schwinden begriffen zu sein. Schuld daran mögen die Schwierigkeiten der Zucht und Aufzucht sein. Der Seidenspitz soll aus einer Kreuzung zwischen Malteser und Zwergspitz entstanden sein. Das prächtige, seidenartige,
Kulturpflanzen und Unkraut im Kamps miteinander »« Diplomlandwirt H. Wetzet
Der beobachtende Landwirt wird schon oft die Erfahrung gemacht haben, daß viele unserer Kulturpflanzen von bestimmten Unkräutern begleitet werden. Das Wachstum der Pflanzenwelt wird beherrscht einmal von der Lebensgemeinschaft zum Zwecke des gegenseitigen Bedarfsaustausches und das andere Mal von der kämpferischen Abwehr untereinander. Letztere Form — also das kämpferische Verhalten untereinander — wird im allgemeinen vorwiegen. Zum Beispiel sehen wir in einem Weizenfeld besonders stark den Mohn als Unkraut vertreten. Diese beide Pflanzen, Weizen und Mohn, teilen sich in die für sie gegebenen Wachstumsbedingungen (Licht, Wärme, Nährstoffe und Wasser). Sie pflegen eine Lebensgemeinschaft. Roggen dagegen unterdrückt den Mohn, er zeigt sich hier als der Stärkere. Es besteht zwischen Roggen und Mohn ein kämpferisches Verhalten. Die kämpferische Abwehr zwischen Kulturpflanzen und den Unkräutern bringt denjenigen zum Unterliegen, der die schwächsten kämpferischen Eigenschaften hat. Daß bei diesem Daseinskampf nicht immer derjenige die Oberhand behält, der das stärkere Wurzelnetz (also in der Nahrungs- und Wasserausnahme begünstigt ist) oder durch Schattenwirkung den Gegner unterdrücken kann, werden wir im nachfolgenden kennen lernen.
Als erstes Beispiel seien die Wintergetreide- arten erwähnt. Sät man auf einem Acker, der sich auf der gesamten Fläche unter gleichem natürlichem Verunkrautungszustand befindet, je ein Teilstück mit Winterroggen, Winterweizen und Wintergerste, so kann man bereits im Herbst nach einigen Wochen große Unterschiede in der Verunkraittung wahrnehmen. Das Teilstück mit Roggen zeigt nur wenige Samenunkräuter gegenüber der Stücke mit Winterweizen und Wintergerste. Die größere Unkrautreinheit des Roggens kann in dem jungen Saalenzustand nicht auf Bodenbcschattung oder dergl. zurückgeführt werden, denn der Roggen ist ja noch längst nicht so weit, um die Zwischenräume zu beschatten. Daß die Zwischenräume zwischen den Reihen auf dem Roggenstück unkrautfreier in als auf den Gersten- und Weizenstacken muß i. der größeren kämpserischen Abwehr des Roggen zu suchen sein. Für das stärkere kämpferische Be> halten des Roggens spricht noch die Tatsache, da die Kampswirkung sich nicht nur aus die unmittelbarste Nähe der Roggenpflanze erstreckt, sondern sie greift noch auf eine Entfernung von: mehreren Zentimetern um sich. Nun ließe sich dagegen sagen, daß das mit dem schnelleren Wachsen des Roggens zusammenhängt. Bei Winterweizen, der eine langsame Ansangsentwicklung hat, könnte man den Einwand gelten lassen, aber doch nicht bei der Gerste. Wird aber ein Roggen durch irgendwelche Einflüsse (Nässe, Krankheiten oder dergl.) geschwächt, so sinkt ganz auffallend sein kämpferischer Wert gegenüber der Kornblume. Solche Roggenbestände sind dann regelmäßig stark von Kornblumen befallen.
Die Anzucht der Simmerfarnt aus den Sporen
Der Pflanzenfteund weiß, daß die braunen Streifen oder Punkte auf der Unterseite der Farnblätter Sporenbehälter sind, in denen zahllose winzige Sporen ausgebildet werden. Eine solche Spore ist nicht das gleiche wie der Samen einer Blütenpflanze. Aus Samen keimen neue Pflanzen bervor, aus den Farnsporen entwickeln sich zu- nächst Vorkeime. Das sind kleine grüne, fast wie
lange Haar soll wie bei allen Spitzen vom Körper locker nbstehen, nicht wellenförmig, gelockt, gerollt oder zottig erscheinen. Die Farbe ist fast immer weiß, nur selten kommen schwarze Seidenspitze vor. Größe und Gewicht sollen dieselben wie
Die Wintergerste nimmt in ihrem kämpferischen Wert eine Mittelstellung ein. Ihr steht ein kleinerer Kampfwert als dem Roggen zur Verfügung, aber sie läßt sich nicht so leicht unterkriegen wie der Weizen. — Die Kartoffel gilt in der Praxis als diejenige Pflanze, mit deren Hilfe man die Samen- und Wurzelunkräuter zu unterdrücken sucht. Wie kommt es, daß etwa Ende Juli in gut reingehaltenen Kartoffelfeldern plötzlich die Melde auftaucht? Auffallend ist es, daß sie meist in den Reihen und zwischen den Kartoffeltrieben empor- schießt. Man wird einwenden, daß die Hacke oder der Pflug bei der Unkrautbekämpfung nur die Unkräuter, die zwischen den Reihen stehen, ersassen kann, und die Unkräuter, welche in den Reihen sich befinden, können unbehelligt weiterwachsen. Dieser Umstand wäre demnach nur der unzulänglichen Bekämpfungsmöglichkeit zuzuschreiben! Dem kann aber nicht so sein. Warum findet man in den Reihen und in unmittelbarer Umklammerung der Kartoffeltriebe nicht andere auch sehr rasch wachsende Unkräuter, wie Hederich, Distel? Sie besitzen doch sogar ein viel schnelleres Anfangswachstum als die Melde. Es zeigt sich hier wieder, daß die Kartoffel große kämpferische Eigenschaften gegenüber Hederich, Distel usw. hat, aber daß sie der Melde unterlegen ist.
Auch die Rübe hat mit Pflanzen zu kämpfen, die sie nicht nur in der Entwicklung hindern, sondern unter Umständen sogar abtöten können. Es sind das der Ackerknöterich und der ihm sehr nahverwandte Hederich und Ackersenf. Die Rübe besitzt keinen Kampfwert gegenüber dem Hederich. Gewinnt der Hederich die überhand und kann er nicht rechtzeitig vertilgt Iverden, so erkranken die Rüben und gehen schließlich zu Grunde. Diese Erscheinung, daß der Hederich durch stärkeren Nährstoff- und Wasserentzug die Rüben zum Absterben bringe, kann nicht stichhaltig sein, denn betrachten wir den Hafer, der von unseren Getreidearten die wasseranspruchsvollste Pflanze ist, so wird dieser vom Hederich in seinem Wachstum wohl beeinträchtigt, aber keineswegs wie die Rübe abgetötet. Hederich besitzt also dem Hafer gegen- .ber einen viel geringeren Kampfwert als der »übe gegenüber.
Auch Raps zeigt ein schwaches kämpferisches Verhalten dem Hederich gegenüber, während die anderen nicht mit ihm verwandten Unkräuter unterdrückt werden. Diese Abwehr beschränkt sich nicht nur auf die Zeit, wo er auf dem Halme steht, sondern sie hält auch noch wochenlang nach der Aberntung des Rapses vor. Wird beispielsweise nach ihm der leicht zur Verunkrautung neigende Winterweizen gebaut, so kann man die Beobachtung machen, daß mit dem Weizen im Herbst sehr wenig Unkraut zum Aufgang kommt, also der Acker praktisch unkrautfrel ist. Wenn der Raps nur durch seine Schattenwirkung und dergl. die Un- krautsreiheit erreicht hätte, so müßte nach Räumung des Feldes das bislang unterdrückte Unkraut
ein Pflänzchen selbständig wachsende Gebilde, aus denen Geschlechtszellen zur Ausbildung kommen. In den männlichen Organen entwickeln sich kleine, nur mit dem Mikroskop sichtbare Samenfäden, die, losgelöst vom Vorkeime, selbständig in einem Wassertröpfchen zur ruhenden, ebenfalls an dem Vorkeime ausgebildeten Eizelle hinschwimmen. Sie werden durch einen chemischen Reiz anaclockt und
beim Zlvergspitz fein, doch hat der (seidenfpitz schmalere, feinere Pfötchesi (Hasenpfoten). Die Stehohren, die Figur erinnern an den Spitz, während Kops und Gesichtsausdruck mehr dem Malteser gleichen.
zum Auflaufen kommen. Das ist aber nicht der Fall! Der Raps hinterläßt seiner Nachfrucht noch wochenlang ein reines Feld, er wirkt demnach längere Zeit auf die Keimung der Unkrautsamen hemmend. Es müssen sich hierbei besondere Vorgänge abspielen.
Wie ist dieses kämpferische Verhalten der Kulturpflanzen den Unkräutern gegenüber zu erklären? Daß es die Beschattung, der Nährstoff- und Wasserbedarf nicht immer zu sein braucht, haben wir an den angeführten Beispielen gesehen. Es müssen auch andere Kräfte mitwirken, die den einzelnen Pflanzen zu ihrer Lebenserhaltung mitgegeben wurden. Vielleicht greift mich die Bakterienwelt mit in den Daseinskampf ein. Es sei nur darauf hingewiesen, daß z. B. die Klee- Müdigkeit auf gewisse Bodenbakterien zurück- zuführen ist. Desinfiziert man einen kleemüden Boden mit Schwefelkohlenstoff, so verschwindet die Kleemüdigkeit. Ferner gibt es pektinvergnrende Bodenbakterien, das sind Bakterien, die den Bindestoff zwischen dem Strukturgewebe zum Zerfall bringen. Sind solche Bakterien in größerer Menge vorhanden, so können sie einen großen Teil Unkrautsamen abtöten bzw. den Samen für längere Zeit am Auskeimen hindern. Führt uns diese Tatsache nicht zu unserem Rapsbeispict zurück, wo wir sahen, daß der Raps das Feld nicht nur rein hält, sondern auch für längere Zeit eine Keimschwäche des UnkrautsamenS bewirkt? Und wissen wir nicht, daß auch der Raps diejenige Frucht ist, die den Boden in eine vorzügliche Gare bringt?
Bei der kämpferischen Abwehr unserer Kulturpflanzen gegenüber bestimmter Unkräuter möger. in vielen Fällen auch Wurzelausscheidungen eine erhebliche Rolle mitspielen. Welcher Art diese Ausscheidungen sind, läßt sich noch nicht genau sagen Es dürften die gasförmigen Wurzelausscheidungcu den Hauptanteil haben, weniger die festen und flüssigen. Aus der gärtnerischen Praxis ist bekannt, daß Frühbeete, die aus frisiern Eichenholz an- gefertigt sind, auf empfindliche Frühgewächse Krank Heitserscheinungen Hervorrusen, die sogar zum Abslerben der Pflanzen führen. Noch bei einer Entfernung der Pflanzen von 30 bis 40 cm vom Holz wurden noch schwere Schädigungen festgestellt. Bekamen die Innenseiten der Frühbeete einen dicken Kalkanstrich, so erholten sich die Pflanzen schon nach wenigen Stunden und gesundeten wieder. Dieser Vorgang mag wohl auf den starken Gerb- säuregehalt des srischen Eichenholzes beruhen. Zweifellos spielen die besonderen Gerüche und ätherischen Ausdünstungen der Holzarten bei der Abwehr eine große Rolle. Wir kennen es ja von- den Waldbäumen, die sich jeden Pflauzenwuchs fernhalten, solange sie gesund sind.
Die kämpferische Abwehr im Pflanzenreich, die wir im Vorstehenden kenne» lernten, wird hier ebenso erbittert geführt wie im Tierreich. Wut geht sie hier allmählich und weniger ausfällig vor sich.
Bon H. Schieferdecker
verschmelzen mit der Eianlage. Erst fetzt kann wieder eine eigentliche Farnpflanze entstehen.
Die praktische Farnvermehrung muß also mit einem Sammeln der Sporen beginnen. Dazu werden die mit braunen Sporenlagern versehenen Wedel geschnitten und am besten in einer dichten Tüte einige Zeit trocken aufbewahrt. Sind di« Sporen ausaeiallen, dann kann das AuSsaatbce!
bereitet werben. 3>ie Zeit der 9iu6^aat ist atemUct) । gleichgültig, ungünstig ist der Herbst.
Zur Aussaat wählt man am besten eine saubere Tonschale, deren Boden mit Scherben zum Wasserabzug ausgelegt wird. Darauf kommt eine gesunde, nicht faulende Teile enthaltende Erde. Die Erdart hat auf die Entwicklung der Vorkeime anscheinend wenig Einfluß, denn in der Praxis ist sowohl Torfmull und Lauberde als auch reiner roher Lehmboden gebräuchlich. Letzterer hat den Vorzug, bestimmt nichts Faulendes zu enthalten, und so leiden auch die Vorkeime nicht so leicht unter Fäulnispilzen.
Nachdem die Saatschale vorbereitet und die Oberfläche etwas «»gedrückt und geglättet ist, werden die Sporen darauf ausgestreut. Sie bleiben auf der Erde unbedeckt liegen und werden nur mit einer feinen Brause angebraust. Aus die Schale kommt eine Glasscheibe und bei Sonne noch ein Bogen Papier zur Schattierung. Bei einer Temperatur von 20 Grad und gleichmäßiger Feuchtigkeit werden im Verlause der 2. Woche die Borkeime aus den Sporen hervorwachsen, was an einer allgemeinen Bergrünung der Saatschale zu erkennen ist. Wird dieser „grüne Rasen' zu dicht, dann kann man ihn noch zerstückeln und kleineTeile in größerer Entfernung neu aufpflanzen. Leim Bewässern ist es gut, die Vorkeime kurze Zeit ganz unter Wasser zu setzen, denn die nötige Befruchtung kann ja nur im Wassertropfen geschehen. Dann werden sich, zunächst schüchtern hier and da, einige Farnpflänzchen zeigen, die am besten nochmals in Kästen mit humoser Erde uifgepflanzt werden, ehe sie in die Töpfe kommen.
Die verschiedensten Farne kann man sich so )eranziehen. Am leichtesten sind die Pteris-Arten in Zimmer durch Aussaat zu vermehren und veiter alle härteren Farne, während Adiantum »ehr Gewächshausluft liebt.
Allerlei Neues aus Feld und Garten, Stall und Hof, Haus und Keller, Küche und Blumenzimmer
Sich rechtzeitig mit den erforderlichen Diinge- eutteln zu versorgen, kann jedem Landwirt nur in seinem eigensten Interesse angeraten werden. 3e eher man kauft, und dann womöglich noch gemeinschaftlich mit anderen in größeren Menge», desto besser fährt man dabei. Es wäre ein Sparen am verkehrtesten Ende, wollte man die Zufuhr der pflanzlichen Nährstoffe dem Acker vorenlhaltcn und keinen Kunstdünger mehr kaufen. Die neueren Beröfsentlichungen über die letzten Versuchsergebnisse haben es von neuem bestätigt, wie düngungsbedürftig in den weitaus meisten Fällen unsere Accker sind und wie sehr sich die richtige Anwendung Der ^ilfsdüugcmittci bezahlt macht. Versuche dar- iiber anzustellen, sollte kein Landwirt unterlassen. Die nächste zuständige landwirtschaftliche Schule wird zur "Anstellung solcher Versuche sicherlich gern behilflich sein. R.
Wie und wodurch heilt man Krebskranke Obstbäumc? So wie der Mcnsch durch Krankheiten Heimgesucht wirb, so trifft dasselbe auch in der Nalür bei unseren Obstbäumen zu. Ein sehr arger Feind unserer Obstbäume ist der Krebs. Um den Krebs unschädlich zu machen und den Baum zu heilen, schneidet man alles bis auf das gesunde Holz heraus. Dann pinsele man die Wunde mit Holzteer aus und bringe dann guten Lehmbrei in die Wunde unid binde bann ein Tuch darüber. Sind die Obstbäumc durch Wildfraß ober Durch andere Einwirkungen beschädigt, so werden die WuNdränder glatt geschnitten, dann mit Holzteer bestrichen, durch einen Lehmbrei überdeckt und mittels eines Tuches überbundcu. Vorkomniendc Schnittwunden werben glatt geschnitten und gut mit kaitfiüssigcm Baumwachs verschmiert. Frost- risse an Obstbäumen heilt man dadurch, indem man sich einen Lehmbrei zurecht macht, den Riß gut verschmiert und bann mit einem Sackstilm überbindet. Es ist gut, wenn die mit Lehm
Sporenlager auf bet Blattunterseite von a Pteris, b Aspidium c Borkeimling, stark vergrößert
behandelten Bäume des öfteren angefeuchtet werben. Der oftmals an den Obstbäumen auftretende Wurzelkrebs ist nicht mehr zu heilen; es ist hierbei das beste Mittel, derartige Bäume rauszuwerfen und Krebsfeste Bäume anzu- pflanzen. Die Behandlung mit Lehm bei den oben erwähnten Krankheiten kann ick nur empfehlen aus eigener Erfahrung, denn Lehm heilt bekanntlich in vielen Fällen sowohl bei Tieren als auch bei Pflanzen. 6 a.
Beim Verglasen der Mistbeetfenster können zerbrochene Fensterscheiben in den meisten Fällen mit verwendet werden, wenn nur dabei darauf geachtet wird, daß die im Mistbeetrahmen höher gelegene Glasscheibe stets die untere an ihrem ^Ranbe überragt, in ähnlicher Weise wie die Dachpfannen auf dem Hausdache. 3m an bereu Falle, bei dem die obere Scheibe von der unteren bedeckt wird, sammeln sich vor der »orspringenden Kante Schmutz. Algen und Moos an, die die Wirkung des Sonuenlichtels stark abschwächen. Sz.
Welche Zuchtrichtung bei der Aufzucht der Pferde einzuhalten ist, das entscheiden in den meisten Fällen die wirtschaftlichen Verhältnisse, wobei Extreme nach der einen ober anderen Seite möglichst zu vermeiden sind. Es mehren sich daher auch die Ansichten, weder das extrem schwere noch bns zu leichte Pferd weiteren’ züchten, sondern daß auch hier die goldene Mittelstraße cinzuhaUcu und für bic Zucht eines kräftigen, mittelgroßen Halbblutpferdes cinzutrctcn ist, das kräftige Lungen, einen geräumigen Brustkasten und kräftige Muskulatur besitzt.' Mit einem solchen Pserde dürfte ber Landwirtschaft wohl am meisten gedient fein. Natürlich muß auch beim Pferde mit der Weiterzucht die Leistungsprüfung Hand in Hand gehen, welche alle schwächlichen Tlcre von jeder Weilerzucht ausschließt. Ein gutes Wirtschaftspferd soll laufen, aber auch schwere
Ca^ten ?»x^^rv Uöxineix, "baX>ev vn "ber ^xbeXx uw“ verdro^en, ausdauernd und vor allem He^und jem; denn nur gesunde T^ere kannen den an sie gestellten Anforderungen genügen, kranke niemals. R.
©utertotiauf. Die Krankheit kommt nicht selten kurz vor und nach dem Kalben vor. Sie beginnt mit leichtem Fieber und mit einer Rötung der Haut des Euters, besonders in der hinteren Gegend. Die Haut scheint hier gerötet, geschwollen und schmerzhaft. Die Milch ist un. verändert. Gewöhnlich tritt Heilung innerhalb drei bis acht Tagen ein, manchmal dauert das Leiden aber auch länger, die Haut verdickt sich dann, und im Bereiche bet hinteren Euterviertel entstehen fingerdicke Schwielen der Haut. Dann wird auch der Milchertrag geringer und die hinteren Euterviertel verhütten. 3m Anfang reibe man mehrmals täglich Bor- salbe ein. Wenn binnen fünf bis acht Tagcn Heilung nicht eintritt, bann ziehe man einen Tierarzt zu Rate. R.
Die Mast der Weihnachisgänse kann cnt- weder Fleisch- oder FeUmast sein. Da die Kunden teils Fleisch», teils Fettgänse wünschen, ist es notwendig, diesem Geschmack Rech, nung zu tragen. Für beide Mastarten werden die Gänse auf Stoppelfelder, Grasweide ober mit Runkelrüben vorgemästet, damit sie zur Hauptmast schon recht fleischig sind. Fleffch- gänse erhalten zehn Tage bis drei Wochen vor dem Schlachten Geistenschrot mit etwas Milch vermengt oder reinen Hafer; letzbevor macht ein besonders feines Fleisch. Fettgänfe werden vorteilhaft gestopft. Das Stopfen geschieht mit der Hand. Sie bekommen zweimal täglich den Kröpf mit gut oorgequelftem Welschkorn bis oben hin gefüllt. Damit beim neuen Füllen alle alten Reste aus dem Kröpf heraus sind, gibt man in das stets frische Trinkwasser scharskörnigen Sand, der die Ber- bauung fördert. Dr. Alb.
Rahmklöße. Ein viertel Liter dicke, saure Sahne ober Rahm wird tüchtig mit drei Eiern ocrauirlt, dann fügt man Salz, ein wenig Muskat, zwei Löffel zerlassene Butter und so viel Mehl dazu, daß man einen nicht zu lockeren Teig erhält, falls nötig, gebe man nach sein geriebene Semmel bei. Von bet Masse sticht man mit in heißes Wafser getauchtem Löffel längliche Klöße ab und kocht sie in siedendem Salzwasser. Für den vege- tanschen Tisch gibt man am besten ge- schmort» Obst dazu. Sonst schmecken sie gut zu Gulasch. Frau E. S.
Apfelpudding. Man kocht Apfelmus von 1 kg Aepfeln, mischt unter bas erkaltete Mus die 'Schale einer halben Zitrone und gibt dann sieben Blatt in etwas Wasser aufgelöste Gelatine hinein. Dann rührt man in das Mus Vs Liter Schlagsahne, tut bic Speise in eine mit kaltem Wasser ausgespülte Farm und läßt sie steif werben. Der für sechs Personen bc« rechnete Pudding wird nun gestürzt und sorg» emit neuen Kirschen und kleinen Suppen* tonen garniert. Frau K. R.-G.
Feine Haselnußtorte mit Füllung. Das Gelbe von acht Eiern wirb mit 400 g Zucker recht schaumig gerührt. Dazu kommen drei Eßlöffel sehr feingeritbene Semmel, abgeriebene Zitrone, 250 g' geriebene Haselnüsse und ein halber Tcclöfsel Backpulver. Der fest geschlagene Schnee ber acht Eier wird lose unter- gezogen. Die Masse wird in eine mit Butter und ' ScmmcUmunen ausgeftreute Springform gefüllt und langsam ungefähr 30 Minuten gebacken. Nach dem Erkalten wird bic Torte in zwei oder brei Platten geschnitten, jede mit einer Füllung bestrichen und wieder zusammengesetzt. Zur Füllung nehme man 100 g geriebene Schokolade, im heißen Wasserbad« »gemacht, dazu kommen drei bis vier cl gekochtes Znckcrwasser, 100 g geriebene Haselnüsse, ein Eigelb, 20 bis 30 g frische Butter, zwei Eßlöffel geriebene Semmel und etwas Zitronensaft. Die Masse wirb gut erhitzt und unter Rühren abgekühlt. Die zu- fammengefeitte Torte wird mit einer weißen Glasur überzogen und mit Nüssen ober Triisfel- streußel garniert. Auch kann man die 2 arte mit Danillecreme ober Marmelade füllen. Gczct.