausgaben» Handwerkskammer sind nicht unbeträchtliche gesenkt wordM Dadurch konnte der Beitrag, den die Gemeinden zu haben, um über 15 000 UM. gesenkt werden. Der OuÄ schnittsbeitrag wurde damit auch von 6,95 UM. in 1931 auf 5,98 UM. in 1932/33 gesenkt. Das gilt aud} von d« Grundbeitrag, der auch von den gewerbesteuerfreien ßt, trieben zu leisten ist. Er wurde von 4 UM. auf 3,50 M ermäßigt.
2. Die Erhöhung der Umlage von 37% auf 53o/o deutet nicht, daß damit die Einnahmen der tfanbroe.Mm mer erhöht werden. Durch sie wird lediglich festgelezt dis zur Aufbringung des Beitrages der Handwerker, die h, werbesteuer zahlen, als Folge der verkleinerten und J änderten Gewerbesteueraufkommen, der ^Verschiebung Gewerbesteueraufkommen im ganzen Bezirk und des fe scheidens von Betrieben aus der Gewerbesteuerpflicht, anderer Maßstab nötig ist. Der durch das Ausleihen W Betrieben aus der Gewerbesteuerpflicht und durch D«m, i berung in der Veranlagung etwa eintretende Ausfall nraz ] soweit er durch die allgemeine Senkung nicht ausg-M l| ist, naturgemäß von den noch gewerbesteuerzahlenden Bt trieben mitgetragen werden. Damit li'sern aber be baw i Betroffenen keineswegs der Handwerkskammer m hr Ei I nahmen — diese sind ja gesenkt worden —, sondern [ I springen für ihre Kollegen ein, deren wirtschaftliche ü noch schlechter ist und die sogar in 1931 schon keine 6 werbesteuer bezahlten, weil sie schon in 1930 keinen L I trag mehr von 1500 NM. hatten. Die Erhöhung des L l stabes für die Gewerbesteuerumlage hat asto lediglich K deutung für die Unter-verteilung der an sich gesenkten L gaben im Handwerk selbst.
3. Die Annahme, daß die Handwerkskamme'-verMWl etwa „aufgeblasen" sein könnte, ist durchaus irrig. M Handwerkskamwe'- zu Kastei gehört trotz, der Größe Bezirkes zu den billigsten Kammern. Jh-e Ge'amstu-gMß werden auch nur zu rb. Vs für eigentliche Dermal*™ zwecke verwandt. % aller Ausgaben roerb-n an den M werken selbst oder an sein' im Bezirk geschaffenen Entil tungen geleistet. Wir erwähnen b^r nur die Unterftü™ alter und in Not geratener Handwerker, die der volM, fammluna eine besondere Ehe^pstickt erscheint und füll selbstv'rständlick das Handwe'-k (Opfer b ingen muß ü"I j dem Spruch: „Einer für alle, alle für einen." y
4. Die Sorge, daß etwa „mit Hilfe von einstußr'W und mit d°r Handwe'-Ks^ammer in Beziehung st Handw'rksmeis^e'-n" die Belastung des Handwerks bd» > sei ist unbearünbet. Die Aufgaben der Handwe»ksk«iE' werden nickt von Einzelnen am allerwenigsten dji > ! D'sckäftsführuna sondern vom Dorfta^b und der Dofi j sammlung der Handwe'-Kskamme'- du-chaeführt. N'ir t , haben auch über die Ausgaben zu bestimmen b'Zw ju w | fügen. Und bie'e (Organe werden nur von Handwerk ‘ stern gebildet, die mitten in der Praxis stehen, die lb' I Handwerk am eigenen Leibe kenn-n und ih-e ganze j und ihre Zeit opfern, um die Not im Handwerk liik / ZU hllfen. , |
Aus vorstehendem ergibt sich, daß die E'-Höbuna I läge von 37% auf 53 <% lediglich Bedeutung für die L 5 Verteilung der Beiträge im Handwerk selbst hat und b Trböhung der Einnahmen der Handwerkskammer barb j daß im Gegenteil b;e Beitraasumlage für 1932/35 um i 15000 UM. gesenkt ist. Damit beantwortet s'ch diel I geworfene Frage nicht nur zu Gunsten der Handwerkri- | mer. sondern die in dem Artikel gemachten BemerB und gezogenen Folgerungen erweisen sich! auch als m» J
und unberechtigt.
Die Handwerkskammer zu Kassel ।
Hanau. (llnschlag auf die Wohnung des Hanauer T bürgermeisters). Von amtlicher Seite wird mitg0teilt: D I die Verbreitung illegaler Flugblätter und durch! Behang von ntunb zu Mund wurde am Dienstag in der - Hanau und in den Landgemeinden des Landkreises b von Kommunisllscher Seite die Parole zu einem marsch auf bas Rathaus bezw. Landratsamt in t?änau s gegeben. Diese Parole wurde Mittwoch vormittag vor! gen Hundert Personen befolgt, die sich im Laufe des- ( mittags einzeln und in kleineren Trupps teils, von wärts, teils von Hanau selbst auf der Straße zeigten. Vorsprache der von den Vertretern der Behörden senen Kommission zerstreuten sich die im Landratson bände erschienenen Personen ohne besondere Zwisch"- während es vor und im Rathaus zu Hanau zu nen® werten Ansammlungen überhaupt nicht kam. Dagegen gegen V2I2 Uhr vormittags von einem Unbekann^ Dorraum zur Wohnung des (Oberbürgermeisters " die sich im Stadtschloß befindet, ein Lxplosionskörpcl Entzündung gebracht, der keinen Personenschaden v« freulickerweise nur geringen Sachschaden verurßichle^ anzunehmen, daß diese Tat mit der geplanten Hungers stration in Verbindung steht. Das Publikum wird (r etwa gemachte Wahrnehmungen in Bezug auf eine die sich zu der fraglichen Zeit am Stadtschloß vw * Paket herumtrieb und verdächtig gemacht hrt. mitj11'1 (Eine hohe Belohnung wird m AusOht gestellt.
Siegen. (Sittlichkeitsvergehen). Das Landgerip urteilte am Mittwoch den bisherigen Ehela zt und B des Krankenhauses der Stadt zu einem Jahr drei m Gefängnis, weil er unzüchtige Handlungen an min^ gen volontärinnen die im Krankenhaus bstchäftch1 vorgenommen hatte.