Ein Geldbriefträger erschossen.
Der Mörder in Wiesbaden verhaftet
Frankfurt a. M., 1. 12. Jn einem Hause am Stiegel- Alag im Stadtteil Bornheim wurde heute der Geldb.ief» Mer Hoffmann erschossen. Als Täler kommt ein 19jä^riger ^g^r Mann namens Knirsch in Frage. Der Mörder hat !800 Mark geraubt.
Frankfurt a. M., 2. 12. Zu dem Mord an dem Geld- triefträger Hofsmann am Stiegelschlag Nr. 5 wird von der Kriminalpoliaei bezw. Dberpostdirektion Frankfurt a. M. ^ch folgendes mitgeteilt: Der Geldbriesträger hoffmann latte der Rentnerin und Großmutter des Tätrrs eine kleine Ante ausbezahlt und hatte bereits wieder die Wohnung kläffen, als er in diese noch einmal zurückgerufen wurde. Kaum hatte er die Tür hinter sich verschlossen, als der junge Knirsch ihm einen Kopfschuß beibrachte, der den so. artigen Tod des 48jährigen Briefträgers, der seit dem Zahre 1907 sich im Rmte befindet, zur Folge hatte. Dann raubte der Täter aus der Geldtasche des Beamten 2800 Mk. und ergriff damit sofort die Flucht. Entgegen der ersten Mel- [mng wird der Täter als ein 1,75 bis 1,76 Meter großer chlanker Mensch geschildert, der dunkles Haar besitzt, das er linksgescheitelt trägt. Der (Beidbriefträger hinterläßt eine £au und zwei Kinder. Die Untersuchung ist noch im Gange, [leuerbings zweifelt man daran, ob die furchtbare Wunde, die der Geldbriefträger am Kopfe davongetragen hat, tat« Mich von einem Schuß l)errührt, vielmehr muß auch mit öer Möglichkeit gerechnet werden, daß es sich um einen sichtbaren Schlag handeln kann. Die Sachverständigen sind wch mit der Aufklärung beschäftigt.
Der Mörder des (Beibbriefträgers hatte sich nach der Tat zu einem Wiesbadener Freund, der dort eine Mansardenwohnung in der Marktstraße inne hat, geflüchtet und konnte ort verhaftet werden. Bei seiner Verhaftung gab er sofort die Tat zu. Daß seine Spur nach Wiesbaden führte, ergab ich für die Kriminalpolizei sofort daraus, daß er dort bis or etwa vier Wochen in einer Autoschlosserei beschäftigt war. Hier hatte er sich auch seine erste Straftat zuschulden kommen lassen. Aus einem in der Schlosserei untergestellten Wagen kiines Herrenfahrers stahl er eine 6,35 Mill.-Meter- listole und gab aus dieser bei einem Streit mit einem Arbeitskollegen einen Schuß ab. wegen dieser Straftat sollte er ich demnächst vor Gericht verantworten. Er war auf freiem M gelassen worden und mußte sich zweimal wöchentlich bei 6er Polizei melden, zuletzt am Mordtage. In Wiesbaden hatte er eine Braut und einen Freund. Die Nachforschungen bei dem Mädchen ergaben, daß sie Knirsch in den letzten Tagen nicht gesehen hatte. Sie machte den Freund namhaft. Äch hier war Knirsch zuerst nicht anzutreffen. Als später Knirfcfj in der Wohnung eintras, gab die Mutter des Freundes der Polizei Nachricht, sodaß seine Verhaftung erfolgen Bannte. Bei Knirsch wurden noch 2564 Mk. vorgesunden.
Frankfurt a. M. (Schumann-Theater in Konkurs), ie mit 40000 RM. Kapital arbeitende SchrrmanwThea- er E. m. b. H. in Frankfurt, die das Schumann-Theater epachtet hat und erst seit Mai d. I. besteht, ist am 1. De- mber in Konkurs gegangen. Der Grund zum Zusammen- mch solld arin liegen, daß das Unternehmen etwas zu oh aufgezogen war und die Fälligkeiten für die Verbind- Hkeiten zu kurz gestellt waren, von den Verbindlichkeiten Höhe von ca. 550 000 Mk. sind über 300 000 Mk. be- hlt, der Rest besteht in Höhe von ca. 150 000 Mk. aus
Vorrechtsforderungen. Die Aktiven sind nur gering; aus diesem Grunde war ein vergleich nicht möglich, und auch wegen der Höhe der Vorrechtsforderungen (Eigentumsoor- behalt) wäre durch einen vergleich nicht viel gewonnen. Ob man allerdings zu einem Zwangsvergleich kommen wird -ist erst in den nächsten Tagen abzusehen. Der Theaterbetrieb wird aufrecht erhalten.
Neuenhaßlau. (Kaninchenausstellung). Am Samstag, den 10. und Sonntag, den 11. Dez. findet hier die Verbandsausstellung des Kaninchenzuchtverbandes Gelnhaußn— Schlächtern statt. Die Leitung liegt in Händen des Kaninchenzuchtvereins Neuenhaßlau. Es sind bereits alle Vorbereitungen getroffen,. die zu einem guten Gelingen der Ausstellung notwendig sind. Als Preisrichter sind bekannte Perser- lichkeiten verpflichtet, sodaß auch in dieser Hinsicht jedem Züchter und Aussteller Rechnung getragen wird. Er ist dies die erste größere Ausstellung der Kaninchenzüchter, d e nach dem Kriege hier stattfindet und es wäre zu wünschen, daß sich dieselbe einer guten Beschickung mit Ausstellungslieren erfreuen würde. Die Ausstellung findet in den Lokalitäten des Zuchtkollegen Betz statt (Restauration zur Eisenbahn). Der verein hat den Meldeschluß auf den 4. Dezember verlängert, sodaß jedem Züchter noch Gelegenheit geboten ist, seine Tiere zur Schau zu melden.
# Starker Schneefall in Spanien und Frankreich. Aus den verschiedenen Gegenden Frankreichs und Spaniens werden Schneefälle gemeldet, die stellenweise beträchtliches Ausmaß angenommen haben. Bei Reinosa verursachte starkes Schneetreiben einen schweren Autounfall, wobei der Wagen eine sechs Meter hohe Böschung hinabstürzte. Hierbei wurde eine Person getötet und drei lebensgefährlich verletzt.
# Postamt in Ostgalizien Überfällen. In der astgalizi» schen Stadt Erodek wurde das Postamt von acht Banditen überfallen. Zwischen den sich zur Wehr setzenden Postbeamten und den Räubern kam es zu einer Schießerei, bei der zwei Banditen getötet wurden. Die übrigen Räuber enttarnen mit 3000 Zloty Kleingeld.
# Easerplosion in Kanada. Eine Reihe von ErpIo- sionen hat die Bevölkerung der Stadt Montreal in Angst und Schrecken versetzt. Die Straßen waren plötzlich in Dunkelheit gehüllt. Feuersbrünste brachen aus, beinahe die ganze Garnison und die gesamte Feuerwehr wurden aufgeboten, um der Brände Herr zu werden. 20 Personen wurden in die Krankenhäuser eingeliefert. Die (Explosionen waren in den Kanalisationsleitungen entstanden, aus denen lange Stichflammen hervorschosse».
# Der giftige Tarus. Zwei wertvolle Pferde eines Spediteurs in Coburg hatten, während das Fuhrwerk hielt, von einer Tarushecke gefressen und gingen daran infolge Vergiftung innerhalb weniger Stunden ein.
Jetzt hat die Hausfrau das Wort! Weihnachten naht. Sind auch die Seiten schlecht, so soll es dennoch nicht an den kleinen Freuden fehlen, die uns das Fest so lieb ma. chen. Da gilt’s mit wenig Geld, viel fertigzubringen. Schade
Füllgrabe — seit je der treue Reifet- sparsamer Hausfrauen — hat auch hier den richtigen Weg gefunden. Im Schmuck des Weihnachts-Marktes steht die S. u. F.-Filiale und auf den Theken und in den Erkern, die über Nacht in Weihnachts-Marktbuben umgewandelt worden sind. Irgen lauter gute, appetitliche Dinge schon für wenig Geld. Und nun kommen Sie zum „Weihnachts-Markt bei S. u. F." und schauen Sie selbst, was Schade und Füllgrabe dort alles für Sie bereit hält.
K a r st a d t ’ s Weihnachts »Ratgeber betitelt sich eine Beilage unserer heutigen Ausgabe, in der viele prak- tische Weihnachtsgeschenke für die Dame, für den Herrn, für das Kind und für die vielen Ungenannten zu finden sind. Eine Beachtung dieser Beilage sei empfohlen!
Bürger Be, ein LartUaUern.
Sonntag, den 4. Dez., abends 872 Uhr im Gasthaus zum Löwen Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Weihnachtsfeier, 2. Weihnachtskasse, 3. Losholz betr., 4. Aussprache über Klosterpachtfeld, 5. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand.
,,Meitysbunv^ der Kriegsbeschädigten, Kriegerhlmerbliebenen und Kriegerelrern (Ortsgruppe Scblüctitern).
Am Sonntag, den 4. Dez., abends 8 Uhr findet im Hess. Hof eine Monats Versammlung statt. Tagesordnung: Bekanntgabe der neuesten Bestimmungen über Erleichterungen für Zusatzrente, einmalige Zahlungen an Krügereltern u. a. m. Ferner wird über alle anderen Derjorgungsfragen Auskunft erteilt Es ist wichtig, daß jedes Mitglied erscheint. Der Vorstand.
KreiSsänger-Bund LMiüaite.n.
Wir machen auf den am Sonntag, den 4. ds. Mts. vonn. 10 Uhr in Breitenbach (Gastwirt Müller) stattfinden» den Sängertag (Jahresversammlung) nochmals ganz besonders aufmerksam und bitten um vollzähliges Erscheinen. Jeder verein muß mindestens 2 Vertreter hierzu ent enlen.
Der Vorstand.
Richsbanner Schwarz-Kot-Gold Schlächtern.
/M M /§& Heute Freilag Abend 8 Uhr im Hess. Hof Wu^fiSSniu ^bungsschlcßen sowie Werlungeschießen. Sams- mg, den 3. Dezember abends 8l/s Uhr im Der- einslokal Mitgliederversammlung. Erscheinen al- ^^§^ ler Mitglieder wild erwünscht. Der Vorstand.
Zweigverein Schlächtern.
Sonntag, den 4. Dezember 1932 Nikolauswanderung (12. Pflichtwanderung) nach der „Schönen Aussicht" Käutzelbuch. Wanderzeit 4 Stunden. Abmarsch 10 Uhr Vormittags pünktlich vom Kreiskrankenhaus. Keiner der Teiln-ymer vergeste fern Nikolaus-Päckchen mitzubringen. V. H. C. Groß und Klein, stellt Euch in großer Anzahl ein, bringt Stimmung und Humor ins Haus, dann freut sich Euer Nikolaus.
^^^ „ ^fyssbaitoereln Schlächtern 1910 e. U. '‘W Die Spiele am Sonntag, den 4. De» zember 1932 am Sportplatz Auwiese find wie folgt festgesetzt worden: mittags 123/4 Uhr: 2. Schlächtern gegen 1. Vollmerz, nachmittags 2'/z Uhr: i. Schlächtern gegen
1. Alofeld. Für rechtzeitigen und ordnungsmäßigen Platzaufbau haben die Mannschaften Sorge zu tragen.
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